Paukenschlag
am Donnerstag
No. 13 /2013
18. März 2013


Kommentare zum Zeitgeschehen
von Egon W. Kreutzer

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Graf Draghila im Blutrausch

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  • Graf Draghila im Blutrausch
     
    Da hat Zypern nun also eine von ganz oben verordnete Währungsreform. In einer "Nacht- und Nebelaktion" am Wochenende von den Gralshütern des Euro, bar jeder gesetzlichen Grundlage verordnet, findet eine Abwertung von Bankguthaben statt.
     
    Das ist nicht nur, wie Herr Bosbach es formuliert, ein "Tabubruch", es ist im Grunde millionenfacher und milliardenschwerer Raub.
     
    Dass dem ganzen das Mäntelchen eines zypriotischen Steuergesetzes umgehängt wurde, ist nichts als Augenwischerei. Die Aktion ist ein diktatorischer Willkürakt sondersgleichen, der nun vom zyprischen Parlament mit einer Stimme Mehrheit nachträglich legitimiert werden soll.
     
    Eine Schmierenkomödie!
     
    Und diese Schmierenkomödie ist - getreu nach dem Motto Jean-Claude Junckers:

    Wir fangen mal klein an - und wenn der Aufschrei klein bleibt, dann machen wir weiter, bis es nicht mehr rückgängig zu machen ist,
     
    nur ein Anfang, was in dem alten deutschen Sprichwort "Ist der Ruf erst mal ruiniert, lebt sich's völlig ungeniert" deutlichen Ausdruck findet.
     
    Natürlich hat man Zypern ausgewählt, weil das Land so klein ist und die "russischen Oligarchen" so ein schönes Feindbild abgeben, mit dem man Otto Kleinsparer in Deutschland die Keule in die Hand drückt, mit der er sich anschließend selbst die Kniescheiben zerschmettern darf.
     
    Doch zunächst einmal ist zu klären, was da eigentlich wirklich inszeniert wird:
     
    "Bankguthaben" - eine nähere Spezifikation hab ich noch nirgends gefunden, vermutlich also vom Girokonto übers Tagesgeld bis hin zu "Sparkonten" aller möglichen Ausprägungen, werden eine Zwangssteuer unterworfen, bei der 6,75 % bzw. 9,9 % des Guthabens schlicht an den Staat abgeführt werden.
    .
    (Andere Vermögenswerte bleiben offenbar vom "Notopfer Euro" verschont.)
     
     
    Das trifft Anleger mit mehr als 100.000 Euro Einlage etwas härter als die mit geringerem Guthaben, was wohl sozial aussehen soll, wobei aber für mich noch völlig offen ist, ob nun der Anteil der Kleinsparer in Summe nicht doch höher ausfallen wird, als der Anteil, den die Großanleger berappen müssen, um "IRGENDWAS" zu retten.
     
    Gerettet werden sollen wohl die zyprischen Banken.
     
    Notwendig ist das geworden, weil die zyprischen Banken mit den Einlagen ihrer Kunden so effektiv "gearbeitet" haben, dass das Geld nun nicht mehr da ist.
     
    Nun heißt es, daran seien die bonigeilen Manager schuld, man brauche nur ihre Gehälter zu deckeln, und schon seien die Anlagen sicher. Das ist ein Ammenmärchen.
     
    Was Manager tun, tun sie im Interesse und oft im Auftrag ihrer Aktionäre und ihrer Großkunden. Wenn also eine Bank Wertpapiere eines Kunden zum richtigen Zeitpunkt zum Höchstkurs kauft, worüber sich der Kunde freut, weil seine Einlage bei der Bank entsprechend wächst, und die gleichen Wertpapiere ein Weilchen später aus taktischen Gründen zum Tiefstkurs an den gleichen Kunden wieder verkauft, so freut sich dieser Kunde, weil ihm die Aktien nun wieder gehören, und ein ordentlicher Batzen Geld dazu.
     
    Das Dumme ist nur, dass der gewachsenen Einlage des Kunden nun kein ausreichendes Vermögen seiner Bank mehr gegenübersteht. Daraus ergibt sich für die Bank ein Verlust - und wenn der Verlust groß genug ist, steht die Bank vor der Pleite, ist zahlungsunfähig und überschuldet zugleich.
     
