Autor und Verleger
- mit einem außergewöhnlichen Hang zur Nachhaltigkeit,
meint:
Kritik
muss weder beschönigen noch verharmlosen, weder heucheln
noch trösten, um konstruktiv zu sein.
Wirksame Kritik muss in aller Klarheit und mit der gebotenen
Schärfe auf allgemeine Anstrengungen zur Veränderung
von Sachverhalten und Umständen abzielen.
Verhaltensänderungen kritisierter Personen sind dafür
nicht Bedingung, sondern bestenfalls erfreuliche Folge.
Die Criminale, seit 25 Jahren
ein Tummelplatz der Krimi-Freunde, prall gefüllt mit vielen,
vielen Veranstaltungen in 21 Orten am Niederrhein, hat begonnen.
Heute Abend liest Manfred J.
Schmitz in der "Kapelle Liedberg" in Korschenbroich
aus seinem bei uns erschienen Buch:
Wer weiß schon, wie tief
der Fluss unter der Brücke ist"
Die Korschenbroicher Buchhändler
haben uns im Vorfeld das Lager geräumt, doch heute kam eine
neue Lieferung aus der Druckerei. Wir können also wieder
liefern, sollten Sie bestellen ...
Mehr Info über diesen Krimi finden Sie auf den Verlagsseiten,
und dahin finden Sie mit einem Klick aufs Cover.
11.30 Uhr Bei aller anderen
Aufregung: Die Energiewende nicht vergessen!
Im heutigen Paukenschlag No.
18 /2011 haben zwei Wissenschaftler ihre Konzepte zur Speicherung
regenerativer Energien vorgestellt. Es sind sehr unterschiedliche
Konzepte, doch beide können und sollten - sich ergänzend
- realisiert werden.
Lesen Sie, was Gerhard Herres
und Matthias Popp zu sagen haben und folgen Sie den Links auf
ihre weiterführenden Ausarbeitungen - und wenn Sie Gelegenheit
haben, dann weisen Sie auch einmal einen Energie- und/oder Wirtschaftspolitiker
auf diese Ausführungen hin. Wer sich immer nur von E.On,
Vattenfall, En.Bw und RWE beraten lässt, wird auch immer
nur die kurzfristig dividendenträchtigen Lösungen der
Kernkraftsaktionäre kennenlernen,
da tut frischer Wind aus einer anderen Ecke gut ...
Ist es nötig, sich wegen
Vorgängen, die sich weit weg ereignen, an denen man zudem
nichts, aber auch gar nichts ändern kann, zu erregen, zu
diskutieren, zu streiten, sich zu ärgern, aufzuregen und
damit letztlich selbst zu schaden?
Wäre es nicht besser,
einfach darüber hinwegzugehen, zur Kenntnis zu nehmen und
weiter in den Tag hinein zu leben, die Zeit, die einem noch bleibt,
zu genießen?
Muss man sich eigene, zwangsläufig
unbeweisbare, spekulative Gedanken machen, und daran verzweifeln,
wenn die Verantwortlichen und die Medien doch um nichts als den
Preis geringer Gebühren ihre wohltuend beruhigenden Botschaften
und Erklärungen zur allgemeinen Beruhigung wohlfeil anbieten?
Zumal!
Zumal sich außer dir
und noch so ein paar verbohrten Verschwörungstheoretikern
doch keine ( ... ) dafür interessiert. Was hast du denn
davon?
Wäre es nicht
besser, einfach darüber hinwegzugehen, zur Kenntnis zu nehmen
und weiter in den Tag hinein zu leben, die Zeit, die einem noch
bleibt, zu genießen?
Nein, ein eindeutiges NEIN! Das wäre nicht besser.
Ich meine, es wäre nicht besser, einfach darüber
hinwegzugehen, zur Kenntnis zu nehmen und weiter in den Tag hinein
zu leben.
Was wäre, wenn wir alles, was so rund um uns herum geschieht,
einfach nur so zur Kenntnis nehmen würden?
In welche Rolle würden wir uns denn begeben, wenn wir über
alles, was um uns herum passiert, einfach hinweggehen würden?
Nein, nein, wir werden uns weiter rühren, wenn uns was
seltsam vorkommt bzw. wenn uns etwas nicht passt. Und wir werden
weiter alles, was um uns herum geschieht, mit wachsamen Augen
beobachten - und unsere Gedanken dazu öffentlich machen.
Und - wegen Vorgängen,
die sich weit weg ereignen, an denen man zudem nichts, aber auch
gar nichts ändern kann brauchen wir uns
ja nicht zu ärgern, wir brauchen uns darüber auch nicht
großartig aufzuregen. Das würde in der
Tat unser Wohlbefinden auf allen Ebenen empfindlich stören.
Insbesondere unsere Leber, die es gar nicht so gern hat, wenn
wir uns ärgern und uns über was aufregen, würde
sich empfindlich gestört fühlen.
Doch darüber zu diskutieren, darüber
nachzudenken und unser Gedankengut öffentlich zu
machen, um auch andere zu sensibilisieren, das können -
und das werden wir weiterhin tun, auch wenn so manche Vorgänge
den Anschein haben, dass niemand was daran ändern könne.
Es gibt für alles eine Lösung!
Vielleicht noch nicht heute oder morgen oder übermorgen.
Doch es findet sich eine Lösung, sobald sich Menschen gemeinsam
Gedanken machen, sich ihrer Werte bewusst werden, ihre Energie
auf ein gemeinsames Ziel hin bündeln und sich gegenseitig
den Rücken stärken.
Muss man sich eigene,
zwangsläufig unbeweisbare, spekulative Gedanken machen,
und daran verzweifeln, wenn die Verantwortlichen und die Medien
doch um nichts als den Preis geringer Gebühren ihre wohltuend
beruhigenden Botschaften und Erklärungen zur allgemeinen
Beruhigung wohlfeil anbieten?
Ja, das muss man! Oder besser gesagt, das sollten wir!
Wir sollten uns Gedanken machen - und wie gesagt: wir werden
uns weiter Gedanken machen.
Die Medien bieten in der Tat zur allgemeinen
Beruhigung tagtäglich ihre wohltuend beruhigenden
Botschaften und Erklärungen an, doch es liegt an uns
selbst, was wir davon annehmen bzw. glauben.
In diesem Sinne viele Grüße nach Unterbernbach
Manuela E.
Sehr geehrter Herr Kreutzer,
diese Frage stelle ich mir mehrmals täglich, wenn ich
- immer darauf bedacht,
nicht missionierend zu wirken - mit Freunden und Geschäftspartnern
über die
haarsträubenden Vorgänge auf unserem Planeten oder
in unserer Gesellschaft rede. Viele meiner Gesprächspartner
sind völlig uninformiert oder stehen auf dem Standpunkt,dass
"wir kleinen Lichter daran ohnehin nichts ändern können".
Egal, ob es sich dabei um
-die völlig blödsinnigen Versuche handelt, durch
Aufstellung eines wie auch immer gearteten Rettungsschirms den
von uns nicht gewollten Euro zu stabilisieren
die eiskalte Ermordung eines vor vielen Jahren schon verstorbenen
angeblichen Terrorfürsten dreht und wie ein angeblicher
Rechtsstaat dieses (meines Erachtens nach nie stattgefundene
Verbrechen) feiert
die permanenten Versuche einer weniger Familienclans handelt,
die Weltherrschaft über Manipulation von Regierungen und
die Ausübung von Kriegen sowie den puren Einsatz einer Unmenge
selbst generierten und geraubten Geldes zu erlangen.
Im günstigsten Fall wird man als Rufer in der Wüste
belächelt und nicht ernst genommen, von weniger intelligenten
Zeitgenossen wird man als Verbreiter negativer Stimmung verunglimpft
und als Verschwörungstheoretiker betitelt.
Nichtsdestotrotz bin ich der Meinung, dass man sehr wohl etwas
an den Umständen ändern kann.
