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Egon
W. Kreutzer
Autor und Verleger
- mit einem außergewöhnlichen Hang zur Nachhaltigkeit,
meint:
Kritik
muss weder beschönigen noch verharmlosen, weder heucheln
noch trösten, um konstruktiv zu sein.
Wirksame Kritik muss in aller Klarheit und mit der gebotenen
Schärfe auf allgemeine Anstrengungen zur Veränderung
von Sachverhalten und Umständen abzielen.
Verhaltensänderungen kritisierter Personen sind dafür
nicht Bedingung, sondern bestenfalls erfreuliche Folge.

Was
war das denn?
egon-w-kreutzer.de
mit Piano?
Nun, so klingt
Harry Kulzer
- über zwanzig Jahre nach Pogo in Togo -
heute.
Mehr von diesem
Sound bei
- Table for two
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- Thomas Froschmaier
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Es ist fast unmöglich,
die Fackel der Wahrheit durch ein Gedränge zu tragen,
ohne jemandem den Bart zu versengen.
Georg Christoph
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22. Dezember
2011
21.30 Uhr Der Witz der Woche
stammt aus der Berliner Zeitung
vom 21.12.2011. Anna Sleegers stellte dort Fragen zur EZB-Geldflut,
die sie offensichtlich auch gleich selbst beantwortete.
Was sie da schreibt ist so
schräg, dass es mich glatt aus der vorgezogenen Weihnachtsruhe
gerissen hat!
Zitat:
|
Ist es normal, dass Banken
Schulden machen?
Ja. Wie alle Konzerne finanzieren
sich Banken in der Regel mit einem Mix aus Eigenkapital und Fremdkapital.
Was ist das?
Zum Eigenkapital zählt
man Einlagen, Geschäftsanteile sowie Rücklagen und
einbehaltene Gewinne des Unternehmens. Zum Fremdkapital gehören
Kredite und Anleihen sowie Rückstellungen, die das Unternehmen
bildet. Beide Finanzierungsformen haben Vor- und Nachteile für
das Unternehmen. Der wichtigste Vorteil von Fremdkapital liegt
darin, dass es steuerlich begünstigt wird: Nimmt ein Unternehmen
einen Kredit auf, kann es die dafür anfallenden Zinsen von
der Steuer absetzen. Nimmt ein Unternehmen Eigenkapital auf,
indem es Firmenanteile verkauft, wollen die neuen Gesellschafter über
eine Dividende an den Gewinnen beteiligt werden. Dadurch werden
niedrigere Erträge erwirtschaftet, aber dieser Effekt ist
steuerlich nicht anrechenbar. |
Haarsträubend!
Da bedauert eine Wirtschaftsjournalistin
allen Ernstes, dass die Gewinne, die eine Bank (oder jedes andere
Unternehmen) an ihre Eigentümer ausschüttet, nicht
als Kosten von der Steuer abgesetzt werden können.
Ja, sie schreibt sogar, die
Ausschüttung von Gewinnen mindere die Erträge.
Liebe Anna Sleegers,
ganz langsam, ganz einfach,
und zum Mitschreiben:
Eine Bank ist so etwas wie
eine Henne, die täglich ein Ei legt.
Und jetzt erklären
Sie die Sache mit der Ertragsminderung, die dadurch entsteht,
dass ein Ertrag (das Ei) erwirtschaftet wird, einfach noch einmal
von vorne. Viel Spaß dabei!
Und wenn Sie damit durch
sind, dann überlegen Sie doch bitte auch noch, ob Zinsen
auf Fremdkapital nicht etwas sind, das - im Gegensatz zum ausgeschütteten
Gewinn - tatsächlich den Ertrag mindert, weshalb auch nur
der Ertrag nach Zinsen zu versteuern ist. Das ist nämlich
auch ein interessanter Aspekt zur vermeintlichen "steuerlichen
Begünstigung" des Fremdkapitals.
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21. Dezember
2011 |
20.. Dezenber
2011 |
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19. Dezember
2011
21.00 Uhr
Der vierte Advent ist schon
vorbei,
Weihnachten steht vor der Tür.
Bei dieser Gelegenheit möchte ich mich bei Ihnen ganz herzlich
dafür bedanken, dass Sie mir mit dem regen Besuch auf meinen
Internetseiten zeigen, dass Sie meine regelmäßigen
Kommentare schätzen, dass diese Arbeit ihren Sinn hat.
Für die bevorstehenden Feiertage wünsche ich Ihnen
das, wonach Ihnen ist -
- Friede,
Ruhe, Besinnlichkeit, Entspannung, Geborgenheit in der Familie,
- Treffen mit Freunden und Bekannten,
- Spiel und Spaß, Freude an sportlicher Betätigung,
- wunderschönes Wetter für den Spaziergang,
- und was der Feiertags- und Urlaubsgestaltungen mehr sind.
Kommen Sie gut hinein ins neue Jahr!
Und wenn es Ihnen gefallen hat,
dann kommen Sie auch 2012 wieder auf meine Seiten.
Mit besten Grüßen
Ihr
Egon W. Kreutzer
--------------------------------------------------------------------------------
P.S.
Der Online-Shop des EWK-Verlags ist rund um die Uhr geöffnet.
Bestellungen aus Deutschland,
die bis übermorgen, also Mittwoch, den 21.12. 15.00 Uhr
bei uns eintreffen, werden auf alle Fälle noch so ausgeliefert,
dass sie am 23., spätestens mit der letzten Post am 24.,
bei Ihnen eintreffen.
Wie alle Jahre liefern wir auch dieses Jahr in der Woche vor
Weihnachten ohne den Eingang Ihrer Zahlung abzuwarten. Es
ist uns wichtig, dass Sie Ihre Geschenke noch rechtzeitig vor
dem Fest in Empfang nehmen können.
Und denken Sie auch daran - wenn alle Stricke reißen, gibt
es immer noch Geschenkgutscheine zum Selbstausdrucken,
ein Service, den wir bis in die frühen Morgenstunden des
24.12. anbieten ...
Schnell noch was bestellen?
Hier geht es direkt zu unserem Weihnachtsmarkt
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18.
Dezember 2011
Das Bild vom Sonntag |
17. Dezember
2011 |
16. Dezember
2012
13.30 Uhr Eine erfreuliche
Kunde
Mit meiner Forderung nach frischem,
tilgungs- und zinsfreien Geld stehe ich nicht mehr alleine.
Wie ich heute erfahren habe, erklärte Helge Peukert, Professor
am Lehrstuhl für Finanzwissenschaft und Finanzsoziologie
an der Universität Erfurt, am 21. November im Deutschlandradio,
die Schulden- und Finanzkrise stelle das gesamte Geldsystem in
Frage. Der zentrale Punkt seines Vorschlags:
Die Geldschöpfungsmöglichkeit
der Geschäftbanken sei zu beenden und:
Die Europäische Zentralbank
solle den Staaten frisches Geld völlig kostenlos in Abhängigkeit
von der Wachstumsrate des Landes, also zwingend inflationsneutral,
als "Geschenk" übergeben. Bei zwei Prozent Wirtschaftswachstum
macht dies für Deutschland ungefähr 50 Milliarden Euro
pro Jahr aus.
Ja, darüber freue mich.
Auch wenn der Beitrag nur im Feuilleton erschienen ist.
13.15 Uhr Der IWF warnt
vor Weltwirtschaftskrise wie 1929
Interessant.
Seit gut vier Jahren ist die
Tatsache einer Krise des Weltfinanz-Systems offenkundig. Seit
gut vier
stopfen IWF, nationale Regierungen und die Zentralbanken die
sich auftuenden Löcher - mit immer neuen Krediten, verbunden
mit immer neuen Auflagen zur Sparsamkeit und zur Privatisierung.
Nun kommt Christine Lagarde,
die Chefin des Internationalen Währungsfonds zur Erkenntnis,
die Lage sei "ziemlich düster" und um zu verhindern,
dass sich die Krise zu einer weltweiten Depression entwickle,
sei das Handeln aller Länder im engen Schulterschluss der
Weltgemeinschaft gefordert.
Weiter erklärte Lagarde bei einer Konferenz des US-Außenministeriums,
kein Land sei immun gegen den Niedergang, wenn es sich isoliere
- und dass die Euro-Zone eine Währungsunion sei, die jedoch
in Bezug auf ökonomische und haushaltspolitische Aspekte
nicht richtig vollendet sei. Doch daran würde derzeit gearbeitet.
So weit, so unklar.
Es sollen also weiter Löcher
gestopft werden, es soll weiter gespart, weiter Wachstum angekurbelt
werden, es soll weiter privatisiert werden, und das in engem
Schulterschluss der Volkswirtschaften der ganzen Welt.
... und zu welchem Zweck?
Die Depression zieht herauf,
weil das Kapital in den Kreditstreik getreten ist. Das Kapital
streikt, weil offenkundig geworden ist, dass die Masse der gewährten
Kredite die Möglichkeiten der Staaten, ihre Darlehen mit
Zins und Tilgung zu bedienen, inzwischen überfordert. Daran
ist auch durch noch so intensives Sparen nichts zu ändern,
im Gegenteil, es verschärft die Situation, weil das Sparen
des Staates die in der Volkswirtschaft umlaufende Liquidität
mindert und damit Handel und Wandel erschwert.
Der Aufruf zu gemeinsamen Handeln,
zum engen Schulterschluss, hat einzig den Zweck, die Nationalstaaten
auf dem Finanzsektor wie kommunizierende Röhren zu verbinden,
um verhindern zu können, dass sich einzelne, noch relativ
gut dastehende Volkswirtschaften der (in keiner Weise vorhandenen)
Verantwortung entziehen, mit ihren Mitteln mitzuhelfen, die Forderungen
der Gläubiger zu befriedigen.
Was helfen könnte, die
Depression abzuwenden, wäre ein weitgehender Forderungsverzicht,
ein massiver Haircut - und anschließend ein neues Finanzsystem,
das frei ist von den Konstruktionsfehlern des derzeitigen.
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15. Dezember
2011
19.30 Uhr Wirtschaft, Geld
und Eigentum - ein Positionspapier
In den letzten zehn Jahren
habe ich hunderte von Aufsätzen online gestellt, in denen
ich meine Überlegungen und Überzeugungen zu einem menschengerechten
Wirtschafts- und Geldsystem - oft punktuell, manches Mal auch
übergreifend - öffentlich gemacht habe.
Daneben ist das vierbändige
Werk "Wolf's wahnwitzige Wirtschaftslehre" erschienen,
in dessen Einzelbänden "Unternehmer und Marktwirtschaft",
"Globale Konzepte", "Über das Geld"
und "Eigentum und Teilhabe" auf über 1.000 Seiten
dargestellt ist, wo die Probleme und Schwierigkeiten, die Tücken
und Fallstricke unseres real existierenden Wirtschaftssystems
liegen - und welche Konzepte für eine neue Ordnung ich anbiete.
Dabei ging es mir stets darum,
neben der Vision dieser neuen Ordnung auch einen gangbaren Weg
dahin aufzuzeigen, der weder eine Revolution noch den "neuen,
besseren Menschen" voraussetzt, um dem Ziel Schritt für
Schritt näher zu kommen.
Daneben habe ich viel über
den Zustand unserer Demokratie geschrieben, über die Fehlentwicklungen
im Bereich der EU, über die negativen Folgen einer Politik,
die, dem Wachstumswahn verfallen, immer mehr darauf abzielt,
Löhne und soziale Errungenschaften auf ein Minimum zurückzufahren,
um im unseligen Exportüberschuss die Renditen der "internationalen
Investoren" zu sichern.
Viele meiner Leser sind von
Anfang an dabei gewesen, andere haben sich mit der Zeit durch
alles durchgearbeitet, doch Woche für Woche kommen neue
hinzu, denen es nicht leicht fällt, all das vorher Gedachte
und Geschriebene mit dem jeweils aktuellen Text so in Verbindung
zu bringen wie es mir beim Schreiben als "Gesamtkonzept"
vorschwebt.
Nun ist vor kurzem die Piratenpartei
an mich herangetreten, mit der Frage, ob ich für Vorträge
und/oder Workshops zur Verfügung stünde, um dieser
jungen demokratischen Kraft bei der Erarbeitung ihres Parteiprogramms
Impulse zu geben - verbunden mit der Frage, ob es von mir so
etwas wie "ein Positionspapier" gäbe, um schnell
einen Eindruck gewinnen zu können, wofür "der
Kreutzer" denn so steht.
Ich habe erkannt, dass es sinnvoll
ist, ein solches Positionspapier zu schreiben. Hier ist es:
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14.
Dezember 2011
16.00 Uhr Das Jahr geht
ächzend zu Ende
Die FDP-Führung hat den
Mitgliederentscheid zum dauerhaften Europäischen Stabilitäts-Mechanismus
(ESM) nicht gerade mit Freuden begrüßt und entsprechend
- im Rahmen der Möglichkeiten behindert. Zur Erinnerung,
ESM ist nichts anderes als ein zentralistisch gesteuertes Machtinstrument
zur bedingungslosen Ausweitung der Staatsverschuldung der Nationalstaaten,
ESM tritt als ein unantastbares "Unternehmen" auf und
kann - wie in der Satzung vorgesehen - von niemandem kontrolliert
und zur Rechenschaft gezogen werden.
Mich erinnert das an die im
Versailler Vertrag diktierten - ins Unaufbringbare gehenden Verhaltensvorschriften
und Reparationszahlungen - mit dem Unterschied, dass in Versailles
einigermaßen konkret festgeschrieben wurde, was Deutschland
alles aufzubringen habe, um seine Kriegsschuld abzutragen. ESM
hat zwar ein definiertes Anfangskapital - doch das ist eben nur
ein Anfangskapital und somit Augenwischerei, ESM soll nachfordern
können, und die Mitgliedsländer sollen dann zahlen
müssen, innerhalb von sieben Tagen, jede geforderte Summe,
ohne Einspruchsmöglichkeit.
Dass es wenigstens in der FDP
dagegen Widerstand gab, war erfreulich.
Dass Christian Lindner nun
- wohl im Zusammenhang mit dieser Affäre - den Hut nimmt,
wohl um Philipp Rösler im Amt zu halten, ist weniger erfreulich.
Ein typisches Bauernopfer, meine ich.
Die Unterbindung der Debatte
um EFSF und ESM hat schon die Züge eines Staatsstreichs
von oben. Nun schickt sich Bundesbankpräsident Weidmann
an, die Notbremse zu ziehen, und weigert sich, der zur Euro-Krisen-Bewältigung
vorgesehenen Aufstockung des IWF-Kapitals zuzustimmen.
Die Frage ist, ob in den verrückten
Zeiten, in denen wir leben, das Wort eines Bundesbankpräsidenten
noch Gewicht hat - und falls nicht, ob er - die Bundesbank -
überhaupt noch die Macht hat, irgendetwas aufzuhalten. Ich
fürchte, nicht. Und sollte es da noch ein Instrument geben,
das Weidmann in der Hand hält, um die Pläne der EU
und der Bundesregierung zu durchkreuzen, stellt sich die Frage,
ob er dann nicht doch lieber zurücktritt, bevor der EUGH
die Bundesbank zur Zustimmung verurteilt ...
Frau Merkel lässt sich von Weidmann nämlich nicht beeindruckend.
In martialischen Vokabeln schwärmt sie schon heute von einem
"krisengestählten Europa" - so wie einst Helmut
Kohl von "blühenden Landschaften" - und beharrt
auf der Einführung einer Fiskalunion, mit der den Parlamenten
und den Regierungen der Mitgliedsstaaten das Haushaltsrecht aus
der Hand genommen werden soll. Das ist das Ende der Souveränität
aller Mitgliedsstaaten - nur klingt "Fiskalunion" halt
viel schöner.
Und so wie früher in der
nachrichtenarmen Zeit regelmäßig das Ungeheuer von
Loch Ness gesichtet wurde, kommt es jetzt, in der verwirrend
nachrichtenreichen Zeit regelmäßig zu Meldungen über
rätselhafte, unverständliche, ja geradezu mystische
Entdeckungen, auf die man sich - im Wissen um das eigene Unwissen
- getrost zurückziehen kann.