    Und dies wiederum versetzt den ehrenwerten Bankkunden in die Lage, für seine Einlage höhere Zinsen zu fordern, was das Problem der Bank auch nicht lindert.
     
     
    Verkürzt auf den Punkt gebracht:
     
    Eine Bank ist, wenn die Eigentumsverhältnisse stimmen, ein echter Selbstbedienungsladen für Aktionäre - die oft genug zugleich auch Einleger sind. In normalen Zeiten, wenn nicht gerade eine wildgewordene Horde von Neokons den Binnenmarkt an die Wand fährt, können die Verluste der Bank auch wieder ausgeglichen werden, indem man die "kleinen Leute" abzockt. Die einen bei den Zinsen für das ständig überzogene Gehaltskonto, die anderen bei den Zinsen für die Ratenkredite, noch andere, indem man sie mit goldrichtiger Beratung dazu bringt, genau jene Papiere, an denen die Bank leidet, in der einen oder anderen Form, am liebsten in der Form undurchsichtiger, dafür aber "sicherer" Fonds, ins Depot zu nehmen.
     
    Wenn jedoch das Geld in der auszubeutenden Masse immer weniger wird, sinken auch die Chancen der Banken, sich hier das zu holen, was auf der anderen Seite zielsicher verspielt, bzw. zugespielt wurde.
     
    Nun mucken die Profiteure auf und erklären der Bank den Krieg.
     
    Den könnte man sie gewinnen lassen. Es wäre ein Pyrrhussieg. Bank pleite - Einlagen futsch. Gewonnen - und alles verloren.
     
    Doch was das einzig Richtige wäre, ist nicht im Interesse der Leute, die sich in Brüssel für berufen halten, Europa zu dirigieren.
     
    Und deshalb haben sich die Banken der Euro-Zone, unter der Schirmherrschaft der EZB, zu einer Art innereuropäischer Finanz-Nato zusammengeschlossen. Der Angriff auf eine Bank, der für die siegreichen Angreifer immer im Desaster enden würde, wird als Angriff auf den Euro insgesamt angesehen. Dazu wurde der Euro zum höchsten moralischen Wert der Euro-Zone hochstilisiert und jeder, der daran zu zweifeln wagt, wird mit Acht und Bann belegt und aus den Kathedralen des Geldes hinausgeprügelt, der journalistischen Meute zum Fraß vorgeworfen und das, was danach von seinem Leichnam übrig ist, als warnendes Beispiel hoch am Galgen, für jedermann sichtbar, aufgehängt und zur Schau gestellt.
     
     
    Nun kommt der eigentliche Dreh!
     
    Weil der Euro mehr verehrt wird, als seinerzeit das goldene Kalb, wird uns eingeredet, jeder Eurozonen-Europäer habe die verdammte Pflicht und Schuldigkeit, sein Hab und Gut herzugeben, damit eben dieser Euro, wie einst das goldene Kalb, in aller Schönheit glänzen kann.
     
    (Für alle, die trotz Papstwahlspektakel keine Ahnung davon haben, worum es sich beim goldenen Kalb handelt:
     
    Als Moses auf den Berg Sinai stieg, um dort die von Gott selbst in Stein gemeiselten Gesetzestafeln in Empfang zu nehmen, dauerte das dem auserwählten Volk zu lange. Sie glaubten, Moses würde nie wiederkommen, der Gott, den Moses predigte, existiere entweder gar nicht oder habe sich von ihnen abgewandt, und so sammelten sie alles Gold und Geschmeide ein, schmolzen es ein und gossen sich - als neuen Gott - ein goldenes Kalb, das sie mit wilden Tänzen um eben jenes feierten, verehrten und anbeteten. Als Moses zurückkam, zerschlug er vor Zorn die Gesetzestafeln, musste dann nochmals auf den Berg und dann zur Strafe die Gesetze selbst aufschreiben.)
     