So wurde m.E. nach die US-Regierung durch geschicktes Taktieren
ihrer Gläubiger wie z.B. China dazu gezwungen, den Tod von
OBL zu inszenieren. So kann man nun die Rache als vollzogen verkünden
und den unmöglich zu gewinnenden Krieg in Afghanistan peu
a peu beenden, ohne das Gesicht
zu sehr zu verlieren. Möglich ist natürlich auch, dass
man so einen Grund dafür geschaffen hat, als nächstes
Land Pakistan großflächig anzugreifen, weil man dort
OBL angeblich versteckt haben soll. Wie auch immer, die Zeit
wird es zeigen.
Was ich damit sagen will: Egal wie oft wir angefeindet oder
belächelt werden, steter Tropfen höhlt den Stein und
nur durch permanente Bearbeitung unserer bereits seit über
60 Jahren gehirngewaschenen Mitmenschen kann es gelingen, zumindest
gelegentlich den einen oder anderen wachzurütteln.
Außerdem glaube ich, dass alleine durch die Kraft der Gedanken
Einfluss auf eine Sphäre genommen werden kann, die man weder
wissenschaftlich noch rational erklären kann. Das hat nichts
mit Religion zu tun, sondern mit Energie, Frequenzen und Schwingungen
im weitesten Sinne. Wenn nur genügend Leute tief in ihrem
Inneren etwas ändern wollen, dann wird es auch irgendwann
geschehen.
In diesem Sinne werde ich weiter machen wie bisher, auch wenn
das den meisten Leuten nicht gefällt. Das Gleiche rate ich
Ihnen, sehr geehrter Herr Kreutzer, auch wenn es oft wie ein
Kampf gegen Windmühlen erscheinen muss.
Ich wünsche Ihnen weiterhin alles Gute und viel Kraft
für die noch anstehenden Aufgaben.
Freundliche Grüße
Norbert F.
Mein Lieber Herr Kreutzer,
was Sie auch immer haben !?
Erstens:
wir müssen uns ja gar nicht aufregen und unsere inneren
Organe belasten. Außerdem können wir ja auch ruhig
weiter in den Tag hinein leben. Das Leben spielt ja nun mal in
der Gegenwart.
Die Zukunft liegt aber trotzdem immer in der Vergangenheit.
Weil wir nur aus dem, was uns die Welt gelehrt hat handeln können.
Das Partizipieren ist ja neuerdings wieder in Mode geraten. Eigentlich
ist es aber eher die Antizipation, die bei uns die Reizschwelle
reguliert. Die Teilhabe an den Geschehnissen in den Medien und
die scheinbare Mitbestimmung sorgen hier für eine entsprechende
Erwartungshaltung, die egal ob positiv oder negativ unser Handeln
oder nicht Handeln bestimmt.
Nur diejenigen die sich informieren, alte Denkstrukturen ablegen
und mit neuen, eigenen Erkenntnissen aufbereiten, sind in der
Lage sich aus dem Strudel der Impulse und Reize zu befreien.
Bei aller Mühe, und sei die Windmühle noch so groß,
kann ich zumindest für mich behaupten, dass es mir sogar
teilweise Spaß macht. Natürlich braucht man oft ein
dickes Fell und viel Verständnis und darf sich das Gelächter
mancher, scheinbar Unbelehrbarer nicht allzu sehr zu Herzen nehmen.
Aber letztendlich, und um es mal wieder zu sagen: logisch zu
Ende gedacht, haben wir überhaupt gar kleine andere Chance!
Zweitens:
In den ältesten Schriften der Menschheit steht nur dass,
was wir daraus übersetzen und interpretieren können.
Niemand kennt den tatsächlichen Gehalt und die relative
Bedeutung solcher Schriften im Kontext der damaligen Gesellschaften.
Ich meine, niemand kann tatsächlich nach hunderten oder
tausenden von Jahren sagen, wie diese Schriften gemeint waren.
Solche Beurteilungen beruhen ebenfalls nur auf den Interessen
der Auswertenden Personen oder Interessengemeinschaften. Das
Gewicht solcher Schriften darf deshalb ruhig angezweifelt werden.
Aber das nur am Rande
Was ich nur sagen will ist, dass die Sache mit dem goldenen
Kalb nur ein falsches Sinnbild unter vielen ist und wir uns von
solchen Vorbildern nicht beeinflussen lassen sollten.
Mir ist egal wie viele es schon versucht haben oder wie
viele sich schon aufgerieben haben. Solange es noch einen gibt
der den Versuch unternimmt, solange haben wir auch noch die Möglichkeit
alles zu ändern.
Drittens:
Solche Menschen wie Herr Flegelskamp verdienen Respekt und
Unterstützung! Er tut was er tun muss und man merkt an seinen
Texten, dass er die Dinge durchschaut. Ob seine Theorien beweisbar
sind, wird die Geschichte zeigen. Nachvollziehbar und erklärbar
sind sie allemal.
Ich kann ihm nur weiterhin viel Kraft und Mut wünschen
und möchte auf keinen Fall auf seine Meinung verzichten!
Bis die Tage
Stefan N.
Es zeigt Dir das du noch den Arsch in der Hose hast.
Peter K.
Hallo, Herr Kreutzer,
die Welt verändern? Das machen schon genügend Leute
an den Stammtischen oder die Wort-Akrobaten in der
öffentlichen Landschaft! Nun mal im Ernst: Eine alte noch
immer gültige Binsenweisheit besagt, willst du etwas
ändern, dann fang bei dir selbst an.
Wenn man es wirklich will, dann kann man dem System weitestgehend
entsagen, die Suche nach Möglichkeiten macht
durchaus erfinderisch. Wie wäre es
den Medien abschwören; keine Zeitungen,
keine Nachrichten
den Lockrufen der Werbewelt bedingungslos widerstehen
das Geld nicht mehr zur Bank tragen
dem System die Nahrung entziehen, sich auf ein
Minimum beschränken! Insofern keine teuren Flüge, Shoppingtouren,
Reisen usw.
peinlichst darauf achten, was man wo einkauft etc.
Ich bin mir durchaus bewusst, dass diese Maßnahmen einsam
machen können- aber auch glücklich und unabhängig.
Ich teile mit vielen die Erfahrung, als schlechter Rufer in der
Wüste zu gelten, immer nur negativ drauf zu sein und den
anderen die gute Stimmung zu verhageln. Dafür
erweitere ich meinen Horizont auf andere Weise, was wirklich
kein schlechter Tausch ist! Bei den allermeisten Menschen wird
jedoch das Ego genau das verhindern. Sie laufen im Hamsterrad
mit und haben weder Zeit noch Interesse, dass sich daran auch
nur das Geringste ändert. Eher schließen sie noch
ein Dutzend Versicherungen ab!
Aber da steht noch die Frage im Raum, ob man sich bei Vorgängen,
die sich weit weg ereignen, an denen man zudem nichts ändern
kann, auch noch streiten und sich ärgern soll? Ich meine
ja und nein! Ja, wenn es darum geht, Position zu beziehen, wenn es
um die Belange unsers Landes, unseres Volkes, um unser Wohl und
unsere Gesundheit oder unsere Zukunft geht. Eine klare Abgrenzung
schafft hier eindeutige Klarheit. Nein, wenn es darum geht, bestimmtes Vorgehen in andern
Ländern, in andern Kulturen unter andern Bedingungen zu
kommentieren und darauf hinwirken zu wollen, dass sich die anderen
Staaten so entwickeln wie wir das wollen. Wir müssen uns
nicht überall einmischen und unseren Senf dazu geben. Absolute
Zurückhaltung wäre schon mal ein Anfang. Andere Länder-
andere Sitten! Wir sollten es endlich akzeptieren! Und mit unseren
Wert- und Moralvorstellungen müssen wir wirklich nicht auf
diesem Globus hausieren gehen. Es gibt so viel unbeschreibliches
Leid auf dieser Erde, dass man es weder in Worte fassen noch
in seinem Umfang benennen kann. Aus Gründen des Selbstschutzes
entziehe ich mich den Bildern und Worten, denn es liegt nicht
in meiner Macht, es zu ändern.
