Paukenschlag
am Donnerstag
No. 15 /2013
4. April 2013


Kommentare zum Zeitgeschehen
von Egon W. Kreutzer

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Korrupte Ärzte ???

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Korrupte Ärzte ???
.
Seit wann denn das?
Noch ein Wahlkampfthema,
oder bahnt sich da mehr an?
 
Herr Bahr, Gesundheitsminister, FDP, tut alles, um den Eindruck zu erwecken, Ärzte, die in irgendeiner Form "Provisionszahlungen" von Pharma-Unternehmen oder Kliniken erhielten, seien korrupt - und diese Korruption müsse strafrechtlich verfolgt werden.
 
Was ist da dran?
 
Schaut man genauer hin, stellt man fest, dass diese Leistungen der Pharma-Unternehmen nur einen Teil dessen ausmachen, was angeprangert wird, der Großteil der einigen Ärzten vorgeworfenen Betrügereien sind Betrügereien - nämlich Abrechnungsbetrug - alleine, oder in Zusammenarbeit mit Apothekern.
 
Das aber sind bereits Straftaten, und die werden auch immer wieder mal entdeckt, aufgeklärt und gerichtlich gewürdigt.
 
Was nun zur Straftat erklärt werden soll, ist zunächst einmal noch keine,
und daher kommt es einer Vorverurteilung, ggfs. sogar Rufmord gleich, wenn man sich herausnimmt, schon von "korrupten Ärzten" zu sprechen, bevor man das fragwürdige Gesetz überhaupt in den Gesetzgebungsprozess eingebracht hat.
 
Doch wie das bei Rufmord so ist, es bleibt immer etwas hängen - und das scheint die Absicht zu sein: Das Image des niedergelassenen Arztes zu beschädigen.
Eine Vermutung, warum das beabsichtigt sein könnte, gibt es natürlich auch - man muss auch hier nur fragen: Wem nützt es?
 
 
Zurück zur Sachlage:
 
Zunächst einmal ist festzuhalten, dass es sich beim niedergelassenen Arzt um einen Unternehmer handelt, der - schon um Frieden mit dem Finanzamt zu haben - mit seinem Unternehmen nach steuerpflichtigem Gewinn zu streben hat.
 
Bleibt der Gewinn dauerhaft aus, erklärt der Fiskus die Praxis nämlich zum Hobby - und der brave Onkel Doktor kann die Verluste aus dem Gewerbebetrieb nicht mehr in seine Steuererklärung einstellen.
 
Selbstverständlich soll der niedergelassene Arzt aber nicht nur keinen Verlust machen, sondern aus seiner Praxis auch einen Lebensunterhalt für sich und seine Familie erwirtschaften, der einigermaßen mit seiner Ausbildung, seiner Verantwortung und seinen bisweilen ausufernden Arbeitszeiten in Einklang steht.
 
Die Kosten der Praxis, Miete, Heizung, Strom, Telefon, Reinigung, Abschreibungen auf die Gerätschaften, die Praxishelfer((in)nen), der Steuerberater, die vorgeschriebenen Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen, das Fahrzeug für die Hausbesuche und Notdienst-Einsätze, das alles kostet Monat für Monat eine Stange Geld.
 
Dem gegenüber stehen Einnahmen aus der medizinischen Versorgung von Kassenpatienten und Einnahmen aus Privatliquidationen (einschließlich der IGEL-Leistungen) - sowie eben auch Provisionseinnahmen von Pharma-Unternehmen, ggfs. auch von Kliniken, die unter den unterschiedlichsten Titulierungen letztlich nur einem Zweck dienen, nämlich die Medikamente des jeweiligen Unternehmens bevorzugt zu verschreiben, bzw. Patienten zur stationären Behandlung in die jeweilige Klinik einzuweisen.
 
All das ist keineswegs Korruption.
 
Sonst wäre es nämlich auch Korruption, wenn ein Gastronom den Kredit einer Brauerei zur Ausstattung seiner Gasträume annimmt, und anschließend nur das Bier dieser Brauerei verkauft, obwohl es andere Brauereien gibt, die vielleicht sogar billigeres Bier anbieten.
 