Die Higgs-Bosonen, die so genannten
"Gottesteilchen", nach denen schon lange gefahndet
wird, sind zwar immer noch nicht entdeckt, doch glaubt man nun
wieder ein bisschen besser zu wissen, wo sie, falls es sie gibt,
zu finden sein müssten. Und weil das diejenigen "Teilchen"
sein sollen, die der "Information" erst "Materie"
verleihen, arbeitet bestimmt in irgendeinem Kämmerlein einer
auch schon an der Fragestellung, wie man - durch "Einfangen
der Higgs Bosonen" und dem damit zu erreichenden "Dematerialisieren"
harter und weicher Ziele den nächsten oder übernächsten
Krieg gewinnen könnte ...
-
Auch in Russland gab es einen
Rücktritt. Der Parlamentspräsident, Vorsitzender der
Duma, hat seinen Hut genommen. Bei uns hält man das für
ein "erstes Bauernopfer für Putin", wobei mir
nicht klar ist, welchen Wert der Rücktritt des als engster
Vertrauter Putins geltenden Boris Gryslow für Putin haben
könnte. Meint man, mit seinem Rücktritt bestätige
er den von der Opposition erhobenen und vom Westen aufgegriffenen
Wahlfälschungsvorwurf und nähme zugleich die gesamte
Verantwortung dafür auf sich? Ich glaube, in Moskau tickt
man da ein bisschen anders.
Und dann ist da noch diese
Drohne.
Eine Kriegswaffe, oder?
Dass eine verloren gegangene - oder eroberte - Kriegswaffe vom
potentiellen Feind zurückgefordert wird, das ist schon ein
recht sonderbares Ansinnen. Es sei denn, man sucht nach einem
Kriegsgrund.
Wenn die USA und England von Deutschland während des Krieges
gefordert hätten, ihnen ihre Blindgänger zurückzugeben,
hätte das ungefähr die gleiche Qualität gehabt.
Nun will ich mal eine neue
Verschwörungstheorie in die Welt setzen:
Was wäre, wenn die Drohne
gar keine richtige Drohne ist? Wenn es sich um ein flugfähiges
Ding, ausgestattet mit alter, längst überholter, nicht
richtig funktionierender Aufklärungstechnik handelt, das
man mit voller Absicht im Iran zur sanften Bruchlandung brachte,
womöglich so, dass der Iran auch noch glauben konnte, es
mit seiner Cyber-Technologie geschafft zu haben, die Drohne in
seinen Besitz zu bekommen?
Wenn der Nutzen für Iran,
Russland und China bei der Analyse der Technik nur darin bestünde,
einige Spezialisten lange Zeit damit zu beschäftigen, herauszufinden,
dass sie nur "Müll" gefunden haben?
Dann wäre die Forderung
nach Herausgabe doch ein schön konstruierter Anlass für
eine Gegenreaktion, oder?
-
- Ja, das Jahr geht ächzend
zu Ende.
-
- Wenden wir uns Erfreulicherem
zu:
-

Das neue Buch von Marion Bialloblotzky "Autos, Hühnchen
und ein bisschen Russland" ist heute aus der Druckerei gekommen,
auch Freimuth Kahrs' Buch "Lebenslüge Freiheit"
ist nach kurzer Unterbrechung wieder verfügbar. Beide finden
Sie, neben einer Reihe weiterer, geschenktauglicher Titel aus
dem EWK-Verlag, in unserem
-
-
-
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... und ich
dachte schon, du wärst im vorweihnachtlichen Bücher-Verpacken
versunken.
Lieber Wolfgang!
An dieser Stelle
nochmals ein herzliches Dankeschön, dass du immer und immer
wieder deine scharfsinnigen, überblickenden, tiefblickenden
und weitblickenden Gedanken öffentlich machst, und damit
zum Nachdenken und Überdenken und Mitdenken anregst.
Du hast heute
in deinem Tageskommentar daran erinnert, dass der ESM ein Machtinstrument
ist.
Ein Machtinstrument, das zur bedingungslosen Ausweitung
der Staatsverschuldung befähigt und weder kontrolliert
noch zur Rechenschaft gezogen werden könne.
Ein Thema,
das es wert ist, sich noch eingehender damit zu beschäftigen.
Sich damit zu beschäftigen und möglichst viele Meinungen
darüber zu hören, um sich Schritt für Schritt
selbst ein Bild von all dem machen zu können, was um uns
herum und mit uns geschieht.
Ich mag ebenfalls
einen Beitrag dazu leisten und auf drei Videos hinweisen:
Stoppt EU-Schuldenunion
(ESM-Vertrag)!
http://www.youtube.com/watch?v=d6JKlbbvcu0
ESM-Vertrag
- Stoppt die EU-Schuldenunion
Von Beatrix
von Storch,
Sprecherin der Zivilen Koalition e.V.
http://www.youtube.com/watch?v=5hlQ8cN3GeU&feature=related
ESM - Der europäische
Stabilitätsmechanismus - Die Schuldenunion
http://www.youtube.com/watch?v=JeW1n7RdGug&feature=related
Herzliche Grüße
und eine besinnliche Adventszeit
wünscht dir und allen, die jetzt mitgelesen haben,
aus dem Landkreis Freising
Manuela Engl
k |
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13. Dezember
2011 |
12. Dezember
2011
15.45 Uhr Guttenberg schwimmt
wieder oben
Der vielseitig begabte, von den
Medien in die Herzen des Publikums geschrieben, nimmt einen Berater-Job
bei der EU an. Sein neues Aufgabengebiet: Internetfreiheit.
Ich habe keine Ahnung, was
er davon schon weiß. Sicherlich das Wichtigste.
Ich habe keine Ahnung, welche Zielrichtung er dabei verfolgen
wird. Sicherlich die Allerbeste.
Ich weiß nicht, wie erfolgreich er da sein wird. Sicherlich
genug, um wieder in die Schlagzeilen zu kommen.
Wetten, dass er zuallerst die
Freiheit soweit einschränken wollen wird, wie das zur Bekämpfung
des internationalen Terrorismus und der Kinderpornografie unerlässlich
ist?
Wetten, dass ihn dieser Beraterjob nicht auslasten wird, dass
er ihn als Sprungbrett für eine Europa-Karriere nutzen wird,
um in spätestens zwei Jahren in Brüssel als Kommissar
aufzutreten - für was auch immer ...
Man kann sich damit abfinden,
dass es zwei Klassen gibt, von denen die eine alle Freiheiten
besitzt und sie ohne den geringsten moralischen Skrupel auslebt,
während die andere immer bedrückender erlebt, dass
ihre einzige Freiheit darin besteht, in regelmäßigen
Abständen zur Wahl zu gehen und dabei zu hoffen, dass es
nicht noch schlimmer kommt als zu befürchten ist.
- Dass wir nicht wirklich frei
sind, sondern immer nur vor der Wahl stehen, zwischen zwei von
anderen vorgefertigten Varianten zu entscheiden, dass wir ein
nahezu ausweglos fremdbestimmtes Dasein führen, dass ein
Großteil der Freiheit hierzulande davon abhängt, über
die notwendigen Ressourcen und Verbindungen zu verfügen,
ohne die es wirkliche Freiheit nicht gibt, hat Freimut Kahrs
in seinem Buch "Lebenslüge Freiheit" eindringlich
herausgearbeitet.
-
- Die Neuauflage ist gerade
frisch aus der Druckerei bei uns angekommen.
-

Freimut Kahrs,
"Lebenslüge Freiheit - die ungeschriebenen Regeln einer
liberalen Gesellschaft"
352 Seiten, 24,90 Euro
hier
können Sie dieses Buch direkt bestellen
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11. Dezember
2011
Das Bild vom Sonntag |
10. Dezember
2011
11.45 Uhr Ein Brief aus
der Zukunft
Alles ist relativ. Der einseitig
gerichtete Zeitpfeil ist eine Illusion. Die Quantenphysik ist
so weit.
Seit heute Morgen bin ich selbst davon überzeugt. Mich erreichte
ein Brief aus der Zukunft, aus jener Zukunft, die ich beim Schreiben
des jüngsten Paukenschlags vor Augen hatte.
|
An die Archiv-Matrix-Nr.: 01748000E22
Bereich Mittel-Europa
Herrschaftsgebiet der Obhut
21.11.2038
Hallo Wolfgang,
ich habe es in diesem Jahr leider nicht geschafft, die 10
Millionen Reichsmark aufzubringen. Nächste Woche werde ich
nach Dubai transferiert!
Die Grenzmauern sind starken Angriffen der Nachbarländer
ausgesetzt und sie wollen eine Offensive gegen die Angreifer
starten. Wir werden wohl mit den anderen Alten zusammen die Aufräumbagger
bedienen müssen. Das wird wieder ein Gestank!
Meine Tochter hat uns im letzten Jahr davon erzählt.
Schade, letztes Jahr konnte ich sie für ein paar Monate
auslösen, aber jetzt habe ich leider meine gesamten Mittel
verbraucht.
Darum schreibe ich Dir diesen letzten Brief.
Wir haben vergangene Woche übrigens unsere Tochter wieder
gesehen! In einem Beitrag des Reichssenders ARD über den
Austausch der Ordinationskräfte ist sie kurz gezeigt worden
und hat in die Kamera gewinkt!
Anja musste lange weinen, aber jetzt werden wir sie ja vielleicht
bald wiedersehen! Ich hoffe, dass wir in das gleiche Lager in
Dubai kommen!
Dass die Nachbarstaaten sich das nicht länger ansehen,
war ja eigentlich klar, aber dass die noch soviel Energie aufbringen
können, hätte ich nicht gedacht.
Na ja, jetzt ist es ja bald vorbei. Dann sind die letzten
Gegner endlich ruhig gestellt und werden in den Transferländern
angesiedelt.
Das einzige, was ich immer wieder sagen muss, ist, dass ich
es toll finde, wie schnell die Erde sich regeneriert!
Jetzt, wo es nur noch ca. 500 Millionen Menschen gibt, wird
sich die Natur wieder Ihren Platz zurück erobern. Schade
nur, dass wir in die gesperrten Gebiete nicht mehr hineindürfen
und nur noch die Herrscher sich daran erfreuen können.
Also, alles Gute!
... und vielleicht trifft man sich bald wieder!? Ja das meine
ich ernst! Wie ich gehört habe, wollen sie jetzt sogar die
alten Datenbanken auflösen und die Wissenden in den Ruhekammern
reanimieren. Kannst du Dir vorstellen, dass Du Deinen alten Körper
noch mal selbstständig bewegen musst???
Die spinnen ja wohl! Na ja, ich fände es ja auch schöner,
mit Dir persönlich zu reden und nicht nur mit deiner Gedankenmatrix,
aber das geht doch nun wirklich zu weit!
Was solls? Die wissen es ja eh besser und jetzt, da
ich ja ohnehin transferiert werde, kann ich das auch ruhig schreiben!
Dafür kommen die Wächter bestimmt nicht mehr raus und
holen mich ab! Die wissen ja, dass ich bald weg bin!
Herzliche Grüße!
Stefan Neumann |
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9. Dezember
2011
14.15 Uhr Neuigkeiten
Gestern erschien der Paukenschlag
für diese Woche,
aktuell zum Thema "Schuldenbremse", die sich nun 17
Euro-Staaten und 6 weitere EU-Länder verordnen wollen.
Dazu passt noch einiges, was ich bereits früher zur Schuldenbremse
geschrieben habe, wenn Sie also an diesem Adventswochenende Zeit
und Muße haben, dann können Sie sich das alles ganz
genüsslich noch einmal zu Gemüte führen, hier
nur einige Aufsätze, mehr finden Sie über die Google-Site-Suche
in der linken Spalte ganz oben. Einfach "Schuldenbremse"
eingeben ...
In Berlin wurde ein neuer Verlag gegründet.
Noch ganz jung und unscheinbar, mit ganz wenigen Titeln im Programm,
... aber so hab ich schließlich auch angefangen.
-
- Frau Dr. Kahn, Mitgründerin
dieses Verlags, "geriet" mit mir in Kontakt - und nach
ein paar E-Mails und Telefonaten war klar: Der neue Jupiter-Ebook
Verlag und der EWK-Verlag werden kooperieren. Der EWK-Verlag
wird nach und nach einige seiner Printausgaben bei Jupiter-Ebook
als E-Book erscheinen lassen - und selbst von einigen der originären
Ebooks Printausgaben herausbringen.
-
- Das alles braucht noch ein
bisschen Zeit, bis aus der Idee ein funktionierendes Konzept
geworden und realisiert ist, doch Anfang 2012 wird aus der Ankündigung
Realität werden.
-
- Schaun Sie doch einfach schon
einmal vorbei, bei Jupiter-Ebook, vielleicht finden Sie schon
heute dort genau das, wonach Sie ein Leben lang gesucht haben
...
(Ja, das meine ich ganz ernst, lassen Sie sich überraschen!)
-
-
- So, und nun erwarte ich, dass
der Besucherzähler bei Jupiter-Ebook steil in die Höhe
geht.
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8.
Dezember 2011
10.00 Uhr Die Sprache der
WELT
Die WELT ONLINE veröffentlichte
heute Morgen um 6.28 Uhr einen Artikel von Robin Alexander zum
bevorstehenden EU-Gipfel.
Überschrift:
"Merkel reist grimmig
zum Gipfel"
Grimmig!
Und dann geht es so weiter.
Ich zitiere nur ganz knapp die sprachlichen Merkmale jenes neuen
Deutschlandgefühls, mit dem die Zielgruppe der WELT auf
die neue Größe Deutschlands eingestimmt wird, um sicher
sein zu können, dass an unserem Wesen, wenn nicht schon
die Welt, so doch zumindest Europa genesen soll.
ohne
Rücksicht
auf britische
Sonderwünsche und Brüsseler
"Trickkisten" durchsetzen
Zwei Briefe
verdarben Angela Merkel den Tag. David Cameron hatte ihr
eine
Wunschliste
zukommen lassen. Die Briten
wollen
verhindern, was Merkel dringend durchsetzen will.
Sie wollen
aussteigen
und nicht
mittragen.
Diese Pläne laufen auf eine
britische
Sonderzone
hinaus, wo genau das weitergehen
würde,
was
Merkel beenden will.
radikal ist der britische Plan,
Peter Altmaier (CDU), wurde
davon
mitten
in einer Live-Sendung
überrascht
verfiel Cameron gar in
kriegerische
Rhetorik.
Jetzt nahm auch Berlin
kein
Blatt mehr vor den Mund.
man strebe "fokussierte Vertragsänderungen" an
und nicht einen "Kladderadatsch mit allen möglichen
Anliegen".
EU-Ratspräsident Herman
Van Rompuy schlägt vor, wie neue Regeln erreicht werden
könnten, ohne die EU-Verträge zu ändern. Dies
sei
"eine
übliche Brüsseler Trickkiste", kommentierte man in Berlin "Eine
Reihe von Akteuren hat
den
Ernst der Lage noch nicht verstanden."
Was Merkel
will, haben die
anderen Europäer schriftlich. ein neues Defizitverfahren,
das bei zu hohen Miesen
automatisch beginnt. Dies dürfte bei unseren Nachbarn wieder
ein
Wolfsgeheul über
die deutsche Dominanz erzeugen. doch diesen
Akt
der Demütigung
wollte Sarkozy seiner
stolzen
"Assemblée nationale" nicht
zumuten.
In Berlin liegen nun alle Hoffnungen
auf dem
Verhandlungsgeschick
der Kanzlerin. Sie gilt als
einer
der erfahrensten Staatenlenker in der Runde mit geradezu
legendärer
physischer Konstitution.
Der Streit könnte die ganze Nacht dauern
... der Euro-Zone
und
ihrer Freunde,
Da haben wir also die erfahrenste
Staatenlenkerin mit legendärer physischer Kondition auf
der einen Seite - und Sonderwünsche, Trickkisten, Wolfsgeheul,
Demütigung und verletzten Stolz auf der anderen Seite.
Wer so miteinander umgeht,
sucht nicht nach Kompromissen, nach Partnerschaft und Kooperation,
wer so miteinander umgeht, kämpft um Dominanz.