     
    Was aus dem Gold des goldenen Kalbes wurde, weiß ich nicht, ich denke aber, dass es ganz selbstverständlich in den Besitz der Priesterkaste überging und dort verblieb, bis es in den Wirren der Geschichte verschwunden ist.
     
    Zurück nach Zypern:
     
    Die reichen Einleger zahlen also (nachträglich) eine Versicherungsprämie in Höhe von 9,9 Prozent ihrer Guthaben (nicht etwa ihres Vermögens - was weitaus gerechter wäre) - und erhalten dafür die bereits verlorenen 90,1 Prozent ihres Guthabens erstattet. Zu etwa zwei Dritteln übrigens durch neue Kredite, für die letztlich das zyprische Volk in die Pflicht genommen wird - und zu einem Drittel aus der Zwangsabgabe, von der ebenfalls ein großer Teil vom zyprischen Volk (also von jenen mit kleineren Guthaben) aufzubringen ist.
     
     
    Das wiederum führt zu einer Steigerung des Geldmangels in der Realwirtschaft. Geldmangel in der Realwirtschaft senkt die Umsätze des Binnenmarktes, senkt die Löhne und Gehälter, senkt damit die Steuereinnahmen und die Beitragseinnahmen für die Sozialsysteme, was zu einem verstärkten Privatisierungsdruck führt, wobei, eben wegen des Geldmangels, auch die Preise für die "werthaltigen Sachen" sinken.
     
    So können sich die Eigentümer der geretteten Großvermögen mit ihren verbliebenen 90,1 % vermutlich größere Stücke unter den Nagel reißen, als es ihnen ohne diesen Geniestreich der vereinigten Neokons möglich gewesen wäre.
     
    Dass dann die Einnahmen aus den ehemaligen Staatsunternehmen nicht mehr dem Staat zufließen, sondern den Kapitalisten, die sie sich erobert haben, verbessert die Lage des Staates keineswegs - im Gegenteil, die Schulden werden wieder weiter wachsen, bis es irgendwann nichts mehr zu kaufen gibt.
     
    Und wenn dieses Spiel in Zypern so durchs Parlament geht, dann wird es kein Halten mehr geben. Was Zypern zuzumuten ist, das müssen auch die größeren und reicheren Staaten ihren Bürgern abverlangen. Schließlich ist Euroland eine Solidargemeinschaft, und das wird am Ende auch vor Deutschland nicht Halt machen, wenn wir, als größter Schuldner der EU dastehen und unser Ranking ins Bodenlose geprügelt wird.
     
    Es wird nach diesem Präzedenzfall so lange weitergehen, bis wir alle totalenteignet dastehen und vom nicht zu erwartenden Wohlwollen einer kleine Clique von Großspekulanten abhängig sind.
     
    Dann könnte ganz Europa aussehen wie Nordkorea. Eine waffenstarrende Diktatur über rechtlos ausgebeuteten Völkern, denen nichts übrig bleibt, als sich mit tränenden Augen an den leeren Worthülsen der Propaganda zu wärmen.
     
     
    Diese Trickserei als "Beteiligung" der Anleger zu verkaufen, ist ein Witz.
     
    Es wird den Anlegern so gut es geht in die Hände gespielt.
     
    Die EU betätigt sich als Blutsauger, Super Mario zeigt sein wahres transsylvanisches Gesicht - und ist wild entschlossen, sich durch keinerlei demokratische Strukturen mehr aufhalten zu lassen.
     
    Und die Mär vom Staatsbankrott lässt sich auch nur aufrecht erhalten, solange ein Staat es sich gefallen lässt, dass man ihn hilflos in den Fesseln der "Fremdwährung Euro" verrecken lässt, will er nicht seine Souveränität vollends aufgeben, um danach nur um so grandioser zu verrecken.
     
    So viel zur Kritik an den Beschlüssen dieses Wochenendes.
     
     
     
    Nun kommen immer wieder viele E-Mails bei mir an, in denen mir vorgehalten wird, ich könnte ja nur kritisieren - hätte aber selbst keine konstruktiven Ideen ...
     
    Das nervt manchmal ein bisschen.
     
