Paukenschlag
am Donnerstag
No. 33 /2012
23. August 2012


Kommentare zum Zeitgeschehen
von Egon W. Kreutzer

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Der Lange Marsch des Kapitals
vom Feudalismus in die Märkte-Wirtschaft

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Der "Lange Marsch"
des Kapitals

Vom Feudalismus in die Märkte-Wirtschaft
 
 
Die alten, zuletzt mit der Februar- und Oktoberrevolution in Russland vor 95 Jahren zugrunde gegangenen Feudalsysteme in Europa, stützten sich auf die Verfügungsgewalt über Grund und Boden.
 
Gleichgültig, ob das Land im Eigentum stand oder dem Besitzer als Lehen überlassen war, es stand, mit allem was darauf war, in der Verfügungsgewalt des jeweiligen Herren.
Wer nicht zur herrschaftlichen Familie gehörte, war Untertan, immerfort arbeits- und tributpflichtig, durfte das Land nicht unerlaubt verlassen und konnte wegen geringster - oder auch gar keiner - Vergehen, nach Belieben beraubt, geschlagen, gefoltert, eingekerkert, ermordet werden.
 
Alles, was das Land hervorbrachte, gehörte dem Herren - und es stand einzig in seiner Gnade, seinen Untertanen vom Ertrag ihrer Arbeit genug zum Leben zu lassen, oder nicht.
 
 
Je mehr Land, je mehr Leibeigene, desto prächtiger der Reichtum des Adligen, denn Reichtum wuchs nicht mit Rang und Würde, sondern ausschließlich mit der Zahl der für ihn schuftenden Bauern und Handwerker.
 
Man nannte das: "Göttliche Ordnung" und dankte Gott für den Segen.
 
Die Mehrung des Landbesitzes ging entweder durch geschickt geplante Heiratspolitik vonstatten - oder, vor allem bei den ärmeren adligen Junggesellen, die mangels Landmasse auf dem Heiratsmarkt von minderer Attraktivität waren, durch die Gelegenheit, sich - im Dienste von König, Kaiser oder Zar - im Krieg durch das furchtlose Verheizen ihrer Kompanien und Regimenter hervorzutun und zum Lohn für treue Dienste ein wertvolles Landstück dazu zu bekommen.
 
So viel zur Erinnerung an schreckliche Zeiten der Vergangenheit, Zeiten die von mutigen Frauen und Männern durch blutige revolutionäre Kämpfe beendet wurden. Kämpfe, die Monarchie und Feudalismus überwanden, aus denen die Republik als Staatsform und die Demokratie als Regierungsform hervorgingen. Kämpfe, deren Erinnerung noch immer feierlich, z.T. mit "heiligen Staatsfeiertagen", wach- und hochgehalten wird.
 
 
Doch kaum war dies gelungen,
hatte die Industrialisierung begonnen.
 
Im Schatten der Industrialisierung entstanden jene neuen Strukturen, die wir heute Märkte nennen. Was vom alten Adel übrig geblieben war, an Personen und verborgenen Schätzen, mischte sich unter die Ingenieure und Tüftler, kaufte ihre Erfindungen, legte zusammen, um Fabriken, Eisenbahnen, Staudämme zu finanzieren, und beteiligte sich - haftungsfrei, versteht sich - an Aktiengesellschaften.
Dem alten Adel gesellte sich schnell ein neuer Geld-Adel hinzu, denn die Zeit war wie geschaffen für Glücksritter, sich innerhalb und außerhalb der Legalität, unter Verzicht auf den Luxus einer gesamtgesellschaftlichen Verantwortung, maximal zu bereichern.
 
Die bäuerlichen Hofstellen ließ man denen, die sie sich erkämpft hatten, jedoch ohne sie mit dem notwendigen Geld auszustatten, um die Höfe zu erhalten, um Saatgut zu kaufen, um "freie Knechte" zu bezahlen.
Das bisschen Eigenbedarf der Neuen Reichen brachte so wenig Kaufkraft auf den Markt, dass man sich gegenseitig nach Kräften unterbot, nur um wenigstens etwas zu verkaufen.
 
Die Landbevölkerung, die vorher von dem leben musste, was die Herren übrig ließen, verarmte vollends. Kein Knecht, keine Magd konnte umsonst arbeiten - und kein Bauer konnte Knechte und Mägde bezahlen, denn das Geld, das nie bei den Leibeigenen angekommen war, blieb ihnen ganz selbstverständlich auch fern, als sie sich befreit hatten.
 
Die bittere Armut auf dem Land trieb die Jungen in die Fabriken.
 
Endlose Arbeitstage, endlose Arbeitswochen, Jahre ohne Urlaub, und gerade so viel Lohn, dass die finsteren schimmligen Löcher bezahlt werden konnten, die man für den Ansturm der Arbeiter bereithielt, um große Teile des Lohns gleich wieder einzubehalten, und daneben ein bisschen Brot, selten ein Kleidungsstück, noch seltener ein paar Schuhe.
 
