Paukenschlag
am Donnerstag
No. 27 /2013
27. Juni 2013


Kommentare zum Zeitgeschehen
von Egon W. Kreutzer

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Gold macht Ferien

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Gold macht Ferien
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Mit dem tiefsten Sturz des Goldpreises seit 93 Jahren
glänzt das gelbe Metall im zweiten Quartal 2013.
 
Ein Verlust von 22 Prozent.
 
 
Die WELT vermeldet den "größten Crash der Geschichte", das oberbayerische Volksblatt schreibt über "Die große Flucht aus dem Gold" und die Waldeckische
Landeszeitung stellt fest: "Preisrutsch am Goldmarkt geht weiter".
 
Dessen ungeachtet verbreitet die WELT ausgerechnet heute den Vorabdruck eines Buches von Daniel D. Eckert, der damit die Sehnsucht nach einer goldgedeckten Währung neu befeuert.
 
Egon W. Kreutzer überschreibt seinen Paukenschlag lapidar mit "Gold macht Ferien" und weist damit auf ein Wesensmerkmal aller spekulativen Werte hin, ihre Volatilität,
ihre nicht, oder nur schwer vorhersehbare Kursentwicklung.
 
Gold macht Ferien.
 
Das heißt, Gold, als Wertanlage, hat sich vom Bullenmarkt verabschiedet, es verschwindet aus den Depots und - wenn die Nachricht vom steilen Sturz erst einmal vergessen ist - auch aus der öffentlichen Aufmerksamkeit.
 
Goldverkäufer hatten die Prognosen der Krisenpropheten in ihre Verkaufsprospekte geschrieben und Goldreklame daraus gemacht. Ein Heer von Helfern schrieb in mehr oder minder intelligenten Artikeln über die Vorzüge des Goldes - und mehr oder minder intelligente Anleger stürzten sich auf Gold in jeder Form. Vom realen Barren, bis hin zur Option auf Aktien in Gründung befindlicher tibetanischer Goldhandelsunternehmen.
 
Intelligente Anbieter befriedigten die Nachfrage aus ihren Beständen eher zögerlich und heizten damit den Hype noch an.
 
Nun ist genug verkauft. Die Höchstkurse haben viel Geld in die Kassen gespült, und das kauft jetzt etwas anderes, Dollars zum Beispiel - und ganz klammheimlich und sehr vorsichtig kriechen auch schon wieder Bären aus ihren Höhlen und fragen, ob es wohl kurzfristig noch eine zweite Gold-Hausse geben wird oder ob es eher noch Wochen und Monate im Sinkflug bleiben wird.
 
 
Wichtig für uns Normalbürger ist daran nur die Erkenntnis, dass es für unser Leben, unseren Wohlstand und unser Wohlergehen vollkommen gleichgültig ist, zu welchen Preisen Gold gerade an den Börsen gehandelt wird.
 
Der Goldpreis kann uns genauso egal sein, wie der Kurs der Telekom-Aktie.
Beide haben keinen so nennenswerten Einfluss auf die realwirtschaftlichen Gegebenheiten, dass uns das interessieren müsste.
 
Und wenn doch, so ist festzuhalten, dass für den Kauf des nächsten Paares Eheringe ein sinkender Goldpreis eher von Vorteil ist.
 
 
Es handelt sich doch nur um Wetten.
 
 
Verkäufer wetten auf sinkende Preise, Käufer auf steigende. Beide haben ihre Gründe, ihre Informationen, ihre Ahnungen, ihr Bauchgefühl.
 
Die einen gewinnen, die anderen verlieren.
Es ist ein Zeitvertreib. Gefährlich nur für diejenigen, die alles, was sie haben, auf eine Karte setzen, um das Glück zu erzwingen.
 
Institutionelle Anleger und professionelle Großspekulanten gehen solche existenzgefährdenden Risiken grundsätzlich nicht ein. Sie verteilen ihr Vermögen, versuchen Chancen wahrzunehmen und Risiken zu vermeiden. Wer dabei in vielen kleinen Wetten öfter auf das richtige Pferd setzt, verdient dabei ein bisschen mehr - diejenigen, die dagegen gewettet haben, verlieren dabei ein bisschen mehr.
 
