Paukenschlag
am Donnerstag
No. 44 /2013
vom 24. Oktober 2013


Kommentare zum Zeitgeschehen
von Egon W. Kreutzer

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Am gleichen Strang - das Glasfaserkabel

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Am gleichen Strang -
das Glasfaserkabel
 
 
 
Liebe Angela Merkel,
mein tiefstes Mitgefühl ist bei Ihnen.
 
Da hat man Ihnen erzählt, IHR Handy sei absolut abhörsicher. Da hat man Ihnen erzählt, dass es gut sei, immer Bescheid zu wissen, was die Südamerikaner am Telefon untereinander austauschen, was die Russen kommunizieren, ja sogar als gestern noch das Abhören der Franzosen publik wurde, schwiegen Sie dazu - laut und deutlich.
 
Und nun diese Enttäuschung.
Irgendwelche kleinen Jungs in irgendwelchen Wüstencamps in den USA haben alles mitgehört und mitgelesen, was je über Ihr Handy kommuniziert wurde.
 
Sie waren so ganz und gar ohne Arg.
Sie vertrauten darauf, dass das Grundgesetz immer noch das Fernmeldegeheimnis wahren hilft, sofern die Kommunizierenden nicht unter Terror-Verdacht stehen.
 
Nun sind Sie selbst offenbar zum Ziel der weltweiten Terrorfahndung geworden. Von nun an müssen Sie ständig einen Blick zum Himmel werfen, ob dort nicht ein Predator zielsuchend über Ihnen kreist.
 
Mein tiefes Mitgefühl ist mit Ihnen.
 
 
Ihnen gegenüber habe ich den Vorteil, als Mann in der Bundesrepublik Deutschland geboren und zum Wehrdienst eingezogen worden zu sein.
 
1969 und 1970 diente ich beim FmRgt 72 in Feuchtwangen. Aufgrund dieser Verwendung war es mir dienstlich verboten, in Länder des Ostblocks zu reisen und es war mir verboten, bei Reisen nach Berlin ein anderes Verkehrsmittel als das Flugzeug zu benutzen.
 
Unsere Sicherheitsoffiziere und der MAD wussten genau, was die Schnüffler in Ost-Berin wussten - und sie wussten genau, dass die Sicherheit der Bundesrepublik Deutschland gefährdet gewesen wäre, hätte die DDR je die Gelegenheit gehabt, mich oder einen meiner Kameraden in eine ihrer wohlvorbereiteten Fallen zu locken.
 
Wir wurden haarklein informiert, über alle Prozeduren, die sich am Bahnhof Friedrichstraße vollzogen, nachdem der Personalausweis in den Händen der Grenzbeamten der DDR verschwunden war.
 
Und wir wurden darüber informiert und vergattert, weil wir selbst nichts anderes zu tun hatten, als mit den damals verfügbaren Mitteln jeglichen Funkverkehr jenseits der deutschen Ostgrenzen abzufangen, ggfs. zu entschlüsseln und auszuwerten.
 
Nun, da standen sich damals zwei große Machtblöcke feindselig gegenüber, da muss man doch spionieren! Ja. Muss man.
 
Doch wer sagt denn, dass unter Freunden nicht auch ein Verräter sitzen könnte?
 
Es ist doch selbstverständlich, dass die größte Militärmacht der Welt hinter jeder Ecke einen möglichen Verrat wittern muss, will sie nicht eines Tages eine peinliche Überraschung erleben.
 
Die Mittel und Methoden sind hinlänglich bekannt.
 
Doch irgendjemand hat Ihnen gesagt, Ihr Handy sei absolut abhörsicher. Und dem hat auch jemand versichert, dass das Handy von Frau Merkel absolut abhörsicher sei, und - Fachkräftemangel - niemand war in der Lage, das zu überprüfen.
 
Als die ESA die ersten europäischen Satelliten mit US-Raketen in die Umlaufbahn beförderte, waren die Europäer verpflichtet, amerikanischen Beratern freien, unbeschränkten Zutritt in alle beteiligten Unternehmen zu gewähren. Nun - beraten wurde da nicht viel, aber das komplette know how wurde abgezogen.
 
Spionage muss sein. Niemand darf einen Vorteil haben, von dem man nichts weiß, und wenn jemand einen Nachteil hat, von dem man weiß, kann man den ausnutzen.
 
Doch zurück zu den kleinen Jungs - intelligente Jungs, übrigens - in den Wüstencamps, die sind vom ewigen Mithören so abgestumpft, dass ihnen keine Peinlichkeit mehr auch nur ein Lächeln entlockt. Die schreiben Berichte - lange und ausführliche. In irgendeiner Kommandozentrale werden die langen und ausführlichen Berichte dann auf das Wesentliche gekürzt. Dann geraten diese prägnanten Informationen ins Weiße Haus. Die allermeisten landen nie bei Obama. Er hat ja anderes zu tun, als die gesamte Kommunikation der Chefin eines befreundeten Landes nachzuvollziehen.
 
