Paukenschlag
am Donnerstag
No. 8 /2013
21. Februar 2013


Kommentare zum Zeitgeschehen
von Egon W. Kreutzer

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Im Rattenlabyrinth

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Im Rattenlabyrinth
 
Der Wunsch, herauszufinden, wie Tiere funktionieren, was sie können, wie schnell sie lernen, hat unter anderem zur Entwicklung so genannter "Labyrinthe" geführt. Versuchsanordnungen unterschiedlichster Art, bei denen ein Tier, oft eine Ratte, von einem Startpunkt aus, eine ganze Reihe von mehr oder minder schwierigen Hindernissen zu überwinden hat, auch solche, die in dem Tier äußerst unangenehme Empfindungen auslösen, um festzustellen, wie schnell und fehlerfrei das Tier es lernt, den vorgegebenen Gang zu gehen, um am Ende an die "Belohnungstaste" zu gelangen, deren Betätigung zumeist ein Bröckchen Futter freigibt.
 
Nun kann man das einerseits als Forschung verstehen, um das Verhalten von Ratten besser kennenzulernen, man kann es aber auch als Forschung verstehen, um die Möglichkeiten, Ratten in gewünschter Weise zu gewünschtem Verhalten zu "manipulieren" herauszufinden.
 
Verhaltensforschung, ob nun beim Tier oder beim Menschen, ist immer ein zweischneidiges Schwert. Mit dem Erkenntnisgewinn werden stets auch "Nutzungsmöglichkeiten" entdeckt, wie Artgenossen des Untersuchungsobjektes mit geringstmöglichem Aufwand dazu bewegt werden können, letztlich gegen ihre natürlichen Anlagen, gegen ihre eigentliche Motivation, ja sogar unter Unterdrückung des Schmerzempfindens und unter Verdrängung des Strebens nach Glück, zielgenau und Schritt für Schritt und in höchstem Tempo ein erwünschtes Verhalten zu zeigen.
 
Die wichtigste Voraussetzung dafür liegt allerdings nicht in der Intelligenz der Forscher, auch nicht in der Intelligenz der Versuchsobjekte, sondern einzig in der Versuchsanordnung, in der die Ratte ausweglos gefangen ist.
 
Der Käfig, das hermetisch geschlossene Labyrinth, aus dem es keinen Ausweg gibt, sondern nur und einzig die "Belohnungstaste". So werden Ratten im Grunde gar nicht untersucht und erforscht, sondern lediglich dressiert.
 
Dressiert in einer Situation der totalen Isolation. Eingesperrt in einen Kerker, in dem es nur noch um das nackte Überleben geht. Das nackte Überleben, das einzig davon abhängig ist, unter Unterdrückung aller natürlichen Bedürfnisse, aller Ängste und Schmerzen dahin zu gelangen, wo ein kleines Häppchen Futter das Überleben bis zum nächsten Versuch ermöglicht.
 
Und dieses Häppchen kann sich die Ratte auch nicht aussuchen. Was da nach erfolgreicher Betätigung der Belohnungstaste erscheint, liegt wiederum vollkommen in der Hand des "Forschers". Und ich könnte mir vorstellen, dass da, wenn der Versuch zur Zufriedenheit des Forschers abgeschlossen ist, die Ratte so gut dressiert ist, dass sie für einen anderen Versuch gar nicht mehr brauchbar ist, eben auch mal ein Körnchen Giftweizen zum Vorschein kommt. Guten Appetit.
 
Die Laborhilfe, Praktikantin ohne Entlohnung, von der Arge zugewiesen, wird die Entsorgung übernehmen. Mit der Zeit wird sie schon abstumpfen. Schließlich hat sie gelernt, dass sie tote Ratten in die Biomülltonne zu stopfen hat, wenn sie am Monatsende das Häppchen Geld auf dem Konto finden will, das ihr mit Hängen und Würgen das nackte Überleben sichert.
 
