Paukenschlag
am Donnerstag
No. 46 /2013
vom 7. November 2013


Kommentare zum Zeitgeschehen
von Egon W. Kreutzer

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Himmel und Hölle - ein Dialog

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Himmel und Hölle
Ein Dialog
 
 
Ist das eigentlich wahr, mit dem Himmel und so?
.
Blöde Frage, freilich.

 

Find ich gar nicht so blöd. Weil, wenn das mit Himmel wahr ist,
dann muss ja auch das mit der Hölle wahr sein. Sonst wär ja
überall Himmel, oder?
.
Komm mir jetzt nicht dialektisch. Die Guten kommen in den
Himmel. Streng dich an, sei brav, und Du wirst es erleben.
 
Erleben? Ich werde tot sein, oder?
.
Du nervst mit deinen Wortklaubereien. Was heißt das schon,
tot sein? Das ist doch nur ein Übergang. Eine Metamorphose.
Wüssten wir nicht, dass alle unsere Soldaten zu den Guten
gehören, wir würden sie ja niemals in den Krieg schicken.
 
Weil die Bösen sonst in die Hölle kämen?
.
Wie gesagt, unter unseren Soldaten gibt es keine Bösen,
also brauchst du dir darüber auch keine Gedanken zu
machen.
 
Ach so. Da sind die Bösen alle bei den anderen. Und
wenn die einen Guten erschießen, dann kommt der
in den Himmel, und wenn die Guten einen Bösen
erschießen, dann kommt der in die Hölle.
.
Was hast Du immer mit der Hölle? Denk positiv!
 
Positiv?
.
Ja. Wenn du positiv denkst, also alles Negative gar
nicht an dich heranlässt, dann bist du ein Wohlgefallen.
Außerdem ist dein Leben viel schöner.

 

Und für das schon viel schönere Leben komme ich dann
auch noch in den Himmel? Wie war das denn mit dem
"Jammertal"? Müssen wir nicht auf Erden leiden? Durch
Prüfungen gehen, uns wie Hiob im Kot wälzen, um zu
beweisen, dass wir gut sind?
.
Doch, doch. Aber wenn du positiv denkst, dann merkst
du davon nichts. Schau dir ein Baby an, das in seiner
Wiege liegt. Daneben steht das Babyfon. Weil das
Baby positiv denkt, fühlt es sich geborgen.
 
Du meinst, es könnte sich sonst überwacht fühlen?
Seiner Grundrechte beraubt, ausgespäht?
.
Richtig.
 
Aber so ein Baby kann doch noch gar nicht denken.
Weder positiv, noch negativ.
.
War ja auch nur ein einfaches Beispiel,
allerdings ein sehr gutes.
Schau dich doch um!
Siehst du noch irgendwo in der Masse des Volkes
jemanden selbständig denken?
 
Nun ja …
.
Ja, natürlich. Ein paar gibt es noch. Aber die meisten
plappern doch nur nach, was ihnen vorgesagt wird.
Wie Babys: ‚Mama' - ‚Mutti' - ‚Auto' …
 
Hm? Versteh ich jetzt nicht. Meinst du, die sollten
alle mehr denken, oder meinst du, sie sollten lieber
auch gar nicht denken?
.
Ich weiß nicht …, mein Freund.
Das mit dem positiven Denken klappt bei dir auch noch nicht.
Natürlich müssten sie ein bisschen mehr denken,
sie sind ja schon jetzt zu nichts mehr zu gebrauchen.
Woher kommt denn der Fachkräftemangel? Und warum
holen wir deswegen ausländische Fachkräfte?
 
Ich denke - ganz bewusst positiv - weil die einfach viel mehr,
mindestens genauso gut und vor allem viel billiger arbeiten,
was die internationale Wettbewerbsfähigkeit steigert und
den Exportüberschuss erhält und weil sie dazu beitragen,
das Ende unserer unbezahlbaren Sozialsysteme hinaus zu
zögern. Schon wegen des demografischen Faktors.
.
Du Narr!
Wir holen die, um das positive Denken unserer Bevölkerung
zu stärken. Wo alle hin wollen, da muss es doch gut sein.
Das ist der Gedanke, der in die Köpfe soll.
 
Du meinst, wenn die gerne zu uns kommen und keine Angst
vor dem Babyfon haben, dann denken sich Hinz und Kunz,
dass sie auch keine Angst davor zu haben brauchen, wenn
sie wissen, dass ihre Handys abgehört werden?
.
Genau. Langsam kapierst du's.
 
