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     Egon W. Kreutzer, Portrait

     

     

    Egon W. Kreutzer

    Autor und Verleger - mit einem außergewöhnlichen Hang zur Nachhaltigkeit, meint:

    Kritik

    muss weder beschönigen noch verharmlosen, weder heucheln noch trösten, um konstruktiv zu sein.

    Wirksame Kritik muss in aller Klarheit und mit der gebotenen Schärfe auf allgemeine Anstrengungen zur Veränderung von Sachverhalten und Umständen abzielen.

    Verhaltensänderungen kritisierter Personen sind dafür nicht Bedingung, sondern bestenfalls erfreuliche Folge.

     



    Was war das denn?

    egon-w-kreutzer.de
    mit Piano?

    Nun, so klingt Harry Kulzer


    - über zwanzig Jahre nach Pogo in Togo -

    heute.

    Mehr von diesem Sound bei

    Table for two
     
    Harry Kulzer
     
    Wolfgang Opitz
    Thomas Froschmaier


    "Herrschaftsfreiheit"

    Zu sagen: "Hier herrscht Freiheit", ist immer ein Irrtum
    oder auch eine Lüge: Freiheit herrscht nicht. (Erich Fried)

     
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    14. Oktober 2011

    11.15 Uhr Fitch droht der Deutschen Bank mit Herabstufung 

    Das Krisenkarussell dreht sich immer schneller, die Fliehkräfte zerren jetzt auch an den Verankerungen der Schwergewichte in der europäischen Bankenlandschaft.

    Nun hat die Ratingagentur Fitch angekündigt, selbst die Deutsche Bank im Ranking
    herabzustufen.

    Josef Ackermann steckt in einem tiefen Dilemma. Die Forderung, das Kernkapital aufzustocken versaut ihm die Kapitalrendite. Wenn da statt 25% Eigenkapitalrendite nur noch 10 oder 12% stehen, ist es auch mit der immer noch schönen Marktkapitalisierung des Bankhauses dahin.

    Deshalb wehrt sich Ackermann vor allem gegen jede zwangsweise staatliche Kapitalspritze, denn die würde nicht nur die Rendite versauen, es wären dann auch
    Gewinnanteile im Verhältnis der Eigenkapitalhilfe an den Staat abzuführen - doch der Gewinn selbst steigt dadurch ja nicht. Für die Anleger bliebe nur noch das, was ihrem Anteil am Eigenkapital entspricht - und da würden einige Renditeerwartungen derjenigen bitter enttäuscht, die Ackermann in sein Amt gehievt haben.

    Mehr zur aktuellen Zuspitzung der Lage finden Sie im

    Hochinteressant war gestern Abend übrigens die Talkrunde bei Maybrit Illner im ZDF.
    Der Vertreter des Bankenverbandes, Herr Kemmer, stand mit seinen Auffassungen ziemlich isoliert da, während Dirk Müller, Ulrich Wickert und Sarah Wagenknecht in der Runde - nahezu ohne das sonst übliche aufgeregte Durcheinandergerede - in aller Ruhe und Gelassenheit den Ton angaben.
     
    Die Botschaft, dass sich etwas ändern muss, und zwar ebenso gravierend wie dringend, ist anscheinend angekommen. Prima!
     
    Hier zwei Videos aus der Sendung:
    Hineinschauen lohnt sich!

     


    13. Oktober 2011

    15.15 Uhr Streik der Kapitalisten

    Die ganze Euro-Krise ist nichts als ein Streik der Kapitalisten für höhere Zinsen.

    Das ist einer der Kernsätze des heutigen Paukenschlags No. 41 /2011, der sich mit
    der Frage beschäftigt, wohin wir kommen, wenn die EFSF funktioniert.


    12. Oktober 2011

    09.15 Uhr Die Story zur Begründung des nächsten bewaffneten Konflikts?

    Aus den USA kommt eine beunruhigende Story an die Weltöffentlichkeit.

    Der Iran soll einen Bombenanschlag auf den saudischen Botschafter in Washington geplant und finanziert haben. Auch ein Anschlag auf den israelischen Botschafter sei
    geplant worden, und für den Auftragsmord habe man Kontakte zur mexikanischen Drogenmafia gesucht, und - es soll auch irgendwie um den Einsatz von Massenvernichtungswaffen gegangen sein.

    Hillary Clinton fordert "schärfste Maßnahmen" gegen Teheran und will sich mit ihren Freunden und Partnern in der Welt beraten, "wie wir eine starke Botschaft" an den Iran richten können.

    Das Beunruhigende an dieser Story ist wohl weniger der vereitelte Anschlagsplan, der ja nur der Beweis dafür wäre, dass die Sicherheitsbehörden der USA noch immer gut genug funktionieren, um selbst Anschlagspläne, die mit den Ressourcen eines ganzen Staates unter höchster Geheimhaltung entwickelt werden, lange vor dem Abschluss aufzudecken und ins Leere laufen zu lassen.

    Das Beunruhigende an dieser Story ist die strukturelle Ähnlichkeit mit jenen Storys, die als Casus Belli für den Krieg in Afghanistan und den Krieg im Irak herhalten mussten.

    Das Beunruhigende an dieser Story ist, dass wieder einmal die Freunde und Partner in der Welt - also die Union der Willigen - aufgerufen sind, eine "starke Botschaft" an den Iran zu richten.

    Das Beunruhigende an dieser Story ist, dass wir uns darauf einzurichten haben, dass deutschen Soldaten womöglich bald ein weiterer Einsatz zur Landesverteidigung, fernab der Heimat, bevorsteht.


    11. Oktober 2011

    11.50 Uhr Da war ich schon wieder zu voreilig

    ich mit meinem sonderbaren Demokrativerständnis. Axel Sauter hat mir auf die Sprünge geholfen:

    Hallo Herr Kreutzer,

    Sie fragen heute: "Ist das das Demokratieverständnis der EU?"

    Im Deutschen Bundestag herrscht jedenfalls folgende Meinung:

    "Die Beschwerdeführer aber würden sich auf ein neuartiges Recht berufen, das bisher gar nicht existiere, nämlich ein umfassendes Grundrecht auf Demokratie. Für die Anerkennung eines solchen Grundrechts und eine damit verbundene Ausweitung der Möglichkeiten zur Verfassungsbeschwerde gebe es aber keinen Anlass."


    http://www.bundestag.de/presse/pressemitteilungen/2011/pm_1107051.html

    Gruß
    Axel Sauter

     

    10.45 Uhr Das Zünglein an der Waage?

    Die Slowakei tut sich schwer mit der Zustimmung zur ESFS-Erweiterung, und das mit durchaus guten Gründen. Doch was wir jetzt erleben, ist längst nicht mehr die freie Entscheidung einer gewählten Regierung, was wir jetzt auf europäischer Ebene erleben, erinnert mich sehr an die Durchsetzung des Fraktionszwangs im Bundestag, nur eben noch brutaler und noch weniger gerechtfertigt.

    Es muss schnell eine Entscheidung getroffen werden, hieß es heute Morgen im Morgenmagazin, und ganz subtil wurde dem Publikum untergejubelt, dass ein Nein zur ESFS-Erweiterung eben keine Entscheidung ist. Und falls es im ersten Anlauf zur Ablehnung käme, dann müsse eben mehr Druck gemacht werden, bis hin zur Regierungsumbildung und nachfolgender neuer Abstimmung.

    Ich bin gespannt.

    Ist das das Demokratieverständnis der EU?

    Wiederholt sich hier, was wir schon bei den Volksabstimmungen zur EU-Verfassung erlebt haben? Druck machen, zermürben, ermüden, bis das gewünschte Ergebnis herauskommt und dann fröhlich jubeln: Endlich haben wir eine Entscheidung?

    So kann es nicht weitergehen.


    10. Oktober 2011

    11.45 Uhr Wieder in Unterbernbach

    Am vergangenen Wochenende trafen sich Sigrid und Werner, Anja und Stefan,
    Manuela, Lothar und ich in Hof im Hotel Falter, um virtuelle Bekanntschaften aus dem
    Internet endlich über die persönliche Begegnung wirklich erfahrbar zu machen.

    Es waren zwei schöne Tage, voller Inspiration, Austausch, Verständnis - und trotz aller Fülle guter Gedanken zu kurz, um beim Abschied nicht zu bedauern, dass diese gute Zeit schon wieder zu Ende sein soll.

    Vieles von dem, was wir besprochen haben, wird sich in der einen oder anderen Form in unser aller zukünftigem Denken und Handeln niederschlagen, in ganz konkreten
    Projekten und in jenen kleinen Veränderungen, die sich in den eigenen Einstellungen und Werten ergeben haben, weil uns dieser offene, freundschaftliche Dialog letztlich auch zu jener Wahrheit führte, die da lautet: Das Ganze (in diesem Fall diese Gruppe) ist mehr und bringt mehr hervor, als die Summe seiner Teile.

    Ich bin dankbar, dass ich daran teilhaben durfte.

     


    9. Oktober 2011

    inspirierende Gespräche und intensive Arbeit an einem Buchprojekt

    Rückreise

     


    8. Oktober 2011

    inspirierende Gespräche



    7. Oktober 2011

    Anreise


    6. Oktober 2011

    17.45 Uhr EUtopia 

    EU und Euroland - ein utopisches Unterfangen steht vor dem Scheitern.

    Doch Europa bleibt bestehen, und die Chance, beim nächsten Versuch einen besseren, überlegteren, an den Interessen der Menschen orientierten Weg zu gehen, die bleibt auch bestehen.