Banker, Broker, Makler verdienen an jeder Transaktion mit. Gebühren und Provisionen sind sicher - Kursgewinne nicht ...
 
 
Das Gold macht also Ferien.
 
 
Das bedeutet aber nicht, dass die vermeintliche Sicherheit, die man der Anlage in Gold von jeher zuschreibt, nun nicht mehr gesucht werden müsste, weil die Währungen, speziell der Euro, urplötzlich um so viel sicherer geworden wären.
 
Es ist im Gegenteil so, dass ein Teil der inflationären Geldmengen, die in der Finanzsphäre umherirren und vor kurzem noch in Richtung Gold strömten, nun andere Ziele suchen.
 
Eines ist bereits erkennbar, nämlich der US-Dollar, dessen Kurs gegenüber dem Euro schon wieder sprunghaft anzieht. Bernankes Ankündigung, die Zinsen wieder steigen zu lassen, zeigt Wirkung - und die Ansage der EZB, es gäbe noch lange keinen Grund für höhere Leitzinsen im Euro-Raum, unterstützt die Stärkung des Dollars ja noch.
 
Welchen Grund die EZB haben mag, auf diese Weise mit dazu beizutragen, dass die Ölrechnung der Euro-Zone teurer wird, ist schwer zu beurteilen.
 
Noch schwerer ist zu beurteilen, warum die EZB auf diese Weise mithilft, ausländischen Investoren den Einstieg in die europäischen Privatisierungsprojekte durch günstige Währungskurse noch zu erleichtern.
 
 
Wenn wir nicht alles falsch verstanden haben, befinden wir uns doch in einem erbitterten, wenn nicht gar verzweifelten Kampf zur Rettung des Euros. Sollte da nicht eigentlich ...?
 
Nun, so genau wissen wir natürlich nicht, was da eigentlich gerettet werden soll.
Es würde mich nicht wundern, wenn das überhaupt niemand wüsste.
 
"Der Euro" ist ja nichts Reales.
 
So eine Währung ist ja immer nur ein abstraktes Konstrukt,
auf das Unternehmen und Konsumenten, Banken und Versicherungen,
Staaten und Spekulanten ihre Erwartungen projizieren, um es ihren
Partnern mal als attraktiv, mal als weniger attraktiv erscheinen zu lassen.
 
Was also soll daran gerettet werden?
 
Die Eigenschaft als gesetzliches Zahlungsmittel in den Ländern der Euro-Zone?
Die ist nicht in Gefahr.
 
Die Kaufkraft im Binnenmarkt?
 
Die ist in Gefahr - und diese Gefahr wird durch die Maßnahmen zur Rettung des Euros eher vergrößert, weil alle diese Maßnahmen die Ausweitung der Liquidität zur Folge haben, was nur dadurch kompensiert wird, dass diejenigen, deren Aktivitäten zur Notwendigkeit, den Euro zu retten führten, die sogenannten Märkte, den Euro nicht
in dem Maße in den Markt werfen, wie er ihnen zufließt, was aber niemand in Brüssel oder Berlin verhindern könnte, wenn sie dieses Verhalten denn ändern würden.
 
Den Kurs im Devisenhandel?
 
Ist es nun günstiger, wenn der Euro billiger ist oder ist es günstiger, wenn er teurer ist? Und - vor allem - für wen?

Wer soll, wer kann mit Maßnahmen der Kurspflege gerettet werden?
Devisenspekulanten ja wohl eher nicht. Oder doch?
 
Gut.
Es gibt natürlich eine Realität der Euro-Rettung, die da zu besichtigen ist, wo Staaten gerettet werden, um den Euro zu retten.
 
Da stehen nämlich die so genannten Märkte an ihren Ständen auf dem Kapitalmarkt und bieten den Euro feil. Fragen wir lieber nicht, wie sie an den Euro gekommen sind, die Märkte. Stellen wir einfach fest: Die Märkte haben ihn.
 
Und die Griechen stehen mit leeren Taschen und sehnsuchtsvollem Blick vor den wohlgefüllten Auslagen - und der Händler verweigert die Euros, es sei denn, die Griechen sind bereit, einen weit überhöhten Preis (ZIns) dafür zu bezahlen.
 
