Autor und Verleger
- mit einem außergewöhnlichen Hang zur Nachhaltigkeit,
meint:
Kritik
muss weder beschönigen noch verharmlosen, weder heucheln
noch trösten, um konstruktiv zu sein.
Wirksame Kritik muss in aller Klarheit und mit der gebotenen
Schärfe auf allgemeine Anstrengungen zur Veränderung
von Sachverhalten und Umständen abzielen.
Verhaltensänderungen kritisierter Personen sind dafür
nicht Bedingung, sondern bestenfalls erfreuliche Folge.
Wer in der Demokratie schläft,
wacht in der Diktatur auf. (Johann Wolfgang von Goethe)
1. August 2011
13.15 Uhr Die Ferien sind
ausgebrochen
Nun also auch in Bayern. Hier
dürfen Kinder mit mindestens einer Eins im Zeugnis heute
umsonst die Nahverkehrszüge benutzen. Sie müssen nur
eine Zeugniskopie und einen Ausweis dabei haben.
Grandios!
Die Politiker sind auch in
Urlaub und melden sich in sogenannten "Sommer-Interviews"
zu Wort. Gestern Abend versuchte Bettina Schausten vom ZDF Gesine
Lötsch von der LINKEN verbal niederzumachen. Obwohl die
Technik immer dann, wenn sie Frau Lötsch einfach nicht ausreden
lassen wollte, das Mikro von Frau Lötsch runterregelte,
kam die Journalistin recht schlecht dabei weg.
Warum kann so ein öffentlich-rechtlicher
Sender nicht auch zu einer LINKEn mal so freundlich sein, wie
zu Angela Merkel? Weil Angela Merkel auch netter zum ZDF ist?
Na ja, Ansichtssache.
In den USA ist mit dem Schuldenstreit
passiert, was abzusehen war, er ist im Kompromiss beigelegt worden,
die Schulden dürfen um rund 10% wachsen - und in den nächsten
10 Jahren soll gespart werden, so um die 200 Milliarden jährlich.
Dabei ist abzusehen, dass die
neue Schuldengrenze in ungefähr 2 Jahren schon wieder gerissen
werden wird. Da hilft das bisschen Sparen, wenn es denn gelingt,
kaum weiter.
So lange die Reichen reicher
werden und Geld anhäufen, müssen die Schulden der anderen
zwangsläufig wachsen.
Hohe Steuern auf höchste
Einkommen und höchste Vermögen könnten das unsinnige
Reicherwerden der sowieso schon Reichen bremsen und damit auch
die Zunahme der Verschuldung.
Wo die Schulden am Ende liegen,
ob beim Staat, bei den privaten Haushalten oder bei der Wirtschaft,
das macht nur einen Unterschied bei der Höhe der Zinssätze,
aber keinen Unterschied in der Gesamtverschuldung.
Gesamtverschuldung und Gesamtgeldvermögen
gleichen sich aus.
So ist unser Geld nun mal konstruiert.
Heiner Geißler hat sich
selbst übertroffen. Nachdem die Ansichten über die
Aussagekraft des Stresstests für Stuttgart 21 zwischen Befürwortern
(Bundesregierung und Baden-Württembergs CDU Opposition und
SPD-Mitregierer) und Gegnern (hauptsächlich noch die Bürger,
ein bisschen wohl auch die Baden-Württemberger Grünen)
doch weit auseinander gingen, hält Geißler die Kombination
von oberirdischem Kopf- und unterirdischem Durchgangsbahnhof
für die Lösung, die Frieden im Lande bringen könnte.
Solche Kompromisse führen
bei Modeschöpfern zu Kreationen wie z.B. einem langen Hosenbein
links und einer Tangahälfte rechts - und da finden sich
auch immer noch genügend ausgeflippte Typen, die sich in
so was wohlfühlen.
Ach so, Sie hängen immer
noch da oben in der ersten Klammer im zweiten Satz? Sie meinen
ich hätte da versehentlich die Bundesregierung mit aufgeführt,
die doch mit S21 überhaupt nichts am Hut hat?
Irrtum. Die Bahn ist eine Aktiengesellschaft.
Das ist richtig. Aber immer noch liegen 100% der Aktien im Bundesbesitz.
Der Bund, konkret Frau Merkel, mit der Richtlinienkompetenz und
Herr Ramsauer als Bundesverkehrsminister, haben jede Möglichkeit,
die Ziele und Pläne, das Taktieren und Verwirren des Bahnvorstandes
zu
bestimmen, zu lenken und zu leiten. Ein Wort des Hauptaktionärs,
und Herr Grube lässt die komplette Grubenbahnhofsplanung
fallen und verlangt keinen Cent Schadensersatz vom Land. Aber
dieses Wort fällt nicht, ...
Juliane Bialek hat zur S21-Thematik
wieder einmal ein paar schöne Links zur Verfügung gestellt.
10.00 Uhr ... noch was zu
ADS, Mitochondriopathie und Ritalin
Liebe Frau Herwig,
vielen Dank für Ihre Rückmeldung.
Sehr gerne erfülle ich Ihren Wunsch, sich mit mir weiter
über dieses brisante Thema auszutauschen. Herr Kreutzer
wird Ihnen meine Mailadresse mitteilen.
Über die rechtliche Situation scheinen
sowohl viele Eltern als auch Lehrer und Erzieher unzureichend
informiert zu sein.
Bei Auslandsreisen brauchen beispielsweise Kinder, die Ritalin
einnehmen, eine Bescheinigung für das Mitführen dieses
Betäubungsmittels, um nicht etwa wegen Drogenschmuggels
straffällig zu werden.
Besonders problematisch erachte ich
die Tatsache, dass Kinder, die Ritalin einnehmen, sehr schnell
lernen, mit der Einnahme von ein paar kleinen Pillchen
ein persönliches Problem in den Griff bekommen zu können.
Damit scheint das Tor zu einer grundsätzlichen Abhängigkeit
von Suchtmitteln bereits im Kindesalter geöffnet zu sein.
Ich kann mir gut vorstellen, dass Eltern bereit wären, für
ihr Kind alternative Therapien zu wählen, wären sie
wie die Wunderdroge Ritalin über die Krankenkassen
abzurechnen.
Abschießend noch ein Gedanke,
den ich Ihnen und unseren Lesern noch mitgeben will:
ADHS ist und da gehen die Meinungen
sehr stark auseinander keine genetische Störung.
Es gibt nach meinen Informationen weder ein Gen für ADHS
noch für Legasthenie oder Dyskalkulie.
Heute Abend bekam ich eine Mail von
einem Legasthenie-Berater, der mir einen Satz schrieb, den ich
an dieser Stelle gerne öffentlich mache:
"Würden wir Menschen
Kinder ernst nehmen
in ihrem Verhalten,
dann gäbe es kein ADHS."
Herzliche Grüße und ein entspanntes
Wochenende
wünscht Ihnen, liebe Frau Hertwig,
und allen, die jetzt mitgelesen haben
Manuela Engl
PS.:
Auf diesen Autor und sein Buch möchte ich Sie auch gerne
noch hinweisen:
Franz Horst Wimmer, AD(H)S Methylphenidat
Kriminalität?,
480 Seiten, ISBN 978-3-00-032476-5, 19.95 Euro.
Erhältlich im Buchhandel oder per
Mail direkt beim Autor f.h.wimmer@gmx.de
29. Juli
2011
17.30 Uhr Gesundheit und
Droge
Herr Sauer hat heute einen
interessanten Kommentar zum Thema geliefert, der vollständig
beim Paukenschlag
selbst nachzulesen ist, dessen kritisch nachfragenden Teil
ich nun aber auch hier auf die aktuelle Seite vorziehen möchte,
damit das, was Frau Herwig dazu rückäußerte,
schnell Verbreitung findet.
Hier zuerst die kritischen
Anmerkungen aus H. Sauers Kommentar:
(...)
Da werden Mitochondriopathien, also
ERBKRANKHEITEN, zum Thema gemacht.
(...)
Es liegt in der Natur von Erbkrankheiten, dass es für sie
keine Lösung in Form von Ursachenbekämpfung gibt.
Wenn Sigrid Herwig wenigstens eine Therapie aufgezeigt hätte,
deren Wirksamkeit erwiesen ist, und aufgezeigt hätte, dass
Mitochondriopathien eindeutige Ursachen für AD(H)S sind,
hätte ich gegen diesen PaD nichts einzuwenden.
Hätte ihr Ausbildungsschwerpunkt
auf Parasitologie gelegen, hätte sie wahrscheinlich etwas
anderes geschrieben. Und was glauben Sie wohl, was Ihnen ein
Allergologe oder Umweltmediziner über AD(H)S erzählen
würde?
Das Phänomen ist uns wohlbekannt
vom Cousin unseres Vaters, der Mikrobiologe ist. Er behauptet,
Infektionen seien nach wie vor die Hauptursache für das
krankheitsbedingte Verscheiden von Menschen, nicht Herzkasper,
Krebs und Demenz. Er hat nicht unrecht, jedoch ist es ein viel
zu beschränkter Blick auf die Realität.
Ich bin der festen Überzeugung,
dass AD(H)S nur eine Folgeproblem ist, das ersatzlos verschwinden
wird, sobald das Grundproblem beseitigt ist, und das ist das
kapitalistische Missmanagement, das inzwischen jeden Winkel unserer
Gesellschaft, auch Schulen und Kindergärten und fast jede
Familie, durchseucht hat.
und hier Frau Herwig,
mit einer Antwort auf Manuela Engl und Frederick Sauer
Lieber Herr Kreutzer,
meinen herzlichen Dank für die
Möglichkeit, über Zusammenhänge des Stoffwechsels
berichten zu dürfen. Über die Diskussion bin ich sehr
erfreut.
Liebe Frau Engl,
vielen Dank für Ihren Beitrag.
Auch er bestätigt, dass doch vieles auf verborgene Ernährungsfehler
hindeutet, was Kindern und Erwachsenen das Leben schwer machen
kann. Ihre Aufzählung von Lebensmittelzusatzstoffen und
deren Auswirkungen auf kleine Zappelphilipps ist sehr wertvoll.
Das bereits von Herrn Kreutzer erwähnte Pökelsalz kann
man gleich noch der Liste beifügen. Richtig beeindruckend
ist außerdem Ihre Erläuterung zur rechtlichen Situation
bei Verabreichung von Ritalin. Weiteren Erfahrungsaustausch mit
Ihnen könnte ich mir sehr gut vorstellen und würde
ihn mir wünschen.
Lieber Herr Sauer,
auch auf Ihren Beitrag möchte ich
gerne antworten.
Der Cousin Ihres Vaters hat auf jeden
Fall recht. Infektionen und Parasiten beeinträchtigen immer
wieder auch unsere Gesundheit, bedrohen nicht selten gar Leben.
Dennoch glaube ich, dass ein gut funktionierender Stoffwechsel
helfen kann, uns robuster zu machen, gegenüber diesen Anfeindungen.
Stoffwechselexperten und Experten zur Bekämpfung von Infektionen
böte sich sicherlich ein fruchtbares Miteinander, um Menschen
bei mangelndem Wohlbefinden oder gar schwerer Krankheit noch
besser helfen zu können.
Um nun auch noch mal auf Gendefekte
einzugehen: Erst nach über einem halben Jahrhundert erfuhr
ich, dass ein derartiger Defekt für meine gesundheitlichen
Störungen zuständig ist und unwissender Weise ich diesen
meinen Kindern mitgab.
Hätte ich bereits vor der Geburt
meiner Kinder davon wissen können, hätte ich sie bereits
gut während der Schwangerschaft schützen können.
Das sind doch echte Müttersorgen. Darüber informieren
zu dürfen, ist ein Herzensanliegen. An dieser Stelle daher
noch einmal meinen besten Dank an Herrn Kreutzer.
Bezüglich der Details der Therapie
könnte ich Ihnen, sehr geehrter Herr Sauer, über eigene
Erfahrungen berichten, was ich natürlich gern mache, sofern
dies Ihr Anliegen ist. Vielleicht böte sich diesbezüglich
dann auch ein etwas privaterer Raum.
Für allgemeine und weitreichendere
Informationen empfehle ich das bereits erwähnte Fachbuch
"HWS-Trauma ..." von Dr. B. Kuklinski. Es ist leider
nicht ganz preiswert und ich musste bei unserer Stadtbibliothek
etliche Wochen darauf warten, nachdem es aus einer Unibibliothek
ausgeliehen werden musste. Nach abschließendem Lesen war
es mir jedoch so wertvoll geworden, dass ich es mir kaufte.
Auch Dr. Kuklinskis Internetseite bietet
viel. Er berichtet zahlreich von seinen Therapien bei multifunktionaler
Erkrankung, geht vielfältig auf Krankheiten und deren Symptome
ein und gibt seine daraus gewonnenen Studien preis. Ein gelegentlicher
Besuch dieser Seiten lohnt sich für fachlich Interessierte
immer:
Auf jeden Fall rate ich vom Selbst-Ausprobieren
von Therapien ab. Diagnose und Therapie gehören immer in
die Hand des (Fach-) Arztes, zu dem man Vertrauen entwickeln
kann. Ich erwähne letzteres deshalb, weil ich glaube, dass
auch unsere Psyche am Genesungsprozess mit beteiligt ist. Ich
möchte in dem mir erlaubten Beitrag auf Herrn Kreutzers
Seite auch keine Arztwerbung betreiben. Mir geht es allein um
das Thema "Mitochondrialer Stoffwechsel", weil ich
empfinde, dass diesem Thema noch zu wenig Beachtung beigemessen
wird, obgleich die Biochemie diesbezüglich innerhalb der
letzten beiden Jahrzehnte unglaublich weit voran geschritten
ist.
Für die beiden Beiträge vielen Dank und meine herzlichen
Grüße an Sie, liebe Frau Engl, lieber Herr Sauer.
S. Herwig
10.40 Uhr Die HRE soll reprivatisiert
werden
(Ein Hinweis
für Freunde weit zurückliegender Prognosen)
Die EU hat nachträglich
die Hilfen für die HRE genehmigt.
Sie erinnern sich: Die HRE
war die Bad Bank der Hypo-Vereinsbank, die durch die Auslagerung
ihrer "Probleme" in die HRE für den Verkauf an
die Unicredito hübsch gemacht wurde.
Weit über 100 Milliarden
Euro hat es den deutschen Steuerzahler gekostet, die HRE zur
Staatsbank zu machen, nun, nachdem die HRE ihrerseits eine Bad
Bank hervorgebracht hat, nun, nachdem die Rettung auch von der
Kommission ihren Segen erhalten hat, nun kann das Institut wieder
privatisiert werden.
Und wer hatte da nun was davon?
Die Frage habe ich schon einmal
aufgeworfen, damals, am 4. Juni 2009 im heute wieder lesenswerten
Paukenschlag
Der gestrige Paukenschlag "Die
Gesundheit der Kinder und der Stoffwechsel", dessen zentrale
Aussagen dankenswerterweise von Sigrid Herwig formuliert wurden,
hat auch meine engagierte Co-Autorin, Manuela Engl, inspiriert,
in Sachen Gesundheit, Ernährung und Drogenmissbrauch sich
- und uns allen - weiterführende Fragen zu stellen.
Hier ihr Kommentar:
Kommentar von Manuela Engl:
Liebe Frau Herwig,
mit großem Interesse habe ich
Ihren Beitrag auf unseren Paukenschlag vom 21.07.2011 "Methylphenidat
- eine Wunderdroge" gelesen.
Vielen Dank für Ihre wertvollen und aufklärenden Gedanken,
die zum Nach- und Weiterdenken anregen.
Spannend finde ich Ihre Frage:
"Warum sollte,
wenn die Korrektur des Stoffwechsels
- und daran ist immer auch die Ernährung beteiligt -
Diabetikern und an Bluthochdruck Leidenden helfen kann,
nicht auch bei AD(H)S und sonstigen gesundheitlichen Störungen
der Kinder helfen?"
In einem Gespräch mit Frau Dr.
Maria-Elisabeth Olszewsky, Hautärztin und Allergologin,
konnte ich erfahren, dass "AD(H)S-Symptome" bei über
80% ihrer AD(H)S-diagnostizierten Patienten nach einer Ernährungsumstellung
in kürzester Zeit verschwanden.
Die Ernährungsumstellung beruhte
darauf, Nahrungsmittel zu meiden,
in denen u.a. folgende Stoffe enthalten sind:
Phosphate
Zitronensäure (E 330-33),
Benzoesäure (E210-219),
Sorbit und
insbesondere der mittlerweile in vielen
Nahrungsmitteln enthaltene
Geschmacksverstärker Glutamat.
Für mich stellt sich die Frage,
ob Eltern von AD(H)S-diagnostizierten Kindern darauf hingewiesen
werden, darauf zu achten, dass ihr Kind möglichst keine
dieser "Stoffe" zu sich nimmt.
Wissen die Eltern das?
Ich vermute, dass die meisten Eltern
keinerlei Informationen von ihrem Arzt darüber erhalten.
Möglicherweise kennen viele Ärzte selbst den Zusammenhang
von Ernährung und Krankheit nicht. Woher auch? In ihrem
Studium beschäftigen sie sich, wenn überhaupt, nur
am Rande mit der Bedeutung einer ausgewogenen, vitalstoffreichen
Ernährung für die Gesundheit eines Menschen.
Besonders interessant finde ich persönlich
die Tatsache, dass bei ADS ähnliche Symptome zu beobachten
sind wie bei der biochemisch-enzymatischen Störung Kryptopyrrolurie
(KPU), die über eine Urinprobe leicht feststellbar ist und
relativ einfach - und vor allem mit geringem Kostenaufwand -
durch Gabe von Zink und Vitamin B6 behandelt werden kann.
Eine Behandlung, die allerdings der Pharmaindustrie keine großen
Gewinne machen lässt.
Da öffnet man dann doch lieber
die Türen zu Methylphenidat - und produziert es tonnenweise.
Ein Mittel, das unter dem Betäubungsmittelgesetz steht -
und allzu leichtfertig unter das Volk gebracht wird.
Was vermutlich den Wenigsten bewusst
ist, ist die Tatsache, dass sich jeder, der dieses Mittel einnimmt,
ohne eine entsprechende Diagnose von einem Arzt zu haben, strafbar
macht.
Wissen das die "Nutzer" von Methylphenidat?
Wissen das all die Studenten, die es
mittlerweile als Gehirndoping verwenden, um dem Leistungsdruck
standhalten zu können?
Wissen es die Eltern, die ihren Kindern
das Mittel verabreichen?
Wissen unsere Lehrer und Erzieher,
dass sie sich strafbar machen, wenn sie einem Kind das Mittel
verabreichen - auch wenn eine schriftliche Bestätigung des
Arztes vorliegt?
Ist unseren Ärzten bewusst, dass
sie dieses Mittel erst dann verschreiben dürfen, wenn eine
vorhergegangene nicht-medikamentöse Behandlung erfolglos
blieb?
Sind unsere Eltern darüber informiert,
dass ihr Kind dieses Mittel nur einnehmen darf, wenn die Behandlung
unter Aufsicht eines Spezialisten für Verhaltensstörungen
erfolgt?
Wissen unsere Ärzte, dass sie
strafrechtlich verfolgt werden können, wenn sie einem Kind
Methylphenidat verordnen, ohne eine entsprechende Anamnese durchgeführt
zu haben, die in der Regel 1 ½ Stunden dauert?
Methylphenidat - die Wunderdroge
Wir werden mit ihr noch Wunder erleben,
sofern wir tatenlos zusehen, wie sich dieses Mittel weiter ausbreitet.
Die Nebenwirkungen sind bekannt - und die Folgeschäden mit
allem drum und dran trägt dann wieder mal die Gesellschaft.
Doch das ist für uns ja nichts Neues.
Es ist nichts Neues, dass Symptome bekämpft werden,
anstatt die Ursachen zu erforschen und daran zu arbeiten.
Das fängt im Familienleben an, findet sich im Bildungssystem
wieder - und breitet sich Schritt für Schritt in allen Wirtschaftssektoren
aus:
Symptome mit allen Mitteln zu bekämpfen,
anstatt die Ursachen zu erforschen und an gemachten Fehlern zu
arbeiten.
Die Zeit ist reif!
Reif dafür, den Grundsatz von Ursache und Wirkung in allen
Lebensbereichen ins Bewusstsein zu rufen.
Ich freue mich auf eine rege Diskussion
auf der Seite von Egon W. Kreutzer!
Herzliche Grüße aus Oberbayern
Manuela Engl
28. Juli
2011
16.00 Uhr Die Gesundheit
der Kinder und der Stoffwechsel
Ein Beitrag von Sigrid Herwig
zu der auf dieser Webseite laufenden Debatte um Kindergesundheit,
Methylphenidat und psychische Störungen, ist heute zum Paukenschlag
geworden.
Die Barmer GEK teilt mit: 8,5
von 1000 ihrer Versicherten waren letztes Jahr wegen psychischer
Störungen im Krankenhaus - und das durchschnittlich 31 Tage
lang.
Die Fallzahl von Depressionen
und anderen psychischen Störungen, deren Schwere einen stationären
Aufenthalt notwendig macht, hat sich damit seit 1990 mehr als
verdoppelt.
17 Prozent aller Krankenhaustage
entfallen auf diese "seelischen" Krankheiten, mehr
als auf die Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Und das verursacht -
in Summe für alle gesetzlichen Krankenkassen - Behandlungskosten
von jährlich 5,5 Milliarden Euro.
Der Nutzen der stationären
Aufenthalte ist jedoch begrenzt. 30 Prozent der Patienten mit
psychischen Störungen kamen innerhalb von zwei Jahren mit
der gleichen Diagnose erneut ins Krankenhaus, jeder Zehnte überlebt
keinen Monat außerhalb der Klinik rückfallfrei.
Die Barmer zieht daraus den
Schluss, die Verzahnung der Kliniken mit ambulanten Psychotherapeuten
müsse verbessert werden, und das bei weniger Behandlungsstunden
und vermehrtem Einsatz von Gruppentherapien.
Prima, super Vorschlag!
Ja, so kann man mit Krankheiten
umgehen. Sich im Medizin-Betrieb bestmöglich darauf einstellen.
Warum wagt es die Barmer nicht,
angesichts dieser schrecklichen Statistik, den Finger in die
Wunde zu legen und die Lebensumstände der Patienten (und
derer, die sich gar nicht erst in Behandlung begeben) anzuprangern
und die Gesellschaft aufzurufen, den mörderischen Stress
eines unsinnigen und ruinösen "Wettbewerbs" endlich
zu beenden, die Gier, die diesen Irrsinn antreibt, zu ächten
und die Umverteilung von unten nach oben ebenso zu beenden, wie
die - nur der Werbung, dem Umsatz und Gewinn dienende - Reizüberflutung,
der wir andauernd ausgesetzt sind?
Hier, auf dieser Seite, werden
die Themen
Drogenmissbrauch,
Kindergesundheit,
Gesundheit überhaupt,
und
psychische Störungen
weiter im Brennpunkt stehen.
Beiträge engagierter Bürger stelle ich gerne online,
um den mir möglichen Beitrag zur Bewusstseins- und Meinungsbildung
zu leisten.
als ich diese Meldung der BEK las, dachte ich mir: Warum hat
es so lange gedauert, bis dieses Thema in der Öffentlichkeit
angekommen ist?
Die Auswüchse des menschenverachtenden Raubtierkapitalismus,
wo nur noch diejenigen Personen in der Arbeitswelt akzeptiert
werden, welche ohne zu murren einfach nur funktionieren, spielen
sicherlich eine große Rolle bei dieser neuen "Volkskrankheit".
Da die arbeitende Bevölkerung durch die tägliche
Konfrontation mit allen möglichen
Krisen permanent in Angst und "auf Trab" gehalten wird
und ständig um ihren Arbeitsplatz fürchten muss, funktioniert
die große Mehrheit der Masse exakt nach Plan der Elitenclique.
Wie bei allen anderen Volkskrankheiten (Herz-Kreislauferkrankungen,
Bluthochdruck und Diabetes), wäre auch bei psychischen Erkrankungen
eine Heilung relativ einfach möglich, ist aber von der Pharmaindustrie
nicht erwünscht, weil die Medikamenten- vergabe an diese
Patienten ein zu lukratives Geschäft ist.
Wie bei den zuerst genannten Zivilisationskrankheiten eine Hauptursache
in der krank machenden Ernährung liegt, so begründen
sich die psychischen Erkrankungen meistens durch den allgemeinen
Leistungsdruck und die mangelnde Unterstützung des Einzelnen
durch die Gesellschaft.
Hier etwas zu ändern, läge an uns allen selbst.Warum
dies nicht funktionieren wird, liegt klar auf der Hand, wenn
man sich diese sog. "Gesellschaft" einmal genauer anschaut.
Von Gemeinschaft kaum eine Spur! "Geiz ist geil"-Mentalität
und "jeder ist sich selbst der Nächste" herrscht
überall vor, und unsere Politiker fördern diese Zustände
nach Kräften durch systematische Zerstörung der Familien,
was aber ein anderes Thema ist und an dieser Stelle nicht weitergehend
erörtert werden sollte.
Eine weitere Ursache dieser neuen Volkskrankheit liegt noch
weitestgehend im Verborgenen und dürfte von den meisten
Lesern sicherlich als "Verschwörungstheorie" abgetan
werden (...) Die Stichworte lauten: Chemtrails, Mind Control,
SSSS-Wellen, HAARP. (...)
Nachdem ist heute Morgen einen Bericht gesehen habe, wonach
unsere Politiker häufig unter Alkoholproblemen leiden, frage
ich mich nun, ob all das, was man uns mit deren Billigung antut,
von denen gewollt ist, oder ob die alle schon so zugedröhnt
sind, dass sie selbst nicht mehr merken, was hier abgeht und
was der militärisch-industrielle Komplex
mit uns veranstaltet.
Mit freundlichen Grüßen
N.Wellenstein
26. Juli
2011
10.30 Uhr Methylphenidat
neuer Diskussionsbeitrag
Sehr geehrter Herr Kreuzer,
ADHS ist äußerst komplex und schwer zu diagnostizieren.
Weil auch die Ursachen bislang fast völlig unklar sind,
ist die systematische Symptombehandlung mit Chemiekeulen wie
Ritalin, Prozac etc. der falsche Weg.
Dem namenlosen Kommentator, dessen Zuschrift ich äußerst
anregend finde, möchte ich zunächst folgendes mitteilen.
Diagnosemethoden:
In der Tat gibt es keine Standarddiagnosemethode, um absolut
sicher ADHS zu diagnostizieren, zumal ADHS in unterschiedlichen
Ausprägungen nach Meinung von Fachleuten vorkommt.
Es müßen also verschiedene Methoden verwendet werden,
um halbwegs treffend ADHS diagnostizieren zu können. Nachfolgend
die Zitate des namenlosen Kommentators blau geschrieben.
Mittlerweile kennt man die Wirkungsweise
von Methylphenidat, das die Konzentration steigert.
Gehirn-Scans an Versuchstieren zeigten außerdem, daß
Ritalin - chemisch verwandt mit der Droge Speed - den Blutstrom
in alle Hirnbereiche um zwanzig bis dreißig Prozent senkt.
Das ist eine sehr beunruhigende Erkenntnis, weil sie auf eine
Schädigung des Gehirns hinweist. Die Droge Kokain verursacht
übrigens eine ähnlich starke Hemmung des Blutstroms.
So schreibt denn auch der Psychiater Dr. Peter Breggin: Stimulanzien
wie Ritalin und Amphetamine (...) schädigen das Hirn. Sie
reduzieren den Blutstrom, stören den Glukose-Metabolismus
und verursachen wahrscheinlich eine dauerhafte Schrumpfung oder
Atrophie [Verkümmerung] des Gehirns.
Ebenso unbewiesen ist der Zusammenhang
zwischen Zusatzstoffen und ADHS.
Das bedeutet aber nicht, das es diesen Zusammenhang nicht
gibt. Forschungen sind teuer und können sich meist nur Pharmakonzerne
leisten. Es gibt ca. 32.000 verschiedene Chemikalien und eine
unbekannte Zahl von Kombinationen daraus.
Es gibt aber einen starken Hinweis darauf. Denn:
The first direct evidence of a genetic link to attention-deficit
hyperactivity disorder has been found, a study says. Scientists
from Cardiff University, writing in The Lancet, said the disorder
was a brain problem like autism - not due to bad parenting.
Was verursacht diese Genschädigungen? Das chemische Substanzen
Gene verändern können ist unbestritten.
AD(H)S ist nicht erst im Computerzeitalter
entstanden - es existiert bereits seit Jahrtausenden!
Das bezweifel ich.
Im Großen und Ganzen sehe ich
die Gefahr, dass eine für bestimmte Personen möglicherweise
sinnvolle medizinische Untersuchung und Behandlung schlechtgeredet
wird ..
Da bin ich bei Ihnen. Doch die Zahl dieser "bestimmten
Personen" soll in Deutschland mittlerweile über 500.000
betragen. In Anbetracht der diagnostischen Unsicherheiten, sind
wohl viele Fehldiagnosen darunter.
Im Jahr 1993 wurden rund 35 kg von dem Wirkstoff an deutsche
Kinder verabreicht, im Jahr 2009 waren es nach Auskunft der Bundesopiumstelle
schon mehr als 1,7 Tonnen Metylphenidat, besser bekannt unter
Ritalin, Concerta oder Medikinet. Rein rechnerisch spricht man
von 20 Millionen Tagesdosen, eingenommen von Kindern, die unter
AD(H)S leiden. Oder von denen man das vermutet. Seit zwölf
Jahren beschäftigt sich Franz Horst Wimmer mit der Thematik
und er ist sich sicher, dass ein direkter Zusammenhang zwischen
der Einnahme dieser Medikamente und Kriminalität besteht.
Die Notwendigkeit einer medikamentösen
Behandlung bestimmter Krankheiten besteht, solange das persönliche
Lebensschicksal vom Bestehen einer schriftlichen Prüfung
abhängt.
Da mittlerweile auch gesunde Studenten Ritalin als "leistungsfördernd"
entdeckt haben, müßen wir neue Fragen stellen. Ein
durch leistungssteigernde Substanzen erzieltes Ergebnis ist Betrug.
Zumindest im Sport. Auch sei die Frage erlaubt, wann der Arbeitgeber
dahinterkommt, dass das täglich gelieferte Leistungsniveau
so gar nicht mit den Prüfungsergebnissen in Einklang zu
bringen ist. Gleiches gilt für an ADHS "Erkrankte".
Noch fehlen aussagekräftige Studien über die Langzeitwirkung
dieser Chemiekeulen. Einige Anzeichen sprechen dafür, das
diese mehr Schaden als Nutzen.
Seit 30 Jahren beobachte ich, wie der Mensch immer weniger
als Mensch zählt, sondern fast nur als "Leistungsträger"
wahrgenommen wird. Wobei die Frage auftaucht, was für eine
"Leistung" diese "Leistungsträger" in
einem System erbringen, welches dazu ausgelegt ist, wenige immer
reicher und eine stetig steigende Zahl Menschen immer ärmer
werden zu lassen.
Besten Gruß
Michael Poost
09.15 Uhr Showdown in den
USA
Fundamentalopposition der Republikaner,
den Präsidenten in die Knie zwingen, indem das ganze Volk
als Geisel genommen wird - vollkommen sinnlos die Zahlungsunfähigkeit
der Obama-Administration provozieren, für die doch George
Dabbeljuh mit seinen teuren Kriegen und den törichten Steuerentlastungen
für die Reichen die Grundlagen geschaffen hat, das ist der
Wahnsinn, der in den USA derzeit als "Politik" aufgeführt
wird.
Als die Revolverhelden durch
den Wilden Westen zogen, war es selbstverständlich, dem
Gegner wenigstens die Chance zu geben, als erster zu ziehen.
Was die Republikaner hier tun,
um mit aller Gewalt wieder an die Macht zu gelangen, ist in meinen
Augen erbärmlich, hinterhältig und feige.
Der nachstehende Beitrag ist
mit vollem Klarnamen bei mir eingegangen.
Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass ich diese Aussage
anonymisieren muss:
Guten Tag Herr Kreutzer
in meinem Bekanntenkreis wird dieses Medikament als Kokainersatz
geschätzt. Völlig legal und von der Krankenversicherung
bezahlt.
freundliche Grüsse
D.R.
25. Juli
2011
12.30 Uhr Psychotest für
Arbeitslose - vorläufig freiwillig
Nachdem zigtausende von Arbeitslosen
über viele Jahre mit ebenso sinn- wie ergebnislosen "Bewerbungstrainings"
traktiert wurden, hat die Bundesagentur für Arbeit nun ein
neues Programm in Planung:
Kompetenzdiagnostik
in vier Stufen
die Arbeitslosen füllen
einen Fragebogen aus und bewerten ihre Talente und Schwächen
auf einer Skala von eins bis fünf, auch die Selbsteinschätzungen
zu Kommunikations-, Konflikt- und Teamverhalten
sollen im Fragebogen abgeliefert werden
Die "Ergebnisse"
werden mit einem Arbeitsvermittler besprochen
soweit die Stufen 1 und 2,
die weiteren Stufen sind dann allerdings nicht mehr zwingend
Bestandteil dieses Verfahrens, da heißt es
Möglich ist auch ein Interview mit einem Psychologen
der BA.
Wer will, kann obendrein ein Assessment-Center besuchen
Die Teilnahme an den Tests ist zunächst freiwillig
- sowohl für die Arbeitslosen als auch für die gut
300 Jobcenter und 176 Arbeitsagenturen. Zugelassen sind Empfänger
von Arbeitslosengeld I und langzeitarbeitslose Hartz-IV-Bezieher.
Ich meine,
es ist ein Ding, mit einem
Psychologen, zu dem ich Vertrauen gefasst habe, eine Analyse
meiner Stärken und Schwächen vorzunehmen und daraus
eine Vorgehensweise zum verbesserten Umgang mit meinen Stärken
und Schwächen zu entwickeln
und es ist ein ganz anderes
Ding, in der üblichen Freiwilligkeit
"Die BA gibt Ihnen jetzt
die einzigartige Gelegenheit an einem Psycho-Test teilzunehmen
- Sie können das selbstverständlich ablehnen ..."
dem Sachbearbeiter im Job-Center,
zu dem sich seit Monaten ein Misstrauens-Verhältnis aufgebaut
hat, in einem Psycho-Fragebogen alles das zu verraten, worüber
ich aus allen möglichen Gründen, die nur mich selbst
etwas angehen, lieber nicht sprechen möchte.
und Isabel Horstmann war
es,
die als "Bewerbungstrainerin" im EWK-Verlag öffentlich
machte, dass der Großteil der sog. Bewerbungstrainings
im real existierenden Apparat der BA nichts als eine Farce war
und ist, um die in den Maßnahmen steckenden Menschen für
eine Zeit aus der Statistik zu entfernen und ihnen, nach Möglichkeit,
danach auch noch ein unbezahltes Praktikum angedeihen zu lassen,
was sich ebenfalls positiv auf die Statistik auswirkt.