Es wäre auch Korruption, wenn der Buchhändler mit seinem Großhändler einen exclusiven Belieferungsvertrag schließt und dieser dafür einen etwas höheren Rabatt einräumt.
 
Es wäre Korruption, wenn sich ein Supermarkt oder gar eine ganze Ladenkette entschließt, eine lange Regalreihe an denjenigen Süßwarenproduzenten exclusiv zu vergeben, der dafür die höchste Einstandsprämie zahlt.
 
Es müsste also fast alles als Korruption angesehen werden, was in der freien Wirtschaft dazu führt, dass zwischen einem Händler und einem Lieferanten besondere Vereinbarungen über Rabatte, umsatzabhängige Boni oder Abreden über sonstige Vergünstigungen getroffen werden, die ganz selbstverständlich dazu führen, dass das Sortiment des Händlers sich mehr oder minder stark auf die Produkte des jeweiligen Produzenten ausrichtet.
 
Doch das alles ist üblich und wird keineswegs als Korruption angesehen, weil der Gewerbetreibende ja nichts anderes tut, als jede legale Möglichkeit zur Steigerung des Gewinns seines Unternehmens wahrzunehmen.
 
Warum soll also etwas, das ansonsten zur allseits geübten Praxis gehört und als erfolgreiches Marketing der Produzenten, bzw. als geschicktes Einkaufsverhalten der Händler bezeichnet, ja sogar empfohlen wird, plötzlich da, wo "Praxis" am Firmenschild steht, Korruption sein?
 
 
Stimmt schon, wir haben im Medizinsektor eine etwas andere Situation.
 
Der Arzt darf die Arzneien nicht selbst verkaufen, das bleibt dem Apotheker vorbehalten, und der Apotheker darf keine Rezepte ausstellen, denn das wiederum ist dem Arzt vorbehalten.
 
Es findet also eine Trennung statt, zwischen "Beratung" und "Verkauf".

Doch das kennen wir auch von den freien Finanzmaklern (und vielen, vielen anderen Vermittlern), die für ihre Klienten die geeignete Anlagemöglicheit auswählen, die diese dann bei Banken oder anderen Finanzdienstleistern "einkaufen".
Selbstverständlich fließen dafür Provisionen. Nur die allerwenigsten verzichten auf ein Honorar des Anbieters und berechnen ihre Leistung ausschließlich ihren Klienten.
 
Es ist aber noch etwas ganz anders.
 
Das ist die bescheidene Rolle des Kassenpatienten, der praktisch überhaupt keinen Einfluss auf die Verordnung hat. Nur der Privatpatient kann den Arzt seines Vertrauens dazu bewegen, seinen Wünschen entsprechend zu verordnen.
 
Diejenigen, deren Beitragsleistungen das beitragsfinanzierte Gesundheitswesen zur Goldgrube machen, die sich weder gegen Beitragserhöhungen noch gegen Leistungskürzungen zur Wehr setzen können, die werden in diesem Spiel zum "entmündigten" Objekt einer Bevormundung, die zum Wesenskern unseres Gesundheitswesens gehört.
 
Aus dieser Bevormundung speisen sich jährlich dreistellige Milliardenumsätze.
 
Im letzten Jahr überwiesen die gesetzlichen Krankenkassen knapp 169 Milliarden Euro an den Medizinsektor, die privaten Krankenkassen steuerten nur magere 28 Milliarden bei. Immerhin 40 Milliarden wurden außerdem noch - ohne Einschaltung der Kassen - von den Patienten selbst bezahlt.
 
Doch an diesem Prinzip, das an vielen Stellen nach "Selbstbedienung" riecht, will offenbar niemand rütteln.
 
 
Der Korruptionsvorwurf gegen die Ärzte lahmt allerdings noch an einer anderen Stelle:
 
Rezeptpflichtige Medikamente unterliegen in Deutschland der Preisbindung.
Die Kosten der Kassen - für ein bestimmtes Medikament - ändern sich also nicht, egal, ob das Pharma-Unternehmen Ärzten für Verschreibungen Prämien zahlt oder nicht.
 