Ja, die Welt ist ein Irrenhaus- und wir sind mittendrin. Es
hat durchaus Methode, Chaos zu stiften. Insofern stellt sich
die Frage, wo anfangen beim Einmischen und Aufbegehren? Nun ja,
bei jeder sich passenden Gelegenheit an Ort und Stelle: Widerstand
leisten, hinterfragen, Ungereimtheiten aufdecken, unbequem sein,
Ämter und Behörden beschäftigen mit Widersprüchen,
mit Beschwerden, mit Petitionen, Alternativen und Verbündete
suchen, Abgrenzen (bis hierher und nicht weiter), der Wahrheit
auf den Grund gehen, sich seinen eigenen Kosmos schaffen.
Das erfordert allerdings Mut, Ausdauer, gute Nerven Aber
ein kleiner Erfolg kann auch zu größeren Taten beflügeln!
Ich selbst "bewundere" Leute, die den Mumm hatten,
Obrigkeiten die Stirn zu bieten! Nehmen wir uns doch ein Beispiel!
Suchen wir uns doch wahre Vorbilder- tun es ihnen gleich- oder
schließen uns ihnen an!
Und damit herzliche Grüße aus Leipzig
Gabriele S.
09.11
Uhr Zweitens
Zumal doch nun auch die Portugal-Hilfe
beschlossen ist. Diese - wie du es nennen würdest - false
flag action, die nicht den Portugiesen, nicht Portugal, nicht
den Europäern, nicht Europa, nicht dem Euro hilft, sondern
nur den Banken und deren Einlegern und Aktionären, die ist
doch schon wieder ein klassisches Beispiel dafür, dass es
nichts gebracht hat, dass du dich seit Jahren über die Thematik
in ihrer ganzen schön-hässlichen Breite, Höhe
und Tiefe ereifert hast.
Nun gehörst du zu denen,
die den Reibach bezahlen müssen.
Hast du nicht selbst einmal
- sinngemäß - geschrieben:
"Die gegen den Strom
schwimmen, werden feststellen müssen, dass sie am Ende,
erschöpft und müde genau da ankommen, wo sich alle
anderen schon längst bestens eingerichtet haben." (zum
Originalzitat)
Die Menschen werden sich nie
ändern, was du forderst, findest du schon in den ältesten
schriftlichen Zeugnissen der Menschheit, da haben sich schon
viel größere Geister daran abgearbeitet. Die einen
hat man umgebracht, die anderen auf den Sockel gehoben, was aber
auf das Gleiche hinausläuft, denn über den Gräbern
und unter den Denkmälern wurde immer munter weiter ums goldene
Kalb getanzt.
Hast du nicht selbst
einmal - sinngemäß - geschrieben:
"Die gegen den Strom
schwimmen, werden feststellen müssen, dass sie am Ende,
erschöpft und müde genau da ankommen, wo sich alle
anderen schon längst bestens eingerichtet haben."
Ja, das hast du mal so ähnlich geschrieben. Und?
Hat sich das bestätigt?
Ich meine, dass du erschöpft und müde genau da angekommen
bist, wo sich alle anderen schon längst bestens eingerichtet
haben. Bist du genau dort an diesem Ort angekommen müde
und erschöpft?
Die Menschen werden
sich nie ändern, was du forderst, findest du schon in den
ältesten schriftlichen Zeugnissen der Menschheit, da haben
sich schon viel größere Geister daran abgearbeitet.
DIE Menschen an sich werden sich auch nicht ändern, doch
jeder von uns kann an sich selbst arbeiten. Und wenn das viele
Menschen tun, dann könnte es gut möglich sein, dass
sich langsam aber sicher was ändert.
... und daran willst ausgerecht
du was ändern?
Ja! Ja - im Sinne von: Werte leben und vorleben.
Ja - im Sinne von: aufstehen, wenn mir was seltsam vorkommt bzw.
wenn ich das Gefühl habe, dass mir da was nicht so recht
passt.
Ach geh! Du spinnst doch.
Findest du?
Weder du noch ich spinnt.
Herzliche Grüße nach Unterbernbach
Manuela E.
Hallo Herr Kreutzer,
ich meine, dass Ihre Arbeit und die der anderen ''Aufklärer''
viel zu
wichtig ist, als dass Sie sich von einer momentanen Enttäuschung
niederreissen lassen sollten.
Wie sollen denn Menschen wie ich einer bin Informationen aufschnappen
und
nach draussen tragen. Ich habe kein Talent zum Schreiben oder
zum
Aufspüren, habe aber Talent zum Lesen und Erinnern (Denken)
und
Weitertragen (Mundpropaganda). Nach meiner jetzt 30jährigen
Erfahrung
dieses ''Tun''s kann ich behaupten dass bis jetzt alles dabei
war,
auslachen, ignorieren und und - aber auch Interesse, grosses
Interesse.
Mittlerweile habe ich mich mit dem Leben einer ''Litfass-Säule''
arrangiert
(ein lieber Zeitgenosse nannte mich mal so). Früher waren
es Büchereien,
heute hauptsächlich das Internet, aus dem ich mir meine
Informationen hole
und da ich ein kommunikativer Mensch bin, treffe ich auch immer
wieder mal
auf fremde Menschen und während eines Gespräches kann
man das eine oder
andere Thema angehen.
Also, bitte bedenken Sie auch, dass es solche Menschen wie
mich auch gibt,
die das im Kleinen publik machen, was ihr im Grossen auf euren
Internetseiten schreibt. Meine Oma hat immer gesagt ''Kleinvieh
macht auch
Mist'' - also - es wäre super - wenn auch weiterhin ''Mist''
gemacht
wird :-)
Liebe Grüße aus Böblingen
Bruni M.
Hallo Herr Kreutzer,
obwohl ich glaube, dass die Frage nicht ganz ernst gemeint ist,
möchte ich Ihnen die Antwort geben, dass ich mich tatsächlich
so eingerichtet habe, dass mich die Welt um mich herum möglichst
nichts mehr angeht. Na gut, um alles und an jedem komme ich nicht
drumherum, das geht leider nicht, ich bin ja (noch) kein Einsiedler,
aber von den Irrungen und Wirrungen unserer menschlichen Gesellschaft
bekomme ich nur noch am Rande mit. Ich lese in der Zeitung höchstens
noch die Überschriften, schaue kein Fernsehen mehr und auch
das Radio bleibt aus. Guttenberg, Fukushima, Ägypten, Tunesien,
Libyen, Syrien, Maschmeyer, Ethikkommission, ermordete Terroristen
und Borussia Dortmund können mir gestohlen bleiben - sie
interessieren mich höchstens noch am Rande.
Klar, manchmal klopft es doch noch an meine Tür und jemand
will was, ich lebe schließlich noch auf diesem Planeten
und beanspruche zwangsläufig einen Teil desselben, da sind
kleinere Berührungen unvermeidlich, aber sonst? Nachdem
ich mich intensiv mit der Philosophie von Schopenhauer und Aristoteles
beschäftigt hatte, wurde mir bewusst, was ich irgendwie
schon immer geahnt hatte - das Leben beinhaltet grundsätzlich
keinerlei Anspruch auf Glück und Zufriedenheit. Glück
und Zufriedenheit als visionärer Zustand in einer wie auch
immer gearteten Zukunft sind nur Schimären, nicht greifbar
und nur in unseren Vorstellungen vorhanden. Unheil und Übel
sind jedoch real und man läuft ständig Gefahr, ihnen
zu begegnen. Deshalb muss die Maxime für ein gutes Leben
sein, alles dafür zu tun, Unheil und Übel von sich
und seinen Liebsten fernzuhalten. Wenn einem dies gelingt, hat
man für sein Leben das Höchste erreicht. Dieses Höchste
erreichen zu wollen, indem man seine Mitmenschen zu bestimmten
Einsichten bringt und sich daraus eine bessere Gesellschaft entwickelt,
ist absolut unmöglich und man sollte besser die Finger davon
lassen.