(Bilder aus chinesischen Fabriken, die man uns hin und wieder im Fernsehen zeigt, können, abgesehen von den Produkten, die da heute entstehen, einen Eindruck davon verschaffen, wie es damals in europäischen Fabriken zuging.)
 
Auf dem Höhepunkt dieser frühkapitalistischen Blüte, der "Gründerzeit", stellte Karl Marx die Frage, wo denn der "Mehrwert" bliebe. Jener in Geld zu bemessende Unterschied zwischen den Einnahmen der Unternehmen und ihren Kosten.
 
Er war nicht schwer zu finden. Prächtige Villen, kostbarstes Interieur und teuerste Vergnügungen fanden sich als glänzende Spitze des Vermögens-Eisbergs - streng abgegrenzt von den stinkenden und verrußten Vierteln der Arbeiter - in jeder größeren Stadt.
 
Der Beruf "Privatier" entstand. Der Privatier tat nichts mehr. Er lebte einzig aus den Erträgen seines Vermögens, und was er nicht verbrauchen konnte, das mehrte sein Vermögen.
 
Die Frage, woher dieser Reichtum gespeist wurde, ist offensichtlich, im Konkreten jedoch scheinbar schwieriger zu beantworten. Denn die mickrigen Löhne waren absolut nicht ausreichend, um das zu bezahlen, was die überall aus dem Boden schießenden Fabriken mit ihren qualmenden Schloten an Umsatz zu verzeichnen hatten.
 
Gewiss, es gab einige Unternehmen, die - wie heute noch - den billigen Schrott produzierten, jene Massenware für den Konsum, die notwendig war, um die Arbeitskraft zu erhalten.
 
Aber "welches Geld" kaufte alles andere?
 
Da war auf der einen Seite das Gold.
 
Gold, das von vielen Staaten zu Münzen geprägt und als Zahlungsmittel verwendet wurde. Gold, nach dem wie verrückt geschürft wurde, um die Nuggets aus der Erde in zusätzliche Kaufkraft umsetzen zu können.
 
Da war auf der anderen Seite das Land.
 
Es wurde Stück für Stück wieder zusammengekauft und sammelte sich wieder in wenigen Händen, fast so, wie vor den Revolutionen. Und mit dem, was für das Land gezahlt wurde, konnten sich die Verkäufer wieder eine Zeitlang am Leben halten, manche sich auch gewissen Luxus leisten.
 
Das wichtigste aber war der Krieg.
 
Ein Großteil der industriellen Produktion bestand aus Gewehren, Kanonen, Munition, Uniformen, Stiefeln, Helmen, Verbandsmull, Ordensspangen und allem, was man halt so braucht, für einen Krieg.
 
Das Geld, das die kriegsvorbereitenden und kriegsführenden Nationen dafür brauchten, das borgte man sich zusammen, die "Kriegsanleihe" war ein prächtiges Stück Papier in den Safes der "Privatiers", die damit nicht nur ihre vaterländische Gesinnung unter Beweis stellten, sondern sich auch - sollte ihr Vaterland siegen - fette Rendite aus der Kriegsbeute ausrechnen konnten.

Und was dann noch fehlte, vor allem wenn der Krieg länger dauerte als erwartet, das druckte man halt. Merkt ja keiner.
 
 
Staatsschulden sind ja keine neue Erfindung.
 
Staatsschulden sind und waren immer der eigentliche Motor der Konjunktur. Schon um 1500 waren die Fugger die größten Geldgeber des Fürstenhauses der Habsburger und damit letztlich ein bisschen souveräner als der Souverän, auch wenn sie das lieber für sich behielten.
 
Auch die wunderschönen Königsschlösser von Ludwig II. in Bayern wären heute keine Touristenmagneten, sondern weiter einfach nur ein paar Flecken schöner Landschaft, hätte sich "der Kini" nicht immer weiter in Schulden gestürzt.
 
 
Sich von Staatsschulden zu befreien ist kein leichtes Unterfangen.
 
Zweimal im letzten Jahrhundert hat es Deutschland mit einer großen Inflation geschafft.
Als nach dem ersten Weltkrieg die Währung nichts mehr wert war, ging das für die deutsche Bevölkerung recht unglücklich aus, zumal das Diktat von Versailles in hohem Maße dazu beitrug, Deutschland wirtschaftlich am Boden zu halten.
 
Nach dem zweiten Weltkrieg führte die große Inflation auf direktem Weg ins Wirtschaftswunder. Diesmal hieß die Strategie der Sieger "Marshall-Plan" und brachte der deutschen Wirtschaft jede nur erdenkliche Unterstützung.
 