Und wenn es auch nur die Formulierungen
des Robin Alexander sind, die diese Stimmung hervorrufen, dass
er sie über die WELT in die Welt setzen darf, ist beängstigend.
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7. Dezember
2011
15.45 Uhr Da entspinnt sich
eine schöne Unterhaltung
Gestern hab ich den Gästebucheintrag
von Werner Alber hier veröffentlicht. Heute vormittag war
ich außer Haus - und als ich noch überlegte, wozu
ich heute Stellung beziehen könnte, fand ich eine Antwort
an Herrn Alber im Posteingang, die es ebenfalls wert ist, hier
veröffentlicht zu werden.
Stefan Neumann schreibt:
|
Sehr geehrter
Herr Alber,
ich freue
mich, dass es in der SPD noch Menschen gibt, die sich daran erinnern,
wofür diese Partei einst angetreten ist.
Die Herrschaft
des Nichts über die Wirklichkeit ist Realität. Nicht,
dass es neu wäre oder wenig bekannt
Michael Ende
fällt mir spontan ein. Bereits 1979 beschreibt er in seiner
Parabel Die unendliche Geschichte was
passiert, wenn man die Fantasie wegzüchtet.
Ja, die Fantasie
wegzüchten, das passiert seit einigen Jahrzehnten in unserer
Gesellschaft. Wenn ich dann noch an Momo denke, muss man fasst
sagen, Michael Ende war ein Prophet!!!
Nun scheint
all das Wirklichkeit zu werden, wovor er uns warnen wollte. Was
wir als Kinder lernen sollten und dann doch wieder vergessen
haben
Die Wirklichkeit
in unserer Zeit ist die Ausbeutung unserer Sinne.
Wir befinden
uns in einer Art Zustand des Übergangs. Ein Übergang
von der realen in die virtuelle Welt. Wir werden entmündigt,
könnte man auch sagen. Seit Jahrzehnten findet eine massive
Zerstörung und Unterwanderung der Demokratie statt. Zuerst
wird die Souveränität der eigenen Währung
vernichtet, um ein Druckmittel gegen die Legislative aufzubauen.
Dann werden die einzelnen Parlamente unterwandert und mit scheinbarer
Überstaatlichkeit auf die europäische Ebene verlegt
und somit die judikativen Elemente der einzelnen Staaten ad absurdum
geführt.
All das zeigt
klar und deutlich, welches Ziel am Ende des Weges steht. Die
Auflösung aller demokratisch legitimierten Staatsgewalt
in einer Art Weltregierung.
Ob diese nur
als Institution, die keiner Kontrolle mehr unterliegt wahrgenommen
wird, oder durch eine Art Kommission, die nur durch Macht und
Einfluss gesteuert ihre Ziele durchsetzt, ist noch nicht klar.
Sicher ist
aber, dass wir in die Falle laufen werden. Geblendet, beendet,
aus und vorbei.
Es ist
Zeit aufzustehen und sich zu empören!
Halten Sie
fest an Ihren Gedanken und geben Sie sie weiter! Es hilft auf
irgendeine Art und Weise. Es werden langsam mehr, und viele beginnen
sich zu regen. Es gibt sie noch, die freien Gedanken!
Lieber Herr
Alber, ich möchte Ihnen zurufen Weiter so! Mit Mut
und Phantasie!
Bleiben Sie
dran! Es wirkt!!!
Bis die Tage
Stefan Neumann |
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6. Dezember 2011
16.40 Uhr Ein Gästebucheintrag
Ziemlich gut versteckt auf dieser Seite gibt es ein Gästebuch.
Werner Alber hat es entdeckt und den folgenden Eintrag abgeliefert,
den ich hier aus dem Gästebuch heraus auf die Startseite
hebe, denn auch mir haben etliche Ergebnisse des SPD-Parteitags
nicht besonders gut gefallen.
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Götterdämmerung:
Die SPD und die Finanzkrise
Es wird viel
geredet und beantragt dieser Tage bei meiner Partei, der SPD.
Familienpolitik, Integrationspolitik, Steuern, Parteiorganisation
etc.
Alles gut
und richtig. Aber es gibt doch ein Thema, von dem unsere Zukunft
entscheidend beeinflußt wird: wie geht es mit Europa, mit
dem Euro, mit dem Euro in der globalen Wirtschaft weiter?
Da gibt
es den Leitantrag zur Europapolitik, der Punkt "Finanzmarktregulierung"
schafft es dort gerade mal auf den letzten Platz. Zuerst kommt,
natürlich, der obligatorische Sparappell ans Volk: die Staatsfinanzen
müssen in Ordnung gebracht werden!
Freunde und
Genossen, möchte man ihnen zurufen, wir haben keine Staatsschuldenkrise,
zumindest nicht in dem Sinne, daß die Haushaltsführung
der (europäischen) Staaten Ursache und Grund der Malaise
wären. Wir haben eine Finanzmarktkrise, und das Kernproblem
heißt: Geldschöpfung ohne Wertschöpfung. Die
Finanzmärkte machen ihre Gewinne mit Wetten, und Wetten
auf Wetten. Ein Institut wie die Deutsche Bank schöpft nach
wie vor den überwiegenden Teil ihres operativen Gewinns
- ca 60% - aus sogenanntem Investmentbanking - ein nettes Wort
für Casino.
Nun wird mancher
einwenden, jeder Kredit sei eine Wette darauf, daß der
Schuldner zurückzahlt. Das ist richtig, aber es macht einen
gewaltigen Unterschied, ob man hart arbeitenden Menschen bzw
erfolgreich am Markt agierenden Unternehmen Kredite gibt, oder
auf Indizes wettet, Arbitragenhandel betreibt, mit Verbriefungen
aus Risiken noch Profite zieht, und so weiter. Im ersteren Fall
entstehen nämlich Güter, also volkswirtschaftliche
Werte. Bei dem spekulativen Treiben der Finanzmärkte entsteht
nur - ex nihilo - ungeheuer viel virtuelles Geld, für das
es kein warenwirtschaftliches Äquivalent gibt, also Geld,
für das man sich - eigentlich - nichts kaufen kann.
Nun kommt
es zu einer fatalen Kettenreaktion: weil man dem Dollar, dem
Pfund, dem Euro nicht ansieht, woher er stammt, drängt dieses
"Falschgeld" in die Realökonomie, in immer größer
werdenden Teilbereichen des Marktes entstehen inflationäre
oder deflationäre Krisen. Zuletzt sind die Staaten über
ihre Anleihen selbst dran. Parallel dazu rufen die Banken nach
eben diesem Staat als "lender of last resort", wenn
sich "systemische" Krisen auftun, d.h. die Banken untereinander
keine Liquidität mehr bereitstellen. Dann fluten die Zentralbanken
gehorsam den Markt mit ungedecktem Geld, die Staatschulden erhöhen
sich weiter.
Die EZB gehört
uns, den Steuerzahlern, den, vorwiegend, kleinen Leuten, hurra!
- und das scheinbare Perpetuum Mobile dreht sich, dreht sich,
dreht sich. Die Folgen der Bankenkrise 2008 haben unser aller
Schulden um über 200 Milliarden Euro erhöht, bis jetzt,
schon vergessen?
Damit nicht genug: irgendwann ist die Leistungskraft der Staaten
erschöpft, Steueraufkommen und Wirtschaftswachstum geben
es nicht mehr her, jetzt muß gespart werden.
Wer spart?
Woran wird
gespart?
Es spart Otto
Normalverbraucher, bis weit in die Mittelschicht hinein. Es trifft
kleinere Einkommen mit dem Entzug staatlicher Transferleistungen,
auf die sie ein Anrecht haben. Es trifft diejenigen, die das
Steueraufkommen in der Masse bereitstellen, mit erhöhter
Abgabenlast. Und wir werden bezahlen: mit unserer Rente, unserer
Krankenversorgung, den Bildungschancen unserer Kinder.
Wir werden
bezahlen, und unsere Kinder und Kindeskinder, wenn das Perpetuum
Mobile der Finanzjongleure weiter so reibungslos funktionieren
soll. Im Ergebnis läuft es auf eine gigantische Umverteilung
von unten nach oben hinaus, damit "Falschgeld" ex post
noch Wert bekommt. Die
Herrschaft des Nichts über die Wirklichkeit, hat es mal jemand genannt.
So ist es.
Dazu höre ich von der SPD nur Gutmenschengedöns, im
besten Falle, und der Rest ist "CDU light": Sparen,
aber intelligent.
Ja, und wie?
Wie man es nicht macht, kann man an Griechenland studieren, da
wird ein Land, ein Volk, gerade kaputtgespart. Demnächst
in diesem Theater: Spanien, Portugal, Italien. Mich wundert das
eigentlich nicht.
Wenn ein Jörg
Asmussen, SPD-Mitglied, graue Eminenz im Finanzministerium unter
wechselnden Ministern und einer der unverschämtesten Finanzmarktlobbyisten,
die ich kenne, scheinbar unaufhaltsam Karriere macht, und seinem
Ex-Chef, unser aller Peer, immer noch die Vorlagen liefert, dann
sollten wir uns einmischen. So viel Kreide können die gar
nicht fressen, damit ich denen glaube ...
Werner Alber |
08.15 Uhr Die Einkommensschere
und der Euro
Die OECD hat das Ergebnis einer
Untersuchung über die Einkommensentwicklung in Europa veröffentlicht.
Für aufmerksame Beobachter des Zeitgeschehens nicht überraschend,
doch nun auf Basis fundierter Zahlen von einer "unverdächtigen"
Organisation zur Kenntnis gebracht: Gerade in Deutschland hat
sich die Schere zwischen hohen und niedrigen Einkommen in den
letzten 30 Jahren ganz erheblich geöffnet. Daran ist zu
erkennen, dass der Weg der Sozialen Marktwirtschaft des Ludwig
Erhard in Deutschland nicht mehr gegangen wird. Die Zeiten eines
einigermaßen ausgeglichenen sozialen Gefüges sind
vorbei - und in Deutschland sieht das inzwischen schlimmer aus
als in unseren europäischen Nachbarstaaten.
Mit einer forcierten Politik
zur Schaffung eines Niedriglohnsektors, zur Heranbildung des
so genannten "Prekariats", mit fortgesetzten
Maßnahmen zur Senkung der Lohnkosten und zur Senkung dessen,
was als "Lohnnebenkosten" der Sicherheit der Beschäftigten
im Alter und in Zeiten der Krankheit dienen sollte, wurde die
sog. "Wettbewerbsfähigkeit" des "Standorts
Deutschland" in zwei Richtungen gestärkt:
- Das Kapital so genannter "Investoren" wurde mit geradezu märchenhaften
Bedingungen (perfekte Infrastruktur, gesellschaftlicher Friede,
hochqualifizierte Fachkräfte, stagnierende bis sinkende
Löhne, Freiheit des Kapitalverkehrs, Subventionen und steuerliche
Begünstigungen) angelockt.
- Erzeugnisse "Made in
Germany" konnten auf dem Weltmarkt wettbewerbsfähig
und im Inland immer noch höchstpreisig vermarktet werden,
was zu traumhaften Renditen führte, die mit geringem Geschick
so verbucht werden können, dass sie dort anfallen, wo sie
der inländischen Besteuerung entgehen.
- Ein drittes Element in dieser
Strategie war und ist der Euro. Erst die gemeinsame Binnenwährung
ermöglichte die massive Verschuldung - über die jetzt
geklagt wird - die jedoch letztlich nur den starken Exporteuren
- im wesentlichen also Deutschland - dazu verhalf, die Exportumsätze
zu realisieren, auf die wir dummerweise immer noch stolz sind.
-
- Alle Versuche den Euro zu
retten sind zugleich auch Versuche, diese für das Kapital
so beglückende Situation aufrecht zu erhalten.
-
- Europa hat vor dem Euro funktioniert
- und in Deutschland herrschte mehr soziale Gerechtigkeit als
heute.
- Europa hat vor dem Euro funktioniert
- und niemand sprach über drohende Staatsbankrotte europäischer
Staaten.
- Europa hat vor dem Euro funktioniert
- und niemand sah die Notwendigkeit, Billionen in Rettungsfonds
zu stecken, niemand sah die Notwendigkeit, die Zentralbank zum
hemmungslosen Ankauf von Staatsanleihen zu zwingen, wie gerade
gestern beschlossen.
- Europa hat vor dem Euro funktioniert
- und niemand glaubte, einem Großteil der europäischen
Staaten die Haushaltshoheit - und damit den Kern der Souveränität
- wegnehmen zu müssen. (Schon die Androhung von Strafen
und Zwangsverwaltung ist Wegfall von Souveränität und
die Unterordnung unter das Diktat der Brüsseler Plutokratie.)
- Die so genannte Wirtschaftsregierung, die ja nicht wirklich zur
Angleichung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der
Mitgliedsstaaten führen wird, sondern über Sparpakete,
so genannte Reformen und den Zwang zur Privatisierung
nur den Boden bereitet, für die Okkupation der letzten Sachwerte
Europas, hat nichts mit dem "Europäischen Ideal"
zu tun, das den Bürgern Europas seit dem Ende des Zweiten
Weltkriegs als hehre Zukunftsvision vorgegaukelt wurde.
-
- Die Realität eines gesamteuropäischen
Machtgebildes, ohne eine von den Völkern akzeptierte Verfassung,
steht wie ein Menetekel an der Wand.
-
- Die Mainstream-Medien ergehen
sich in alternativloser Anbetung, streuen so ihr Opium unter
das Volk, und das Volk, vor allem das deutsche, schafft es nicht,
sich von diesem Dämmerzustand zu lösen.
-
- Es wird ein böses Erwachen
geben.
-
- Prof. Hankel meinte in Frankenthal:
Südeuropa wird sich an nordafrikanische Verhältnisse
annähern.
- Den Gedanken weitergesponnen,
kommt man zu der Erkenntnis: ... und Deutschland ist auf dem
Weg in den Mezzogiorno.
5.Dezember
2011
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4. Dezember
2011
Das Bild vom Sonntag
Und auch an diesem 2. Adventssonntag
gibt es wieder einige vorweihnachtliche
Anregungen.
Über die Schwierigkeiten
beim Schenken von Büchern
Die schwierigste Schwierigkeit:
Das Buch als Verlegenheitsgeschenk
____________________________
Da ist jemand, dem man etwas
schenken will,
aber es fällt einem einfach nicht ein, was ...
Diese Unsicherheit kann viele
Gründe haben, doch alle laufen letzten Endes darauf hinaus,
dass man den Jemand oder die Jemandin einfach nicht gut genug
kennt, nichts weiß über echte Interessen, schon gar
nichts über ihre/seine Ziele und Wünsche.
Da zu denken: "Ein Buch
kann man immer brauchen", führt dazu, dass ein weiterer,
nur einmal flüchtig durchgeblätterter Bildband oder
einer der in der Spiegel-Bestseller-Liste gerade promoteten Titel
nach kurzem Verweilen unter dem geschmückten Tannenbaum
ein freudloses Dasein im Bücherregal führen wird. Das
freundliche, aber nicht allzu herzliche Dankeschön nagt
dann noch eine Weile an der vorher so sicheren Gewissheit, seiner
"Schenkverpflichtung" mit Anstand nachgekommen zu sein,
doch auch das vergeht - spätestens wenn am Silvesterabend
die Böller krachen.
Aus dieser Schwierigkeit kann
ich Ihnen auch nicht helfen. Aber eine Bitte habe ich an Sie:
Denken Sie einfach noch einmal darüber nach, ob es nicht
doch etwas weniger Persönliches sein kann als ausgerechnet
ein Buch.
Eine Einladung zum Abendessen,
ins Theater, Kerzen, Blumen oder Pralinen ...
______________
Die zweite, kaum überwindliche
Schwierigkeit:
DAS hat sie/er womöglich
schon im Regal.
Dass jemand gerne liest, bleibt
nicht lange sein Geheimnis. Dass ein Buchgeschenk daher prinzipiell
gut ankommt, haben Sie schon erlebt. Doch genauso haben Sie erlebt,
dass der so Beschenkte mit einem fröhlichen Lachen sagt:
"Danke, ganz vielen Dank! Das ist jetzt mein drittes Exemplar.