Der Mensch ist nämlich nicht grundsätzlich gut und
alle Übel dieser Welt entstehen nicht dadurch, dass wir
unser Zusammenleben falsch gestaltet haben, sondern es liegt
im Menschen selbst, in jedem von uns. Und der Mensch lässt
sich nunmal nicht ändern, weil er sich gar nicht ändern
will. Jeder Mensch (vielleicht von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen)
ist von Natur aus ein radikaler Egoist, der ohne Rücksicht
auf Verluste (bei anderen) durch die Welt zieht und auf seiner
vergeblichen Suche nach Glück und Zufriedenheit (siehe oben)
nach Bedarf so ziemlich alles kaputtschlägt, was ihm dabei
in die Quere kommt. Deswegen ist die Welt so, wie sie ist.
Und ich werde daran garantiert nichts ändern können.
Was habe ich also von der ganzen Aufklärerei gehabt?
Eine ganze Menge.
Ich werde mich nicht von anderen vor deren Karren spannen lassen,
um bei irgendeiner Schweinerei mitzumachen, nur weil ich die
Zusammenhänge und Hintergründe nicht verstehe. Einer
weniger, der mitmacht.
Ich werde meinem Kind diese Zusammenhänge erklären,
in der Hoffnung, dass es in seinem Leben Unheil und Übel
von sich fernhalten kann. Und ebenfalls nicht mitmacht.
Wenn man das hoffnungslose Ganze sieht, verliert man sehr schnell
den Glauben daran, dass sich im Laufe der Menscheitsgeschichte
noch irgendetwas zum besseren ändern könnte. Halten
wir also soviel Unheil und Übel von uns fern, wie wir nur
können. Wissen hilft dabei.
Mit freundlichen Grüßen
Stefan Töns
später: Drittens
und was hat wohl Gert Flegelskamp
davon, dass er sich immer noch so weit aus dem Fenster lehnt?
(Und ich verrate kein Geheimnis,
wenn ich gestehe, dass mir gefällt, was es da zu lesen gibt.)
Das Originalzitat
aus
"Wolf's wahnwitzige Wirtschaftslehre Band II - Globale Konzepte":
Sobald
sich das allgemeine Handeln an einer Lehrmeinung ausgerichtet
hat, und sei sie auch noch so kurzsichtig oder fragwürdig,
kann sich
dem Zug der Lemminge niemand mehr ernsthaft entgegenstemmen.
Wer gegen
einen starken Strom schwimmt,
wird am Ende feststellen, dass er mit unsinnig hohem Energieeinsatz
als Letzter dort angekommen ist, wo alle anderen auch sind.
Eine Spezialeinheit der US-amerikanischen
Streitkräfte hat Osama bin Laden in der Nähe von Islamabad
erschossen. Vor dem Weißen Haus brandet Jubel auf.
Die Freude, einen Menschen
getötet, sich final gerächt zu haben, durchbricht auch
in diesem Fall wieder einmal mühelos die dünne Tünche
der Zivilisation.
Am 22. März 2004 schrieb ich in einem sehr grundsätzlichen
Aufsatz über Krieg und Terror abschließend:
Auch die Beendigung des Al-Quaida-Terrors
wird möglich sein.
Um ahnen zu können, was dazu zu tun
ist, könnte es nützlich sein, die Ziele der Terroristen
zu kennen. Womöglich handelt es sich um durchaus erfüllbare
Ziele - unerfüllbare, so glaube ich, hätte man uns
längst zur Kenntnis gegeben.
Da wir aber über Sinn und Zweck, Absichten
und Hintergründe jenes traumatischen 11. September im Unklaren
gelassen werden, wird das Ende des Al-Quaida-Terrors wohl erst
kommen, wenn die Ziele dieses "we must fight the terror
and the terrorism" erreicht sind.
Die Forschung nach Gründen, Ursachen,
Zielen und Anlässen des sogenannten Anti-Terror-Krieges
kann in folgenden Ergebnissen zusammengefasst werden:
Art: zum
Angriffskrieg mutierte, siegreiche Verteidigung
Ursachen:
Überfluss, vielleicht auch Dummheit
Anlass:
11.9.2001
Gründe:
Verbreitung der rechten Lehre (demokratischer Kapitalismus),
Prävention (Vernichtung der Massenvernichtungswaffen), Befreiung
der Unterdrückten
(Saddam muss weg)
Ziele: Beute
und Tribut (Ölversorgung - Markt für Coca-Cola &
Co.), geostrategische Position verbessern, (zusätzlicher,
zentraler Stützpunkt), Weltherrschaft?
Die Ziele sind, bis auf die Weltherrschaft,
erreicht. Eigentlich existiert kein Grund mehr, unter gewissenhafter
Abwägung aller Risiken und Chancen, aller Kosten und allen
Nutzens, diesen Krieg gegen den Terrorismus fortzusetzen.
Die Zahl der durch die Kriegsführung
zusätzlich in Kauf genommenen Opfer (der Krieg soll ja weitergehen,
ein Schurkenstaat nach dem anderen soll an die Reihe kommen)
überschreitet die Zahl der bisherigen und zukünftig
absehbaren Terroropfer bei weitem, die Einschnitte in die Freiheitsrechte
der Bürger erreichen bald stalinistische Ausmaße,
aber noch immer weiß niemand, welche Ziele die Terroristen
eigentlich verfolgen, und welche Zugeständnisse sie eventuell
fordern.
Sollte man Osama nicht einfach 'mal
zum Tee einladen und vernünftig darüber reden?
Nun, die Einladung zum Tee
erübrigt sich seit heute.
Aber der Beendigung des Al-Quaida-Terrors
sind wir wohl nicht näher gekommen. Schließlich mischt
sich in den Jubel schon wieder die Angst vor der Rache und, mit
der Angst verbunden, der Ruf nach mehr ...
Das Familienministerium, auch
zuständig für Senioren, hat einen Wettbewerb ausgeschrieben.
Unter der Fragestellung: "Was heißt schon alt?",
können dort Fotos und Videos zur Thematik eingereicht werden.
Mit Freude habe ich feststellen
können, dass die (Ehrenbezeichnung!) "Älteste
Autorin des EWK-Verlags", Lilian Klawitter-Wilkosinski,
sich mit einem Videobeitrag beteiligt hat.
Wer ist Lilian Klawitter-Wilkosinski?
Dazu findet
sich auf der Rückseite ihres zweiten Buches, "Krankenhausgeschichten",
folgender Text:
Die Autorin dieser liebevoll erzählten,
kurzen und heiteren Geschichten,
stammt aus einer musisch begabten Familie in Westfalen. Eine
schwere Krankheit überschattete ihre Kindheit und Jugend
und nahm ihr die Möglichkeit, ihren Wunschtraum zu erfüllen
und Opernsängerin zu werden.
Nach der Trennung von ihrem ersten
Ehemann verdiente sie den Lebens-
unterhalt für sich und ihre Tochter als Sekretärin
in einem Krankenhaus.
Damals begann sie, zahlreiche Kurzgeschichten zu schreiben, die
in
Tageszeitungen im Ruhrgebiet veröffentlicht wurden.
Mit ihrem zweiten Ehemann, der aus
Polen stammt, gründete sie das Folklore-Duo Lilian
und Josef und trug viele Jahre lang in Deutschland und
dem benachbarten Ausland deutsche und osteuropäische Lieder,
auch in eigener Nachdichtung vor. Ein Liederbuch und mehrere
Langspiel-Platten wurden herausgebracht.
Der Tourneen müde geworden,
hat sie mit ihrem Ehemann in Polen eine Minipension errichtet
und in ihrer Freizeit wieder mit dem Schreiben begonnen. 2008
erschien ihr erstes Buch, eine Sammlung heiterer Kurzgeschichten
mit dem Titel: "Ich bin nicht ganz normal"
Sie suchen hier nach der Alternative, nach der Ablenkung, nach
dem Interessanten ...
Ja, da darf ich mal ganz schadenfroh
daran erinnern:
Wer
zu spät kommt, den bestraft das Leben.