    Schließlich schreib ich mir seit rund 10 Jahren die Finger wund, um einerseits ebendiese in die Wunde zu legen - um andererseits aber auch Wege aufzuzeigen, wie dieses Finanzsystem, das unser Wirtschaftssystem zielstrebig ruiniert, so weit korrigiert werden könnte, dass sich neue Regelkreise etablieren, die zu einer Stabilisierung der Realwirtschaft und zu einem gerechten Anteil der Menschen an dem Wohlstand, den sie schaffen, führen.
     
    Das hat sehr viel mit der Konstruktion des Geldes zu tun, das verwendet wird, und der Schwerpunkt liegt darauf, dass die Staaten (bzw. einheitliche Wirtschaftsräume) die Herrschaft über das Geld zurückerlangen müssen, die sie leichtfertig den Banken und den Bankstern überlassen haben. Doch es geht viel weiter, auch in tief in die Fragen von Eigentum und Teilhabe hinein, befasst sich intensiv mit Sinn und Unsinn der globalen Konzepte, ohne dabei die Sachzwänge, denen Unternehmer im Kapitalismus unterworfen sind, unter den Tisch zu kehren.
     
     
    Vor über zwei Jahren habe ich z.B. ganz konkret empfohlen, Griechenland als Chance zu verstehen, die "Märkte" an Griechenland mit einem dicken blauen Auge scheitern zu lassen, was die Lust auf weitere Spekulationsexperimente gedämpft hätte, doch die uns regierende Kapital-Junta in Brüssel hat daran keinerlei Interesse.
     
    Ich kann aber nicht jede Woche ALLES schreiben. Daher bitte ich alle, die nach Lösungsansätzen suchen, sich einfach intensiv in die Archive auf meiner Seite einzulesen. Da gibt es zu praktisch jedem relevanten Thema nicht nur die berechtigte Kritik, sondern auch durchdachte Verbesserungsvorschläge - und das ganz umsonst.
     

    Wer einen schnelleren, direkteren Einstieg sucht, dem empfehle ich heute, vor dem Hintergrund des Gaunerstücks "Zypern-Rettung", die Lektüre von "Wolf's wahnwitzige Wirtschaftslehre".
     
    Dort findet sich - über vier Bände verteilt - ein in sich rundes Modell des Wirtschaftens zum Wohle aller, das sich noch dazu ohne Revolution und Blutvergießen und auch ohne radikale Enteignungsschritte, wie sie am Wochenende ausgeheckt wurden, realisieren ließe, fände sich nur eine Mehrheit aufrechter Demokraten, die sich dafür einsetzen.
     
    Die "Wahnwitzige Wirtschaftslehre" gibt es sowohl in einer Printversion, als auch in einer preiswerten E-Book-Ausgabe (e-pub-Format).
     
    Ausführliche Inhaltsangaben und Leseproben finden Sie auf den Seiten des EWK-Verlags.
     
    Also, bitte nicht mehr mosern, ich hätte keine konstruktiven Vorschläge ...
     
     
    Mit besten Grüßen
     
    Egon W. Kreutzer
     
     
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    Reaktionen auf diesen Paukenschlag
     

    Einen guten Abend wünsche ich, es ist 20.33h.
     
    Gut, daß ich sie auch noch gelesen habe, die Reaktionen.
    Mein Anlaß zum Pad wäre nämlich ebenfalls der Satz mit dem Nerven und dem Gefühl des tatsächlichen Entschuldigen-'Müssens' einer andauernden Aufklärung angefangen.
    Ich stelle jedenfalls erstmal fest, daß ALLE bisherigen Reaktionen NUR auf diesen einen sehr menschlichen Satz eingehen. Ich frage mich selbst, ob meine Mails anderes aussehen würden, wenn ich W.K. gegenüber säße.
    Hier macht sich jemand Gedanken, die wir nur sehr gerne lesen - aber in den Mails bleibt nur über, was das Ergebnis meines Denkens ist. Aaber, wer gibt denn den Ansporn dazu?
    Ein Mensch, der sich mehr als die meisten anderen abmüht und einer ist.
    Einer von uns, die wir Fragen über Fragen haben und einer, der das Recht hat, abgenervt zu sein, wenn er wegen dieser 'abgespeckten' Mails ständig angegriffen wird. Ich hätte längst aufgegeben, sowas bräuchte ich wirklich nicht: Die ganzen Leute, die nur mal eben querlesen - wie ich auch - und am liebsten ein Rezept hätten, was dann selbstverständlich auch wieder 'kritisch' hinterfragt würde.
    So ist sie aber lange verinnerlicht, die Bedienungsmentalität und ob sie nochmal aus den Köpfen verschwinden wird, weiß ich nicht - sie ist zu nachhaltig eingebrannt.
     