Die Pharma-Unternehmen haben, nachdem der Preis einmal festgesetzt ist, keine Möglichkeit, im Markt durch spontane Preissenkungen Punkte zu machen und den Umsatz eines Produktes zu forcieren.
 
Das Marketing der Pharma-Unternehmen kann also nur beim Arzt ansetzen!
 
Er ist der einzige, der im Segment der rezeptpflichtigen Medikamente die Entscheidungen trifft.
    Tut er das,
     
    • unter Abwägung rein medizinischer Kriterien, und
    • verordnet bei wirkungsgleichen Medikamenten
    • eher das, wofür er eine Provision erhält,
     
    dann entsteht seinem Patienten kein Schaden.

 

 
Ob der Kasse ein Schaden entsteht, bleibt zunächst einmal offen. Es ist ja nicht zwingend so, dass das Medikament, für dessen Verordnung eine Provision gezahlt wird, auch teurer ist, als die vergleichbaren Mittel der Konkurrenz.
 
Gewinn entsteht doch nicht nur aus dem Preis, sondern - gerade in der chemischen Industrie, zu der ja auch die Pharma-Branche gerechnet werden muss - hauptsächlich über den Umsatz, also über den Marktanteil.
 
Pharma-Produkte sind entwicklungsintensive Produkte. Bis eine Pille marktreif ist, können viele Millionen an Kosten angefallen sein. Die Kosten der eigentlichen Produktion des Arzneimittels, also das benötigte Ausgangsmaterial, der Verarbeitungsprozess, bis hin zur sterilen Verpackung, macht in der Regel nur ganz geringe Beträge aus. Wenn also Herstellungskosten von 2 Euro und ein Abgabepreis an den Apotheker (an die Krankenkasse) von 22 Euro im Raum stehen, dann hat das Pharma-Unternehmen von jeder verkauften Pillenschachtel einen Deckungsbeitrag von 20 Euro. Lagen die Kosten bis zur Marktreife bei 5 Millionen Euro, dann müssen erst einmal 250.000 Schachteln verkauft werden, bis die Entwicklungskosten des Medikaments wieder hereingekommen sind. Erst dann beginnt für das Pharma-Unternehmen die Gewinnzone.
 
Ist der Gesamtmarkt nun auf, sagen wir, 200.000 Schachteln pro Jahr begrenzt, weil es eben nicht mehr relevante Krankheitsfälle gibt, so muss (!) das neue Medikament mit aller Macht in den Markt gedrückt werden, wenn das Pharma-Unternehmen nicht pleite gehen will.
 
Also laufen sich die Pharma-Vertreter die Hacken ab und machen den Ärzten die Novität schmackhaft. Außerdem dürfen die Ärzte auf illustren Fortbildungsveranstaltungen die Vorzüge des neuen Mittels kennenlernen - und man bietet ihnen an, für "Feldstudien" Entgelte zu bezahlen.
 
Natürlich können Feldstudien nur durchgeführt werden, wenn das Mittel auch verordnet wird - und so wird halt verordnet.
 
Mit etwas Glück drängt das neue Mittel die ähnlich wirkenden der Konkurrenz schon im ersten Jahr zur Hälfte aus dem Markt und setzt sich weiter durch.
 
Das kann nun daran liegen, dass es tatsächlich einen Fortschritt darstellt und besser, also vollständiger, schneller oder nebenwirkungsärmer wirkt, was einen volkswirtschaftlichen Fortschritt darstellt.
 
Es kann auch daran liegen, dass es bei gleicher Wirksamkeit einfach ein besseres Ärzte-Marketing gegeben hat, doch es kann nicht primär daran liegen, dass es zu einem anderen Preis verkauft wird als die Konkurrenz-Produkte.
 
 
Den Arzt, der diesen ihm sich bietenden Vorteil nutzt, der Korruption zu beschuldigen, ist Narretei.
 