Eines hab ich mir bei Erscheinen sofort gekauft, das zweite bekam
ich vor vier Wochen zum Geburtstag ... Weißt du, ich freu
mich wirklich über jedes Buch - aber jetzt hab ich ein Problem."
(Und diese Geschichte hab ich
nicht erfunden, das hab ich als Beschenkter selbst schon mehrfach
erlebt.)
Wie Sie diesen Effekt vermeiden
können, möchten Sie gerne wissen?
Die Antwort ist einfach:
Verschenken Sie
ein Buch, das es noch gar nicht gibt!
Das geht nicht, glauben Sie?
Doch, das geht.
Marion Bialloblotzky, die in
Berlin lebende Germanistin, hat nach einer langen Pause ihr zweites
Buch geschrieben. Viele von Ihnen haben von ihr schon "Mein
friedliches Vietnam" gelesen, das 2004 als Taschenbuch erschienen
ist und kürzlich als wertvolle Ganzleinenausgabe neu aufgelegt
wurde.
Sie schreibt einfach schön.
Am 15. Dezember kommt ihr neues
Buch aus der Druckerei, das ist der Donnerstag in der Woche vor
Weihnachten. Am Freitag trifft es bei uns ein, und am Samstag
beginnen wir mit dem Versenden.
Vorher kann es einfach niemand
haben. Und die Chance, dass dieses Buch dann zweimal unter dem
gleichen Christbaum zu liegen kommt, ist so verschwindend gering,
dass Sie sie getrost vernachlässigen können.
Das schöne Hardcover-Buch
heißt "Autos, Hühnchen und ein bisschen Russland".
Marion Bialloblotzky erzählt
darin in vielen kleinen, abgeschlossenen und zugleich zusammenhängenden
Miniaturen von Menschen und Erlebnissen ihrer Russlandreise.
Mal witzig, mal nachdenklich, mal burschikos, mal tief ein- und
mitfühlend, schafft sie Stimmungen und lässt Emotionen
erstehen.
Das nagelneue, garantiert noch
nirgends im Bücherschrank stehende Hardcoverbuch kostet
16,90 Euro.
Hier können
Sie es bestellen.
_________________________________
Die dritte,
schon leichter zu überwindende Schwierigkeit:
Ein Buch, das ist zu wenig,
das bringt meine wahre Wertschätzung gar nicht zum Ausdruck
...
Ja - wie wär's mit Kombinieren?
Da gibt es schon Möglichkeiten.
Das große Geschenk - und ein kleines Buch dazu, oder ganz
einfach zwei Bücher?
Die Buchpreisbindung verbietet
leider, bei der Bestellung von zwei oder mehr Büchern einen
Rabatt zu gewähren, also leisten wir ein bisschen mehr beratenden
Service und machen ein paar Vorschläge für passende
Buchkombinationen, die Sie dann auch mit einem Klick bestellen
können:
Zwei Mal Bialloblotzky
"Mein friedliches Vietnam"
und "Autos, Hühnchen und ein bisschen Russland"
- für zusammen 36,70 Euro - und natürlich, wie alle
unserer Bücher, innerhalb Deutschlands versandkostenfrei.
Drei Mal Winfried Pohl
Drei Eifelkrimis um Kommissar
Wolfgang Eichen und seinen liebenswert-eigenwilligen Hund 'Hund'
- für zusammen 36,50 Euro.
Drei Mal Liebe - auf ganz
unterschiedliche Art
David Dejori, Bari Gleis
4
Die feinsinnig und zartfühlend geschilderte Geschichte des
ersten Tages einer "Liebe auf den ersten Blick" spielt
auf einer Bank im Bahnhof von Bari, wo Mann und Frau alles um
sich vergessen ...
Rainer Buck, 44 Tage mit
Paul
Das ist das Leben - voller Überraschungen - das für
eine Weile zusammenführt, was sich von alleine nie gesucht
hätte.
Bei David Forster dominiert die Leidenschaft. Eine junge Europäerin
durchlebt Himmel und Hölle vor dem Hintergrund der krassen
sozialen Gegensätze des mittelamerikanischen Landes.
Ein Hardcoverbuch (Bari Gleis
4) und zwei Taschenbücher für zusammen 39,65 Euro.
Hier können
Sie bestellen.
Und falls Ihnen das als
Geschenk immer noch zu wenig erscheint,
ja, dann hätten wir noch
die vierbändige Gesamtausgabe von "Wolf's wahnwitzige
Wirtschaftslehre" anzubieten, und die können Sie dann,
wenn Sie wollen, immer noch mit "Falschgeld" von Samirah
Kenawi und "Lebenslüge Freiheit" von Freimut Kahrs
kombinieren, da wird der Hunderter dann voll ...
 
Egon W. Kreutzer, Wolf's
wahnwitzige Wirtschaftslehre, Gesamtausgabe, kostet 78,50 Euro,
Freimuth Kahrs, "Lebenslüge
Freiheit", 24,90
Euro
Samirah Kenawi, "Falschgeld", 18,80 Euro
Hier können
Sie bestellen.
_________________________
Sie haben noch eine vierte,
ganz andere Schwierigkeit?
Ganz wenig Geld - und ganz
viele Geschenkverpflichtungen?
Da wollen wir Ihnen zu Weihnachten
entgegenkommen.
So lange der Vorrat reicht,
packen wir Überraschungspakete mit je fünf unterschiedlichen
Büchern aus unserem Programm im Gesamtwert von deutlich
über 60 Euro zum Preis von nur 30,00 Euro, versandkostenfrei.
Vielleicht hilft Ihnen das
ja, mit der vierten Schwierigkeit fertig zu werden ...
Hier können
Sie bestellen.
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3. Dezember
2011
11.15 Uhr Stefan Neumann
und Immanuel Kant
Im Paukenschlag No. 47 /2011,
dem ersten Teil meines Berichts über den Zukunftskongress
in Frankenthal zitierte ich Prof. Schachtschneider, der sich
in der Einleitung seines Vortrags auf ein Zitat von Immanuel
Kant bezog.
Stefan Neumann hat den staatphilosophischen
Gedanken Kants:
Die Vernunft gebietet,
einen solchen Staat zu bilden, und zwar nicht aufgrund der empirischen
Erfahrung von Gewalttätigkeit oder Bösartigkeit, sondern
allein aus Vernunftgründen, um den ungeregelten Naturzustand
aufzuheben, in dem die freie Willkür des Einzelnen notwendig
mit der gleichberechtigten Willkür anderer in Konflikt gerät.
aufgegriffen und - nicht vom
Ziel, aber vom Ansatz her - einer kritschen Betrachtung unterworfen.
Das Ergebnis ist einigen Nachdenkens wert.
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Hallo Wolfgang,
danke für die lieben Grüsse!
Und danke für deine tolle Zusammenfassung vom Kongress in
Frankenthal!
Die Vorschläge sind teilweise
wirklich gut und zeigen, dass es noch Gründe gibt, die Gesellschaft
zurechtzustutzen dass es noch Gedanken und sogar fertige
Konzepte gibt, die Möglichkeiten zum Umschwenken aufzeigen
dass es sich noch lohnen kann, für die Menschen,
die in dieser Gesellschaft nicht selbst dazu in der Lage sind,
zu kämpfen.
Lass mich ein wenig abschweifen
um auf den Punkt zu kommen
Kant: Die Vernunft
gebietet nach Kant, einen solchen Staat zu bilden, und zwar nicht
aufgrund der empirischen Erfahrung von Gewalttätigkeit oder
Bösartigkeit, sondern allein aus Vernunftgründen, um
den ungeregelten Naturzustand aufzuheben, in dem die freie Willkür
des Einzelnen notwendig mit der gleichberechtigten Willkür
anderer in Konflikt gerät.
Es mag der klaren Logik und
der steten Auseinandersetzung Kants mit der Vernunft geschuldet
sein, dass er die Natur als ungeregelten Zustand beschreibt.
Gleichwohl mag man auch den Hinweis auf die Gewalttätigkeit
und Bösartigkeit in diesem Zitat, auf die Natur bezogen
sehen. Das ist ein viel zitierter Abschnitt aus Kants Thesen.
Ich scheue mich dennoch nicht, auch dieser Exzellenz der Vernunft
und Logik zu widersprechen!
Natur, ist natürlich
weder gut noch böse.
Sie ist aber vor allem nicht ungeregelt!
Wenn wir nur verstehen würden,
dass es überhaupt nicht darauf ankommt, alles und jedes
in für uns fassbare Modelle zu zwängen.
OK! Das kann man auch leicht
falsch verstehen. Ich versuche das mal zu erklären.
Natur, ist natürlich
weder gut noch böse. Sie ist aber vor allem nicht ungeregelt!
Natur ist zunächst
einmal ein Begriff, an dem sich viele Widersprüche und Deutungsversuche
aufgerieben haben. Sie wird immer wieder neu definiert und erscheint
in vielen Epochen als etwas Göttliches, von Gott Gegebenes.
Richtet sie sich aber scheinbar gegen den Menschen, sei es durch
Naturkatastrophen oder nur durch eine Phobie gegen wenig bekannte
Krabbel- oder Kriechtiere, so ist sie im gleichen Atemzug wieder
gewalttätig und bösartig.
All diese Deutungen sind aber
weder hilfreich noch in irgendeiner Art und Weise gerechtfertigt
und stammen natürlich aus dem Unverständnis der Menschen.
Wir machen uns Bilder, mit
denen wir leben können, und mit denen wir zurechtkommen.
Bilder, die durch die Evolution geprägt, das Überleben
des Menschen gesichert haben. Ein paar einfache, mehr oder weniger
gute Beispiele sind schnell gefunden:
- Iss keine roten Pilze mit
weißen Punkten!
- Bleib in der Höhle wenn
es blitzt und donnert!
- Was du im Frühjahr aussähst
wirst du im Herbst ernten.
- usw.
- Einfache und profane Dinge,
die uns ein Verständnis natürlicher Abläufe von
Ursache und Wirkung gelehrt haben, das weitestgehend verinnerlicht
wurde und sogar wissenschaftlich bis ins kleinste Detail erklärt
werden kann. Die einzelnen, kleineren Systeme in der Natur wurden
umgeformt und für den Menschen gerecht angepasst (z. B.
Agrarwirtschaft Domestizierung, und später Industrialisierung
usw.).
Was uns nun durch die Wissenschaft
immer näher gebracht wird, weil soviel erforscht und erklärbar
geworden ist, ist die Aussicht auf die Zerstörung der Natur
durch das Handeln der Menschen.
Wenn man ein bisschen darüber
nachdenkt, kommt man unwillkürlich zu einem Schluss:
Die Natur
hat den Menschen alles gelehrt und alles gegeben,
was er zum überleben braucht.
Als Gegenleistung, haben wir alles dafür getan,
die Natur zu Zerstören.
Nun könnte man wieder
leicht in den oft erwähnten Gedanken verfallen: Wenn eine
Art in einem Teilsystem der Natur zu einseitig agiert, stirbt
sie aus oder wird von der Natur ausgesondert, weil die Entwicklung
in der Evolution in eine Sackgasse führt.
Doch so einfach ist das für
mich nicht. Der Mensch ist immer noch etwas Besonderes und Einzigartiges
in der Geschichte dieser Welt. Weil er das einzige Individuum
ist, dass Ursache und Wirkung selbständig erkennen und zu
seinen Gunsten beeinflussen kann. Lassen wir den sozialen Aspekt
und die Liebe vorerst einmal beiseite. Der Mensch denkt und lebt
nach seinen Gedanken. Er träumt und versucht, seine Träume
zu verwirklichen. Er formt die Welt nach seinem Verständnis
und begründet seine Taten in Ideologien.
Doch er nimmt diese Gedanken
zu einfältig und zu leicht auf und gerät dadurch in
eine Scheinwelt, in der er das Große und Ganze nicht mehr
erkennt.
Was ist das eigentlich? Das
Große und Ganze? Warum streben wir nach dem Wissen, die
Welt zu erklären und zu verstehen? Und warum verstehen wir
es trotzdem nicht?
Wir suchen nach dem kleinsten
Teilchen. Wir erforschen das Universum und suchen nach dem Größten,
den am weitesten entfernten Punkt. Wir suchen den Anfang und
das Ende!
Was ist, wenn es
weder einen Anfang, noch ein Ende gibt?
Die Welt in der wir leben,
ist eine Scheinwelt. Sie ist ein Abbild unserer Sinnesorgane,
die im Gehirn zu einer Antwort geformt werden, die uns in die
Lage versetzt, in ihr zu überleben. Wir sehen, hören,
schmecken und fühlen einen ganz bestimmten und sehr begrenzten
Bereich dieser Welt. Andere Arten nehmen diese Welt ganz anders
war.
Dieses Wissen war der erste
Schritt in der Entwicklung des Menschen.
Der zweite Schritt ist das
Verständnis für die Seele. Damit meine ich die Gefühle
von Hass und Liebe, von Angst und Mut usw., die wiederum in vielen
Deutungen aufgerieben und bewertet werden.
Der dritte Schritt wäre
bereits die Erkenntnis vom immer währenden Kosmos. (Aber
wie soll man das alles erklären und dabei noch vermeiden,
nur wieder eine staubige alte Schublade abgelegt zu werden?)
Es ist so einfach und doch
so undenkbar!
Wir müssen tatsächlich
die Dimensionen, in denen wir denken und handeln, aufbrechen
und erweitern. Wir müssen akzeptieren, dass wir existieren.
Dass die Welt existiert. Dass jede unserer Handlungen und Taten,
Auswirkungen auf die Welt hat. Ein Gedanke, ein Traum, eine Bewegung,
ein Wille, sind Dinge, die ein System beeinflussen.
Sind Dinge, die alles umfassen und alles verändern
können.
Alles ist im Fluss und in Bewegung.
Alles hängt zusammen und hat eine Ursache und eine Wirkung.
Aber es existiert und ist da! Es ist immer und fortwährend
im Wandel und in Schwingung. Es ändert seine Form und seine
Intensität. Aber es existiert einfach.
Es mag eine ungewöhnliche
Form sein um zu erklären und deutlich zu machen, dass man
einfach auf irgendeine Art und Weise handeln muss.
Aber vielleicht hilft es doch
ein wenig anzustoßen und den Mut aufzubringen, ja, und
sei es nur den Mut aufzubringen, einen Gedanken zu Ende zu denken!
Bis die Tage
Stefan Neumann
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2. Dezember
2011
10.30 Uhr Frau Merkel hat
gesprochen. Hugh!
"Es gibt nicht den einen,
letzten Schuss!", so leitete sie ihre Regierungserklärung
zur EU-Euro-Europa-Rettung ein. Das hört sich für mich
an, wie "Lieber ein Schrecken ohne Ende als ein Ende mit
Schrecken", auch wie "Blut, Schweiß und Tränen".
Dann bemüht sie ein Bild
aus dem Sport, die Euro-Rettung sei mit einem Marathon-Lauf zu
vergleichen, bei dem nicht der schnellste Läufer Chancen
auf den Sieg habe, sondern derjenige, der sich bewusst sei, welcher
Weg noch vor ihm liege. Kombiniert man das mit dem "einen,
letzten Schuss", kommt so eine Art Biathlon heraus, und
wenn man nachdenkt, dann wird einem schon klar, dass beim Marathon
immer der schnellste Marathon-Läufer siegt - und andere
nehmen an Marathonläufen üblicherweise nicht teil.
Es ist im Grunde müßig,
sich auf solche Aussagen überhaupt einzulassen, doch sie
einfach unter den Tisch fallen lassen, geht auch nicht. Sie hat
das schließlich gesagt ...
Danach beteuerte sie ihre Haltung,
die Unabhängigkeit von Zentralbanken und Gerichten zu achten,
und sich jeglichen Kommentars zu deren Handlungen zu enthalten.
Doch dies nur, um die Fehlerhaftigkeit "der Politik",
die diesen gegenübersteht und jedes Vertrauen verspielt
habe, anzuprangern.