Von 1949 an wurde Deutschland in kürzester Zeit aus einer Mondlandschaft voller Bombenkrater zu dem, was es immer noch ist, nämlich größter Exporteur auf diesem Planeten - und das, obwohl zugleich im Inland ein gigantischer Wiederaufbau zu stemmen war und gar nicht wenig des Erwirtschafteten in Reparations- und Wiedergutmachungs-Zahlungen floss.
 
Merksatz, zwischendurch:
 

 

Ein massiver Schuldenschnitt und die folgende wirtschaftliche Entwicklung des Landes mit der betroffenen Währung haben nichts miteinander zu tun.


Die maßgebliche Weichenstellung hängt einzig von der Einstellung der Gläubiger ab.

  • Wenn sie sich rächen wollen, geht alles in die Brüche.
  • Wenn sie lieber mehr verdienen wollen, lassen sie eine neue Blüte entstehen.
 
Im Inland, genauer in Westdeutschland, wollten die Gläubiger verdienen - und gleichzeitig die Überlegenheit des Kapitalismus beweisen, was zur Blüte des Binnenmarktes, genannt "Wirtschaftswunder" führte.
 
Das Geld für den Konsum gab es zum Teil in Form von Lohn, von dem der Staat noch relativ wenig für sich abknabberte, zum anderen, wichtigeren Teil aber in Form von Krediten.
 
Die 50er-Jahre waren das Jahrzehnt der Blüte des Ratenkredits.
 
Es gab fast nichts, was man nicht heute haben und dann über die Zeit, manchmal über Monate, meist über Jahre abstottern konnte. Die Zinsen waren den Ratenkäufern egal. Sie sahen nur, dass man für 10 Mark monatlich ein nagelneues Röhren-Rundfunkgerät neben den Nierentisch und die Tütenlampe stellen konnte - und rechneten sich aus, dass sie die 10 Mark auch noch irgendwie verkraften könnten.

Gleichzeitig sorgte eine mäßige, später doch recht kräftige Inflation dafür, dass die alten Ratenkredite bei gestiegenen Löhnen leichter zu bedienen waren, und es kamen neue Ratengeschäfte dazu. Quelle und Neckermann - aber bei weitem nicht die alleine - verdienten sich damals goldene Nasen - auf den Schuldenbergen der Ratenkäufer.
Es herrschte Vollbeschäftigung. Die deutsche Industrie hatte die Auftragsbücher so voll, dass die arbeitsfähigen Deutschen nicht mehr ausreichten, um alles zu erledigen, was zu erledigen war.
Also holte man Italiener, Spanier, Griechen und Türken, und, weniger auffällig, weil nur an der Sprachmelodie zu erkennen, auch Österreicher - und schaffte es damit, nicht nur die Kapazitäten auszuweiten, sondern auch die Lohnkosten zu senken, was dem Export unheimlich gut tat.
 
Merksatz, zwischendurch:
 

 

    Export ist umso lohnender,
    je weniger die Beschäftigten davon haben.
     
    Je weniger die Beschäftigten davon haben, desto mehr kann man exportieren, weil die Produktion im Inland mangels Kaufkraft nicht abgenommen werden kann.
     
    Dauerhafter Exportüberschuss kann daher durchaus als Erscheinungsform des Kolonialismus bezeichnet werden.
 
 
Um die Konjunktur noch einmal anzuheizen, bekam jeder Beschäftigte, auch die vielen, die nie vorher eine Bank von innen gesehen hatten, (zwangsweise) ein Gehaltskonto - und den Dispo-Kredit gleich dazu.
 
Möglich machte dies die Rechenleistung der damaligen Großcomputer, denn ohne Computer hätte man das für die Kontenführung und Zinsberechnung erforderliche Personal niemals bezahlen können.
 
Millionen Beschäftigte wurden damals überflüssig, weil viele einfache Bürotätigkeiten praktisch über Nacht wegrationalisiert wurden. Doch der Arbeitsmarkt nahm fast alle noch einmal auf, bis drei Dinge ungefähr gleichzeitig in Erscheinung traten:
 
1. Der Ölpreisschock
Die massive Verteuerung des Haupt-Energieträgers stellte für die energiehungrige deutsche Wirtschaft ein echtes Problem dar. Die Kosten stiegen erheblich und damit sanken die Exportchancen, die wiederum nur über Preissenkungen ausgeglichen werden konnten. Der Druck auf die Löhne wuchs.
 
2. Die beginnende Staatsverschuldung
Was in Deutschland bis in die 60er Jahre nur eine Marginalie war, wurde in den 70er Jahren zu einem stetig wachsenden Problem. Der Staat verschuldete sich, Zinszahlungen begannen zu einem markanten Posten im Haushalt zu werden, die Bewegungsspielräume wurden kleiner und die Steuern zogen kräftig an.
 