    Ich habe viele Fragen. Ich freue mich, daß mir jemand Nachhilfe gibt. Ich kann mir daher mein eigenes Bild gestalten. Aber während das geschieht, empfinde ich Wut und Ohnmacht. Wohin damit? Na klar, die geht auf direktem Wege an den Verursacher...
     
    Der anerkennende Satz in meiner Mail mag leicht überlesen werden, wenn der seitenlange Rest aus Kritik, je nach Schreibweise gar sarkastisch o.ä. formuliert ist.
    Wie denn auch anders: Hier geht's um die Sache!
    Und wenn ich dann tausend weitere ähnlich formulierte Mails lesen müßte... da gehörte bei mir schon was dazu, daß ich da den menschlichen Stop angezeige! Ich hätt's schon laaange gesteckt, schrieb ich schon.
    Doch ist es nicht genau dieser Erfolg, weil er die Menschen zum Mitdenken bringt?
    Also Danke für die Mühen!
    Mir hilfts.
    Gruß Gaby S.

    Hallo Herr Kreutzer,
    ich lese Seit 8 Jahren Ihre Paukenschläge und habe danach immer wieder Diskussionen mit einem Freund von mir.
    Ja aber, was macht Ihr / Er denn dagegen? Was hilft Euch alles Reden? Leider muss ich Ihm da zustimmen. Wir alleine können nicht viel bewegen.
    Wie Herr Heinz M. schon schrieb....
    Diese Leute sind entweder zu faul, sich sachkundig zu machen, oder zu dumm zu verstehen. Und eigentlich wollen sie gar keine Veränderung, weil sie, wie Frau Merkel, unser System für «alternativlos» halten. Arme Würstchen, sage ich da.
     
    Hier liegt das Problem. Ein sehr großer Teil der deutschen Bevölkerung ist gar nicht mehr in der Lage zu denken, zu verstehen und zu ändern.
    Wichtig ist.... Läuft mein Samsung oder Iphone. Habe ich den günstigsten Tarif Habe ich die neuste App.. Wann kommt die nächste Folge von Supermodell und DSDS.....
    Wir können doch so oder so nichts ändern. Die machen doch mit uns, was sie wollen.
     
    Ein Elektriker mit 1500,-- Euro Netto Einkommen hat abends andere Sorgen. Eine Frisöse mit 700,-- Euro Netto Einkommen hat andere Sorgen. Was soll die große Masse der Hartz 4ler machen? Sie schrieben selbst in einem Paukenschlag, diese wären damit beschäftigt, von einem Aldi zum nächsten Netto zu rennen, um die günstigsten Lebensmittel zu bekommen.
    Ich denke, es müsste eine bessere Konzentration auf Verfügbare Kräfte geben, diese zu konzentrieren. Nur, was passiert, wenn dieses Vorgehen ein Erfolg werden sollte?
    Sind wir dann "VERFASSUNGSFEINDLICH" "RECHTSPOPULISTISCH" ?
    Werden wir von der herrschenden Mediendynastie verfolgt, vernichtet?
    Was wird passieren, wenn wir den Reichen und Mächtigen auf die Füsse treten?
     
    In diesem Zusammenhang denke ich immer wieder an folgende Aussagen:
    -- uns gehts doch noch gut...
    -- wir sind doch frei und können noch machen, was wir wollen, denkt doch mal
    an die Menschen der damaligen DDR, die konnten nicht frei Reisen... Wobei,
    ist ein Harzt 4 Empfänger wirklich frei?
    -- unsere Steuereinnahmen sprudeln....
    -- Deutschland, wir schaffen mehr sozialversicherungspflichtige Jobs, als
    alle anderen EU Länder
    usw...etc...
     
    und auf Grund dieser Informationen, bevorzugen die meisten Deutschen den Kurs der Kanzlerin.
    Lg.
    Stefan Apel

    Sehr geehrter Herr Kreutzer!
     
