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Als Bücher noch abgeschrieben werden mußten, war es selbstverständlich, daß Bücher einzeln und bei Bedarf hergestellt wurden. Büchermachen war eine anspruchsvolle Handarbeit und die Produkte waren entsprechend edel und wertvoll ausgestattet.


Gutenberg erfand den Buchdruck, das Buch wurde preiswert und ist heute Massenware.

Verlage orientieren sich bei der Programmgestaltung immer stärker an wirtschaftlichen Überlegungen, was zu immer mehr Büchern von den immer gleichen Autoren führt und im Sachbuch-Bereich zu immer "einfacheren", immer spezifischeren Ratgebern für eine immer größere Schar von "Laien".

Während gerade junge Schriftsteller versuchen, die Qualität ihrer Werke durch intensiven Austausch untereinander zu steigern und sich viele gute und hilfreiche Organisationen wie z.B. das Literaturcafé darum bemühen, ihnen jede erdenkliche Hilfestellung zu geben, sind die ersten Kontakte mit den Verlagen ernüchternd und auf die Dauer zermürbend.

Unbekannte Autoren mit Projekten, die nicht in die üblichen Schubladen passen, werden abgelehnt - meist ohne jegliche inhaltliche Prüfung. Auch die Literatur-Agenturen sind gezwungen, sich den Wünschen der Verlage anzupassen. Daher verwenden diese schon heute erhebliche Teile ihrer Kapazitäten auf die Beschaffung von Rechten an englischsprachigen Manuskripten und haben immer weniger Zeit, für die Pflege noch unbekannter, deutschsprachiger Autoren.

Wer sich trotzdem gedruckt sehen will, hat es schwer.

Druckkostenzuschußverlage


Man kann sich bei einer ganzen Reihe von Verlagen, die z.T. ausschließlich darauf spezialisiert sind, gegen sehr viel Geld eine Auflage seines Werkes drucken lassen und hat dann das Problem, die tausend oder zweitausend Bände an die Frau oder an den Mann zu bringen.

Book on demand

Die andere Möglichkeit ist es, bei einem BOD-Anbieter (book on demand) das Manuskript speichern und bei Bestellung ausdrucken zu lassen. Das kostet für Satz und Mastering und einige Nebenleistungen schon viel weniger, als der klassische Druckkostenzuschußverlag, aber immer noch etliche schöne Euro, die meist erst dann, wenn das Buch in hundert und mehr Exemplaren gedruckt wurde, zu einem erträglichen Preis für das einzelne Exemplar führen.


Es geht aber auch anders

Bücher machen im do-it-yourself-System

Ich habe mich ein bißchen intensiver mit den Möglichkeiten meiner Textverarbeitungssoftware und den Möglichkeiten meiner Drucker befaßt, habe mir einen Satzspiegel aufgebaut, die Schriftgröße, den Zeilenabstand optimiert, habe ein bißchen hin und her gerechnet, um bei Verwendung üblicher 80g A4 Papiere mit möglichst geringem Verschnitt auf ein Buchseitenformat zu kommen, das mit einem aus einem A4 Karton erstellen Einband korrespondiert, habe eine Methode entwickelt, ohne auf fabrikmäßig vorgefertigte Hüllen angewiesen zu sein, ausgezeichnete Klebebindungen herzustellen und einen Weg, diese Klebebindung noch durch eine Fadenheftung zu ergänzen, so daß keine Seite aus dem Buch herausfallen kann, auch wenn es stark strapaziert wird. Ich habe einen einfachen Weg gefunden, den Deckel mit einem widerstandsfähigen, transparenten Überzug zu versehen, der verhindert, daß die Farbe aus dem Tintenstrahldrucker von feuchten Händchen aufgelöst wird und bin damit in der Lage, bei Bedarf selbst Bücher herzustellen, die es in jeder Hinsicht mit einem fabrikmäßig hergestellten Buch aufnehmen können.


Inzwischen ist mehr daraus geworden
Zum 1. Januar 2004 ist aus dem "Selbstverlag" einen "richtigen" Verlag geworden, der nicht nur meine eigenen Bücher verlegt, sondern auch anderen Autoren für erste Veröffentlichungen mit kleinen Auflagen offen steht. Nun ist der Verlag auf die eigene Homepage www.ewk-verlag.de umgezogen. Bitte sehen Sie sich dort weiter um.