Sie finden diesen Titel im
EWK-Verlag unter "Sachbuch Wirtschaft", hier
12.15 Uhr Professor Dr.
Gerald Hüther
wurde in einem Kommentar auf
dieser Seite angegriffen, der Kommentator hat um Anonymität
gebeten.
Der Ausgewogenheit halber möchte
ich auf ein Interview mit Prof. Hüther in der Zeitschrift
"Psychologie heute" hinweisen, durch das der Eindruck,
den die doch sehr einseitige Kritik hinterlassen hat, etwas korrigiert
werden könnte:
08.45 Uhr Die Methylphenidat-Ritalin
Diskussion kommt ins Rollen
und das durchaus kontrovers, hier zwei neue Stimmen zum Thema,
das offenbar durch den Einbezug der Simpsons leichter zugänglich
geworden ist.
hm....während ich hier diesen Kommentar von P. Schäfer
lese,
schaut sich mein 15 jähriger Sohn Simpsons an. Als ich
ihn frage, ob er weiß was Ritalin ist, lautet seine Antwort
"nein". Kurze Zeit später frage ich meinen 17
jährigen Sohn, ob er weiß was Ritalin ist. Auch er
beantwortet diese Frage mit einem nein, hakt aber noch nach und
möchte es von mir erklärt haben. Beide sind begeisterte
Simpsonsgucker.
An dieser Stelle möchte ich betonen, dass Simpsons, wie
es Sebastian schon schön erklärt hat, keine Kindersendung
ist. Und wenn sich ein Erziehungsberechtigter für sein Kind
interessiert, dann schaut er sich auch die Sendungen an, für
die sich ihre Sprösslinge begeistern.
"Dennoch sieht man daran, wie schon die Kleinen an die Normalität
des Gebrauchs solcher Mittel herangeführt werden"...mit
diesem Satz kann und will ich mich nicht anfreunden.
Ritalin ist ein Thema der Erwachsenen!
Wir leben in einer Gesellschaft, in der Kinder keinen Platz mehr
haben, sich frei entfalten zu dürfen.
Ich würde mich nicht an dieser Diskussion beteiligen, wenn
ich nicht aus eigener Erfahrung hier an dieser Stelle meine Geschichte
zu diesem Thema zu erzählen hätte.
Als mein erster Sohn geboren wurde, war der Sohn einer Freundin
von mir ca. 3 Jahre alt. Sie kam zu Besuch mit ihm und der Kleine
hatte kein Benehmen. War unentwegt damit beschäftigt etwas
zerstören zu wollen und die ganze Aufmerksamkeit auf sich
zu ziehen. Als ich sie darauf angesprochen hatte, warum sie ihm
keine Grenzen setzt, entschuldigte sie sich mit den Worten, der
Kleine hätte ADHS. Ich wollte mehr darüber erfahren
und hakte nach wer ihr das denn erzählt hätte. Na der
Kinderarzt.
Kurz darauf bekam sie eine richtig ordentliche heftige Ohrfeige
von ihrem Kleinen. Ich war entsetzt darüber, dass sie diesem
Ereignis keinerlei Beachtung gab und als Entschuldigung meinte
sie, dass der Kleine aus Verzweiflung handele weil ich nicht
wüßte wohin mit seiner überschießenden
Energie. Das konnte ich so nicht stehen lassen und begann mich
mit diesem Thema zu befassen. Ich wollte mehr darüber erfahren
und war entsetzt darüber wieviele Kinder mit diesem modekreierten
Wort "ADHS" diagnostiziert wurden.
Zwei Jahre später bekam ich meinen zweiten Sohn und meine
damalige Freundin ihre Tochter. Mein Sohn war gegenüber
meinem ersten sehr lebhaft. In unserer Gesellschaft nennt man
es "Hyperaktiv". Meine Freundin meinte damals, dass
es Anzeichen gäbe, dass er auch ADHS hätte und
ich ihn ruhig stellen könnte mit Antihistamynikum.
Was war das? Ein Mittel gegen Allergie was nach Einnahme zur
Folge hat, dass man müde wird. Sie erzählte mir, dass
sie das auch ihrer Tochter geben würde, damit sie besser
schläft. Ich bin bis heute noch entsetzt darüber, dass
man als Mutter überhaupt einen solchen Gedanken haben kann.
Lange Rede kurzer Sinn:
Würden wir Menschen Kinder ernst nehmen in
ihrem Verhalten,
dann gäbe es kein ADHS.
Mein ältester Sohn ist gegenüber dem jüngeren
sehr ruhig. Es sind ihre Persönlichkeiten und Charaktere,
die sie im Laufe ihres Heranwachsens entwickelten. Als Mutter
habe ich die Verantwortung, sie in ihrer Entwicklung zu fördern.
Das bedeutet auch, dass man sie ernst nimmt und sich fragt, warum
entwickelt mein Kind jetzt genau dieses Verhalten. Kinder brauchen
Grenzen. Das gibt ihnen Sicherheit, dass alles in Ordnung ist.
Sie provozieren im Laufe ihrer Entwicklungsphasen immer wieder
Situationen um zu testen wo ihre Grenzen liegen.
Leider leben wir in einer Gesellschaft wo Eltern keine Zeit mehr
haben ihre Kinder zu erziehen, sie ernst zu nehmen, ihr Verhalten
zu analysieren und einfach nur mit ihnen zu LEBEN.
Dann bedarf es eben einer "Diagnostik", einer neuen
"Erkrankung", ja und nicht zu vergessen einer neuen
"Wunderpille" die dafür sorgt, dass jegliche Entwicklungssationen
eines heranwachsenden in eigenständige Persönlichkeit
gestört wird, damit es gelingt Menschen von Anbeginn ihres
Lebens in eine Schublade stecken zu können.
MFG
Monika R.
ein mir recht gut
bekannter junger Mann, der darum bittet, seinen Namen nicht zu
nennen, hat in dem nachstehenden Beitrage eine ganz andere Sicht
auf die Thematik beschrieben. Ich will diesen Diskussionsbeitrag
nicht unterdrücken, vielleicht führen seine Thesen
ja zu neuen Erkenntnissen, wenn man sie in die Diskussion einbezieht.
Egon W. KreutzerOft genug habe ich
zu den Paukenschlägen ja geschwiegen. Wenn fragwürdige
Autoritäten unter Berufung auf fragwürdige Quellen
fragwürdige Behauptungen aufstellen, dann sehe ich mich
gezwungen, dem Geschriebenen zu widersprechen. Im Paukenschlag
und in den verlinkten Webseiten des unbekannten Autors (Impressum
fehlt) heißt es:
- Es gibt keine bekannte organische Ursache für ADHS.
Als Begründung wird ein Aufsatz von 1999 herangezogen. Bekanntlich
verdoppelt sich das medizinische Wissen alle zehn Jahre, so dass
ein Aufsatz von 1999 genauso veraltet ist wie ein Aufsatz von
1899. Die selektive Auswahl veralteter Quellen sollte jeden Leser
misstrauisch stimmen.
- Georg Feuser behauptet, "dass es bis heute keinen einzigen
objektiven Beweis dafür gibt, dass das, was wir als ADHS
diagnostizieren, überhaupt existiert." (Interview)
Georg Feuser (*1941) ist Pädagoge und kein Mediziner. Vermutlich
beruft
er sich ebenfalls auf den im Jahr 1999 erschienenen Aufsatz.
- Es gibt kein allgemein akzeptiertes Diagnoseverfahren für
ADHS.
Als Begründung wird ein Schweizer Handbuch von 2002 herangezogen.
Mittlerweile gibt es unterschiedliche Testverfahren für
ADHS, die idealerweise in Kombination mit einem persönlichen
Interview eingesetzt werden. Ich habe selbst Erfahrung mit einer
Kombination unterschiedlicher Testverfahren gesammelt. Ein solcher
Test dauert zwei
Stunden und kostet dementsprechend. Ein Testverfahren besteht
beispielsweise darin, während eines vorgegebenen Zeitraums
einen bestimmten Buchstaben (z.B. "a" oder "b")
innerhalb eines Textes zu markieren. Aufgrund der Anzahl der
erkannten Buchstaben lässt sich dann die Schwere der AD(H)S-Erkrankung
abschätzen. AD(H)S führt dazu, dass kleingedruckte
Buchstaben innerhalb eines unübersichtlichen Textes nicht
erkannt werden, beispielsweise Telefonnummern im Telefonbuch.
AD(H)S-Betroffenen gleichen dies aus, indem sie beispielsweise
die Auskunft anrufen oder bei Freunden nachfragen. Methylphenidat
ermöglicht den Betroffenen beispielsweise, selbständig
ein Telefonbuch zu lesen.
- Der Wirkmechanismus von Ritalin im Gehirn ist nicht hinreichend
geklärt.
Als Begründung wird ein Schweizer Handbuch von 2002 herangezogen.
Mittlerweile kennt man die Wirkungsweise von Methylphenidat,
das die Konzentration steigert. Beim Autofahren ist eine zu hohe
Methylphenidatdosis beispielsweise unerwünscht, weil sie
die Aufmerksamkeit des Fahrers auf einen einzigen Punkt lenkt.
Eine zu geringe Methylphenidatdosis könnte wiederum dazu
führen, dass Verkehrszeichen übersehen werden. Für
die Benutzung von Bus und Bahn ist eine Methylphenidateinnahme
nicht immer notwendig.
- Professor Gerald Hüther, Neurobiologe und Hirnforscher
an der
Universiät Göttingen
wird gerne als Experte zum Thema ADHS zitiert. In der Amazon-Rezension
seines Buchers heißt es: "Da schreibt jemand ein Buch
über ein Thema, gibt aber selbst an,
1. niemals ein Kind mit ADHS behandelt zu haben [...]
Er weicht direkten Fragen über seine Studie immer aus und
die übrigen Beteiligten der Studie distanzieren sich ganz
klar von seinen (im günstigsten Fall) spekulativen Aussagen."
"Ich erinnere mich beim Lesen dieser Zeilen daran, daß
Herr Prof. Hüther Fragen zur Therapie unserer Kinder im
Anschluß an seine häufigen öffentlichen Auftritte
damit auszuweichen beliebt, daß er anführt, kein Kliniker
zu sein."
Zudem wird der Vorwurf erhoben, dass einige Erkenntnisse durch
Überdosierung im Tierversuch zustandegekommen sind.
Gerald Hüther hat also keine praktische Erfahrung im
Umgang mit ADHS-Patienten, sondern schreibt nur über sie,
indem er Ergebnisse aus Tierversuchen überträgt!
- "Ältere, mittlerweile verworfene Ansätze
führten ADHS auf einen
Phosphatüberschuss in der Nahrung zurück, was jeglicher
wissenschaftlichen Grundlage entbehrt." (Wikipedia)
Ebenso unbewiesen ist der Zusammenhang zwischen Zusatzstoffen
und ADHS. Es gibt zwar mittlerweile Speiseempfehlungen für
ADHS-Betroffene, die zwar lecker schmecken, aber Körnerfressen
kann keineswegs eine medizinische und psychologische Therapie
(u.U. mit Methylphenidat) ersetzen.
- "Anregungen am Computer [...] belasten die kindliche
Psyche stark"
Computer haben die Handlungsmöglichkeiten für Kinder
und Jugendliche enorm ausgeweitet. 13-jährige können
im Computer ein Weltreich erobern oder Bundeskanzler spielen,
aber wählen dürfen sie nicht. 13-jährige können
Wikipedia-Artikel schreiben, aber ihre Zeugnisse müssen
sie von den Eltern unterschreiben lassen. 13-jährige können
weltweit mit Bekannten chatten, aber die Eltern entscheiden nach
wie vor, wer sie zu
Hause besuchen darf.
Computerspiele und Internet sind Ausgleichsmechanismen für
die gesetzlich vorgeschriebene Ohnmacht der Jugendlichen. Was
belastet die kindliche Psyche? Unvollständige Aufzählung
aus dem weiteren Bekanntenkreis: Familienstreit, Fernsehen
(u.a. Tagesschau), Filme, Geldsorgen, Halloween-Masken, Hundebisse,
Indianerspiele mit Messer, Lehrer, Liebeskummer, Mobbing, Prügeleien,
Scheidung, Schule, sexueller Missbrauch, Tod der Schwester, Verkehrsunfälle.
Alles Ereignisse, die auch schon vor der Erfindung des Internets
existiert haben.
AD(H)S ist nicht erst im Computerzeitalter entstanden - es
existiert bereits seit Jahrtausenden! Früher war es leichter
mit den möglichen Auswirkungen eines unbehandelten AD(H)S-Syndroms
zu leben:
- Arbeitslosigkeit (war früher kein Problem, es gab immer
irgendwelche
Aushilfsjobs für jedes Ausbildungsniveau)
- Führerscheinverzicht (Autos erfordern ständige Konzentration
-
Pferdekutschen nicht)
- Schulabbruch (es gab früher genügend Jobs für
Schulabbrecher)
Im Großen und Ganzen sehe ich die Gefahr, dass eine
für bestimmte Personen möglicherweise sinnvolle medizinische
Untersuchung und Behandlung schlechtgeredet wird und stattdessen
wirkungslose oder sogar schädliche Hausmittel ("Obstsalat
und Ohrfeigen") als Therapie angepriesen werden.
Die Kritik am Schul- und Prüfungssystem ist sicherlich
berechtigt.
Die Notwendigkeit einer medikamentösen
Behandlung bestimmter Krankheiten besteht, solange das persönliche
Lebensschicksal vom Bestehen einer schriftlichen Prüfung
abhängt.
Die Alternative dazu wäre eine komplette Reorganisation
des Schul- und Prüfungssystem (Wahl zwischen Hausarbeit,
mündlicher und schriftlicher Prüfung, Würdigung
der Gruppenarbeit), des Arbeitssystems (individuelle Auswahl
der Arbeitsaufgaben statt vorgegebener Organisationsstruktur)
und des Verkehrssystems
(flächendeckender Bus- und Bahnverkehr).
(bitte ohne Namensnennung veröffentlichen)
24. Juli
2011
Das Bild vom Sonntag
23. Juli
2011
14.00 Uhr Der Schrecken
von Oslo
steckt mir noch in den Gliedern, ein fürchterliches
Gemetzel, mit dem einen, einzigen tröstlichen Gedanken dabei:
Es war wohl ein psychisch Kranker, schwere Paranoia, vermutlich,
Wahnvorstellungen eines ansonsten perfekt funktionierenden Gehirns.
Früher hätte man den Exorzisten gerufen um die Dämonen
auszutreiben. Heute fragt man die Psychiater nach der Schuldfähigkeit
...
Heute Abend bin ich in Pfaffenhofen an der Ilm, der renommierte
Journalist und Dokumentarfilmer FULVIO GRIMALDI hat "Unter
den Bomben der Nato" eine Rundreise
durch Libyen gemacht. Darüber wird er dort berichten, seinen
aktuellen Dokumentarfilm "Maledetta primavera - Verfluchter
Frühling" im
Kino CINERADOPLEX zeigen und anschließend in Gespräch
und Diskussion zur Verfügung stehen. Einen kleinen Vorgeschmack
darauf gibt es im Internet - und weil die wenigsten meiner Leser
heute noch den Weg nach Pfaffenhofen finden werden, hier der
Link
und dann habe ich gerade eben
noch diesen Eintrag in meinem Gästebuch gefunden, den ich
auch gerne hier in die aktuelle Spalte packe:
Thema:
Ritalin
Kommentar:
Vor einigen Monaten habe ich in einer Sendung`"Die Simpsons"
gehört daß der kleine Bart Simpson zu seiner Schwester
sagte, daß er noch sein Ritalin nehmen müsse -- und
das in einer Kindersendung -
Schäme sich der, der Schlechtes darüber denkt.
Dennoch sieht man daran, wie schon die Kleinen an die Normalität
des Gebrauchs solcher Mittel herangeführt werden.
Eine Zeitschrift, die sich mit solchen Themen sehr intensiev
auseinandersetzt nennt sich : Mehr wissen - besser leben. Falls
nicht bekannt: Es gibt sie schon seit einer Reihe von Jahren
und sie ist wirklich lesenswert. Das soll keine Schleichwerbung
sein und mein Beitrag kann gerne gelöscht werden, wenn er
nicht ins Programm paßt.
Herzlich Grüße aus Bayern
P. Schaefer
und für alle, die Bart Simpson nicht kennen,
hier eine typische Szene
tja, und natürlich gibt
es auch Stimmen, die Ritalin bei den Simpsons für
satirisch-ironische Gesellschaftskritik vom Feinsten halten.
An alle, die das auch
so sehen, die Bitte:
Verbreiten Sie diese
Sichtweise!
Das ist ganz im Sinne unserer Intention!
Thema:
Ritalin bei den Simpsons
Kommentar:
Der Hinweis auf Ritalin bei den Simpsons darf wohl nicht so
verstanden werden, dass es das Natürlichste auf der Welt
ist, es zu nehmen und dass Kinder daran herangeführt werden
sollen.
Die Simpsons sind keine Kindersendung, wenngleich von Kindern
gerne gesehen. Wer die Sendung aufmerksam verfolgt, findet darin
durch Übertreibung, Satire, Ironie, zuweilen auch Sarkasmus
ausgedrückte Gesellschaftskritik vom Feinsten!
Sebastian Sachs
22.
Juli 2011
09.45 Uhr Rettung für
Hellas? Europa? Euro? Deutschland? Frankreich?
Der gestrige Beschluss, den
ich zugegebenermaßen seit gestern Abend in ungefähr
20 verschiedenen Versionen gehört und gelesen habe, der
Beschluss, in dem volltönend behauptet wird, unter Beteiligung
der privaten Gläubiger würde wer weiß was alles
gerettet, rettet in erster Linie die privaten Gläubiger.
Selbst die sogenannte Beteiligung
der privaten Gläubiger an sogenannten "Kosten"
der Rettung sieht wohl so aus, dass den privaten Gläubigern
angeboten wird (sie retten ja freiwillig mit) Papiere, deren
Marktwert bei 50% des Nominalwertes liegt einzutauschen, in Papiere,
mit einen Nominalwert von 80% der alten Papiere.
Der bereits eingetretene Verlust,
den die Märkte durch ihr spekulatives Handeln herbeibeführt
haben, soll ihnen also zu rund zwei Dritteln "ersetzt"
werden. Schöne, freiwillige Beteiligung.
Dass man gleichzeitig - in
noch nebulösen Formulierungen - die Gründung eines
europäischen Währungsfonds verkündet, der zunächst
einmal Griechenland von den "Märkten" abkoppeln
soll, ist nur ein neuer Name für die kürzlich als Lösung
gehandelten "Euro-Bonds".
Wo soll der EWF (sollte er
denn kommen und so heißen) das Geld hernehmen? Die pekuniäre
Selbstkastration der modernen Industriestaaten macht es unumgänglich,
die Rettungsmilliarden erst zu leihen, bevor man sie an den Schuldner
durchreichen kann, damit der sie postwendend als Tilgung an die
gleichen Gläubiger zurückreicht.
Vor ungefähr sechs Wochen
war ich im Gespräch mit der Redaktion der Zeitschrift BIG,
dem vierteljährlich erscheinenden Organ von Business Crime
Control e.V., über einen Artikel für das in diesen
Tagen erschienene Sommerheft. Wir wählten den schon ein
Jahr alten Paukenschlag "Europhrenie" aus - und als
ich das druckfrische Heft vorgestern in Händen hielt und
meinen alten Artikel noch einmal las, war ich fast erschrocken,
wie aktuell und zutreffend diese damaligen Überlegungen
doch zu den nun getroffenen (Fehl-)Entscheidungen passen.
Der gestrige Paukenschlag
stieß auf ein sehr vorsichtiges Interesse, das war uns,
als wir uns dieses Themas annahmen, schon bewusst. Schließlich
handelt es sich in der Breite der Berichterstattung nach wie
vor um ein absolutes Tabu-Thema.
Ein Thema, das man langsam
und in kleinen Happen servieren muss, daher hier heute weitere
Informationen, die alarmieren sollten. Die Schweizer Info-Seite
"Psychologische ADHS-Therapie" berichtet über
ein Referat des renommierten Hirnforschers Prof. Gerald Hüther,
der unter anderem warnt:
"Ergebnisse in
Tierversuchen lassen befürchten, dass das Mittel die Ausreifung
des Dopamin-Systems irreversibel schädigt und dass Spätschäden,
wie die gefürchtete Parkinsonkrankheit auftreten könnten."
Das ist der Titel des jüngsten
Paukenschlags, der in guter und intensiver Zusammenarbeit mit
Manuela Engl auf der Basis der umfassenden, engagierten Arbeit
von Franz Horst Wimmer entstanden ist. Angefangen hat mein aktuelles
Interesse für die Gesamtproblematik durchaus mit der Studie
der DAK zur Kindergesundheit, die ich vor gut zwei Wochen aufgegriffen
hatte. Herzlichen Dank an dieser Stelle an alle, die sich an
der durchaus wertvollen Diskussion darüber beteiligt haben,
danke auch für den Hinweis auf die heute angesprochene Problematik,
der mich im Durchschauen der gesamtgesellschaftlichen Zusammenhänge
ein gutes Stück weitergebracht hat.
Bedenkt man, dass die Kindergärtnerin,
die einem Kind, auf Bitten der Mutter, täglich zur festgesetzten
Zeit, die vom Arzt verordnete Pille verabreicht, sich nach geltendem
Recht strafbar macht, bedenkt man, dass die so "therapierten"
Kinder nicht nur erhebliche Nebenwirkungen fürchten müssen,
sondern von dem amphetaminähnlichen Wirkstoff auch eine
nicht zu vernachlässigende Suchtgefahr ausgeht, bedenkt
man ferner, dass die eigentlichen Ursachen für Auffälligkeiten
von Kindern oft gar nicht erst gesucht werden, dass alternative
Therapien ohne ernsthafte Prüfung verworfen werden, dann
drängt sich der Gedanke auf, dass hier womöglich, an
den vitalen Interessen der Betroffenen vorbei, nur ein gigantisches
Geschäft betrieben wird.
Dass die Drogen zudem längst
auch außerhalb der zugelassenen Anwendungsfälle als
Modedroge angeboten und konsumiert werden, ist nur ein weiterer
Aspekt eines Skandals, der noch längst nicht von allen,
die es wissen oder wissen könnten - und wissen sollten (!),
auch so benannt wird.
ich habe mit viel Interesse Ihre Gedanken zur Kindergesundheit
und die Leserreaktionen dazu verfolgt. Jetzt muss ich auch etwas
dazu loswerden:
Es wurde schon erkannt, dass die Schuld an der Misere sowohl
an den Eltern als auch an der Gesellschaft liegt. Bevor viele
Leser jetzt aufschreien: Eltern sind IMMER in der Verantwortung
für ihre Kinder. Darüber gibt es nichts zu diskutieren.
Sich über so Grundlegendes wie die richtige Ernährung
zu informieren und dafür zu sorgen, dass der eigene Nachwuchs
gesund ernährt wird ist nun einmal die Pflicht der Eltern.
Da gibt es keine Ausreden. Mangelnde Information, Verwirrung
und Verschleierung durch Industrie und Politik oder ähnliches
lasse ich nicht gelten. So gesehen muss ich Hrn. Suxdorf voll
und ganz zustimmen. Viele Probleme in der Ernährung unserer
Kinder sind der Dummheit, Bequemlichkeit, dem Zeitmangel oder
Ignoranz der Elter geschuldet.
Dass die aktuelle Elterngeneration zum Teil ebenfalls, sagen
wir mal, ein wenig eigenartig ist, ist ein anderes Thema und
das will ich hier nicht weiter vertiefen. Ich sage nur soviel,
um zu veranschaulichen, was ich meine: wenn z.B. früher
ein Lehrerdie Eltern über Verfehlungen ihrer Sprößlinge
informiert hat, haben das die Eltern aufgenommen und meistens
zu Hause erzieherische Maßnahmen eingeleitet. Und heute...!?
Eine nicht ganz unerhebliche Teilschuld trifft jedoch unsere
Gesellschaft. Wir erleben an vielen für unsere Gesellschaft
wichtigen Themen die Auswüchse mangelnder Verantwortlichkeit.
Unsere Eliten in Wirtschaft und Politik stehen über Gesetzen
und Ethik und agieren auch entsprechend. Schließlich haben
sie nichts zu befürchten und können sich wunderbar
hinter unserer Religion ?Markt? verstecken. Nur frage ich mich
immer wieder, wenn doch der Markt alles regeln kann und soll,
und die Gesetze der freien Marktwirtschaft gelten sollen, warum
werden dann z.B. die an den letzten Gammelfleisch-Skandalen beteiligten
Firmen nicht öffentlich benannt? Wieso kommt kein Warnhinweis
in das Regal beim Händler ?Dieses Spielzeug kann erhöhte
Anteile von Schadstoffen enthalten?. Dieses wären doch zwei
sehr einfache Maßnahmen, um dem Markt die Regulierung von
Missständen zu überlassen. Wir als Endverbraucher können
unsere Marktmacht doch gar nicht nutzen, wenn wir informationstechnisch
benachteiligt werden.
Und wo bleibt in vielen Themen in Zusammenhang mit unseren Kindern
der Staatsanwalt? Jedes Mal, wenn ich irgendwo lese, das in Babyflaschen,
Schnullern, Spielzeug usw. erhöhte Werte von krebserregenden
Zusätzen und anderen Giftstoffen gefunden wurden, frage
ich mich, ob dieses für die beteiligten Firmen juristische
Folgen hat. Und wenn nicht, warum? In JEDEM Konzern gibt es Geschäftsführer,
Vorstände, Aufsichtsräte, Gebiets- und Produktserien-Leiter.
Wo bleiben da die Strafanzeigen wegen Körperverletzung?
Es sollte wenigstens einige wenige Bereiche in unserer Gesellschaft
geben, in denen wir nicht mit uns spaßen lassen. Und unsere
Kinder sollten hierbei an oberster Stelle stehen. Jeder Konzern
oder Politiker, der sich an unserem Nachwuchs vergeht, sei es,
wenn er ihnen mittels dummer Schulreformen die Kindheit raubt
oder wenn ihre Gesundheit durch Kostensenkungsmaßnahmen
gefährdet wird, sollten ohne Ausnahme die volle Wirksamkeit
unserer Justiz zu spüren bekommen.
Rückblickend auf heute werden in einigen zig Jahren die
Menschen den Kopf über unsere Dummheit schütteln. Wir
vergiften uns selbst für ein wenig Geld. Wir werfen uns
selbst Chemie zum Fraß vor, von denen niemand weiß,
wie es in Kombination miteinander in unserem Körper wirkt.
Wir vergiften uns mit den Dingen, die uns umgeben: krebserregende
Baustoffe, Farben, Plastik. Wir vergiften ? aus Profitgier und
Bequemlichkeit ? unsere Umwelt und Lebensgrundlage. Und dies
alles für ein paar Bits und Bytes in einem Bankcomputer
oder ein paar bunte Papierfetzen. Wenn man sich dies alles so
vor Augen führt, wäre ich für ein baldiges Aussterben
der Spezies Mensch. Trotz einiger rühmlicher Ausnahmen wie
Ihnen, lieber Herr Kreutzer. :-)
Ich wünsche mir und Ihren Lesern noch viele interessante
und ähnliche Diskussionen anregende Artikel und Gedankenspiele
von Ihnen. Und Ihnen noch viel Kraft un Hingabe, weiter so treffend,
scharfsinnig und dabei doch so leicht verständlich auf die
Misstände unserer Gesellschaft aufmerksam zu machen.
17.15 Uhr Noch eine Wortmeldung,
die ich gerne mit Ihnen teile:
Dass mit unserem Geld etwas nicht stimmt, fiel mir vor einigen
Jahren in meiner Ausbildung zum Bankkaufmann auf. Für mich
war es als Lehrling unklar, warum es so etwas wie Inflation geben
müsse. Denn auf meine Frage, warum es sie gibt, antworteten
meine damaligen Berufsschullehrer (!), Bankausbilder (!) und
Bankmitarbeiter (!) genau so: Das ist eben so, das muss so sein!
Ich fand diese Antwort irgendwie unbefriedigend und machte
mich auf die Suche nach einer befriedigenden Antwort. Mir wollte
einfach nicht in den Kopf, dass etwas, was wir Menschen uns selbst
schaffen (Geld), immer weniger Wert werden MÜSSE. Wieso??
Weshalb?? Warum??
Im Zuge meiner Überlegungen und Recherchen (nicht immer,
aber dafür immer mal wieder) entdeckte ich irgendwann, ich
weiß auch nicht mehr wie und weshalb, die Internetseite
von Prof. Bernd Senf. Toll!!
Hier fand ich das erste Mal seit Jahren Antworten auf meine
vielen Fragen rund ums Geld. Und, selbstverständlich, kam
ich aus dem Staunen nicht mehr heraus. Auch aus dem Erschrecken
kam ich nicht mehr heraus, denn ich fing an, überall Konsequenzen
des (be)herrschenden Geldsystems zu erkennen.
In der Zwischenzeit nämlich bin ich vom Banker zum Psychologen
geworden und sehe tagtäglich Folgen dieses Systems. Mittlerweile
muss ich bei der Frage danach, warum unsere Gesellschaft immer
mehr Krankheiten entwickelt (siehe die neulich stattfindende
Diskussion zum Thema Kindergesundheit) nur noch traurig den Kopf
schütteln.
Wenn man sich tatsächlich darüber wundert, warum
eine Gesellschaft immer kränker wird, die als einzigen gangbaren
Weg ihres Wirtschaftens den sieht, der ihr exponentielles Wachstum
verschafft (und schaffen MUSS), hat man immer noch nicht ganz
verstanden, dass dieses Geld es nicht anders zulässt!
Wir tun genau das, was das Geldsystem von uns verlangt! Wir
versuchen mit aller Kraft exponentiell zu wachsen, weil sonst
der Zusammenbruch droht. Systeme tendieren stets dazu, sich selbst
aufrechtzuerhalten, völlig egal ob es andere, bessere, nachhaltigere
Systeme gibt. Uns gelingt es nicht, nach Veränderungen
zu streben, weil wir Angst vor Veränderungen haben, Angst
davor haben, neue Wege zu gehen und bei manchen Wegen zu scheitern.
Deswegen halten wir krampfhaft an einem System fest, dass wir
zumindest kennen, weil es uns scheinbar unsere Zukunft besser
erkennen lässt, auch wenn sie schlecht ist.
Lieber sehenden Auges in den Untergang, als blind in die Zukunft!
Dieses System produziert in zunehmendem Maße Krankheit
(egal welcher Art, ob geistig oder körperlich), da exponentielles
Wachstum (auf Dauer) krank ist. Es gibt nun mal nichts, was dauerhaft
exponentiell wächst, und das ist auch gut so! Die Menschen
müssen immer mehr, immer schneller wirtschaften. Dass da
zuerst einige, später immer mehr und noch später immer
noch schneller noch mehr auf der Strecke bleiben, ist doch völlig
normal. Normal für dieses System zumindest.
Auch in meiner Fachrichtung gibt es die Fragen nach dem Warum
nehmen psychische Erkrankungen scheinbar zu?. Für
mich ist das völlig logisch! Wir alle tun das, was das System
von uns verlangt, wir wachsen, und zwar exponentiell! Und exponentielles
Wachstum hat nun mal Folgen...
Mit freundlichen Grüßen aus dem Spreewald
A. S.
Dipl. Psychologe
11.55 Uhr Prof. Hankel:
Die Demokratie in Griechenland wird abgeschafft
Immer wieder verweise ich gerne auf die klaren Äußerungen
von Prof. Hankel, regelmäßige Leser meiner Seiten
wissen das, daher auch jetzt, unkommentiert, weil es vollständig
meiner Meinung entspricht, der Link auf das
12.40 Uhr Die Stadt vom
Tyrannen befreien - das sollst du am Kreuze bereuen
Das Attentat gegen Adolf Hitler
ist, wie wir alle wissen, misslungen. Als die Bombe vor 67 Jahren
am 20. Juli 1944, kurz nach 12.40 Uhr explodierte, befand sich
Hitler außerhalb des Gefahrenbereichs. Claus Schenk Graf
von Stauffenberg und viele seiner Mitverschwörer wurden
- weniger als ein Jahr vor der bedingungslosen Kapitulation der
deutschen Streitkräfte - hingerichtet.
Der Mut dieser Männer
war darauf gerichtet, ein zynisches, menschenverachtendes, despotisches
Regime zu beseitigen und eine neue Ordnung zu schaffen. Eine
neue Ordnung, in der Recht und Gesetz, Parlament und Bürgerwille
wieder Vorrang erhalten sollten, vor dem Willen eines selbstherrlichen
Führers.
Wir haben, in unserer neuen
Geschichte, als Bürger der Bundesrepublik Deutschland den
Schritt in eine echte Demokratie getan, wir haben uns an die
Gesetzmäßigkeiten der Gewaltenteilung gewöhnt
und sie lieb gewonnen, und diejenigen, die in den jungen Jahren
der Republik groß geworden sind, wurden groß im Vertrauen
darauf, in einem Rechtsstaat zu leben, dessen Gesetze ungeachtet
der Person Gültigkeit besitzen und durchgesetzt werden.
Dass wir darüber auch unsere nationale Identität und
unsere nationalen Interessen verdrängt haben, soll nicht
unerwähnt bleiben, doch handelt es sich dabei um eine Pendelbewegung,
die - ohne neuen, extremen Anstoß - doch auch irgendwann
wieder in einer vernünftigen Mittelposition zur Ruhe kommen
wird.
Schlimm ist festzustellen,
wie wenig von dem übrig geblieben ist, was nach dem Ende
des Dritten Reichs, als Demokratie und als Freiheit von Willkür,
leuchtend aufschien. Mir wird das immer erst bewusst, wenn wieder
ein neuer, konkreter, von den Medien meist unbeachteter Fall
von Gesetzesbeugung, von Untätigkeit, ja von bewusster Missachtung
der Regeln, die für alle Gesetz sein sollten, auf den Tisch
kommt.
Hier ist so wieder so ein Fall,
der m.E. alle Voraussetzungen erfüllt, energisch auf die
Einhaltung von Recht und Gesetz durch die Organe des Staates
zu pochen.
Es ist nicht harmlos, was
Harald Thomé da anprangert.
Auch wenn man es leicht verharmlosen könnte.
Arbeitsüberlastung, menschliche
Fehler, schlechte Organisation, unklare Zuständigkeiten
- alles das mag dazu beitragen, entschuldigt es aber nicht.