Dann endlich kommt sie zum
Kern. Die bevorstehende Fiskalunion, die Vertragsänderungen,
die endlich die Möglichkeit geben, bei Defizitsündern
durchzugreifen, die Einführung einer europäischen Schuldenbremse,
an der sich auch die Nicht-Euro-Staaten der EU beteiligen sollen.
Ein Staatsstreich von oben. Vollständige Aufhebung der Souveränität,
Verabschiedung von nationalen Verfassungen und vom deutschen
Grundgesetz, ohne Volksabstimmung, nur um "eine Währung"
zu retten.
Es gab viel Spekulationen darüber,
dass die ganze Krise nur inszeniert wurde, um Europa eine Regierung
überzustülpen, die ohne wahre demokratische Legitimation
die Interessen vertreten kann, durch die sie ins Amt kommen wird.
Allmählich kommt mir das
auch so vor.
... und eine klitzekleine Anmerkung
zum Schluss:
Mit strengen Sparmaßnahmen
in ganz Europa fällt ganz Europa in die Depression. Mit
der Erhöhung der gesamteuropäischen Wettbewerbsfähigkeit
macht sich ganz Europa zur "Kolonie", erwirtschaftet
dauerhafte Exportüberschüsse, die, solange nur Geld
- nur "Schuldscheine" - als Gegenleistung angenommen
werden, faktisch "verschenkt" werden. Allerdings nicht
freiwillig, nicht freiwillig von denjenigen, die die Waren geschaffen
haben. Denen erklärt man, sie sollten froh sein, überhaupt
Arbeit zu haben, und sich mit dem Teil, den man ihnen dafür
zuzugestehen bereit ist, gefälligst abfinden.
Dass es einige wenige gibt,
die daran gut verdienen, kann kein ausreichender Grund dafür
sein,
schon gar nicht, wenn man geschworen hat, den Nutzen des deutschen
Volkes zu mehren und Schaden von ihm abzuwenden.
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1. Dezember
2011
18.25 Uhr Teil 2 des Berichts
vom Zukunftskongress ist online
13.10 Uhr Der Paukenschlag
ist fast fertig
Doch jetzt muss ich mich für
ein paar Stunden von dieser Arbeit trennen und einen auswärtigen
Termin wahrnehmen.
Aber heute Abend ist der versprochene
zweite Teil der Berichterstattung von der Frankenthaler Kongressveranstaltung
online. Versprochen ...
|
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30. November 2011
16.50 Uhr "Sie öffnen
die Schleusen am Geldmarkt"
So schreibt heute die Financial
Times Deutschland - und findet DAS gut.
"DAS", das ist der
gemeinsame Beschluss der Europäischen Zentralbank, der Federal
Reserve, sowie der Notenbanken der Schweiz, Japans, Großbritanniens
und Kanadas, die Banken - und andere Wirtschaftsbereiche - mit
ausreichend frischem Geld zu versorgen und den Zugang zu Fremdwährungskrediten
erleichtern. Damit soll ein Abgleiten in die Rezession verhindert
werden.
Mit der Bereitstellung von
Liquidität für das weltweite Finanzsystem sollen Spannungen
an den Finanzmärkten abgebaut - und damit auch die Realwirtschaft
unterstützt werden.
Schöne Idee.
Ich frage mich:
- Wo ist die ganze schöne
Liquidität geblieben, die seit gut drei Jahren in die Märkte
gepumpt wurde?
- Wo versacken die staatlichen
Rettungsgelder?
- Glaubt man wirklich so viel
schneller frisches Geld nachschießen zu können als
es von jenem großen Schwarzen Loch im Zentrum unseres Geldsystems
geschluckt wird?
- Will man dem exponentiellen
Anstieg der Verschuldung mit exponentiellem Geldmengenwachstum
zuvorkommen, frei nach dem Märchen von Hase und Igel, mit
einem fröhlichen "Ich bin schon da!", auf den
Lippen?
- Dass Rezession droht, liegt
daran, dass die Realwirtschaft - und da gehören auch die
Staaten dazu - nicht mehr in der Lage ist, jenes Wachstum hervorzubringen,
was erforderliche wäre, um das im Streik befindliche Kapital
nicht nur mit exorbitanten Zinsen sondern auch noch mit Tilgungsleistungen
zu versorgen - und selbst wenn das Wachstum möglich wäre
- wo sollten die Abnehmer für das Wachstum herkommen, wenn
Wachstum nur mit Wettbewerbsfähigkeit durch Kostensenkung
- also durch sinkende Reallöhne noch erreicht werden kann?
Es wäre so einfach, die
Realwirtschaft mit Zahlungsmitteln zu versorgen, hätten
die Staaten nur den Mut, sich wieder auf selbst emittierte Währungen
zu besinnen, den ganzen Kreditgeldwahnsinn, den die smarten Strategen
der Geschäftsbanken weltweit in Szene gesetzt haben, zu
beenden und den ewig hungrigen Drachen endlich das unsinnige
Opfer zu verwehren.
Doch Vernunft ist Mangelware,
heutzutage, von Mut ganz zu schweigen.
Lieber werden die Drachen gepäppelt, als sich einmal ernsthaft
auf das Primat der Politik zu besinnen und es durchzusetzen.
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29. November
2011
18.25 Uhr Neuer deutscher
Exportrekord im Visier
Die deutsche Exportindustrie
rechnet für 2011 erstmals mit einem Exportvolumen von knapp
über einer Billion Euro, was einem Zuwachs von 7 Prozent
entspricht, und 2012 sollen es dann 1.139 Milliarden Euro werden.
Wie hoch der Exportüberschuss
dann sein wird, steht noch in den Sternen, doch kann
davon ausgegangen werden, dass er prozentual wohl wieder an das
Niveau von 2007 herankommen und bei etwa 20% des Exportvolumens
liegen wird.
So wird Deutschland 2011 Waren
und Leistungen im Wert von rund 200 Milliarden Euro, 2012 im
Wert von rund 230 Milliarden Euro ohne reale Gegenleistung, nur
gegen Geld (und Geld ist nichts anderes als Kredit) an die internationalen
Handelspartner abgeben.
Diese 200 bis 230 Milliarden
Euro jährlich sind so ungefähr das, was die deutsche
Exportwirtschaft von der Leistung der Beschäftigten "abschöpft".
Nun muss man weiterfragen:
Wie hoch ist der Anteil derjenigen Importgüter, die nichts
anderem dienen, als in weiterverarbeiteter Form wieder in den
Export zu gehen?
Diese Frage konnte ich noch
nicht schlüssig beantworten. Doch aus einer knappen Aufzählung
der wichtigsten Importgüter (von der Bundeszentrale für
politische Bildung) kann man folgern, dass dieser Anteil inzwischen
bei etwa 50 % liegen dürfte.
Angenommen, es fließen
tatsächlich 50% der Importe in den Export, dann ließen
sich Export und Import um je 50 % reduzieren, ohne dass Deutschland
mangels eigener Exporte auf den Import von Waren und Leistungen
verzichten müsste, die im Binnenmarkt verbleiben.
Dann hätten wir 2011 einen
Export von 500 Milliarden Euro und ein Importvolumen von rund
400 Milliarden Euro. Der Exportüberschuss würde von
200 auf 100 Milliarden Euro schrumpfen. Was wäre schlimm
daran?
Statt über Fachkräftemangel
zu jammern, sollte vielleicht mal jemand daran denken, dass eine
gigantische Arbeitsleistung ausschließlich dafür erbracht
wird, dem Ausland gegen Kredit (und wenn dauerhaft Kredit gewährt
wird, wie das bei dauerhaftem Exportüberschuss der Fall
ist - "umsonst") Waren zu liefern. Natürlich haben
die Veranstalter des Exports dicke Bankkonten davon, nur die
Erarbeiter des Exports gehen leer aus und dürfen zum Dank
als Steuerzahler dann auch noch für die Schulden der Importländer
bürgen.
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28.
November 2011
08.40 Uhr Zwangsarbeit für
Alte - Philosophie wider den Pöbel
Ohne weiteren Kommentar.
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0.00 Uhr Später Nachruf
auf Georg Kreisler
Frederick Sauer hatte letzte
Woche bei mir angefragt, ob ich nicht Georg Kreisler mit einer
Art Nachruf oder einer Verlinkung auf eines seiner Videos eine
letzte Ehre erweisen könne.
Ich habe wahrheitsgemäß geantwortet, dass mir leider
der Bezug zu Georg Kreisler fehlt, außer dass ich irgendwann
auch einmal das Lied "Gema Taubn vergüftn im Park"
gehört habe. Allerdings habe ich Frederick Sauer angeboten:
"Wenn Sie etwas dazu schreiben, gerne ..."
Er hat den Gedanken aufgegriffen
und sich bewusst allgemein gehalten, wohl auch um die Bedeutung
des politischen Kabaretts insgesamt zu würdigen, aus deren
Mitte Georg Kreißler sich nun in die Sphäre der Erinnerung
verabschiedet hat.
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In Gedanken an Georg Kreisler
Das politische Kabarett ist ein Ventil fürs
Volk,
ähnlich wie Wahlen abhalten oder eben heute (So., 27.11.)
über S21 abzustimmen.
Die totalitären Regierungen auf deutschem
Boden waren ja nicht gerade zimperlich, wenn es um die Verfolgung
öffentlich geäußerter Kritik ging, außer
wenn sie von einer Kabarettbühne herabkam. Offenbar ist
das politische Kabarett zu "systemrelevant"...
Dass er nicht wisse, wie die von ihm angeprangerten
Missstände geändert werden können, besang Kreisler
ja selbst in "Sie sind so mies".
Und auch wenn man Kabarettisten wie Pispers
und Schramm zuhört, bekommt man nur den Eindruck, die Oberen
müssten sich nur wieder anständig benehmen, dann wird
alles wieder gut. Dass es systemische Zwänge gibt, die antisoziales
Verhalten im großen Stil hervorrufen, wird nicht erörtert.
Frederick Sauer
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27. November
2011
Das Bild vom Sonntag
_________________________________________
weitere, zum Vergrößern
anklicken
Die Bilder vom Sonntag
für Frühaufsteher
Frühaufsteher sind im
allgemeinen Menschen, die auch sonst nach dem Motto leben:
Was du heute kannst
besorgen,
das verschiebe nicht auf morgen!
Nun, heute ist schon der erste
Advent.
Wissen Sie schon, womit Sie Ihren Lieben zu Weihnachten eine
Freude machen werden?
Ich möchte Ihnen heute
drei Vorschläge machen. Bücher, mit denen Sie garantiert
gut ankommen, falls nicht unter dem Christbaum die Päckchen
verwechselt werden.
____________________________
Für den Mann,
der den Dingen gerne auf den Grund geht
Wer mitreden will, braucht
harte Fakten und kluge Analysen. Seit die Finanzkrise die Welt
in Atem hält, ist viel von alternativlosen Rettungsschirmen
für Banken, Staaten und den Euro die Rede. Doch wie das
Geld an sich funktioniert, warum das viele Geld, das nun wieder
"produziert" wird, um es in gigantischen Rettungsabenteuern
zu verpulvern, im Grunde nur staatlich legitimiertes "Falschgeld"
ist, darüber schweigen sich die "Qualitätsmedien"
aus.
Mit Grübeln und Nachdenken
hinter die Geheimnisse des Geldes zu kommen, ist ein schwieriges
und langwieriges Unterfangen.
Wenn Sie wollen, dass Ihr Partner
demnächst mit stichhaltigen Argumenten und harten Fakten
zum bewunderten Mittelpunkt von Gesprächen und heißen
Diskussionen wird, dann gibt es zwei Bücher, die ihm dazu
verhelfen können.
Nämlich
"Band III - Über
das Geld" aus
dem vierbändigen Werk "Wolf's wahnwitzige Wirtschaftslehre",
in dem in lockerer und verständlicher Schreibe ein umfassendes
Grundwissen über das Geld vermittel wird - und die möglichen
Alternativen zum herrschenden Geldsystem aufgezeigt werden, und
"Falschgeld - Die Herrschaft
des Nichts über die Wirklichkeit"
von Samirah Kenawi, deren Buch mit umfangreichem Glossar und
Fundstellennachweis eine tiefergehende, eher schon wissenschaftliche
Arbeit ist, die dem interessierten Laien dennoch gut verständlich
bleibt.
Also, welcher Typ ist Ihr Partner?
Die beiden wichtigen Sachbücher
liegen als Taschenbuch vor. Band III aus Wolf's wahnwitzige Wirtschaftslehre
ist für 21,90 Euro im Handel,
"Falschgeld" ist - wen wundert es - etwas preiswerter
;-)) und schon für 18,80 Euro unter den Christbaum zu bekommen.
Hier können
Sie bestellen.
__________________________________
Für die Frau,
die den Verrücktheiten des "richtigen" Lebens
am liebsten mit
einem Schmunzeln begegnet.
Die Liebe. Amors Pfeil trifft
immer unvorbereitet. Manchmal trifft er extrem ungleiche Paare.
Wenn, wie hier, eine lebenslustige Lehrerin am Morgen einen wildfremden
Mann in ihrem Bett findet, der der sich dann als ein - im wahrsten
Sinn des Wortes - sonderbarer "Heiliger" entpuppt,
und sich daraus eine wechselvolle Beziehung entwickelt, in der
sich die Gegensätze beileibe nicht nur anziehen, dann ist
das ein Stoff zum Mitfühlen, Mitfreuen und Mitleiden über
die ganze Bandbreite der Gefühle.
Rainer Buck hat in seinem originellen
Roman "44 Tage mit Paul - Liebe, Gott & Rock 'n' Roll"
eine Geschichte erzählt, die Mut macht, sich auch einmal
auf das Außergewöhnliche einzulassen.
Das möchten Sie lieber
vermeiden? Na, na, na ...
Das Taschenbuch mit dem verträumten
Titelbild ist für 10,85 Euro zu haben.
Hier können
Sie bestellen.
_________________________________
Für das abenteuerlustige Kind,
mit einem Kopf voller Ideen
Ferienabenteuer sind out?
Ferienabenteuer werden verschlungen!
Die Hexe von Ameland ist eines
von den Büchern, die so spannend sind, dass mit der Taschenlampe
unter der Bettdecke weitergelesen wird, wenn die strengen Eltern
auf die Uhr schauen und mahnen: "Jetzt wird es aber wirklich
Zeit!"
Doch über Weihnachten
gibt es Ferien, man kann auch mal länger schlafen, und damit
entfällt die Notwendigkeit, die Kinder mitten im spannendsten
Buch ins Bett zu schicken.
Die Zeichnungen im Buch und
auf dem Cover stammen übrigens von der Tochter des Autors.
Mathias Meyer-Langenhoff erzählt flott und bringt die Geschichte
von einer überraschenden Wendung zur nächsten. Spannend
bis zur letzten Seite.
Das Inselferienabenteuerbuch
"Die Hexe von Ameland" ist als Hardcover-Ausgabe erschienen
und kostet 15,80 Euro.
Sie kennen bestimmt ein Kind,
das sich über dieses Buch freuen wird!
Hier können
Sie bestellen.
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26.
November 2011
13.04 Uhr Noch einmal Stuttgart
21 - Volksabstimmung
Diese E-Mail von Juergen
Polz erreichte mich heute Mittag. Sie ist von allgemeinem Interesse
- nicht nur für Baden-Württemberger.
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Guten Morgen,
Morgen am 27.11.2011 findet seit Jahrzehnten mal wieder eine
Volksabstimmung statt.
Für die einen geht es um die Modernisierung eines Bahnhofs
in einer Stadt, in welchen bereits einiges an Steuerzahlergeld
geflossen ist und sie sagen sich, wenn man jetzt das Projekt
stillegen würde, dann wäre die ganze "Kohle"
weg.
Für andere ist die Einstellung dieses Bauvorhabens eine
Art "Notausstieg", da die Kosten für Stuttgart
21 sowieso bereits davongelaufen sind, weiter horrend steigen
werden und die Bevölkerung und Teile der Politik - wie regelmäßig
- über wesentliche Punkte getäuscht worden sind.
Wie Sie auch immer dazu stehen sollten, halte ich es für
wichtig morgen Abstimmen zu gehen!