3. Der hilfreiche Sozialstaat
Je stärker die Rationalisierungsbemühungen der Wirtschaft griffen, desto massiver gewährte der Staat Hilfe, indem er die Sozialsysteme belastete. Frühverrentungen mit fürstlichen Renten, Übergangsbeihilfen und wie die schönen Modelle alle hießen, mit denen den Wegrationalisierten der direkte Weg in den Rentenbezug - z.T. auch mit Mitteln der Arbeitslosenversicherung - geöffnet wurde, kamen erstmals so richtig in Gang.
 
 
Löhne und Inflationsraten schnellten in die Höhe und die Zinsen für langfristige Hypothekenkredite begannen ihren Höhenflug, der dann Ende der 80er, Anfang der 90er Jahre in die Gegend von 15% p.a. führte.
 
Wer dann allerdings noch glaubte, die Inflation werde ihm die Schulden wegfressen, und in diesem Glauben, der jahrzehntelang genährt worden war, noch Kredite aufnahm, lief nun in die Falle. Die Schulden blieben nominal hoch, während die Realeinkommen erst in den Gleit- und dann in den Sinkflug übergingen.
 
Der Binnenmarkt war endgültig gesättigt. Um mehr Nachfrage zu erzeugen, hätte man die Löhne erhöhen müssen, und das konnte und wollte man nicht, um die Exportchancen nicht zu gefährden. Es hätte sich nicht gerechnet.
 
Also konnte man nun endlich auch die Inflation stoppen - und damit die Grundlage für eine zweite "Welt-Reserve-Währung" schaffen an der innerhalb der EWG ja schon gebastelt wurde, lange bevor der Euro auch als Bargeld in den Markt kam.
 
Die vom Statistischen Bundesamt gemessene Inflation zu stoppen - die ja nicht Geldmengen und Produktivität betrachtet, sondern ausschließlich die in den (Konsumenten-) Preisen erkennbare Teuerung erfasst , ist ganz einfach. Man muss nur den Binnenmarkt von frischem Geld abkoppeln, also die Kreditbremse anziehen. Und das ist geschehen, und seitdem herrscht landauf, landab, von den Kommunen bis zu den Sozialversicherungsträgern Geldmangel, der durch "Sparen", also eine weitere Einschränkung des Geldumlaufs noch verstärkt - und auch durch fortgesetzte Sparanstrengungen bis heute nicht behoben werden konnte.
 
(Die 8,3 Milliarden Überschuss, von denen heute in den Medien berichtet wird, die der Staat im ersten Halbjahr mehr einnahm als er ausgab, ändern daran nichts. Diese Überschüsse stammen aus den Sozialkassen, die durch massive Leistungskürzungen für eine kurze Zeit positive Bilanzen ausweisen können. Die geplante Beitragssatzsenkung bei der Rentenversicherung wird das bald ändern, und die fortdauernde Kostenexplosion im weitgehend privatisierten Gesundheitswesen wird das ihre dazu beitragen.
Der Staat selbst ist, trotz höherer Steuereinnahmen und sinkender Zinssätze weiterhin defizitär, und dabei sind die Lasten der Banken- und Euro-Rettung bisher nur ansatzweise berücksichtigt.)
 
 
Dass "bei der Gelegenheit" auch die "Deutsche Einheit" passierte, kam gerade recht, um die Geldverknappung voranzutreiben.
 
Mit dem Solidaritätsbeitrag wurde Kaufkraft West weggenommen (ich weiß, der Soli wurde und wird auch im Osten erhoben) und mit gesonderten Tarifverträgen Ost wurde sofort dafür gesorgt, dass in den neuen Bundesländern die Bäume nicht gleich in den Himmel wuchsen.
 
Alles, was von West nach Ost transferiert wurde, um den "Wiederaufbau Ost" zu finanzieren, alles was von West nach Ost transferiert wurde - vieles davon über die Rentenkasse West - um den Konsum in den neuen Bundesländern anzuheizen, wurde unmittelbar von Konzernen West in Umsatz umgewandelt und die Gewinne daraus flossen in die Hände der Aktionäre dieser Konzerne.

Die von der Treuhand durchgeführte, teilweise (weitgehende?) De-Industrialisierung der ehemaligen DDR führte zu einer nachhaltigen wirtschaftlichen und finanziellen Abhängigkeit der neuen Bundesländer und zu der massiven Abwanderung aus den neuen in die alten Bundesländer. Ganz so, wie es zu Beginn der Industrialisierung die Landbevölkerung in die Fabriken der Städte zog, weil zuhause kein Auskommen mehr war.
 
 
Die DDR wurde - per Aufbau Ost - zu einem so genannten "Aufschuldungsgebiet", einer neu erschlossenen Zinsquelle für die Gläubiger, die mit dem Staat einen guten Schuldner gewonnen hatten.
 