Es ist ein Zeichen der unaufhaltsamen
Erosion der Demokratie, ein Prozess, in dem in immer schnellerer
Folge hinter der demokratischen Fassade so etwas wie Willkür
sichtbar wird.
Wehret den Anfängen!
Und sollte es für das
Erwehren der Anfänge schon zu spät sein, so ist es
doch immer noch Zeit genug, Harald Thomé und seinen Kampf
gegen die beharrliche Ignoranz und Arroganz der Behörden
zu unterstützen.
Sehr geehrte Damen und Herren,
nachstehende Pressemitteilung haben wir am heutigen Tage rausgegeben,
wir wären erfreut, wenn dies entsprechende Beachtung finden
würde.
Für Rück- und Nachfragen steht Ihnen Harald Thomé
unter 0176 564 566 65 zur Verfügung.
Tacheles PM vom 20.07.2011
==========================
Erwerbslosenverein Tacheles wirft Hartz IV-Jobcentern in
Bayern und Baden-Württemberg vielfachen Rechtsbruch vor
Harald Thomé, Vorsitzender des Erwerbslosen- und Sozialhilfevereins
Tacheles aus Wuppertal und Referent für Arbeitslosenrecht
hat im Juni 2011 bei 135 Jobcentern in Bayern und Baden-Württemberg
Anträge nach dem Informationsfreiheitsgesetz (IFG) gestellt.
Nach diesem Gesetz hat jeder Bürger einen Anspruch auf Weitergabe
von amtlichen Informationen von Bundesbehörden. Das IFG
hat zum Ziel, das Vertrauen zwischen Staat und Bürgerinnen
und Bürgern zu stärken, indem öffentliches Verwaltungshandeln
transparenter und nachvollziehbarer gemacht wird. Soweit die
Theorie, die mit der Hartz IV-Realität nicht allzu viel
gemein hat.
Harald Thomé hat sich zur Aufgabe gemacht, in Sachen
Hartz IV behördliche Verwaltungsanweisungen ans Licht der
Öffentlichkeit zu bringen und somit das Behördenhandeln
für Betroffene und deren Berater transparenter zu machen.
Der Verein Tacheles hat 2006 bereits in Sachen IFG bundesweit
Aufsehen erlangt, weil er gegen die Bundesagentur für Arbeit
geklagt und sie dazu gezwungen hat, ihre internen Weisungen zum
Arbeitslosengeld im Internet zu veröffentlichen.
Thomé hat im Juni 2011 bei 135 Jobcentern in Bayern
und Baden-Württemberg Anträge nach dem Informationsfreiheitsgesetz
gestellt und beantragt, dass diese Verwaltungsanweisungen und
Richtlinien zu den Unterkunftskosten, zum Bildungs- und Teilhabepaket,
aber auch zur Erstausstattung von Wohnraum und Bedarfen bei Schwangerschaft
und Geburt an ihn herauszugeben.
Solche Informationen sind nach dem IFG unverzüglich,
spätestens aber innerhalb eines Monats, herauszugeben (§
7 Abs. 5 IFG). Diese Monatsfrist ist jetzt abgelaufen und die
Ergebnisse sind so katastrophal, dass sie veröffentlicht
werden müssen:
In Bayern wurden 88 Anträge gestellt, in 58 Fällen
wurde überhaupt nicht geantwortet (65,9 %), in 11 Fällen
wurden die begehrten Unterlagen vollumfänglich herausgegeben
(12,5 %), in 17 Fällen wurden teilweise oder unvollständige
Unterlagen herausgegeben (19,3 %) und in 3 Fällen erbaten
sich die Job-center eine Nachfrist.
In Baden-Württemberg wurden 47 Anträge gestellt, in
30 Fällen wurde nicht geantwortet (63,8 %), in 13 Fällen
wurden die begehrten Unterlagen vollumfänglich weitergegeben
(27,6 %), in 4 Fällen wurden teilweise oder unvollständige
Unterlagen weitergegeben (8,5 %).
Demnach haben 88 Jobcenter trotz eindeutiger Rechtslage
nicht einmal auf die Anfrage reagiert.
Bei 65,1 % der IFG-Anträge sind die Jobcenter ihren
gesetzlichen Verpflichtungen auf Informationsweitergabe überhaupt
nicht nachgekommen. Eine solch niederschmetternde Bilanz von
Rechtsmissachtung ist leider bei Hartz IV-Behörden üblich,
resümiert Harald Thomé. Anderseits haben sich
auch einige Jobcenter unverzüglich gemeldet, die begehrten
Unterlagen sofort weitergegeben und zuvorkommend verhalten, leider
waren das deutlich zu wenige, so Thomé weiter.
Thomé hat jetzt alle säumigen Jobcenter aufgefordert,
bis Monatsende ihren Verpflichtungen nachzukommen. Sollte dies
nicht erfolgen, wird er die betreffenden Jobcenter der Öffentlichkeit
vorstellen und den Bundesbeauftragten für Informationsfreiheit
Peter Schaar einschalten. Wenn das auch nicht auf Resonanz
trifft, werde ich die dann noch säumigen Jobcenter verklagen,
kündigt Thomé schon mal an, denn es kann nicht
sein, dass Jobcenter sich nicht geltendes Recht halten oder halten
müssen.
und eine recht gute Ergänzung
auf dies alles gibt es auch ...
Guten Tag, Deutschland!
Hallo, Herr Kreutzer!
Der Tip mit Ihrer Seite war gut. Gut ist, wenn man jeden Tag
draufschaut, da dauert das Lesen nicht zu lange. Es sind ja richtige
Festleser dabei!
Zum Thema ALG und arbeitsamtliche Unterstützung der Arbeitsaufnahme
ein Kapitel:
Mein Neffe, 26, hatte einen Job in der Schweiz angeboten bekommen.
Damit er über die ersten Hürden kommt - denn die Schweiz
ist ja nicht gerade um die Ecke - ist er in Wernigerode zum Arbeitsamt
getigert. Damit der junge Mann, seit seinem Eintritt ins Berufsleben
nur bei Weiterbildungsmaßnahmen und in Zeitarbeitsfirmen
beschäftigt, die ersten Hürden überbrücken
kann, hat ihm das Amt 100 angeboten (in Worten:
EINHUNDERT EURO!). Das für knapp 800 km Fahrt und anderthalb
Monate Überbrückung, bis das erste Geld kommt. Ist
das nicht eine Sauerei?
Begründung vom Amt: "Die Kassen sind leer! Sehen
Sie denn nicht die Nachrichten? Wir müssen Griechenland
retten!" - Klar doch, da kann ein armes Würstchen keine
Unterstützung erwarten.
Gut, man ist ja nicht Unmensch und hat einige Sympathie für
die armenarmen Griechen, die ja so dringend der Milliarden bedürfen,
daß man auch rückzahlfähige Darlehen annimmt.
Aber - Fehlanzeige! "Rückzahlfähige Darlehen gibt
es schoooon lange nicht mehr!" Ist schon mal eigenartig,
Kassen leer, und wenn man wieder was einzuzahlen gewillt ist,
gibt es egal nüscht.
"Jaaa, wenn der junge Mann denn umziehen würde...
Da hätten wir was anzubieten..."
Merken Sie was? Kassen sind leer, aber ... wenn der alles
sackt und packt, da wäre wieder was da.
Aber es kam noch dicker. Der junge Mann hat sich nicht bange
machen lassen, ist im Bekanntenkreis rotiert und hat sich paar
Hunderter zusammengeholt. Dann ist der in die Schweiz... um dort
festzustellen, daß die offenbar ganz andere Berufsbezeichnungen
haben. Nachdem er das dritte Mal von einer Firma als unqualifiziert
für die angebotene Tätigkeit abgelehnt wurde, hat er
seine Siebensachen wieder gepackt und ist auf den letzten
Cent wieder in die Heimat gedüst, um dort festzustellen,
daß die (...) AG Zürich bereits mehrfach verklagt
ist, weil sie ihren Leuten nicht das zahlt, was sie vorher großartig
verspricht.
Wo ist denn hier das vielgerühmte Dornröschen-Amt?
Hätten die das nicht wissen müssen? Und ... warum darf
so eine Schleuderfirma, die es erst seit Januar d.J. gibt, immer
noch weitermachen und anständige junge und ältere Leute
besch*...uppen?
Echt schlimm!
Armes Deutschland!
S.W.
19. Juli
2011
13.59 Uhr Öko-Strom-Handel
(was'n das?)
Im April hatte ich auf diesen
Seiten dazu ermuntert, Ideen zur dezentralen Erzeugung und Speicherung
alternativer Energie vorzutragen, wollte - für eine bestimmte
Zeit - ein Podium sein, auf dem Informationen und Visionen ausgetauscht
und fruchtbar vernetzt werden. Die Reaktionen waren zahlreich,
vielgestaltig, originell und nüchtern, insgesamt ein guter
Mix.
Dass ich so auf "dezentral"
Wert legte, hat seine Ursache
nicht nur darin, dass ich
die Hoffnung hege, mit dem notwendigen Energiewandel, weg von
der Kernkraft, hin zu alternativen Energien, auch die Übermacht
des Energieoligopols in Deutschland brechen zu können,
sondern vor allem auch darin,
dass ich es auch technisch für einen Unfug halte, Nord-
und Ostsee (wo eben nur die großen Konzerne Windparks errichten
können, und sonst niemand, außer dem Staat vielleicht,
der dies aber nicht als seine Aufgabe ansieht) mit Monster-Windparks
vollzupflastern, die insgesamt Leistungen erbringen, die den
Stromtransport über verlustärmere Höchstspannungsleitungen
(800 KV) ermöglichen, für die wiederum gigantische
Schneißen in die Natur geschlagen werden müssen, vom
Norden der Republik in den Süden, statt dort, in dezentralen
Anlagen den Strom zu erzeugen und über kurze Strecken, mit
weitaus geringerer Naturzerstörung, mit nur 110 KV oder
noch weniger zum Verbraucher zu bringen.
Wäre es sinnvoll,
Licht und/oder Wind immer
da einzufangen, wo ständig viel davon verfügbar ist,
und die daraus gewonnene Energie dann über endlose Strecken
dahin zu transportieren, wo sie benötigt wird, die Natur
hätte es uns vorgemacht.
Die Natur hätte Wälder
entstehen lassen, die ihr gemeinsames Blätterwerk in Sizilien
grünen lassen, während ihre gemeinsamen Wurzeln das
unerschöpfliche Wasserreservoir skandinavischer Flüsse
anzapfen, Bäume, deren kahle Stämme bei uns herumstehen,
zugewuchert von Wurzel- und Adersträngen ...
Ja - und dazu passen
die kritischen Anmerkungen, die
Georg Nowak heute
zum Thema Öko-Strom-Handel
zur Verfügung
gestellt hat.
Lieber Herr Kreutzer,
dieses Thema paßt nach meinem Verständnis sowohl
in den Energiebereich als auch in den allgemein-wirtschaftlichen.
Die angehängte, weitergeleitete Email vom SFV war der Auslöser, mich
noch mal mit dem Thema Ökostromhandel (HANDEL !) zu
befassen. Interessant waren die Hinweise, die ich da gefunden
habe:
- RWE hat als erster Großkonzern 1996 damit angefangen
- die FDP hatte das Thema 2002 in ihrem Programm.
Und beide wollten damit die verstärkte ERZEUGUNG von
erneuerbarem Strom blockieren!
Noch schlimmer läuft mit den RECS-Zertifikaten, sehr
schön vom SFV bechrieben. Bei diesem Zertifikatesystem geht
es darum, z.B. mit Wasserkraftanlagen gleich ZWEI Sachen auf
einmal zu erzeugen: Strom, der dann keine besondere Eigenschaft
wie "ökologisch" mehr hat, UND einen netten Aufkleber,
das Zertifikat, dessen Bindung an den hergestellten Strom im
Laufe des Handelsweges unabhängig wird. Es gibt immer genug
Interessenten an bunten Aufklebern.
Schon 2002 hat der SFV das Prinzip des Ökostromhandels
analysiert: <http://www.sfv.de/lokal/mails/wvf/ews_vorb.htm>.
Und die Stellungnahme der EWS Schönau spricht für sich.
Als wir (2001 oder so) auf EWS umgestiegen sind, hatte ich diese
Einzelheiten gar nicht im Kopf. Aber die umwelt- und energiepolitischen
Aktivitäten von EWS fand ich damals schon so unterstützenswert,
daß mir der kleine Aufschlag mehr als gerechtfertigt erschien.
Und vor allem wollten wir die konservative, geradezu schlimme
Firmenpolititk von RWE nicht weiter fördern. Die Stänkereien
von RWE und Co. im Augenblick sprechen ja für sich.
Das Wichtigste und Nötige ist und bleibt das ERZEUGEN
von erneuerbarem Strom und nicht von bunten Aufklebern.
Damit konnte nun wirklich niemand
rechnen, vor allem die nicht, die sich ständig von hoher
Warte aus damit beschäftigten, den jetzt erreichten Zustand
herzustellen:
Den Geringverdienern geht es
seit 2000 immer schlechter, ihre Einkommen schwinden nach und
nach, der Aufschwung kommt bei ihnen nicht an.
Ja. Das hat Schröder gewollt.
Das hat Hartz ihm geliefert - und die Bertelsmann-Stiftung hat
das Konzept geliefert - bzw. anfertigen lassen ...
Und die Union, damals in der
Opposition, hat die Regierung noch vor sich hergetrieben,
ein Anfang sei es, die ersten Schritte in die richtige Richtung,
nun müsse das konsequent fortgeführt werden, und dann
haben sie es konsequent fortgeführt, erst in der großen
Koalition, dann als Schwarzgelbe.
Und jetzt, wo das Ergebnis
so offenkundig ist, dass sogar die Financial Times nicht umhin
kann, über das Resultat der gezielten Umverteilung von unten
nach oben zu berichten - jetzt sind wir überrascht?
Nein. Die SPD, die Grünen,
die Gewerkschaften, die CDU, die CSU, die FDP,
sie alle müssten jetzt
eigentlich stolz sein, denn sie haben es, gegen alle frühen
Warnungen, gewollt und ins Werk gesetzt, und wer da jetzt Bedauern
heuchelt, ist endgültig unglaubwürdig.
Wir hatten einmal eine Arbeitslosenversicherung.
Die war dazu da, Menschen, die ihre Arbeit verloren hatten ...
Quatsch!
Niemand verliert seine Arbeit ... die dazu da war, Menschen, die entlassen
wurden, deren Arbeit nicht mehr gebraucht wurde, für eine
Übergangszeit mit so viel Geld zu versorgen, dass sie in
Ruhe und ohne größere Einschränkungen nach einer
neuen, ihrer Ausbildung und ihren Fähigkeiten angemessenen
Arbeit suchen konnten. Und damit das für die Versichertengemeinschaft
nicht ein Fass ohne Boden wurde, hat sich die Versicherung natürlich
auch bemüht, sich nach offen Stellen umzusehen und den Arbeitslosen
Vorschläge zu machen, wo sie sich aussichtsreich bewerben
könnten.
Das alles klingt wie ein Märchen
aus guten alten Zeiten. Von Versicherung spricht niemand mehr,
es heißt jetzt ARGE oder Job-Center, und es geht dem Anschein
nach nicht mehr darum, Arbeitslose in einen angemessenen oder
auch nur zumutbaren Job zu bringen, es geht nicht mehr darum,
für die Zeit zwischen zwei Anstellungen den Lebensstandard
zu erhalten, es geht anscheinend nur noch darum, die Arbeitslosenstatistik
zu schönen, die Menschen also unter Androhung von Sanktionen
in irgendwelche Jobs oder Maßnahmen zu stecken, damit sie
weg sind, aus der Statistik.
Gut, auch daran haben wir uns
gewöhnt, und wir hielten es immer noch für eine Versicherung,
die zugunsten der Arbeitnehmer zwangsweise abgeschlossen und
von Arbeitnehmern und Arbeitgebern gemeinsam finanziert wird.
Nun kommt
das Neue!
Die Bundesagentur für
Arbeit bemüht sich nun darum, den in Deutschland produzierenden
und dienstleistenden Unternehmen qualifizierte Zuwanderer aus
Spanien, Portugal und Griechenland zuzuführen um den von
den Unternehmen beklagten Fachkräftemangel zu bekämpfen.
Und das ist nun Orwell, "1984"
in Reinkultur.
Da finanzieren
die deutschen Arbeitnehmer über ihre Zwangsbeiträge
zu Arbeitslosenversicherung die Anwerbung und Zuwanderung von
Dumpinglöhnern ...?
Ist das die Aufgabe der Arbeitslosenversicherung?
Nein.
Da sollten sich doch bitte
die Unternehmer selbst drum kümmern, oder eine eigene Versicherung
gründen, die solche Eskapaden finanziert.
ein noch effektiverer weg menschen aus der statistik zu bekommen
ist das komplette versagen von sozialleistungen mit abstrusen
und subjektiven ansichten irgendwelcher sachbearbeiter der jobcenter.
diese haben eine so umfassende ausbildung, dass sie selbst nicht
beteiligten menschen vorschreiben wollen, was sie zu tun und
zu lassen haben. auch werden betroffene gerne zu handlungen aufgefordert,
welche bei durchführung auf antrag konsequenzen nach dem
stgb erwarten lassen (z.b. sollen unterlagen von dritten beigebracht
werden, die dazu nicht willens und in keiner weise verpflichtet
sind. Unterlagen, die man sich also nur illegal und gegen den
willen der eigentümer beschaffen kann). sollten sie dem
nicht nachkommen, gibts eben keine leistungen (dies kann
ich jederzeit durch entsprechende schriftstücke belegen).
der betroffene kann ja dann den langen und steinigen weg über
die gerichte gehen. leider knicken an dem punkt noch viele menschen
ein und haben vergessen, dass ihnen rechte zustehen, welche sie
auch einfordern müssen.
das dumme ist, dass selbst eilverfahren- vor den sozialgerichten
monate dauern und oftmals ein beschluss ergeht - (...) welcher
durch offensichtliche (...) in den unteren instanzen negativ
ausfällt. dann bleibt ja noch das beschwerdeverfahren. bis
man dieses durch hat in der hoffnung, dass man an einen
kompetenten richter gerät ist der streitige bewilligungszeitraum
vorüber und das spiel beginnt von vorn. die betroffenen
sind während dieser ganzen zeit nicht in der statistik.
ich möchte die zahl der so aussortierten gar nicht wissen .
(...)
nun mal was zu den arbeitskräften .
wer trägt die schuld daran? zum einen die weltbesten
regierungen von deutschland in den letzten jahrzehnten. diese
haben es nicht geschafft ein bildungssystem auf die reihe zu
bekommen, welches mit der entwicklung in der welt schritt halten
kann. aber was von leitkultur faseln .
weiterhin sind es die arbeitgeber selber (obwohl die ja eigentlich
die arbeit nehmen), welche es versäumt haben ihre ausbildung
in den entsprechenden berufen zu forcieren um ausreichend nachwuchs
zu haben. mit weitischt und planung hat das irgendwie sehr wenig
zu tun .
nun kommt aber das beste die letzten weltbesten regierungen
deutschlands haben durch sozialpolitische und arbeitsmarkttechnische
maßnahmen den wohl besten niedriglohnsektor
auf dem europäischen festland zu schaffen und die
sind auch noch stolz darauf. warum sollte sagen wir mal
ein pole in deutschland für 5 euro hungerlohn arbeiten,
wenn er zu hause 7 euro die stunde bekommt? ist den (...) im
bundestag nicht schon vor jahren aufgefallen, dass selbst die
erntehelfer aus dem osteuropäischen ausland durch deutschlan
DURCHreisen um weiter im westen menschenwürdige löhne
für ihre arbeit zu bekommen?
und madame bundeskanzlerin lässt sich von den amis für
diese leistungen noch einen orden verpassen. ich kann gar nicht
soviel essen wie ich (...) muss
in diesem sinne
frank möller
Anmerkung von EWK:
Herr Möller hat an einigen Stellen - nachvollziehbar - zu
Formulierungen gegriffen, die ich durch (...) ersetzt habe. Es
ist besser so.
17. Juli
2011
Das Bild vom Sonntag
16. Juli
201115. Juli 2011
18.30 Uhr Die Hankel-Assoziationskette
auf Egon-W-Kreutzer.de
findet eine Fortsetzung
...
da schwirrt es auch in meinem Kopf wie wild herum,
lieber Stefan Neumann - und lieber Wolf!
"Vertrauen
in die Politik, ohne Rücksicht auf Verluste?"
"Darauf
vertrauen, dass sich niemand rührt?"
"Ob
da keiner mehr nachdenkt?"
DOCH!!!
Es denken
viele nach. Es schwirrt in den Köpfen. Es schwirrt in vielen
Köpfen.
Es schwirrt in mehr Köpfen als wir für möglich
halten.
Es schwirrt
und schwirrt und schwirrt und schwirrt.
Die Zeit
ist reif, das Schwirren zu konzentrieren. Zu konzentrieren auf
ein gemeinsames Ziel. Konzentrieren - in Form von:
Die
Aufmerksamkeit
auf ein gemeinsames Ziel hin zu lenken.
Welches
Ziel?
Auf welches
gemeinsame Ziel?
Welchem
Ziel gilt es, die volle Aufmerksamkeit zu schenken?
Welches
erste Ziel gilt es zu erreichen, um das Schwirren in den Köpfen
vieler engagierter Leute zu konzentrieren?
Ein
erstes Ziel könnte sein,
eine
neue Fehlerkultur zu leben.
Wie Stefan
Neumann in seinem Kommentar bemerkte: "Fehler reflektieren".
Eine neue
Fehlerkultur, in der jeder an seinen eigenen, höchstpersönlichen
Fehlern in seinem näheren sozialen Umfeld arbeitet. Wir
brauchen eine neue Fehlerkultur! Eine Fehlerkultur, die Abstand
davon nimmt, was vielen Kindern in unseren Familien und nahezu
allen Kindern in unseren Regelschulen, so genannten "Bildungsanstalten"
vermittelt wird.
Fehler
sind dazu da, um aus ihnen zu lernen. Und was wird unseren Kindern,
insbesondere an unseren Schulen vermittelt?
Es
wird vermittelt,
dass
Fehler etwas Schlechtes sind.
Fehler
führen in der Regel zu schlechten Noten. Und schlechte Noten
haben zur Folge, dass das Tor für den Übertritt an
eine weiterführende Schule verschlossen bleibt. Schlechte
Noten im Abschlusszeugnis verringern die Chance auf einen Ausbildungsplatz.
Schlechte
Noten aufgrund von Fehlern, die gemacht wurden ...
Darüber
hinaus bildet das Fehlermachen bei vielen Menschen ein Gefühl
der Unvollkommenheit heraus. Wer macht denn schon gerne Fehler,
wenn das Fehlermachen in den Köpfen unserer Gesellschaft
immer noch als etwas Negatives herumschwirrt?
Fehler
sind - meiner Meinung nach - dazu da,
um
aus ihnen zu lernen!
Fehler
wahrnehmen, Fehler erkennen, Fehler mit Würde annehmen,
an den Fehlern arbeiten - und dann das herrliche Gefühl
genießen, etwas aus eigener Kraft heraus geschafft zu haben.
Aus den eigenen Fehlern lernen, Fehler als Chance erkennen, sich
weiterentwickeln zu können, um Schritt für Schritt
das Potential zu entfalten, das sich wie ein vergrabener Schatz
tief in unserem Innern befindet.
Sich weiterentwickeln,
sich entfalten, nach und nach sein Potential erforschen und entdecken
- Fragen stellen, Fehler machen, Fehler machen dürfen ...
Fehler
bzw. Konflikte gemeinsam lösen, konstruktiv lösen,
ohne den anderen - weder in seiner persönlichen Ehre zu
verletzen noch in seiner persönlichen Freiheit einzuschränken.
All das
kann gelingen - davon bin ich fest überzeugt! Es kann gelingen,
Schritt für Schritt, sofern unsere Kinder - und auch Erwachsene
(!) eine Lernumgebung vorfinden, in der sie sich angenommen,
aufgehoben, wertgeschätzt und geliebt (!) fühlen können.
Ein
Lernort, an dem die "Lernenden" all das entdecken können,
was
sie sind und was sie noch werden können,
um
es mit den Worten von Prof. Dr. Gerald Hüther zu sagen.
Ein Lernort,
an dem sie sich geschützt, geschätzt und in erster
Linie geborgen fühlen. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön
an Sie, lieber Stefan.
Sie haben durch Ihren Kommentar von heute Vormittag meine Gedanken
in Bewegung gebracht. Und nicht nur meine Gedanken ... Gedanken
zum Thema "Fehlerkultur".
Ein Thema,
das in der Familie seine ersten Kreise zieht. In der Familie
als der kleinsten und wichtigsten Zelle unserer Gesellschaft.
Hier findet in erster Linie das Lernen, das wahre Lernen statt.
Dort sind die Menschen, in der Regel die Eltern, mit denen sich
unsere Kinder verbunden fühlen bzw. verbunden fühlen
dürfen/sollten.
Die
Zeit ist reif!
Reif, um
all das, was dich, lieber Wolf, deine Leser und viele Menschen
bewegt, der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Ein neues
Buch? Ein Buch, in dem wirtschafts- und sozialpolitische Themen
allumfassend kritisch von allen Seiten beleuchtet werden? Themen,
die die kleinste Zelle unserer Gesellschaft berühren? Themen,
die ihren Ursprung da haben, wo sich soziale Wesen Schritt für
Schritt entwickeln? Ein Buch - herausgegeben vom EWK-Verlag?
Ich bin
dabei.
Dabei,
wenn es um Themen rund um Bildung und Gesundheit geht.
Dabei,
all meine Gedanken, die seit vielen Jahren in meinem Kopf herumschwirren,
öffentlich zu machen.
Dabei,
wenn es darum geht, unseren Eltern Mut zu machen, selbst die
Verantwortung gerne für sich selbst und ihre Kinder zu tragen.
Die Familien gilt es zu stärken - und ihnen die Möglichkeit
zu geben, selbst zu entscheiden, was für sie und ihre Kinder
das Beste ist. In der Familie erwerben unsere Kinder in erster
Linie ihre sozialen Kompetenzen.
Die Eltern
und das nähere soziale Umfeld als das Vorbild für unsere
Kinder. Kinder ahmen nach!
Kinder
übernehmen Verhaltensweisen, die ihnen zuhause vorgelebt
werden.
Das Wenigste
ist genetisch vorprogrammiert, stellt Prof. Dr. Hüther fest.
Es gilt, wieder eine Gesprächskultur aufzubauen, Zeit für
die Kinder zu haben und ein Gespür dafür zu entwickeln,
was in der Tat wichtig ist im Leben. Leistung um jeden Preis?
Leistung, ohne auf die Signale des Körpers zu achten?
Leistungssteigerung
auf Kosten der Gesundheit? Leistung um jeden Preis? Leistung
und Wachstum - zwei Ziele, die unsere Gesellschaft zu Mitteln
greifen lassen, die mit dem Gewissen - sofern noch vorhanden
- kaum mehr in Einklang gebracht werden können!
Ich wünsche
allen, die jetzt mitgelesen haben,
ein erholsames und entspanntes Wochenende
mit interessanten und wertvollen Begegnungen.
Demokratisch gewählte
Volksvertreter, die aus ihre Mitte eine Regierung bilden, hier,
und die demokratisch denkenden Wähler da - stehen sich spinnefeind
gegenüber, wie ein Ehepaar, das sich aneinander aufgearbeitet
hat.
Aus schlimmen Zeiten entstanden,
die Demokratie dieser Republik, als Glück und Befreiung
empfunden, ist nun zu einem quälend-qualvollen Ritual geworden,
das wieder und wieder durchlaufen wird, ohne dass hiernoch ein echter Wille bestünde, wirklich den Nutzen
des Volkes zu mehren und Schaden abzuwenden, und ohne dass dort
noch das notwendige Vertrauen in die Institutionen bestünde,
ohne das die Demokratie gar nicht mehr denkbar ist.
Lassen Sie mich an dieser Stelle
kurz darauf hinweisen, dass ich im EWK-Verlag in erster Linie
und besonders gerne solche Bücher herausbringe, die Kritik
und ernstzunehmende Lösungsvorschläge zugleich in die
Welt bringen.
Die Nichtwähler
- der schlafende Riese,
von Werner Peters
ist so ein Buch, ein Buch,
das einen möglichen Ausweg aus dem Dilemma der real existierenden
Demokratie in Deutschland weist, dadurch dass man sie ernst nimmt,
dass man wählt - und zwar eine Partei, die nur die Demokratie
neu beleben will, die damit Mehrheiten für die Fortführung
der bisherigen Politik verhindern könnte - statt zu resignieren.
Und auch "Unsere Freiheit
- man kann sich dafür einsetzen"
habe ich geschrieben, um Kritik und Wege in eine freiere, demokratischere,
glücklichere Gesellschaft aufzuzeigen.
Auch dazu finden Sie mehr
unter unserem Programmpunkt, Sachbuch Soziales - ein Klick aufs
Cover genügt ...
Der Auslöser für
die Thematisierung dieses Problems war heute ein Mail, die von
einem regen Besucher dieser Seite kam - ich will sie gerne öffentlich
machen:
Hallo Herr Kreutzer,
rein rechtlich, habe ich für unsere Politiker eigentlich
keine Bedenken. Aus deren Sicht natürlich. Da es sich bei
denen ja vorwiegend um Juristen handelt, wäre das schon
ziemlich blöd, mal ganz plump gesagt
Der Bericht von Prof. Hankel zeigt doch ziemlich
deutlich wo wir stehen. Die derzeitige Politik- und
Wirtschaftsführung hat nichts mehr mit der Gesellschaft,
mit dem Volk in diesem Land zu tun.
Nun gut, es sind Politiker am Werk, die ohnehin bereits in
der Vergangenheit jede Legitimation verloren haben.
Ihr macht jemanden zum Finanzminister, der mit
einem Koffer voller Schwarzgeld erwischt wurde?
(wie mal ein Kunde aus England sagte ) vertrauen
in die Politik. Ohne Rücksicht auf Verluste!
Ihr wollt jemanden zum Kanzlerkandidaten ernennen,
der in jedem größeren Amt das er bisher inne hatte
gescheitert ist?. Der seine Partei in NRW und damit
auch im Bund, bis zur Unkenntlichkeit zerschlagen hat? (wie mal
ein Bekannter und Ex-SPD Anhänger sagte ) Vertrauen
in die Politik ohne Rücksicht auf Verluste!
Sie vertrauen darauf, dass niemand sich regt, dass niemand
sich rührt. Sie wissen, dass wir alles schnell vergessen.
Die Umfragen, die sie uns zeigen, machen Eindruck, bringen Zweifel.
Die sind doch so beliebt, so kompetent. Wenn das
so viele Leute sagen, muss doch etwas dran ein!?.
Nein, nichts ist dran! Absolut gar nichts! Es ist Manipulation
und Massensuggestion in Reinform!
Welch ein Wahnsinn! Denkt da keiner mehr nach?
Keiner von uns würde doch sein Geld einem Mann in die
Hände geben, der vorher schon einmal andere Leute betrogen
hat. Keiner von uns, würde doch jemanden als Führer
wählen, der vorher schon mehrfach gescheitert ist.
Der Mensch ist seit Uhrzeiten darauf eingestellt, negative
Erlebnisse zu verdrängen und zu vergessen oder zu verklären.
Das ist eine Schutzreaktion, die uns motivieren und zum Weitermachen
bewegen soll. Das ist ein Antrieb, der uns zu dem gemacht hat
was wir sind. Wenn wir aber noch nicht einmal in der Lage sind,
die durch die Evolution vorprogrammierten, geistigen Schranken
zu überwinden dürfen wir uns dann überhaupt
als zivilisiert bezeichnen?
Ich meine, es ist längst an der Zeit, diesen Schutzmechanismus
auszuschalten. Wir sollten in der Lage sein, unsere Fehler zu
reflektieren. Wir sollten gezielt die Fehler ansprechen und beseitigen,
und somit, immer wieder von Neuem beginnen.
Nur eine Gesellschaft die offen ist, die Fehler erkennt und
sie beseitigt, ohne in Ideologien zu verfallen oder aus niederen
Gründen an einer falschen These festzuhalten, darf sich
als zivilisiert bezeichnen. Zivilisiert, im Sinne
einer kultivierten Wertegemeinschaft, in der jeder seinen gerechten
Anteil erhält. In dem aber auch jeder seinen gerechten Anteil
leistet. Für, und im Sinne der Gesellschaft.
Das schwirrt mir so sehr im Kopf herum, dass ich es einfach
mal loswerden musste
Bis die Tage
Stefan Neumann
ja, und dann hat
es angefangen, in meinem Kopf herumzuschwirren ....
14. Juli
2011
16.30 Uhr Zur Euro-Rettung
erhielt ich diese Mail von Prof. Hankel
Prof. Hankel ist einer der
Kläger gegen die Eurorettung, Sie erinnern sich, ich hatte
erst kürzlich aufgerufen, ihn in dieser Sache zu unterstützen.
Lesen Sie
seinen Kommentar zum Prozessbeginn:
Die Szene am 5. Juli in
Karlsruhe ist ebenso gespenstisch
wie politisch explosiv.
Da erklärt das höchste
deutsche Gericht, es wolle die hunderte von Milliarden kostende
Rettung der Euro-Währung rein rechtlich unter Ausschluß
ökonomischer Argumente (so der Präsident des
Bundesverfassungsgerichts) behandeln.
Da rechtfertigt Bundesfinanzminister
Wolfgang Schäuble (CDU) seinen Aktionismus in dieser Sache
damit, man habe im Mai 2010 vor der Notsituation
gestanden, eine Staatspleite Griechenlands mit unabsehbaren Folgen
für das Finanzsystem und die Gemeinschaftswährung abwehren
zu müssen eine mögliche Kettenreaktion, gefährlicher
als die nach dem Zusammenbruch der US-Investmentbank Lehman Brothers
im Herbst 2008.
Wie viele Straftatbestände
kommen hier zusammen? Der deutsche Finanzminister bekennt sich
offen wie seine bisherige französische Amtskollegin
Christine Lagarde, die neue Chefin des Internationalen Währungsfonds
(IWF) zum Bruch der EU-Verträge, die genau dieses,
nämlich die Haftung von EU-Staaten für andere (No-Bailout-Klausel)
ausschließen. Schäuble betreibt mit Steuergeldern,
was privatrechtlich unter Strafe steht: Konkursverschleppung
in Griechenland und anderen Defizitländern der Euro-Zone.