Und irgendwann ist sie überzeugt, dass sie vom Wegwerfen von Ratten lebt, ohne sich bewusst zu machen, dass sie selbst nicht mehr ist als ein Versuchstier. Chancenlos eingesperrt in ein ausgeklügelt ersonnenes Labyrinth, erlebt sie ihre Welt wie Rilkes Panther: "... als ob es tausend Stäbe gäbe, und hinter tausend Stäben keine Welt ..."
 
Als ich heute Morgen einen Bericht über die bevorstehenden Wahlen in Italien las, war da plötzlich dieses Bild vom Rattenlabyrinth in meinem Kopf - und die wahlberechtigten Italiener erschienen mir als ein "Versuchsvolk".
 
Ein Versuchsvolk, eingesperrt in den Käfig EU, vor der Aufgabe stehend, die richtige Taste zu drücken.
 
Das Labyrinth ist vollgestopft mit schreckenerregenden Bildern. In der Eingangskammer, von der nur zwei Wege abzweigen, droht unmittelbar die Krise, Hunger, Not, Arbeitslosigkeit, Geldwertverlust, Steuererhöhungen und das Dach des Käfigs EU droht ins Wanken zu geraten und die Italiener und alle ihre Freunde von Lettland bis Portugal zu zermalmen.
 
Denn: "... die Parlamentswahl in Italien könnte massive Turbulenzen auslösen.", zitiert die fr-online einen anonym bleibenden Experten. Vielleicht hat sich das der zuständige Redakteur aber auch nur aus den Fingern gesogen - und ist vielleicht selbst der "Experte".
 
Also müssen sie eine der beiden Türen durchschreiten, die italienischen Wähler. Eine schrecklicher als die andere.
 
Die beiden deutschen Orakel, Martin Schulz, der Präsident des Polit-Eunuchenparlaments in Brüssel, warnt die italienischen Versuchsobjekte eindringlich davor, durch jene Tür zu gehen, hinter der Berlusconi Bunga-Bunga für alle verspricht ("Silvio Berlusconi hat Italien schon mal durch unverantwortliches Regierungshandeln und persönliche Eskapaden ins Trudeln gebracht“),
 
und die von vielen als EU- und Euro-Domina angesehene Angela Merkel schweigt wie die Sphinx zu den Worten Mario Montis, der wohl gesagt hat: „Merkel fürchtet die Konsolidierung der Parteien der Linken, besonders in einem Wahljahr für sie“, und ihr damit unterstellt, sie wünsche sich insgeheim Berlusconi als Wahlsieger.
 
Das wird nicht ohne Folgen bleiben. Wenn die stärkste Frau Europas (nicht zu verwechseln mit Pippi Langstrumpf, die ist das stärkste Mädchen der Welt und ihr Vater ist ein Negerkönig) offenbar für Berlusconi ist, dann kann es doch nur gut sein, sich hinter sie und Berlusconi zu scharen.
 
Doch wenn mit Berlusconi der Himmel über Italien einstürzt, dann ist es vielleicht doch besser, weiter Mario Monti die Treue zu halten.
 
Wie werden sich die schlauen Italiener nun entscheiden, welche Tür werden sie nehmen, wenn der Versuch am Wochenende gestartet wird?
 
Da kommt dann wieder ein Experte mit zielführenden Hinweisen ins Spiel. Diesmal heißt er Professor Lüder Gerken, und der warnt vor massiven Turbulenzen auf den Finanzmärkten, falls keine regierungsfähige Mehrheit zustande kommt.
 
Da ist es völlig egal, dass die Mehrheit der Italiener vom Auf und Ab an den Spieltischen der Währungszocker keinen Cent gewinnen kann, und es ist völlig egal, dass die Mehrheit der Italiener, zusammen mit der Mehrheit der Europäer am Ende als Verlierer dastehen und den Gewinn der Gewinner aufzubringen haben wird, obwohl sie gar keine Chance hatten, mitzuspielen. Es genügt offenbar die Warnung vor Turbulenzen im Käfig, um die Entscheidung für eine Tür zu erzwingen.
 