    Zitat:
    "Nun kommen immer wieder viele E-Mails bei mir an, in denen mir vorgehalten wird, ich könnte ja nur kritisieren - hätte aber selbst keine konstruktiven Ideen.... Das nervt manchmal ein bisschen"
    und
    "Also, bitte nicht mehr mosern, ich hätte keine konstruktiven Vorschläge..."
    Zitat Ende.
     
    Vielleicht kann ich in dem Fall ein wenig vermitteln, denn auch ich werde ständig mit solchen Aussagen konfrontiert. Da dies aber meist in Gesprächen statt findet, kann ich genauer nach fragen. Vielen Menschen (nicht allen), so glaube ich zumindest, geht es doch gar nicht darum,
    dass Sie keine Vorschläge machen, sondern deren Umsetzung ist nun mal - und das liegt nicht an Ihnen - für viele Menschen nicht greifbar.
    Die Realität sieht für diese Menschen anders aus. Sie stehen den Entscheidungen der Politik im Interesse des Finanz und Großkapitals machtlos gegenüber. Da nutzt es diesen Menschen herzlich wenig, wenn Sie hier sogar sehr gut nachvollziehbare Vorschläge machen. Selbst wer sich die Mühe macht, sich einigermaßen in die Materie von Geld und Wirtschaft, unter Vorherrschaft und Priorität von "Eigentum" des global agierenden Finanz und Großkapitals einarbeitet, dem wird im Grunde im Endeffekt nur seine Machtlosigkeit bewusst.
    Haben diese Menschen wirklich eine Wahl? Wo denn?
     
    Die Veränderungen finden doch derzeit überall und mit exponentiell steigendem Tempo statt. Und das nicht nur im Bankensektor. Kunden gibt es ja schon gar nicht mehr im Sprachgebrauch großer Konzerne. Nein, da wird nur noch von Konsumenten gesprochen. Und genau so werden die Menschen auch behandelt. Dauerhafter Onlinezwang in Computerspielen, unabhängig davon ob die Server der Publisher funktionieren, gehören genau so zum Alltag für viele Menschen, wie die künftige PKW Maut und die Privatisierung der Wasserversorgung. Wen stört es da noch, ob die Rakete die in der Türkei angeblich aus Syrien einschlug, aus Nato Beständen stammte?
    Wer versteht denn von diesen Menschen noch die Zusammenhänge und wenn, was kann er wirklich tun? Das ist meiner Meinung nach die entscheidende Frage.
     
    Nein, dieser Text soll auf keinen Fall dazu dienen, in die gleiche Kerbe zu schlagen, zumal Sie Herr Kreutzer, sich wirklich nachweisbar die Finger wund schreiben. Jegliche weitere Beschreibung des Problems würde nur noch zu mehr Unklarheit führen und aus diesem Grund schließe ich hier.
     
    Mit freundlichen Grüßen
    Peter Fischer

    Hallo,

    sehr gute, treffende Analyse und Erklärung!!!!!!!!! Und w a s j e t z t ????? WAS bitte, TUN wir endlich????

    Bei mir weckt jeder Ihrer treffenden Kommentare eine immer größer werdende Wut und die bohrende Frage
    “ Wie können wir gemeinsam diesem elenden Treiben so schnell wie möglich ein Ende setzen”??.

    Wenn nicht endlich den Erkenntnissen auch TATEN folgen, werden wir an unserer gemeinsamen Ent-Täuschung (das ENDE einer Täuschung) am
    Tage X elendig ersticken. Angenehm wird´s sicher nicht.

    Was muss eigentlich noch alles passieren, bis wir aus den v i e l e n Erkenntnissen und Schlußfolgerungen auch Handlungen ableiten ???