Und was noch schwerer wiegt: Er geht über das Königsrecht
des Parlaments (so einer der Verfassungsrichter) hinweg
und verpfändet eine dreistellige Milliardensumme fast in
der Größenordnung des Bundeshaushaltes auf Jahre hinaus
für Hilfsaktionen, von denen er noch nicht einmal darlegen
kann, ob diese Reparaturen am Haus Europa überhaupt notwendig
sind und wem sie nützen: Griechenland, dem Finanzsektor,
der sein in Griechenland verzocktes Geld dadurch wieder erhält,
oder dem Euro. Und das aus dem Munde eines Ministers, der bei
Amtsantritt geschworen hat, Schaden vom deutschen Volk
abzuwehren (Artikel 56 Grundgesetz). In jedem anderen demokratischen
Land sähe sich ein solcher Finanzminister den bohrendsten
Fragen von Öffentlichkeit, Medien sowie der parlamentarischen
Opposition ausgesetzt. Doch diese interessiert offenbar der Frauen-Fußball
mehr als die Perspektiven der Staatsfinanzen. Jetzt wäre
Unruhe allererste Bürgerpflicht denn es geht nicht
nur um die Zahlungs- und Funktionsfähigkeit des Staates,
sondern das Einkommen aller Bürger nach Steuerabzug.
Dieser Staat dürfte nach Erfüllung der für Europa
eingegangenen Verpflichtungen noch weniger netto
von brutto übrig lassen als bisher. Wolfgang
Schäuble weiß, warum er die Steuersenkungspläne
seines FDP-Kollegen Philipp Rösler aus dem Wirtschaftsressort
und seiner Kanzlerin für Träumereien hält.
Kein Parlament, auch nicht
das deutsche, darf unter Zeitdruck und dem Zwang einer behaupteten,
aber nicht bewiesenen Notsituation seine Kontrollpflichten
vernachlässigen, so Dietrich Murswiek, Direktor des Instituts
für Öffentliches Recht an der Uni Freiburg und Prozeßvertreter
des in Sachen Euro-Rettung klagenden CSU-Bundestagsabgeordneten
Peter Gauweiler. Diese Kontrollpflichten sind unabdingbar. Not
kennt kein Gebot, gilt nicht für den Gesetzgeber.
Doch hat diese angebliche Notsituation wirklich bestanden und
besteht sie noch immer?
Der Verfasser hat dem Gericht
erläutert, warum erst die überstürzt und mit fragwürdiger
Begründung beschlossenen Rettungsschirme für
Griechenland und den Euro die jetzigen Probleme geschaffen haben.
Hätte man Griechenland im Mai 2010 keine Hilfe gewährt,
was wäre geschehen? Das Land hätte die Euro-Zone verlassen,
es hätte seine neue Währung kräftig abgewertet.
Das Ausland hätte Griechenland freiwillig einen Schuldennachlaß
(haircut) anbieten müssen, denn die Alternative wäre
gewesen, kein Geld aus Athen zu bekommen, weil es seine Auslandstransfers
eingestellt hätte. Griechenland befände sich seit einem
Jahr auf Erholungskurs, denn es brauchte weder die demokratiefeindlichen
noch die ökonomisch unsinnigen Auflagen von EU und IWF erfüllen.
Der Euro wäre nach dem Ausscheiden der Konkursstaaten kräftiger
denn je! Denn aus wie vielen Staaten eine Währungsunion
besteht aus 17, 16 oder nur 12 kann nicht politisch
beschlossen werden. Das entscheidet einzig und allein die innere
Stabilität der die Währungsehe eingehenden Staaten
(und ihr Wille, sie auch zu wahren).
Wie auch immer man es dreht
und wendet: Ein Finanzminister, der seinen Haushalt sprengt,
Deutschlands Rolle als Finanzier konkursreifer Staaten in Europa
unbegrenzt festschreibt, seine Mitbürger um den Gegenwert
ihrer hart verdienten und erbrachten Steuerleistungen prellt,
indem er es ermöglicht, daß europäische Pleitestaaten
die eigene Steuerleistung durch Kredite und Hilfszahlungen aus
der EU ersetzen können und diese Generation
und die folgenden aufs Schwerste mit untragbaren Steuerhypotheken
belastet ein solcher Finanzminister wäre in jedem
anderen Land politisch ein toter Mann. Wollte Angela Merkel wirklich
Schaden vom deutschen Volk abwehren, (was auch sie geschworen
hat) und ihr Überleben im Amt sichern, sie müßte
diesen Minister jetzt entlassen. Denn nach dem Spruch aus Karlsruhe,
wie immer er ausfällt, ist es für sie zu spät.
Dann haftet auch sie für einen Minister, der mit Starrsinn,
Unbelehrbarkeit oder mangelnden Fachkompetenz man kann
sich den Grund aussuchen sie und ihr Kabinett ins politisch
Aus manövriert hat.
Ihr
Wilhelm Hankel
10.45 Uhr Es ist wieder
Donnerstag
Jetzt rotieren sie wieder,
die Zauberlehrlinge in den Sesseln der Finanzminister, die Zauberlehrlinge
der EZB, die Zauberlehrlinge des IWF, die Zauberlehrlinge der
US-Administration und die Zauberlehrlinge der FED, rotieren,
weil drei kleine Privatfirmen beschlossen haben, die Welt, im
Auftrag ihres Klientel in den finanziellen Abgrund zu treiben
- und es fällt ihnen nichts anderes ein, als auf alle Forderungen
einzugehen, es fällt ihnen nichts anderes ein, als nur alles
zu tun, um S&P, Moody's und Fitch zu gefallen,
Als ob ein feuerspeiender Drache
ihr Hütten in Schutt und Asche legen würde, opferten
sie nicht täglich eine Jungfrau und eine Viertelbillion
Dollar dazu.
Ich habe mir erlaubt, heute
einen Paukenschlag aus dem Oktober 2008 noch einmal
vorzulegen. Viele werden ihn noch gar nicht entdeckt haben, und
für diejenigen, die sich erinnern können, ist es m.E.
eine gute Auffrischung - zumal am Ende noch einmal eine ganze
Linksammlung zu den Aufsätzen vom Anfang der Krise zu finden
ist, die zum Vertiefen einladen.
Das Thema vom 5. Juli, zu dem
eine ganze Reihe sehr interessanter und wichtiger Beiträge
eingegangen sind, findet immer noch Interesse und es gehen immer
noch Zuschriften ein. Weil aber nicht jeder jeden Tag wieder
zum 5. Juli geht, um nachzusehen, ob vielleicht noch was Neues
dazu geschrieben wurde,
lege ich die jüngsten
Beiträge von jetzt an zu oberst ab, und setze einen Link
exakt dorthin.
09.30 Uhr Die größte
Schwierigkeit beim Verbessern der Welt
Die
größte Schwierigkeit beim Verbessern der Welt
liegt darin, dass man bei sich selbst anfangen muss -
- und
das ist mit" Ändern" nicht getan.
Erst wenn es gelingt, wirklich frei zu sein,
alles Hinderliche in sich selbst zu erkennen
und es tatsächlich ohne Reue und Wehmut loszulassen,
erst
dann kann aus der Ruhe jene Kraft erwachsen,
die wirklich alles vermag.
Eine
kleine Anleitung dazu
habe ich vor geraumer Zeit verfasst - heute wurde ich
daran erinnert.
Die EU Justizkommissarin (JUSTIZ!),
nicht Wirtschaft oder Finanzen, nicht der Euro-Gruppenchef, nein,
ausgerechnet die EU-Justizkommissarin Viviane Reding sagt Europa
darf sich nicht von drei US-Privatunternehmen kaputt machen lassen,
und meint damit die drei großen - und letztlich weltweit
einzigen - Ratingagenturen S&P, Moody's und Fitch.
Es handle sich um ein Kartell und die G20 müssten beschließen,
dieses Kartell zu zerschlagen - und dann kommt ganz, ganz leise
die Idee, wie das gehen könnte:
"Die USA könnten
beispielsweise aufgefordert werden, aus drei Ratingagenturen
sechs zu machen. Oder aber es werden unabhängige europäische
und asiatische Ratingagenturen geschaffen."
Da bricht die Freude über
die starken Töne dann schnell zusammen.
Was ändert sich, wenn
aus drei US-Ratingagenturen sechs werden? Werden die sich gegenseitig
Konkurrenz machen? Werden die Damen und Herren Märkte ihr
Vertrauen gleichermaßen auf alle sechs verteilen?
Nein, dieses Rating ist ein
Geschäft, dass von Anlegern genutzt wird, um den Ertrag
aus Geldanlagen zu maximieren und das damit verbundene Risiko
zu minimieren, es ist zudem ein Geschäft, das zur Manipulation
der Märkte einlädt und - solange es große, mächtige
Kapitalzusammenballungen gibt - auch immer nur zu Gunsten des
Kapitals, der Gläubiger betrieben wird. Das Wohlergehen
der Schuldner interessiert Rating-Agenturen nicht, darf sie nicht
interessieren: Da könnte man ja gleich den Kommunismus einführen
...
Wir brauchen weder mehr noch
eigene Ratin-Agenturen. Wir brauchen eine von den Banken unabhängige
Liquiditätsversorgung der Realwirtschaft. Damit ist zwar
nicht jedes Problem gelöst, es wird immer noch ausufernden
Egoismus, Korruption und Betrug geben - aber so lange dies nicht
mehr auf "Erpressung durch Liquiditätsverweigerung"
aufbauen kann, wird doch vieles besser.
Wer hört nicht automatisch
die Stimme von Martin Luther King, wer fühlt nicht automatisch
noch einmal seine bewegende Rede mit, in der er seinen neuen
amerikanischen Traum in die Welt hinaus schickte ....
Das ist Vergangenheit. Das
gibt es heute nicht mehr?
Falsch! Das gibt es heute immer
wieder. Die charismatische Figur, die sich vorn hinstellt, und
begeisternd redet, die gibt es derzeit wohl nicht, und falls
doch, dann hat sie nicht das Podium, um alle zu erreichen,
aber es gibt viele, viele Aktive,
in unterschiedlichsten Organisationen, auch Einzelkämpfer,
die jeden Tag, jede Woche, immerzu ein Rauschen in die Welt setzen,
ein Rauschen aus Hunderttausenden,
ja Millionen von Träumen,
und hin und wieder, oft eigentlich schon, kommen dann Erlebnisse,
die beglücken, wie z.B. dieses:
EU-Parlament
stimmt für Gentech-Anbauverbote!
66.000 Campact-Aktive
haben mitgestimmt
und
dann sitz ich da, an meinem PC, und freu mich, weil ich zu den
66.000 gehöre, die über Campact ihre Stimme hörbar
machen konnten,
und weil ich mich da in einer großen Gemeinschaft
Wohlgesinnter
weiß.
und
da gerate ich dann ins Schwärmen und ins Träumen:
Ich
glaube, dass das damit zu tun hat,
weil
ich die Vision habe,
dass wir irgendwann einmal
uns
alle gegenseitig lieben können
- und dass dann
überall
auf der Welt Frieden ist.
Dann
ist alles im Einklang.
Im
Einklang mit der Natur,
die
ich so sehr liebe.
Eine
Vision?
Ein Traum?
Wenn
einer träumt, ist es ein Traum.
Wenn viele träumen,
ist es Wirklichkeit.
Ich
träume
Träumst
du mit?
Träumen
Sie mit?
Ja, lieber Herr Kreutzer,
hierbei hatte auch ich das für mich selten gewordene
Gefühl der Beglückung erlebt.
Wenn ich jedoch an die von solchen Aktionen vollkommen unbeeindruckt
(natürlich, wie denn sonst) und selbstverständlich
weitergeführten 'Forschungen' von Bayer/Monsanto und Co.
denke, weicht dieses
angenehme Gefühl schnell wieder einer schweren 'Verstimmung'
in der Magengegend.
Gier und Machtstreben, zumeist eng miteinander verflochten,
und vielleicht sogar im Hintergrund lauernde, mit dem jeweiligen
'Tun' verbundene politisch-wirtschaftliche Absichten werden wir
nicht aus der Welt schaffen können.
Aber wir können durch Information - den elektronischen
'Medien' sei Dank - schnell eine Vielzahl von interessierten
Mitmenschen auf Probleme und Zusammenhänge aufmerksam machen.
Und das ist schon sehr viel im Vergleich zu früheren Zeiten.
Wenn diese Mitmenschen in ihrer 'Funktion' als Verbraucher
sich ihrer Macht etwas mehr bewusst wären u n d diese Macht
auch einsetzen würden, könnten wir auch mächtige
Konzerne - einschließlich ihrer Lobbyisten in der
'politischen Klasse' und diesen eng benachbarten 'Disziplinen'
das Fürchten lehren.
Übrigens: Zum Zusammenhang von Patentrecht/Patenten und
Konzernbildung weist treffend Herr Koudela in seinem Buch hin
(Thomas Koudela, "Entwicklungsprojekt Ökonomie - Marktwirtschaft
jenseits des Kapitalismus").
Ihnen und Ihrer Familie ein angenehmes Wochenende!
P. H.
10.30 Uhr Frau Merkel plumpst
ins Sommerloch
Einmal ganz abgesehen davon,
dass Meinungsumfragen, die öffentlich gehandelt werden,
in aller Regel mit einer bestimmten Absicht in Auftrag gegeben
werden, einmal ganz abgesehen davon, dass eine schlechte Bewertung
zu Beginn des Sommerlochs schnell vergessen wird, dass es dann
im Herbst aber lauten wird, die CDU und Frau Merkel gewännen
wieder massiv in der Wählergunst, während SPD und sogar
Grüne verlören und die FDP sich behaupte, einmal ganz
abgesehen von diesen so durchsichtigen Spielchen, die man hinter
einem solchen Umfrageergebnis vermuten kann,
viel interessanter als die Tatsache, dass Zahlen herauskommen,
die der Union und Frau Merkel "Verluste" attestieren,
ist doch, welche Alternativen da von den Befragten
angeblich gesehen werden,
Steinmeier im direkten Vergleich
vor Merkel - da wird doch bei jedem denkenden Menschen die Frage
induziert: "Was soll da denn besser werden?", und
Steinbrück, noch klarer
vor Merkel, da schleicht sich doch die Gewissheit ein: "Ja,
der Steinbrück, der war ein Finanzminister, den bräuchte
Frau Merkel im Kabinett, da gäbe es klare Ansagen ...."
Also, fürchtet euch nicht,
unverdrossene Unions- und Schwarz-Gelb Wähler, da gehen
sie jetzt nur in die demoskopischen Startblöcke für
den Herbst. Auf "Achtung - Fertig - Los" stimmen die
Werte wieder, und dass Steinmeier besser sein soll als Merkel,
das glauben ja nicht einmal die SPD-Wähler, und dass Steinbrück
eine Alternative wäre, das wird sich auch bald als vorübergehende
"Stimmungsverirrung" herausstellen.
Auf die Demoskopen ist Verlass,
die wissen, was "Stimmungsführung" ist, und so
gilt weiter die alte Weisheit:
"Trau keiner Statistik,
die du nicht selbst gefälscht hast"
10.40 Uhr Blick in leere
Schädel - hilflos am Geld verzweifeln
Der heutige Paukenschlag No.
27 /2011 lädt sie ein, an einem einfachen, aber gemeingefährlichen
Gedankenexperiment teilzunehmen.
Gehen Sie das Wagnis ein - womöglich
wird Ihnen ein Aha-Erlebnis ungeahnten Ausmaßes beschert,
oder wenigstens noch eine Möglichkeit, wie man dieses vertrackte
System verständlich machen kann.
10.25 Uhr Griechenland ist
geknackt! Auf nach Portugal
Nachdem sich Regierung und Parlament
den Strafbestimmungen von EU und Weltbank bedingungslos unterworfen
haben und Jean Claude Juncker jubeln durfte: Wir zwingen die griechische
Politik mit deren Einverständnis zu einer totalen Kurskorrektur."
können
die Ansprüche der Gläubiger, was griechische Staatsanleihen
betrifft, als gesichert gelten. Die Maximalforderung ist gegen
Griechenland durchgesetzt, für weitere Hilfen der Steuerzahler
und Leistungsempfänger der noch zahlungsfähigen EU-Länder
gibt es nun keine Ausrede mehr. Was will, was könnte man
denn noch fordern? Nichts. Von nun an ist die regelmäßige
Überweisung gesichert.
Also darf man
getrost daran gehen, das erfolgreiche Konzept weiter anzuwenden.
Die Schlacht um den deutschen Steuerzahler als Generalschuldner
für Halbeuropa wird nun in Portugal fortgesetzt. Man muss
Portugal retten, weil man Griechenland gerettet hat,
und diejenigen,
die auf der anderen Seite des Tisches pokern, kümmern sich
einen feuchten Kehricht darum, dass Juncker & Co. erklären,
jede Rettung mache den Euro sicherer. Das Gegenteil ist der Fall,
jede weitere Rettung weckt neue Begierden.
Soll ich nochmals
drauf hinweisen, seit wann ich das prophezeie? Nein.
Jetzt ist nur
noch mit Bitterkeit zu dokumentieren, dass das Spiel den erwarteten
Verlauf nimmt, und mit Bitterkeit zu fragen, warum wir nach diesen
unsinnigen Regeln mitspielen.
12.05 Uhr Die Gesundheit
der Kinder hat sich verschlechtert
und dazu würde ich jetzt gerne Ihre Meinung hören
(lesen) ...
weil mir solche Studien einfach zu wenig Aufmerksamkeit
finden.
Und sollte ich Ihre Meinung erfahren - und sie enthält
nichts, was nicht veröffentlich werden könnte, dann
finden Sie sie hier wieder, mit Ihrem Namen, denn ich meine,
man muss zu dem stehen, was man sagt.
Eine im Auftrag der DAK durchgeführte
Umfrage unter Kinderärzten hat ergeben:
Kinder, Mädchen und Jungen,
vor allem Grundschüler zwischen sechs und acht Jahren leiden
in immer stärkerem Maße unter
psychischen Problemen
Verhaltensauffälligkeiten
Übergewicht
Sprach- und Hörprobleme
Schuld sei
ungesunde Ernährung
Bewegungsmangel
zu viel Zeit vor Fernseher
und Computer
Da frage ich mich:
wie kommt es, dass unseren
Kindern ungesunde Ernährung vorgesetzt wird? Wie kommt eine
Gesellschaft überhaupt dahin, ihre Kinder (und nicht nur
die) ungesund zu ernähren?
Ist das nicht pervers?
Sollte man Kindern ungesunde Nahrung nicht ebenso verbieten wie
Alkohol und Zigaretten?
Oder gibt es vielleicht gar nicht mehr genug gesunde Nahrung?
Wird überhaupt nur noch Müll und Mist und Gammelfleisch
und Kunstkäse und Klebschinken produziert, damit sich die
Fütterung der großen Masse auch richtig lohnt?
Was hilft ein ganzes Verbraucherschutzministerium,
wenn die Kinder wegen ungesunder Ernährung immer kränker
werden?
Fehlt es nicht - vor lauter
Wachstums- und Wettbewerbs- und Profit- und Exportinteressen
an der Ernsthaftigkeit, endlich einmal etwas zum Besseren zu
wenden, statt wortreich tatenlos zuzusehen, wie alles immer schlechter
wird, solange nur die eigene Pfründe sicher ist?
Ist Bewegungsmangel bei Kindern
nicht ein Zeichen dafür, wie krank, verhärtet und verkrustet
unsere Gesellschaft ist?
Wie hat man es geschafft, den natürlichen Bewegungsdrang
der Kinder so zu unterdrücken?
Ist es nicht so, dass Kinder in einer Welt voller Verbotsschilder,
voller Beton und Vorschriften gar keinen Platz mehr finden, an
dem sie sich natürlich und naturgemäß bewegen,
austoben könnten? Ist es nicht so, dass die Abenteuer, die
Computerspiele und doofe Kindersendungen und verbotene Videos
auf den Bildschirm zaubern ihren Reiz sofort verlören, gäbe
es die Chance, ein einziges kleines Abenteuer selbst zu erleben?
Da frage ich mich: Hilft es,
mehr Vorsorgeuntersuchungen durchzuführen? Was hat man davon?
Ja, man kann früher feststellen, dass Kinder sich falsch
ernähren, sich zu wenig bewegen, zuviel auf die Glotze starren,
aber solange die Lebenswirklichkeit nicht geändert wird,
solange wird auch eine Verzehnfachung von Vorsorgeuntersuchungen
nur die zehnfache Zahl alarmierender Erkenntnisse hervorbringen,
und wohlgemeinte, aber in den Wind gesprochene Empfehlungen an
Eltern, denen in jedem Supermarkt die ungesunde Ernährung
für ihre Kinder angedreht wird, die in jeder Schule vergeblich
nach mehr als zwei Stunden Schulsport pro Woche suchen werden,
die nicht wagen, ihre Kinder aus der Mietwohnung zum Spielen
auf die Straße zu schicken, weil es dort zu gefährlich
ist, und die es sich nicht leisten können, ihren Kindern
wohlbehütete Abenteuerferien zu kaufen,
Gesundheitsminister, deren Job sich darin erschöpft, die
Kassenbeiträge auf Ärzte, Krankenhäuser und Pharmazie
zu verteilen,
Verbraucherschutzminister,
die es nicht verhindern, dass Interessenverbände verhindern,
dass wenigstens aussagefähige und leicht erkennbare (Ampel)
Hinweise auf mehr oder minder ungesunde Produkte auf die Nahrungsmittelverpackungen
kommen, die resignierend erklären, das sei "nicht durchsetzbar",
selbst in den eigenen Reihen nicht, die tragen die Schuld am
Zustand dieser Gesellschaft, ihnen fehlt die Ernsthaftigkeit,
sich dem Amt so zu widmen, wie es die Menschen, die ihnen vertrauen
möchten, verdient hätten.
Wenn Politik als die Kunst
des Möglichen gilt, dann darf doch das nicht Entschuldigung
dafür sein, das Schwierige gar nicht erst zu versuchen!
ich habe mit viel Interesse Ihre Gedanken zur Kindergesundheit
und die Leserreaktionen dazu verfolgt. Jetzt muss ich auch etwas
dazu loswerden:
Es wurde schon erkannt, dass die Schuld an der Misere sowohl
an den Eltern als auch an der Gesellschaft liegt. Bevor viele
Leser jetzt aufschreien: Eltern sind IMMER in der Verantwortung
für ihre Kinder. Darüber gibt es nichts zu diskutieren.
Sich über so Grundlegendes wie die richtige Ernährung
zu informieren und dafür zu sorgen, dass der eigene Nachwuchs
gesund ernährt wird ist nun einmal die Pflicht der Eltern.
Da gibt es keine Ausreden. Mangelnde Information, Verwirrung
und Verschleierung durch Industrie und Politik oder ähnliches
lasse ich nicht gelten. So gesehen muss ich Hrn. Suxdorf voll
und ganz zustimmen. Viele Probleme in der Ernährung unserer
Kinder sind der Dummheit, Bequemlichkeit, dem Zeitmangel oder
Ignoranz der Elter geschuldet.
Dass die aktuelle Elterngeneration zum Teil ebenfalls, sagen
wir mal, ein wenig eigenartig ist, ist ein anderes Thema und
das will ich hier nicht weiter vertiefen. Ich sage nur soviel,
um zu veranschaulichen, was ich meine: wenn z.B. früher
ein Lehrerdie Eltern über Verfehlungen ihrer Sprößlinge
informiert hat, haben das die Eltern aufgenommen und meistens
zu Hause erzieherische Maßnahmen eingeleitet. Und heute...!?
Eine nicht ganz unerhebliche Teilschuld trifft jedoch unsere
Gesellschaft. Wir erleben an vielen für unsere Gesellschaft
wichtigen Themen die Auswüchse mangelnder Verantwortlichkeit.
Unsere Eliten in Wirtschaft und Politik stehen über Gesetzen
und Ethik und agieren auch entsprechend. Schließlich haben
sie nichts zu befürchten und können sich wunderbar
hinter unserer Religion ?Markt? verstecken. Nur frage ich mich
immer wieder, wenn doch der Markt alles regeln kann und soll,
und die Gesetze der freien Marktwirtschaft gelten sollen, warum
werden dann z.B. die an den letzten Gammelfleisch-Skandalen beteiligten
Firmen nicht öffentlich benannt? Wieso kommt kein Warnhinweis
in das Regal beim Händler ?Dieses Spielzeug kann erhöhte
Anteile von Schadstoffen enthalten?. Dieses wären doch zwei
sehr einfache Maßnahmen, um dem Markt die Regulierung von
Missständen zu überlassen. Wir als Endverbraucher können
unsere Marktmacht doch gar nicht nutzen, wenn wir informationstechnisch
benachteiligt werden.
Und wo bleibt in vielen Themen in Zusammenhang mit unseren Kindern
der Staatsanwalt? Jedes Mal, wenn ich irgendwo lese, das in Babyflaschen,
Schnullern, Spielzeug usw. erhöhte Werte von krebserregenden
Zusätzen und anderen Giftstoffen gefunden wurden, frage
ich mich, ob dieses für die beteiligten Firmen juristische
Folgen hat. Und wenn nicht, warum? In JEDEM Konzern gibt es Geschäftsführer,
Vorstände, Aufsichtsräte, Gebiets- und Produktserien-Leiter.
Wo bleiben da die Strafanzeigen wegen Körperverletzung?
Es sollte wenigstens einige wenige Bereiche in unserer Gesellschaft
geben, in denen wir nicht mit uns spaßen lassen. Und unsere
Kinder sollten hierbei an oberster Stelle stehen. Jeder Konzern
oder Politiker, der sich an unserem Nachwuchs vergeht, sei es,
wenn er ihnen mittels dummer Schulreformen die Kindheit raubt
oder wenn ihre Gesundheit durch Kostensenkungsmaßnahmen
gefährdet wird, sollten ohne Ausnahme die volle Wirksamkeit
unserer Justiz zu spüren bekommen.
Rückblickend auf heute werden in einigen zig Jahren die
Menschen den Kopf über unsere Dummheit schütteln. Wir
vergiften uns selbst für ein wenig Geld. Wir werfen uns
selbst Chemie zum Fraß vor, von denen niemand weiß,
wie es in Kombination miteinander in unserem Körper wirkt.
Wir vergiften uns mit den Dingen, die uns umgeben: krebserregende
Baustoffe, Farben, Plastik. Wir vergiften ? aus Profitgier und
Bequemlichkeit ? unsere Umwelt und Lebensgrundlage. Und dies
alles für ein paar Bits und Bytes in einem Bankcomputer
oder ein paar bunte Papierfetzen. Wenn man sich dies alles so
vor Augen führt, wäre ich für ein baldiges Aussterben
der Spezies Mensch. Trotz einiger rühmlicher Ausnahmen wie
Ihnen, lieber Herr Kreutzer. :-)
Ich wünsche mir und Ihren Lesern noch viele interessante
und ähnliche Diskussionen anregende Artikel und Gedankenspiele
von Ihnen. Und Ihnen noch viel Kraft un Hingabe, weiter so treffend,
scharfsinnig und dabei doch so leicht verständlich auf die
Misstände unserer Gesellschaft aufmerksam zu machen.
Liebe Grüße
Christof Würth
Sehr geehrter Herr Kreutzer,
eigentlich wollte ich mich gar nicht an der Diskussion beteiligen.
Allerdings folgende Aussage von Peter Suxdorf: "
Dumme Kinder haben dumme Eltern, dicke Kinder haben
dicke Eltern, ungesunde Kinder haben ungesunde Eltern."
mag ich nun doch noch unkommentiert stehen lassen. Auch dann
nicht, wenn ich selbstverständlich das Recht der Meinungsfreiheit
nicht in Frage stelle.
Die oben genannte Aussage ist typisch für das System.
Das System mit dem
Namen Kapitalismus versucht immer die Schuld auf das Individuum
zu lenken. Bloß nicht das System in Frage stellen. Das
ginge ja nun wirklich zu weit.
Ich sage nein, genau dort, nämlich im System, liegen
die Ursachen für ungesunde Ernährung, für Massenarmut,
für Kriege, für Bildungsnotstand, für ausufernde
Staatsverschuldung, für Arbeitslosigkeit, für prekäre
Beschäftigungsverhältnisse und vieles mehr. Selbstverständlich
ist mir bewusst, dass Sie Herr Kreutzer, diese
Zusammenhänge noch viel besser und anschaulicher darlegen
können, als
ich jemals dazu im Stande sein werde. Trotzdem hier mal einige
Zusammenhänge von mir:
Was muss eigentlich das Individuum heutzutage alles können,
um nicht
selbst schuld zu sein?
Ohne Jura Studium ist es doch heutzutage fast unmöglich
Verträge (Arbeitsverträge, Mietverträge, Kaufverträge
und vieles mehr ) richtig zu verstehen, da diese allesamt Klauseln
enthalten, die eben nicht auf den ersten Blick zu durchschauen
sind.
Natürlich sollten wir auch alle Börsenspezialisten
und / oder Finanzexperten sein, um die Anlageberatungen durchschauen
zu können.
Auch vom KFZ Handwerk sollte man etwas verstehen, um a) beim
Gebrauchtwagenkauf nicht betrogen zu werden und b) nicht unnötige
Reparaturen in der Werkstatt bezahlen zu müssen.
Aber auch mangelnde Computerkenntnisse erweisen sich zu oft
als Kostenfalle.
Vom Lehrerberuf muss man auch etwas verstehen, wenn man seine
Kinder
unterstützen will.
Natürlich muss der normale Bürger inzwischen auch
schon fast Mediziner
sein, um unnötige und falsche Behandlungen und / oder Operationen
zu
vermeiden.
Nun kommt noch der Ernährungswissenschaftler dazu.
Im Grunde bedeutet das doch nichts anderes, als dass die Aussagen
der
Lebensmittelkonzerne falsch sein müssen. Wie kann es denn
sonst sein,
dass der Genuss von Lebensmitteln immer öfter zu Krankheiten
führt. Aber
auch wenn man wollte, könnte man sich nicht hundertprozentig
gesund
ernähren, da dem Individuum die zum Anbau und zur Zubereitung
nötige
Zeit genommen wird und natürlich der dafür nötige
Grund und Boden, womit
ich mal wieder beim Eigentum angelangt bin.
Allein meine Aufzählung beweist,
dass es innerhalb des Systems für das
Individuum gar nicht möglich ist, nicht schuld zu sein
und genau deshalb kann ich solche Aussagen nicht unkommentiert
stehen lassen.
Mit sehr freundlichen Grüßen
Peter Fischer
Sehr geehrter Herr Kreutzer,
Fragen über Fragen. An der folgenden bin ich hängen
geblieben:
Oder gibt es vielleicht gar nicht mehr genug gesunde
Nahrung?
Sicherlich gibt es genügend gesunde Nahrung. Die Frage
sollte vielleicht heißen:
Gibt es zuviel ungesunde Nahrung in unseren Supermärkten?
Seit ca. 15 Jahren halte ich mich zweimal im Jahr für
ein paar Wochen in einer Gegend auf, wo der Einkauf eher auf
dem Wochenmarkt stattfindet und beim Krämer um die Ecke.
Das Sortiment ist relativ begrenzt. Im Angebot sind überwiegend
Grundnahrungsmittel, Obst und Gemüse, aus denen die täglichen
Mahlzeiten frisch zubereitet werden.
Nachdem ich das erste Mal von dort kommend, zurück in
Deutschland, wieder meinen vertrauten Supermarkt betrat, war
ich erschlagen von der Fülle des Angebots:
20 verschiedene Sorten Joghurt, zwei Meter Kühltheke voller
Käsespezialitäten etc. Ich suchte nach dem wenigen,
dass mir einige Flugstunden weiter östlich in den
vergangenen Wochen völlig ausreichend erschienen war, bezahlte
und verließ den Supermarkt mit weniger als je zuvor in
meinem Leben und dem Gedanken, dass 80% des Angebots da drinnen
wohl kein Mensch für eine gesunde Ernährung wirklich
brauche. Mit der Zeit gewöhnte ich mich wieder an normales
Konsumverhalten aber das Befremden, dass mich seitdem immer wieder
anspringt, wenn ich aus dem "Urlaub" zurück bin
und die ersten Male hier einkaufe, ist seitdem immer wieder das
gleiche. Was sich mit der Zeit geändert hat: die oben angesprochenen
80% Nahrungsmittel bezeichne ich inzwischen als Müll, und
der Anteil dieses "Mülls" hat sich in den letzten
15 Jahren meiner subjektiven Einschätzung nach auf gut 90%
gesteigert.
Warum kaufen die Leute das? Ganz einfach, weil das Zeug wirklich
gut (und nach mehr) schmeckt, wenn man nichts anderes kennt.
Weil es mit seinem Fett- und Zuckergehalt und den vielen Aromen
vergessen lässt, dass wieder einmal niemand da ist, der
die Mahlzeit mit einem teilt. Wie kommen wir da wieder heraus?
Am besten EINFACH! Zum Beispiel so:
Verabreden mit Freunden oder der Familie (nehmen wir 4 Personen
an)
Einen Topf Wasser zum Kochen bringen (für die Nudeln).
Einen Stich Butter mit 2 Eßlöffeln Oliveröl
in einer Pfanne erhitzen.
Pro Person eine grosse Tomate würfeln und in das heiße
Fett geben und kurz schmoren lassen.
Mit einer Zehe Knoblauch und Gewürzen abschmecken.
Tisch decken.
Nudeln, Sosse und geriebenen Käse in getrennten Schüsseln
auf den Tisch stellen.
Wenn jeder der Anwesenden eine Aufgabe übernimmt, steht
nach 20 Minuten eine vollwertige, leckere Mahlzeit auf dem Tisch.
Guten Appetit in fröhlicher Runde wünscht
B. M. Ay
Hallo Herr Kreutzer und alle Interessierte!
Da bis jetzt schon so viel Wahres und Wichtiges hier geschrieben
wurde, möchte ich kurz mit Anmerkungen zusammenfassen, und
ein paar Überlegungen ergänzen.
Mangelhafte Ernährung betrifft oft schon die Eltern
und somit die Programmierung/ Vererbung und Versorgung
des entstehenden Lebens.
Gleiches gilt für Drogen (Nikotin, Alkohol etc.) und immer
mehr Umweltgifte (Luft, Wasser, Reinigungs-/ Pflegemittel,
Medikamente etc.)
Mangelhafte Bewegung und/ oder überhaupt Bewegungsmangel
breitet sich immer mehr aus. In einem gesunden Körper
ist ein gesunder Geist. Alles hängt zusammen, aber
nicht nur Körper und Geist, sondern auch die Seele.
Damit zusammenhängend auch:
Multimediale Überflutung oft schon im Kleinkindalter
und noch früher.
Kinder wachsen immer mehr schon im Mutterleib in einer Atmosphäre
von Druck, Angst und Unsicherheit heran. Neuere Untersuchungen
belegen eindeutig, dass Ungeborene auf Emotionen/ Gefühle
der Mutter direkt reagieren. Wer kann so Programmierungen
ausschließen? Der gesunde Menschenverstand wusste das schon
immer, aber jetzt weiß man es auch wissenschaftlich.