Es ist ein Pokerspiel, bei dem die Händler die besseren Karten haben, weil sie die einzigen sind, bei denen Euros gekauft werden können, und weil die Griechen ohne Euros nicht mehr wirtschaften können, weil sie ihre Drachme nicht mehr haben.
 
Die Auflösung dieser Erpressungssituation gelänge nur, wenn sich die Griechen von der Abhängigkeit der Märkte befreien, indem sie wieder damit beginnen, ihre eigene Währung zu emittieren.
 
Genau das aber wird von Brüssel verhindert, indem nicht Griechenland alleine auf den Markt geht, und sich dort Euros kauft, sondern indem der große Bruder mitgeht und dem Händler sagt, dass die Familie für die Schulden Griechenlands aufkommen wird.
 
Natürlich verteuern sich die Euros damit für die ganze Familie, jeder trägt ein bisschen mit, an den griechischen Risikoaufschlägen, die Märkte bekommen also was sie wollen - und vor allem bekommen die Griechen ihre Drachme nicht zurück, und bleiben damit erpressbar.
 
Ist damit klar geworden, was unter der Überschrift "Euro-Rettung" gerettet wird?
 
Gerettet wird doch nur der dauerhafte und stetig wachsende Zinsanspruch der Märkte gegenüber der gesamten Euro-Zone.
 
Die Fiktion, mit dem Euro eine Konkurrenz zum US-Dollar zu etablieren und quasi eine zweite Welt-Leitwährung schaffen zu können, hat sich längst in Luft aufgelöst.
 
Weder im Ölgeschäft, noch sonstwo, konnte der Euro den Dollar in nennenswertem Umfang aus dem Handel verdrängen.
 
Und in der Euro-Zone selbst hat er die Wettbewerbsunterschiede zwischen den einzelnen Mitgliedsstaaten grotesk verstärkt, statt sie zu lindern.
 
Der Versuch, des wiedervereinigten Deutschlands Stärke und wirtschaftliche Dominanz durch den Euro zu bändigen, ist ebenfalls fehlgeschlagen und durch die Inanspruchnahme Deutschlands für die Schulden anderer Länder der Euro-Zone auch nicht nachhaltig zu retten.
 
Nichts spricht mehr für den Euro - und den Märkten geht es längst nicht mehr primär um die Mehrung ihrer Euro-Guthaben. Es geht ihnen um die Umwandlung der Euros in Sachwerte.
 
Und unter diesem Aspekt betrachtet, ist das Euro-Schlachtfest bereits in vollem Gange.
 
 
 
 
 
 
Dass das Gold in die Ferien geschickt wurde, ist da nicht weiter verwunderlich.
Wo erstklassige Schnäppchen locken, hält man sich lieber liquide - und wenn es nichts wird, kann man ja wieder zurück, ins Gold - da bekommt man, wenn der Preis sich so weiter entwickelt, am Ende ja sogar sehr viel mehr dafür.
 
 
Wo die Vermögen nicht ganz so groß sind, dass es reicht, um sich ein paar Quadratkilometer spanischer Strände, voll erschlossen, unter den Nagel zu reißen, oder in einem Konsortium zur Pflege des Weltkulturerbes mit um die Akropolis zu bieten, für den könnte unter Umständen jetzt der Dollar eine Fluchtmöglichkeit bieten, wenn es zum rapiden Verfall des Euros kommen sollte, weil die Märkte mit ihren gehorteten Beständen auf Einkaufstour gehen.
 
 

Für alle diejenigen jedoch, die zum Spekulieren eigentlich gar kein Geld übrig haben, gibt es heute ein Spezialangebot von mir.
 
 
Der EWK-Verlag verkauft Optionsscheine.
Ein im Buchhandel meines Wissens bisher noch nicht verbreitetes Spekulationsmodell.
 
Sie kaufen im Laufe der nächsten zwei Wochen die Option,
 
  • bei Erscheinen (Ende August 2013)
  • ein handsigniertes Exemplar
  • der Erstausgabe des Buches von Egon W. Kreutzer
  • "Das Euro-Schlachtfest - die Logik der Krise"
  • unabhängig vom späteren Ladenpreis
  • zum Preis von 14,90 Euro zu erwerben.
 