Was bei ihm ankommt, das ist die kurze Bemerkung eines Beraters im Oval Office, wenn Barack fragt: "Und Angela?", und der Berater antwortet: "No Problem."
 
Natürlich nimmt Obama an, dass diese für ihn wichtige Information, dass Sie, liebe Frau Merkel, für einen seiner Pläne kein Problem darstellen, nicht direkt aus Ihrem Handy kommt. Er nimmt an, das hätten kluge Analysen seiner Mitarbeiter ergeben - und wie die zu ihren Analysen kommen, das will er gar nicht wissen. Dazu fehlt ihm die Zeit und vielleicht auch die technische Vorbildung.
 
Also kann er auch gutgläubig erklären, was immer Sie hören wollen, um sich nun wieder zu beruhigen.
 
Das dürfen Sie sich anhören - und Sie sollten es ihm in Freundschaft abnehmen. Alles andere wäre grob unhöflich - und das gehört sich unter Freunden nicht.
 
Was Sie allerdings auch wissen könnten, ist die Tatsache, dass es in der Politik, da, wo es um Macht und Einfluss geht, keine Freundschaft geben kann. Es gibt nur Koalitionen auf Zeit - und die Zeit ist um, wenn der Nutzen aus der Koalition für einen der Partner zu klein geworden ist.
 
Wenn also in der Politik "Freunde" gemeinsam an einem Strang ziehen, dann darf sich keiner wundern, wenn sich am Ende herausstellt, dass dieser Strang nichts anderes ist als ein Glasfaserkabel ...
 
Noch eins: Wenn unter Freunden Vertrauen und Offenheit herrscht, dann kann so ein bisschen Mithören am Handy doch gar kein Problem sein. Erinnern Sie sich denn nicht an den schönen Satz:
 
 
"Wer nichts zu verbergen hat,
braucht auch nichts zu befürchten?"
 
... und Sie hatten doch ganz gewiss nichts zu verbergen. Das weiß jetzt auch Obama. Damit ist sein Vertrauen wieder für geraume Zeit berechtigt. Und das freut Obama sicherlich sehr.
 

Besser hätte es doch gar nicht laufen können, oder?
 
 

In diesem Zusammenhang:

Ein Modell zur Gestaltung einer fairen Welt, in der Freiheit, Frieden und
Wohlstand zuhause sind
 
 
GLOCALIS ist ein recht umfangreiches Buch geworden, doch jeder Satz in diesem Buch sitzt und ist aufrüttelnd und hilfreich für alle, denen daran gelegen ist, dass bald das geschieht, was der Untertitel ausdrückt:
 
"Die Welt fair ändern".
 
Ich würde mich freuen, wenn Sie mehr von Karl Waldeckers Gedanken kennenlernen möchten.
 
Einfach die Abbildung anklicken ...
 
 
 

 

 

 

 

 
In diesem Zusammenhang:
 
Ein Buch über einen der größten Raubzüge der Geschichte,
bei dem das Ausplündern der Bürger als "Rettung"
der Währung verkauft wird.
 
Neu im Programm des EWK-Verlags:
 
 
"Das Euro-Schlachtfest - Die Logik der Krise",
 
.....sowie in den Interviews, die ich Michael Poost und
.....Frank Meyer anlässlich der Buchveröffentlichung
.....gegeben habe.
 
 Das Euro-Schlachtfest - Hardcover-Buch
 Das Euro-Schlachtfest - Ebook (Epub-Format)
Rezension von Roman Baudzus auf Dirk Müllers CASHKURS
 Interview Frank Meyer - Metallwoche
 Interview Michael Poost - Aristo-Blog
 
 

 
... und als Gegenentwurf,
damit unsere Kinder nicht blind
dem Vorbild der Gierigen folgen:
 
 
 

 

 
 
"Die Sternenpflückerin"
 
.....eine besonders schöne Geschichte in einem
.....besonders schönen Buch, für Mädchen und Jungen
.....ab 8 Jahren, das mir persönlich sehr am Herzen
.....liegt.
 
 
 Buchvorstellung
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Herbstzeit ist Lesezeit.
 
 
 
 
 
 

 

 

 

 

 
 
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Kommentare zu diesem Paukenschlag
Hallo Herr Kreutzer,
Ihrem gelungenen Paukenschlag ist nichts hinzuzufügen außer vielleicht ein paar eigene Erfahrungen: auch ich war bei den Fernmeldern und ebenso wie Sie vergattert. Eine (verbotene) Reise in den Ostblock, nach Ungarn an den Plattensee, zeigte mir wie gut das System auf beiden Seiten funktionierte: die Bundesrepublikaner haben mir zwei Wochen nach Rückkehr zu meiner Bundeswehrdienststelle einen Besuch abgestattet. Der in Ungarn auf uns angesetzte DDR-Bürger war wirklich ein furchtbar netter Mensch, er durfte sogar einmal ausreisen, um mich am Heimatort zu treffen und hätte mir bei Bedarf sofort einen Studienplatz in Ost-Berlin besorgen können.
Nun genug der geschwätzigen Worte, vielen Dank für den Paukenschlag und viele Grüße
H. W.
gE
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