Paukenschlag
am Donnerstag
No. 24 /2013
6. Juni 2013


Kommentare zum Zeitgeschehen
von Egon W. Kreutzer

Druckversion
hoher Kontrast
reduzierter Kontrast
Kommentare lesen schreiben

Druckversion: Sigbert Döring
Vom Endsieg der Rinnen

u
Impressum
Startseite
EWK-Verlag
Newsletter

    Neugierig? Anklicken und das Rätsel wird aufgelöst

Kaffeekasse? Was ist das denn?

  Paukenschläge-verhallt

EWK-VERLAG

 NEU

 

 NEU

 

NEU

 

NEU

 

 NEU

 
 

 SPANNUNG
 

 
 

 
 

 
 

 

 
 

 
 

 ANSPRUCH
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 WISSEN
 

 
 

 
 

 
 

 

 
 

ZEIITGESCHEHEN 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 BESINNLICH
 

 
 

 
 

 

 
 

 
 

  SCHÖNES
 

 
 

  KINDER
 

 
 

 
 

 
 

 
 
 
 
 
 
 
 
Vom Endsieg
der Rinnen
 
 
Auch Professoren heißen nun Professorinnen.
Jedenfalls an der Uni Leipzig.
 

Unglaublich - doch offenbar wahr
 
 
Es ist Blödsinn.
 
Das wissen im Grunde alle.
 
Doch wir leben in einer Zeit, in der alles "beliebig" geworden ist, in der nichts mehr Bestand hat, nichts mehr Geltung, in der jeder aktuelle Blödsinn wichtiger genommen wird als ein konservativer Wert.
 
Es ist, als wüte die Pest und es käme nur noch darauf an, ein letztes Tänzchen - mit wem auch immer - zu wagen, bevor alles zu spät ist.
 
Und die es besser wissen, bleiben stumm in ihren vier Wänden und halten die Türen fest verschlossen, um nicht auch vom Taumel infiziert zu werden.
 
 
Dabei ist die Verwahrlosung der Sprache, um die es mir in diesem Beitrag geht, das vielleicht herausragendste Merkmal des Verfallsprozesses, den miterleben zu müssen, wir verdammt zu sein scheinen.
 
Dass Sprache sich wandelt, beständig wandelt, ist eine Binsenweisheit. Doch dieser Wandel vollzieht sich im lebendigen Sprachgebrauch - allmählich, und wie von selbst. Und wenn dieser stetige Wandel sich an der einen oder anderen Stelle dauerhaft manifestierte, dann war bisher immer noch rechtzeitig die Dudenredaktion zur Stelle und dokumentierte die Veränderung.
 
Der ganz normale, natürliche Wandel der Sprache ist mit der hier vorliegenden, brutalen und vorsätzlichen Vergewaltigung der Sprache jedoch keinesfalls gleichzusetzen.
 
 
Die "Rinnen", die derzeit überall in die deutsche Sprache eingeschlagen werden, sind die Siegeszeichen einer kleinen, radikalen und verbohrten Minderheit, deren Penetranz im Verfechten dessen, was sie für ihre gerechtfertigten Interessen halten, kaum noch zu übertreffen ist.
 
Wenn nun eine deutsche Universität, also ein Teil der Pyramidenspitze des deutschen Bildungswesens, statt die Sprache vor solchem Ungeist zu schützen, den Frevlern mit wehenden Fahnen vorangeht, dann ist es vom bewussten Gebrauch der hochentwickelten Sprache eines gebildeten Volkes bis zum unverständlichen Lallen der Besoffenen nicht mehr weit hin.
 
Es geht hier nicht um Literatur, nicht um Schriftsteller und große Auszeichnungen für ihre Werke - es geht um unser aller Alltagssprache, um das Werkzeug, mit dem wir uns untereinander verständlich machen, ein mächtiges Werkzeug, wenn man es klug einsetzt.
 