    Meine Gedanken dazu, vor dem Hintergrund der galoppierenden Krise finden Sie
    im heutigen

  • Paukenschlag No. 40 /2011 EUtopioa

  • 5. Oktober 2011

    17.45 Uhr Griechenland fallen lassen und lieber gleich die Banken retten 

    Dr. Faust würde sagen: "Das also ist des Pudels Kern"

    Nun ist Angela Merkel mit der Idee herausgekommen, Griechenland einen Schuldenschnitt zu verpassen und die davon betroffenen Banken direkt mit
    Staatsmitteln zu versorgen.

    Es ist und bleibt unverständlich.

    Was an den Banken unverzichtbar ist, das ist die Aufrechterhaltung des Zahlungsverkehrs und die Kreditversorgung der Realwirtschaft.

    Warum also nicht die Banken krachen lassen und im Zuge der Insolvenz das dafür benötigte Personal und die technischen Einrichtungen durch den Staat übernehmen und fortführen?

    Kleine Anleger sind durch den Garantiefonds geschützt, und wenn der nicht reicht - für die kleinen Anleger - dann kann der Staat die direkt unterstützen. Das kommt allemal billiger als Schrottpapiere und Spekulationsmüll mit zig-Milliarden zu retten.

    Mein Gott!

    Warum soll das Risiko, das die Hasardeure an den Börsen und Finanzmärkten Tag für Tag eingehen, nach fetten Gewinnen nicht auch einmal zu Verlusten führen? Wer hat wen gezwungen, griechische Staatsanleihen zu kaufen? Wir Steuerzahler, die wir jetzt dafür bluten sollen?

    Es ist nicht mehr zu verstehen.

     


    4. Oktober 2011

    17.20 Uhr Gert Flegelskamp hat wieder einmal einen Artikel geschrieben,

    den jeder, der über "Alte", "Rentner" und die Höhe der Renten mitreden will, gelesen haben sollte, gerade weil die "Veröffentlichte Meinung" eher das glatte Gegenteil zu vermitteln versucht.

    08.45 Uhr Josef Ackermanns Ratschlag

    Wenn der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank erklärt, Griechenland müsse noch lange finanziell unterstützt werden, ein Schuldenschnitt sei falsch, und dies alles damit begründet, die "Krise" würde sonst auf andere Länder übergreifen,

    dann erlaube ich mir, mich daran zu erinnern, welche Funktion der Ratgeber innehat und wessen Wohl er verpflichtet ist.

    Josef Ackermann ist daran interessiert, das Vermögen der Bank, das Vermögen der Aktionäre seiner Bank und das Vermögen der Anleger zu mehren, beileibe nicht nur zu schützen.

    Griechenlandrettung auf Steuerzahlerkosten ist Vermögenssicherung für Gläubiger und Bankaktionäre.

    Griechenlandrettung, so wie sie sich jetzt zeigt, ist zudem die Auflösung der Souveränität Griechenlands, die Übernahme einer Art Kolonialherrschaft mit hartem Sparkurs für die Bevölkerung, Exportorientierung und der Öffnung für ausländische Investoren und Sachwertaufkäufer.

    Griechenland - als Exempel statuiert - könnte tatsächlich auf Italien, Portugal, Spanien, und wie die Länder der Schuldgeldunion alle heißen, als abschreckendes Beispiel wirken. An der Ausweglosigkeit der Schuldensituation dieser Länder ändert sich dadurch nichts, doch die Absicht mag sein, dass sich die dortigen Bevölkerungen - nachdem sie die griechische Tragödie gesehen haben - mit weniger Widerstand in das gleiche - alternativlose - Schicksal fügen.

    Ich schlage vor, das Gehalt Josef Ackermanns zu verdoppeln. Den Aktionären der Deutschen Bank sollte sein Eintreten für die Rettung ihrer Vermögen so viel wert sein - und ich rate jedem, der nicht mindestens 1 Million Euro - in Form von Bankeinlagen oder Bankaktien - gebunkert hat, Ackermanns Rat und Argumentation nicht blind zu folgen.

    Vor allem würde ich mir wünschen, dass ein paar mehr Politiker, selbst wenn sie ihre Million bei Ackermann & Co. verwahren lassen, in dieser Sache nicht immer nur an das abstrakte "Nichts" namens Euro zu denken, sondern endlich auch an die ganz konkreten, lebendigen, nach Glück strebenden Menschen in ganz Europa, die ihnen bei Wahlen vertraut haben.

    EFSF und ESM sind die falsche, letztlich unverantwortliche Antwort auf die Spekulation gegen den Euro. Dass sie von Akteuren ins Werk gesetzt werden, deren gesamte Verantwortung sich darauf beschränkt, gegebenenfalls nach getaner Tat ihren Rücktritt zu erklären, macht es denen m.E. zu leicht. Wir sollten eine strafwürdige Sorgfaltshaftung für Politiker ins Grundgesetz schreiben, mit Höchststrafe "Lebenslänglich und anschließender Sicherheitsverwahrung", dann ginge womöglich kein Parlamentarier mehr zur Abstimmung, ohne wenigstens zu wissen, worum es geht.

    Einige Interviews vor der Bundestagsabstimmung zur EFSF-Erweiterung haben wieder einmal in peinlicher Offenkundigkeit bewiesen, dass es viel zu viele nicht wissen - aber trotzdem zustimmen.

     

    Wenn Griechenland nicht gerettet wird, geht weder die Welt unter, noch geht es den Griechen schlechter als bisher, vorausgesetzt, sie holen sich die Hoheit über die eigene Währung zurück und gestalten diese einigermaßen vernünftig.


    3. Oktober 2011


    2. Oktober 2011

    Das Bild vom Sonntag


    1. Oktober 2011

    30. September 2011

    13.20 Uhr Wir wollen die DM wieder haben

    Das sagt, laut einer Emnid-Umfrage für das Nachrichtenmagazin "Focus" glatt die Hälfte der Befragten.

    Kann es sein, das Merkel, Schäuble & Co. von diesem mit "Kanzlermehrheit" vorgetragenen Volkswillen nichts gewusst haben, als sie gestern im Bundestag die Bürgschaft Deutschlands im Rahmen des EFSF auf 211 Milliarden Euro hochgetrieben haben?

    Kann es sein, dass das Spiel um den Euro eine Pokerrunde ist, bei der automatisch der verloren hat, der den Einsatz nicht mehr erhöhen kann?

    Kann es sein, dass die Bundesregierung meint, sie sitze bei diesem Pokerspiel am längeren Hebel, niemand könne am Ende einen höheren Einsatz auf den Tisch legen?

    Ja, wenn die Notenpresse für den Euro weiter auf Hochtouren läuft, wenn die dadurch drohende Inflation plötzlich nicht mehr wichtig ist, dann könnte das mit dem Erhöhen des Einsatzes schon funktionieren, obwohl auch die Angreifer kein Problem haben, sich mit soviel Kredit zu versorgen, dass sie mithalten könnten.

    Aber am Ende müssen dann doch die Karten auf den Tisch.
    Und da fragt sich: Welches Blatt hält Deutschland in Händen?

    Schon jetzt droht S&P, deutsche Staatsanleihen - wegen der Verpflichtungen aud dem Rettungsschirm - abzustufen. Schlechte Karten!

    Aber so ist das halt. Eine Volks-Abstimmung über die Euro-Einführung fand nicht statt, weil sie womöglich schon damals zum Fiasko geworden wäre. Eine Volks-Abstimmung über die Übernahme von Bürgschaften für klamme Staaten der Euro-Zone findet auch nicht statt und eine Volksabstimmung über die schrittweise Aufgabe der deutschen Souveränität zu Gunsten der EU-Verfassung, bzw. der stattdessen in Kraft gesetzten Lissabonner Verträge fand auch nicht statt.

    Dabei hat das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland "Wahlen und Abstimmungen" für die Erforschung des Volkeswillens vorgesehen. Dass niemand der Gewählten je daran denken würde, die Ausführungsgesetze für Abstimmungen zu formulieren, das kann den Vätern des Grundgesetzes niemand vorwerfen. Den Politikergenerationen, die sich seither frei fühlten - waren sie erst gewählt - den Volkswillen übergehen zu dürfen, muss man es vorwerfen.

    (... und natürlich ist das nicht nur Schleichwerbung für die Partei der Nichtwähler und das gleichnamige Buch aus dem EWK-Verlag, aber ein bisschen schon auch ... ;-)


    29. September 2011

    17.25 Uhr PaD 39 /2011 Das eigentliche Bankgeheimnis

    Heute hat der Bundestag mit großer Mehrheit beschlossen, noch mehr Geld für die Rettung der Vermögen der Gläubiger der europäischen Schuldnerstaaten aufwenden zu wollen.

    Gelegenheit, ein paar einfache Weisheiten über Banken zu vermitteln.

    Ich saß kürzlich mit einem Banker zusammen, und wir haben gemeinsam einige Bankbilanzen angesehen, nur so zum Spaß. Aus einer dieser Bilanzen mag ich heute ein bisschen zitieren.

    Hier lesen Sie mehr:

    09.10 Uhr Der Paukenschlag kommt heute aus Berlin 

    Der Bundestag wird heute über die Ausweitung des ESFS abstimmen, und - es gibt keinen Zweifel - die große Mehrheit der Volksvertreter wird sich dafür entscheiden, die große Masse der Bevölkerung mit den Schulden anderer Staaten zu belasten.

    Es gibt ein paar Zweifler, Kritiker, Verweigerer - doch diese sind im Parlament in der Minderheit, ihre Reden wird man auf der Regierungsbank ignorieren, die Zeit nutzen, mal kurz wegzugehen, Zweiergespräche zu führen, SMSen zu lesen und welche zu schreiben, denn schließlich gibt es nichts Langweiligeres als sich abweichende Meinungen anhören zu müssen, wenn man in der Gewissheit steht, dass am Ende doch so abgestimmt werden wird, wie es der Fraktionszwang befiehlt.