Und dann geht er noch ein Schrittchen weiter, der Herr Professor. Ganz erhebliche Verwerfungen in der Euro-Zone seien zu erwarten, wenn Italien sich Reformen verweigert.
 
Nun, die meisten Italiener haben inzwischen erkannt, dass mit Reformen so was gemeint ist, wie die beschleunigte Umverteilung von unten nach oben, wie massive Privatisierungen, Lohnkürzungen, Entlassungen, Rentenkürzungen, Preiserhöhungen, Altersarmut, Verfall der öffentlichen Infrastruktur, Eindampfen der medizinischen Versorgung - und das alles wollen sie nicht. Daher wollen sie auch Monti nicht, also wird das noch größere Gespenst an die Wand gemalt, nämlich die Verwerfungen in der Euro-Zone, gar das Auseinanderbrechen Europas. Ob sie wohl schlau genug sind, zu erkennen, dass ihnen Prof. Gerken damit eigentlich nur sagt, dass der Käfig zerbrechen wird, dass sie frei sein werden, wenn sie sich gegen Reformen aussprechen?
    Man muss sich das vorstellen: Noch vor wenigen Jahren war eine Parlamentswahl in Italien etwas, das die Italiener sich selbst eingebrockt haben und weder einen Deutschen noch einen Franzosen oder Dänen mehr berührte, als der berühmte Sack Reis, der in China umfällt.
     
    Nun ist eine Parlamentswahl in Italien plötzlich schicksalhaft für 500 Millionen Europäer!!!
     
    Hat die EU wirklich mehr Sprengstoff im Gebälk als in den Türmen des WTC erforderlich war, um sie zum Einsturz zu bringen?
     
     
    Das alleine ist ein Argument, das ausreichen sollte, um die EU sofort und rückstandsfrei wieder in die alten Nationalstaaten aufzulösen. Italien, als Selbstmordattentäter, der alle umliegenden Länder mit in den Tod reißt ...
    Kann das gewollt sein? Ist das nicht Irrsinn?

 

 
Doch genau das wollen die Käfigbauer vermeiden. Also wird vor der Freiheit gewarnt, also wird die Aussicht auf Armut und Not verbrämt mit der Botschaft, hinter Armut und Not sei die Belohnungstaste verborgen, das Paradies (und da sind wir schon wieder am Anfang aller Manipulation: Nur das noch - - dann bist Du selig!).
 
Und dann fügt er in raffinierter Weise hinzu:
 
„Italien hat noch gar nicht richtig erkannt,
wie dringend Reformen notwendig sind.“
 
Und sagt damit den Italienern, dass sie blöde seien, dass er sie aber noch für lernfähig hält, und dass sie belohnt würden, wenn sie sich auf die "dringend notwendigen Reformen" einließen. Das ist infam. Denn auch Prof. Gerken weiß, dass die Reformen, die er einfordert, nicht den Italienern nützen, die am Wochenende zu wählen haben, sondern ausschließlich einem Klüngel von Spekulanten und Zockern, die ihr Billionenspiel EU/Euro weiterspielen wollen, bis ihnen Europa ganz und gar gehört.
 
Den sonderbaren und merk-würdigen Artikel der Frankfurter Rundschau online finden Sie hier:
 

 Merkel wünscht sich keinen Mitte-Links-Sieg
 
Und während die Italiener in ihrem Wahl-Labyrinth herumturnen, dürfen die bereits weitgehend kaputt-reformierten Deutschen sich in Vorbereitung der Bundestagswahl im Herbst schon mal mit zwei neuen Labyrinthen vertraut machen.
 
Beide wurden in den letzten Tagen mit Böllerschüssen zur Besichtigung freigegeben.
 
Böllerschuss 1
 
Die Folgekosten des Straßenverkehrs übersteigen die Einnahmen aus dem Straßenverkehr jährlich um 40 Milliarden.
 