Der Spracherwerb - wohl am schönsten durch den Begriff "Muttersprache" zum Ausdruck gebracht, vollzieht sich über eine weite Strecke wie von selbst. Erst spät, wenn der Wortschatz schon weit gespannt, das Sprachgefühl entwickelt ist, kommt die Schule dazu und vermittelt zum Sprachwissen das Regelwissen und zum Regelwissen das Wissen um die Verbindlichkeit von Aussagen und die Notwendigkeit ihrer regelgemäßen Formulierung.
 
Sogar Satzzeichen spielen bei der Deutung von Aussagen eine wichtige Rolle, wie sich - schmunzelnd - am altbekannten Beispiel nachvollziehen lässt:
        Was willst du denn schon wieder?
        Was, willst du denn schon wieder?
         

 

Ja, sprechen und dabei richtig betonen, das können noch viele. Schreiben, und dabei richtig interpunktieren, das sind schon einige weniger.
 
Bastian Sick beklagt seit vielen Jahren den Tod des Genitivs - und es wird immer schlimmer. Tot lässt sich nicht steigern? Wer sagt denn das? Wo es den Herrn Professorin gibt, da darf es auch den töteren und den totesten Genitiv geben.
 

Wie lange wird es noch dauern, bis die Kultusministerkonferenz daherkommt und ihre nächste Sprach- und Rechtschreibreform verkündet, zunächst noch mit vielen, vielen Ausnahmen, doch mit der neuen Grundregel:
 
Rinnen-Regel
(zum besseren Verständnis für eine Übergangszeit von 18 Monaten noch im archaischen Macho-Deutsch verfasst)
 
Alle Worte, die nicht nur am Satzanfang groß geschrieben werden, erhalten grundsätzlich die sich aus dem Sprachgefühl ergebende weibliche Endung. Die ursprünglichen Artikel bleiben erhalten, es sei denn, dass dadurch eine sinnentstellende Kombination entsteht oder das Sprachgefühl mehr als nur erheblich gestört wird. Ein entsprechender Beispielkatalog ist in Arbeit und wird bis Ende 2018 für den Unterricht an allen Schulen und für den Gebrauch in Ämtern und Behörden verbindlich verabschiedet.
 
Rinninnen-Regelin
(im modernen und geschlechtsneutralen Tussyinnen-Deutschin)
 
Alle Wortinnen, die nicht nur am Satzanfangin groß geschrieben werden, erhalten grundsätzlich die sich aus der Sprachgefühlin ergebende weibliche Endungin. Die ursprünglichen Artikelinnen bleiben erhalten, es sei denn, dass dadurch eine sinnentstellende Kombinationin entsteht oder die Sprachgefühlin mehr als nur erheblich gestört wird. Ein entsprechender Beispielkatalogin ist in Arbeitin und wird bis Endein 2018in für den Unterrichtin an allen Schulinnen und für die Gebrauchin in Ämterinnen und Behördinnen verbindlich verabschiedet.
 
 
 
Es sei übertrieben?
 
Ach Gott!
 
 
Der Blödsinn geht kaum noch höher. Professoren sprechen sich als Professorinnen an, und weil das noch nicht kaputt genug ist, unterscheiden sie dann wieder fein säuberlich zwischen dem Herrn Professorin und der Frau Professorin?

Oder unterscheiden sie zwischen der Herr Professorin und der Frau Professorin?
 
Oder, um der Ausgewogenheit willen, zwischen der Herr Professorin und dem Frau Professorin?
 
Wer einen Professor zur Professorin macht, der soll auch die Begriffe Mann und Frau, Herr und Dame, Sohn und Tochter, Henne und Hahn, Sau und Eber, Nonne und Mönch streichen - und viele, viele weitere dazu.
 
Es reicht doch, wenn man von einfachen Geschlechtsreifinnen, gehobenen Geschlechtsreifinnen, Kinderinnen, Hühnerinnen, Schweininnen und Ordensleutinnen spricht.
 
Wer einen Professor zur Professorin macht, der sollte auch die überflüssigen Worte

"er" und "sie" streichen, es genügt dann doch, "esinnen" zu haben, "der" und "die" können durch "dasin" ersetzt werden, "einer" und "eine" entfallen zugunsten von "einin", "jeder" und "jede" streichen wir und sagen "jedin", und so weiter, und so weiter...
 