Bedenken wir doch bitte auch jenen Fall, in dem ein neues Medikament weitaus besser wirkt als alle übrigen Therapien, dass es zudem - bezogen auf die Nachhaltigkeit und Schnelligkeit der Wirkung - volkswirtschaftlich gesehen preiswerter ist, als alles, was es bisher gab,
 
was ist dann schlecht daran, wenn der Arzt für jede Verordnung zusätzlich eine Prämie des Herstellers erhält? Soll er die ernsthaft ablehnen? Nur, damit die Aktionäre des Pharma-Konzerns einen Cent pro Aktie mehr als Dividende erhalten?
 
 
Nun kommen wir zur anderen Seite der Medaille, und zu den schwarzen Schafen, die es sicherlich auch gibt.
 
Ärzte, die nur um des schnellen Euro willen Verordnungen für nutzlose oder gar schädliche, zudem überteuerte Medikamente ausstellen, soll es wohl auch geben.
 
Doch da gäbe es doch ganz andere, einfachere, wirksamere, effizientere Methoden, um dies abzustellen. Da muss man doch nicht nach Korruption fahnden!
 
Wenn Kassen zu der Überzeugung gelangen, dass bestimmte Medikamente bestimmter Hersteller im Vergleich mit wirkungsgleichen oder wirksameren anderer Hersteller zu teuer sind, dann sollen sie die Erstattung der Kosten für diese Medikamente schlicht verweigern.
 
Und wenn die Kassen zu schwach sind, solche "Roten Listen" aufzustellen, dann kann das immer noch der Bund tun. Doch da ist man ja eher daran interessiert, die Zulassungsverfahren für Medikamente zu beschleunigen*), als Sicherheit und Wirksamkeit zu prüfen und dann entsprechende Verordnungen zu erlassen, mit denen Kassenleistungen auf wirklich wirksame und zugleich preiswerte Medikamente beschränkt werden.
 
Da laufen die Kassenpatienten dem Arzt die Praxis ein und fordern die Verordnung eines Medikamentes, das von der Kasse bezahlt wird - und gehen beim nächsten Mal gleich zu einem anderen Arzt. So einfach ist das.
*) Ich erinnere mich finster an Versuche von Ulla Schmidt, das Bundesamt für Arzneimittelsicherheit aufzulösen und völlig neu zu gründen, weil dort nach Auffassung aller interessierten Kreise zu gründlich geprüft wurde. Da musste - wenn ich mich recht erinnere - seinerzeit auch der Chef gehen und einem "moderneren" Leiter Platz machen ...

 

 

 
 
 
Doch diese Verantwortung wollen die Kassen offenbar nicht übernehmen.
Diese Verantwortung will offenbar auch das Gesundheitsministerium nicht übernehmen.
 
Das wäre ja ein Eingriff in den freien Wettbewerb!
 
Also hackt man auf den Ärzten herum, von denen nun tatsächlich einige am Monatsende nicht wissen, wie sie ihre Angestellten bezahlen sollen, weil die verdammte Deckelei der Gesundheitskosten ihre Leistungen ab einem bestimmten Höchstwert einfach nicht mehr honoriert.
 
 
Festzustellen ist: Das Image der Ärzte, lange als "Halbgötter in Weiß" angesehen und zu den vertrauenswürdigsten Berufsständen gezählt, wird - in Bezug auf die niedergelassenen Ärzte - beschädigt.
 
Zugleich werden durch Kostendämpfungsgesetze und vorgebliche Korruptionstatbestände die Einnahmequellen der niedergelassenen Ärzte ausgetrocknet.
 
Es soll sich nicht mehr lohnen, als Arzt eine eigene Praxis zu unterhalten. In den ländlichen Gebieten Deutschlands ist man auf diesem Weg bereits weit vorangekommen.
 
Wem nutzt es also?
 
Auf lange Sicht den großen Klinikkonzernen.
Dort weiß man genau, welche Umsätze im Gesundheitswesen (dummerweise) an niedergelassene Ärzte fließen, statt in die Taschen dieser Konzerne.
 
Und sie werden uns, darauf mag ich wetten, bald die Lösung anbieten. Angestellte Ärzte unter dem Dach des Konzerns, im Ärztehaus in jeder mittelgroßen Stadt. Dass das effizient und kostensparend sein kann, haben die Poli-Kliniken der DDR gezeigt.
 