 
Mit der Einführung der DM in den neuen Bundesländern, die dafür nicht reif waren, und deswegen ihre Exportmärkte in den Ländern des ehemaligen Ostblocks ebenso verloren, wie ihre Exportmärkte im Westen, wurde die Blaupause für die Einführung des Euro gezeichnet.

Die Situation war vergleichbar. Jeweils kamen Länder höchst unterschiedlicher Produktivität, unterschiedlicher Sozialstandards, unterschiedlicher Steuergesetze unter einen gemeinsamen Währungshut - und jeweils wurden die Unterschiede in Produktivität, Sozialstandards und Steuerrecht - wenn überhaupt, so doch nur schleppend - angeglichen.
 
Die Gewinne, die sich aus solchen Potential-Unterschieden zwangsläufig generieren lassen, wurden privatisiert, die Kosten sozialisiert.
 
Die "Wiedervereinigung" Deutschlands kann in diesem Lichte durchaus als Test für die "Vereinigung Europas" angesehen werden, denn kaum war die DDR einigermaßen in der Bundesrepublik aufgegangen, wurde das gleiche Stück auf der großen Bühne Europa neu inszeniert.
 
Eine gemeinsame Währung für Staaten unterschiedlicher Produktivität, unterschiedlicher Sozialstandards, unterschiedlicher Steuergesetze - und, wenn überhaupt, nur mäßige Anstrengungen zur Angleichung der Standards.
 
Die Folgen waren klar.
 
Die einen machten Schulden, teils, um in ihre Wettbewerbsfähigkeit zu investieren, teils um am Konsum teilzuhaben, und verschuldeten sich (im guten Glauben auf ewig niedrige Zinsen) mehr als gut war, während die anderen wie die Verrückten dahin exportierten, wo aufgrund der neuen Aufschuldungsgebiete wieder Geld war, wo Umsatz und Profit winkten.
 
Parallel dazu kamen die letzten Neumitglieder in die EU, verschuldeten sich noch, so gut es ging - und dann war das Ende der Fahnenstange erreicht. Die westlich orientierten Demokratien Europas waren endgültig in der neuen Feudalherrschaft des Kapitals gefangen. Viel weiter konnte die zinstragende Gesamtverschuldung ohne Krieg nicht getrieben werden.
 
Warum also weitere Kredite geben?
Und wenn, warum dann weiterhin zu den bisherigen Konditionen?
 
Jetzt ist es Zeit, die Ernte einzufahren.
 
Mit der Subprime-Krise in den USA wurde - auf einem anderen Kontinent - ein Liquiditätshahn zugedreht - und zugleich die Bilanzen vieler Banken, vor allem auch europäischer Banken, zerrüttet.
 
Begründung genug, Kredite zu verteuern.
 
 
Die Reaktion hieß Umschuldung. Staaten übernahmen die Schulden ihrer Banken, direkt oder per Bürgschaft.
 
Als dann die ersten Staaten ins Wanken gerieten, hieß die Reaktion wieder Umschuldung. Staaten übernahmen die Schulden anderer Staaten, direkt oder per Bürgschaft.
 
Inzwischen ist die Verschuldung Europas total und der gesamte Wirtschaftsraum wird nur durch die immer schneller drehende Spirale aus Neuverschuldung, Bürgschaftsverpflichtungen und das "Gelddrucken" der EZB vor dem Offenbarungseid gerettet.
 
 
Stellt sich die Frage, ob die Märkte vielleicht doch nicht stark genug sind, um gegen diese Rettungsschirme anzuspekulieren?
 
Die mit dieser Vermutung genährte Hoffnung, Europa könne sich, durch Sparsamkeit und forcierte Privatisierungen irgendwann aus der Schuldenfalle befreien und den Forderungen der Märkte bis dahin irgendwie standhalten, unterschätzt die Strategie und den Planungshorizont der Märkte.
 
Das Kapital, präzise gesagt, die Verschuldung der Menschen und der Staaten,
ersetzt den Grundbesitz der ehemaligen Feudalherren.
 
Doch die Forderungen von Gläubigern sind im Grunde nichts wert. Es bedarf der Bereitschaft der Schuldner, ihre Kredite zu bedienen. Diese Bereitschaft kann schwinden. Schuldenschnitt oder Inflation per Notenpresse sind jederzeit drohende Gefahren.
 
Daher ist es jetzt an der Zeit, Geld in Sachwerte umzuwandeln, ohne dabei die Schuldtitel zu verlieren.
 
 
Dieses Geschäft, genannt "Privatisierung" ist seit Jahren im Gange.
 
Die "Privatiers" erpressen den Staat und fordern die Übereignung von Staats-/Volkseigentum. Gleichzeitig - und das ist nicht minder bedeutsam - holen sie sich von den Bürgern, ebenfalls über die Daumenschraube Geldmangel, was an Sachwerten, vor allem Immobilien, Grund und Boden, zu haben ist und schaffen damit die Grundlagen des Feudalismus neu.
 