Zwar können Sie und wir alle nicht darüber abstimmen,
ob der Bahnhof und die Tunnels drum herum gebaut werden sollen
oder dürfen, jedoch allerdings darüber, ob die Kündigung
der Verträge mit der Deutschen Bahn AG seitens des Landes
über die Mitfinanzierung gekündigt werden können.
Viele Menschen im Land beklagen sich darüber, daß
sie keinen Einfluß hätten, über das was in Politik
und Wirtschaft so passiert. Und die allermeisten davon resignieren
und ziehen sich in ihre "kleine Welt" zurück in
welcher sie bereits genug Probleme und Schwierigkeiten haben.
Das geht uns mehr oder weniger allen so und manche belächeln
mich dafür, daß ich mich gelegentlich hinsetze und
zu dem einen oder anderen Thema etwas schreibe und zusammen mit
Zeitungsartikeln etc. verschicke, denn
Resignieren und mit allem zufrieden zu sein das nützt
nur denen,
die zwar regelmäßig von Demokratie reden,
aber eine Einmischung der Bevölkerung gar nicht mögen.
Heute schickte mir eine Freundin den Link eines Interviews zu,
das der Journalist Julian Aicher aus Leutkirch mit Prof. Dipl.-Ing.
Karl-Dieter Bodack kürzlich geführt hatte. Prof. Bodack
ist der Erfinder der Inter-Regio-Züge und war über
30 Jahre in führender Position in der Deutschen Bundesbahn
später Deutsche Bahn AG tätig.
http://www.interview-mit-bahnexperte-bodack-zu-stuttgart-21.de/
Hieraus geht hervor, daß mit einem Bruchteil des eingesetzten
Geldes, bessere Ergebnisse für die Infrastruktur erreicht
werden könnten.
Man kann sich darüber hinaus auch die Frage stellen, warum
dieses Projekt mit Kosten in Höhe von 3,1 Mrd. EUR veranschlagt
wurde, derzeit bei 4,1 Mrd. EUR liegt, auf eine Obergrenze von
4,5 festgelegt wird.
Diese Obergrenze würde bedeuten, daß die Zuschüsse
des Landes und des Bundes dann eingefroren wären und die
Bahn den übersteigenden Teil alleine tragen müßte.
Das glaube ich nicht, denn die "Öffentliche Hand"
hätte kein Interesse an einer Bauruine, die nicht einsatzbereit
ist und es würden wieder Ihre Steuergelder hineinfließen.
Gelder,
- von denen keine Schulen modernisiert
werden könnten,
- die den Krankenhäusern
beispielsweise im Kampf gegen MRSA, dem Krankenhauskeim fehlen,
- mit denen die Armut in unserem
Land verringert werden könnte, und
- mit denen die sog. "Mittelschicht"
entlastet werden könnte.
- Gelder, die nicht von den
gierigen Finanzmärkten an Schulden aufgenommen werden müßten
und
- Gelder, mit denen nicht von
den beteiligten Firmen möglicherweise einflußreiche
und hilfreiche Politiker "geschmiert" werden würden...
Wie steht so schön in dem Internen Papier des baden-württembergischen
Verkehrsministerium aus dem Jahr 2009 noch zu Zeiten des Ministerpräsidenten
Öttinger:
-

- Das Kürzel "MP"
heißt Ministerpräsident und auch hier wird deutlich,
daß wir nicht alles wissen sollen!
Aber auch hier gilt: "Wer nichts weiß, muß alles
glauben!", wie Marie von Ebner-Eschenbach vor langer Zeit
so schön geschrieben hat.
Erinnern Sie sich auch noch an den Prügel- und Wasserwerfereinsatz
vom 30.09.2010 in Stuttgart, wo massiv gegen Demonstranten -
auch Schulkinder - von Seiten der im März diesen Jahren
glücklicherweise abgewählten Landesregierung unter
Stefan Mappus, vorgegangen wurde.
Warum wurde von der alten Landesregierung dieses Stuttgart 21-Projekt
so vehement vorangetrieben?
Hat der Posten von Lothar Späth als Aufsichtsratsvorsitzender
des Tunnelbauers "Herrenknecht" vielleicht etwas damit
zu tun?
http://www.stern.de/politik/deutschland/medien-und-stuttgart-21-fahrt-auf-schwaebischem-filz-1611232.html
http://frontal21.zdf.de/ZDFde/inhalt/6/0,1872,8375590,00.html
Egal wie - wir alle hier im Ländle haben die Möglichkeit,
den Regierenden morgen zu zeigen, daß wir nicht alles hinnehmen
werden, was sie uns vorsetzen.
Das wird dann auch Auswirkungen auf zukünftige Entscheidungen
haben und vielleicht auch auf das Verantwortlichkeitsgefühl
unserer - vermutlich deutlich überschätzten - Politiker
und Wirtschaftsführer!
Denn, der Fisch stinkt vom Kopf her!!!
Daher werde ich morgen gegen Stuttgart 21 und somit mit "ja"
abstimmen - und falls Sie noch keine Meinung zu der Abstimmung
haben sollten, so lesen sie doch bitte alternativ zu Ihren sonstigen
Informationsquellen die Links und beigefügten Artikel.
Sollte Stuttgart 21 doch gebaut werden, dann werden Sie in den
nächsten Jahren verfolgen können, wie die Kosten weit
über die jetzt im Raum stehenden Kosten von EUR 4,1 oder
4,5 Mrd. hinaus steigen werden.
Und wir alle werden dafür bezahlen!
Im übrigen werden wir die Kosten, die die Bahn trägt,
ebenfalls bezahlen, da sie sich in Preiskalkulation der Fahrpreise
wiederfinden werden.
Wenn Sie sich die aktuellen Fahrpreise der Deutschen Bahn AG
ansehen, so könnten Sie bereits jetzt den Eindruck bekommen,
daß die Bahn schon heute nicht ein Verkehrsmittel für
die große Masse ist, da Sie selbst größere Strecken
häufig "billiger" mit dem eigenen Auto - selbst
bei den gegenwärtigen Benzinpreisen - fahren können.
Da die Deutsche Bahn AG derzeit noch zu 100 % im Eigentum des
Staates ist, kann man schon alleine daran die "Haltung"
der Politik hinterfragen!
Wie wird das erst werden, wenn die Bahnanteile an private Investoren
- zu welchem Teil auch immer - verkauft werden, die ja auch noch
eine Rendite auf ihr eingesetztes Kapital haben wollen?
Viele Grüße
Jürgen Polz
PS: Ich würde mich freuen, wenn Sie bei übereinstimmender
Auffassung, Anlagen, Textpassagen etc. an Freunde und Bekannte
weiterleiten.
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24. November
2011
14.30 Uhr Freiheit, Recht
und Demokratie
Heute nun der schon angekündigte
Paukenschlag über den Kongress vom letzten Samstag mit den
Referenten
Prof. Dr. See, Prof. Dr.
Roth, Prof. Dr. Schachschneider, Prof. Dr. Hankel, Andreas Popp
und Prof. Dr. Kruse
Beim Schreiben habe ich beschlossen,
diesen Bericht in zwei Teilen zu veröffentlichen.
Den ersten Teil, mit dem Titel "Freiheit, Recht und Demokratie"
veröffentliche ich heute, den zweiten Teil in der nächsten
Woche als PaD No. 48 /2011
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23.
November 2011
20.59 Uhr EU als Büttel
von Kapitalinteressen?
Welches eigene Interesse kann
die EU daran haben, die seit Jahrzehnten nach deutschem Recht
unangefochten bestehende Sperrminorität des Landes Niedersachsen
an VW im Klageverfahren auszuhebeln?
Richtig. Der EU könnte
und sollte das ...egal sein. Mit dem erneuten Vorstoß einer
Klage vor dem EuGH outet sich der Binnenmarktkommissar als knallharter
Vertreter von Kapitalinteressen und strengt damit genaugenommen
ein Enteignungsverfahren an.
Auch wenn sich der Aktienanteil und damit der Gewinnanteil des
Landes nicht verändert, soll doch ein wesentliches und für
den sozialen Frieden im Lande wichtiges Rechtsgut ersatzlos enteignet
und damit den Großaktionären und Spekulanten großzügig
und ohne Gegenleistung als Opfergabe vor die Füße
gelegt werden.
Wer VW-Aktien in großem
Stil erworben hat, hat dies in vollem Wissen um die Rechtslage
getan. Sich nun mit Hilfe eines willfährigen Kommissars
einen mit dem Kaufpreis nie abgegoltenen Zusatzvorteil verschaffen
zu wollen, ist eine infame Handlungsweise nach den Gesetzen des
Raubtierkapitalismus.
"Kapitalismus", so
habe ich im Paukenschlag No. 21 /2008 formuliert, "ist Faustrecht
mit Heilsversprechen!"
Und wenn die EU dabei mitspielt,
outet sie sich letztlich als der Star-Anwalt der Großen,
der Mächtigen und der Starken.
Schäuble will die Bundesrepublik
Deutschland innerhalb von 24 Monaten in einer neuen Form der
europäischen Gouvernance aufgehen lassen. Das passt dazu.
16.10 Uhr Poker um die Euro-Bonds
Deutsche Staatsanleihen finden
keine Käufer mehr. Die Spekulation nutzt die
Zerrissenheit der Euro-Zone, um Angela Merkel weichzuklopfen,
endlich die Zustimmung zur Herausgabe gemeinsamer Anleihen der
Euro-Staaten zu geben.
Euro-Bonds werden höhere
Zinserträge bringen als deutsche Staatsanleihen, aber genauso
sicher sein, denn das immer noch als sicher angesehene Deutschland
wird dafür genauso haften wie für eigene Anleihen.
Warum also jetzt noch deutsche
Niedrigst-Zins-Anleihen kaufen, wenn man mit dem Streik des Kapitals
auch Deutschland in die Euro-Bonds zwingen kann.
Haben Sie eine bessere Erklärung
für das, was hier im Focus geschildert wird?
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22.
November 2011
12.01 Uhr Rechtsprinzip
"Alternativlosigkeit"
Auch diese Überschrift,
"Rechtsprinzip Alternativlosigkeit", stammt aus dem
Vortrag von Prof. Schachtschneider vom Wochenende, der dieses
neue Prinzip, das sich über bestehende Verträge, bestehendes
Recht und selbst das Grundgesetz mit Leichtigkeit hinwegsetzt,
als ein Unding anprangerte, gegen das Widerstand inzwischen zur
Pflicht geworden sei.
Prof. Hankel führte im
gleichen Tenor aus: "Die Währung, deretwegen alternativlos
das Recht gebrochen wird, steht nicht über dem Recht. Sie
hat zu dienen!", und letztlich brachte Andreas Popp es auf
den Punkt, als er erklärte: "Die sog. Alternativlosigkeit
ist eine Beleidigung für den gesunden Menschenverstand.
Es gibt immer eine Alternative."
Und nun kam unser geschätzter
Finanzminister Wolfgang Schäuble in vollster Überzeugung
von der Alternativlosigkeit seiner Gedanken auf dem "European
Banking Congress" am letzten Freitag in Frankfurt mit der
Vorstellung heraus:
"... deswegen ist der
Versuch, in der europäischen Einigung eine neue Form von
Gouvernance zu schaffen, (...) nach meiner festen Überzeugung
für das 21. Jahrhundert ein sehr viel zukunftsweisenderer
Ansatz als der Rückfall in die Regelungsmonopolstellung
des klassischen Nationalstaates vergangener Jahrhunderte."
Damit spricht Schäuble
unmissverständlich der Auflösung der Bundesrepublik
Deutschland das Wort, was nach dem Grundgesetz nur nach einer
Abstimmung des gesamten Volkes möglich ist, und meint, dies
sei mit der einfachen Änderung des Protokolls No. 14 zum
Lissabon-Vertrag zu bewerkstelligen und zwar innerhalb von weniger
als 24 Monaten.
Ja, das darf er sagen, denn
er genießt Immunität.
Und ich zitiere noch einmal
Prof. Karl Schachtschneider:
"Gesetze sind Gesetz,
deswegen aber noch nicht Recht. Das Mehrheitsprinzip hat nichts
mit Recht zu tun, das ist Macht. Recht muss "erkannt"
werden - dafür gibt es das Bundesverfassungsgericht."
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21. November
2011
18.00 Uhr "Rechter-Terror"-Woche
in den Qualitätsmedien
Da haben sie nun wieder ein
Thema, das so schön von allem anderen ablenkt, da wollen
sie nun wieder einmal die Unterwanderung der NPD mit Verfassungsschützern
beenden, um die NPD endlich verbieten zu können, und wenn
die ganze Aufregung vorbei ist, wird im derzeit nachrichtentoten
Feld der Realität, im Blinden Fleck der Mainstream-Medien
garantiert wieder etwas Alternativloses ins Werk gesetzt worden
sein.
Erinnern Sie sich noch an "Stuttgart
21", an die Volksabstimmung im Ländle? Nun, eine engagierte
und unermüdliche Streiterin für die bessere Lösung,
Juliane Bialek, hält mich immer wieder auf dem Laufenden.
Worum es gerade geht und was
aktuell geschieht, finden Sie in ihrem Blog.
Schauen Sie hin. Wegschauer gibt es genug.
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20. November
2011
wieder in Unterberbach,
angefüllt mit vielen guten Gedanken.
Das Bild vom Sonntag
19. November
2011
Ein hochinteressanter Tag,
über den ich im nächsten Paukenschlag am Donnerstag
schreiben werde. Der Saal war bis auf den letzten Platz besetzt,
und die Stimmung war super. Die Atmosphäre knisterte nur
so vom gemeinschaftlichen Willen zur Veränderung.
Der für mich herausragendste
Satz kam von Prof. Schachtschneider, als er darlegte,
dass sich das international
agierende Kapital auf den Schutz des Eigentumes nach Art. 14
GG nicht berufen kann, weil es die daran geknüpfte Sozialpflicht
nicht wahrnimmt, bzw. grob verletzt.
Das muss man sich auf der Zunge
zergehen lassen.

Und dass Prof. Karl Schachtschneider
seinen Vortrag abschließend mit den Worten zusammenfasste:
"Wir sind in der Widerstandssituation
(nach Art. 20, 4 GG) und verpflichtet zur Revolution, und das
heißt, zur Befreiung zum Recht!",
hat die an diesem Tag - nicht
nur vom ihm - geschilderte Dramatik unserer Situation noch einmal
in aller Klarheit und Deutlichkeit vor Augen geführt.
Das nur als erste Kostprobe
von den vielen Höhepunkten dieses Tages.
Mehr am Donnerstag.
18. November
2011
Aufbruch nach Frankenthal,
am Abend Treffen mit den Veranstaltern und Referenten
des Zukunftskongresses "Du bewegst Deutschland".
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17.
November 2011
22.45 Uhr Nichts Neues aus
Unterbernbach
Keine Sorge, es geht mir gut,
sehr gut sogar, aber manchmal gilt es eben Prioritäten zu
setzen, und die haben heute für den Paukenschlag keine Zeit
gelassen. Auch für einen Kurzkommentar der tagesaktuellen
Meldungen hat es nicht gereicht - und das geht jetzt bis Sonntag
so weiter.
Morgen Nachmittag fahre ich
nach Frankenthal, in der Nähe von Mannheim, um dort am Samstag
den Zukunftskongress von "Du bewegst Deutschland" zu
besuchen. Prof. Hankel, Prof. Schachtschneider, Prof. See und
weitere hochrangige Querdenker werden referieren, und es wird
reichlich Gelegenheit auch zum informellen Austausch geben.
Am Sonntag fahre ich zurück,
was heißt, dass es das Bild vom Sonntag auch erst am Nachmittag
geben wird. Bis dahin heißt es also: Geduldig sein und
abwarten.
Sollten Sie jedoch ohne EWK
nicht überleben können ;-)), dann bietet sich reichlich
Gelegenheit, in meinen Archiven zu stöbern. In der linken
Spalte dieser Seite, gleich unter dem Buchangebot des EWK-Verlags,
finden Sie Verzeichnisse aller Paukenschläge aus den Jahren
2007 bis 2011, und bis Sie sich da durchgeackert haben, bin ich
auch wieder im Lande und zu neuen Kommentaren aufgelegt.