    Dass SPD und Grüne schon vorab angekündigt haben, mit den Regierungsparteien stimmen zu wollen, macht die Situation für Angela Merkel und Wolfgang Schäuble noch komfortabler.

    Man gibt sich als Opposition "staatsmännisch-verantwortungsbewusst", will in dieser Schicksalsfrage - wie im Krieg - geschlossen hinter der Führung stehen, um nicht am Ende die Schuld daran in die Schuhe geschoben zu kommen, man habe, durch unverantwortliches Abstimmungsverhalten, die Regierung, das Land, ja ganz Europa ins Chaos gestürzt.

    Man hätte die Situation auch anders herum betrachten können.

    Ist es nicht die Regierung, die durch ihr - für mich -unbegründet erscheinendes, angeblich alternativloses Handeln versucht, das gesamte Parlament, einschließlich der Opposition, in Zugzwang zu bringen?

    Hätte man nicht, angesichts einer unsicheren Kanzlermehrheit versuchen können, die "Regierungsunfähigkeit" der Regierung klar erkennbar zu machen?

    Hätte man es nicht auf Vertrauensfrage oder Misstrauensvotum mit anschließenden Neuwahlen ankommen lassen können?

    Man hätte nicht.

    Deutschlands Wahlrecht ist verfassungswidrig. Ein neues zu beschließen, hat sich dieses unser Parlament, haben sich die von uns gewählten Volksvertreter nicht aufraffen können, Neuwahlen, kämen sie denn, wären von vornherein ungültig.

    In eine solche Situation muss sich ein Volk erst einmal bringen lassen.

    Diese Regierung ist praktisch unabsetzbar, solange kein neues Wahlrecht verabschiedet ist - und ein neues Wahlrecht zu verabschieden, für diese Petitesse hat offenbar niemand Lust und Zeit. Und das Verfassungsgericht kann weder die Kanzlerin, noch das Parlament in Beugehaft nehmen, um die Umsetzung seines Spruches zu erzwingen.

    Zur Feier des 60-jährigen Bestehens des Bundesverfassungsgerichts gab es viele schöne Reden, wirklichen Respekt vor diesem Verfassungsorgan scheint es in Berlin aber nicht mehr zu geben.

     

    Der deutsche Michel nimmt es hin.


    Die Partei der Nichtwähler, die sich gerade neu formiert und Mitstreiter sucht, hat zum Ziel, das Mitwirkungsrecht der Bürger zu stärken und solche untragbaren Zustände,

    wie sie uns mit dem Fehlen eines gültigen Wahlrechts - und das in einem Staat, der gerne "demokratisch" sein möchte - zugemutet werden,

    mit einer neuen demokratischen Ordnung für die Zukunft auszuschließen.

     

     

    Die notwendige Kritik an der real herrschenden Demokratie in Deutschland,

    die Ziele der Partei der Nichtwähler und

    einiges über ihre Geschichte

    finden Sie in diesem hochaktuellen und wichtigen Buch aus dem EWK-Verlag

    Sie müssen der Partei deswegen nicht gleich beitreten. Vielleicht lassen sich die grundsätzlichen Überlegungen und Zielsetzungen ja auch auf andere Weise, mit anderen Partnern, anderen Parteien erreichen - nur kennen sollte man sie, in aller Tiefe und Breite, um das Bewusstsein zu entwickeln: "So kann und darf es nicht weitergehen!"


    28. September 2011

    08.30 Uhr Ankündigungspolitik  - ein Zwischenruf von Manuela Engl

    Das Bundeskabinett hat eine Ankündigung beschlossen:

    Um Jugendliche besser vor Missbrauch und sexueller Gewalt
    zu schützen, sollen mehrere Empfehlungen der Missbrauchsbeauftragten in einem Aktionsplan umgesetzt werden.

    Ministerin Schröder erklärte:

    "Wir müssen unsere Anstrengungen zum Schutz von Kindern und Jugendlichen auf allen gesellschaftlichen und politischen Ebenen noch weiter steigern."

    Und, wie soll das gehen, was hat man sich in Berlin dabei gedacht?
    Mir sind dazu viele offene Fragen eingefallen:

    • Noch weiter steigern? Die Anstrengungen zum Schutz von Kindern und Jugendlichen auf allen gesellschaftlichen Ebenen noch weiter steigern?

      Welche Anstrengungen?
      Welche Anstrengungen weiter steigern?
      Welche Anstrengungen gibt es denn bisher?
      Was ist anstrengend?

    • Ein wichtiger Schwerpunkt des Aktionsplans sollen Vorhaben zur Vorbeugung und Verhinderung sexueller Gewalt sein. Hierbei sollen "Fachkräfte durch eine bundesweite Fortbildungsoffensive umfassend informiert, Eltern weiter sensibilisiert sowie Kinder und Jugendliche gezielt
      gegen Gefahren gestärkt werden".

      Vorbeugung und Verhinderung sexueller Gewalt - hört sich gut an,
      liebe Frau Schröder:

      "...Eltern weiter sensibilisiert sowie Kinder und Jugendliche gezielt gegen Gefahren gestärkt werden".

      Wer soll die Eltern informieren?
      Wo sollen Informationsveranstaltungen stattfinden?
      Wo sind die Fachkräfte, die die Eltern informieren sollen?
      Wer zahlt die Informationsveranstaltungen?
      Wieder mal die Elternbeiräte der Kindergärten und Schulen,
      indem sie vorher Kuchen verkaufen, um das Honorar zahlen zu können?

    • ... sowie "Kinder und Jugendliche gezielt gegen Gefahren gestärkt werden".
    • Aha! Gute Idee! Sehr gute Idee!

      Doch wer führt dieses "Stärken, dieses gezielte Stärken gegen Gefahren" durch?

      Die Lehrer? Unsere Erzieher?
      Unsere Jugendämter?

      In welchem Rahmen sollen diese
      "Stärkungs-Aktionen" durchgeführt werden?

      Im Rahmen des Unterrichts?
      Ist dafür Zeit?

      Ist sowas in den Bildungs- bzw. Lehrplänen vorgesehen?
      Und wer zahlt das alles? Fördervereine? Elternbeiräte?
      Der Kinderschutzbund mit seinen vielen ehrenamtlich Tätigen?

      Ist es nicht Aufgabe des Staates, sich der lückenlosen Finanzierung anzunehmen, wenn er schon so eine tolle Idee hat?

    Ich spreche aus Erfahrung.
    Aus der Erfahrung, die ich im Rahmen von Präventionsprojekten
    an Schulen gemacht habe.

    Ein Bitten und Betteln.

    Ideen gibt es genug.
    Engagierte Menschen auch.

    Engagierte Menschen, die auf ehrenamtlicher Basis Projekte planen und durchführen - und nicht nur ihre Zeit, sondern auch noch aus privater Tasche finanzielle Mittel aufbringen, und sei es "nur" der hoch besteuerte Sprit, den sie aus ihrem bereits versteuerten Einkommen aufwenden, um an den Ort zu gelangen, wo sie - zum Wohle der Gesellschaft - aktiv werden.

    Meiner Meinung nach ist die Zeit nun endgültig reif, Präventionsprojekte, sei es im Bereich des sexuellen Missbrauchs, der Gewaltprävention und der Gesundheit auf ein Fundament zu stellen, das von staatlicher Seite her finanziert wird.


    Der Kinderschutzbund hat das Problem so beschrieben:

    • Im Aktionsplan fehlt eine "sichere öffentliche Finanzierung" der Beratungsstellen und Kinderschutzzentren.
    • Hochqualifizierte Berater müssen wertvolle Arbeitszeit mit dem Einwerben von Spenden verbringen, so der Vorsitzende des Kinderschutzbunds, Heinz Hilgers, in der "Rheinischen Post".
    • Die Finanzierung der Beratungsstellen muss gesetzlich sichergestellt werden.
    Dem stimme ich voll und ganz zu!

    Unsere staatlichen Stellen, wie Jugendämter, sind aufgrund von vermutlich bewusst herbeigespartem Personalmangel restlos überfordert.
    ... und dann heißt es:
     
    "Wir müssen die Anstrengungen zum Schutz von Kindern und Jugendlichen
    auf allen gesellschaftlichen und politischen Ebenen noch weiter steigern."
     
    Na, dann steigert mal schön!

     

     

     ein Kommentar dazu:

    ... wieso wollen die den den Schutz vor Kindern noch weiter steigern?

    Geht doch schon lückenlos zur Sache. Und welche Eltern wollen sie auf welche Weise sensibilisieren? Die gleichen unfreiwilig debilen Cretins die auf Regierungsorder hin Tag und Nacht auf RTL und Schlapp.1 mit Mist aufgefüllt werden? Die künstlich arbeitslos und dumm gehalten werden als Massenvieh? Ich meine, wenn man sich die anschaut, die sich hier vermehren als obs kein Böses gäbe, bekommt der Begriff "Massentierhaltung" doch eine völlig neue Bedeutung.
    Auf solches "Pläne" genanntes Luftblasen-Geschwätz fällt mir spontan nur eine Reaktion ein:

    WAHAHAHAHAHA

    seufz
    liebe Grüße
    der übliche Verdächtige

     

     
    08.15 Uhr Neues aus der Anstalt - Klasse!
     
    Urban Priol und Erwin Pelzig haben gestern Abend wieder einmal ein Glanzlicht gesetzt, vor allem Pelzig ist über sich hinausgewachsen. Ich möchte - in Erinnerung an Georg Schramm - sagen:
    Er hat sich mächtig hochgeschrammt!
     