Die Leibeigenschaft findet offiziell nicht mehr statt.
 
Dennoch zahlen wir alle ständig ganz erhebliche Teile dessen, was wir erwirtschaften, an jene, die sich "Die Märkte" nennen lassen.
 
Die Märkte erzwingen von denen, deren Arbeit sie schätzen, den immer längeren Frondienst.
 
  • Die Märkte haben die Verlängerung der Tages-, der Wochen-, der Jahres- und Lebensarbeitszeit gefordert und fordern sie weiter (jüngst Herr Clement ganz massiv).
 
  • Die Märkte haben es im Interesse unserer so genannten "Wettbewerbsfähigkeit" erzwungen, dass diejenigen, die nach Rationalisierungen und Arbeitsverdichtung nicht mehr gebraucht, oder wegen des zum Glaubenssatz erhobenen Sparzwangs nicht mehr beschäftigt werden, mit einem lächerlichen Minimum an staatlicher Leistung dahinvegetieren und sich im Anschluss auf eine kümmerliche Rente einstellen müssen.
  • Die Märkte erzwingen den Abbau staatlicher Leistungen und die Privatisierung von Volksvermögen.
 
  • Die Märkte fahren ganz Europa planmäßig an die Wand, indem sie die Staaten nach Belieben am Nasenring "Zins" durch die Manege führen und jeden Widerstand mit Futterentzug bestrafen. Wir erleben einen Generalstreik des Kapitals und lassen uns mit der Drohung, uns das Zahlungsmittel vorzuenthalten, zu immer selbstmörderischen Schuld- und Bürgschaftsverpflichtungen zwingen.
 
Die gewählten Regierungen der europäischen Staaten haben die Rolle der Pfaffen im zaristischen Russland eingenommen.
 
Sie preisen die göttliche Ordnung, hofieren und segnen die Damen und Herren Märkte, und erzählen dem gepeinigten Volk das Märchen vom Paradies, das ganz bestimmt kommt, spätestens wenn wir, weil wir ohne aufzumucken immer brav zahlen und uns vom Munde absparen, was die Damen und Herren Märkte fordern - ganz und gar ohne Sünde wider den Geist des Kapitals - verhungert sind.
 
 
Und ich bin mir nicht sicher, ob nicht einige sogar wirklich daran glauben.
Schließlich ist fester Glaube nicht nur Opium fürs Volk, sondern seit jeher der beste Ersatz für eigenes Denken. Und gläubiges Handeln ist der beste Weg, die eigene Verantwortung von sich weg, auf ein "Höheres Wesen" abzuschieben und die Verehrung der Gläubigen für das gottgefällige Tun auf sich zu ziehen.
 
Sie verlangen von uns, zu glauben, wir würden etwas für "Europa" tun, wenn wir alle miteinander jedes Opfer bringen, das uns abverlangt wird, um dieses Europa zu retten.
 
Sie erzählen uns,
 
wenn wir nur auf unsere staatliche Souveränität verzichten
 
und damit die, von der französischen Revolution an erkämpften, demokratischen Rechte und die demokratischen Verfassungen aufgäben,
 
um uns Kommissaren, Räten und einem Direktorium zu beugen,
 
denen Vollmachten zugestanden werden, die sich auch hinter der löchrigen Fassade einer Scheindemokratie von denen einer Diktatur kaum noch unterscheiden lassen,
 
dann, ja dann bräche der Wohlstand wieder aus.
 
 
 
Mit Billionen Euro Schulden, für die wir und unsere Kinder und Kindeskinder geradestehen müssen, sind wir in keiner besseren Lage als die Leibeigenen im Feudalismus.
 
Und wo es an individuellen Schulden fehlt, reichen die Schulden des Staates und die Schulden der Unternehmen, die über Steuern und Preise bedient werden müssen, allemal aus, um jeden, der nicht reich genug ist, um selbst mehr Zinsen*) einzunehmen als er zahlt, zur Melkkuh zu machen.
 
 
Wie soll da der Wohlstand ausbrechen?
 
Was ausbricht, ist bestenfalls eine Revolution,
falls es den Märkten nicht vorher gelingt, einen neuen Weltkrieg anzuzetteln.
 
Die Bestrebungen sind zu erkennen.
Denn wieder stellt sich die Frage, wie Landbesitz vermehrt werden kann,
wenn alles verfügbare bereits verteilt ist.
Heiraten, das wissen wir aus der Geschichte, funktioniert nur bedingt.
Und dass Zwangsheiraten zum Scheitern neigen, zeigt sich in der Gegenwart in aller Deutlichkeit am Beispiel der EU.
Krieg funktioniert immer, weil es eben immer noch genug gibt, die bereit sind, ihre Kompanien und Regimenter furchtlos zu verheizen, wenn nur die Hoffnung winkt, dafür von den Märkten mit einer fetten Pfründe belohnt zu werden.
 