Wie gehts und welcher Aufwand entsteht dadurch?

Der Papierbedarf
hält sich bei dem von mir für meine eigenen Bücher gewählten Standardformat (140x195 mm) in Grenzen, für vier Seiten reicht ein Blatt Papier im Format DIN A4. 500 Blatt A4 kosten weniger als 10 Euro, ein Buch mit 350 Seiten kommt also - auch bei Druckproblemen, die nicht ausbleiben - mit weniger als 2 Euro für Papier aus.

Der Karton für den Umschlag und der Folienüberzug sind für 0,50 Euro eingekauft, Klebe- und Heftmaterial macht noch weitere 0,20 Euro aus. Den größten Posten in der Kalkulation verschlingt die Tinte für die Drucker. Je nach Schwärzungsgrad fallen da pro Buch 4 - 8 Euro an, wenn viele farbige Abbildungen oder farbig gestaltete Tabellen und Textpassagen eingebunden sind, kann das auch noch teurer werden.

Die Materialkosten für 350 Seiten liegen also irgendwo zwischen 5 und 9 Euro.Rechnen wir noch ein paar Verluste durch die Tücke des Objekt mit ein, kann ich doch ziemlich sicher davon ausgehen, daß meine Ausgaben für ein ganz normales Buch mit 350 Seiten im Format 140x195 mm die 10-Euro-Marke nicht übersteigen.

Arbeitsaufwand für die Buchherstellung:

Papier schneiden. Aus einer 500-Blatt-Packung A4 werden macht die Schlagschere1000 Blatt 140x195 mm; das dauert etwa 25 Minuten. Für das 350-Seiten-Buch (175 Blatt), einschließlich der zusätzlichen Blätter wegen unvermeidlicher V
erluste durch Druckerprobleme beim beidseitigen Druck fallen also 5 Minuten an.

Den Drucker anwerfen, Papier nachlegen, Ausdruck wenden für den Rückseitendruck und kontrollieren, ob auch alle Seiten da und lesbar sind, das macht pro Band, wenn nichts dazwischen kommt auch nicht mehr als 5 Minuten aus, wenn etwas dazwischen kommt, kann es auch einmal eine halbe Stunde werden. Der Druckvorgang selbst läuft nebenher. Wenn es beim beidseitigen Druck Probleme gibt (leider ist es ziemlich oft der Fall, daß beim Rückseitendruck 2 Blätter eingezogen werden und von da an, bis man es merkt, muß man eine ganze Reihe von verdruckten Blättern wegwerfen), verlangt der Ausdruck eines Buches manchmal auch eine halbe Stunde Aufmerksamkeit und Arbeit. Im Mittel würde ich für den Druck von 350 Seiten daher ca. 15 Minuten ansetzen.

Das Laminieren des Deckels geht um so schneller, je mehr Exemplare gleichzeitig bearbeitet werden können - 20 Stück dauern einschließlich Nachschneiden 20 Minuten, ein Einzelexemplar braucht 10 Minuten - weil einige Vorbereitungen erforderlich sind, die unabhängig von der Stückzahl ihre Zeit brauchen.

Zum Schluß kommt das Einspannen des Buchblockes in eine selbstgebaute Heft- und Verleimvorrichtung. Das Heften, Leimauftragen, Vorsatz anleimen und anschließend Deckel anleimen, wird dadurch einfacher und dauert vielleicht insgesamt noch fünf Minuten pro Band.

Alles in allem ist ein Buch in einer halben Stunde geschafft.

Was bleibt übrig?

Wolf's wahnwitzige Wirtschaftslehre biete ich z.B. für 30,50 Euro an. Darin sind 7 % MwSt. enthalten Netto bleiben mir also 28,50 Euro. Nehmen wir die Materialkosten für dieses Buch mit realistischen 7,50 Euro an, bleiben unter dem Strich 21,00 Euro übrig.