Der Satz:
 
"Der Professor antwortete, er fühle sich - wie jeder Mann - durch die neue Sprachregelung diskriminiert",
 
müsste dann halt so lauten:
 
"Dasin Professorin antwortete, esin fühle sich - wie jedin einfache Geschlechtsreifin - durch dasin neue Sprachregelungin diskriminiert".
 
 
Es sei übertrieben?
 
Ach Gott!
 
Die machen da in Leipzig Männer zu Frauen, per Universitäts-Satzung - und wenn ich darüber schreibe, dann übertreibe ich?
 
Wie ist es denn dem Neger ergangen. Schönes, klares, deutliches Wort aus dem Schatz unserer Sprache.
 
Ein Wort, das angeblich mindestens ebenso leicht zur Diskriminierung einlud, wie achtlos weggeworfene Bananenschalen zum Ausrutschen.
 
Der Neger ist nicht mehr. Er ist jetzt ein "stark Pigmentierter".
(Die meisten Neger kommen allerdings gar nicht auf die Idee, dass sie damit gemeint sein könnten.)
 
Und da soll man nicht das Kotzen kriegen?
 
Der weißhäutige Negerkönig im Taka-Tuka-Land Astrid Lindgrens ist zum Südsee-König geschrumpft worden.
 
Bald wird man uns nahelegen, nicht mehr diskriminierend von Reichen oder Superreichen zu sprechen. Das Ersatzwort ist schon längst in Gebrauch. Wer mehr hat, der ist schlicht und einfach Elite.
 
Es gibt auch keine Armen mehr, schon lange nicht mehr, nur noch "Leistungsempfänger" - also solche, denen (unverdient) Gutes widerfährt.
 
Aus dem Arbeitsamt ist das JobCenter geworden, wo man denen, die es nur von außen kennen, weiß macht, die Arbeitslosen kämen als Kunden ins JobCenter und bräuchten sich die Jobs nur aus den Regalen zu nehmen und in die Einkaufswagen zu legen - doch dazu hätten die faulen Säcke nun mal keine Lust ...
 
Wenn ein Arbeitsloser Kunde genannt werden darf, warum in aller Welt soll dann nicht ein Professor als Professorin angesprochen werden?
 
 
Warum nicht?
 
Weil er sich wehren könnte!

Weil er die intellektuellen Fähigkeiten und die wirtschaftliche Sicherheit haben sollte, sich nicht zum Opfer dieser sprachlichen Schlammschlacht machen zu lassen, die Orwell einst "Neusprech" nannte.
 
Weil der Herr Professor sich selbst so viel wert sein sollte.

Weil der Herr Professor es nicht nötig hätte, sich selbst zur Kastration anzubieten, wie hier offenbar geschehen.
 
 
Was ist denn der Antrieb hinter all diesem faulen Zauber?
 
Ja. Freud nannte es Penisneid.
 
 
Damit darf man den Neusprech-Verfechtern allerdings nicht kommen.
Da brodeln und fauchen sie wie überhitzte Dampfkochtöpfe.
 
 
Und es ist ja wohl auch nicht richtig. Es steckt schon mehr dahinter.
 
Sicher, da gibt es im Lager der Frauenrechtlerinnen einige, die aus Motiven des "Geschlechterkampfes" heraus argumentieren, doch ich meine, dass es da eine übergeordnete Regie gibt, von der sie sich - ob willig oder ungewollt sei dahingestellt - instrumentalisieren oder doch zumindest einbinden lassen in diesen Kampf um die geistige Gesundheit.
 
"Herr Professorin"- das ist krank.

Das hätte - früher und im starrsinnigen Wiederholungsfall - zur psychiatrischen Behandlung geführt.
 
Sprache ist, mehr als jedes andere Werkzeug, das sich die Menschheit geschaffen hat, Ordnungs und Orientierungsmittel.
 