Alles hängt zusammen ist verknüpft. Das wusste
man zwar auch schon vor langer Zeit, aber heute hat man es wissenschaftlich
belegt.
Wenn man denn jetzt weiß, was für eine gesunde
Entwicklung eines Menschen schlecht und gut ist, und wenn alle
materiellen Voraussetzungen für eine gute Entwicklung gegeben
sind, und dann trotz allen Wissens negative Verhältnisse
gefördert werden, stellt sich doch die Frage nach dem warum
eine Systemfrage. (Dr. Schnitzer als Beispiel wurde ja
schon erwähnt!)
Tatsache ist leider, dass es für Eltern in diesem System
immer schwieriger wird, ihrem Kind ein natürliches, gesundes
Heranwachsen zu ermöglichen.
Von Oben und denen, die nur auf Missstände
hinweisen, aber nichts tun, brauchen wir keine Hilfe erwarten,
da müssen wir schon selbst Druck erzeugen!
Im Internet gibt es mittlerweile sehr viele Dokumentationen.
Erst diese Woche bin ich über ein sehr interessantes, aktuelles
Interview gestolpert, das einem in Bezug kindlicher
Psyche/ Seele viel zum Denken geben sollte. Das Thema ist zwar
Lehrergewalt, aber es wird auch sehr Vieles schon über Kleinkinder
und allgemein angesprochen.
Unsere Kinder und Jugendliche sind ein Spiegel der
(unserer!) Gesellschaft!
Mehr muss man eigentlich nicht sagen.
recht betrübt,
-Christiansen-
Tagchen lieber Wolf,
also erstens: Politik ist der Spielraum, den die Wirtschaft ihr
läßt - das mal zuförderst. Schließlich
geht lediglich das offizielle Gehalt aus der Steuerkasse in die
Politikertaschen - und ich befürchte, das ist nur der kleine
Teil.
zweitens hast Du recht: Kinder leben in einer Welt von mehr oder
weniger deutlichen Verboten, in einer Welt ohne nachbarschaftliche
Kreise, ohne Sicherheit, ohne Schutz (und die Leute werfen weiter
als obs nix Böses gäbe - wie sehr hassen die eigentlich
ihre zukünftigen Kinder?).
Ich habe ja nun relativ viel mit Kids gerade in der Altersklasse
11-14 zu tun durch so eine frewillige Angelegenheit die ich nebenher
mache. Kids im Internet, also perfekt zum Beobachten.
Du fragst dich, wie sie es geschafft haben, den natürlichen
Drang zum Bewegen zu unterdrücken - ich frage mich das auch.
Ich frage mich aber noch mehr: es ist doch so, daß Kids
gerade in diesen Altersgruppen normalerweise ein Hirn haben was
so blitzschnell läuft, daß es dauernd Gefahr läuft,
sich zu überschlagen. Kinder sind normal weiß Gott
nicht dumm, sie verfügen nur oft nicht über genügend
Informationen - so daß sie manchmal dumm scheinen. Das
ist insofern ok, ist doch die Kindheit und Jugend dafür
da, zu lernen zu lernen zu lernen... und damit ist nicht die
Schule gemeint sondern äußere Umstände, emotionale
Welt, soziale Belange und millionenfaches mehr. Schule ist da
biologisch eigentlich nur ein optionales Beipack, welches wir
hinzugefügt haben - das Lernprogramm aber ist Millionen
Jahre alt und interessiert sich wenig für Schule.
Lange Einführung, doch jetzt der Grund: Kinder verdummen
inzwischen mit einer atemberaubenden Geschwindigkeit - ich bin
überzeugt, guggt man ein Kind ohne Unterbrechung eine Stunde
lang an, ist es nachher dümmer als vor der Stunde.
Ich konnte das gar nicht fassen, hab mich gegen die Erkenntnis
gesträubt... allein es hilft nichts. Wie haben sie es eigentlich
geschafft, die reflexartige und biologisch eingebaute Lernbereitschaft
so niederzuknüppeln? (nicht Schule ist hier gemeint, nicht
das kleine Einmaleins!). Das scheint mir eine mindestens genauso
interessante Frage zu sein. Auch rede ich hier nicht von Veranlagung,
nicht von meßbarem IQ sozusagen, sondern von der Bereitschaft
des Gehirns, in diesem Alter auf >Volldampf voraus< zu
stehen.
Sie gehen ins Internet, sie sitzen zu 20 in einem Chatraum und
das einzige was man hört ist "mir is lw" (lw =
langweilig), also nicht mal hier unterhalten sie sich, wissen
sich nichts zu erzählen... Aber sie sind total überdreht
in ihren Beziehungsverhältnissen ("Ich lieb dich für
immer und ewig" und das nachdem ein 12jähriges Mädel
einen 13jährigen Jungen ungefähr 3 Stunden virtuell
kennt), sie drehen total durch, sind emotional so entwickelt
wie ein Wienerwald-Erfrischungstüchlein. Der Bewegungsmangel
scheint mir nicht so gefährlich wie diese labile psychische
Entwicklung die da als Welle ('Welle' sagte ich? ein gigantischer
Tsunami) auf uns zurollt.
Die Erklärung ist recht einfach und rechnerisch: die Kids
heutzutage entspringen Eltern, die in den 80ern etwa ihre Kindheit
hatten, Schlüsselkinder, aufgewärmtes Essen aus der
Mikrowelle und dann vom Fernseh-Onkel erzogen und geprägt
(Mutti is ja sooo emanzipiert, die muß ja arbeiten und
ihre Emanzipation am Fließband, als Putze oder im Supermarkt
an der Kasse beweisen und Scheidung wurde auch immer normaler).
Diese Kinder wurden schon nicht mehr erzogen sondern wurden einfach
irgendwie groß (ich sage bewußt nicht "erwachsen")
und nun drehen sie das Rad einfach in die nächste Runde.
Kinder kriegen, halbwegs still machen wenn sie schreien, irgendwie
durchbringen bis sie alleine stehen können sozusagen. Fertig.
Woher sollen diese Eltern wissen wie man ein Kind erzieht? Wie
man es sozial empfindsam macht? Wie die kleine weiße Seele
entwickelt auf der soviel stehen könnte? Nur, heute ist
es kaum noch der TV ("is ja lw") sondern der Computer.
Und der ist immens gefährlicher als TV, da kein CvD oder
keine Redaktion dahinter verantwortlich für den Inhalt ist.
Und damit das klar ist: ich spreche auch nur sehr marginal von
sexuellen Gefährdungen, da gibts genug anderes in der Gesamtmasse
mindestens ebenso gefährliches. Und das gefährlichste
ist, sie werden geprägt von virtuellen Kreisen, von Menschen
die sie nie sehen, nie riechen, nie hören, mit denen sie
sich nie das Knie beim Fußball aufschrammen oder um eine
Puppe streiten und so weiter. Sie kriegen ein Laptop ins Zimmer
gestellt und geben Ruhe. Fertig. Ich könnte endlos so weitermachen
aber ich denke, für den Anfang reicht es.
mit traurigem Gruß
der übliche Verdächtige
(der schon geschrieben hat, bevor
ich sagte, dass ich Namen öffentlich mache)
Hallo Herr Kreutzer,
nee, nee, da muß ich mal heftig widersprechen.
Das ist zu einfach, mal wieder die Unfähigkeit und Unmündigkeit
der Eltern auf Politik und/oder Lebensmittelkonzerne zu schieben.
Ich selber habe zwei Kinder und bin selber auch ein Großstadtkind.
Auch wenn es mich glücklicherweise auf´s Land gezogen
hat, so kann ich mit Fug und Recht behaupten, daß es sogar
in der Großstadt möglich ist, draußen zu spielen.
Überall ist es möglich frisches Obst und Gemüse
zu kaufen, überall ist es möglich gesund zu kochen
und sich auch anderweitig gesund zu ernähren.
Einfach ist es natürlich die Packung aufzureißen,
die Mikrowelle anzuschmeißen und sonst Pseudonahrung in
sich hineinzustopfen.
Ich halte mal locker 95% der Eltern für das Grundübel,
warum es deren Kindern bescheiden geht. Es sind
a) Faulheit
b) Dummheit
c) in Kombination mit selbstgewählter Unwissenheit der Eltern,
die ursächlich an dem Schaden der Kinder Schuld sind.
Meine liebe Ehefrau arbeitet als Erzieherin in einem Kindergarten,
der in einem klassischen Mittelstandsgebiet liegt, keine Problemzone,
kein Hauen und Stechen. Und sie ist der lebende Beweis für
folgende Kernaussage, auch wenn sie (die Kernaussage, nicht meine
Frau)schrecklich platt und auch unintelligent sein mag:
"Dumme Kinder haben dumme Eltern, dicke Kinder haben dicke
Eltern, ungesunde Kinder haben ungesunde Eltern."
Es mag Ausnahmen von dieser Regel geben, aber bei 120 Kindern
mag ich mir da schon ein Urteil erlauben.
Freundliche Grüße
Peter Suxdorf
Lieber Wolf,
mit großer Aufmerksamkeit habe ich deinen Kommentar
auf die Pressemeldung:
Ärzte: Gesundheit von Kindern hat sich verschlechtert
gelesen.
Wie kann es sein, dass sich in unserer Zivilisation
der Gesundheitszustand unserer Kinder immer mehr verschlechtert?
Verhaltensauffälligkeiten, Bewegungsmangel, Übergewicht,
motorische Defizite, Sprach- und Hörprobleme und
darüber hinaus noch eine drastische Zunahme von Kindern,
die als weitere Krankheit die Krönung Legasthenie
und/oder Dyskalkulie attestiert bekommen.
Was läuft hier schief?
Die Gesundheitserziehung unserer Kinder müsse in Deutschland
ein stärkeres Gewicht bekommen, lese ich von Christina Sewekow
von der DAK.
Gesundheitserziehung?
Zu Gesundheit erziehen?
Zu etwas erziehen, das von Natur aus gegeben ist, wenn ein
Kind auf diese Welt kommt?
Zu Gesundheit erziehen?
Wie kommt es denn, dass viele unserer Kinder übergewichtig
sind?
Wie kommt es denn, dass immer mehr Kinder sprachliche Defizite
haben? Wird denn diesen Kindern nicht mehr vorgelesen? Sprechen
die Eltern womöglich zu wenig mit ihrem Kind? Lassen viele
unserer Eltern denn ihre Kinder sprachlich verarmen, indem sie
ihre Kinder vor den Fernseher oder vor Computerspiele setzen?
Wer trägt denn die Verantwortung, dass unsere Kinder
gesund sind?
Der Staat?
Die Eltern?
Ich denke, dass für eine gesunde Entwicklung unserer
Kinder in erster Linie die Eltern selbst verantwortlich sind.
Sie tragen maßgeblich die Verantwortung, dass ihr Kind
beispielsweise gesund ernährt wird.
Meiner Beobachtung nach sind mittlerweile allerdings sehr viele
junge Eltern verunsichert, was ihr Kind für eine gesunde
Entwicklung braucht. Viele Eltern vertrauen schlichtweg ihrem
Bauchgefühl, ihrer Intuition, nicht mehr. Viele Eltern haben
Angst davor, etwas falsch machen zu können. Die Medien tragen
ihren Teil dazu bei, wenn ich mir erlauben darf, das hier öffentlich
zu machen. Eltern haben Angst, weil ihnen Angst gemacht wird!
Und da, denke ich zumindest, liegt der Hase im Pfeffer:
Es wird unseren jungen Eltern regelrecht rund um die Uhr
Angst gemacht.
Angst gemacht, dass ihr Kind sich nicht optimal entwickeln
würde. Angst davor, dass ihr Kind keine weiterführende
Schule besuchen könne, wenn es nicht bereits im Kindergarten
um jeden Preis gefördert wird. Traurig, ich weiß,
doch so scheint es zu sein.
Jedes Kind entwickelt sich anders. Jedes Kind entwickelt sich
nach einem inneren Plan, nach seinem individuellen Plan!
Niemand - weder Kinderärzte und Erzieher, weder Lehrer noch
Eltern dürfen sich meines Erachtens anmaßen
Kinder in vorgefertigte Entwicklungs-Schubladen zu stecken, nach
denen sie sich gefälligst zu entwickeln hätten.
Wesentlich sinnvoller ist, das Vertrauen in den inneren
Plan unserer Kinder aufzubauen, ja, genau das ist das, was
unsere Eltern wieder lernen dürfen: Vertrauen in das zu
haben, was die Natur in wundervoller Art und Weise hervorgebracht
hat. Und dazu gehört insbesondere das Vertrauen darin, ihr
Kind gesund zu ernähren. Doch hier scheint wieder mal die
Werbung kräftig die Hand im Spiel zu haben. Was da alles
als gesund und wertvoll deklariert wird, schreit zum Himmel!
Wissen denn viele unserer Eltern nicht mehr, was wirklich gesund
ist? Ist unseren Eltern eigentlich bewusst, wie viel Zucker sie
ihren Kindern zumuten? Zucker, der nahezu in jedem Fertigprodukt
enthalten ist?
Eine gesunde Ernährung ist für mich eine Ernährung,
die aus vollwertigen, möglichst nicht industriell verarbeiteten
Lebensmitteln besteht.
Und was finden wir in den Regalen der Supermärkte? Fertigprodukte über Fertigprodukte!
Schnell aufreißen, rein in die Mikrowelle, ohne sich
dabei Gedanken zu machen, was man damit sich selbst und seinen
Kindern antut.
Solches Essen ist wohl kein Essen mehr. Es wird zu einem Fraß,
den ich nicht einmal einem Hund vorsetzen würde, der mir
ans Herz gewachsen wäre.
Das Essen darf gerne wieder als Kulturgut erlebt und gelebt
werden. Ein Kulturgut, das als Ritual in unseren Familien wieder
seinen Platz finden darf.
Ein gemeinsames Essen am Tisch das scheint in vielen Familien
nicht mehr an der Tagesordnung zu sein. Ein gemeinsames Frühstück
scheint ebenfalls nur noch in wenigen Familien stattzufinden.
Jedes vierte Kind kommt ohne Frühstück in die Schule.
Was könnte der Grund dafür sein?
Sind denn tatsächlich ein Viertel der Eltern beide berufstätig
und vor den Kindern am Morgen aus dem Haus, sodass keine
Zeit für ein gemeinsames Frühstück bleibt?
Die Gesundheitserziehung, wenn das so genannt
werden soll findet in der Familie statt. Und zwar in den
ersten Lebensjahren! In dieser Zeit erfolgt die Prägung
für ein gesundheitsbewusstes und verantwortungsbewusstes
Verhalten, was Ernährung anbelangt. In der Familie
findet diese Prägung statt. In der Familie, der kleinsten
Zelle der Gesellschaft. Projekte an Schulen und Kindergärten
zum Thema Ernährung werden am laufenden Band veranstaltet.
Doch was hilft all das, wenn zuhause dann die Kinder wieder ihre
Fertigprodukte aus der Mikrowelle vorgesetzt bekommen? Was hilft
all das, wenn das, was sich in gutgemeinter Projektarbeit in
Kindergärten und Schulen herauskristallisiert, dann im Elternhaus
nicht weitergeführt und erfahrbar gemacht wird? Das Elternhaus,
die Familie ist der beste Lernort für ein gesundheitsbewusstes
Verhalten. Die Eltern als Vorbilder! Wo sind diese Eltern?, frage
ich mich.
Die Familie, die kleinste Zelle der Gesellschaft gilt es zu
stärken. Machen wir doch unseren Eltern Mut, die Verantwortung
für ihre Kinder wieder mit Freude zu übernehmen. Stärken
wir doch die Familien, damit sich unsere Kinder zu gesundheitsbewussten,
mündigen, verantwortungsvollen und verantwortungsbewussten
Mitgliedern unserer Gesellschaft entwickeln können. Zu Mitgliedern,
die gerne für sich selbst Verantwortung tragen und für
andere mittragen.
Hören wir auf damit, unseren Eltern Angst
zu machen!
Die Familie als der beste Lernort. Was dort seit Jahrzehnten
in vielen Familien versäumt wurde, kann unmöglich im
Kindergarten oder in Schule nachgeholt werden.
Die Familie als der Lernort, an dem die Kinder in einem geschützten
Raum ihre Erfahrungen machen dürfen. Voraussetzung dafür
ist, dass unsere Eltern wieder Zeit haben für ihre Kinder,
dass sie ihre Kinder liebevoll beobachten, dass sie gemeinsam
mit ihnen was unternehmen, dass sie sich gemeinsam für was
stark machen, dass sie ihre Kinder ermutigen, Herausforderungen
mit Freude annehmen, dass sie ihren Kindern vermitteln, dass
Fehler dazu da sind, um aus ihnen zu lernen, dass sie sich mit
ihren Kindern verbunden fühlen, damit diese über sich
hinauswachsen können und sich so entwickeln, wie es der
innere Plan vorsieht.
Vielen Dank, Wolf, dass du dieses brisante Thema auf deiner
Seite zur Diskussion gestellt hast und ich jetzt die Gelegenheit
hatte, meine Gedanken dazu öffentlich zu machen.
Herzliche Grüße aus dem Landkreis Freising an alle,
die jetzt mitgelesen haben!
Manuela Engl
Wir stoßen überall an Grenzen, sozial, politisch,
rohstofftechnisch, nervlich, seelisch.
Nicht nur die Kinder werden kranker; Kinder sind nur Seismografen.
Unsere Gesellschaft hat sich überdehnt in ihrem Lebensstil,
in ihren Ansprüchen, ihren Zahlen. Bisher wuchs noch der
Lebensstandard, wenn auch schon länger nicht mehr die Lebensqualität;
nun geht es rückwärts. Die Ausdehnung des Weltalls
ist zuende, jetzt gehts zurück gen Urknall (denkt euch die
Dunkle Materie mal weg). Angeblich hat ein heute geborenes Mädchen
eine Lebenserwartung von 100 Jahren; real glaub ichs nicht.
Wenn wir nicht ganz grundlegend was ändern, entschleunigen,
entmedialisieren, entlärmen, werden wir alle immer kranker
werden. Aber niemand möchte unseren Lebensstil ändern;
wir überlegen nur, wie wir diesen Lebensstil "ökologischer"
machen. Übers Wochenende nach Malle mit'm Energiespar-Flieger.
Niemand nimmt das V-Wort (Verzicht!!!) in den Mund -- wers tut,
ist öffentlich/politisch tot.
Besonders interessant finde ich die seelischen Erkrankungen bei
Kindern. Ich habe zwei Erklärungsvorschläge:
1. Übermedialisierung zerstört die Kindheit und die
Familien, was zu seelischen Schäden bei den Kindern führt
(mit 10 Jahren Pornos aufm Handy, wer bleibt denn da bei Verstand?),
2. die Pharmabranche denkt sich schöne gefährliche
Namen und Pillen für ganz normale kindliche Verhaltensweisen
aus.
Kann gut sein, dass beides zutrifft. Erst werden die Kinder kaputtgemacht,
dann mit Medikamenten weltkompatibel gehalten. Oder?
Marianne Immenhoff
Hallo Herr Kreutzer,
die Symptome sind Zivilisationskrankheiten einer Zivilisation
unter kapitalistischen Bedingungen kurz vorm Prellbock. Mit seinen
Lösungswegen ist Karl Marx auf Grund kleiner Denkfehler
in die Irre gelaufen , aber in der Beschreibung der Zustände
und wie es ausgeht, sehe ich in ihm doch einen großen Denker
, die Lektüre des Kapitals kann man unter dem Gesichtspunkt
nur empfehlen. Der Leser wird staunen wenn er den Istzustand
betrachtet und vergleicht was er vor weit mehr als 100 Jahren
schon vorausgesagt hat. Man denke nur an Begriffe wie Monopolkapitalismus
oder Kapitalisierung der Familie. Bei letzterem sind wir zurück
bei den kranken Kindern, die Zahl der Leute, die ihre Kinder
nur notdürftig großfüttern, steigt immer weiter
an, Ursache : das exponentielle Wachstum im Kapitalismus, das
auf der Gegenseite in Summe mit dem Raubbau an allen natürlichen
Resourcen exponentielle Verarmung bedingt. Bessern wird sich
daran erst etwas wenn die Ursache beseitigt ist und die Zivilisation
zu linear wirkenden Rahmenbedingungen zurückfindet. Herumgepfusche
an den Symptomen bewirkt gar nichts , dazu zählt auch zB
das bedingungslose Grundeinkommen. Ich hoffe ich darf das an
dieser Stelle , ich möchte dazu empfehlen sich durchzulesen
von Otto Valentin 1952 : Die Lösung der socialen Frage,
und von Silvio Gesell 1906 : die natürliche Wirtschaftsordnung
. Beides kostenlos herunterzuladen auf der Seite der Humanwirtschaftspartei
unter Infomatereal. Wir leben in einem System mit widersinnigem
Bodenrecht und Finanzordnung, solange das nicht überwunden
ist werden die Kinder noch kranker.
mit freundlichem Gruß aus Bobitz in Mecklenburg
Reinhard Loos
Hallo Herr Kreuzer,
die Kinder werden kränker, die Fragen, die Sie stellen sind,
richtig.
Die industrielle Gesellschaft ist nur nocht teilweise in der
Lage, gesunden Nachwuchs zu schaffen. Aber die Gesellschaft in
der Masse zieht ja die richtigen Konsequenzen: die Geburtenraten
der westlichen Industrienationen sinken, nicht ganz so dramatisch
wie bei den australischen Aboriginies, die auch erkannt haben,
dass die Erde für Ihre Gesellschaft nicht der richtige Aufenthaltsort
ist, aber sie sinken. Ein Zeichen dafür, dass sich die Menschen
in ihrem Lebensraum nicht mehr so wohl fühlen, dass sie
dem natürlichsten Verlangen, dem Verlangen nach Fortpflanzung,
nachgeben.
Aber vielleicht liege ich ja ganz falsch, vielleicht entwickelt
sich die Natur in eine für die Natur logische Richtung,
nur wir sind zu doof. diese natürliche Wahrheit zu erkennen.
Vielleicht braucht die Natur in der Zukunft keine wilden Tiere
und Pflanzenarten, vielleicht braucht die Natur in der Zukunft
keine Artenvielfalt für eine "natürliche"
Evolution und vielleicht braucht die Natur keine Menschen mehr
die sich bewegen, fühlen, riechen und schmecken können.
Dann hätte das Ganze ja einen Sinn, den wir uns heute nicht
vorstellen können.
Ich selbst glaube das Gegenteil, die aktuelle Entwicklung macht
keinen Sinn, der Mensch zerstört seine natürliche Umwelt,
seine Gesundheit, seine natürlichen Fähigkeiten und
seine Lebensgrundlage, er treibt sich und die Erde in den Ruin.
Wenn der Mensch dann verschwunden ist, kann die Natur die Erde
in ein paar Millionen Jahre wieder in Ordnung bringen - oder
fängt auf einem anderen Planeten neu an. Der "Mainstream"
zieht diese Entwicklung mit einer unerschöpflich scheinenden
Kraft. Aber vielleicht bricht diese Kraft doch eines Tages zusammen,
in der menschlilchen Geschichte gibt es Beispiele für solchen
grundlegenden Wandel: z.B. vor der französichen Revolution
hätte niemand gedacht, dass es etwas anderes Wichtiges gibt
als die Geburt in einen besitmmten Stand - am besten in den Adel.
Vielleicht gibt es bald eine Gesellschaft, die den Primat
von Geld und Wachstum überwunden hat. Also müssen wenigstens
ein paar Menschen weiterhin eine andere Gesellschaft denken und
den Politikern versuchen mitzuteilen, wo die Alternativen liegen
könnten - auch wenn diese Politker heute die guten Argumente
nur für ihren Etikettenschwindel verwenden und so die heuchlerische
und widersprüchliche Welt noch widersprüchlicher machen.
Mit freundlichen Grüßen
Helmut Winter
Hallo, Herr Kreutzer,
wäre ich im Abfassen von Texten begabter, würde
ich den Sondernewsletter und die bis 17:20h gelesenen Briefe
dazu zu einem Aufsatz zusammenfassen. Keinem der Beiträge
kann man widersprechen. Ich würde noch einige Punkte aus
dem Bereich Umwelt ergänzen. Unter anderem, daß in
der Luft schwebende, für den Menschen möglicherweise
wichtige Mikroorganismen mit der Luft durch die Motore der Kfz.
gejagt werden, diese als Leichen verlassen und als Fremdeiweiße
in die Lungen und evtl. Blutbahnen nicht nur der Menschen gelangen.
(So zB. der ehemalige Umweltberater der niedersächsischen
Landesregierung, Prof. Preußgen [o.ä.])
Die Hauptursache der Misere dürfte die menschliche Gier
sein. Und die ist, so scheint mir, gesellschaftlich als normal
anerkannt.
Beste Grüße
Friedr.-W.H. Rahe
Hallo Herr Kreutzer,
Kindererziehung ist eine Generationen übergreifende Verantwortung.
Kindererziehung und damit auch Kindergesundheit, liegen im Interesse
der gesamten Gesellschaft. Hier zeigt sich deutlich, in welcher
Welt wir bereits angekommen sind.
Um das einmal vorweg zu nehmen: unsere Familie darf drei Kinder
erziehen, die zwischen 11 und 18 Jahren jung sind. Die Drei haben
sehr unterschiedliche Interessen. Der Jüngste schaut viel
Fernsehen und spielt viel von Pokemon (das Rätsel
aller Eltern) bis StarWars. Die älteren Mädels sind
teils durch die schulischen Anforderungen gebunden, chatten
aber auch, meist abends sehr viel. Die schulischen Leistungen
sind bei allen gut bis sehr gut. Sie haben alle sehr gute soziale
Umgangsformen und sind in mindestens einem Sportverein vertreten.
Was ich damit sagen will?
Nun, es kommt wie so häufig, auf das richtige Maß
an. Wir haben von Anfang an sehr viel Wert auf soziale Umgangsformen
gelegt. Klassisch: auf gutes Benehmen, Respekt (aber keine Angst!),
Toleranz zu anders Denkenden und anders wirkenden Menschen
usw. Werte aus Märchen und alten, guten Kindergeschichten
eben. Bedingung für solche Entgleisungen, wie
viel Fernsehen oder Computer Chatten oder Spielen, waren
für uns immer, gute schulische Leistungen und mindestens
2mal pro Woche Sport. Natürlich hatten wir selbst die Möglichkeiten,
durch eine gute Ausbildung und Arbeit, uns auch die Wohnung,
mit der guten, anliegenden Grundschule auszusuchen. Aber nun
wieder zum Thema
Die Schubladen, die wir auf und zu machen, von Eltern bis
hin zu Lehrern, von Kommunalpolitikerpolitikern bis hin zum Bundeskanzler,
spiegeln hierbei nicht das Problem wieder.
Das Problem befindet sich tatsächlich außerhalb
unserer Gesellschaft. In den Schatten und hinter dem Schleier.
Es sind die, die nicht an dieser Gesellschaft teilhaben sondern
nur von ihr profitieren. Es sind die Lobbyisten, die Gesellschafter,
die Bezieher der leistungslosen Einkommen und die Mitläufer,
die dafür sorgen, dass dieses System erhalten bleibt und
funktioniert.
Sie haben ein System geschaffen, das schwer zu durchschauen,
das schwer zu verstehen ist. Als Anhänger der Logik und
als selbsternannter Systemkritiker komme ich nicht umhin dieses
scheinbar perfekte System, in manchen Situationen sogar zu bewundern,
wenn der Ekel nicht so groß wäre (ja, manchmal
hasse ich mich selber dafür ). Wir bekommen eine Art
Scheinwelt vorgezeigt, in der wir an der Nase herumgeführt
werden. Jeder Protest und jedes aufbegehren ist bereits vorausbestimmt
und mit einkalkuliert(wie viele Beispiele soll ich nennen? Stuttgart21?
Atomausstieg?)
Längst sind es die Kinder der Massenbevölkerung
nicht mehr wert, sich darum zu kümmern. Es werden bereits
weitere Systemveränderungen vorgenommen, die in Richtung
Elite gehend, am Ende nur noch den Reichen, eine
gute Versorgung und damit auch eine gute Bildung und artgerechte
Erziehung ermöglichen werden*.
Die Sicherheitsmaßnahmen in diesem System funktionieren
dabei wie von selbst. Durch Reizüberflutung und ständige
Vernachlässigung der Reflektion und Genauigkeit in den Scheindiskussionen,
werden langsam und stetig, alle Wahren Dinge und
Werte herabgestuft und bis ins Gegenteil verklärt.
Kinder, die ohne den nötigen Hintergrund und Aufklärung,
stundenlang vor dem Fernseher sitzen und nicht mehr rauskommen,
sind in der Tat gefährdet. Hier fehlt einfach die nötige
Sozialkompetenz. Dabei ist es natürlich wichtig nicht zu
Überreißen und mit der heiteren Gelassenheit
heranzugehen. Kinder wollen lernen und sind bestimmt nicht von
Geburt an dumm. Doch dieses System läuft in seiner Ausgeprägtheit
nun schon einige Jahrzehnte. Es ist bereits in weiten Teilen
in der Generation, die schon selbst wieder Kinder hat, angekommen.
Das macht die Sache nicht gerade einfacher.
Doch das ist so vorgesehen, in diesem System!
Die Volksverdummung ist geplant. Sie dient der
Vorbereitung zur nächsten Stufe der Herrschaft über
die Menschheit: der Weltregierung! Ja, klingt für manche
sicherlich komisch iss aber so!
Wir haben nur wenig entgegenzusetzen. Aber mit dem nötigen
Durchhaltevermögen und dem nötigen Mut können
wir es trotzdem schaffen. Nicht mit Aufstand oder Revolution.
Sondern mit den Entscheidungen, die wir im täglichen Leben
treffen. Ganz leise und von Innen heraus. Wenn es noch ein paar
mehr Leute werden, reicht es vielleicht schon aus, um die Ganze
Sache noch zu kippen. Positive Infiltration Sie wissen schon
was ich meine
Bis die Tage
Stefan Neumann
* Beispiel1: zusammenlegen der Schulformen dadurch
weiteres Herabstufen der Leistungsanforderungen. Das Bildungsniveau
wird nicht durch eine Vermischung der Schüler gefördert,
sondern dadurch herabgesetzt! Es gibt weiterhin Menschen mit
unterschiedlichen Fähigkeiten. Nicht jeder Mensch hat das
gleiche Talent. Mancher hat gar keins! Das ist so! Auch wenn
dazu seit Jahrzehnten keine entsprechenden Studien mehr veröffentlicht
werden. Warum sollte sich das geändert haben? Die Einteilung
in drei Schulformen mit der Gesamtschule als Sonderlösung
für alle Spätstarter war eigentlich ein
gutes System. Leider ist es aber versäumt worden, die entsprechenden
Regelungen vorzunehmen. Bildung lässt sich eben nur durch
mehr Zeit für die Schüler fördern. Also mehr Lehrer
und mehr, aber dafür kleinere Klassen! Dann kommen auch
die, die kein Talent haben weiter(vielleicht findet man dann
sogar die Zeit, doch noch ein ganz verstecktes Talent zu entdecken!?)
Die Eltern werden derweil vollständig in Arbeit getrieben.
Scheinbegriffe wie Emanzipation und Selbstverwirklichung werden
aufgebrochen und missbraucht. Gut gemeinte Ansätze wie Elternzeiten
oder Teilzeitkräfte werden dazu benutzt, um auch die letzte
Familie aus ihrer Verantwortung zu reißen. Für Geld?
Für Anerkennung? Wir schaffen das schon irgendwie!?
Kinder brauchen vor allem Zeit! Zeit für sich und Zeit
mit der Familie!
Beispiel2: das Gesundheitssystem wird immer wieder ungebaut
und unnötig verteuert erst wird ein scheinbarer Wettbewerb
erzeugt dann werden die Kosten hochgetrieben und wieder
eine Einheitskasse für Arme kreiert. In der Zwischenzeit
werden die geforderten Anpassungen zur Sicherstellung zukünftiger
Profite vorgenommen. Die Reichen sind somit weiterhin reich und
können sich jede Versorgung leisten die Armen werden
nur noch Notversorgt und müssen, mit zu spät entdeckten,
chronischen Leiden dahinsiechen.
Sehr geehrter Herr Kreutzer,
zum Thema Verlust der Kindergesundheit ließen sich unendlich
viele Bücher schreiben, könnten Heerscharen von Medizinern
"echte" Doktorarbeiten einreichen. Aber nur, wenn es
denn dem System auch recht wäre. Und da liegt der wahre
Grund für
diese heutige Misere.
Wir leben derzeit leider in einer Gesellschaftsform, in welcher
nicht das Wohl des Volkes die Entscheidungen der Politiker bestimmt,
sondern in einer Parteienoligarchie, in welcher die Regierung
die Wünsche der zahlungskräftigsten Lobbyisten bereits
in vorausschauender Pflichterfüllung befriedigt. Das Volk
ist dabei völlig irrelevant und nur störend (siehe
auch Euro-Rettungspakete).
Wenn ich mir nun die umsatzstärksten Industrien in der westlichen
Welt betrachte, dann steht da die Chemie-und Pharmaindustrie
an führender Stelle (noch weit vor der Rüstungsindustrie!).
Und woran "verdient" nun wohl die Pharmaindustrie am
Besten? Garantiert nicht an einem gesunden Volk. Je mehr Kranke
es gibt, umso höher der Profit. Das dürfte wohl Jedem
klar sein. Eugen Roth schrieb dazu:
Was bringt den Doktor um sein Brot?
a) die Gesundheit und b) der Tod.
Drum hält der Arzt, auf daß er lebe,
uns zwischen beiden in der Schwebe.
Und was sind denn nun die häufigsten Krankheiten in unserer
ach so modernen und fortschrittlichen Zeit? Die sogenannten Zivilisationskrankheiten,
wie z.B. Bluthochdruck und Diabetes einschließlich ihrer
vielfältigen Folgeerscheinungen.
Kein behandelnder Arzt jedoch versucht die Ursachen dafür
zu hinterfragen und aufzudecken. Es wird einfach feste drauf
los medikamentiert, mit allem, was die Apotheke dazu herzugeben
hat. Je teurer, desto beliebter.
Schau ich mir nun mal die Medizinstudenten so an, was sie in
den Vorlesungen an Informationsmaterial erhalten, dann liest
sich das wie eine Reparaturanleitung für ein kaputtes Auto.
Bei dieser Krankheit diese Medikamente und bei jener
Krankheit jene Chemie. Gibt ein Organ schließlich seinen
Geist auf, dann ist die Chirurgie am Zuge, dann wird geschnipselt,
bis das Skalpell glüht.
Auch hierzu ein Ausspruch von Voltaire:
"Ärzte geben Medikamente,
von denen sie wenig wissen,
in Menschenleiber,
von denen sie noch weniger wissen,
zur Behandlung von Krankheiten,
von denen sie überhaupt nichts wissen."