Ich kann Ihnen zwar als echte
Alternative zum Hochzeitsrummel viele schöne, gute Bücher
empfehlen - aber die hätten Sie sich vorausschauend bestellen
müssen. Vor Montag kommt jetzt nichts mehr bei Ihnen an.
Der schwache Trost: Sie können
ja trotzdem ein bisschen im Verlagsprogramm stöbern. Die
jüngeren Titel finden Sie auf dieser Seite
- und per Klick auf das Cover
kommen Sie zur ausführlichen Buchvorstellung und zur passenden
Leseprobe. Von da aus zum Shop zu gelangen und ein Buch zu bestellen
ist nicht so ganz einfach. Da muss man schon einen eisernen Willen
mitbringen und sich durchbeißen, denn hier funktioniert
nichts so einfach, wie bei Amazon.
Nur der Rücktritt von
einer Bestellung, der ist bei uns einfacher.
Sie zahlen einfach nicht. Das
war's.
(Dann liefern wir allerdings
auch nicht ;-)), denn wir bestehen auf Vorkasse)
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anzeigen: Sie können die eingebettete Seite über den
folgenden Verweis aufrufen: SELFHTML
28.04.2011
15.15 Uhr Noch einmal: dezentrale
Energiegewinnung und -speicherung
Der heutige Paukenschlag ist
die Fortsetzung des Aufrufs zur Ideensammlung für die dezentrale
Energieversorgung und -speicherung. Es wäre schön,
wenn auch Sie in den nächsten Tagen dazu beitragen, diese
Ideensammlung zu bereichern.
Ende 2007 / Anfang 2008 war
er schon einmal da, der Warnschuss-Arrest, damals noch von Roland
Koch vehement gefordert, um gefährliche Jugendliche (damals
mit Betonung auf ausländische Jugendliche) mal eben
schnell zur Beruhigung der vorher medial massiv verunsicherten
braven Bürger wegsperren zu können. Im Aufsatz "Der
Bürgerkriech" habe ich dem Warnschuss-Arrest damals
folgenden Abschnitt gewidmet:
Die gefährlichen Fremden - diesmal in Gestalt jugendlicher
ausländischer Straftäter
Stimmt, das hatten wir schon. Aber wir waren noch nicht
bei den Erziehungs-Camps, noch nicht beim Warnschuss-Arrest.
Ganz genau so wie beim Themenkreis Kindesmisshandlung sind
urplötzlich die gefährlichen jugendlichen und noch
dazu ausländischen Straftäter in aller Munde - und,
kaum hat man das grelle Licht der öffentlichen Meinung dorthin
gelenkt, wird auch schon die Abhilfe in hektischer Hetze übers
Knie gebrochen. Schärfere, härtere Strafen, Warnschuss-Arrest
(droht beim nächsten Mal dann der finale Todesschuss-Knast?)
dazu noch nicht näher beschriebene Erziehungscamps und Besserungslager
sollen den Jugendlichen helfen, sich beim Bürgerkriech bestmöglich
einzugliedern. Und wer dagegen ist, der wird flugs als Neosozialist
beschimpft und selbst als Gefahr für das Land bezeichnet.
Dass die Antwort der SPD darauf so ausgefallen ist, wie
sie ausgefallen ist, nämlich insoweit zustimmend, dass man
die bestehenden Gesetze nur ausschöpfen und schneller urteilen
müsse, man sich ansonsten aber nicht in diese Diskussion
hineinziehen lassen will, macht mich betroffen. Es scheint mir
nicht gerade ein Zeichen von Mut, einer Diskussion, die aus wahltaktischen
Gründen mit fadenscheinigen populistischen Argumenten losgetreten
wurde, aus ebenfalls wahltaktischen Gründen auszuweichen,
statt mit guten und besseren Argumenten gegen die unausgegorenen
Schnellschuss-Parolen anzutreten. Neben das Koch-Thema einfach
ungerührt das Mindestlohnthema zu stellen und zu glauben,
so könne die dringend notwendige Auseinandersetzung vermieden
werden und die Bürger würden das schon nicht merken,
gehört zu den absurden Beispielen dafür, wie tief wir
alle kriechen, wenn es nur opportun erscheint.
Alle ernsten Töne von Seiten derjenigen, die sich
tatsächlich mit dem Phänomen der Jugendkriminalität
auskennen, werden grob und hurtig in den Wind geschlagen.
Es ist Wahlkampf, heißt die Entschuldigung, mit
der das Wissen darum, dass Strafen nichts ändern, solange
nicht die Sümpfe der Ursachen trockengelegt werden, von
den Protagonisten des Rächerstaates hohnlachend übergangen
wird.
Und deren politische Gegner wenden dem Thema verschämt
den Rücken zu und erwärmen sich lieber am schon niedergebrannten
Feuerchen Mindestlohn, als sich in dieser wichtigen Diskussion
aus gutem Grunde zu erhitzen.
Darf denn ein Wahlkampf wirklich Grund genug dafür
sein, die letztlich doch sehr sinnvolle Unterscheidung zwischen
Jugend- und Erwachsenenstrafrecht aufzuheben oder - so wie es
sich anhört - sie von den Wirkungen her eher umzukehren?
Ich meine nein, nein und nochmals nein. Wir brauchen doch
erst klare Informationen über das, was wirklich geschieht,
Zahlen und Fakten, Tendenzen und Prognosen. Dann brauchen wir
eine neutrale, von keiner Ideologie beeinflusste Ursachenforschung
- und wenn die Ursachen auf dem Tisch liegen, sollten vernünftige
und besonnene Frauen und Männer entscheiden, was der Staat
tun kann, um die Ursachen zu beseitigen.
Stattdessen werden heute die jugendlichen ausländischen
Straftäter vom Wahlkämpfer Koch und seinen Hilfstruppen
nahezu unterschiedslos mit gleichem Abscheu und gleicher Härte
angegriffen, wie mordende Terroristen und Selbstmordattentäter.
Ja - es ist abscheulich, wenn ein Rentner nachts in der
U-Bahn brutal zusammengeschlagen wird, gar keine Frage - aber
wer jegliches Personal von den U-Bahnsteigen abgezogen hat, um
die Kosten des öffentlichen Nahverkehrs zu senken, wer daran
mitgewirkt hat, die Zahl der noch für den Schutz der Bürger
eingesetzten Polizeibeamten um viele Tausende zu senken, der
trägt auch ein Stück Mitschuld daran, dass die so geschaffenen
"Freiräume" immer wieder zum Missbrauch einladen.
Vor den Luxusläden in der Innenstadt fehlt es nicht
an Streifenpolizisten, die alles vertreiben, was bei der hochwohlgeborenen
Kundschaft Abscheu oder Ekel erregen könnte. Dort wird niemand
auf dem Bürgersteig zusammengeschlagen, in hundert Jahren
nicht - und falls doch, dann eher von Polizisten im Zuge der
Auflösung einer unerwünschten Demonstration, als von
jugendlichen ausländischen Straftätern...
Die sind dorthin vertrieben, wo es nicht lohnt, Polizei
so einzusetzen, dass sie tatsächlich dem Schutz der Bürger
dient - und da schlagen sie eben zu. Das hat bis vor vier Wochen
- von wenigen spektakulären Fällen mit rassistischem
Hintergrund abgesehen - niemanden interessiert.
Wird jetzt, aus dem Wahlkampf heraus, eine Verschärfung
des Jugendstrafrechts und des Jugendstrafvollzugs in die Welt
gesetzt, wie es die CDU ja bereits beschlossen hat, werden diese
voreiligen Maßnahmen nach dem Wahlkampf, der sie hervorgebracht
hat, nicht wieder verschwinden.
Es wird auch nicht mehr alleine um ausländische jugendliche
Straftäter gehen. Wir werden erleben, dass im so inbrünstig
beschworenen Law-and-Order-Staat das, was bislang als das Vorrecht
der Jugend galt, nämlich schneller und heftiger aufzubegehren,
als die schon Gebeugten und Gebrochenen, nicht mehr ausreicht,
um einen mildernden Umstand zu begründen.