Und eine Revolution glaubt man - wie zu allen Zeiten -
leicht niederschlagen zu können.
_________________________________________________________________
 
 
*) Das kann sich jeder selbst ausrechnen. Faustformel:
Erforderliches, zinstragendes Kapital = (Brutto-Einkommen minus Sparleistung) x 8
Wer von einem Brutto-Einkommen von 50.000 Euro jährlich also 5.000 Euro spart, braucht 45.000 x 8 = 360.000 Euro Kapital, um jene rund 18.000 Euro Zinsen, die er als Endverbraucher und Steuerzahler indirekt an die Gläubiger zahlt, aus seinem Vermögen als Zins zurückzuerhalten.
 
(Zugrunde liegt eine einigermaßen realistische, durchschnittliche Zinslast von 40% die - kumuliert über alle Preise, Steuern und Sozialbeiträge - beim Endverbraucher anfällt, sowie eine Kapitalverzinsung von 5% p.a.)
 
 

 
Auch heute kann ich im Zusammenhang mit der Thematik noch einmal auf das kürzlich erschienene Buch
 
ABFALL, von Nicole Eick, hinweisen. Es schildert in Form eines beeindruckenden Romans, eines wahren Sozialkrimis, die Lebenswirklichkeit in den Ghettos der Hartz-IV-Empfänger.
 
Sage niemand: "Das habe ich nicht gewollt!".
Es war absehbar, und es war Absicht.
 
Was ist ein Menschenleben wert?
Nicole Eick stellt diese Frage zwischen den Zeilen ihres Erstlingswerkes, während sie die Geschichte von Kathrin erzählt. Kathrin, die hochschwangere Fünfzehnjährige, vom Freund der Mutter immer wieder missbraucht, bringt mitten im Elend des Hartz-IV-Lebens ihr Kind zur Welt.
Das Kind wird gefunden. Lebend. Von einem Obdachlosen, der in den Mülltonnen nach Brauchbarem sucht. Nun kümmern sich Sozialstation und Polizei um das, was ein "Fall" geworden ist. Das Leben des Menschleins ist wertvoll geworden. So wertvoll, dass die, die es weggeworfen hat, gesucht und bestraft werden muss.
Nicole Eick kann diese Geschichte so authentisch erzählen, weil ihr Beruf sie über viele Jahre mitten hinein in das führte, was meist kaltherzig "Soziale Brennpunkte"
genannt wird. In diesem Milieu lässt sie "ihre Kathrin" den bitteren Kampf ums Leben und um ein bisschen Glück führen. Sie nennt ihr Buch bescheiden einen "Sozialkrimi".
 
Ja, es ist ein spannender Krimi, doch es ist weit mehr.
ABFALL ist ein aufrüttelnder gesellschaftskritischer Roman, der unserer Gesellschaft nicht nur einen Spiegel vorhält, sondern ihr auch die Frage stellt, ob die individuelle Schuldzuweisung nicht doch nur das einfachste Mittel ist, von unser aller Verantwortung als Gesellschaft abzulenken. Eine Verantwortung, der wir mit Jugendamt und Babyklappe noch lange nicht gerecht werden.
 
Ein Buch mit allen Voraussetzungen zum Bestseller.
 
(zum Online-Shop "Belletristik" im EWK-Verlag)
 
 
Lange vorher hat eine "Bewerbungstrainerin", die es nicht mehr ausgehalten hat, die ihr per Verordnung einer Maßnahme zugewiesenen Arbeitslosen
sinnlos zu schikanieren, einen erschütternden und aufregenden Bericht über ihre Erlebnisse und Erfahrungen in dieser Funktion geschrieben.
 
Im Dschungel der Maßnahmen
 
Isabel Horstmann zeigt auf, dass die Grenzlinie zwischen wirklicher Förderung und bloßer Schikane längst nicht mehr zu erkennen ist. Sie erläutert die Mittel und Methoden der Arbeitsberater und Fallmanager, analysiert die dahinter stehenden Strategien und stellt die Frage, nach den Nutznießern.

Die arbeitslose Bewerbungstrainerin, die bei Androhung erheblicher Leistungskürzungen gezwungen wird, ein Bewerbungstraining zu besuchen, gehört wohl nicht dazu - und die Unternehmen, die sich der Flut unsinniger Bewerbungen gar nicht mehr erwehren können, auch nicht.

Der Nutzen vieler "arbeitsmarktpolitischer Maßnahmen" muss nach der Lektüre dieses Buches ernsthaft in Frage gestellt werden.
 