Ein schönes Wochenende
und alles Gute
Egon W. Kreutzer
16. November 2011
15.30 Uhr Barroso sieht
Europa in "systemischer Krise"
Ein System, das nicht oder
nicht dem Bestimmungszweck entsprechend funktioniert, ist falsch
konstruiert. Ein falsch konstruiertes System ist nicht reparaturfähig,
es muss ausgewechselt werden.
Europa ist konstruiert wie
eine Melkmaschine mit Leasingvertrag, die dafür sorgt, dass
die Milchleistung aller Kühe gleich groß ist.
17 Kühe stehen im Stall.
Zuerst wird die Kuh mit dem prallsten Euter von der Melkmaschine
gemolken und ihre Milch wird über ein hygienisch einwandfreies
Leitungssystem den übrigen 16 mit Druck in die Euter gepresst,
bis bei allen "gleicher Füllstand" erreicht ist.
Die monatliche Leasingrate
ist variabel und steigt kräftig, wenn die Gesamtmilchleistung
der Kühe sinkt. Schließlich ist Melkmaschine Molkereieigentum
...
Ein absurdes Bild?
Das stärkste Land der
Euro-Zone wird abgemolken, und zwar sogar im Vorgriff auf die
künftige Wirtschafts- und Steuerleistung seiner Bürger,
und den übrigen Ländern wird diese Milch per Rettungsschirm
eingepresst, damit jede genug Milch gibt, um die Molkerei, die
Märkte, das Kapital zu versorgen.
Und dieses System soll nun
durch eine noch stärkere Zentralisierung gefestigt werden?
Solange nicht der Vertrag mit
der Molkerei gekündigt wird, wird sich daran nichts ändern.
Aber dann darf man auch nicht
auf den guten Rat des Molkereivertreters hören, dann muss
man wieder lernen, autonom zu denken, um frei zu sein, die Kooperationen
einzugehen, die für alle Beteiligten einen Nutzen hervorbringen.
Die EU und der Euro sind dazu nicht geeignet.
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15. November
2011
10.30 Uhr Hans Werner Sinn
sieht Deutschland als Gewinner der Schuldenkrise
Schon am 25. Oktober veröffentlichte der FOCUS Hans Werner Sinns seinerzeit aktuelle
Einschätzungen zur Schuldenkrise. Interessante Aussagen,
die mir erst heute zur Kenntnis gelangt sind, und wichtig genug,
um kurz darüber nachzudenken.
Sinn hält Merkels Taktik,
auf die Verschärfung des Stabilitätspakts hinzuwirken
für richtig. Er setzt dabei auf die Veränderung der
Lissabon-Verträge mit der Wirkung, dass das Risiko der Investoren
bei Anlagen in "Schuldnerstaaten" wächst. Was
dazu führt, dass sich einerseits die Zinsschere zwischen
den Euro-Staaten weiter öffnet und andererseits Kapital
in den sicheren Hafen Deutschland zurückfließt.
Dieses "Sicherheit suchende"
Kapital würde nun in Deutschland zu niedrigen Zinsen angeboten,
was die hiesige Konjunktur belebe. Sinn sieht sogar eine Phase
dauerhaften konjunkturellen Aufschwungs für sieben bis fünfzehn
Jahre voraus, unter der Voraussetzung, dass die Milliarden-Hilfspakete
für die Schuldnerstaaten nicht verlängert werden, weil
das Kapital sich sonst wieder in Sicherheit wiege und erneut
in die Schuldnerstaaten abflösse.
Der FOCUS-Artikel schließt mit der Aussage:
Wenn überhaupt sollten
die Rettungspakete nur unter der Maßgabe fortbestehen,
dass es einen Insolvenzordnung für Staaten und einen so
genannten Haircut gibt, also dass die Länder einen Teil
ihrer Schulden streichen. Dann wissen die Gläubiger,
dass sie beim nächsten Mal vorsichtiger sein müssen.
Genau diese letzte Aussage ist es, die ich seit Beginn der sog.
Euro-Krise selbst vertrete. Von daher begrüße ich
Sinns Äußerung und würde mir wünschen, dass
sie auf fruchtbaren Boden fällt.
Damit widerspricht der Chef
des Ifo-Instituts klar und deutlich jenen Stimmen, die unentwegt
fordern, weiterhin hunderte von Milliarden Euro in die Rettung
"unrettbar" verschuldeter Staaten zu investieren, verweigert
die weitere, maßlose Belastung der deutschen Steuerzahler
mit den Schulden vieler anderer Euro-Staaten und zeigt den Anlegern
und Spekulanten die Grenzen ihrer Macht auf.
Dass er (noch) nicht daran denkt, die Geldversorgung der Realwirtschaft
wieder in die Hoheit der Staaten zurückzuführen und
damit das Erpressungspotential der Banken und Anleger in Luft
und Wohlgefallen aufzulösen,
dass er (noch) nicht daran
denkt, dass das Hin- und Herschwappen des Kapitals damit aufhören
würde, hätten die Staaten selbst wieder die Fähigkeit,
die für Handel und Wandel in der Realwirtschaft erforderliche
Liquidität bereitzustellen und durch angemessene und gerechte
Steuern auf Transaktionen, auf Kapitalerträge und auf höchste
Vermögen wieder zurückzunehmen, wenn Inflation droht,
das alles versteht sich aus
seiner Position heraus sehr wohl und ist ihm nicht anzulasten.
Um so wichtiger ist es daher,
die Klage zur Verfassungsbeschwerde zu unterstützen, zu
der in diesen Tagen dringend aufgerufen wird:
|
Die INITIATIVE VOLKSENTSCHEID
zieht vor das Bundesverfassungsgericht, damit die Bürgerinnen
und Bürger Volksentscheide auf Bundesebene nach Artikel
20 Absatz 2 Grundgesetz durchführen können.
Angesichts der immer mehr ausufernden
Finanzkrise und der schon weit geöffneten Schere zwischen
arm und reich sollten die Steuerzahler selbst darüber entscheiden
können, ob die Steuern für die Gewinne der Banken oder
für das Gemeinwohl verwendet werden.
Deshalb hat die Initiative
Volksentscheid beim Bundesinnenminister am
31.10.2011 einen Antrag (s. www.initiative-volksentscheid.de)
auf Durchführung einer bundesweiten Volksabstimmung nach
Artikel 20 Absatz 2 Grundgesetz eingereicht, der abgelehnt wurde.
zu der folgenden Frage sollten
sich die Bürger/innen entscheiden können:
Wollen Sie, dass Deutschland sich
das von ihm benötigte Geld zinslos selber erschafft, statt
es von Privatbanken gegen Zins zu leihen?
Wir haben dieses Thema deswegen
in unseren Antrag genommen, weil in diesem Falle nur noch die
Bürger/innen mit einer Volksabstimmung Verbesserungen herbeiführen
können. Jedoch geht es uns generell um die Durchsetzung
von Volksabstimmungen auf Bundesebene über die verschiedenen
Probleme. Wir bitten um Ihr Verständnis, falls das
Thema Ihnen nicht gefallen sollte. Leider kann man nicht mit
einem Antrag den Wünschen jeder Organisation oder Initiative
gerecht werden. Wir sind bis jetzt in Deutschland die erste Initiative,
die wegen der Durchsetzung des Rechts
auf Volksabstimmungen auf Bundesebene vor Bundesverfassungsgericht
zieht.
Diese wichtige Verfassungsbeschwerde
kann nur dann funktionieren, wenn viele dahinter stehen. Deshalb
erhalten Sie heute
das Formular
für den Beitritt zur Verfassungsbeschwerde.
Wir bitten um Ihre Unterstützung, Verbreitung und Vervielfältigung
des Formulars. Da wir die Verfassungsbeschwerde am Anfang Dezember
einreichen müssen, bitten wir um die Rücksendung
des Formulars bis zum 1. Dezember 2011 auf die im Formular
angegebene Adresse.
Wir müssen versuchen,
in unserem gemeinsamen Interesse endlich gemeinsam zu handeln.
Mit freundlichen Grüßen
Marianne GrimmensteinSprecherin
von
INITIATIVE VOLKSENTSCHEID
www.initiative-volksentscheid.de
Formular zum Beitritt
zur Verfassungsbeschwerde |
0.00 Uhr Sie sind wieder
da
Die zweite Auflage der "Paukenschläge
2003 - 2008" kam
gestern Nachmittag druckfrisch im EWK-Verlag an. Die Exemplare
der Vorbesteller gehen heute in die Post - und natürlich
habe ich auch genug auf Lager genommen, um in den nächsten
Wochen eingehende, weitere Bestellungen beliefern zu können.
%20von%20Paukenschlagcover.jpg)
Ein ganz besonderes zeitgeschichtliches
Dokument:
Ausgewählte Paukenschläge
aus den Jahren 2003 bis 2008.
Egon W. Kreutzers unvoreingenommene
Analysen und Prognosen, seine Kritik und seine Anregungen sind
nach wie vor aktuell.
Sein besonderer Schreibstil, mit dem er es versteht, dem Leser
auch bei den ärgerlichsten Themen immer wieder ein Lächeln,
wenn nicht gar ein befreiendes Lachen zu entlocken, verhilft
zu echtem Lesespaß, Aha-Erlebnissen und nachhaltig verankerten
Einsichten.
Hardcover, 371 Seiten, 22,00
Euro
Auch ein Weihnachtsgeschenk
- für kritische Geister, und solche, die es damit werden
könnten ;-))
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Sie bestellen
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14. November
2011
13.30 Uhr Merkels Welt -
CDU Parteitag
Der SPIEGEL-online berichtete
knapp über Merkels Parteitagsrede. Ich nehme an, dass das
Nachrichtenmagazin die wichtigsten Aussagen aufgegriffen hat.
Beim Lesen des Artikels fiel mein Blick zufällig auf meinen
Taschenrechner, und dort stand im Display zu lesen: "Error"
Aha, dachte ich mir, ein Hinweis.
Und las den Artikel nochmals aufmerksam durch.
Hier die Merkelschen Statements
aus dem SPIEGEL-Artikel und meine knappen Kommentare dazu:
Merkel nennt rechten Terror
"Schande für Deutschland"
Reuters: CDU-Chefin Merkel: Terror von rechts "beschämend"
Selbst wenn man sich auf den Terminus "Terror" einlässt,
so ist es doch keine Schande für Deutschland. Es ist auch
nicht beschämend für Deutschland.
Terrorakte sind nicht - nicht einmal im totalen Überwachungsstaat
- vollkommen auszuschließen. Terrorakte fordern Opfer,
und um die sollte man trauern, statt sich "geschändet"
zu fühlen.
Terrorakte sind jedoch ein
Indiz für Spannungen, für Ungerechtigkeit, für
Ausweglosigkeit, sie sind ein Indiz für ein ungesundes Klima
in einer Gesellschaft, sie sind oft nicht die primäre Aktion,
sondern die Reaktion auf (empfundenes) Unrecht, für die
von den Reagierenden keine andere Ausdrucksmöglichkeit für
ihren Protest mehr gesehen wird.
Wenn es also eine Schande ist,
dann ist es eine Schande, dass in einem der reichsten Länder
dieser Welt ein Nährboden für den Terrorismus entstanden
ist, und warum dem so ist, das sollten sich diejenigen fragen,
deren Politik dazu beigetragen hat.
"Der Euro ist weit
mehr als eine Währung", sagte Merkel. Er sei ein Symbol
für Wohlstand.
(ERROR, meint mein Taschenrechner)
Wo ist er hin der Wohlstand
in Deutschland? Seit es den Euro in Deutschland gibt ist der
Wohlstand gesunken, die Zahl der Armen und Hilfeempfänger
gestiegen und die Kaufkraft des Euro ist - in Bezug auf die Dinge
des täglichen Bedarfs - inzwischen unterhalb der Kaufkraft
der DM angekommen und wird - infolge der unverantwortlichen Staatsverschuldung
per Banken- und Euro-Rettung in naher Zukunft drastisch weiter
sinken.
Merkel sagte, man müsse
heutzutage gemeinsame "europäische Innenpolitik"
machen, denn die Probleme
in einem EU-Land beträfen auch alle anderen Staaten. "Spanische
Sorgen sind deutsche Sorgen", sagte Merkel. "Europa
ist jede Anstrengung wert."
(ERROR, meint mein Taschenrechner)
Weiß Frau Merkel, was
Innenpolitik ist? Ich nehme es an.
Wikipedia weiß:
In Deutschland ist die Innenpolitik
auf Bundesebene für die Bundespolizei, das Bundeskriminalamt,
das Bundesamt für Verfassungsschutz, den Bundesbeauftragten
für den Datenschutz sowie zahlreiche weitere Behörden
zuständig (siehe auch: Bundesministerium des Innern), ebenso
für die Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst.
Auf Länderebene verantworten die Innenministerien Polizei
und den Landesverfassungsschutz.
Meint Frau Merkel also, dass wir gemeinsame Polizeien und vor
allem einen gemeinsamen Inlandsgeheimdienst brauchen? Meint sie
also, dass wir alle unsere Gesetze, das Verhältnis von Staat
zu Bürgern in Bezug auf Freiheitsrechte betreffend,
auf einen gemeinsamen europäischen Müllhaufen werfen
sollten, um dann mit Kommissionserlassen zur Inneren Sicherheit
europaweit "durchgreifen" zu können?
Merkel sagte, sie werde
dafür kämpfen, eine Finanztransaktionssteuer zumindest
im Euro-Raum durchzusetzen, wenn man sie nicht international
erreichen könne.
(ERROR, meint mein Taschenrechner)
Die Verantwortung immer auf
eine "höhere Instanz" abzuschieben, wenn man sich
selbst nicht traut, das ist der Hintergrund. Wem schadete es,
wenn die Finanztransaktionssteuer in Deutschland erhoben würde
und nirgends sonst auf der Welt? Die Kasinos und ihre Gäste
würden sich abwenden. Das Geschäft mit Zockerei und
Spekulation suchte sich andere Spielwiesen. Aus.
Sind wir denn darauf angewiesen,
große, umsatzstarke Spielcasinos im Lande zu haben? Sind
wir Monaco?
Sind wir eben nicht, Frau Merkel.
Und selbst wenn diese Steuer keinen Cent einbrächte, weil
sich die Zocker verziehen, sie wäre ein klares Signal, welche
Art von Politik wir in Deutschland treiben, und welche Art von
Geschäften wir ablehnen.
Merkel sprach zu Beginn
ihrer Rede oft vom Kompass, der die CDU leite. Die Partei folge
einem "festen Kompass, einer festen Wertekonzeption".
(ERROR, meint mein Taschenrechner)
Ein fester Kompass. Ein fester?
Kompass?
Was ist das denn?
Ein Kompass muss beweglich
sein, damit er überallhin mitgenommen werden kann, wo man
die Orientierung verloren hat, die Richtung sucht. Es sei, denn,
man verharrt stur auf seinem Platz, an einer Position, dann kann
man seinen Kompass auch in Stein meißeln und in der Mitte
des Platzes einbetonieren lassen.
Die CDU sei für Infrastrukturprojekte, sagte Merkel, deshalb
wünsche sie den Parteifreunden in Baden-Württemberg
"alles Gute für die Volksabstimmung über Stuttgart
21".
(ERROR, meint mein Taschenrechner)
Infrastrukturprojekte - das
wäre ein sehr weiter Begriff, und es gäbe wohl viele
wichtige Infrastrukturprojekte, die in Angriff genommen werden
könnten, würde man nicht mit Gewalt 4, 5 oder 6 Milliarden
für ein Baulöwen-, Grundstücksspekulanten- und
von der Bevölkerung unerwünschtes Prestigeobjekt in
den Stuttgarter Untergrund setzen wollen, der bekanntlich für
Tunnelprojekte von seiner geologischen Struktur her gar nicht
so gut geeignet ist.
Frau Merkel sagte wohl auch
noch etwas zum Betreuungsgeld und zu den Mindestlöhnen.
Nämlich "Wahlfreiheit"
und "Tarifautonomie".