    Die Sendung wird auf 3Sat am 2. Oktober um 20.15 Uhr wiederholt.
    In der ZDF-Mediathek kann sie online abgerufen werden.
     


    27. September 2011

    08.45 Uhr Die Welt ist ein Irrenhaus

    Dass Urban Priol mit "Neues aus der Anstalt" schon lange nicht mehr auf dem Bildschirm erschienen ist, macht gar nichts. Die Realsatire übertrifft wieder einmal jede kabarettistische Anstrengung.

    Die USA, vertreten durch Barack Obama, Hauptschuldensünder und Haushaltsdefizitanhäufer dieser Welt, beschuldigen die Europäer, sie hätten sich nicht schnell genug um ihre Defizitkrise gekümmert und ihr Bankensystem nicht in Ordnung gebracht.

    Da fällt mir Jesus ein, der sinngemäß meinte: "Du siehst den Splitter im Auge deines Nächsten, aber den Balken im eigenen Auge nicht!"


    Der Arzt, der kaum praktiziert hat, und nun, wohl wegen Personalknappheit bei der FDP, nicht einmal mehr Gesundheitsminister, sondern Wirtschaftsminister ist, ruft laut nach dem Rettungsschirm. Bei Möllemann ist der offenbar auch nicht aufgegangen - und EFSF und ESM werden sich auch nicht rettend öffnen, sondern grandios auf den Boden der Tatsachen krachen.

    Und Frau Merkel fordert nun wieder einmal ganz offen die Vorherrschaft in Europa, denn wer, wenn nicht das inzwischen - wegen allzuvieler Hilfszusagen - selbst von Herabstufung des Ratings bedrohte - Deutschland, sollte den Etatzugriff auf andere "souveräne" europäische Staaten fordern können?

    11.15 Uhr Älter werden wir immerzu

    Daran erinnert werden wir regelmäßig einmal jährlich.

    Zu meinem gestrigen Geburtstag habe ich über die elektronischen Kommunikationswege viele Gratulationen und Glückwünsche erhalten. Dafür bedanke ich mich hier sehr herzlich und mag Ihnen sagen: Ich freue mich sehr darüber.

    Vielen Dank - und auch Ihnen von Herzen alles Gute!

    Egon W. Kreutzer

    und ein Gedicht habe ich geschenkt bekommen:

     hier habe ich es verlinkt


    25. September 2011

    Das Bild vom Sonntag


    24. September

    07.10 Uhr Ausgeflogen

    Gestern war so ein Tag, an dem es, nach einer sehr arbeitsreichen Woche bei mir noch einmal hoch her ging. Ein Blick über die neuesten Nachrichten, mehr war nicht drin, aber keine davon war so wichtig, dass ich dazu unbedingt etwas hätte schreiben müssen.

    Der Papst und der Satellitenabsturz, das Börsenschwanken und die Euro-Krise, die durften alle unkommentiert bleiben, die ersten beiden, weil sowieso nichts daran zu ändern ist, insofern gibt es Gemeinsamkeiten zwischen dem Papst und einem ausgedienten Objekt aus dem Weltraum - und die letzten beiden, weil dazu schon genug gesagt ist, was fortgilt.

    Heute nun bin ich unterwegs in Oberfranken.

    Der Satellit ist inzwischen irgendwo runtergekommen, der Papst ist auch noch da, die Krisen sind nicht gelöst, da darf ich getrost verreisen - und auch Sie sollten diesen schönen, freien Herbsttag genießen.

    Mit besten Grüßen

    Egon W. Kreutzer


    23. September

     


    22. September 2011

    13.00 Uhr Worum es wirklich geht 

    Regelmäßigen Paukenschlaglesern ist Stefan Neumann kein Unbekannter mehr. Fast jede Woche meldet er sich mit interessanten, die Thematik ausweitenden und abrundenden Kommentaren zu Wort.

    Sie waren anfangs an seiner Grußformel "bis neulich" zu erkennen und seit ich dazu übergegangen bin, Kommentare mit dem Klarnamen des Verfassers zu kennzeichnen, taucht immer wieder "Stefan Neumann" auf, auch mit Kommentaren zu meinen tagesaktuellen Anmerkungen auf meiner Startseite www.egon-w-kreutzer.de.

    Letzte Woche erreichte mich per Mail ein Kommentar von ihm auf den Gastbeitrag von Jürgen Polz. Ich bat Herrn Neumann, seinen ausdrucksstarken und in sich runden Kommentar als eigenständigen Paukenschlag veröffentlichen zu dürfen.

    Und er hat "ja" gesagt.


    21. September 2011 

    09.15 Uhr Wachstum herbeisparen

    Am 2. Dezember 2002 - vor fast neun Jahren also, ging es in Deutschland vielen noch deutlich besser als heute. Peter Hartz hatte seine Module gerade vorgestellt - doch noch nichts vom massiven Sozialabbau war umgesetzt. Die Privatisierungswelle war zwar schon am Rollen, doch das Verschleudern von Sozialwohnungen im öffentlichen Besitz, die Übertragung ganzer Großkliniken an gewinnorientierte Privatunternehmen und letztlich die ganz feine Masche, die sich Public Privat Partnership nennt, die also privates Kapital ganz massiv an der öffentlichen Infrastruktur verdienen lässt, weil man diese erst verkauft und dann teuer zurückmietet, stand erst am Anfang.

    Damals, am 2. Dezember 2002, veröffentlichte ich den Aufsatz

    "Wachstum herbeisparen -
    Paradox oder paranoid!"


    Nachdem nun die so genannte Troika aus IWF, EZB und EU in Griechenland jenen Prozess mit Gewalt in Gang bringen soll, den seinerzeit Basta-Schröder in Deutschland - ohne nennenswerten Widerstand, nicht einmal von den Gewerkschaften, die es hätten besser wissen sollen - unter dem Schlagwort "Agenda 2010" unbeirrbar verfolgte, ist mir dieser alte Aufsatz wieder aufgefallen.

    Ich stelle ihn - unverändert (und ohne Berücksichtigung der Rechtschreibreform von 2006) - noch einmal zur Diskussion, auch um Verständnis für die Situation der Griechen zu wecken. Ein paar Sätze dazu vorab:

     

    ... eine ganz andere Überlegung führt zu der Frage, ob weltweiter Freihandel, Globalisierung, die EU und ihre Erweiterung, nach den Erfahrungen mit der deutschen Wiedervereinigung nicht erneut auf den Prüfstand gehören.

    Der Stärkere kann unter den Bedingungen des Kapitalismus gar nicht anders, als den Schwächeren auszunutzen.

    Schließlich ist klar, daß am Ende Geld fehlen wird und diesen Zustand kann der Stärkere weitaus besser vermeiden, als der Schwächere.

    Sind die nichtblühenden Landschaften in den neuen Bundesländern und die schlechte Verfassung der alten Länder nicht Anlaß genug, über den grundsätzlichen Fehler in der Vereinigungspolitik, auch unter globalen Aspekten neu nachzudenken?

    Ist nicht offensichtlich genug, daß das staatlich verordnete Lohndumping in den neuen Ländern nur zur zunehmenden Aushöhlung des Tarifvertragsrechts und der Arbeitnehmerschutzgesetze geführt hat?

    Kann nicht jedermann erkennen, daß außer den großen Konzernen und vor allem den Geldgebern hinter den großen Konzernen, niemand profitiert hat?

     


    20. September 2011

    10.20 Uhr Das nächste Opfer: Italien

    Standard & Poors hat,

    offensichtlich ermutigt von der bisherigen Ohnmacht (soweit es denn kein Unwille ist) mit der so genannten Euro-Krise vernünftig umzugehen,

    und getrieben von der Furcht, die inzwischen lauter werdenden Stimmen, man müsse nun beginnen, das nationale Interesse vor das gesamteuropäische zu stellen, könnten Gehör finden,

    beschlossen, den größten im Feuer stehenden Stein auf dem Spielbrett der Finanzspekulation anzugreifen.

    Die Herabstufung der Kreditwürdigkeit Italiens um einen Punkt hat sofort die gewünschte Reaktion auf den Märkten hervorgerufen. Das wird unter unseren Politikern, die sich - ohne tiefergehende Vorkenntnisse und vom Rat ihrer Experten abhängig - zu Entscheidungen gezwungen sehen, weiteren, vermeintlich alternativlosen Aktionismus auslösen, der zwangsläufig in Hilfszusagen für Italien münden wird.

    Dass man weder Griechenland noch Italien, noch sonst einem Land der Euro-Zone helfen muss, seine Schulden zu begleichen, nachdem ein paar Privatunternehmen, deren Motivation nur vermutet werden kann, mit ihrer Herabstufung der Kreditwürdigkeit Schwierigkeiten herbeigeführt haben, für fällige Altschulden neue Kredite zu erhalten, will und will nicht in die Köpfe.

    Dass man auch kein Insolvenzverfahren für die Mitglieder der Euro-Zone kreieren muss, weder das so genannte "geordnete", noch ein ungeordnetes, wird - nachdem das Schlagwort nun einmal in der Welt ist - auch schon gar nicht mehr in Betracht gezogen.

    Was auch immer die Spekulanten an den Börsen mit dem Euro treiben:

    Es kann uns egal sein.

     

    Wenn sich die Spekulanten mit ihren Kursmanipulationen ins eigene Fleisch schneiden, weil niemand die Notwendigkeit verspürt, deren selbst verspieltes Vermögen zu retten, hört die Euro-Krise ganz von alleine auf.

    Was schadet es denn den Franzosen und Deutschen, wenn Italien seinen Gläubigern einen Schuldenschnitt vorschlagen muss?

    Dann fallen die Kurse italienischer Staatsanleihen, das ist richtig. Aber hält die Bundesrepublik Deutschland irgendwo italienische Staatsanleihen als stille Reserve? Sicherlich nicht! Also, was kratzt uns das?