Anderes Beispiel: Vor 50 Jahren lag die Todesursache Krebs
auf dem zehnten Platz der Todesursachen-Skala. Nun nach 50 Jahren
massivster Krebsforschung und mittels immenser (Un-)Summen an
Forschungsgeldern, ist es dem Krebsforschungszentrum gelungen,
den Krebs auf den zweiten Platz der Todesursachen zu bringen!
Noch ein paar Billionen in diesen Sumpf, und sie schaffen auch
noch den ersten Platz - wetten?
Aber zurück zu den Volkskrankheiten.
Eine alte Weisheit besagt: Der Mensch ist, was er ißt.
Das ist die Wurzel allen Übels. Mit Beginn der industrieellen
Revolution wurde zunehmend auch die menschliche Nahrung verändert,
was schließlich zu den oben genannten Zivilisationskrankheiten
führt. Unsere Nahrung wurde und wird durch die Behandlung
denaturalisiert.
Jetzt sind unsere Nahrungsmittel plötzlich viel länger
haltbar, sehen lange Zeit super gut aus und schmecken (Dank einer
Unzahl von "E"-Nummern) wesentlich intensiver als das
Original. Und süß muß das meiste sein! Da kommt
massiv raffinierter Industriezucker oder das leckere Aspartam
rein, dazu das Nervengift Glutamat usw. usf. Ein Blick auf die
lange Zutatenliste reicht.
Unsere unwissende Jugend fällt natürlich darauf rein.
Es wird ja auch in keinem einzigen Medium darüber aufgeklärt.
Außer dem Internet (hier möchte ich besonders den
Dr. Johann Georg Schnitzer erwähnen), aber das Lesen ist
zu lästig und
unbequem. Lieber hockt man sich vor die Glotze und zieht sich
die nachmittäglichen Schundsendungen für die relevante
Zielgruppe rein. Da schaltet sich das Denken von allein ab. Und
die Werbungen dazwischen tun ein Übriges für die Unbildung.
Das sehe ich als die eigentliche Ursache unserer degenerierten,
übergewichtigen und kranken Kinder an. Dazu kommen natürlich
noch eine Vielzahl anderer Aspekte. Ein riesiges Schweigethema
sind die Impfungen bereits der noch gesunden Säuglinge und
Kleinstkinder mit "gesundem" Quecksilber. Die Beipackzettel
der Impfdosen, auf welchen die sogenannten Nebenwirkungen vermerkt
sind, werden den Eltern vorsorglich vorenthalten. Denn wer würde
sein Kind noch freiwillig impfen lassen, wenn er dort lesen müßte:
Früher Kindstod, Autismus, lebenslange Nervenleiden, Asthma,
Allergien usw. usf.
Soweit in aller Kürze meine Gedanken zu Ihrer Frage.
Mit freundlichen Grüßen
Frank Schwabe
Sehr geehrter Herr Kreutzer,
ich lese seit einiger Zeit Ihre Paukenschläge und freue
mich immer wieder auf den kommenden. Lehrreich, gut recherchiert,
einfach zu überschauen und ohne Fachwissen verständlich.
Besser kann man fiskalischen Zusammenhänge kaum der breiten
Masse darbieten. Die heute vorgebrachte Betrachtung der Situation
der Kinder ist ebenso einleuchtend und zwingend, zeigen doch
die ersten Beiträge, wie sehr viele Menschen in diesem System
manipuliert sind. Diese heute vollkommen entgegen der Natur erzogenen,
sind die Erwachsenen der kommenden Jahre und dann auch wieder
die Eltern der kommenden Generationen - soweit Kinderkriegen
in Deutschland noch Zukunft hat und "Anwender" findet.
Vor einiger Zeit hatte ich eine Umfrage im Radio, ...sind
unsere Kinder heute schlechter als früher? Ich bin telefonisch
durchgekommen und habe die Frage klar mit "JA" beantwortet.
Damit habe ich weder den Kindern (was können die dafür)
noch den Eltern den Schwarzen Peter zugeschoben. Verantwortlich
für die Verkommenheit der Gesellschaft sind die Medien und
da besonders die Werbebranche. Wird in einer Werbung nicht gekotzt,
gerülpst oder gepforzt - taugt diese nichts. Woher sollen
Kinder wissen, dass man seinen Eltern und generell Erwachsenen
keinen "Stinkefinger" zeigt, wenn das in der Werbung
schon Neugeborene machen. Woher sollen sie wissen, dass man keine
anderen schlägt, wenn das bei der Werbung so gezeigt wird,
wie beim Hagebaumarkt.
Nun kommen wieder die ganz Schlauen und sagen, es liegt an
den Eltern ob das Kind Werbung sieht oder nicht, genauso wie
es an den Konsumenten liegt ob sie gutes und gesundes Essen kaufen
oder nicht. Genau diese Mär der Eigenverantwortung wird
durch die Medien im Sinne der Neoliberalen und Globalisierer
verbreitet und kommt dann ungefiltert durch das eigene Gehirn
als angebliche eigene Meinung zurück.
Kann es sein, dass alle Erwachsenen zusammengenommen verantwortlich
für die jeweilige Erziehung der kommenden Generation sind
- dass diese sozusagen das Ergebnis der Bemühungen aller
Erwachsenen widerspiegeln. Werden die Eltern nicht ebenso durch
die Werbung schon zu "Dumen Konsumenten" manipuliert
und degeneriert?
In den Räumen der Medienkonzernen werden hochqualifizierte
Psychologen beschäftigt, deren Aufgabe es ist, genau diesen
Konsumententyp zu produzieren der gegenwärtig vorherrscht
und da sollen Menschen mit mittlerer Bildung oder eventuell noch
darunter schlauer reagieren als diese letztlich zu Verbrechern
an der Gesellschaft mutierten Wissenschaftler.
Wenn es nur an den Konsumenten oder an den Eltern liegt, aus
welchem Grund lassen dann alle anderen zu, dass minderwertiges
überhaupt erst produziert und in der Vertrieb kommt. Wieso
lassen sie zu, dass Gewalt verherrlicht wird, dass die Sitten
in den Staub getreten werden. Für wen ist dann die Ware,
die die Eltern den Kindern nicht anbieten sollen, wozu wird sie
produziert und vertrieben und vor allem durch eine breite Werbung
jedem kompakt auf den Tisch geschoben.
Es handelt sich um ein gesamtgesellschaftliches Problem, bei
dem natürlich die Eltern eine große Rolle spielen
- denen jedoch durch die Medien die eigenen Bemühungen komplett
zerschossen werden. Und da stellen sich vor allem Leute die zur
Sicherung des eigenen Lebensniveaus großzügig auf
die Produktion von Nachwuchs verzichtet haben hin und prügeln
auf die, die deren Aufgabe mit übernommen haben.
Sage mir was die Gesellschaft für ihre Kinder tut und
ich sage Dir welche Zukunft diese Gesellschaft hat !
Schon aus dem Grund werde ich als ehemaliger Bürger der
DDR, immer sagen, dass der Anschluß an die BRD ein historischer
Rückschritt gewesen ist - ein Rückschritt, der auf
dem Rücken der Kinder z.B. ausgetragen wird. In diesem Staat,
der DDR wurde sehr viel für Kinder gemacht, da wurde darauf
geachtet, dass Filme kindgerecht sind, dass dort keine Gewalt
vorkommt, dass Anstand vermittelt wird und nicht in jeder Kindersendung
gerülpst und gepforzt wird. Dort wurden Kinder zu Frieden
und Völkerverständigung angehalten und keine Killerspiele
als Kulturgut durch regierende anerkannt, damit aus dem Kindern
anschließend Killer für die zukünftigen Krieg
werden.
Günther Wassenaar
Hallo Herr Kreutzer und sonstige Leser,
Sie glauben nicht, wie mir das Wohl der Kinder am Herzen liegt
und mich
macht deren Entwicklung traurig.
Es werden immer die Mißstände der Kinder angeführt,
jedoch wird nie
ausreichend begründet und warum das so ist. Ich rede häufiger
mit jüngeren Frauen über dieses Thema und selten habe
ich das Gefühl, dass die verstehen wollen, was ich ihnen
sagen möchte.
Meine Kinder sind erwachsen, die allerdings auch schon wieder
Kinder haben. Immer wieder entsteht der Eindruck, als wollte
ich ihnen etwas. Dabei möchte ich ihnen lediglich eine kleine
Hilfestellung geben.
Es geht einmal darum, dass die Kinder auf einmal ADS haben
und wenn ich
dann noch Ritalin oder Medikamente höre, bekomme ich eine
Gänsehaut. Was
tun die den Kindern an?
Alle Leser, die älter sind, durften frei aufwachsen,
draussen herumtoben, auch einmal Unsinn machen, Streiche ausführen.
Dann folgten die Zeiten, wo Kinder ruhig werden mussten, sie
überall störten. Wir sind damals aus der Stadt weggezogen,
damit die Kinder ihre Freiheiten hatten und unbekümmert
spielen konnten. Wenn die heim kamen und sie hatten immer was
zu tun, waren sie dreckig. Die Kleidung kam in
die Waschküche und sie wurden gebadet. So war das jeden
Tag. Oft kamen
sie nur heim, wenn sie Hunger hatten und das Sommer wie Winter.
Dass sich Kinder ständig bewegen müssen, ist doch normal.
Von Anfang an sind sie bestrebt, selbständig zu werden,
alles auszuprobieren. Das kann man doch nicht ständig unterdrücken.
Ein weiterer wichtiger Punkt sind die Regeln, die für jeden
einzuhalten
sind. Jedes Kind neigt dazu, Grenzen auszutesten: "Wie weit
kann ich gehen?"
Das muss man als Eltern spüren, wenn ich Kinder habe.
Man einigt sich auf bestimmte Fernsehzeiten oder wann es vor
dem PC sitzen darf. Die Grenzen müssen eingehalten werden.
Man sollte ihnen beibringen, wie wichtig die Ernährung ist,
wie schädlich Süssigkeiten sind, man sollte auf regelmässige,
ausgewogene Mahlzeiten achten.
Bewegung und Sport sind willkommene Abwechslungen für Kinder.
Allerdings
muss man ihnen die Gelegenheit geben, ihre Fähigkeiten auch
ausprobieren
zu können.
Es versteht sich von selber, dass auf respektvolle Reden daheim
und dem
Umgang geachtet werden sollte. Wird das von Beginn an durchgeführt,
gibt
es solche Zustände nicht, von denen man liest und hört.
Es hat nichts mit Liebe zu dem Kind zu tun, wenn es alles
essen und sonst alles darf, was es möchte. Das Gegenteil
ist der Fall.
Ich erlebe es immer wieder, dass die Kinder einfach in einen
Apfel beissen und ihn dann liegen lassen. Man kann dem Kind auch
mal ein Stück vom Apfel abschneiden oder ein halbes Brötchen
erst geben, bzw ein Stück zum Probieren. Ebenfalls ist darauf
zu achten, dem Kind zu vermitteln, dass es so viele Kinder auf
der Welt gibt, die hungern müssen und dass man Essbares
nicht wegwirft. Das Kind sollte nicht über seine Nahrung
bestimmen. Dann pickt es sich die Rosinen aus dem Kuchen.
Wenn es Hunger hat, sollte die Mutter eine kleine Mahlzeit
am Tisch für das Kind
hinstellen, nicht das es unkontrolliert zu allem Zugang hat.
Man sollte auf jeden Fall eine Kontrolle über das Essen
behalten. Ist das Kind zu dick, dann muss man rechtzeitig die
ganzen Gewohnheiten ändern. Am besten ist es dann, man hat
die Dickmacher überhaupt nicht im Hause und man fordert
auch passende Bewegung. Natürlich kann man mit dem übergewichtigen
Kind gemeinsam Radtouren machen. Es tut allen gut und macht Spass.
Bitte überlegen, was Dickmacher sind. Es ist nicht alles
gesund, was als gesund bezeichnet wird. Lasst das ganze Zeug
weg, das man nicht mehr identifizieren kann. Es gibt genügend
Naturprodukte, die man essen kann, wenn man Hunger hat. Es sollten
keine Süsswaren sein, die in der Werbung angeboten werden.
Vor allen Dingen muss man das Kind und sich selber von Imbissbuden
fern halten.
All diese Mängel, die heute bei den Kindern zutage kommen,
haben ihre Ursachen, vor denen ich schon so lange warnte. Ich
wohne auf dem Lande. Im Winter sieht man hier nicht ein Kind,
das mal mit einem Schlitten fährt.
Früher habe ich in einer Großstadt gelebt und wo nur
etwas Schnee gefallen war oder es kalt war, waren wir den ganzen
Tag draussen und haben uns Schlinderbahnen gemacht oder sind
mit dem Schlitten die Strasse herunter gefahren. Da blieb kein
einziges Kind im Hause. Und kalt wurde es auch keinem. Wir kamen
mit roten Gesichtern abends ins Haus, aber erst, wenn wir mussten.
Bei meinen Kindern ging es genau so.
Bei deren Kindern war dann Schluss. Sie wurden zu Stubenhockern
erzogen und waren immer unter der Aufsicht von den Eltern. Damit
begann auch die Zeit, wo ihr Schicksal der Fernseher oder der
PC wurde. Sie wurden zu kleinen Erwachsenen grossgezogen, entgegen
ihrem Naturell, sich ständig zu bewegen.
Durch die Werbungen werden die Kinder animiert, ihren Eltern
vorzuschreiben, was sie brauchen oder haben wollen. Sie sind
total übersättigt, in jeder Hinsicht. Wie werden eingenebelt
von den Medien und sind überhaupt nicht mehr in der Lage,
eigene Neigungen auszuprobieren, werden passiv und bewegen sich
nicht mehr.
Diese Entwicklung ist schädlich. Respekt vor anderen Menschen
kennen sehr viele Kinder überhaupt nicht mehr. Das haben
sie nicht gelernt. Ich denke, dass viele in der Erziehung total
verroht sind. Das ist keine Schuld der Kinder, sondern die Unfähigkeit
der Erziehungsberechtigten.
Wenn das nur einige Leute mal beherzigen würden, dann
wäre mein Beitrag
sinnvoll gewesen.Christel
Moment mal,
es sind ganze 100 Kinder und deren Ärzte befragt worden?
Hätte ich das mal vorher gelesen!
Das ist doch weder repräsentativ noch irgendwie sonst
als Information verwertbar. Wer macht denn daraus eine Meldung?
Da krieg ich ja bessere Informationen wenn ich mit dem Handy
über den Wochenmarkt gehe! Da sind wir aber ganz schön
in die Falle getappt .
Na gut, ich bin natürlich besonders dankbar für
dieses Thema und die Reaktionen zeigen ja, wie wichtig das ist.
Aber bei dieser Meldung ist doch wieder eine Absicht eingebaut!
Kommt da etwa ein neues Psychopharmaka auf den Markt? Pillen
gegen Kinderverwahrlosung?
Oder wird da gerade eine neue Berufsgruppe kreiert? Kindergesundheitsassistent
zur Unterstützung der Berufstätigen Eltern?
Bezahlt durch Steuergelder. Abgeschöpft durch die Profite
aus den Medikamenten und den verschreibungspflichtig gewordenen
Gesundheitsmaßnahmen.
ca. 13.000.000 Kinder in diesem Land ein schöner
Markt, nicht wahr!
Oder wieder nur die zarte Flamme der Hoffnung auf eine Änderung
in diesem System? Man darf gespannt sein, wie schnell diese Nachricht
wieder in Vergessenheit gerät. Die Eltern, die sich jetzt
wieder ein bisschen schuldiger fühlen, werden bestimmt nicht
lauthals herumschreien und weiter darüber diskutieren wollen.
Aber das ist genau die Absicht die dahinter steht.
Die Diskussion dazu wird keine breite Öffentlichkeit
finden!
Bis die Tage
Stefan Neumann
Seit ich im Oktober 2003 das Themen-Referat zum 4.Deutschen
Wirbelsäulenkongress der Dorn-Methode Die Dorn-Methode
hilft Kindern
nicht gehalten, sondern losgelassen habe, habe ich in diesen
Kongressen alle zwei Jahre die Frage gestellt: Die Lehrer
zählen zu den kränksten Berufsgruppen. Wie sollen unsere
Kinder von lauter kranken Erwachsenen Gesundheit lernen?
Wie jeder weiß, sind die Probleme seither a) weiter
perfektioniert und b) in keinster Weise gelöst worden.
Lösung klappt in diesem unpädagogischen System schon
deshalb nicht, weil die Pädagogik DRUCK macht, wenn sie
erZIEHT. Alle ignorieren stur diese plumpe Verwechslung von Gas-
und Bremspedal, weil es ja alle so machen, weil es immer so war
und weil das angeblich wissenschaftlich abgesichert
ist. De facto ist es nur plumper, sturer, dummer Amts-Machtmissbrauch.
Druck den wir uns nicht schämen, inzwischen ganz
offen zu steigern - komprimiert das Problem wie die Menschen.
Komprimiert kann nichts wachsen. Solch eine Pädagogik
nutzt nur Eunuchen, die selber nicht können und alle und
alles unter ihrem impotenten Niveau halten wollen.
Druck ist das exakte Gegenteil von Lösung. Und wir machen
nicht nur Druck, wir machen immer mehr Druck.
Dass die Menschen dabei leiden, krank werden, selbst immer
mehr und schwerere letztlich auch tödliche - Fehler
machen, dafür schieben wir ihnen auch noch die Schuld zu:
Sie haben sich nicht unterworfen, sich nicht eingefügt,
nicht richtig mitgemacht.
Als "Ich-kann-Schule-Lehrer" bin ich erstaunt, dass
bei einem derartigen Umgang mit den sensiblen Kräften des
Menschen immer noch nichts Schlimmeres als Erfurt, Winnenden
& Co passiert ist. Ich bin erstaunt, dass die so hohe Krankheitsrate
von Lehrern und in der Folge Schülern immer
noch so niedrig ist.
Wir lassen doch nichts aus, die entscheidenden Lebenskräfte
im Menschen ständig zu frustrieren, zu irritieren, zu blockieren,
auf jede nur mögliche Weise zu quälen.
Dabei ist die Lösung des Problems
a) einfach
b) mit sofortiger
c) mit umfassender
d) mit tiefer Wirkung
e) von jedem Betroffenen
f) leicht zu erreichen.
Es ist nur eines notwendig, was doch jeder leicht erkennen
sollte: Wenn bei dem, was wir tun, die Probleme ständig
nur wachsen, dann müssen wir endlich damit aufhören,
dieses Tun weiter zu perfektionieren und zu steigern. Es schlicht
und einfach verkehrt.
Die Konsequenz daraus ist ebenso einfach: UMKEHREN! Das rät
schon seit 2.000 Jahren u.a. die Bibel.
In der Praxis bedeutet Umkehren den Wechsel von DRUCK auf
das SOG-Prinzip.
Sog löst. Sog richtet auf. Sog macht wachsen. Mit Sog
lassen sich die Kräfte punktgenau lenken, mühelos.
Sog entlastet. Sog befreit. Sog gibt Geist & Seele ihre Würde
zurück. Sog heilt. Sog ist das Grundprinzip der neuen Ich-kann-Schule.
Die neue Ich-kann-Schule zeigt seit drei Jahrzehnten, dass Lösung,
Entwicklung, Wachstum für jeden in jedem Punkt jederzeit
und überall möglich ist.
Wir können weiter immer neurotischer die Schablonen für
unsere Kinder perfektionieren und damit unsere wie ihre Kränkung
steigern.
Wenn sich jemand so gegen das Leben versündigt hat wie
die Bildungsverantwortlichen + Praktizierenden heute, dann fällt
es ihm verständlicherweise nicht leicht, mit sich selbst
und seiner erbärmlichen Realität konfrontiert zu werden.
Solange dieser mutige Schritt aber ausbleibt und der Selbstbetrug
fortgesetzt wird, wachsen die Probleme immer unerträglicher
weiter.
Wir sind an einem Punkt angekommen, wo es keinen Sinn mehr
macht, die Täter zu bestrafen. Sie haben sich viel mehr,
viel weiter, viel tiefer verrannt und stecken selber bis zum
Hals in den Grausamkeiten, die sie anderen beschert haben. Die
meisten von ihnen werden eher sterben als die Kinder, an denen
sie sich pädagogisch vergangen haben. Wer will schon so
sterben? Wer will miterleben, wie jemand so stirbt?
Versöhnung a) zuerst mit sich selbst und dann b) mit
allen anderen ist die drängendste Lebensaufgabe unserer
Zeit.
Auch dafür hat die neue Ich-kann-Schule konkrete Beispiele.
Da ist z.B. die 7jährige Sabrina, die nicht mehr leben wollte,
weil sie täglich von ihrer Lehrerin vor der Klasse blamiert
wurde. Sie hat ihrer Peinigerin verziehen, als sie erkannte,
dass diese Frau mit ihren eigenen, so feinen Kräften &
Talenten nicht umgehen kann. Sabrina sah, wie ihre Lehrerin in
ihren eigenen Verstrickungen gefangen ist, und erlöste sie,
indem sie den verhungernden guten Kräften einfach im Geiste
all das gönnte und schickte, was ihnen ihre Besitzerin nicht
geben konnte. So wurden die ausgehungerten Kräfte in der
Frau satt, und satt wird jeder Mensch ein anderer Mensch. Das
7jährige Mädchen hatte mehr und wichtigeren Einfluss
auf seine Lehrerin als diese selbst. Dafür muss man nur
aus der üblichen Konfrontation heraustreten, und die Lösung
erklärt die neue Ich-kann-Schule ganz einfach so: Wenn
ich deine Kräfte & Talente BESSER behandle als du, mögen
sie mich und folgen mir lieber als dir. Die Lehrerin
änderte sich, ohne dass jemand ein Wort mit ihr gesprochen
hat, in wenigen Tagen radikal.
Es ist also, wie man an diesem konkreten Beispiel, das beliebig
wiederholt werden kann, kinderleicht, die tatsächlichen
Probleme der Schule zu lösen.
Es macht keinen Sinn, all denen, die nicht wissen, wie es
geht, Vorwürfe zu machen. Die, die es können, machen
es vor, und wer vom Leiden genug hat, kann ihr Beispiel prüfen
und ihm bei Gefallen folgen.
Wenn Leute immer noch gerne leiden, sollte man ihren Wunsch
respektieren, auf diese Weise Lebenserfahrung zu sammeln, und
sie fragen, welche Leiden man ihnen noch dazumachen soll, damit
sie schneller zum gewünschten Ergebnis kommen. Sobald sie
mit ihren Problemen keine Sog-Wirkung mehr haben, werden diese
schnell uninteressant.
Sog ist einer der wichtigsten Lebensschlüssel und mit
diesem ein weiteres echtes ErZIEHungs und Heilmittel der neuen
Ich-kann-Schule, die wohlverstandene Soggestion.
Ich grüße freundlich.
Franz Josef Neffe
Sehr geehrter Herr Kreutzer,
der Studie ist eigentlich kaum noch etwas hinzu zu fügen.
Das sind die
Fakten, und diese decken sich mit meinen persönlichen Beobachtungen
in
meinem Umfeld.
Der von mir sehr geschätzte Dr. Johann Georg Schnitzer kämpft
seit den 60er Jahren gegen die Ursachen dieser Misere und hat
weder Zeit noch Arbeit gescheut, die
verantwortlichen Politiker in regelmäßigen Abständen
auf die sich
damals schon abzeichnende Zunahme der sog. "Zivilisationskrankheiten"
hinzuweisen. Übergewicht und daraus resultierende Krankheiten
wie
Diabetes, Bluthochdruck, Rheuma usw., also all die typischen
Volkskrankheiten beruhen größtenteils auf falscher
Ernährung.
Ich möchte hier keine wissenschaftliche Abhandlung dazu
schreiben, der
interessierte Leser kann sich auf der Webseite von Dr. Schnitzer
sehr umfassend
darüber informieren und vor allem lernen, was man mit einfachen
Änderungen der Lebensweise dagegen tun kann - mit Erfolg,
wie ich
selbst am eigenen Leib erfahren durfte.
Die falsche Ernährung ist jedoch leider nur ein Teil
eines für den
Normalbürger kaum zu überschauenden Puzzles, die Hintergründe
sind
kaum erkennbar und wenn man sich bemüht, diese einem normalen
Menschen
zu verdeutlichen, landet man sehr schnell in der Schublade der
Verschwörungstheoretiker.
Jeder Internetnutzer kann sich selbst informieren. Man google
z.B. nach dem Begriff "Georgia Guidestones", ein Monument
im US Bundesstaat Georgia, wo einige Verhaltensregeln für
die Menschheit in Stein gemeißelt wurden. Dort findet man
neben den bereits bekannten Ratschlägen wie "achtet
auf Eure Umwelt" auch den Hinweis, dass man die Bevölkerung
der Erde auf einem Level von 500 Millionen Bewohnern
halten sollte, um die Ressourcen des Planeten zu schonen.
Letztendlich dürfte es sich hierbei um ein Dokument der
Überheblichkeit unserer sog. "Eliten" handeln,
denn die Bevölkerungsreduzierung wird bereits seit längerer
Zeit umgesetzt. Zu der (...)Vergiftung der Menschheit über
die Nahrungsmittelindustrie findet sich ebenfalls erheblicher
Stoff im Internet, wer sich dafür interessiert, wird es
auch finden. Flourid im Trinkwasser, Chemtrails in der Atmosphäre,
Aspartam im Süßstoff, die Liste der chemischen Verseuchung
unserer Bevölkerung durch die
Nahrungsmittelkonzerne ließe sich beliebig fortsetzen.
Wer einmal mit genügend Zeit in einem Supermarkt unterwegs
war und sich die Mühe gemacht hat, die Hinweise auf den
Verpackungen zu lesen, weiß wovon ich rede. Ich persönlich
lasse alles stehen, worauf sich eine E-Nummer befindet oder Hinweise
auf Glutamat, Geschmacksverstärker oder ähnliches.
Und wenn man genau hinschaut, meidet man am Besten die Einkaufszentren,
die scheinbar nur noch zur preiswerten aber ungesunden Abfütterung
der Menschenmasse erdacht wurden.
Die Kinder als letztes Glied der Nahrungsmittelkette und als
absolut von Erwachsenen Abhängige haben es naturgemäß
am Schwersten. Es beginnt mit dem täglichen Vorleben im
Elternhaus und endet in der täglichen Gehirnwäsche
durch Werbeberieselung. Entsprechende Konzerne prügeln uns
solange ihre Botschaften vom gesunden und nährstoffreichen
Essen ein, bis auch der letzte Hirni es gefressen hat (...).
Internationale "Stars" (...) sind sich ebenfalls nicht
zu schade, für diesen Unsinn massivst zu werben.
In unserer Gesellschaft fallen die Grenzen. Die Grenzen zwichen
Alt und Jung, was sich darin äußert, dass der Respekt
vor Ältern und Eltern verloren gegangen ist. Die Auswüchse
findet man gerade in Großstädten, wo Jugendliche aus
Frust und Langeweile besoffen auch ältere Leute krankenhausreif
prügeln, wenn diese es wagen sie zu kritisieren oder bei
drei nicht auf den Bäumen sind.
Ebenso fallen die Grenzen zwischen den Kulturen und Religionen,
zwischen Muslimen und Katholiken, zwischen Orientalen und Abendländern.
Das Motto, welches unsere Politiker vertreten und vorleben heißt
"Einwanderung um jeden Preis, ob Integration möglich
ist oder nicht". Ich will das nicht allzu sehr vertiefen,
um niemandem
die Gelegenheit zu bieten, die Rassismuskeule auszupacken, denn
damit
hat dies überhaupt nichts zu tun.
Unsere Kultur und die der Araber z.B. ist so unterschiedlich,
das passt im normalen Zusammenleben eben nicht. Vor allem dann
nicht, wenn die Zuwanderer nicht bereit sind, sich zu integrieren
und unsere Kultur anzunehmen. So schaffen wir nur Ghettos im
eigenen Land und das wird irgendwann zu Aufständen und Bürgerkriegen
führen, ob man das nun hören möchte oder nicht.
Die ersten Anzeichen dafür sind jetzt bereits zu erkennen
und ich sage nur, wehret den Anfängen, bevor wir keine Chance
mehr haben, etwas zu ändern.
Eine weitere Grenze, welche gerade niedergerissen wird, ist die
Grenze zwischen den Geschlechtern. Ich habe nichts gegen Homosexuelle
und Lesben, es soll jeder nach seiner Fasson selig werden. Man
muss andererseits aber auch keinen Hype um diese Unterschiede
veranstalten.
(...)
Fallen Grenzen, entwickeln sich aus der Masse viele Individuen.
Einzelpersonen sind leichter zu manipulieren und in Angst zu
versetzen. Wer Angst hat, denkt nicht konsequent zu Ende sondern
wird sich dem herrschenden System eher unterwerfen und Anordnungen
befolgen. Werden Grenzen eingehalten, entwickeln sich innerhalb
dieser Grenzen Gemeinschaften, welche zusammenhalten und nicht
so leicht zu manipulieren sind.
Darin liegt einer der Gründe für das geschaffene Verwaltungsmonster
Europa. Alles in einen Topf, egal ob die Kulturen und Wirtschaftssysteme
harmonieren, und dann schleunigst auf den Weg machen zur nächsten
Verschmelzung, der Weltregierung.
Fazit: Hinter all diesen Ereignissen steckt System. Ein System,
dem es in erster Linie darum geht, die Normalbevölkerung
auszubeuten, zu knechten und zu verdummen. Die Masse muss abhängig
gehalten werden, darum sollen wir immer länger arbeiten,
auf Lohnerhöhungen verzichten und am Besten einen Tag nach
Beendigung unserer aktiven Arbeit "sozialverträglich
ableben" - das wäre die Idealvorstellung unserer
Eliten von einem Bürger des Systems.
Wer sind diese Eliten, und was haben sie vor? Auch dazu findet
sich im Internet genügend Informationsmaterial, in Ihren
Büchern und bei Ihren regelmäßigen "Paukenschlägen"
legen Sie oft genug den Finger in die offensichtlichen Wunden
des Systems, also muss ich das Ihnen nicht erklären.
Bezüglich des eigentlichen Themas ist die Krankheit unserer
Kinder nur ein weiteres Multimilliardengeschäft, welches
dem System zu Gute kommt.
Die Medien und Unterhaltungsindustrie verdienen an den Computern,
den
Internetspielen, den Chatrooms und den damit verbundenen Geschäften.
Schulsport wäre zwar eine vernünftige Alternative dazu,
aber erstens bringt das kein Geld ein, sondern kostet nur. Demnach
streicht man einfach die Mittel für solche Aktivitäten,
wo kein Lehrer, da auch kein Sport. Es ist ja auch viel wichtiger,
Banken wie HRE zu retten und deren Milliardenverluste aus Zockereien
zu übernehmen.
Kinder, die sich nicht bewegen und mehr vor dem PC hocken, werden
alleine dadurch schon psychisch krank. Und schon kommt der nächste
Großverdiener in dieser Kette zum Zug, die Pharmaindustrie.
Kinder werden in Schubladen gesteckt, sie leiden angeblich unter
allen möglichen Krankheiten und Symptomen, die man früher
nur als Ausnahmefälle kannte. Schon verschreibt der Arzt
die ersten
Medikamente, deren Nebenwirkungen mit an Sicherheit grenzender
Wahrscheinlichkeit aus diesem kleinen Kind einen Dauerkunden
der Pharmaindustrie machen. In diesem Zusammenhang sollte auch
erwähnt werden, dass eines der Medikamente, die gerne bei
solchen Auffälligkeiten verschrieben werden, im Verdacht
steht, Auslöser diverser Amokläufe wie z.B. in Winnenden
zu sein. Tja, das sind
natürlich nur "Kollateralschäden" und sowas
wird ja auch schön totgeschwiegen, nicht wahr?
Natürlich kennt unsere Multimillionärin und Arbeitsministerin
Frau von der Leyen diese Probleme nicht. Deren Kinder werden
sicher nicht auf dem Schulhof gemobbt oder verprügelt, entweder
werden sie vom Personenschutz behütet oder gehen nur auf
exklusive Privatschulen, wo solche Dinge in der Regel verhindert
werden.
Eine alleinerziehende Hartz IV Empfängerin hat dagegen ganz
andere Sorgen, welche Frau von der Leyen wohl kaum kennen dürfte.
Und gerade Kinder aus solchen Einkommensklassen und Bevölkerungsschichten
leiden am meisten unter der heutigen menschenverachtenden Familienpolitik
unserer Regierung.
Ich habe einige Kommentare zu diesem Thema bereits gelesen und
kann diesen ebenfalls nur zustimmen. Das Thema an sich ist eigentlich
viel zu komplex. um es mit einer Mail ab zu handeln, deshalb
wurde diese Mail auch etwas länger, was ich zu entschuldigen
bitte. Trotzdem habe ich noch nicht die Hälfte von dem gesagt,
was man eigentlich zu diesem Thema sagen müsste.
Ich wünsche Ihnen weiterhin viel Erfolg Herr Kreutzer,
ich besuche
Ihre Webseite übrigens auch täglich ohne Newsletter.
Freundliche Grüße
N.Wellenstein
Hallo Herr Kreutzer,
es fällt leicht die "Schuld" auf Fernsehen und
Computer zu schieben. Nur werden da die eigentlichen Wurzeln
des gesamten Übels übersehen. Die Eltern dafür
verantwortlich zu machen ist allerdings ebenso kurzsichtig wie
auch unfair.
Kinder brauchen einen engen sozialen Bezugsrahmen, der auch stabil
sein sollte.
Das Modell der guten, alten Großfamilie hat diese Bedingungen
lange Zeit gut erfüllt.
Dies ist durch die "sozialen" und wirtschaftlichen
Reformen völlig zerschlagen worden
und ist nur noch in Randbereichen unserer Gesellschaft in Resten
vorhanden. Auf alten
Bauernhöfen kommt so etwas tatsächlich noch vor.
Hier können die Kinder unterschiedliche Einstellungen und
Erfahrungen des Lebens von mehreren Generationen und unterschiedlichen
sozialen Standarts wahrnehmen. Das ist extrem wichtig, wie die
Sozial- und Gehirnforschung seit den 80ger Jahren eindeutig festgestellt
hat.
Kinder nehmen vom ersten Moment ihres Lebens an Informationen
auf, auch wenn die "Erwachsenen" glauben der Stöpsel
sei noch zu klein dafür. Diese Informationen der gelebten
Erfahrung wirkt sehr viel gewichtiger, als alles, was man später
dem Kind erzählt.
Ist ein fester Bezugsrahmen da - das muß nicht unbedingt
eine gewachsene Großfamilie sein - ist für eine gesunde
Kinderentwicklung wichtig, dass man dem Kind auch antwortet,
wenn es sich an jemanden wendet. Sei es durch Anschauen und Zuhören,
als auch streicheln oder konstruktiv zurechtweisen.