    In Brüssel und anderswo wird diese ganze Masche solange weiterlaufen, bis sich aktiver Widerstand noch eindeutiger als bisher zeigt.
    Ob der sich allerdings gerade von Deutschland aus bemerkbar macht........ich habe meine Zweifel!

    Denk ich an Deutschland (oder Europa) in der Nacht, dann bin ich um den Schlaf gebracht!!!

    Wo sind die Alternativen, die in mehr oder weniger kleinen Schritten diesen Zug in der Sackgasse zum stehen bringen?
    Wer setzt dies durch und WIE?
    Haben wir schon die letzte Weiche erreicht und sehen bereits den Sackbahnhof?

    2 Brüsselaner haben ja gestern bereits mitgeteilt, daß sie i.d. nächsten 24 Monaten ( oder früher) sich verflüchtigen werden!
    Wie war das doch mit dem sinkenden Schiff?

    WER hat Ideen, die erfolgreich umgesetzt werden können und wer macht mit, diesem Treiben ein Ende zu setzen?
    Sind wir nicht mehr in der Lage uns zu wehren?

    Müssen unsere Kinder wirklich eines nicht mehr allzu fernen Tages wirklich fragen:
    W A R U M ?

    Ausreden werden dann sicher nicht anerkannt, denn es weiß wirklich jeder, der noch nicht vollständig eingeschlafen oder desinteressiert ist, was heute wirklich abläuft!
    Wir alle sind sicher keine Mit-Läufer, nein, wir sind alle Mit-Wisser und bis jetzt auch Mit-Dulder!

    Mir reicht´s, wir haben sicher alle etwas zu verlieren, aber noch viel mehr zu gewinnen, wenn wir HANDELN.
     
    Lothar ?



    Warum kein Politiker etwas gegen die Banken unternimmt hat schon H.Heine 1844 in seinem "Deutschland ein Wintermärchen" beschrieben.
    "Geldwechsler, Bankiers, hast du sogar Mit der Peitsche gejagt aus dem Tempel - Unglücklicher Schwärmer, jetzt hängst du am Kreuz - Als warnendes Exempel!"
     
    Es ist auch interessant was H.Heine zu der Zukunft Deutschlands sagt.
    Bitte in Caput XXVI selber nachlesen.
    R.Graupner

    Wenn es eine Hölle geben sollte, dann kann dort zurzeit Keiner mehr sein.
     
    Die sind im Moment alle auf der Erde unterwegs, um ihr teuflisches Werk zu Ende zu bringen.
    Herr Gott im Himmel, steh uns bei.
    Das “BÖSE” hat nun auch EUROPA fest im Griff !!!
    Gute Nacht Freiheit
     
    Josef M.

    “Nun kommen immer wieder viele
    E-Mails bei mir an, in denen mir vorgehalten wird, ich könnte
    ja nur kritisieren - hätte aber selbst keine konstruktiven
    Ideen ...”

      Diese Leute sind entweder zu faul, sich sachkundig zu machen, oder zu dumm zu verstehen. Und eigentlich wollen sie gar keine Veränderung, weil sie, wie Frau Merkel, unser System für “alternativlos” halten. Arme Würstchen, sage ich da.
      Es gibt auch neben EWK unzählige Möglichkeiten, sich alternative Modelle anzusehen und anzueignen. Besonders hervorheben möchte ich die “Wissensmanufaktur”, die besonders konkrete Vorschläge für eine bessere Welt hat.
      Dabei ohne Ideologie oder sonstige Verkrampfungen. In der Situation, in der wir uns heute befinden, ist es sogar besonders einfach, das System grundlegend zu ändern, weil die Menschen genügend Wut haben und es ohne Grausamkeiten nach der einen oder anderen Seite sowieso
      nicht weiter geht.
      Im Mittelpunkt einer neuen Ordnung müsste eine grundlegende Neuordnung des Finanzsystems stehen. Dazu ein bedingungsloses Grundeinkommen und endlich freie Medien. In kürzester Zeit ließe sich ein Wohlstand schaffen, den wir uns schon gar nicht mehr vorstellen können.
      Verlierer wären diejenigen, die heute alles Geld und alle Macht haben – und das wäre gut so.

    Heinz M.

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