Mit 50 Milliarden würden die Autofahrer zur Kasse gebeten, 90 Milliarden müssten als Folgekosten dem Straßenverkehr angelastet werden, die Differenz von 40 Milliarden ginge zu Lasten der Steuerzahler.
 
Bei diesem Zahlenspielchen wird - ebenso wie bei der sog. Familienförderung - stets suggeriert, es handele sich um Belastungen des Bundeshaushalts.
 
Nun, nehmen wir die 200 Milliarden, die angeblich die Familienförderung kostet und die 90 Milliarden, die der Straßenverkehr kostet, dann haben wir schon fast den gesamten Bundeshaushalt für 2013 (302 Milliarden) ausgeschöpft.
 
Ich habe keine Lust, diese Statistik-Lügen noch im Detail nachzuvollziehen, dafür ist mir auch meine Zeit zu schade. Es ist Blödsinn - und würden neben den großen Zahlen auch die einzelnen Elemente angeführt, die da addiert wurden, es würde sich der Großteil mit lautem Lachen abwenden. So aber ballert man die große Zahl in den Raum - und fertig.
 
Nein, nicht fertig.
 
Mit Hilfe der sogenannten Schuldenbremse und der freiwilligen (blödsinnigen) Maßnahmen zur Haushaltskonsolidierung, hat man über die Jahre die Verkehrsinfrastruktur verrotten lassen. Der Bürger sieht die Schlaglöcher, der Bürger sieht die rostenden Armierungen unter den abgeplatzten Betonbrocken an den Brückenbauwerken, der Bürger sieht, wie Wege, Straßen und Autobahnen sich nach und nach von der Natur zurückerobern lassen - und die Bereitschaft, für die Benutzung der Straßen eine Maut zu zahlen, die wächst.
 
Und wer wird die Maut einstecken?
 
Wie bei den Autobahnen: Ein privates Konsortium, sogenannte Betreiber, die besser Beitreiber genannt werden sollten, und die zahlen dann eine kleine Konzessionsabgabe an den Bund, und dürfen ihre Wegelagerei ebenso ungeniert betreiben, wie die allerorts aus dem Boden schießenden Privatfirmen, die die sog. "Kommunale" Verkehrssicherung übernehmen, also mit Radarfallen da abkassieren, wo die Geschwindigkeitsbegrenzung guten Gewissens überschritten wird, so, wie man als Fußgänger, wenn weit und breit kein Auto zu sehen ist, schon auch mal bei Rot über den Zebrastreifen geht, weil es schlicht blöd wäre, zu warten.
 
Doch das Szenario ist aufgebaut, und sogar die Italiener kommen drin vor, die dann endlich auch auf unseren Straßen Maut zu zahlen haben, so wie wir, und die Holländer mit ihren Wohnwagen, die unsere schönen Straßen verstopfen, werden da klammheimlich als "Opfer der nationalen Gerechtigkeit" ins Labyrinth eingebaut, um uns zu zwingen, als zur Mobilität Gezwungene, für jeden Kilometer noch einmal extra etwas abzugeben. Nicht für den Straßenbau, sondern primär für den Gewinn von Mautanlagenbetreibern.
 
Und als Lohn winken, gleich hinter der Mautbrücke, bestausgebaute, hervorragend instand gehaltene Straßen, so weit das Auge reicht.
 
Es ist ein bitteres Lachen, dass mich bei der Enttarnung dieser Lüge begleitet, weil ich weiß, dass die Lüge stärker ist als die Wahrheit.
 
Sie haben Stein und Bein geschworen, als die Lkw-Maut eingeführt wurde, dass es auf deutschem Boden nie wieder Krieg ... - falsch - dass es auf deutschen Autobahnen niemals eine Pkw-Maut geben würde, und das klang noch überzeugender als dieses mit der überschnappenden Greisenstimme vorgetragene: "Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu bauen ...".
 