Die sollen auch denken, dass das Abhören nur dazu dient,
ihren Schlaf zu behüten, die sollen denken, dass alles,
was sie so kommunizieren, bei Papa, bei Mutti und vielleicht
beim großen Bruder landet, und dass, sobald auch nur ein
kleines Rülpserchen ertönt, jemand kommt und nachsieht
und alles wieder heile-heile macht?
.
Genau. Das ist das positive Denken, das ich meine, und
das dir wohl immer noch fehlt. Da war so ein Unterton
in deinen letzten Sätzen …
 
Nun ja, es dient ja wohl wirklich nicht zu ihrem Schutz.
Da schützen sich ja wohl eher "Die-Da-Oben" vor
unbequemen Fragen, oder?
.
Allmählich überforderst du meine Geduld, mein Freund.
Die da oben wollen sich vor gar nichts schützen. Sie wollen
nur, dass alle in den Himmel kommen. Deswegen passen
sie auf, dass niemand vom Pfad der Tugend und vom
positiven Denken abkommt. Da ist keine Mühe zu groß,
kein Preis zu hoch, um so früh wie möglich Gefahren zu
erkennen und abzuwenden.
 
So, wie du das jetzt erklärst, müssen die da oben ja die
reinsten Mustermänner und -frauen sein, in Sachen
Nächstenliebe. So viel Aufwand, so viel Mühe, so viel
Geld - nur damit möglichst viele in den Himmel kommen,
Donnerwetter!
.
Ja, das sind ganz edle Damen und Herren. Die Meister
des positiven Denkens. Da bist du noch weit weg davon.
Du siehst immer noch die negativen Seiten. Du siehst
Ungerechtigkeit, Hunger, Ausbeutung, Krieg und Mord.
Du schaust auf Folterknechte und Folteropfer, du siehst
giftige Müllberge und vergammeltes Fleisch, du siehst
mühelose Zinserträge und Minilohn für Knochenarbeit.
Das alles sehen die nicht mehr, weil sie positiv denken, und
an diesem Segen wollen sie alle teilhaben lassen, wenn nur
jeder für sich zu der Einsicht gelangt, dass die Welt, so
wie sie ist, gut ist, dann kommen auch alle in den Himmel.

 

 
 
Danke.

Danke, gut, dass wir darüber gesprochen haben.
Jetzt sehe ich alles klar:
 
Den Himmel gibt es. Er gehört jenen, die so reinen Herzens sind,
dass sie die Hölle auf Erden mühelos ignorieren können.
 
Die Hölle aber - und daran glaube ich von nun an ganz fest -
gibt es nicht, weder auf Erden noch sonst wo.
 
Danke, lieber Hans-Peter,
und grüß Mutti von mir.
 
 
 
 
 
 
 
 
 

In diesem Zusammenhang:

Ein Modell zur Gestaltung einer fairen Welt, in der Freiheit, Frieden und
Wohlstand zuhause sind
 
 
GLOCALIS ist ein recht umfangreiches Buch geworden, doch jeder Satz in diesem Buch sitzt und ist aufrüttelnd und hilfreich für alle, denen daran gelegen ist, dass bald das geschieht, was der Untertitel ausdrückt:
 
"Die Welt fair ändern".
 
Ich würde mich freuen, wenn Sie mehr von Karl Waldeckers Gedanken kennenlernen möchten.
 
Einfach die Abbildung anklicken ...
 

 
In diesem Zusammenhang:
 
Ein Buch über einen der größten Raubzüge der Geschichte,
bei dem das Ausplündern der Bürger als "Rettung"
der Währung verkauft wird.
 
Neu im Programm des EWK-Verlags:
 
 
"Das Euro-Schlachtfest - Die Logik der Krise",
 
.....sowie in den Interviews, die ich Michael Poost und
.....Frank Meyer anlässlich der Buchveröffentlichung
.....gegeben habe.
 
 Das Euro-Schlachtfest - Hardcover-Buch
 Das Euro-Schlachtfest - Ebook (Epub-Format)
Rezension von Roman Baudzus auf Dirk Müllers CASHKURS
 Interview Frank Meyer - Metallwoche
 Interview Michael Poost - Aristo-Blog
 
 

 
... und als Gegenentwurf,
damit unsere Kinder nicht blind
dem Vorbild der Gierigen folgen:
 
 
 

 

 
 
"Die Sternenpflückerin"
 
.....eine besonders schöne Geschichte in einem
.....besonders schönen Buch, für Mädchen und Jungen
.....ab 8 Jahren, das mir persönlich sehr am Herzen
.....liegt.
 
 
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Herbstzeit ist Lesezeit.
 
 
 
 
 
 
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