Und überall da, wo Sprache ernsthaft und auch nicht künstlerisch gebraucht wird, wird "Herr Professorin" eben nicht als die Bezeichnung für einen Professor verstanden, sondern als mehr oder minder zynisch-sarkastisch-ironisch-spöttische Anspielung auf das ausgeprägt maskuline Erscheinungsbild oder Verhalten einer Professorin - oder auf das ausgeprägt feminine Erscheinungsbild oder Verhalten eines Professors aufgefasst.
 
Wer so bezeichnet wird, verkommt in der deutschen Sprache zur Witzfigur, ganz unabhängig davon, welche primären und sekundären Geschlechtsmerkmale ihren/seinen Körper schmücken mögen.
 
Solche Sprachfiguren dürfen Kabarettisten benutzen, um eine Pointe zu setzen, solche Sprachfiguren dürfen Politiker (dank Immunität) benutzen, um den politischen Gegner verächtlich zu machen, solche Sprachfiguren dürfen Schriftsteller und Lyriker benutzen, um einem Gedanken auf originelle Weise Ausdruck zu verleihen - eine Universitätsverwaltung sollte sich dessen in ihrem üblichen Kontext tunlichst enthalten.
 
 
Sprachverwirrung hat - so die Bibel - zum Abbruch des Turmbaus und zum Untergang Babylons geführt.
 
An unserer Sprache wird von verschiedenen Seiten gesägt.
 
Die sonderbare Erbkrankheit Legasthenie erlaubt immer mehr Schülern, sich per Stempel und Attest vom Erlernen der Sprachregeln - ohne Schaden für den Notendurchschnitt - fern zu halten.
 
Die Überschwemmung mit Anglizismen, die vor allem von der Werbung - ohne echte Notwendigkeit - vorangetrieben wird, schmälert die Differenzierungsfähigkeit, weil dem fremden Wort die passenden Synonyme nicht mitgeliefert werden. Es steht wie die Ambrosia ohne natürliche Feinde im Sprachgarten und verdrängt alles, was im Lebensraum vorhanden war, aber der Aggressivität des Neulings nichts entgegenzusetzen hat.
 
Die "Political Correctness", der schon viele Worte und Begriffsbildungen geopfert wurden, trägt ihren Teil ebenso dazu bei, wie die Gender-Mainstream-Mania, die uns nun - nach der Frauenquote in den Aufsichtsräten und der dummdreisten Behauptung, Frauen und Männer unterschieden sich nur, weil man sie unterschiedlich erziehe - als jüngste Blüte eines unbeirrbaren Fanatismus "die Herr Professorin" beschert hat
 
 
 
Das sei übertrieben?
 
Ach Gott!
 
Es darf doch niemand glauben, dass es damit nun endgültig sein Bewenden haben wird, dass das Ende der Fahnenstange erreicht sei.
 
Es wird weitergehen.
 
 
Mir fehlt die kranke Fantasie, um mir auszumalen, was als nächstes unter Beschuss genommen werden wird. Vielleicht wird man die Begriffe "links" und "rechts'" für diskriminierend erachten und stattdessen "nichtmittig" verwenden müssen.
 
Vielleicht geht es "oben" und "unten" an den Kragen und es muss heißen "niveaudifferent".
 
 
 
Herr Professorin - das ist der Dammbruch, dem nach der ersten Woge eine Flut folgt, die für die deutsche Sprache verheerender sein wird, als die Hochwasser an Elbe und Donau.
 
Wo Flüsse über die Ufer treten, ist eine große gemeinsame Anstrengung zu beobachten, die Schäden schnellstmöglich zu beheben, Zerstörtes wieder herzustellen und die Dämme zu erhöhen.
 
Wo sprachlicher Unrat sich Bahn bricht, ist von einer Feuerwehr oder vom Technischen Hilfswerk weit und breit nichts zu sehen - und auch die Goethe-Institute in aller Welt bewahren ihre erstebürgerpflichtsgemäße Ruhe.
 
 
 
... und deswegen ist wieder mal alles an mir hängen geblieben.
 
 
Kommentare zu diesem Paukenschlag
Herr Kreutzerin,
da ist Ihnen ein echter "Hammerschlagin" aus der Federin geflossen!!!