Sie haben Zeit, diese Versuchsanordner. Sie locken dich in den Käfig, und da ist nichts außer der Belohnungstaste. Und haben sie dich drinnen, steigern sie die Schwierigkeit - und lassen dich immer wieder wissen, dass die Belohnung ja kommt, wenn du nur tust, was sie sich ausgedacht haben. Und wenn sie dich dann vollkommen ausgeplündert haben, dann funktioniert auch die Belohnungstaste nicht mehr, doch das merkst du nicht mehr, weil du vom Giftweizen genascht hast - und das versprochene Paradies nichts anderes ist, als eine ewige Ruhe, allerdings ohne die Fähigkeit, sie noch wahrzunehmen.
 
Gut, liebe Deutsche, entscheidet euch für die Maut, dann seid ihr der finalen Belohunung wieder einen Schritt näher!
 
 
Böllerschuss 2
 
1 Billion Euro kostet die Energiewende.
 
Der liebe Herr Altmeier, ich weiß nicht, wie er sich schreibt, ist mir auch egal, ob nun mit ai oder ey, er hat uns ein Ei gelegt.
 
Und das hätte ich ihm nicht zugetraut, obwohl der durchaus von stattlichem Format ist, hätte ich gedacht, ein solches Ei müsste eigentlich das Huhn, das es zu legen wagt, beim Legen in tausend Fetzen zerreißen.
 
Doch er hat es geschafft, im Ping-Pong-Spiel mit seinem Kabinettskollegen Rösler liegt nun diese Billion auf dem Tisch.
 
Und das ist eine großartige Billion, mit vielen, vielen Fähigkeiten:
 
  • Diese Billion rechtfertigt über viele Jahre weiter steigende Strompreise, weil die Maßnahmen dagegen ja nur eine "Bremse" sein sollen, und nicht etwa mit dem Einlegen des Rückwärtsganges verwechselt werden dürfen.
  • Diese Billion rechtfertigt über viele Jahre die Gewinne der Aktionäre der in verwerflicher Weise privatisierten Stromversorgung Deutschlands, denn schließlich müssen die EVUs ja investieren, und ohne Gewinne, kann nicht investiert werden, und ohne Gewinnausschüttung an die Aktionäre kann erst recht nicht investiert werden, weil dann die Aktienkurse in den Keller gehen und die Heuschrecken kommen und uns unsere Energieversorgung wegkaufen, zerschlagen und uns den Strom abdrehen.
  • Diese Billion rechtfertigt vor allem aber die Beendigung der Förderung der dezentralen Energieversorgung. Wo kämen wir denn da hin, wenn jede Gemeinde, oder sogar jeder Haushalt, sich seinen Strom selber macht?
    Wie soll man da Preise erhöhen, wenn überhaupt kein Strom mehr verkauft werden kann?
 
Diese Billion, die uns ein Herr Altmeier da ins Nest gelegt hat, werden wir bezahlen müssen. Die ist nicht mehr wegzudiskutieren, und selbstverständlich wird es damit nicht genug sein, die wird immer noch wachsen, so wie die Kosten für S21 und BER und die Elbphilharmonie.
 
Das alles sind Futterplätze für das Großkapital, das ja auch lustig Windräder vor die Küsten gepflanzt hat und sich nun den Strom, den niemand bekommt, weil sie sich einfach nicht ans Netz anschließen lassen, von uns allen bezahlen lässt.
 
Nun ja, nicht von allen.
 
Nur von denen, die keine Lobby haben, in diesem unseren Lande, diejenigen, die man im Rattenlabyrinth eingesperrt hat, damit sie mit der in Eigenverantwortung getroffenen Wahl ihrer Wege letztlich die Schuld für alles, was mit ihnen gemacht wird, selbst zu tragen haben.
 
Hätten ja nur die andere Tür nehmen müssen ...
 