Es sieht sehr so aus, als böten
die in diesem Jahr noch bevorstehenden Wahlkämpfe genügend
viele Projektionsflächen für Law-and-Order-Parolen,
aber nirgends einen Platz für vernünftiges, auf Problemlösung,
statt auf Stimmenfang gerichtetes Nachdenken.
11.45 Uhr SPD - von biblischen
Plagen heimgesucht ...
Thilo Sarrazin, das ist der
Name eines Mannes, noch viel mehr aber der Name einer Affäre,
die sich in einer so abstrusen Weise, bis hin zu einer Entschuldigung
von Parteimitgliedern für den Nichtausschluss des Mannes
aus der SPD entwickelte, dass das Theater an unfreiwilliger Komik
kaum noch zu überbieten ist.
Man kann gar nicht umhin,
sich vorzustellen, wie grandios das Gelingen dieser Affäre
von den dafür Verantwortlichen gefeiert würde, hätte
es sich um eine Inszenierung gehandelt. Ungefähr so:
Finstere Bösewichte wollen
der SPD schaden und entwickeln einen teuflischen Plan.
Eine rassistisch-faschistisch
angehauchte Schmähschrift, populistisch aufgemacht, mit
Schlagworten wie "Kopftuchmädchen" aufgepeppt
und gezielt auf Zustimmung bei den ganz Rechten hingetrimmt,
wird bei einem Schreiberling in Auftrag gegeben.
Das fertige Traktat wird einem
der schwächeren Glieder der SPD-Riege mit ausgeprägtem
Hang zur Selbstdarstellung und zum Geldverdienen zur Verwertung
angeboten. Er müsse nur seinen Namen dafür hergeben
und den Inhalt bei allfälligen Interviews und Talkshows
einigermaßen glaubhaft vertreten, die böse Absicht
jedoch in aller ihm eigenen Naivität bestreiten.
Das Buch wird bei einem renommierten
deutschen Verlag untergebracht, die BILD-Zeitung darf vorab daraus
veröffentlichen, alle Medien stürzen sich darauf und
leiern die Debatte an, die angeleiert werden sollte: Sind wir
für Zuwanderung, für Multikulti, für "Überfremdung"
oder wollen wir Deutschen unter uns bleiben?
Weil die aufgeworfene Frage
auch 60 Jahre nach der Gründung der Republik nicht beantwortet
ist, die Union aber eher der Reinerhaltung des Deutschtums das
Wort redet, während die SPD sich eher der Toleranz gegenüber
Migranten verpflichtet sieht, steckt die SPD in einer tiefen
Klemme:
Der eigene Parteigänger hat ausgesprochen, was weite Teile
der Parteimitglieder und noch weiterer Teile der Wählerschaft
- vor allem nach dem medialen Bombardement - für richtig,
oder doch zumindest für tendenziell richtig halten.
Schlüge sich die SPD
nun auf die Seite der von Sarrazin mobilisierten Wählermehrheit, könnte man sie sofort und ohne
jedes Zögern in die schlimme braune Ecke stellen, ihr jahrelange
Heuchelei und unglaublichen Populismus vorwerfen, weil sie ihre
hehren Ziele aufgibt, sobald der Wind aus einer anderen Richtung
weht. Das würde die SPD kräftig Stimmen kosten.
Zugleich könnte man sich selbst mit den Sarrazin'schen Ausführungen
beschäftigen und sie auf die eigenen "sachlicheren"
Standpunkte herunterbrechen, um dem Volk zu zeigen, dass man
selbst über das nötige "Augenmaß" verfügt,
um die Debatte sachlich und zum Wohle der Deutschen führen
zu können. Das würde der Union Stimmen bringen.
Schlüge sich die SPD
jedoch voll auf die Multi-Kulti-Seite, würde die ausländerfeindlichen Thesen,
für die in der Bevölkerung durch das Buch und noch
vielmehr durch die Berichterstattung über das Buch massiv
Stimmung gemacht wurde, energisch von sich weisen, dann könnte
man der SPD vorhalten, sie ginge nicht auf die wichtigen und
dringenden Fragen der Gegenwart ein, hielte krampfhaft fest an
ideologischen Grundsätzen, ohne sich mit der Lebenswirklichkeit
in Deutschland auseinander zu setzen. Das würde die SPD
massiv Stimmen kosten.
Zugleich könnte man sich selbst mit den Sarrazin'schen Ausführungen
beschäftigen und sie auf die eigenen "sachlicheren"
Standpunkte herunterbrechen, um dem Volk zu zeigen, dass man
selbst über das nötige "Augenmaß" verfügt,
um die Debatte sachlich und zum Wohle der Deutschen führen
zu können. Das würde der Union Stimmen bringen.
Schlüge sich die SPD
weder auf die eine, noch auf die andere Seite, sondern würde
nur zwischen beiden Standpunkten herumeiern, so könnte man der SPD Unentschlossenheit
und fehlende Problemlösungs-Bereitschaft, ja sogar Regierungsunfähigkeit
vorwerfen. Das würde die SPD kräftig Stimmen kosten.
Zugleich könnte man sich selbst mit den Sarrazin'schen Ausführungen
beschäftigen und sie auf die eigenen "sachlicheren"
Standpunkte herunterbrechen, um dem Volk zu zeigen, dass man
selbst über das nötige "Augenmaß" verfügt,
um die Debatte sachlich und zum Wohle der Deutschen führen
zu können. Das würde der Union Stimmen bringen.
Schlussendlich hat die SPD
auch wegen der Sarrazin-Affäre bei allen Landtagswahlen
weniger Stimmen eingefahren als ihr möglich gewesen wäre.
Die Partei hat sich an der Affäre aufgearbeitet, statt sich
dem eigentlichen politischen Gegner und den wirklich drängenden
Fragen zuzuwenden. Sie hat sich sogar vom einzigen verbliebenen
potentiellen Koalitionspartner distanziert, wohl auch aus Sorge,
mit dem grünen Multi-Kulti-Kult infiziert oder identifiziert
zu werden.
Eine absolut gelungene
Inszenierung, wäre es denn eine gewesen.
Da es keine war, muss man annehmen, dass Herr Sarrazin die SPD
aus eigener Dummheit ganz alleine in den Sumpf geritten hat,
dass alle beteiligten Medien nur ihre Berichterstattungspflichten
wahrgenommen haben - und dass die SPD wirklich gut daran getan
hätte, auf dem Gipfel des Scherbenhaufens den Parteiausschluss
zu beschließen, damit sich der Elefant einen anderen Porzellanladen
suchen kann.
Die Entschuldigung einiger
SPDler für den nicht erfolgten Ausschluss ist daher taktisch
zwar auch falsch, aber immerhin verständlich.
Das BILD vom Ostersonntag (Die 1000-jährige
Eiche bei Gollingkreut, Umfang über 9m,
ist schon wieder jugendfrisch grün.)
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21. April 2011
14.30 Uhr Paukenschlag online
Kernkraftwerksaktionäre,
so lautet der Titel
des heutigen Paukenschlags, der sich mit den Eigentumsstrukturen
auf dem deutschen Strommarkt, mit der nicht genutzten Marktmacht
des letzen großen Energieunternehmens im Besitz der öffentlichen
Hand,
und mit der verdächtigen, ja geradezu zum Himmel stinkenden
Hektik befasst, mit der Deutschland jetzt mit neuen Hochspannungsleitungen
überzogen werden soll, deren Notwendigkeit zwar lauthals
beschworen, aber eben doch nur unterstellt wird.
Festgestellt ist sie nicht - kann sie vermutlich auch nicht werden,
denn ihr Hauptzweck ist der Erhalt des Oligopols durch die Beherrschung
von Erzeugung und Netz. Für dezentrale Erzeugung und Speicherung
ist in diesen Plänen kein Platz (womit wir wieder beim Paukenschlag
von letzter Woche wären, zu dem es nach Ostern eine Fortsetzung
und Fortführung der Ideenproduktion geben wird.)