Das schlimmste sind Mütter, die zwar körperlich anwesend
sind, aber so gestresst, dass sie ihr Kind mit seinen Bedürfnissen
nicht wahrnehmen. So entsteht ein ADHS Fall.
Wenn wir also als Gesellschaft etwas Sinnvolles in dieser Richtung
unternehmen wollen, dann wird es notwendig sein, dafür zu
sorgen, daß ein Einkommen ausreicht um eine vier- bis achtköpfige
Familie deutlich oberhalb von Hartz IV zu ernähren.
Wir müssen nicht unbedingt zur alten Großfamilie zurück.
Es bilden sich zur Zeit neue Lebensgemeinschaftsstrukturen heraus,
in der z.B. ein Landgut bewirtschaftet wird (CSA) oder auch eine
Firma von mehreren Familien unterhalten wird.
Wir müssen ein neues "Wir-Gefühl" entwickeln,
denn nur "Wir" können etwas bewirken. Das heißt,
jeder einzelne muß seine Grenzen erkennen, seine Verantwortung
für sich und das Ganze (soweit, wie er es im einzelnen überschauen
kann) übernehmen und über seine Bedürfnisse und
Vorlieben seinen Platz in einer oder auch mehreren Gruppen einnehmen.
ARTABANA ist z.B. ein gelebtes Modell, wie durch selbstverantwortliche
Menschen die Idee einer Krankenkasse in eine echte Solidargemeinschaft
für Gesundheit umgewandelt werden konnte.
Peter Fitzek´s "Neues Deutschland" ist eine weitere
Form, wie wir ohne blutige Revolution zu einem tatsächlich
für alle nutzbringenden Staatwesen kommen können. Also
laßt uns nicht nur bloggen und reden - tun wir es!
Mit freundlichen Grüßen
Wulfing Kranenbroeker
Lieber Herr Kreutzer,
herzlichen dank für Ihre Initiative.
Mit meiner Frau habe ich zwei Söhne. Die beiden sind
1975 und 1978
geboren, in einer Zeit wo es anfing modern zu werden, Kindern
"modern" zu ernähren, d.h. mit vorwiegend denaturierter
Nahrung zu vollzustopfen.
Dank Dr. Johann Georg Schnitzer und seiner Gesundheits- und Ernährungslehre
sind unsere Kinder bis heute kerngesund, vital und nervenstark,
wie es seinerzeit schon unüblich war. Ihr Zahnstatus ist
bis heute exzellent.
Alle Eltern dieser Welt haben die Möglichkeit, ihre Rolle
als Vater und
Mutter zu 100% wahrzunehmen, wenn sie dazu bereit sind. Informationen
dazu gab es damals und heute in Hülle und Fülle.
Der größte Teil der Eltern zieht es aber vor, die
Erziehung ihrer Kinder der Schule, dem Fernseher und der Straße
zu überlassen. Der (Un-) Wissenstand zum Thema Ernährung
lässt sich jederzeit an den gefüllten Einkaufswagen
an den Kassen der Supermärkte ablesen.Jedem Pharmavertreter
und Verfechter der Schulmedizin muss beim Anblick des Inhalts
dieser Einkaufswagen das Herz vor Freude hüpfen.
Die Erwartung, dass das Verbraucherschutzministerium oder
andere Behörden und Instutionen die Aufgabe oder gar die
"Verantwortung" haben, sich um eine gesunde Ernährung
zu kümmern ist schlicht naiv.
Die Fakten zeigen eindeutig, dass diese Gruppen unter dem Einfluss
der
Lobbyverbände stehen. Mir ist nicht bekannt, dass es eine
Lobby für Kinder in Deutschland gibt. Aber mir ist bekannt,
dass Milliardenbeträge dafür ausgegeben werden, den
Eltern und Kindern z.B. via TV-Werbung, Junkfood, Videospiele
und anderen Dreck schmackhaft zu machen und sie als Durchlauferhitzer
für die
Umsätze der Lieferanten solchen Drecks zu missbrauchen.
Jedes Elternteil, das meint seine ureigene Aufgabe, den Schutz
der Kinder, sei es in Fragen der Erziehung oder Ernährung,
an andere zu delegieren, versündigt sich an
seiner Rolle. Die Folgen tragen dann die Kinder, unfähig,
mit diesen Folgen umzugehen, weil sie meist mindestens so verblödet
sind, wie ihre Eltern. "Die Saat bestimmt die Ernte oder?"
Lieber Herr Kreutzer, es gibt Informationen, Literatur, Vorträge
etc. zu hauf in dieser Welt. Aber es gibt auch ein völlig
verkorkstes Rollenverständnis der Eltern und zu diesem Thema
gibt es fast nichts auf dem Bücher- und Fortbildungmarkt.
Ich bin gerade dabei Entsprechendes zu kreieren, vielleicht
macht es Sinn, dass wir uns einmal über die dem Ganzen innenwohnenden
Chancen unterhalten.
Anliegend noch einen Text zum Thema Verantwortung, ich freue
mich, wenn
Sie sich die Zeit nehmen ihn zu lesen und wir in einen Dialog
einsteigen.
Mit den besten Grüßen
Ihr Fan
Willi Wende
und noch eine Stimme dazu:
Lieber Herr Wende,
ich habe gerade alle Beiträge,
die zu diesem Thema mittlerweile online sind, mit höchstem
Interesse gelesen. So viele Gedanken, so viele Impulse! Ich habe
es genossen genossen, all das zu lesen und dabei zu spüren,
dass die Zeit reif ist, sich in aller Öffentlichkeit darüber
weiter auszutauschen, um auf die Dringlichkeit dieses Themas
aufmerksam zu machen.
Sie, lieber Herr Wende, sprechen
mir in ganz besonderem Maße aus dem Herzen.
Ihre Idee, zum Thema Rollenverständnis
der Eltern was Entsprechendes zu kreieren finde
ich wundervoll! Was halten Sie von der Idee, Herrn Kreutzer zu
fragen, ob er zu diesem Thema ebenfalls seine Seite öffnet,
damit sich möglichst viele in aller Öffentlichkeit
darüber austauschen können?
Aus Ihrem Abschiedsgruß lesen
ich heraus, dass Sie ein Fan von Egon-W. Kreutzer sind. Willkommen
im Boot, lieber Willi!
Sonnige Grüße aus dem
Landkreis Freising
Manuela Engl
Lieber Herr Kreutzer,
Sie sprechen ein äußerst wichtiges Thema an - Gesundheit.
Und die 'Kindergesundheit' ist nur die noch relativ schwache
Vorstufe dessen, was die späteren Erwachsenen zu erwarten
haben.
So weit Gesundheit mit Ernährung zu tun hat - und das
scheint mir doch der bei weitem wichtigste Teil der Betrachtungen
hierzu zu sein - ist dazu meiner Ansicht nach seit vielen Jahren
schon 'alles gesagt'. - Aufklärungsversuche irgendwelcher
Art habe ich für meinen Teil, nach meinen vielfältigen
'Erfahrungen', die ich in dieser Hinsicht in der Vergangenheit
mit den angesprochenen Mitmenschen gemacht habe, seit längerer
Zeit eingestellt. - Zeitverschwendung dieser Art will ich mir
in Zukunft nicht mehr leisten.
Das Problem, oder genauer: die Probleme, liegt/liegen also
ganz woanders:
Zu allererst in der weit verbreiteten Gleichgültigkeit der
unmittelbar Betroffenen, und in deren Resistenz, (für die
Betreffenden neues) Wissen aufzunehmen und dann - und insbesondere
- auch anzuwenden.
(Eines wird man wohl nicht 'können': Unsere sagenhafte
'Marktwirtschaft' in irgendwelche bemerkenswerten Schranken zu
weisen; also ist jeder aufgerufen, sich das (lebens-)notwendige
Wissen s e l b s t zu verschaffen.)
"Wenn Politik als die Kunst des Möglichen gilt,
dann darf doch das nicht Entschuldigung dafür sein, das
Schwierige gar nicht erst zu versuchen!"
Lieber Herr Kreutzer, ist das wirklich Ihr Ernst, was Sie
da sagen?
Anstatt auf die vielen und sehr berechtigt von Ihnen angesprochenen
Punkte einzugehen, erlaube ich mir hier nur auf die früheren
Arbeiten von Dr. Max Otto Bruker hinzuweisen, insbesondere auf
sein Buch "Unsere Nahrung, unser Schicksal" (emu-Verlag,
Lahnstein).
Wer die Möglichkeit hat, die vorangegangene Fassung dieses
Buches zu erwerben, wird noch einige zusätzliche 'Details'
erfahren, die man sonst wohl kaum erfahren würde: "Schicksal
aus der Küche" - Das klingt wie der Titel eines 'Krimis',
und über weite Bereiche ist es auch einer ...)Aktuell kann
man sich auch auf den 'Seiten' von Dr. Schnitzer umsehen.
Für 'Neulinge' gibt es dort manches Interessante zu 'erkunden.
Mit besten Grüßen
Peter Hennig
und auch dazu eine Antwort von
Manuela Engl
Lieber Herr Hennig,
ich habe mich sehr gefreut, Ihren
Kommentar entdeckt zu haben.
Unsere Nahrung, unser Schicksal
ein Buch, das jeder mindestens ein Mal gelesen haben müsste,
um sich bewusst zu werden, was er seinem Körper antut, wenn
er Nahrung in der Mikrowelle zubereitet und was er sich
antut, wenn er seinen Körper überwiegend mit denaturierten
Nahrungsmitteln zu ernähren versucht.
Der Anstieg von ernährungsbedingten
Krankheiten sprechen Bände.
Der Anstieg von Allergien
ebenfalls.
Kaum zu glauben, dass all das, was
Dr. Bruker vor vielen Jahren öffentlich gemacht hat, immer
noch nicht das Bewusstsein der breiten Öffentlichkeit erreicht
hat.
Eiweißüberfütterung
als Ursache von vielen Krankheiten, die wir in zunehmendem Maße
beobachten können.
Das Einschleusen von artfremdem Eiweiß
im ersten Lebensjahr als Ursache für allergische
Reaktionen und als Ursache von Neurodermitis und Asthma, als
Folge davon, wenn Hautkrankheiten mit Cortison behandelt - oder
mit anderen Medikamenten unterdrückt wurden.
Es bedarf einer breiten Aufklärungskampagne,
damit unsere jungen Eltern wissen, was sie ihrem Kind antun,
wenn sie ihr Kind im ersten Lebensjahr impfen lassen (= u.a.
Störung des Aminosäurestoffwechsels und damit Störung
des Aufbaus des Immunsystems) und welch große Belastung
es für ihr Kind darstellt, wenn es anstatt der, von der
Natur her vorgesehene, Muttermilch ein artfremdes Eiweiß
in Form von Baby-Milchnahrung zugeführt bekommt.
Ich kam glücklicherweise vor
der Geburt unseres ersten Kindes mit den Beobachtungen und wissenschaftlichen
Erkenntnissen von Dr. Bruker in Berührung. Jedes unserer
vier Kinder ist kerngesund, putzmunter und ohne jeglichen Anflug
einer Allergie.
Ich danke Ihnen, dass Sie hier auf
der Seite von Herrn Kreutzer das Buch von Dr. Bruker angesprochen
haben. Ein Werk, das insbesondere jeder Familie, die Nachwuchs
erwartet, als Geschenk von den Krankenkassen überreicht
werden sollte, um die Folgekosten von falscher Ernährung,
die im Grunde genommen die Gesellschaft zu tragen hat, gar nicht
erst entstehen zu lassen.
Aber da könnte sich die Pharmaindustrie
und die Lebensmittelindustrie samt ihrer Werbekampagnen querstellen,
sofern sie über ihre Lobby-Arbeit eine Möglichkeit
hätte, sich querstellen zu können.
Der Mensch ist was er isst
Lieber Herr Henning,
ich wünsche Ihnen und Ihrer Familie alles Gute!
Herzliche Grüße aus dem
Landkreis Freising
Manuela Engl
Sehr geehrter Herr Kreutzer,
ich habe auf Ihrer Seite sehr viele interessante Aspekte zum
Thema Gesundheitsverschlechterung unserer Kinder gelesen. Und
sehr viel Zustimmenswertes.
Hinzufügen möchte ich die Wirkung von Stress auf unsere
Kinder. Eltern wollen eine finanziell sichere Zukunft (Arbeit)
für Ihre Kinder und treten in Wettbewerb in der z. T. schon
frühkindlichen Bildung der Kinder (Musik, Sport, Sprache )
mit gleichaltrigen Kindern. Daraus resultiert Zeitmangel für
freies Spielen, Toben, Forschen in der Natur (wo sie noch zu
finden ist). Meist werden die Kinder im Auto chauffiert. Begünstigt
wird der Stress durch eine Überflutung an Informationen
im Alltag (Blick aus dem Auto: eilige Verkehrsteilnehmer, Verkehrsschilder,
Baustellen, Werbetafeln, fluchende Eltern [?])- was ist dagegen
ein Blick in einen grünen Wald!
Zum Thema Ernährung noch: vielleicht ist es gar nicht
mal ungesundes Essen, was Kinder dick, träge und krank macht.
Vielleicht wird zu viel angeboten. Wo man in den Städten
geht und steht wird man zum Essen verführt. Kein Platz ohne
den Duft von Bratwürsten, die Bäcker leiten die Ofendüfte
unter die Menschen, die Eisfahnen wehen Wie viel Eltern
schaffen es, zu allen Verführungen nein zu sagen.
In einer Gesellschaft, die nur auf Profit ausgerichtet ist,
geraten die Schwachen unter die Räder.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Anne-Maria Reinecke
Sehr geehrter Herr Kreutzer,
ein großes Lob an Sie. Herzlichen Dank für Ihre
Aufmerksamkeit gegenüber unseren Kindern. Erlauben Sie bitte,
dass ich zu Ihrem angesprochenen Thema ausführlich meine
Gedanken und meine bisher gewonnenen Kenntnisse veröffentlichen
darf.
1. Ungesunde Ernährung bezüglich kindlicher Erkrankung
stellt sicherlich den maßgeblichen Faktor überhaupt
dar. Doch wie viele Kinderärzte sind gleichzeitig ausgewiesene
Ernährungsexperten, um Eltern ausführlich beraten zu
können? Und wenn doch, wie kontrolliert der Arzt, ob Eltern
sich an seine Empfehlungen halten? Ernähren sich die Eltern
selbst entgegen seinen Ratschlägen, werden sie wohl eher
den Kinderarzt wechseln, statt ihrem Kind das vorzuenthalten,
was sie selbst in sich hineinstopfen.
In Kindergärten und Schulen ist zu beobachten, dass dort
ausgegebene Mahlzeiten eher selten die Anforderung "gesund"
erfüllen.
In die als gefährlich eingestuften Genussmittel Alkohol
und Nikotin gehört nahtlos Zucker eingereiht. Selbst übermäßiger
Genuss stärkehaltiger Produkte, auch als Lebensmittel mit
hohem glykämischen Index bekannt, gehörte auf die Liste,
so Kuchen, Nudeln, Klöße, ja selbst die meisten Brotsorten,
sofern diese Nahrungsmittel 20 % der täglich nötigen
Kalorienzufuhr übersteigen. Sie stören auf Dauer die
Funktionstüchtigkeit der Mitochondrien. Weitestgehend alle
heute bekannten Volkskrankheiten gehen auf das Konto gestörter
mitochondrialer Funktion. Selbst Milch- und Fruchtzucker sind
nicht ohne. Ein nicht zu großes Stück Obst pro Tag
pro Kind sollte genügen. Bei Kindern, die noch nicht selbstständig
laufen, sollte der Obstverzehr darunter liegen. Dies gilt selbstverständlich
nicht für Gemüse.
Der Bundesbürger verzehrt pro Jahr und Kopf allein schon
ca. 87! Kg Brot. Kartoffeln, Nudeln, Reis und süße
Lebensmittel und Getränke kommen noch dazu! Hingegen bei
der Fettaufnahme mangelt es meist aufgrund falscher Lehre, obgleich
diese zu einem nachhaltigen Sättigungseffekt führt.
Doch auch Fett ist nicht gleich Fett und daher nicht jedes Nahrungsfett
gleich gesund. Hier mag sich der verehrte Leser selbst noch weiter
informieren, es würde sonst den Rahmen sprengen.
Was vermag diese einseitige Ernährung erst bei Kindern
anzurichten? Jedem Pferd bemisst man seine Haferration genau
nach Leistung. Unsere heutige Gesellschaft ist mit "hochprozentigen"
Kohlehydraten völlig überfrachtet. Aggressives Verhalten,
Zappelphilipps und gestörtes Essverhalten sind somit vorprogrammiert.
Die medizinische Antwort darauf war und ist nicht selten Ritalin.
Die einst geplante Ampelregelung würde genau diesem Verhalten
weiteren Vorschub leisten, würde damit ausgerechnet Nahrungsmitteln
mit hohem glykämischen Index das Grün vergeben. "Du
darfst"- Produkten würde ebenfalls Grün verliehen
werden können, obgleich diese Industrieprodukte nicht im
Geringsten das Prädiktat Lebens-mittel verdienen. Die dereinst
geplante Ampelregelung sieht ausgerechnet für fette Nahrungsmittel
rot vor (z. B. Käse mit 60 % Tr.). Offenbar ist selbst in
Fachkreise noch nicht vorgedrungen: Fett essen macht nicht fett!
Verursacher von Adipositas und deren Folgen sind ausschließlich
Zucker und Kohlehydrate mit hohem glykämischen Index.
Wozu dient Zucker? Zucker ist, wie viele chemische Lebensmittelzusatzstoffe
auch, ein Stabilisator für Dauerkonserven. Gewiss sichern
diese in Notzeiten das Überleben. Bei uns haben sich jedoch
seit dem ersten Weltkrieg Dauerlebensmittel, und dazu zählt
auch das raffinierte Mehl mit all seinen Folgeprodukten, in den
alltäglichen Speisenplan eingeschlichen, Sommer wie Winter.
Sie sind in jedem Supermarktregal zu finden ohne den Warnhinweis:
ausschließlich als Überlebensmittel zu verwenden.
Die Frauen sollte dies erfreuen. So konnten sie schließlich
als vollwertig anerkannte Mitglieder den Weg weg von Gemüsegarten
und Kochtopf in die Industriegesellschaft finden. Ich empfehle
jedem Interessierten, sich über Logikost nach Prof. Ludwig
und Dr. Worm zu informieren. Insbesondere der kleine Ratgeber
"Logiguide" ist hilfreich, beinhaltet er doch auch
eine Einteilung in rot, gelb und grün, einer Ampel für
Lebensmittel, der man vertrauen darf.
2. Leiden Kinder an Bewegungsmangel und Sport? Kinder haben
bereits im Kindergarten genug Möglichkeiten, sich zu bewegen.
Der Eintritt in den Kindergarten erfolgte in den letzten Jahrzehnten
immer früher und es gibt kaum noch Kinder, denen der Kindergartenzugang
verwehrt bleibt. Sportvereine haben wieder genügend Nachwuchs
zu vermelden. Es gibt die beliebten Schwimmbäder, deren
Chlorreinigung mich allerdings nachdenklich stimmt. Woher sollte
der Bewegungsmangel also resultieren? Man müsste viel mehr
Bewegung und Sport isoliert betrachten. Bei ausgewogener Ernährung
genügt täglich ausreichende Bewegung an frischer Luft,
um gesund zu bleiben. Den Sport hingegen sollte man genauer unter
die Lupe nehmen. Nicht alles ist gesund, was Sportlichkeit und
Fitness suggeriert. Vor allem Sport, der zu Verletzungen führen
kann, ist ungeeignet für Kinder und Frauen. So gut wie nie
nach einem Sportunfall, und hier reicht schon ein Sturz vom Rad,
wird gewissenhaft untersucht, ob es dabei zu einer Schädigung
im HWS-Bereich kam. Dass ausgerechnet HWS-Störungen zu multiplen
Organschäden führen können, und ja, auch Zellen
zählen zu den Organen und unsere wichtigste Funktionsebene
sind die in diesen Organellen liegenden Mitochondrien, ist noch
weitest gehend unbekannt. Jeglicher Sport für Kinder muss
so gestaltet werden, dass Verletzungen auszuschließen sind.
Dies widerspricht allerdings unserem Leistungsdenken, unserem
gesellschaftlichen Streben nach höher, schneller, weiter,
unserem Wahn, Kinder so früh als möglich dem Leistungsstreben
und Leistungsvergleich zu unterwerfen.
3. Abschließend noch ein Gedanke zu gesellschaftlichen
Grenzen und wie sie entstehen könnten. Die ersten Worte
eines Kindes sind Papa und Mama, das dritte Wort offenbar: Nein!
Papa und Mama sind die Geborgenheit, Nein ist die Grenze. Welch
krasser Gegensatz! Wird so nicht bereits mit Beginn der Sprachbildung
eine Hemmung implantiert? Und wie wird sich ein gehemmter Mensch
wohl entwickeln? Wir haben heute so viele Dinge, die wir ununterbrochen
vor unseren kleinen Welteroberern verteidigen wollen. Das ist
wahrhaft ein schweres Leben. Mir fiel dies erstmalig bewusst
auf, als ich unsere Enkelchen, deren Mama aus einem Entwicklungsland
stammt, niemals nein sagen hörte. Den Kindern war dieses
Wort bis zum Kindergarteneintritt nicht geläufig. Dafür
grinsen und strahlen die beiden Kleinen den ganzen Tag, erobern
auch immer wieder Erwachsenengut und die Eltern versuchen jedes
mal trickreich und wortgewandt, wieder an ihr Gut zu kommen.
Dabei gehen die Kinder nie heulend als Verlierer aus der Situation,
denn das Spiel basiert auf Geben und Nehmen. Sind andere kleine
Gäste mit ihren Eltern bei uns, hört man das "Nein"
mit anschließendem Geheule und Strampeln allerdings häufig.
Und im Kindergarten scheint "Nein!" die Dauervokabel
schlechthin zu sein. Sollten unsere glücklichen Enkelchen
denn jetzt bereits verzogen sein? Mangelt es gar an Konsequenz?
Dann werden sie wohl das Schild "Betreten des Rasens verboten!"
nie verstehen lernen. Denn was bekommt man zum Ausgleich, wenn
man dieses schwer einsichtige Verbot beachtet? Höhere Hausmeisterkosten!
Ein perfekter Rasenteppich will schließlich gepflegt sein.
Fazit: Vorsorge - ja, mehr Vorsorge - nein! Und bei aller
Vorsorge muss es die richtige sein.
Jeder, auch der kindliche Unfall!, und sei es ein leichter,
von dem wir glauben, es sei doch nichts passiert, muss in einer
medizinischen Akte dokumentiert werden und eine gründliche
Untersuchung der HWS und des Genicks nach sich ziehen.
In jegliche Vorsorge ist das Hinterfragen elterlicher und
großelterlicher Gebrechen mit einzubeziehen und zu bewerten.
Eine regelmäßige Untersuchung des Urins auf Citrullin
sollte zum Standart werden, gibt der Wert doch Auskunft über
eine Funktionsstörung der Mitochondrien.
Leider ist diese preiswerte Untersuchung selbst für Erwachsene
oder gar Schwangere als gesetzliche Leistung bis heute noch nicht
vorgesehen, obgleich seit ca. 25 Jahren als wichtiger Gesundheitsmarker
bekannt. Vielen Ärzten erscheint auch der Sinn dieser Untersuchung
unbekannt. Diese bieten sie daher selbst auf Nachfrage als private
Leistung nur ungern an. Dies ist wieder einmal ein sehr trauriges
Kapitel unserer staatlichen Gesundheitsfürsorge, nachdem
sich nun endlich, nach weit über 100 Jahren!, seit der von
Dr. Hahnemann ausgesprochenen Warnung in Bezug auf Amalgam, zumindest
hier etwas tut.
Endlich zu Schluss kommend, wünsche ich allen impfkritischen
Eltern weiterhin viel Kraft für ihr Engagement, damit hoffentlich
bald Klarheit bezüglich dieser Vorsorge (ein Drama?) zutage
treten kann.
Mit freundlichen Grüßen und beste Gesundheit für
Sie, lieber Herr Kreutzer, und allen Ihren Lesern.
Sigrid Herwig
hallo herr kreutzer,
etwas subjektiver lesestoff meinerseits;-)
Da frage ich mich:
wie kommt es, dass unseren Kindern
ungesunde Ernährung vorgesetzt wird? Wie kommt eine Gesellschaft
überhaupt dahin, ihre Kinder (und nicht nur die) ungesund
zu ernähren?
Ist das nicht pervers?
Sollte man Kindern ungesunde Nahrung nicht ebenso verbieten wie
Alkohol und Zigaretten? Oder gibt es vielleicht gar nicht mehr
genug gesunde Nahrung?
Wird überhaupt nur noch Müll und Mist und Gammelfleisch
und Kunstkäse und Klebschinken produziert, damit sich die
Fütterung der großen Masse auch richtig lohnt?
Die Fragen muss man ergänzen, damit das Bild
rund wird .
Wieviele Bürger unseres Landes können (ums wollen
gehts eher nicht ) noch wirklich kochen? Mit Kochen
ist natürlich gemeint, dass man sich frische echte Lebensmittel
(auch Nahrung genannt) besorgt und diese dann entsprechend
zubereitet. Gemeint ist damit nicht, irgendwelche Tüten
aufzureissen und diese in siedendem Wasser zu erwärmen bzw.
Büchsen zu öffnen und deren Inhalt erwärmt oder
auch eine TK-Pizza in den Ofen schiebt oder auch irgendein Fertiggericht
in die berühmte Mikrowelle schiebt. Ich habe noch von meiner
Oma (ich war damals 5 oder 6 Jahre alt) die ersten Grundlagen
der Lebensmittelzubereitung lernen dürfen. Das sehe ich
heute als riesen Vorteil Weiterhin muss man die Frage stellen,
ob die Politik nicht sogar ganz bewusst auf das sozialverträgliche
frühe Ableben der Bevölkerung hinarbeitet. Anders lässt
sich nicht erklären, wie diverse Konzerne Milliardengewinne
damit erwirtschaften Lebensmittel/Nahrung (die nennen das in
der Öffentlichkeit so, ich sehe diese Mixturen etwas anders)
für sehr wenig der gesetzlichen Zahlungsmittel dem Volk
zu verkaufen. Der deutsche Michel lässt sich von der Werbung
verführen und geht den Weg des geringsten Widerstandes.
Wer den ganzen Tag geschuftet hat um sich wenigstens solche Produkte
zu leisten, hat gar keine Zeit mehr anständig
zu kochen. Schnell muss es gehen und kosten darf es auch nichts.
Natürlich alles gefördert von der weltbesten Regierung
Deutschlands. Das einzige was für die oberen 10K zählt
ist der maximale Gewinn (egal wie der erwirtschaftet
wird), die damit verbundene Machterhaltung und die systematische
Ausrottung der Unterschicht durch Volksverdummung mit der dazugehörigen
Vorenthaltung von Bildung. So einfach ist das im Endeffekt. Wenn
einem die Ziele der Machthabenden klar sind, kommt man sehr schnell
auf die Antworten.
Was hilft ein ganzes Verbraucherschutzministerium,
wenn die Kinder wegen ungesunder Ernährung immer kränker
werden?
Kann man solch ein Ministerium für voll nehmen?
Wer bitte von denen will denn, dass die Unterschicht sich vermehrt?
Ist es nicht wesentlich günstiger, sich die benötigten
Sklaven aus dem Ausland zu holen um den deutschen
Michel noch weiter unter Druck setzen zu können? Die Ausländer
wird man doch auch viel schneller wieder los wenn die Arbeitskraft
nicht mehr benötigt wird. Einfach abschieben und raus aus
dem sozialen Netz (welches zur Zeit so oder so nicht
wirklich existiert bzw. grössere Löcher hat als der
Bundeshaushalt). Wenn es keine Arbeitslosen mehr gibt, ist das
einzige Druckmittel des Kapitals weg und es müssten Löhne
bezahlt werden, welche ein wirkliches Leben ermöglichen.
Das kann also nicht das Ziel der Mächtigen sein
Fehlt es nicht - vor lauter Wachstums-
und Wettbewerbs- und Profit- und Exportinteressen an der Ernsthaftigkeit,
endlich einmal etwas zum Besseren zu wenden, statt wortreich
tatenlos zuzusehen, wie alles immer schlechter wird, solange
nur die eigene Pfründe sicher ist?
Selbstverständlich fehlt es an der Ernsthaftigkeit. Das
kann doch aus o.g. Gründen auch gar nicht anders sein. Solange
man den deutschen Michel soweit beeinflussen kann, dass er die
Füsse stillhält, ist die Welt doch in Ordnung. Oder
sehe ich da etwas falsch? Ausserdem sind die, die es schon betrifft
inzwischen soweit entsozialisiert und so am Ende, dass einfach
die Kraft und die Möglichkeit fehlt etwas zu ändern .
Und die es noch nicht betrifft sind so damit beschäftigt
irgendwie ihr Schäfchen ins Trockene zu bringen, dass die
den Ernst der Lage gar nicht begreifen können. Wenn die
erstmal zur ersten Gruppe gehören, ist es zu spät.
Und das die oberen 10K nichts ändern wollen ist systembedingt.
Das kann man denen in ihrer Traumwelt von unbegrenztem Wachstum,
dem boomenden Arbeitsmarkt, einer genialen Wirtschaft, Exportüberschüssen
noch und nöcher dem Glauben an kranke Finanzsysteme usw.
gar nicht verübeln. Verübeln kann man denen nur, dass
die die Augen schliessen und eine Ignoranz Sondersgleichen an
den Tag legen, obwohl die doch eigentlich befähigt sein
müssten das zu erkennen und im eigen Interesse (Machterhalt)
gegensteuern müssten. Das war aber zu DDR-Zeiten nicht anders.
Die ganz oben wussten nicht was wirklich im Land los war. Als
es erkannt wurde, hatte der Zug schon den Bahnhof verlassen ..
Ist Bewegungsmangel bei Kindern nicht
ein Zeichen dafür, wie krank, verhärtet und verkrustet
unsere Gesellschaft ist?
Wie hat man es geschafft, den natürlichen Bewegungsdrang
der Kinder so zu unterdrücken?
Ist es nicht so, dass Kinder in einer Welt voller Verbotsschilder,
voller Beton und Vorschriften gar keinen Platz mehr finden, an
dem sie sich natürlich und naturgemäß bewegen,
austoben könnten? Ist es nicht so, dass die Abenteuer, die
Computerspiele und doofe Kindersendungen und verbotene Videos
auf den Bildschirm zaubern ihren Reiz sofort verlören, gäbe
es die Chance, ein einziges kleines Abenteuer selbst zu erleben?
Wozu soll das aus Sicht der oberen 10K gut sein? Denen nützt
es nichts . Ein gesunder Körper geht meistens mit einem
gesunden Geist daher. Und genau das kann nicht das Ziel sein,
weil es Entmachtung bedeuten würde. Solange man die Abhängigkeit
von irgendwelchen Systemen aufrecht erhalten kann, wird man es
tun. Das System heisst Kontrolle über alles und jeden. Dicke
Kinder bewegen sich weniger und sind damit leichter über
die Medien zu steuern (zu verdummen ). Alles nur konsequent.
Selbst das Schauspiel von Zensursula passt da genau ins Bild.
Die vernünftige Alternative wäre für alle kostenlose
Mitgliedschaften (incl. notwendiger Ausrüstung) in Sportvereinen
oder in diversen Arbeitsgemeinschaften. Das hat selbst die DDR
auf die Reihe bekommen. Allerdings diente es da zum Selbstzweck.
Zum einen die sogenannten Gesundheitskosten in den Griff zu bekommen
(da gabs eben keine Pharmalobby wie heute) und natürlich
die sehr begabten Sportler herauszufiltern um mit denen die benötigten
Devisen heranschaffen zu können.
Da frage ich mich: Hilft es, mehr
Vorsorgeuntersuchungen durchzuführen? Was hat man davon?
Ja, man kann früher feststellen, dass Kinder sich falsch
ernähren, sich zu wenig bewegen, zuviel auf die Glotze starren,
aber solange die Lebenswirklichkeit
nicht geändert wird,
solange wird auch eine Verzehnfachung von Vorsorgeuntersuchungen
nur die zehnfache Zahl alarmierender Erkenntnisse hervorbringen,
und wohlgemeinte, aber in den Wind gesprochene Empfehlungen an
Eltern, denen in jedem Supermarkt die ungesunde Ernährung
für ihre Kinder angedreht wird, die in jeder Schule vergeblich
nach mehr als zwei Stunden Schulsport pro Woche suchen werden,
die nicht wagen, ihre Kinder aus der Mietwohnung zum Spielen
auf die Straße zu schicken, weil es dort zu gefährlich
ist, und die es sich nicht leisten können, ihren Kindern
wohlbehütete Abenteuerferien zu kaufen,
Dem füge ich mal nichts mehr hinzu
· Gesundheitsminister, deren
Job sich darin erschöpft, die Kassenbeiträge auf Ärzte,
Krankenhäuser und Pharmazie zu verteilen,
Worin sollte aus deren Sicht sonst der Zweck liegen? Die wollen
doch nach dem Politikerleben einen gut dotierten Job in deren
Vorständen geniessen ..
· Verbraucherschutzminister,
die es nicht verhindern, dass Interessenverbände verhindern,
dass wenigstens aussagefähige und leicht erkennbare (Ampel)
Hinweise auf mehr oder minder ungesunde Produkte auf die Nahrungsmittelverpackungen
kommen, die resignierend erklären, das sei "nicht durchsetzbar",
selbst in den eigenen Reihen nicht, die tragen die Schuld am
Zustand dieser Gesellschaft, ihnen fehlt die Ernsthaftigkeit,
sich dem Amt so zu widmen, wie es die Menschen, die ihnen vertrauen
möchten, verdient hätten.
Das ganze Ampelgedöns ist purer Unfug und dient auch
wieder nur o.g. Zielen. Das einzige was wirklich helfen würde
sind folgende Punkte:
- Angemessenen Einkommen um sich echte Nahrungs- und Lebensmittel
leisten zu können
- Eine entsprechende Bildung in dieser Hinsicht (Ernährung
/ Zubereitung)
- Verbot sämtlicher Chemie- und minderwertiger Nahrungsmittel
- Freier Zugang (besonders für Kinder) zu sportlichen
Aktivitäten incl. der entsprechenden Betreuung
Wem aber sollte das nützen ausser den Menschen an sich?
Niemandem der die Macht besitzt;-) Somit hat sich dieses Thema
in dem vorherrschenden System sehr schnell erledigt.