    Deutsche Banken hätten Verluste zu verkraften?

    Ja, dann sollen die Aktionäre den Vorständen die Entlastung verweigern und sie stattdessen solange mit Schadensersatzansprüchen überziehen, bis Vernunft einkehrt in den Vorstandsetagen und die Hasardeure da landen, wo sie hingehören, in finsteren verqualmten Hinterzimmern am Pokertisch, wo sie ihr eigenes Geld verzocken können.

    Die Euro-Zone, der Euro selbst stehen in Auflösungsgefahr?

    So ist das Leben.

    Was sich als untauglich herausstellt, wird wieder von der Bühne verschwinden. Seit Einführung der DM - bis zu ihrer Abschaffung - war die DM für Deutschland eine gute, einigermaßen stabile, sichere und weltweit gern gesehene Währung, die nie eines Rettungsschirmes bedurfte, und die auch nie zu der Idee führte, man müsse die deutsche Bevölkerung für anderer Länder Staatsschulden bürgen lassen.

    Das ist doch alles absurd, was man jetzt - um des Euros Willen - der, Frau Merkel hat den Vorteil gestern klar benannt: "Uns (der deutschen Wirtschaft) Transaktionskosten spart."

    Wetten, dass die gesamten so genannten Transaktionskosten von 1949 bis 2000 immer noch geringer waren als das, was die Euro-Rettung uns (den Staat, die Bürger) jetzt kostet?

     

    Die Europäer haben ganz andere Hausaufgaben zu erledigen als an einer Währung festzuhalten, die sich als platzender Luftballon herausstellt, der auch mit noch so viel Geld nicht wieder zur erhofften Schönheit aufgepumpt werden kann.

    Es sind Hausaufgaben, deren Ziel sein muss, den Wirtschaftsraum EU endlich so zu gestalten, dass wenigstens innerhalb dieses Wirtschaftsraumes ausgeglichene Handels- und Zahlungsbilanzen zustande kommen.

    Dies bedingt jedoch die Harmonisierung von Steuer-, Sozial- und Arbeitsrecht. Es bedingt die Angleichung von Löhnen und Preisen, es bedingt nicht zuletzt alle Anstrengungen zu unternehmen, allen Europäern - den Menschen, nicht den Regierungen - die Möglichkeit zu geben, sich demokratisch für die Mitgliedschaft in der EU, für eine gemeinsame Verfassung und für ein ihnen angenehmes "Parteiprogramm" zu entscheiden, das von ihren gewählten und tatsächlich kompetenten Parlamentariern vertreten wird.

    Dann ist eine gemeinsame Währung und die gemeinsame Verantwortung dafür eine Selbstverständlichkeit.

    Von alledem sind wir jedoch weit entfernt.

    ... und die Rating-Agenturen und die von diesen auf Kurs gebrachten Spekulanten weiden sich an der gesamteuropäischen Misere, deren Ursache in fehlenden - echten - gemeinsamen Zielen, und im fehlenden - echten - gemeinsamen Willen liegt.

    Kommissare - das sagt das Wort - arbeiten kommissarisch. Ohne eigene Motivation und Begeisterung. Haben sich - mit sich oft widersprechenden - Forderungen der sie entsendenden Staaten herumzuschlagen - und je nach Machtposition - mehr oder minder faule Kompromisse einzugehen.

    Da ist kein europäischer Geist zu erkennen, da werkeln hohe Beamte, pflichtbewusst und loyal zum jeweils eigenen Herrn, und treiben Europa immer tiefer in einen bürokratischen Sumpf.

    Es genügt, sich eine halbe Stunde mit dem zu befassen, was einst als europäische Verfassung vorgeschlagen wurde, um zu erkennen, dass die nicht einmal wissen, was Sinn und Zweck einer Verfassung ist und dass eine Verfassung so knapp und dennoch deutlich zu formulieren ist, dass sie vom Volk verstanden und angenommen werden kann.


    19. September 2011

    hier gibt es diesen Text in einer
    übersichtlichen Druckversion 

    18.00 Uhr Bayerns Europa- und Euro-Kurs

    Die heutige Pressemitteilung der Bayerischen Staatskanzlei bringt schwarz auf weiß zum Nachlesen, was Horst Seehofer in den letzten Tagen mehrfach verkündete:

    Auf den Punkt gebracht:

    Wir sind dafür und dagegen.

    Die Koalition in München ist für:

    1. die europäische Solidarität
    2. das europäische Einigungsprojekt
    3. den Erhalt und Erfolg des Euros
    4. die Sicherung von Eigenverantwortung
    5. die Geldwertstabilität
    6. ein Europa als dynamischer Wirtschaftsraum
    7. die Stärkung des EFSF
    8. die Haftung jedes Mitgliedsstaates für seine eigenen Schulden
    9. schmerzhafte und nachhaltige Reformschritte
    10. eine geordnete Umschuldung bei Insolvenz überschuldeter Länder
    11. die Möglichkeit, dass Länder die Eurozone unter Aufrechterhaltung ihrer Mitgliedschaft in der Europäischen Union wieder verlassen
    12. die Unabhängigkeit der EZB
    13. geordnete Verfahren zur Umschuldung überschuldeter Länder
    14. die Interessen der Steuerzahler in den helfenden Staaten
    15. die Pflicht zu einstimmigen Entscheidungen bei allen Hilfsmaßnahmen unter Einschaltung der Parlamente
    16. die Stärkung der Regeln des Stabilitäts- und Wachstumspakts
    17. die Beschleunigung und Verschärfung des Defizitverfahrens
    18. die wirksame Abstimmung der Wirtschafts- und Haushaltspolitiken der Mitgliedstaaten (sog. Europäisches Semester)
    19. die Einführung von harten Schuldenbremsen in allen Euro-Mitgliedstaaten
    20. die Stärkung des bestehenden europäischen Ordnungsrahmens
    21. das Prinzip des Haftungsausschlusses (no-bail-out),
    und die Koalition in München ist gegen:
    1. eine europäische Schuldenunion
    2. alle Maßnahmen, die in eine Inflations- und Transferunion münden
    3. Hilfskredite, solange nicht die Stabilität der Euro-Zone als Ganzes gefährdet ist
    4. Hilfskredite ohne Auflagen für die Empfängerländer
    5. die Einführung von Eurobonds
    6. Anleihekäufe durch die EZB
    7. die Überforderung der Nettozahler
    8. Bestrebungen, die Wettbewerbsfähigkeit im Euroraum durch Schwächung der starken Volkswirtschaften zu egalisieren
    9. zusätzliche EU-Zuständigkeiten oder Institutionen wie eine europäische Fiskalunion, einen europäischen Finanzminister, eine Wirtschaftsregierung oder eine neue Staatsqualität wie die "Vereinigten Staaten von Europa"
    10. weitere Zentralisierungsschritte
    11. eine direkte oder indirekte Finanzierung von Staaten durch das EFSF ohne eine strikte Konditionalität und ohne Beteiligung des IWF an den Hilfen
    12. Hilfen, wenn ein Land seinen Reform- und Konsolidierungsauflagen nicht nachkommt.
    13. eine über die Beschlüsse des Eurozonen-Sondergipfels vom 21. Juli 2011 hinausgehende Ausweitung der Rettungsschirme EFSF und ESM
    Das ist eine verwirrende Vielzahl von insgesamt 34 Statements. Um etwas klarer zu sehen, bietet es sich an, zunächst alle inhaltsleeren Spruchblasen zu eliminieren. Hier ein Versuch:
     
     

    Die Koalition in München ist für:

    1. die Stärkung des EFSF
    2. die Haftung jedes Mitgliedsstaates für seine eigenen Schulden
    3. eine geordnete Umschuldung bei Insolvenz überschuldeter Länder
    4. die Möglichkeit, dass Länder die Eurozone unter Aufrechterhaltung ihrer Mitgliedschaft in der Europäischen Union wieder verlassen
    5. geordnete Verfahren zur Umschuldung überschuldeter Länder
    6. die Pflicht zu einstimmigen Entscheidungen bei allen Hilfsmaßnahmen unter Einschaltung der Parlamente
    7. die Beschleunigung und Verschärfung des Defizitverfahrens
    8. die wirksame Abstimmung der Wirtschafts- und Haushaltspolitiken der Mitgliedstaaten (sog. Europäisches Semester)
    9. die Einführung von harten Schuldenbremsen in allen Euro-Mitgliedstaaten
    10. das Prinzip des Haftungsausschlusses (no-bail-out),
    und die Koalition in München ist gegen:
    1. Hilfskredite, solange nicht die Stabilität der Euro-Zone als Ganzes gefährdet ist
    2. Hilfskredite ohne Auflagen für die Empfängerländer
    3. die Einführung von Eurobonds
    4. Anleihekäufe durch die EZB
    5. zusätzliche EU-Zuständigkeiten oder Institutionen wie eine europäische Fiskalunion, einen europäischen Finanzminister, eine Wirtschaftsregierung oder eine neue Staatsqualität wie die "Vereinigten Staaten von Europa"
    6. eine direkte oder indirekte Finanzierung von Staaten durch das EFSF ohne eine strikte Konditionalität und ohne Beteiligung des IWF an den Hilfen
    7. eine über die Beschlüsse des Eurozonen-Sondergipfels vom 21. Juli 2011 hinausgehende Ausweitung der Rettungsschirme EFSF und ESM
    Da warens nur noch 17 - glatt halbiert, aber das ist immer noch zu viel. Jetzt kommt die Kunst, im Grunde inhaltsgleiche Sätze auch vom Wortlaut her zu vereinigen. Das sieht dann so aus:
     