Aber heute ist heute, Gründonnerstag,
ich wünsche Ihnen Frohe Ostern, und würde mich freuen,
wenn Sie vorher noch Zeit finden, für die Kernkraftwerksaktionäre.
11.00 Uhr Wirtschaftskriminalität
- Business Crime
Die Grenzen zwischen Legalität
und Kriminalität, zwischen verdientem Geschäftserfolg
und skrupelloser Abzockerei sind fließend, auf vielen Gebieten
noch nicht einmal erkundet. Hinter den Gepflogenheiten des "Ehrbaren
Kaufmanns", den kaum noch einmal jemand zu Gesicht bekommt,
breiten sich auf der Landkarte von Recht und Gesetz riesige weiße
Flecken einer immer noch unerforschten Terra incognito aus, bis
der Reisende bei den Fällen krassen Betrugs wieder die sicheren
Gestade des Strafgesetzbuches erreicht.
Diese weißen Flecken,
die Tummelplätze der Wirtschaftsverbrecher mit ihren weißen
Westen, zu kartografieren, für Volk und Volksvertreter in
den Parlamenten gleichermaßen erkennbar zu machen, ist
Ziel von Business Crime Control e.V., einem Verein, der
sich den Kampf gegen die Wirtschaftskriminalität in allen
ihren schon verbotenen und noch erlaubten Formen auf die Fahnen
geschrieben hat.
Als Mitglied von Business Crime
Control e.V. erlaube ich mir an dieser Stelle auf zwei Aktivitäten
des Vereins hinzuweisen:
Die BCC-Konferenz 2011
am Samstag, den 14. Mai 2011 in Frankfurt am Main
Programm und Anmeldemöglichkeit sind hier verlinkt: Einladung /
Programm / Anmeldung
Die "BIG", die
Zeitschrift von BCC e.V.
ist in ihrer jüngsten Ausgabe soeben erschienen. Gemeinsam
mit Prof. Dr. See habe ich für diese Ausgabe den Aufsatz:
"Über das deutsche Polit-Theater" geschrieben.
Das Heft kann über die Redaktionsadresse
zum Preis von 6 bestellt werden.
20. April 2011
10.00 Uhr Dollars haben
heißt, ein Problem haben
S&P droht mit der Herabstufung
des Dollars - und die Damen und Herren Märkte spielen die
Überraschten und richten schon wieder ein neues Chaos an,
der Sturz des Dollars, vermutlich auch auf den Sturz Obamas hin
inszeniert, steht auf dem Spielplan.
... und weil dies
ziemlich gleichzeitig alle begriffen haben, will den Dollar nun
niemand mehr.
Dass ein paar hochbezahlte
und mit großzügigen Pensionen ausgestattete Schlafmützen
in Deutschland weiter fleißig daran mitwirken, die gesamte
Infrastruktur, von der Kanalisation bis zur Autobahn, von der
Telekom über die Post bis zur Bahn, von den Wohnungen in
Dresden bis zu den Kliniken in Hamburg - alles reale, funktionierende,
nützliche Werte - gegen wertloses Papier, von dem die ganze
Welt überquillt, zu verschleudern, hilft zwar den Investoren,
also privaten Nutznießern, wenigstens Teile ihres Vermögens
durch Umwandlung in Sachwerte zu retten, den Niedergang des Dollars
wird das nicht aufhalten.
US-Schuldtitel, in welcher
Gestalt sie auch immer verbrieft und verkauft werden, haben es
in nächster Zukunft schwer, Interessenten zu finden. Die
Verletzlichkeit des Riesen ist deutlich geworden. Die Dollarreserven,
die vor allem in China und Japan gehalten werden, sind plötzlich
als das zu erkennen, was sie im Grunde schon immer waren: Uneinbringliche
Forderungen.
Und wenn auch der Handel mit
Dollars noch eine ganze Weile fortgesetzt werden wird, der Kurs
des Dollars wird im Verhältnis zum Euro, zum Yen, zum Rubel
und zum Renminbi Yuan immer weiter abstürzen. Dass der Absturz
noch langsam und gebremst vonstatten geht, hat viel damit zu
tun, dass sich immer noch viele eine Chance ausrechnen, sich
"schleichend" und mit kleinen Verlusten aus dem Dollar
verabschieden zu können - und dass Öl immer noch ganz
überwiegend gegen US$ verkauft wird. Beides wird sich ändern,
denn schon jetzt geht es nur noch darum, sich möglichst
geschickt vom "Schwarzen Peter" zu trennen.
Der US$ hat in den letzten
5 Jahren bereits ein Drittel seines Wertes gegenüber dem
Euro eingebüßt. Dollar-Gläubiger in aller Welt
haben in diesen 5 Jahren ein Drittel ihres in Dollar angelegten
Vermögens verloren. Eine nachhaltige Trendumkehr ist nicht
zu erwarten.Die Auslandsschulden der USA sind zwar bis heute
immer noch weiter gestiegen, doch mit den nicht mehr zu unterdrückenden
Informationen über das Ausmaß und die Entstehung der
Immobilienblase wird allmählich auch dem dümmsten Anleger
deutlich, dass es über dem Großen Teich eine ganze
Nation gibt, die in einem so spektakulären Maße über
ihre Verhältnisse gelebt hat, dass sie niemals in der Lage
sein wird, ihre Schulden zu tilgen - außer per Abwertung.
In Deutschland haben bisher
nur die Arbeiter und Angestellten dafür bezahlt, weil sie
der Industrie durch ihre verhältnismäßig niedrigen
Löhne auf vielen Gebieten ermöglichten, besonders günstige
Angebote vorzulegen. Unternehmer und Kapitalgeber haben - wie
die Bilanzen belegen - fürstlich daran verdient.Doch nun
wird es auch für das Kapital eng.Dollars haben, heißt
ein Problem haben.
Ein noch so schöner
Gewinn, der in einer Währung erwirtschaftet wird, die niemand
mehr haben will, ist kein Gewinn - sondern so eine Art monetärer
Sondermüll.
(Auszug aus dem Paukenschlag No. 33 /2007)
Das nenne ich Reaktionszeit!
Als Service, für diejenigen
Paukenschlagleser, die gerne noch einmal die Vorgeschichte nachvollziehen
möchten, hier eine Art historischer Abriss über die
wichtigsten Aufsätze der Vergangenheit zum Thema:
Vorläufer
3 /2007
Internationaler Wettbewerb
14 /2007
Einstürzende Luftschlösser
20 /2007
Lügenmärchen für Kinder, Enkel und die zukünftigen
Generationen
Im letzten Paukenschlag, in
dem es um Ideen zur Emanzipation von den großen Energiekonzernen
ging, habe ich die "Schönauer Stromrebellen" bereits
erwähnt und verlinkt.
Nun habe ich den Hinweis erhalten
(danke!), dass der Deutschlandfunk heute abend um 19.15 Uhr darüber
berichten wird. Für alle, die Hoffnung, Mut, Ideen und Anregungen
suchen, sicher eine gute Quelle.
Der STERN druckt die Analyse
des SPD-Mitglieds und Wirtschaftslobbyisten Dieter Spöri:
"Die SPD ist existenziell
gefährdet. Die Sozialdemokraten haben beim Thema Ökologie
die Führungsrolle an die Grünen verspielt. Will die
SPD nicht absacken, braucht sie: Wirtschaftskompetenz, Scholz
und Steinbrück."
Hoppla! Haben wir nicht genug
Wirtschaftskompetenz in der FDP, in der CSU, in der CDU, in den
Arbeitgeberverbänden, in der Bertelsmannstiftung? Wo man
hinschaut erstickt das Land in Wirtschaftskompetenz! Gewinnverherrlichung
und Wachstumswahn sind die Ergebnisse eines gnadenlosen Wettbewerbs
der Wirtschaftskompetenten in Politik und Wirtschaft.
Die SPD hat ihre Klientel verloren,
weil sie ihre Wähler an die neokonservative Wirtschaftskompetenz
verraten hat. Wer sich jetzt noch eine Änderung des Kurses
erhofft und seine Sinne beisammen hat, der wird die Grünen
vorziehen, weil die ihre Ziele - mit dem Vorrang der Ökologie
vor der Ökonomie - und ihre Wähler bisher nicht verraten
haben, wenn auch auf dem Weg durch die Instanzen so manche frische
Idee, so manches hohe Ziel vom Sachzwang abgeschliffen wurde.