 
Die anderen, die sich sowieso goldene Nasen verdienen, die bekommen ihren Strom fast geschenkt, und je mehr sie davon verbrauchen, desto billiger wird er, und der wird so billig, weil man den Ratten beigebracht hat, dass das Türchen zur Belohnungstaste erst aufgeht, wenn sie vorher stundenlang per Hamsterrad den Generator angetrieben haben, den Generator, mit dem man Gewinne, Geld generiert. Doch das wissen die Ratten nicht, die Drähte, die den Strom wegführen, sind im Käfigboden verborgen, und dass die Lampe, die an der Labordecke leuchtet, und den "Forschern" die Beobachtung erst ermöglicht, mit "Rattenstrom" betrieben wird, das haben sie auch noch nicht kapiert.
 
Sie könnten es kapieren.
 
Sie sind nämlich schlau.
 
Doch dazu müssten sie erst den Käfig verlassen, doch so sehr sie auch in der Nacht an den Wänden nagen: Am Morgen kommt die Praktikantin - auf Null-Euro-Basis - und macht den Schaden wieder heil, noch bevor sie die ausexperimentierten Artgenossen der thermischen Verwertung zuführt.
 
Europa ist zurück im Feudalismus, in der Zwei-Klassen-Gesellschaft.
 
Und Berlusconi, die Schein-Alternative, gehört nun eben auch zum Geldadel, wenn auch von der leutseligeren Sorte.
 

Die Italiener werden wählen, sie werden in ihrem Labyrinth durch ein Türchen gehen, und, egal welches sie wählen, dahinter werden sie eine Belohnungstaste finden. Entweder werden sie mit "Reformen" belohnt, oder sie werden - nach griechischem Vorbild - direkt von der Troika belohnt, mit noch schöneren Reformen.
 
Und - egal, was die Deutschen im Herbst wählen - die Pkw-Maut kommt, und fließt zum größten Teil in private Taschen, und der Strom wird teurer und die Familienförderung wird zusammengestrichen und das Wasser wird privatisiert und die Atomkraftwerke werden wieder ausgemottet. Wir werden Kampfdrohnen über deutschen Städten - nicht sehen, aber wissen - und hin und wieder wird es irgendwo eine "Gas-Explosion" geben, selbst in Häusern, die gar keine Gasversorgung haben.
 
Das wird den neuen Papst dann vielleicht ermutigen, den Wunderglauben wieder zu beleben und den Satz erneut zu sprechen, der da heißt: "Die kleinen Sünden straft der liebe Gott sofort".
 
Ja, und wenn die Ratte 4711 dann erkennt, dass das Türchen E605, durch das die Ratte 5231 gegangen ist, der falsche Weg war, dann wird sie es meiden, dieses Türchen, und aufhören, in kritischen Blogs zu lesen, aufhören an Streiks oder gar an Generalstreik zu denken - und der Versuchsleiter wird in sein Büchlein schreiben, wie außerordentlich lernfähig diese Ratten doch sind.
 
"Unsere Freiheit - man kann sich dafür einsetzen"
 
  Ein kleines Büchlein,
das hilft, den Käfig zu
erkennen - und ein
kleines bisschen auch
aufzeigt, wie er von
mutigen Ratten zernagt
werden könnte.
 
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Reaktionen auf diesen Paukenschlag
 