Jedoch haben Sie an manchen Stellinnen doch noch etwas "nachlässig" verfahren!
 
z.B. Ach "GOTTIN" hätten Sie konsequent schreiben müssen, oder wagten Sie sich (noch) nicht an die aller-höchste Stellin heran?
 
trotz alledem weil:
"und deswegen ist wieder mal alles an mir hängen geblieben"
Vielen, vielen Dankin, dass Sie sich dem gestellt haben!
Michael Tietzel
Kreutzerfanin
Hamburgin
Websitin buendnis21-rrp-nrw.de


Lieber Herr Kreuzer,
ich habe einen Trost für Ihren absolut nachvollziehbaren Paukenschlag:

Es gibt eine Insel der Seligkeit in der Fernsehwerbung für pharmazeutische Produkte. Der dort obligatorische Warnhinweis zu Risiken und Nebenwirkungen kennt nur "Ihren Arzt" und "Ihren Apotheker".
 
Ich hatte mich vor ein paar Jahren an die "Gleichstellungsbeauftragte" - ich glaube im Familienministerium - gewandt und angefragt, was die armen Werbeopfer machen sollen, die eine Ärztin und/oder eine Apothekerin haben.
Ich bekam auf meine Spaßanfrage tatsächlich eine Antwort, die ungefähr lautete, man könne doch erkennen, was damit gemeint sei; aber man mache sich unabhängig davon Gedanken, wie man das Problem im Sinne einer "Gleichstellung" lösen könne.

Wahrscheinlich brüten hochbezahlte Ministerialbeamte oder externe international vernetzte Anwaltskonzerne seit Jahren für viel Geld über eine lukrative Problemlösung nach, damit der darbenden Pharmaindustrie aus dem "...innen-Wahn" keine zusätzlichen Werbekosten entstehen.
Herzlichst
Ihr Peter Krain


Lieber Herr Kreutzer,
Sie haben mal wieder den Nagelin auf den Kopfin getroffen. Ich denke jedoch, dass dieser Schwachsinn von alleine verschwindet, da die überwiegende schriftliche Kommunikation zunehmend via Kurznachrichten erfolgt. Diese Art der Kommunikation wird nicht spurlos an unserem Sprachgebrauch vorüber gehen.
Für die Kurznachrichten sind die Rinnen eine unnötige Verlängerung der Worte und werden daher wohl in den nächsten Jahren wieder entfallen. Mit anderen Worten: Aus der Professorin wird einfach der Prof – Geschlechtsneutral und ohne Rinne. Neger ist auch kürzer als ein wie auch immer Pigmentierter und da unsere Kinder das Wort Neger ja nicht mehr kennen, könnte die Kurznachrichtenform für den alten Neger in einigen Jahren Vollpig sein, was nur für Leute mit Fremdsprachenkenntnis diskreminierend sein könnte (Pig = Schwein)
In diesem Sinne weiter so und viele Grüße
Helmut Winter

Sehr geehrter Herr Kreutzer!

"An unserer Sprache wird von verschiedenen Seiten gesägt."

Ja. - Und zwar schon seit längerer Zeit, spätestens seit Mai 1945.

Und was die Anglizismen betrifft: Inzwischen geben sich deutsche Sprecher beim Radiosender Deutschlandfunk ersichtlich/erhörlich allergrößte Mühe, mit möglichst original-getreuem, Texas-ähnlichem Roll-Groll-Würgen im hinteren Mundbereich die Mikrofone zu malträtieren.

Der längst in Vergessenheit geratene Sick'sche Genitiv ist schon lange 'Schnee von gestern'.

Physikprofessorin Josef Käs'es 'Vorschlagin' war wohl nur der jüngste Überraschungs-Coup
der 'Sprachlichen UmweltverschmutzerInnen-Szene'. Da werden sich die Mundwinkel unserer lieben 'Emma' vor lauter Freude wohl bis hinter die Ohren verlängern.
Schon aus rein sprachlichem Selbsterhaltungstrieb muss dagegen gehalten werden, wo sich auch nur die Möglichkeit dazu bietet - und derer sind unübersehbar viele.

Danke für Ihren Einsatz an dieser 'Front'!