In diesem Sinne Frank Möller
4. Juli 2011
11.11 Uhr Des Junckers unheimliche
Macht
Als ich am 29. Juni formulierte:
"Ob das griechische Parlament sich heute
auf die Seite des griechischen Volkes stellen wird, oder ob es
sich den übrigen Euro-Ländern und deren Diktat unterwerfen
wird, das darauf gerichtet ist, Griechenland endgültig zur
ersten Brüsseler Kolonie werden zu lassen, das ist die
spannende Frage dieses Tages."
war ich mir wirklich nicht
im Klaren darüber, wie nah der Gedanke, Griechenland werde
zur ersten Brüsseler Kolonie gemacht, seiner Realisierung
ist.
Herr Juncker "Euro-Gruppen-Chef"
(eine Amtsbezeichnung, der in meinen Augen inzwischen auch jegliche
Transparenz über die damit verbundenen Kompetenzen abhanden
gekommen ist) sagt nun ganz offiziell und in aller Seelenruhe
als sei es das normalste Ding der Welt, dass ein Staat, der von
der internationalen Spekulation als leichte Beute ausersehen
wurde, seine Souveränität verliert, oder, wie Juncker
es formulierte und wie es die Tagesschau berichtete: "Es ist wahr,
die Souveränität der Griechen wird massiv eingeschränkt,
" und, "Wir zwingen
die griechische Politik mit deren Einverständnis zu einer
totalen Kurskorrektur."
Die
Wortwahl erinnert an Totalitarismus:
Was ist das
denn wert, ein "erzwungenes Einverständnis"?,
und wo soll das alles enden?
Wer bremst
Juncker?, frage ich mich inzwischen ernsthaft, und fürchte,
dass er längst nicht mehr zu bremsen ist - und dass er seine
Vorgehensweise nicht frühzeitig offen gelegt hätte,
kann man ihm auch nicht vorwerfen ...
Wir beschließen
etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab,
was passiert. Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und
keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was
da beschlossen wurde, dann machen wir weiter Schritt für
Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt.
Premierminister von Luxemburg Jean-Claude Juncker erklärt
seinen EU-Kollegen die Demokratie (SPIEGEL 52/1999)
08.45 Uhr Reichste deutsche
Frau gibt jungen Firmen Geld
Wie fühlt sich das an,
dieser Satz?
Hört man da Großmut
heraus, Zuwendung, Liebe sogar, wie ist das, wenn man sich vorstellt,
als junger Firmengründer von der reichsten deutschen Frau
Geld zu bekommen?
Ja, so soll es wohl klingen,
und dennoch klingt da etwas falsch, ein Misston.
Die reichste, zehn Miliarden
schwere, Frau Deutschlands beteiligt sich an einem Fonds mit
einem Gesamtvolumen von 12 Millionen Euro. Sie beteiligt sich
maßgeblich, aber eben nur mit weniger als 12 Millionen,
ob zehn, ob sechs, ob drei Millionen, es ist Spielgeld für
Frau Klatten.
Nur zum Vergleich: Wer für
sein Alter 50.000 Euro angespart hat, und 50 Euro davon in einen
Fonds zur Förderung junger Unternehmen einbringt, der hat
(relativ) ebensoviel - eher etwas mehr - getan als Frau Klatten.
Und dann stellt sich die Frage,
wieso kann Frau Klatten, selbst wenn sie weniger als ein Tausendstel
ihres Vermögens in einem Fonds anlegt, dabei gleich mit
Millionen um sich werfen? Wie ist sie zu dem Geld gekommen? Hat
sie dafür irgendeine adäquate Leistung erbracht?
Und hat sie das Geld tatsächlich
weggeben?
Nein, hat sie nicht, sie hat
es angelegt.
So macht man das im Kapitalismus.
Sie erwartet, dass die jungen
Unternehmer so viel leisten, dass die das Geld nicht nur zurückzahlen,
das der Fonds ihnen zur Verfügung stellt, sondern auch noch
eine Rendite dabei herausspringt, die der Fonds dann wieder an
Frau Klatten ausschüttet.
Ja, so ist das, wenn Deutschlands
reichste Frau jungen Firmen Geld gibt.
Es wäre die Aufgabe der
Banken, Unternehmensgründungen zu finanzieren, und zwar
zu guten, nicht nur für die Bank einträglichen, sondern
auch für Gründer erträglichen Konditionen, die
Banken bescheren der Realwirtschaft aber seit mehr als 10 Jahre
eine ausgeprägte Kreditklemme, finanzieren lieber Spekulanten
und lassen sich anschließend vom Steuerzahler retten.
Nein, es ist nicht gut,
dass junge Firmen davon abhängig sind, dass Deutschlands
reichste Frau ihnen Geld pumpt. Es ist nicht gut.
Woher Frau Klatten das Geld
hat?
Da hab ich 2009 mal ein bisschen
was darüber geschrieben. Lesen Sie das als Kontrapunkt zur
Verherrlichungsmeldung in der Mitteldeutschen.
ein paar Tage ist es erst her,
da haben Ifo-Sinn und GfK mit einer Terz Unterschied das harmonisch-wohlklingende
Lied gesunden, von dem Aufschwung, der nicht nur vom Export,
sondern auch von der Binnenkonjunktur getragen wird, das Statistische
Bundesamt hat zum Dreiklang ergänzt, mit der Meldung, der
Einzelhandelsumsatz im Mai sei im Vergleich zum Vorjahr um 4
Prozent gestiegen (nominal) real aber immer noch um deutliche
2,2 Prozent.
Und da finde ich heute bei
"Querschüsse" die Behauptung, der Einzelhandelsumsatz
im Mai 2011 markiere ein "Allzeit-Tief" - und dann
folgt dort der Behauptung auch noch der Nachweis - und da mach
ich mir jetzt gar nicht die Mühe, das selbst noch einmal
aufzudröseln, ich schick Sie einfach auf den Weg zu den
Querschüssen
Es ist immer nur die halbe
Wahrheit, wenn nicht noch weniger.
61,5 Millionen Euro - so genau hat es das BKA ausgerechnet
- betrug der Schaden durch Internetkriminalität im Jahr
2010.
Weniger als 1 Euro pro Bundesbürger
in einem ganzen Jahr!
Und das soll nun wieder Begründung
für die maßlose Vorratsdatenspeicherung sein, nach
der die Protagonisten der Überwachungsrepublik rufen.
Stellt man dem vom BKA groß
herausgestellten Millionenschaden gegenüber, dass der Bund
für die Rettung einer einzigen Bank (die HRE - und er hat
mehr als eine gerettet) im Handstreich über 100 Milliarden
Euro aufgewendet hat, also 1250 Euro pro Bürger, mal eben
so, und dass er mit der Bankenrettung und der Euro-Rettung Verpflichtungen
eingegangen ist, ein Vielfaches davon ausmachen, dann könnte
man die Internetkriminalität leicht als das kleiner Übel
ansehen, hätten wir nicht beide zu ertragen -
und gäbe es nicht jene
verhängnisvolle Blindheit des Gesetzgebers und die daraus
folgende Ohnmacht der Justiz, dann gäbe es auch nicht jene
Betrügereien, die weder der Internetkriminalität noch
der Kriminalität überhaupt zugerechnet, sondern trotz
aller offensichtlichen Attribute des schieren Betrugs als "legal"
angesehen, und von skrupellosen Abzockern folglich auch "legal"
betrieben werden.
Zeit, wieder einmal auf ein
Buch hinzuweisen, das ein grelles Licht auf die Abzocker mit
der weißen Weste wirft, ein Tatsachenroman, der begreiflich
macht, wie die Abzocker ticken, der ihre Fallenstellerei entlarvt
und die Zähigkeit, mit der sie eine einmal gemachte Beute
festhalten.
und, aus besonderem Anlass, spenden
wir von allen über unseren Onlineshop ab heute, bis zum
7. Juli erzielten Umsätzen 10% an "Empört euch!"
siehe nächster
Beitrag.
So lautet die deutsche Übersetzung
des Titels jenes Aufsatzes von Stéphane Hessel,
der derzeit viel gelesen und diskutiert wird. Mag sein, dass
Sie ihn schon kennen, doch bitte ich Sie, dennoch einen Blick
auf den jüngsten Paukenschlag zu werfen, über den Sie
diesen Aufsatz im Netz auf deutsch lesen können,
denn es gibt auch eine Vereinigung
von Bürgern vieler europäischer Länder, die mit
ihren Webseiten "Empört euch!", "Engagiert
euch!" und "Schafft Neues - Alternativen zur gegenwärtigen
Gesellschaft", die ich Ihnen kurz vorstellen möchte,
weil ich mit diesem Verein eine lockere Partnerschaft eingegangen
bin, die - so hoffen wir - für beide Teile fruchtbar werden
wird.
Da hat sich die Euro-Familie,
nachdem ihr Griechenland seit Einführung der gemeinsamen
Währung egal, und höchstens als Kunde wohlfeiler Exporte
interessant war, nun um die Griechen geschart, um zu verhindern,
dass die aus dem gemeinsamen Kreis ausbrechen.
Nein, es ist weder wirkliches
Interesse an Griechenland, noch ist wirklich jemandem wichtig,
welche Optionen die Griechen noch hätten, noch ist irgendwer
zu sehen, der Freude und Begeisterung empfände, Griechenland
zu retten. Es geht nicht darum, das Potential der Griechen zu
heben, es geht einzig darum, die Interessen der übrigen
Euro-Familie zu wahren.
Ob das griechische Parlament
sich heute auf die Seite des griechischen Volkes stellen wird,
oder ob es sich den übrigen Euro-Ländern und deren
Diktat unterwerfen wird, das darauf gerichtet ist, Griechenland
endgültig zur ersten Brüsseler Kolonie werden zu lassen,
das ist die spannende Frage dieses Tages.
Und ob das griechische Volk
sich im Zweifelsfall ruhigstellen lässt, wenn seine gewählten
Vertreter ihm abfordern, den erkennbaren Weg in den Untergang
zu gehen,
das ist die spannende Frage für die nächsten Wochen.
Und ob die Brüsseler Eurokraten
am Ende von der Möglichkeit Gebrauch machen, wie sie sie
sich in den Lissabonner Vertrag geschrieben haben, Aufstände
mit Waffengewalt zu bekämpfen, das ist die spannende Frage
welchen Weg die Demokratie in Europa in den nächsten Jahren
nehmen wird.
Gerald
Hüther plädiert
mit guten Argumenten für einen Wechsel von einer Gesellschaft
der Ressourcenausnutzung und Besitzstandswahrung zu einer Gesellschaft
der Potentialentfaltung. In einer solchen Gesellschaft ließen
sich die alten europäischen Ideale verwirklichen, könnte
ein gutes, starkes, europäisches "WIR" gedeihen.
Mit der EU, wie sie heute aufgestellt
ist, scheint das unmöglich.
28. Juni
2011
09.55 Uhr Kirchhofs sonderbare
Welt
Prof. Paul Kirchhof - so wie
Nessie im Sommerloch, kommt Paul Kirchhof üblicherweise
im Vorfeld von Bundestagswahlen ans Licht - stürzt sich
auf die bestehenden Steuergesetze, zerreißt sie freihändig
in der Luft und bietet stattdessen Klarheit, Einfachheit und
Übersichtlichkeit.
Diesmal ist er zu früh
dran -Sommerloch ja, aber Bundestagswahl? Nein.
Doch es sieht auch so aus,
als wollte er sich mit seinem neuesten Vorstoß wirklich
auf das Niveau eines Pausenclowns begeben.
Das beginnt damit, dass er
seinen jüngsten Vorschlag,
einen Vorschlag, in dem es
nicht darum geht, den Hunger in der Welt zu lindern, die Sklaverei
abzuschaffen, die Meinungsfreiheit zu garantieren und so weiter,
sondern nur um den vergleichsweise
drittrangigen Versuch, die Besteuerung, und zwar - wieder nur
die Besteuerung in Deutschland - zu reformieren,
in absolut einzigartiger Selbstüberschätzung
mit der Verkündung der Menschenrechte im Jahr 1789 vergleicht,
bzw. - so könnte man es auch deuten - ihn höhnischer
Arroganz den Rang der Menschenrechte so gering schätzt,
dass ein simples Besteuerungsmodell noch davor rangieren darf.
Das erinnert mich an meine Gedanken zum Primat der Politik von
gestern.
Was schlägt er nun Großartiges
vor, der Herr Professor?
Das gesamte bestehende Steuerrecht
einstampfen und alle Ausnahme- und Sonderregelungen, alle Abstufungen
und Austarierungen, die das heutige Steuerrecht kompliziert machen,
für alle Zeiten aufzugeben.
dann
Alle Einkommen mit 25 Prozent
Einkommensteuer zu belegen.
Allen Konsum mit 19 Prozent
Mehrwertsteuer zu belasten.
Jede Erbschaft mit 10 Prozent
Erbschaftssteuer zu besteuern.
Da hat er sich womöglich
ausgerechnet, dass auf dieses Weise ungefähr genau so viel
Geld reinkommt, wie bisher, nur eben einfacher.
Aber ist das der Sinn der
Steuergesetzgebung?
Einfach irgendwie mit irgendwelchen Sätzen eine bestimmte
Menge Geld einzutreiben?
Trägt der Begriff "Steuern"
nicht auch den Hinweis auf eine "Steuerungsfunktion"
in sich, sind alle Überlegungen, steuerliche Lasten da aufzubürden,
wo ein Verhalten unerwünscht ist (z.B. Branntweinsteuer,
Tabaksteuer usw.), durch Besteuerung Ressourcenverschwendung
zu begrenzen (z.B. Mineralölsteuer, Stromsteuer, usw.),
durch Freibeträge und
Anerkennung besonderer Belastungen soziale Umstände der
Steuerpflichtigen zu berücksichtigen, sind alle diese Überlegungen,
die unsere Steuersystematik prägen, reif für den Müllhaufen?
Die Süddeutsche lässt
einen Claus Hulverscheidt meinen:
... sowohl Kirchhofs Konzept
als auch der Autor selbst (haben es) verdient, dass sich die
Politik mit ihnen befasst.
(...)
Statt also in das übliche
Abwehrgeplapper zu verfallen, sollten Regierung wie Opposition
das Modell intensiv prüfen - mit der gebotenen Vorsicht,
aber auch mit
Wohlwollen, Unvoreingenommenheit und Neugier.
Diese Empfehlung ist m.E.
ungefähr so sinnvoll, wie die Empfehlung, die Abgeordneten
des Deutschen Bundestages, Regierung wie Opposition, sollten
sich mit Wohlwollen, Unvoreingenommenheit und Neugier im persönlichen
Gebrauch von Suchtmitteln, von Marihuana über LSD bis hin
zu Heroin üben, statt in das von keinerlei eigener Erfahrung
getrübte Abwehrgeplapper zu verfallen, bevor sie das Betäubungsmittelgesetz
novellieren.
27. Juni
2011
12.45 Uhr Primat der Politik
Da bin ich gerade aus einem
schönen Traum erwacht.
Und dann das:
Vom Primat der Politik wollte
ich schreiben, als einem selbstverständlichen Prinzip der
Demokratie, einem Prinzip, ohne das Demokratie unmöglich
erscheint, ohne welches mir Demokratie immer noch unmöglich
erscheint (!) und da finde ich bei Wikipedia einen
begriffsklärenden Eintrag, der mir das blanke Entsetzen
ins Gesicht zeichnete:
Erstens, weil der Einführungssatz
und die folgende Typisierung in sich logisch falsch sind, aber
vor allem
zweitens, weil dort das
von mir für selbstverständlich gehaltene Verhältnis
zwischen Politik und Wirtschaft,
in dem nämlich die aus der Mehrheits-Meinungsbildung hervorgegangene,
dem Gesamtinteresse verpflichtete politische Entscheidung und
Rahmensetzung ganz zweifellos vor den wirtschaftlichen (Einzel-)Interessen
des Kapitals rangiert,
als "kapitalistische Planwirtschaft" im Nationalsozialismus
geschmäht wird, während eine vom Grundgesetz nicht
vorgesehenen "Interdependenz" - und "Interdependenz"
heißt "gegenseitige Abhängigkeiten" zwischen
Wirtschaft und Politik als der (gute) Normalfall in entwickelten
Industriegesellschaften dargestellt wird.
Primat der Politik, abgeleitet aus lat. Primat
primus der erste, steht in der Politikwissenschaft
für eine normative Vorstellung vom Verhältnis zwischen
Wirtschaft und Staat [1].
Hermann Adam unterscheidet dabei vier Typen
Primat der Ökonomie: der Staat soll nicht in das
Wirtschaftsgeschehen eingreifen (Wirtschaftsliberalismus)
Primat der Politik (z.B. kapitalistische Planwirtschaft
im Nationalsozialismus)
Gleichschaltung von Politik und Wirtschaft (sozialistische
Planwirtschaft, oder auch der unterstellte Staatsmonopolistische
Kapitalismus)
Die Interdependenz von Wirtschaft und Politik, der Normalfall
in entwickelten Industriegesellschaften.
Mit diesem geistigen Rüstzeug
versehen, ist es natürlich vollkommen unmöglich, das
Gebaren der Bahn in Bezug auf die Versenkung des Stuttgarter
Hauptbahnhofs noch angreifen zu wollen. Wer das tut, wer die
gegenseitigen Abhängigkeiten zwischen Politik und Wirtschaft
- oft von Personen gepflegt, die ständig durch Drehtüren
gehend zwischen beiden Bereichen wechseln und sich mit dieser
Gewandtheit nicht zu verachtende Einkommensquellen erschließen
- wer also diese nach Korruption riechenden Verhältnisse,
die - laut Wikipedia und dem dort zitierten Hermann Adam - den
Normalfall in entwickelten Industriegesellschaften darstellen,
kritisiert und nach dem Primat der Politik, nach der vom Volk
in Wahlen und Abstimmungen ausgehenden Staatsgewalt fragt, der
ist ein Nazi!
Und mit dieser Keule lässt
sich niemand gerne totschlagen.
Dass der Baden-Württembergische
Verkehrsminister überhaupt noch wagt, zu sagen, die Bahn
spielt foul, grenzt an ein Wunder. Denn dass Winfried Hermann
ein Nazi wäre, das scheint mir doch völlig ausgeschlossen.
das hat mir auch gefallen.
Dieses Ringen um den nicht nur richtigen, nicht nur guten, nicht
nur schönen, sondern vor allem auch zielführenden Weg.
Ich verstehe mich als einer, der möglichst vielen anderen
die Augen öffnen will, damit sich eine Grundstimmung breit
macht, die gar nicht mehr ignoriert werden kann. Aber die Versuchung,
den notwendigen Wandel auf andere Weise herbeizuzwingen, die
ist schon auch groß ...
Sehr geehrter Herr Kreutzer,
ich lese Ihre Seite nur schon
seit geraumer Zeit und ich bin zwar nicht vom anderen Ufer aber
ich "liebe" Ihre Artikel und Ihren Scharfsinn.
Sie sprechen mir so oft aus dem Herzen und ich bin froh, dass
ich nicht der einzige Mensch auf diesem Planeten bin, der die
Welt mit anderen Augen sieht.
Der Artikel von Herrn Hoppenberger ist eine schöne kleine
Zusammenfassung zum Geld und dessen Wirkung auf den Menschen.
Seine Gedanken und die vieler anderer kluger Autoren sind "richtig"
... und doch so naiv.
Es sind alles Visionäre,
Träumer und gute Menschen. Aber sind wir doch einmal ehrlich:
Der Mensch ist nicht GUT! Ich träume auch oft von einer
besseren Welt.
Eine Welt, in der Menschen
nicht nach materiellen Dingen trachten und dem Geld hinterherlaufen
wie dumme Hühner.
Eine Welt in der Essen nicht
weggeworfen wird um die Preise stabil zu halten, während
um die Ecke Menschen an Unterernährung sterben.
Wohin hat uns der Kapitalismus
geführt?
Ich denke an den Abgrund unserer Existenz.
Die Menschen lachen so oft
über unsere Vorfahren im Mittelalter. Man sagt, damals habe
man Menschen verbrannt, die Heilkräuter zusammenmischten...
Wie dumm die Menschen doch damals waren!
Und was ist heute? Wir sind
doch genauso primitiv wie vor 300 Jahren, es ist alles nur ein
wenig moderner geworden. Traurig, oder?
...aber das ist die Realität!
Ja, wir brauchen ein neues
System, ein neues Geldsystem! Aber Sie und Ihre Mitstreiter glauben
doch wohl kaum, dass sich die "Herrscher der Macht und damit
des Geldes" das Zepter nochmal aus der Hand nehmen lassen.
Nein, ganz sicher nicht!
Zur sehr sind die Menschen an diesen Irrglauben "Geld"
gefesselt und in Ihrer Dummheit gefangen. Sehr wohl nicht alle,
aber doch zu viele als dass man etwas bewegen könnte.
Zu schön die Worte von Freiwirtschaft und Zins auf Hortung
- aber umsetzbar?
Dies würde ein Umdenken und ein Verstehen vorraussetzen,
aber das wird es in den nächsten Jahren nicht geben, und
ich fürchte, die jetzige Krise wird mit einem gewaltigen
Knall enden, der Krieg und Elend bringen wird.
Ökonomen würden sagen:
"Kein Wachstum ohne Neuanfang!" Nur wenn möglichst
viel zerstört ist, ist wieder Wachstum drin!
Ich bin gewiss kein Schwarzseher!
Ich habe es gewiss versucht ...
Ich habe mit Freunden, Bekannten und teils einflussreichen Menschen
geredet, aber das Ergebnis war oft mehr als ernüchternd:
"...es funktioniert doch!" - "... ach rede doch
kein dummes Zeug und beschäftige Dich lieber mit deinem
Studium!"
Ich bewundere Ihren Kampf,
Herr Kreutzer, aber ich sehe keinen Weg der "realistisch"
und ohne Blutvergießen gegangen werden kann. Es bedarf
einer Revolution! Zuerst in den Köpfen und dann auf der
Straße.
Nicht ruhig und nicht leise,
sondern laut und verändert. Aber ich träume schon wieder....
Das was die Menschen leitet ist Gier und Macht und beides ist
exponentiell, wie unser Geldsystem...
Mit besten Grüßen
der soulsurfer
09.35 Uhr Gestrige Post
von Günther Hoppenberger
Dr. Hoppenberger und ich stehen
hin und wieder im Austausch, er schreibt und denkt in allem etwas
freundlicher, etwas zurückhaltender als ich, seine Gabe,
auch
"heiße" Themen sehr friedvoll anzugehen, bewundere
ich.
Hier sein jüngster Text, den ich gerne hier weiterverbreite:
Aussendung ohne persönliche
Anrede an die wichtigsten Medien und ausgewählte Kontakte)
Gott sei Dank "nur" Griechenland und (noch) nicht Deutschland
Die Ratlosigkeit der Politik steigt mit der wachsenden Verschuldungskrise.
Es wird langsam Zeit, über ein "Danach" nachzudenken.
Vor allem darüber, wie den Bevölkerungen die Notwendigkeit
eines Systemwechsels plausibel gemacht werden kann und wie aus
dem Zusammenbruch eines ausgedienten Konstrukts neue Hoffnung
erwachsen kann, ohne dass Feindbilder aufgebaut und ohne dass
Menschen gegeneinander aufgehetzt werden müssten, um die
gemeinsam erreichten materiellen, ideellen und gesellschaftlichen
Werte zu zerstören. Systemwechsel unter Werterhalt ist angesagt!
Eine gewiss schwierige, aber nicht unlösbare Herausforderung
für anständige und aufrichtige Politik.
Im Prinzip bräuchte man "nur" ein neues, dem Beziehungsverhalten
auf der Grundlage der internationalen Menschenrechte dienendes
Informationssystem entwickeln. Das sollte doch bei etwas gutem
Willen möglich sein.
Mit dem Anhang gestatte ich mir, einen Kommentar zur Krise anzubieten
(copyleft/zur freien Verfügung). Eigentlich ist es mehr
als ein Kommentar. Es ist ein Aufruf; besonders an die Medienvertreter
und Politiker, denen in nächster Zeit eine ganz besondere
Verantwortung zukommen wird.
Mit besten Grüßen
Dr. Günther Hoppenberger
DIE GRIECHISCHE
TRAGÖDIE ALS HOFFNUNGSSCHIMMER
GRIECHENLAND KÖNNTE UNS ZU KREATIVEN LÖSUNGEN INSPIRIEREN
Günther Hoppenberger
Während man in den europäischen
Nationalstaaten emsig bemüht ist, unter der Bezeichnung
"Steuer- und Strukturreform" die fortschreitende Enteignung
der Bevölkerungen zu kaschieren, wird unsere Aufmerksamkeit
von den Entwicklungen in Griechenland gefangen gehalten. Angeblich
sind ja die Griechen die Auslöser der Euro-Krise. Durch
Faulheit, Korruption, überbordende Privilegien und betrügerische
Bilanztricks sind sie gemäß Stammtischmeinungen dabei,
dem Rest Europas den redlich erworbenen Wohlstand zu rauben.
Die angeblich ja zu blöden und zu feigen Politiker plappern
das natürlich gerne nach, um der bildungsfern gehaltenen
Volksmeinung zu entsprechen und um zugleich die eigene Beschränktheit
zu verbergen. Dabei ist die Faktenlage, die sich ja nicht von
heute auf morgen und auch keineswegs überraschend, sondern
im Lauf der letzten drei Jahrzehnte und deutlich erkennbar abgezeichnet
hat, recht eindeutig:
Die perfide und in der breiten
Bevölkerung eher unbekannte Art der multiplen Geldschöpfung,
auf die hier nicht näher eingegangen werden soll, hat zwangsläufig
dazu geführt, dass wir als Transmissionsmedium im wirtschaftlichen
Austausch vorwiegend Forderungen auf Geld anstelle von Geld verwenden.
Die als Geldersatz verwendeten, sich hochschaukelnden Forderungen
auf Geld, bilden ein mittlerweile schwankendes, komplexes Zahlenwerk
aus Buchungssätzen, weil jeder Forderung auch eine Schuld
gegenüberstehen muss. Den exorbitanten Forderungen auf Geld
steht jedoch schon lange viel zuwenig tatsächliches Geld
gegenüber. Die Forderungen auf Geld sind nicht mehr erfüllbar.
Die Schulden sind deshalb in Geld überhaupt nicht mehr tilgbar.
Bei allen zeitweiligen Ermahnungen
unser Leben nachhaltig, naturnah, friedlich, geprägt von
sozialer Verantwortung und Nächstenliebe auszurichten, sind
wir zuallererst dazu angehalten, die Einhaltung der Buchhaltungsregeln
zu unserem zentralen Anliegen zu machen. Kein Wunder also, wenn
da verstärkt auch in die Trickkiste gegriffen wird, denn
die Suche nach bereitwilligen Opfern, denen wir zur Glattstellung
unserer Buchhaltung Schulden weiterreichen können, wird
immer schwieriger. Noch dazu liegen die nächstliegenden
Opferkandidaten alle im Euroraum, dem wir uns als vorgebliche
Wertegemeinschaft in Solidarität verpflichtet fühlen
sollten. Andere Währungsräume, die ja alle mit demselben
Systemfehler behaftet sind, haben mit den gleichen Problemen
zu kämpfen. Die so genannten Rettungsaktionen sind vorwiegend
eine reihum Weiterreichung von kontinuierlich weiter anwachsenden
Schulden und ändern an der Gesamtsituation nichts; außer
dass jetzt z. B. die Verschuldung Griechenlands aus dem Blickfeld
rücken wird und erst mit zeitlicher Verzögerung - wahrscheinlich
für die Politik wieder unerwartet und überraschend
- beim nächsten Wackelkandidaten und mit noch höherer
Verschuldung in Erscheinung treten wird.
Irgendwann sollten wir uns
daher zu der Einsicht durchringen, dass dieses System, zumal
es niemals Anspruch auf Nachhaltigkeit erheben konnte, ausgedient
hat. Nehmen wir einmal etwas Abstand von unserer Fixierung auf
die derzeitigen krisenhaften Erscheinungen, die ja in ihrem Kern
Bilanzierungskrisen sind. Lehnen wir uns zurück und überlegen
wir einmal ganz in Ruhe und ohne vorgefasster Meinung. Ziehen
wir eine qualitative Bilanz ohne Zahlen und erfreuen wir uns
zunächst am bisher Erreichten; und das ist gar nicht so
wenig!
Das System hat ausgedient! Es ist nicht gescheitert! Es hat in
der Aufbauphase nach dem Krieg ganz hervorragend funktioniert.
Genau zu dieser Anstoßfinanzierung wie man sie nach einem
Krieg benötigt, wenn ein schneller Wiederaufbau erfolgen
soll, wurde das Geldsystem konzipiert. Es funktioniert fabelhaft,
wenn gute Aussichten auf Wirtschaftswachstum bestehen. Tragischer
Weise akzeptiert es kein "Genug". Es lässt Zufriedenheit
nicht zu und erzwingt auch dann noch Wachstum, wenn es weit und
breit keine Möglichkeit und keine Bereitschaft dafür
gibt und wenn Produktivitätssteigerungen auf gesättigte
Märkte treffen.
Nun haben wir jedoch unser
Geldsystem in der schwierigen Nachkriegszeit schätzen gelernt,
weil es uns so viele Möglichkeiten eröffnete. Wir glauben
sogar, das System verstanden zu haben und geraten allein schon
beim Gedanken uns davon trennen zu sollen, in Panik. Instinktiv
sind wir bereit, jede erdenkliche Anstrengung freiwillig oder
unfreiwillig auf uns zu nehmen, um den Anforderungen des Systems
zu entsprechen. Wir ordnen unsere Lebenskonzepte dem Geldsystem
unter. Wir schaffen unnötiges und unsinnigstes Wachstum,
vergeuden kostbarste Ressourcen, zerstören unsere Lebensgrundlagen,
bekämpfen einander und nennen es Wettbewerb, verkürzen
künstlich den Lebenszyklus von Gebrauchsgegenständen
und halten uns für unheimlich kreativ, weil uns doch immer
wieder etwas Neues einfällt. Alles nur, um das Geldsystem
zufrieden zu stellen. Wenn es gar nicht mehr anders geht, sind
wir sogar bereit, Kriege zu inszenieren und ganze Landstriche
für einen anschließenden Wiederaufbau zu verwüsten.
Die Vorstellung, ohne diesem System leben zu müssen, scheint
für uns dennoch unerträglich zu sein.
Begleiten Sie mich jetzt aber
auf folgendem Gedankengang: Gehen wir von der schlimmsten Befürchtung
aus. Noch heute kippt das Geldsystem. Stellen wir uns vor, ab
Mitternacht gibt es kein Geld mehr. Was empfinden Sie bei diesem
Gedanken? Panik? Angst? Verzweiflung? Aber schauen Sie sich doch
einmal um! Was ist eigentlich passiert? Nichts! Niemand wurde
getötet, alle Bauwerke und Straßen sind unverändert,
die Infrastruktur ist nach wie vor vorhanden, die Lager sind
voll, alles funktioniert bestens. Wir können mit Wohlgefallen
und Stolz auf die Elemente unseres über Jahrzehnte hinweg
erreichten Wohlstands blicken. Einzig unsere Buchhaltungen sind
verloren gegangen, mit denen und über die wir miteinander
kommunizierten. Eine überregionale gesellschaftliche Entwicklung
wird also einen Knick erfahren und wir sollten schleunigst -
möglichst bis zum Morgengrauen - wieder so etwas wie Geld,
eine der großartigsten Erfindungen zur Entwicklung komplexer,
arbeitsteiliger Gesellschaften, auf die Beine stellen.
Vermutlich werden die Mechanismen
der Geldentstehung und die begleitenden Gesetze für die
Inverkehrbringung des Geldes anders gestaltet sein müssen,
als derzeit. Das neue Geld sollte im Unterschied zu jetzt, ein
dienendes sein. Es sollte zwar Wachstum ermöglichen, aber
nicht erzwingen. Es sollte unter staatlicher Obhut stehen, allerdings
ohne Einflussmöglichkeit durch die jeweilige Regierung.
Es sollte nicht nur für die nächsten 20-30 Jahre ausgelegt
sein, sondern tatsächlich nachhaltig; sagen wir für
die nächsten 500 Jahre. Konzepte und Modelle gibt es im
Internet bereits zu Hauf; am besten ausgereift ist wahrscheinlich
der Vollgeldvorschlag von Joseph Huber, Halle (unter "Monetative"
im Internet zu finden).
Vielleicht gelingt es ja der
Politik auf Grund des griechischen Desasters noch rechtzeitig,
dem Geld die Eigenschaft als Machtmittel zu nehmen und es zu
dem zu machen, wofür es erfunden wurde. Und hoffentlich
verbleibt uns noch die Zeit, uns auf den bislang fiktiven, aber
zwangsläufig bevorstehenden "Mitternachtstermin"
einzustellen und einen unblutigen, zivilisierten Systemwechsel
vorzubereiten.
Über den Autor:
Dr. Günther Hoppenberger
(geb. 1944, Wien), Chemiker und Exportkaufmann, Im Osteuropageschäft
für multinationale Chemiekonzerne tätig, konzessionierter
Gastwirt, Logotherapeut und Mediator. Das besondere Interesse
an "Verstärkung psychischer Leiden durch die Ökonomie",
führte zur intensiven Beschäftigung mit dem Geldwesen.
23. Juni
2011
bin heute in meinem
engeren Kreis geblieben,
nichts Neues für die Welt geschrieben ...
aber das da, das ist
immer noch gut,
der Band IV, der wichtigste
vielleicht,
vielleicht auch nur der abgehobenste.
Er handelt von Eigentum
und Teilhabe, von friedlichem und aggressivem
Eigentum, vom Menschenrecht auf Teilhabe, von einer neuen, allen
gerecht werdenden Eigentumsordnung.
Denn, wie Gandhi gesagt
hat:
Die Welt hat genug
für jedermanns Bedarf,
aber nicht für jedermanns Gier.
22. Juni
2011
16.20 Uhr Fronleichnamsthema:
Steuersenkung
Die FDP ist in dieser Woche
wieder einmal bei Markenkern und Daseinszweck angekommen - und
fordert Steuersenkungen.
Das fand ich - nach so viel
Griechenland und Euro - als Thema für ein erholsames kleines
innerdeutsches Intermezzo, grad recht zum Feiertag, den ich in
Bayern -
mit Prozession vor der Haustür - alle Jahre wieder staunend
hautnah miterleben darf.
Kein Wunder, dass dann ein
paar Sätze auch Bezug zum Fronleichnam haben.
Die Selbstähnlichkeit
der Erscheinungen der Realität ist so groß, dass der
winzige Ausschnitt, den der Einzelne davon wahrzunehmen in der
Lage ist, vollkommen ausreicht, um sich ein brauchbares Bild
des Ganzen zu machen - so man nur will.
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