Das kann man von der SPD nicht
sagen. Die SPD steht schon längst weit mehr für die
Pflege jenes Sandkastens, den die Globalisierer zum Standort
Deutschland gemacht haben, als für die Rechte der Arbeitnehmer,
für die soziale Absicherung der Abgehängten und Bedürftigen.
Die SPD ist in jeder Hinsicht bemüht, sich als "regierungsfähig"
zu erweisen, also alles das mitzutragen, was den Interessen der
in Deutschland operierenden Konzerne und Kapitalanleger dient,
einschließlich der Verteidigung dieser Interessen am Hindukusch,
denn nur solches Verhalten bekommt in diesem unserem Lande den
Freibank-Stempel "bedenkenlos regierungsfähig".
Wer das will, kann gleich schwarz
wählen.
Wer es nicht will, und seine fünf Sinne beisammen hat, wird
kein belastbares Argument finden, deswegen SPD zu wählen.
Das ist die Suppe, die Schröder, Müntefering und Clement
der SPD eingebrockt haben.
Die SPD-Rechten möchten,
dass die Basis und die Wähler diese Suppe bis zur bitteren
Neige auslöffeln, den Wandel der SPD zur reinen Wirtschaftsoptimierungspartei
also zu Ende führen, um entweder als Konkurrenz zur FDP
neu zu erstehen, oder an schleichender Vergiftung zu verenden.
Gabriel kann sich nicht entscheiden,
auslöffeln mag er nicht, davor hat er Angst, und wegschütten
mag er sie auch nicht, davor hat er genausoviel Angst. Also rührt
er verlegen darin herum. Einmal linksrum, einmal rechtsrum.
Dass Herr Spöri das Dilemma
der SPD einzig auf die fehlende ökologische Kompetenz der
Partei abwälzen will, ist ein lächerlicher Versuch,
das eigentliche Problem zu vertuschen. Ökologisches Profil
haben die Grünen und wer das will, wählt Grün.
Wer die grünen Visionen ein wenig bremsen will, der wählt
die SPD dazu, mit der Erststimme, aber kaum jemand, dem wirklich
am ökologischen Umbau gelegen ist, hat dafür jemals
die SPD alleine gewählt.
Da wundert es nicht, dass er
dann in einer vollkommen überflüssigen "Endsieg-Phrase"
fordert, die SPD müssse
"... den grünen
Führungsanspruch, der ihr die Rolle des Juniorpartners zuweist,
brechen."
Muss man einen potentiellen
Koalitionspartner wirklich "brechen"? Oder sollte man
besser auf ihn zugehen, sich abstimmen und versuchen, auf leicht
abweichenden Wegen gleichzeitig ans gemeinsame Ziel zu kommen?
Wem hilft diese Feindbildrhetorik?
Dass Spöri am Ende seiner
Ausführungen auch noch auf die Idee kommt, die SPD müsse
ihre Kernkompetenzen stärker ausspielen und dabei ausgerechnet
vorschlägt:
"Beim zentralen Thema,
der Verbindung von Ökonomie und sozialer Gerechtigkeit,
könnte die SPD viel stärker als bisher das Ansehen
von Olaf Scholz und Peer Steinbrück nutzen. Ein besseres
Team, das aufzeigen kann, wie der Turbokapitalismus zu bändigen
wäre, hat keine andere Partei zu bieten."
ist meines Erachtens der falsche
Rat. Scholz hat als Arbeitsminister, Steinbrück als Finanzminister
kräftig an der Demontage des Sozialstaats mitgearbeitet.
Sie gehören zu jener Riege von Politikern, die dem Turbokapitalismus
in Deutschland den Weg erst freigemacht haben. Darin eine glückliche
Verbindung von Ökonomie und sozialer Gerechtigkeit zu erkennen,
kann man Herrn Hundt oder Herrn Ackermann, Herrn Piech und Frau
Klatten nicht verdenken, ein SPD-Politiker der sich da einreiht,
erscheint mir nur noch peinlich.
Die BILD berichtet jüngst
über eine Telefon-Abzockmasche. Da tappt schon mal jemand
rein.
Besser getarnt sind die
meisten Internet-Abo-Abzockfallen.
Da ruft einen niemand an, den man nicht kennt, und fragt einen
aus - da ist man selber, freiwillig, über eine ganz seriöse
Suchmaschine hingekommen. Ein kostenloses Angebot lockt, man
registriert sich - und schon flattern Rechnungen und Mahnungen
ins Haus.
Wie das läuft, welche
Typen dahinterstecken, wie man sich schützen kann und was
hilft, wenn man schon der Falle sitzt, hat Andreas Sterntal -
nachdem er selbst einem Abzocker in die Falle gegangen war, gründlich
und mit großem persönlichen Einsatz recherchiert und
erfolgreich vorgemacht. Seine gesammelte Erfahrung hat er in
eine spannende Romanhandlung verpackt, in der auch die Charaktere
und die "Denke" der Abzocker entlarvt werden.
10.15 Uhr Super - die Ideenproduktion
ist angelaufen. Die Frage nach den Möglichkeiten
dezentraler Energiespeicher als Alternative
zu großtechnischen Lösungen,
endlosen neuen Stromtrassen
und
zur Beibehaltung des Quasi-Monopols
der vier Großkonzerne
hat schon innerhalb der ersten 20 Stunden eine ganze Reihe positiver
Reaktionen, wertvoller Hinweise und weiterführender Ideen
erbracht.
Ich freue mich, dass damit eine "Nichtnukleare-Kettenreaktion"
in Gang gesetzt worden ist, und hoffe, dass sie so lange in Gang
bleibt, bis die Lösung gefunden ist.
Es gibt jede Menge neu eingebrachter Stichworte und Lösungsansätze,
die schon jetzt vergessen lassen, dass die Idee des Mini-Pumpspeicher-Kraftwerks
bei Anwendung der passenden physikalischen Gesetze einiges von
ihrem Charme verliert. Einerseits ist nämlich der Wirkungsgrad
der betrachteten Tauchpumpe miserabel, andererseits ist die kinetische
Energie in 10.000 Litern Wasser, die auf Dachbodenhöhe gepumpt
werden und wieder in den Keller rauschen sollen, doch deutlich
kleiner, als angenommen.
Doch das ist kein Grund, mit dem Nachdenken aufzuhören.
Im Gegenteil: Es ist eine Erkenntnis, die hilft, die Gedanken
auf immer konkretere Problemstellungen zu lenken.
Was
wir hier machen, ist immer noch so eine Art Brainstorming.
Die Idee des einen Mitdenkers löst beim nächsten eine
neue Assoziation aus, die wiederum vom übernächsten
aufgegriffen und mit vorhandenem Wissen und Erfahrungen verknüpft
werden kann, bis plötzlich, wie aus dem Nichts, ein gangbarer
Weg auftaucht.
Ich habe hier die bisher eingegangenen Reaktionen an den Paukenschlag
angehängt, und bitte Sie, doch einfach da noch mal drüberzulesen
und vielleicht am Wochenende in einer stillen Stunde einfach
noch einmal selbst ein Stück weit nachzudenken - um dann
IHRE Idee einzubringen, IHR Fachwissen zur Verfügung zu
stellen. Gerne auch in der Konkretisierung der schon vorgetragenen
Ansätze.
Die Selbstähnlichkeit
der Erscheinungen der Realität ist so groß, dass der
winzige Ausschnitt, den der Einzelne davon wahrzunehmen in der
Lage ist, vollkommen ausreicht, um sich ein brauchbares Bild
des Ganzen zu machen - so man nur will.
Die hier eingestellten Meldungen werden
von 1&1 zur Verfügung gestellt
Auswahl und Update erfolgen automatisch
Alle Kommentare geben die Meinung des
Verfassers wieder