Warum also nicht dieses Potential abschöpfen - und zwar zu den Preisen der Leistungen der Kleinpraxis? Da liegen Goldadern - und die werden gehoben werden.
 
Die Weichen sind gestellt - und die Propaganda wird immer lauter werden.
 
Dass nun ausgerechnet die FDP, die einen Großteil ihrer Stammwählerschaft unter Freiberuflern, also auch unter den Ärzten hat, zum Vorreiter dieser Kampagne wird, verwundert nur auf den ersten Blick. Ich kann mir vorstellen, dass die Abwägung zwischen Wählerstimmen und Parteispenden nicht immer ganz einfach ist ...
 
 
Gleiches gilt übrigens auch für das Bildungswesen.
 
Wenn der Rechtsanspruch für einen Betreuungsplatz erst einmal auch mit Betreuungsplätzen hinterlegt ist, sprich: Wenn die Grundstücke erworben, die Gebäude errichtet und eingerichtet sind, dann wird man sich nach "Betreibern" umsehen. Und dann kommen die Bildungskonzerne zum Zug, die ja nur darauf warten, ihre Bildungsziele und ihre Werte - möglichst vom ersten Lebensjahr an - zu vermitteln, und sich dabei nicht nur eine goldene Nase zu verdienen, sondern auch den Einstieg in die Privatisierung des gesamten Schul- und Bildungswesens zu schaffen und damit eben auch den pflegeleichten, weichgespülten Staatsbürger.
 
 
Gut, nun hab ich wieder mal gemeckert und finstere Prognosen an die Wand gemalt, aber kaum einen Vorschlag gemacht, wie es besser werden könnte.
 
Nicht voreilig urteilen, bitte!
 
Mein Vorschlag für eine wahre Reform des Gesundheitswesens mit dem Titel:
 
"Der Patient ist die Lösung"
 
stammt vom 31. Oktober 2002. Alle Entscheidungsträger und viele Qualitätsmedien haben ihn in gedruckter Form als Diskussionsbasis erhalten. Reagiert darauf hat davon keiner - und das, obwohl darin auch schon im Ansatz eine Lösung für unser
Finanz- und Währungsproblem enthalten war.
 
 
Doch bevor man in Deutschland zu der Einsicht gelangt, dass es dem Patienten überlassen werden sollte, welchem Arzt er sich anvertraut und welche Therapie er gemeinsam mit dem Arzt für sich wählt, bevor man zu der Einsicht kommt, dass der Patient auch bei den Kosten seiner medizinischen Versorgung letztlich der Entscheidungs- und Verantwortungsträger sein sollte - und durchaus auch sein könnte, bevor man die Chance ergreift, auf diese Weise die Kosten im Gesundheitswesen radikal zu senken, und dabei zugleich die medizinische Versorgung zu verbessern, schleppt man sich weiter von Reförmchen zu Reförmchen, verscherbelt nacheinander alle noch im öffentlichen Besitz befindlichen Krankenhäuser an private Konzerne und deren Aktionäre, und beginnt nun auch noch, die Bastion der niedergelassenen Ärzte zu Gunsten der Rendite großer Kapitaleigner zu schleifen.
 
Nicht die niedergelassenen Ärzte sind korrupt - es ist das ganze System, das mehr und mehr das Interesse an der Gesundheit der Menschen verliert und stattdessen das Wohlergehen von Anlegern und Spekulanten zum höchsten politischen Ziel erklärt.
 
Die Konsequenz ist an internationalen Vergleichsstudien leicht abzulesen. Die Relation von Gesundheitskosten zum Gesundheitszustand der Bevölkerung sieht bei uns gar nicht gut aus.
 
Bei den Kosten sind wir Spitze,
bei der Gesundheit bestenfalls
Mittelmaß.
 
 
 
Das Konzept "Der Patient ist die Lösung" steht übrigens - seit 10 Jahren - unverändert online. Hier.
 
 
 

 

 

 
 
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