Beste Grüße

Peter Hennig


PS: Erst dachte ich, heute sei der 1. April ...

Führungskräftinnen wie Politikerinnen und Wissenschaftlerinnen sind wohl in ihrem Geistinnen mehr als nur verwirrt - Hilfe!

Neben dem Geld-/ Finanzwesen ist Gender Mainstreaming die mächtigste Waffe der Strippenzieher, weil damit die Fundamente und schlußendlich Kulturen selbst zerstört werden. Zurückbleiben werden verwirrte, zombieähnliche Massen, die nicht mehr zwischen richtig und falsch, gut und böse etc. unterscheiden können, und nach einer "Führung" lechzen werden, die ihnen sagt, wo es lang geht.
Komisch, daß mich der ganze Irrsinn an angeblich gefälschte und verbotene Protokolle erinnert (wobei niemals von einem Original die Rede war), worin solch gezielte destruktive Maßnahmen angekündigt worden sein sollen.
Aber das sind sicher nur Verschwörungstheorien wie man sie ja auch von den Geldsystem- Kritikern kennt.
Liebe Grüße
Michael Lang


Herr Kreuzer,
der Eindruck darüber wurde jedoch nur von den Überschriften provoziert. Ich habe zuerst auch den Eindruck bekommen, jedoch als ich in der SZ gestern gegen Abend einen letzten Artikel dazu gelesen habe, ist mir sofort das rote Tuch aufgefallen. Es geht nur darum, um Professor/Professorin zu vermeiden mit Professorin, da die Professorinnen überwiegen. Also eine mathematische Abwägung.
Ich teile ihre Meinung bezüglich des Wegfallens des –ck-, also des logischen Abkürzen in der Schrift, wie mit „Schifffart“, welches Unsinn ist und Schiffart bleiben sollte. Da meine Muttersprache Ukrainisch ist, weiß ich, dass so ein Blödsinn zur russischen „Sprache“ gehört. Daher habe ich da so meine Befürchtungen. Die logische Abkürzung ist ein geschichtliches Merkmal der ursprünglichen Sprachen.
Was ich dem „Professorin“ abgewinnen kann, dass ist das angebliche Neutrale im Englischen, welches jedoch dann bei einer männlichen Endung bleibt :), siehe Eigenheiten eines Imperiums, also „Schwanzgesteuert“. Die Englische Geschichte unterscheidet sich ja vom Deutschen, dass sich das richtige Deutsche auf das Volk bezieht und nicht auf eine Schicht. So das Magdeburger Recht gegen Cromwells Eingeständnisse für eine privilegierte Kaste.
Daher schreibe ich Ihnen, damit Sie da nicht aufs Glatteis gehen und man ihnen nachsagt auf einen Flopp aufgesessen zu sein. Welcher eben noch in der SZ mit den Überschriften provoziert wurde.
Bei der SZ ist mir in aufgefallen, dass sie Angeblich auch Kommentare gegen die CDU veröffentlicht, jedoch eher im Sinne der Tea Party, also um die Wähler dennoch an der „konservativen“ Stange zu halten. Vielleicht ist auch der Grund, dass man der SPD doch nicht so viel zutraut.
Hoffe, dass ich Ihnen behilflich seien konnte
Hier der Link zu dem Artikel, welcher mir das richtige Verständnis gab:
http://www.sueddeutsche.de/bildung/sprachreform-an-der-uni-leipzig-wir-waren-nuechtern-1.1689465
Man könnte sagen, dass man hier aufs Glatteis führte mit den Kleingedruckten :)
Bernd Senczuk

 
 
 
 
 
 
 
 
 
k
    Sicher surfen auf
    egon-w-kreutzer.de
     
    Mit dem Original Facebook-Button nutzt FB die Gelegenheit, Ihre Nutzerdaten abzugreifen, sobald Sie eine solche Seite betreten. Hier entscheiden Sie mit dem Anklicken des Links recht selbst, ob Sie sich mit "Gefällt mir" für Facebook sichtbar machen wollen.

  

Suchmaschinenoptimierung mit Ranking-Hits