Hallo Wolfgang,
Ratten stehen in anderen Kulturen für Intelligenz, Ehrlichkeit und Kreativität. Im Gegensatz zur gemeinen Hausratte, stehen 17 der rund 65 Arten auf der Liste der gefährdeten Tierarten. Viele Arten sind noch zu wenig erforscht, aber nur die Hälfte gilt als nicht gefährdet.
Das macht den Paukenschlag noch anschaulicher, da es ja immer noch viele Menschen gibt, die Ratten für Ungeziefer und dementsprechend für ausrottungswürdig halten.
Vom Menschen gibt es so eine Liste leider (noch) nicht.
Aber das wäre ja auch mal eine Idee. Nein, nein nicht das mit den Rassen. So einen Quatsch denke ich nicht einmal! Es gibt nur eine Rasse Menschen. Alles andere ist grober Unfug! Alle Menschen gehören zur gleichen Rasse und Art. Nämlich dem Homo Sapiens.
Der Mensch (Homo sapiens) ist innerhalb der biologischen Systematik ein höheres Säugetier aus der Ordnung der Primaten (Primates). Er gehört zur Unterordnung der Trockennasenaffen (Haplorrhini) und dort zur Familie der Menschenaffen (Hominidae)
Man kann Primaten aber auch noch auf ganz andere Art und Weise einteilen.
Da wäre zunächst einmal der selbstständig denkende und handelnde Primat. Der Homo sapiens consequensis
Demgegenüber steht der Homo sapiens Germanus obnoxius (auch Homo simulatus genannt), der mitlaufende nicht „handelnde“ Mensch.
Ohne weitere Erklärung muss man eingestehen, dass die Art des Homo sapiens consequensis auf der roten Liste der bedrohten Arten steht.
Diese vom Aussterben bedrohte Art, ist immer wieder starken An- und Eingriffen des Homo sapiens possessor ausgesetzt und führt weitgehend nur noch ein Nischendasein innerhalb der Gruppe der Primaten.
Der Homo sapiens possessor ist ein aggressiver Vertreter der Rasse des Homo sapiens und gehört zu den beutegreifenden Raubtieren unter den Primaten. Er lebt in unbekannten Habitaten und benutzt zur Kommunikation, die mit ihm in Symbiose lebende Art des Homo sapiens praemittere. Diese Symbiose macht den Homio Sapiens possessor unanfällig gegen Fressfeinde und andere negative Einflüsse. Durch sie werden die Alarmsysteme anderer Arten zunehmend ausgeschaltet oder umgangen.
So ist es dem Homo sapiens consequensis oft unmöglich, die nah kommenden Angreifer zu erkennen und er wird oft als Wirtstier genutzt, um die unersättliche Art des Possessors (Auch Homo sapiens parasitus genannt) zu ernähren.
Aber verlassen wir nun diese Ausführungen (und das schlechte Lateinprogramm) und kommen zur eigentlichen Aussage.
Es gibt offensichtlich Mechanismen im menschlichen Bewusstsein, die dafür sorgen, dass ein Mensch lediglich funktioniert. Also jetzt nicht Stoffwechsel, Atmung usw. sondern eher Dinge wie Dummheit, Ignoranz, Willkür, Verschlossenheit, Gefühle wie z.B. Angst, Mitleid usw. Diese Dinge lassen sich scheinbar wie Schalter benutzen und abrufen, je nachdem wann sie benötigt werden bzw. was sie auslösen sollen. Diese Schalter werden so stark frequentiert, bis eine Art Reflex antrainiert ist, der dafür sorgt, dass wir aus diesem Labyrinth (und jetzt bin ich wieder bei der Pauke…) nicht mehr herausfinden. Wir rennen durch die Gänge und suchen unsere Nischen und Ruheplätze. Aber ausbrechen und etwas Neues erfahren können wir nicht. Ich mag es eigentlich nicht, aber jetzt passt gerade wieder das Bild einer Matrix in diesen Kontext.
Die Parasiten müssen erkannt und entlarvt werden. Man muss sie benennen und vor ihnen warnen. Man muss den Menschen beibringen wie man sie erkennt. Man muss die Menschen soweit einstellen, dass sie die Parasiten abstreifen und bekämpfen können.
Man muss den Menschen vor allem wieder das freie Denken beibringen! Dazu gehört eine ganze Menge von dem, das in unseren Tagen immer seltener wird.
Eine ganze Menge in einer großen Vielfalt, wie es sie eigentlich noch nie zuvor gab.
Kultur, Ideenreichtum, Toleranz, Kreativität, Respekt, Liebe…
Diese und viele andere Begriffe sind mit Leben zu füllen!
Ich mag eigentlich keine Schlagworte und feste Begriffe weil es die ja logischerweise nicht geben kann. Also bitte nur als Hinweis verstehen und nicht in die Schublade packen!!!
Um das alles auseinander zunehmen braucht es mehr als Zeit und Verständnis!
(Ich bin gespannt auf GLOCALIS!)
Aber so einfach „und tschüss“ sagen, will ich auch nicht!
Deshalb noch ein kurzer Seitenhieb auf die Eigentümer (Possessor).
Die Gitterstäbe in diesem Labyrinth sind nicht aus Eisen. Die Wände sind nicht fest gemauert!
Wir können sie auflösen und „wegdenken“! Wir können Löcher in die Wände starren und Eisen mit unseren Blicken verbiegen. Mit Beharrlichkeit, mit Mut und Liebe! Das ist Magie, die jedem Guten inne liegt.
Memento te hominem esse
Wir sind keine Ratten!!!
Ein schönes Wochenende!
Bis die Tage
Stefan Neumann