    Die Koalition in München ist dafür:

    1. dass kein Mitgliedsland von anderen Hilfen erhalten soll, außer der gesamte Euro-Raum ist dadurch gefährdet. Und auch dann sind dem "Sünder" harte Konsolidierungsmaßnahmen bis hin zum Zwang zu Insolvenz und Umschuldung zu verordnen. Wer das nicht will, soll raus aus dem Euro.
    2. die Stärkung des EFSF
    3. die Pflicht zu einstimmigen Entscheidungen bei allen Hilfsmaßnahmen unter Einschaltung der Parlamente
    4. die wirksame Abstimmung der Wirtschafts- und Haushaltspolitiken der Mitgliedstaaten (sog. Europäisches Semester)
    5. die Einführung von harten Schuldenbremsen in allen Euro-Mitgliedstaaten
    und die Koalition in München ist gegen:
    1. Hilfskredite, solange nicht die Stabilität der Euro-Zone als Ganzes gefährdet ist
    2. Hilfskredite ohne Auflagen für die Empfängerländer und Beteiligung des IWF
    3. die Einführung von Eurobonds
    4. Anleihekäufe durch die EZB
    5. zusätzliche EU-Zuständigkeiten oder Institutionen wie eine europäische Fiskalunion, einen europäischen Finanzminister, eine Wirtschaftsregierung oder eine neue Staatsqualität wie die "Vereinigten Staaten von Europa"
    6. eine über die Beschlüsse des Eurozonen-Sondergipfels vom 21. Juli 2011 hinausgehende Ausweitung der Rettungsschirme EFSF und ESM
    Und nun wird allmählich ein Lichtlein am Ende des Tunnels sichtbar, nur noch 11 Punkte sind übrig - jetzt gilt es nur noch die zu eliminieren, die sich gegenseitig aufheben (oben schon mal in Blau markiert).
     
    • Eine Forderung nach der Stärkung des ESFS und ESM, verbunden mit der Forderung keine über die Beschlüsse des Euro-Zonen Sondergipfels hinausgehende Ausweitung der Rettungsschirme zuzulassen, widersprechen sich. Die beiden kann man also getrost streichen.
    • Dafür sein dass kein Mitgliedsland Hilfen erhalten soll, es sei denn, es würden Auflagen erfüllt, und dagegen sein, dass ein Mitgliedsland Hilfen erhält, wenn die nicht mit Auflagen verknüpft werden, das ist die gleiche Aussage. Eine davon kann entfallen - und dass weitere Instrumente, wie Euro-Bonds oder Anleihekäufe durch die EZB abgelehnt werden, unterstreicht diese Haltung nur.
    • Die Pflicht zur Einschaltung der Parlamente und zu einstimmigen Entscheidungen wird sicher verhindern, dass eine wirksame Abstimmung der Wirtschafts- und Haushaltspolitiken zustande kommt. Die beiden Forderungen neutralisieren sich, und dass auch keine neuen gemeinsamen Institutionen geschaffen werden sollen, verstärkt diese Aussage nur.
    Was bleibt übrig?
     
    Die Koalition in München ist dafür:
    • dass kein Mitgliedsland von anderen Hilfen erhalten soll, außer der gesamte Euro-Raum ist dadurch gefährdet. Und auch dann sind dem "Sünder" harte Konsolidierungsmaßnahmen bis hin zum Zwang zu Insolvenz und Umschuldung zu verordnen. Wer das nicht will, soll raus aus dem Euro.
    • dass in allen Euro-Mitgliedstaaten harte Schuldenbremsen eingeführt werden.
    Und das kann man auch sehr viel kürzer und deutlicher sagen:
     
    Wir helfen niemanden,
    solange wir uns damit nicht selbst helfen.
     
    und
     
    Unsere fehlende Hilfsbereitschaft wird sich mit dem Hinweis auf zu wenig Sparanstrengungen und Nichteinhaltung der Schuldenbremse
    ganz einfach entschuldigen lassen.
     
     
    An die eigentlichen Ursachen der Euro-Krise - nämlich:
    • die durch den Euro nicht überwundenen sondern eher verstärkten Ungleichgewichte der Volkswirtschaften der Euro-Zone,
    • den deutschen Exportwahn,
    • die fehlende Harmonisierung im Steuer-, Sozial- und Arbeitsrecht der Mitgliedsstaaten,
    • die Macht der Finanzmärkte, deren Spekulationen die Krise erst erzeugt haben, sowie, last but not least,
    • die Konstruktionsmängel unseres Geldes, die eine ständig wachsende Verschuldung erzwingen, soll nicht die galoppierende Deflation ausbrechen.
    Daran hat im bayerischen CSU-FDP-Kabinett offenbar niemand einen Gedanken verschwendet. Und trotzdem ist es gelungen, eine wohlklingende und zugleich stammtischwirksam populistische Pressemitteilung daraus zu machen, die alle begründete Euro-Skepsis aufnimmt, so dass sogar ich die meisten Einzelpunkte unterschreiben könnte, fehlte da nicht jegliche, an den Kern des Problems rührende Einsicht.
     
    Ja, mia san mia.
     
    Ozapft is.
     
    Ein Prosit, ein Prosit, der Gemütlichkeit.
     
     
    Ach ja, die Pressemeldung im Original:
     
    Hier ist sie.
     
    (Eine bayerische Gymnasiallehrerin hat mich darauf aufmerksam gemacht und gebeten, dazu ein paar Sätze zu schreiben.)
     
     
     
     
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    10.10 Uhr Yes, we can - - - ? 

    Barrack Obama will ein 450 Milliarden Konjunkturprogramm auf die Beine stellen, und zugleich 3.000 Milliarden, mindestens aber 1.500 Milliarden in den Haushalten der nächsten zehn Jahre einsparen - und er will eine Mindeststeuer für Einkommensmillionäre, weil auch in den USA die Steuern auf Kapitaleinkünfte niedriger sind als die auf Lohneinkommen.

    Und was davon wird er durchsetzen?

    Wahrscheinlich: ein schuldenfinanziertes Konjunkturprogramm, denn das kommt in Form von Unternehmensgewinnen - über den Umweg Arbeit und Konsum - schnell da an, wo das Verlangen nach MEHR am größten ist.

    Eher nicht: die Einsparungen in der vollen Höhe. Nur was sich in der Krankenversicherung, bei sonstigen sozialen Leistungen und privatisierungsverdächtigen Staatsausgaben streichen lässt, wird auch gestrichen. Die Kriege werden weiter finanziert, die Banken weiter gerettet ...

    Keinesfalls: wird es zu der sog. Millionärs- oder Buffett-Steuer kommen. Dafür hat Obama keine Mehrheit und wird sie auch in dieser Amtszeit nicht bekommen. Dass er das Thema dennoch auf die Agenda genommen hat wird von vielen als reine Wahlkampftaktik angesehen. Ich halte es für mehr, ich halte es für eine Rückbesinnung auf jenes "Yes, we can", das Aufbruchstimmung und Zuversicht vermittelte, und für die ehrliche Absicht des Präsidenten.

    Warten wir ab, was er noch draus macht.


    18. September 2011

    Das Bild vom Sonntag 


    17. September 2011

    11.30 Uhr Jetzt schepperts richtig 

    Wenn der eine Minister dem anderen Minister in unhöflich-undiplomatischer und letztlich unanständiger Weise Unzuständigkeit vorhält, dann ist das ein Zeichen für den desolaten Zustand einer Regierung.

    Wenn beide unterschiedlichen Parteien angehören, dann ist das ein Zeichen für den desolaten Zustand der Koalition.

    Und wenn das öffentlich ausgetragen wird, ohne vorher eine Sprachregelung getroffen und die gemeinsame Marschroute festgelegt zu haben, dann ist das ein Zeichen für das Vakuum, das in Berlin den Raum einnimmt, der eigentlich der Richtlinienkompetenz des Bundeskanzlers gebührt.

    Angela Merkel hat sich trotz dieses Defizits verdammt lange gehalten. Aber wie heißt es so schön in einem guten alten Sprichwort: Zähigkeit geht vor Fähigkeit.

     

     
     

     


    15. September 2011

    11.45 Uhr Kassandra-Rufe aus den USA

    Paul Krugman, Träger des Nobelpreises für Wirtschaft, der, was nicht allgemein bekannt ist, nicht von Alfred Nobel, sondern von der schwedischen Reichsbank gestiftet wurde, sah sich am Montag zu finsterem Orakeln veranlasst.

    Doch während die Kassandra der griechischen Mythologie die Gabe der Vorsehung hatte, aber verflucht war, dass niemand ihrem Vorherwissen Glauben schenken sollte, lässt Krugman die Gabe der präzisen Vorsehung vermissen, trifft mit seinen Orakelsprüchen jedoch auf viele offene Ohren.

    Keine Panik, es heißt noch lange nicht: "Rette sich wer kann!"

    Dass der Zusammenbruch des Euro möglicherweise nur noch eine Frage von Tagen sein soll, so Krugman am Montag, 12. September 2011 in einer Kolumne der New York Times, erscheint eher wie der Versuch, eine selbsterfüllende Prophezeiung in die Welt zu setzen als einem nüchternen Kalkül.

    Und auch der Rat, den Krugman den Europäern in der New York Times erteilt, die EZB müsse unbegrenzt Kapital ausleihen und die Zinsen senken, zielt in die gleiche Richtung.

    Was steckt dahinter?

    Das finden Sie im neuesten Paukenschlag, der in dieser Woche für die Newsletter-Abonnenten wieder einmal bereits am Mittwochabend zur Verfügung stand.


     
     
    Schön, dass es neben all dem Aufregenden und Ärgerlichen, das zu kommentieren ist,
    auch immer wieder gute und, ja, erbauliche Nachrichten gibt.
     