Beides sind Begriffe, die der
Staat gerne nutzt, um sich aus der Verantwortung zu mogeln. Gäbe
es genügend Kindergarten- und Krippenplätze, dann gäbe
es auch eine Wahlfreiheit ..., und entspräche das Betreuungsgeld
dem Aufwand, der für die Errichtung, den Unterhalt und den
Betrieb eines solchen Platzes zu erbringen ist, dann wäre
es sogar eine einigermaßen ausgewogene Wahlmöglichkeit,
und gäbe es die vielen Menschen an der Armutsgrenze nicht,
die einfach zum Betreuungsgeld greifen werden, weil es die wirtschaftliche
Lage der Familie etwas aufbessert, dann wäre es eine runde
Sache. So aber ist die ganze Diskussion grundfalsch.
Gäbe es nicht die vielfältigen
Eingriffe des Staates in das Verhältnis von Arbeitgebern
zu Arbeitnehmern - das restriktive Streikrecht, zum Beispiel,
aber auch die immer weiter gehende Auflösung der solidarischen
Finanzierung der Sozialsysteme - dann hätten wir vielleicht
so etwas, wie Tarifautonomie, wo aber der Staat - überall
wo es den Interessen der Arbeitgeber dient - den gesetzlichen
Rahmen absteckt, um dann, wenn es - vor dem Hintergrund eines
Millionenheeres von Arbeitslosen und prekär Beschäftigten
- um die Löhne geht, das hohe Lied der Tarifautonomie anzustimmen,
da ist das von blankem Hohn schon kaum noch zu unterscheiden.
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13. November
2011
Das BILD vom Sonntag
Die Bilder vom Sonntag
für Frühaufsteher
Frühaufsteher sind im
allgemeinen Menschen, die auch sonst nach dem Motto leben:
Was du heute kannst
besorgen,
das verschiebe nicht auf morgen!
Nun, in genau sechs Wochen
ist Weihnachten.
Wissen Sie schon, womit Sie Ihren Lieben eine Freude machen werden?
Ich möchte Ihnen heute
drei Vorschläge machen. Bücher, mit denen Sie garantiert
gut ankommen, falls Sie nicht unter dem Christbaum die Päckchen
verwechseln.
____________________________
Für den Mann,
der schon - oder immer noch - eine Modelleisenbahn besitzt:
Solche Männer sind technik-
und miniaturverliebte Wesen, die sich an allem freuen können,
was schön aussieht, das von einer geheimnisvollen, aber
noch zu begreifenden Mechanik belebt ist und dem Spieltrieb einen
gewissen Raum lässt.
Solche Männer können
sich für mechanische Uhren ebenso begeistern, wie für
die schönste Modelleisenbahnanlage. Dabei sind Uhren ein
Hobby, das weit weniger Platz braucht als die Modelleisenbahn
- und wenn man alles zusammenrechnet, auch nicht mehr kostet.
Die Preise wachsen, wie überall, mit den Ansprüchen.
Um diesen Mann, den Sie beschenken
möchten, auf den Geschmack zu bringen, gibt es zwei wunderschöne
Bücher über Kunstwerke der Uhrmacherkunst und über
die Meister dieser Kunst, in deren Ateliers und Manufakturen
sie erschaffen werden.
--
Michael Brückner hat mit
den Großen der Uhrmacherzunft gesprochen, ihre Ziele
und Visionen, ihre Erfolge und Fehlschläge zu lesenswerten
Portraits zusammen-
gefasst und beide Bücher mit vielen farbigen Abbildungen
der kleinen Kunstwerke
geschmückt. Ein umfangreiches Glossar erläutert die
Fachbegriffe und ist zugleich
eine Einführung in das Verständnis der raffinierten
Technik, die auf kleinstem Raum
zuverlässig die Zeit - und nicht nur die - anzuzeigen vermag.
Die schön gestalteten
Hardcover-Bände kosten je 17,50 .
Was meinen Sie? Könnte
ER sich darüber freuen?
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__________________________________
Für die romantische, gefühlvolle
und ganz
bewusst ihr Leben lebende Frau
Es kommt nicht auf das Alter
an. Schöne Bilder, verbunden mit kurzen, ausdrucksstarken
Texten bringen alle zum Schmelzen, vom vierzehnjährigen
Mädchen bis zur Großmutter in den Achtzigern.
Wenn Sie Ihrer Liebsten ein paar schöne romantische Augenblicke
schenken wollen,
in einem Buch, in das SIE immer wieder gerne hineinschauen wird,
dann ist Chiara Engl's Buch "Sehen - beachten - erkennen"
ein Geschenk von Wert und Dauer, das sich weder verflüchtigt,
wie selbst das teuerste Parfüm, noch aus der Mode kommt
und irgendwann zu eng oder zu weit wird.
Hier eine Doppelseite aus dem
Buch. Bezaubernd, oder?

Und das ist die Titelseite
dieses Hardcover-Buches, abgestufte Grüntöne auf
unschuldigem Weiß. Ein echter Hingucker.

Chiara Engl lässt in ihrem
"Bilderbuch" die Schönheit des Bekannten und Alltäglichen
erkennen, indem Sie den Betrachter dazu bringt, die Dinge aus
einem neuen, unbekannten Blickwinkel zu sehen, zu beachten und
in ihrem Wesen zu erkennen.
Ein inspirierender Bildband
zum Preis von nur 15,00 Euro - und wenn SIE Ihnen viel mehr Wert
ist, und Sie es sich leisten können, dann legen sie dieses
Buch einfach obendrauf, als i-Tüpfelchen auf dem Gabentisch.
Das möchten Sie verschenken?
Das Buch ist unsere jüngste
Neuerscheinung und kommt ab 22. November zur Auslieferung.
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_________________________________
Für das aufgeweckte, fantasievolle
Kind
zwischen acht und dreizehn Jahren -
und auch für alle Liebhaber guter Kinder- und Jugendbücher
die schon ein bisschen älter sind
Das Abenteuer des Louis Dreiberger,
das Jenna Weigel in einer wunderbaren Sprache zu Papier gebracht
hat, ist weit mehr als nur spannend. Konfroniert mit den Lebewesen
und den Gesetzen einer fremden Welt, nimmt der Junge seinen Mut
zusammen und wagt es, sich der bösen Macht, die diese Welt
bedroht, entgegenzustellen.
Er findet Freunde, von denen
er lernt und die ihn unterstützen, er hört auf weisen
Rat und ist in der höchsten Gefahr dann doch alleine, nur
auf sich, sein Geschick und seinen Mut angewiesen, wenn er die,
die er lieben gelernt hat, retten will.
Und wenn er den Sieg davonträgt,
dann darf er wieder zurück in seine Welt - und muss alle,
die er inzwischen in sein Herz geschlossen hat, zurücklassen.
Wie wird er sich entscheiden? Geschieht doch noch ein kleines
Wunder?

Der Auftrag des Traumwandlers,
liebevoll illustriert von Jassy Talhorst, ist ebenfalls in einer
schmucken Hardcover-Ausgabe erschienen und kostet 16,90 Euro.
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12. November
2011
10.45 Uhr Die nebulöse
Gefahr
Wann immer Argumente für
die Rettung des Euros und die dafür "alternativlos"
erforderliche Rettung von "Schuldnerstaaten" gefordert
werden, lassen die Befürworter nichts als großartig
klingende, aber vollkommen inhaltsleere Spruchblasen auf das
staunend-verängstigte Publikum los.
Die Financial Times Deutschland
ließ gestern, sinnigerweise am 11.11. - zum Auftakt der
närrischen Zeit, den Wirtschaftsnobelpreisträger Paul
Krugmann erklären,
der Preis eines Auseinanderbrechens
der Euro-Zone sei zu hoch,
und
schließlich müsse
der Worst Case verhindert werden. Dies wäre ein Ausstieg
Italiens aus dem Euro, ein Bank-Run in dem Land sowie eine Ansteckung
Spaniens. Wahrscheinlich falle dann auch Frankreich - der Euro
würde "zu einer erweiterten Deutschen Mark mutieren".
Und mit dieser weder argumentativ
noch faktisch begründeten Aussage fordert Krugmann die EZB
auf, besinnungslos so lange italienische Staatsanleihen zu kaufen,
wie es nötig ist - und erklärt ebenso leichtfertig,
die inflationären Gefahren einer solchen Politik seien beherrschbar,
er glaube nicht an drastische Inflation: "Wir stehen nicht
vor dem deutschen Hyperinflationsjahr 1923."
Daran schließt sich die nicht minder aus der Luft gegriffene
Aussage an:
"In Extremlagen bricht man eben die Regeln."
Lieber Herr Krugmann,
Welche schrecklichen Folgen hätte der Ausstieg
Italiens aus dem Euro?
a) Für die Italiener
b) Für den Staat Italien
c) Für die übrigen Euro-Staaten und deren Bevölkerung
d) Für die internationalen Finanzspekulanten
Warum käme es unweigerlich zu einem Bank-Run
in Italien? Gibt es nicht probate
Mittel, genau dies zu verhindern? Mit einfachen Gesetzen, die
Italiens Regierung über Nacht erlassen könnte? Und
wenn es einen Bank-Run gäbe, und die panischen Einleger
feststellen müssten, dass sie ihre Guthaben nicht mehr in
Euro sondern nur noch in Lira abheben können, wem würde
das schaden?
Wieso kann die Verschuldung eines Staates der Euro-Zone
ansteckend auf einen anderen Staat der Euro-Zone wirken? Geht
es nicht in Wahrheit darum, dass alle Euro-Staaten längst
mit dem "Schulden-Virus" infiziert sind, und der Ausbruch
der Krankheit nur davon abhängt, wo die Währungsspekulanten
ihr nächstes Opfer suchen?
Wäre nicht ein italienisches Moratorium
und die Rückkehr zur Lira ein viel klareres Signal an die
Damen und Herren Märkte, dass sie sich mit ihrem Kreditstreik
nur selbst eine blutige Nase holen?
Geht es nicht im Grunde nur darum, vollkommen wertlose
Nullen auf Bankkonten ersatzlos zu streichen? Nullen, denen längst
kein realer Wert mehr gegenübersteht?
Nullen, die nur noch als verbrecherisches Erpressungspotential
eingesetzt werden, um Privatisierungen, also den Transfer von
Volksvermögen in private Hände zu erzwingen und so
lange und so viel wie möglich leistungslose Einkommen aus
Zinsforderungen zu generieren?
Ist es wirklich vollkommen
undenkbar, dass die
Staaten der Euro-Zone die Herrschaft über ihr Geld, ihre
Währung von den Banken und Spekulanten zurückholen
und sich selbst in dem Maße mit Liquidität versorgen,
wie dies die eigene Realwirtschaft erfordert, ohne dafür
an "Anleger" Zinsen zahlen zu müssen?
Darauf hätte ich gerne
Antworten, keine weiteren Spruchblasen.
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11.
November 2011
Es hat Missverständnisse
gegeben, die ich bedaure. Der nachstehend verlinkte Text stammt
nicht von mir, sondern von Gert Flegelskamp. Klicken Sie dort
auf "Navigation an", wenn Sie die Seite noch nicht
kennen sollten.
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10. November
2011
13.15 Uhr His master's voice
oder Das Stöhnen der Pharmaindustrie
Ist es Ihnen auch schon aufgefallen,
keine Vogelgrippe, keine Schweinegrippe,
noch nicht einmal eine kleine asiatische Grippe rollt auf uns
zu.
Womit um Himmelswillen überlebt
die Pharmabranche?
Der Herbst ist da. Fehlendes
Sonnenlicht, kürzere Tage, bedeckter Himmel,wabernde Nebel
- da kommt der Mensch ins Grübeln, fragt nach dem Sinn des
Lebens, wird mit Allerseelen und Volkstrauertag an die eigenen
Vergänglichkeit erinnert - und ängstigt sich. Wer reitet
so spät durch Nacht und Wind ...
Und diese Angst ist nutzbar.
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9. November
2011
08.45 Uhr Der Domino-Effekt
Nun also ist die dritte Regierung eines europäischen
Staates von den Märkten gestürzt worden. Man mag von
Silvio Berlusconi halten was man will - sein jetzt angekündigter
Abgang erfolgte nicht freiwillig, nicht aufgrund eines Wählervotums,
sondern mit diesem Schritt zeigten die Damen und Herren Märkte,
dass sie nicht nur in der Lage sind, die Regierung der kleinen
Slowakei zu stürzen, um die Zustimmung zu EFSF zu erzwingen,
die Regierung des wirtschaftlich eher wenig bedeutsamen Griechenland
zu stürzen, um dort rigorose Sparmaßnahmen und vor
allem die totale Privatisierung des Volksvermögens zu ermöglichen,
sondern, dass sie selbst in der Lage sind, eines der Schwergewichte
in der EU unter ihre Kontrolle zu bringen, wenn die Regierung
nicht in ihrem Sinne spurt.
Die von vielen befürchtete
und von anderen herbeigesehnte Europäische Regierung scheint
schneller zu kommen als erwartet. In staatsstreichartigen Aktionen
wird eine missliebige Regierung nach der anderen in eine Zwickmühle
gejagt, in der die Entscheidung zwischen der Zustimmung zur Ausplünderung
per Euro- und Bankenrettung und der Zahlungsunfähigkeit
wegen Kreditverweigerung scheinbar ausweglos scheint.
Die einen treten dann zurück,
weil sie keins von beiden verantworten wollen, die anderen beugen
sich dem Diktat.
Dabei liegt der Ausweg aus
der Falle klar vor Augen.
Raus aus dem Euro, raus aus
dieser monetären Mausefalle und zurück zur eigenen
Währung, zurück zur eigenen Verantwortung!
Wer sich der Herrschaft über
das eigene Geld begibt, das schreibe ich seit vielen Jahren,
macht sich erpressbar. Nun wird es offenkundig.
Dass Deutschland als Musterknabe,
angeführt von Musterknäbin Angela Merkel, fest darauf
vertraut, am Ende als Sieger dazustehen, und die Ernte einfahren
zu können, nach dem Motto: "The winner takes it all",
wird sich als Irrtum herausstellen. Die Spatzen pfeifen es von
den Dächern. Diesmal heißt es:
"The winner pays for
all!"
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8. November
2011
10.00 Uhr Rösler: Wir
entlasten die kleinen und mittleren Einkommen
Da war am Sonntag also großes
Bohei in Berlin - und mein Lieblings-FDP-Politiker,
Philipp Rösler, tönt seitdem sinngemäß auf
allen Kanälen:
Wir werden mit dieser Steuersenkung
die kleinen und mittleren Einkommen entlasten, das werden wir
ja sehen, ob die SPD gegen die Interessen der kleinen Leute ist
und das ablehnt.
Ich halte ihm zugute, dass
er mit dem deutschen Steuersystem nach so kurzer Amtszeit noch
nicht so recht vertraut ist. Was er sagt, ist nämlich falsch.
Jede Änderung am Steuertarif,
wenn also, wie hier z.B. der Grundfreibetrag erhöht wird,
wirkt sich auf alle Lohn- und Einkommensteuerzahler aus. Allerdings
nicht gleichmäßig, sondern in direkter Abhängigkeit
vom jeweiligen Spitzensteuersatz.
Es gilt:
|
Entlastung jährlich |
Einkommen
unter dem bisherigen Grundfreibetrag
(8004 Euro jährlich) |
0,00 Euro |
Einkommen
knapp über dem bisherigen
Grundfreibetrag |
ca. 20 Euro |
Einkommen über 250.400 Euro |
ca.
190 Euro |
|
... so sieht das halt aus, wenn die FDP
kleine und mittlere Einkommen entlastet |
FDP |
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Am 12. September
2011 waren es 800.000
am 22. Oktober 2011 waren es 850.000
am 30. November 2011 waren es 900.000
Und um wie viel mehr
sind es heute?
Vielen Dank für Ihr großes
Interesse.
Es ehrt mich. |
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der Erscheinungen der Realität ist so groß, dass der
winzige Ausschnitt, den der Einzelne davon wahrzunehmen in der
Lage ist, vollkommen ausreicht, um sich ein brauchbares Bild
des Ganzen zu machen - so man nur will. |