Lieber Herr Kreutzer,
 
vielen Dank für Ihre regelmäßigen Paukenschläge. Erst diese ermöglichten es mir, viele der Vorgänge in Politik und Wirtschaft nachzuvollziehen. Sie haben meinen tiefsten Respekt; nicht nur dafür, dass dadurch die komplexen Entwicklungen in Deutschland und Europa plausibel werden, sondern vor allem für Ihre Ausdauer. Sie machen unbeirrt weiter, ganz gleich, wie fruchtlos Ihre Arbeit auch erscheinen mag, und geben mir damit Hoffnung, dass wir irgendwann vielleicht doch noch "die Kurve kriegen".
Ich kann mich nicht genau erinnern, wann ich zum ersten Mal auf Ihre Seite gestoßen bin (das dürfte etwa drei Jahre her sein), doch seitdem schaue ich regelmäßig hier vorbei. Nach den Jahren als "stiller Beobachter" möchte ich mich nun auch einmal zu Wort melden. Mir gefällt vor allem, dass Sie die bekannten Verschwörungs-"Theorien" bestenfalls andeuten, denn dadurch kann ich Ihre Seite uneingeschränkt weiterempfehlen, ohne in eine gewisse Ecke gedrängt zu werden. Leider fehlt vielen Menschen in meinem Umfeld entweder die Bildung, um die politischen und wirtschaftlichen Zusammenhänge zu begreifen, oder es fehlt schlicht das Interesse, meist mit der Begründung, dass man da ohnehin nichts machen könne (was ja auch nicht von ungefähr kommt).
 
Umso trauriger ist es, dass die vielen Menschen (denn wir sind wahrlich nicht wenige!), die es interessiert und die durchaus sowohl ausreichend gebildet als auch intelligent genug sind, wenigstens teilweise zu durchschauen, was hier los ist, unter dieser Ignoranz leiden müssen. Ich weiß, im Grunde ist auch diese Ignoranz nicht die Ursache, sondern vielmehr ein Symptom, weshalb ich der "breiten Masse" nicht einmal ernsthaft böse sein kann (von wenigen Momenten abgesehen, in denen mir die Beherrschung und die Rationalität zu entgleiten droht).
 
Beim Lesen des aktuellen Paukenschlags ist mir zum ersten Mal schlecht geworden. Das Beispiel mit den Ratten im Labyrinth ist erschreckend treffend. Obwohl ich selbst politisch eher passiv bin (von den "Aufklärungsversuchen" in meinem persönlichen Umfeld einmal abgesehen), bemerke ich, wie ermüdend, erschöpfend, lähmend es sein kann, all diese Dinge zu sehen, ohne ernsthaft etwas ändern zu können. Es gibt einige wenige "Strohhalme", an die ich mich klammere, wie beispielsweise Ihre Seite und das Venus-Projekt des Herrn Jacque Fresco.
Ich hoffe, dass Sie ungeachtet aller Widrigkeiten Ihre Ausdauer und Zielstrebigkeit beibehalten und wünsche Ihnen und allen anderen alles Gute!
 
Gruß
Maximilian
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