    Eine davon ist die, dass am 15. Oktober im EWK-Verlag ein Buch des im Osten sehr bekannten russischen Psychotherapeuten Aleksandr Alekseicik erscheinen wird.
     
    Es trägt den Titel:

    Arbeitsplatz Seele

    Aleksandr Alekseicik hat darin eine ins Autobiografische gehende Dokumentation seiner Philosophie der "Psychotherapie durch das Leben" geschaffen, die dank ihrer verständlichen, einfühlsamen und überaus menschlichen Sprache weit über das Fachpublikum hinaus jedem interessierten Leser großen Gewinn zu bringen vermag.
     
    Als Herausgeber fungiert die Heyse-Stiftung, Regensburg.
     
     


    14. September 2011

     


    13. September 2011

    11.30 Uhr Der Verfall des gesamtgesellschaftlichen Konsens

    - Ein Gastbeitrag von Jürgen Polz -


    Als mir Jürgen Polz in der letzten Woche seinen hochinteressanten und durch viele Links belegten Bericht über den bewusst inszenierten Niedergang des gesamtgesellschaftlichen Konsens' in Deutschland zusandte, war mir nach kurzem Anlesen klar:

    Das muss veröffentlicht werden!


    Jürgen Polz hat mit diesem Aufsatz ein wertvolles und wichtiges Dokument geschaffen, an dessen Klarheit und Schlüssigkeit kaum jemand unberührt vorbeigehen kann.

    Vielen Dank schon jetzt an alle, die mithelfen, diese Gedanken durch aktive Weitergabe zu verbreiten!

    Herr Polz hat meinem Wunsch, seinen Text auf www.egon-w-kreutzer.de zu veröffentlichen, gerne und umgehend zugestimmt.

    Ich brauch' dazu gar nichts mehr zu sagen, außer:


    Lesen, staunen und erinnern Sie sich.
    Es hat sich alles vor unseren Augen vollzogen.
    Und wir haben es nicht geschafft, dem wirksam etwas entgegenzusetzen.


    Ein Hinweis noch: Es lohnt sich, jedem einzelnen Link an der Stelle zu folgen, an der er gesetzt ist. Nehmen Sie sich die Zeit dafür.

    Und hier geht es zum Gastbeitrag von Jürgen Polz:
    http://www.egon-w-kreutzer.de/Gastbeitraege/JuergenPolz130911.html

     


    Zur Rente mit 69 hat sich Stefan Neumann geäußert:

     Hallo Herr Kreutzer,

    wenn ich so etwas höre!!!

    Sorry, es bricht mal wieder aus mir heraus (und zwar im doppeltem Wortsinn!)! Die Rente mit 69!? Das ist natürlich Quatsch!

    Die bereiten gerade den nächsten Schritt vor. Wenn Sie die Lohnnebenkosten, die ja zum Lohn gehören, senken, dann werden wir so langsam auf die Metapher „Wutbürger“ reduziert.

    Es ist scheinbar geplant, einen Volksaufstand herbeizuführen. Wenn Griechenland nicht die € Zone verlassen darf und Irland und Portugal und Spanien und Italien und…

    dann wird es bald losgehen. Mal sehen wie gut unsere Exekutive mittlerweile über uns Bescheid weiß…

    Wer ist denn eigentlich die Union? (Das hatten wir aber auch schon mal!)

    Die EU ist eigentlich Deutschland
    und ein bisschen Frankreich vielleicht noch hinterher…

    Alles was in der jüngeren Vergangenheit und im Augenblick in der Union passiert, ist eigentlich nur gut für Deutschland - also für die „Märkte“ im Mainstream Slang - also für die Banken und Anteilseigner in Deutschland.

    Eigentlich müsste nur Deutschland aus der Union austreten und sonst niemand. Na ja, dann ist natürlich ohnehin Schluss mit der EU. Aber die Menschen in der EU brauchen den ganzen Quatsch sowieso nicht!

    Zumal das Europaparlament ja auch eigentlich gar keines ist, wie das Bundesverfassungsgericht ja gerade wieder festgestellt hat. Ein Parlament ohne ein Volk kann es nicht geben. Aber es ist halt nur das Bundesverfassungsgericht und nicht der Europäische Gerichtshof. Der EUGH hat ja schon gar keinen Bezug mehr zur Realität. Wenn im EU „Parlament“ schon nur ausgewiesene (im doppeltem Sinne), ehemalige Parteipolitiker sitzen, die nur nebenher etwas verzögern, aber noch lange nicht aufhalten können, weil die Kommissare das Sagen haben, sitzt am EUGH nur noch jeweils ein Vertreter (Richter) aus jedem Land. Dieser eine Richter soll dann über alle Rechtssysteme der EU Länder Bescheid wissen und für jeden Fall die richtige Entscheidung treffen? Ich habe mal gehört, dass man ein ganzes Leben braucht, um sich einigermaßen in einem Rechtssystem auszukennen. Wie soll man sich aber in all den verschiedenen Ländern und Kulturen mit ihren unterschiedlichen Rechtssystemen auch nur annährend ein gerechtes Urteil bilden können?

    Das ist doch alles ein Witz!!!

    Europa als Staatenbund mit einem föderalistischen System. Schöne Theorie!

    Ich will nicht einmal sagen dass es unrealistisch wäre. Doch die Voraussetzungen für so einen Staat sind doch ganz andere. Bevor man einfach irgendeine neue Währung in die Arena schmeißt, muss man doch zunächst einmal ein einheitliches Rechtssystem schaffen. Man muss die Völker zusammenführen und annähern. Das ist in der Tat eine Aufgabe die viele Jahrzehnte in Anspruch nehmen würde. Ob so etwas überhaupt gelingen kann ist fraglich.

    Die derzeitige Lage zeigt aber nur zu deutlich, wie unverantwortlich und eigennützig unsere „gewählten“ Volksvertreter mit Ihrem Volk umgehen.

    Die EU wurde mit aller Macht und Härte und in der größtmöglichen Geschwindigkeit zusammengeschnürt. Man wollte sich mal eben in die Geschichtsbücher einschreiben und bloß nichts verpassen. Allzu leicht ließen sich die Menschen nach dem Krieg in zwei Lager einteilen - und der kalte Krieg in den Jahren nach dem Mauerbau hat die Fronten weiter verhärtet. Deutschland musste geteilt bleiben, weil die Herrscher Zeit brauchten, um eine neue Ordnung zu installieren. Wachstum war zwar nicht erst nach dem Krieg geboren, doch die Formen und Auswüchse des Konsums, die in den 60er und 70er Jahren kreiert wurden, haben beispiellos (sieht man einmal von den sagenumwobenen Märchen der Geschichte ab) zu einem Richtungswechsel in der Menschheitsgeschichte geführt. Nie zuvor hat man leichteres Spiel mit der Gesellschaft gehabt. Geblendet vom Wachstum und von der neu definierten Arbeit, haben sich ganze Wertesysteme und deren Bedeutung geändert. Die Wahrnehmung wurde ebenso angepasst wie die Vernunft. Hatte man gerade nach dem Krieg noch die Hoffnung, jetzt nach diesem Schock, wird in der Gesellschaft ein neues Zeitalter der Aufklärung anbrechen, wurde man schnell ruhig gestellt und eines Besseren belehrt. Es ging ja wieder bergauf! Alle hatten Arbeit und allen ging es gut! Wir haben sogar Menschen aus anderen Ländern geholt, weil wir mehr Arbeit hatten, als wir selber bewältigen konnten!

    Wer spricht da noch über Gesellschaftsformen? Wer wollte, angesichts der letzten Diktatur, dieses tolle neue Grundgesetzt und diese Form der Demokratie anzweifeln?

    Ja, es gab Zweifler und Mahner, es gab die 68er. Doch wenn ich angesichts der heutigen Verbrechen darauf zurückschaue, ist es nur ein kurzer Funken im Dunkel der Geschichte.

    Die Voraussetzungen für eine bessere, gerechtere und offenere Gesellschaft können wir nur selbst schaffen.Wenn wir uns nicht weiter im Kreis drehen wollen, müssen wir uns der Diskussion stellen. Der Diskussion über die Grundsätze und Werte einer Gesellschaft.

    Vielleicht haben wir es verdrängt. Vielleicht haben wir es aus den Augen verloren.

    Doch es gibt eine Diskussion, die noch lange nicht abgeschlossen ist. Es gibt Alternativen die noch nicht beiseite gelegt wurden. Natürlich nicht, denn es gibt noch Menschen!

    Es hat sich seit den Vordenkern der Antike zwar noch nicht allzu viel geändert, doch es ist noch nicht verloren gegangen. Es gibt eine Linie, von Sokrates, Aristoteles, Platon, Heraklit bis hin zu Roussous und Kant. Ja sogar bis ins letzte Jahrhundert, mit Karl Raimund Popper. Mit großen Lücken und unvollständig, ja. Doch solange es Menschen gibt, die daran glauben, ist die Diskussion über den Sinn der Existenz und den Sinn und Zweck einer Gesellschaft noch nicht beendet.

    Die genannten Denker und Philosophen haben viel an wertvoller Vorarbeit geleistet. Nun scheint die Zeit gekommen, das vorhandenen Wissen neu zu sichten und aufzuarbeiten. Popper war meines Erachtens der letzte, der neue Erkenntnisse und logische Nachweise dazu vorgebracht hat. Nicht nur zur Wissenschaft und wie sie funktionieren kann, sondern auch zur Gesellschaft. Diese Erkenntnisse könnten dazu benutzt werden eine solche Diskussion neu zu entfachen.