Das ist nicht viel. Mehr zwar, als bei jedem normalen Verlag als Autorenhonorar zu erzielen wäre, aber in Anbetracht der "handwerklichen" Arbeit eben doch kaum mehr als ein handwerklicher Stundenlohn. Dazu kommt noch der Aufwand, um von dem ursprünglichen Manuskriptformat auf das Satzformat umzusteigen, sowie der Entwurf von Titel- und Rückseite. Das sind noch einmal ungefähr ein bis zwei Tage pro Buch, die in der Kalkulation natürlich irgendwie berücksichtigt werden sollten.
Aber es bleibt unter dem Strich Geld übrig. Davon kann bei Druckkostenzuschußverlagen in aller Regel nur geträumt werden und bei BOD-Verlagen muß man - bei einem entsprechenden Projekt - auch erst einmal tief in die Tasche greifen, bevor sich ein Überschuß für den Autor ergeben kann.

Sollten Sie bis hier aufmerksam gelesen und sich gefragt haben, ob Sie das mit dem eigenen Manuskript genauso machen könnten,
dann kann ich Ihnen versichern:

Es ist so schwer nicht! Versuchen Sie es!


Wenn Sie allerdings glauben, daß Ihre handwerklichen Fähigkeiten und Erfahrungen dafür nicht ausreichen, dann könnte ich Ihnen eventuell mit meinen Methoden eine Kleinstauflage herstellen. Fragen Sie einfach an, E-Mail genügt. wenn ich Zeit habe, verhelfe ich gerne auch Ihnen zum "eigenen Buch".



Für Ihre überschlägliche Kalkulation kann ich Ihnen den folgenden, unverbindlichen Orientierungsrahmen geben:

 Arbeit / Material Einzelpreis Bezogen auf ein 250-Seiten-Buch
Aufbereitung des Satzes aus einer Word-Datei heraus pro Buchseite (ca. 1600-2000 Zeichen)

 1,50 Euro

375,00 Euro

Einband: Vorder-Rück- u. Schmalseite gestalten unter Verwendung Ihrer Texte und Grafiken

 180,00 Euro

 180,00 Euro

Herstellung und Versand von 1 Muster-Exemplar zur Freigabe (auffällig als Muster gekennzeichnet); sowie 1malige Änderungen am Satz (ohne Manuskript- Änderungen) und Änderungen am Einband nach schriftlicher Vorgabe (je Buchseite)

 0,30 Euro

75,00 Euro

 Summe einmaliger Aufwand pro Titel  

 630,00 Euro

   
Druck pro Buchseite (alle Seiten einschl. Einband)

 0,055 Euro

 13,75 Euro

Doppelte Klebebindung (Vorsatzkarton+Einband)

 0,90 Euro

0,90 Euro

zusätzliche Fadenheftung (optional)

 0,30 Euro

0,30 Euro

Folienüberzug (optional)

 0,70 Euro

0,70 Euro

 Herstellungskosten pro Exemplar  

15,65 Euro




Legt man auch die Einmalkosten auf das einzelne Exemplar um, ergeben sich folgende Relationen:

 Gesamtauflage 25 Exemplare 75 Exemplare 200 Exemplare
 Einmalkosten 630,00 Euro 630,00 Euro 630,00 Euro
 Herstellung der Auflage 391,25 Euro 1.173,75 Euro  3.130,00 Euro
 Gesamtkosten der Aufl. 1.021,25 Euro 1.803,75 Euro  3.760,00 Euro 
 Kosten pro Exemplar 40,85 Euro  24,05 Euro  18,80 Euro 


Das ist zwar auch nicht billig, aber ich kann mir vorstellen, daß Sie diesen Vorschlag bei der Planung einer kleinen Auflage als einen sehr günstigen Weg in Betracht ziehen werden. Wichtig ist für Sie zu wissen, daß Sie und Ihr Bedarf bestimmen, wieviele Exemplare zu welchem Zeitpunkt gedruckt werden - und wenn Sie nur ein einziges Exemplar für Ihren eigenen Bücherschrank brauchen: kein Problem.

Wenn Sie jetzt von meiner Methode, Bücher herzustellen schon fast überzeugt sind, aber gerne vorher wissen möchten, wie sich so ein Buch anfühlt, wie es aussieht, was es aushält, dann gibt es einen einfachen Weg:

Bestellen Sie eines meiner Bücher im 140x195 mm Standardformat und lassen Sie sich von der handwerklichen Qualität des Originals überzeugen. Wenn diese Prüfung zu Ihrer Zufriedenheit ausfällt, kann's losgehen. Also, worauf warten Sie noch?