Die Option kostet 6,00 Euro. Der Betrag ist sofort fällig.
Ein Optionsschein wird nach Zahlungseingang zum Download bereitgestellt.
Gültigkeit erlangt dieser Optionsschein allerdings nur in Verbindung mit der jeweils einmalig vergebenen Auftragsnummer, die Ihnen mit der Bestellbestätigung automatisch zugeht.
 
Bei Vergabe des Druckauftrages ergeht an die Inhaber der Optionsscheine auf der Seite www.egon-w-kreutzer.de der öffentliche Aufruf, die Option wahrzunehmen und den vereinbarten Kaufpreis (14,90 €, incl. Versandkosten) innerhalb von zwei Wochen zu überweisen. Nicht wahrgenommene Optionen verfallen ersatzlos.
 
Diese Regelungen sind gleichlautend auch auf dem Options-Schein, der nach Zahlungseingang zum Download bereitsteht, angegeben.
 
Haben Sie Lust, den Jux mitzumachen?
 
Genau genommen handelt es sich ja nur um eine besondere Ausgestaltung eines Subskriptionsangebotes. Der Reiz für Sie besteht allerdings darin,
dass Sie
 
  1. garantiert ein Anrecht auf ein Exemplar aus der Erstausgabe erwerben,
  2. garantiert ein Anrecht auf ein handsigniertes Exemplar erwerben,
  3. beliebig viele Optionen kaufen und damit handeln können,
  4. beliebig viele Optionen kaufen - und diese verschenken können,
  5. insgesamt garantiert nur 20,90 Euro zahlen, egal, wo der Ladenpreis liegen wird.
 
Ihr Optionsschein liegt für Sie bereit.
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Nur noch bis 30. Juni 2012 gibt es diese besonders günstigen Angebote aus dem EWK-Verlag:
 
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Kommentare zu diesem Paukenschlag
Hallo, Herr Kreutzer!
Kann nur sagen - danke! Ganz klasse, wie Sie große Dinge ganz gelassen analysieren.
Bekannte von mir hatten mich auch dazu verleiten wollen, Gold zu kaufen. Ich habe denen davon abgeraten. Gut, wenn sie nicht gerade jetzt auf die Schnapsidee kommen und ihre Goldbarren wieder verkaufen, könnte sich der Preis vielleicht wieder erholen, aber sollte es wirklich mal soweit kommen, daß auf den in Gold angelegten Notgroschen zurückgegriffen werden muß, wird das wohl eine ganze Menge gelben Metalls werden, das dann unliebsam zum Verkauf drängt - so ville Eheringe kann man gar nicht schmieden!
 
Was den Euro betrifft - ich hatte das Vergnügen, einen der großen Vorzüge der europäischen
Einheitswährung zu testen, war in Finnland, Schweden und Dänemark unterwegs, als Sänger in einem Chor.
SF hat ja den Euro. Aber S und DK (und N) nicht. Wenn Mensch gewohnt ist, mit einer Währung durch die Lande zu reisen, nervt das Anstehen an den Wechselbuden schon ganz schön, und dann
noch die Verluste durch Courtage, Kommissionen und Kursdifferenzen. Da lobe ich mir wirklich
den Euro.
 
Was mir noch aufgefallen ist: Die Preise! Gottchen! Da lobe ich mir mein Reußenland, wo
meine Madame hat mit 200 Eus im Monat auskommen können! Warum jetzt nicht? - Na, jetzt
hat sie doch mich! Spaß beiseite - die inflationäre Tendenz ist in Skandinavien recht deutlich
zu spüren. Wer dort Urlaub machen will, sollte sich den auch leisten können. Wären wir nicht
vom Festivalkomitee eingeladen worden - ich denke, wir hätten drauf verzichtet. Auch das
Leben dort spielt sich auf relativ niedrigem Level ab. Ehrlich: Kapitalismus ist nix für uns arme
Würstchen!
Beste Grüße!
Ihr Siegfried, der Sängerknabe, Wilhelm

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