    Ich weiß auch nicht wie und wo. Ich bin aber sicher, dass es so nicht weiter gehen kann. Und damit ist nicht die bunte Scheinwelt gemeint, in der wir zurzeit leben und die nur eine komische Episode in der Geschichte der Menschheit bleiben wird. Was nicht weiter gehen kann, ist die geistige Verarmung, die Haltlosigkeit und Unterdrückung der Menschen. Das wahre Leben, dass schöpferische, lebendige und freie Leben, kann sich nur weiter entfalten, wenn wir es zulassen. Wenn wir nicht noch mehr Jahrhunderte oder gar Jahrtausende verschwenden und uns langsam unserer Selbst bewusst werden.

    Große Worte von einem kleinen Menschen…ich weiß es ja…

     

    Aber gibt es eine andere Möglichkeit als diese andere Möglichkeit?

     

    FDP:

    Es ist nicht mehr witzig Herr Rösler! Dieses Geschwafel von einer Staatsinsolvenz! Ich frage mich langsam, ob der nicht ein Produkt meiner Fantasie ist? Ich habe mir ja schon immer gewünscht, dass die FDP den Status erhält, den sie verdient und als Randgruppe in der Masse der „anderen“ Parteien verschwindet - verschwindend, entsprechend der geringe Zahl an Parteimitgliedern und Wählern. So beschränkt und einfältig und so einfallslos! Hätte er sich nicht wenigstens die Mühe machen können, dass ganze in ein neues Gewandt zu packen und anders zu nennen? Insolvenz! Echt lachhaft, wenn es nicht so arm wäre…!

    Tschüss FDP!

    Und danke für eure Beiträge, die mir selbst immer sehr viel Anstoß und eine Menge Ziele für meine Kritik gegeben haben!

     

    Bis die Tage
    Stefan Neumann




     


    12. September 2011

    17.45 Uhr Rente mit 69 - Der Regierungssprecher dementiert

    Erst spricht ein Sprecher des Finanzministeriums von einem "Tragfähigkeitsbericht" in dem "allgemein bekannte Möglichkeiten" zur Schließung künftiger Finanzierungslücken aufgezeigt werden - und die WELT druckt die Schlagzeile:

    "Schäuble lässt Rente mit 69 durchrechnen"

    Während der FOCUS erfahren haben will, die Überlegungen zur Rentenkürzung, denn um etwas anderes handelt es sich nicht, stünden im Zusammenhang mit der Finanz- und Wirtschaftskrise, wodurch die Risiken für die dauerhafte Solidität der Staatsfinanzen spürbar angestiegen seien.

    Dann darf Steffen Seibert, der Regierungssprecher vor die Mikrofone und erklären:

    "Eine Rente mit 69 wird von der Bundesregierung nicht gefordert, politisch nicht verfolgt und nicht in Erwägung gezogen."

    Ob er das kleine Wörtchen "derzeit" vergessen hat, oder ob es im Bericht der ZEIT-ONLINE einfach vergessen wurde, habe ich nicht herausfinden können.

    Ja. Das sind die Fakten.

    Die Regierung hat durchrechnen lassen, was die Rente mit 69 der Staatskasse sparen würde, aber offenbar nicht, um wie viel die Risiken der Staatskasse wieder sinken würden, ließe man sich nicht auf abenteuerliche Rettungsaktionen für die Gläubiger Griechenlands ein. Mit Rentnern, die sich weder teure Rechtsanwälte noch jahrelange, aussichtslose Prozesse leisten können, tut man sich eben leichter, als mit den Damen und Herren, die man schamhaft nur "die Märkte" nennt, während man devot die Milliarden ausschaufelt, wenn von denen nur ein leichtes Hüsteln zu vernehmen ist.

    Dass Minister Rösler gleichzeitig die geordnete Insolvenz für Griechenland fordert, trägt nicht gerade zu mehr Vertrauen in den Sinn von Rettungsschirmen und Milliardengarantien bei.

  • Die WELT mit der Botschaft
  • Die ZEIT mit dem Dementi
  • Das manager magazin mit Röslers Insolvenzantrag für Griechenland
  •  

     

     

    Da gab es einmal
    "Die kleine Katze mit den weißen Pfoten"

    Sie war lange Zeit verreist ...


    11. September 2011

     

    Das Bild vom Sonntag


    9. September 2011

    20.11 Uhr Volksentscheid auf Bundesebene

    Das sei vom Grundgesetz verboten, sagte uns Gerhard Schröder als Bundeskanzler. In meinem Grundgesetz steht allerdings, dass die - vom Volk ausgehende, gesamte Staatsgewalt - sich in Wahlen und Abstimmungen artikuliert. Dass dies weder im Grundgesetz selbst weiter ausgeführt wird, noch in entsprechenden Ausführungsgesetzen, ist lediglich einer von offenkundigen Mängel unserer real existierenden Demokratie.

    Dies zu ändern hat sich das Netzwerk Volksentscheid zum Ziel gesetzt.

    Als ich vor einiger Zeit den ersten Kontakt dahin hatte, antwortete ich den Initiatoren:

    "Ich unterstütze die Bestrebungen, Volksentscheide auf Bundesebene endlich - dem seit 1949 nicht eingelösten Auftrag des Grundgesetzes folgend - wirksam zu organisieren und die Ausführungsbestimmungen dazu in einem Bundesgesetz festzuschreiben."

    Nun wurde ich daran erinnert - und gebeten, meiner Aussage auch Taten folgen zu lassen.

    Das tue ich sehr gerne – und lade Sie ein, sich auf den Seiten dieses Netzwerks umzusehen und sich selbst die Frage zu stellen, ob und in welchem Rahmen Sie diese Idee ebenfalls unterstützen wollen.

    Der Klick aufs Banner führt direkt zum vorliegenden Gesetzentwurf, und von da aus können Sie sich weiter auf den Seiten des "Netzwerks Volksentscheid" bewegen.


    08.00 Uhr Heute muss geschlichtet werden, ob fürs Schreiben noch Zeit bleibt?

     

     

     


    8. September 2011

    13.40 Uhr Weiter so - meint das Verfassungsgericht

    Das gestern veröffentlichte Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Erweiterung des Euro-Rettungsschirmes kam nicht wirklich überraschend. Ich mag mich auch nicht in einer Gerichtsschelte ergehen.

    Wir haben nun einmal diese Instanz, wir haben das Prozedere, nach welchem die Verfassungsrichter letztlich von der jeweils amtierenden Regierung eingesetzt werden, wir haben die politische Tendenz, Deutschland in Europa aufgehen zu lassen, derzeit verbunden mit dem kaum noch verhohlenen Anspruch, in einer künftigen Europäischen Regierung - vorerst im Rahmen der schon geforderten Vorstufe, nämlich einer gemeinsamen Wirtschaftsregierung - eine Vormachtstellung einzunehmen, und wir haben es - als das Volk, von dem alle Staatsgewalt ausgeht - nicht vermocht, ein Parlament zu wählen, das dieser Tendenz mehrheitlich entgegenwirken wollte.

    Das ist gelebte, und in meinen Augen "missglückte", aber zu akzeptierende Demokratie.

    Dass das Urteil des Verfassungsgerichts mich persönlich enttäuscht, hat auch damit zu tun, dass die Entwicklung, seit Beginn der Griechenlandkrise bis heute absehbar war und auch für die nächste Zukunft absehbar bleibt.

    Alte und neue Gedanken dazu finden Sie im aktuellen Paukenschlag.


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    Dieser Zähler zählt seit etlichen Monaten die Besucher dieser Website.

    Am 12. September 2011 waren es 800.000

     

    Und um wie viel mehr sind es heute?

     

    Vielen Dank für Ihr großes Interesse.

    Es ehrt mich.

    Links zu Seiten, die ich gerne empfehle:

    Nachdenkseiten
    Na klar, wer liest die nicht?
    http://www.nachdenkseiten.de/
    taz
    noch ein MUSS
    http://www.taz.de
    Junge Welt
    Die Tageszeitung im Netz
    http://www.jungewelt.de
    Sozialticker
    Informationen und Kritik zur aktuellen Sozialpolitik
    http://www.sozialticker.com/
    Campact
    dem Bürgerwillen Gehör verschaffen
    http://www.campact.de
    Mag Wompel
    das labournet - die Gewerkschaftslinken
    http://www.labournet.de
    Gert Flegelskamp
    ein geradliniger Querdenker
    http://www.flegel-g.de/
    Dr. Harald Woszniewski
    Meudalismus
    http://www.meudalismus.dr-wo.de/
    Norbert Rost,
    Regionalwährungen und viel mehr
    http://feldpolitik.de
    Theater Macht Staat - ein Theaterprojekt zur Rückeroberung der Macht über unser Leben
    http://www.theater-macht-staat.com/
    Politik-Poker
    aus unterschiedlichen Blickwinkeln...
    http://www.politik-poker.de
    Berlin unzensiert
    Eine Seite für die Bevölkerung
    http://www.berlin-unzensiert.de/
    Forum DL 21
    Die SPD-Linken
    http://www.forum-dl21.de/
    Bürgermeinungen
    hier schreiben Bürger ihre Meinung
    http://www.buergermeinungen.de/
    Cleanstate e.V.
    H.J.Selenz im Kampf gegen Korruption, Betrug und Vetternwirtschaft
    http://www.cleanstate.de/start.html
    Statistisches Bundesamt
    viel Wissenswertes z.T. sogar aktuell
    http://www.destatis.de
     
       

    Die Selbstähnlichkeit der Erscheinungen der Realität ist so groß, dass der winzige Ausschnitt, den der Einzelne davon wahrzunehmen in der Lage ist, vollkommen ausreicht, um sich ein brauchbares Bild des Ganzen zu machen - so man nur will. 

         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         

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