(zum Online-Shop "Sachbuch Wirtschaft" im EWK-Verlag)
 
Erwähnen mag ich in diesem Zusammenhang auch Freimut Kahrs, der eine grundsätzliche Abrechung mit unserer "libertären", angeblich "freiheitlichen" Gesellschaft vorgenommen hat und nachweist, dass unsere Freiheit in fast allen Lebensbereichen nur darin besteht, uns dem zu beugen, was andere für uns vorgesehen haben, oder zwischen den Möglichkeiten zu wählen, die andere uns vorlegen.
 
Lebenslüge Freiheit

Unsere Gesellschaft befindet sich in einer Krise. Viele Wissenschaftler, Wirtschaftsführer und Politiker stehen vor einem Rätsel.
Deregulierung und Flexibilisierung haben nicht Wachstum und Vollbeschäftigung, sondern Finanzcrash und Wirtschaftskrise herbeigeführt.
Freimut Kahrs beschreibt diejenigen Einflussfaktoren, die in der wirtschaftspolitischen Diskussion gerne vernachlässigt werden, obwohl sie unsere Gesellschaft entscheidend geprägt haben. Als Diplom-Volkswirt kennt er die theoretische Argumentation der etablierten Wirtschaftswissenschaft und deren Schwächen; als Unternehmensgründer hat er die Herausforderungen der Praxis analysiert. Aus dieser Perspektive entwickelt er die Grundzüge einer besseren ökonomischen und gesamtgesellschaftlichen Ordnung - die Freiheit wieder erlebbar macht.
 
(zum Online-Shop "Sachbuch Wirtschaft" im EWK-Verlag)
 

 
... und falls Sie sich im Urlaub nicht auch noch mit Problemen herumschlagen wollen, hier ist für Sie

 

 
Der Schmöker!
 
Leichte, unterhaltsame Lektüre aus dem EWK-Verlag:
 
 

 

Was passiert, wenn eine junge, freizügig denkende Frau und ein "sonderbarer Heiliger" namens Paul aufeinander treffen?

 

Es entwickelt sich eine absolut skurrile Geschichte, bei der man aus dem Schmunzeln kaum herauskommt.

 

Rainer Buck,
44 Tage mit Paul

 

 

Jemanden kennenlernen, sich verlieben, am Bahnsteig, beim Warten auf den Zug - geht das?

Ja.

Wenn man sich traut.
Und Liebe kann so schön sein!

 

 

David Dejori
Bari - Gleis 4

 

 

Wenn "eine"
eine Reise tut ...

 

Kunterbunte Geschichte
einer Russlandreise. Fernab vom touristischen Massenbetrieb.

 

 

Marion Bialloblotzky
Autos, Hühnchen
und ein bisschen Russland

 

 

Nachts im Wald ...

Das letzte Halali für einen Jäger.

Wird Kommissar Eichen dem Täter auf die Spur kommen?

Na klar!

Aber bis dahin herrscht Hochspannung im Eifel-Krimi.

 

Winfried Pohl
Erlegte Jäger

 

 

Grausame Morde auf Juist.

Immer wieder schlägt der Mörder zu - höchste Gefahr, auch für den Ermittler, der selbst als Opfer ausersehen ist.

Wie lange wird es dauern,
bis die Insulaner und die Urlaubsgäste wieder ruhig schlafen können?

Dieter Ebels
Die Bestie von Juist


 
 
 
 
 
Der zweite Sammelband
 
Paukenschläge
aus den Jahren
2009 bis 2011 ist lieferbar.
 
 
Erfüllen Sie sich noch heute Ihren Wunsch,
 
den besten Paukenschlägen aus den letzten drei Jahren einen Ehrenplatz in Ihrem Bücherregal einzuräumen.
 
 
 
 
 
 
 
Der Online-Shop des EWK-Verlags ist nur einen Mausklick entfernt.

 

 

 



     
     


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    Reaktionen auf diesen Paukenschlag
    Hallo, Hr. Kreutzer.
     
    Ein wunderbar gezeichnetes Bild der gegenwärtigen Situation.
     
    Wir sind aber tatsächlich schon länger im WK III. Das sog.'Geld' ist seit mehr als 50 Jahren zu einer Waffe weiter entwickelt worden. Und dieser Krieg hat den Vorteil, wenig, oder gar keine großen Schäden an den Immobilien anzurichten.
     
    Die Planungen dazu finden sich in einem Bilderberg-Papier von 1954: "Silent Weapons for a Quiet War" (Lautlose Waffen für einen stillen Krieg).
     
    Ein Zitat daraus: "Wenn die Leute ihren verstand nicht benutzen und sich wie Schafe verhalten, dann sollen sie auch so behandelt werden!"
     
    Das Dokument findet sich in dem Buch von Milton W. Cooper 'Behold a pale Horse', oder auch im Internet (lupocattivo.com/2011/2/13/lautlose-waffen-fuer-stille-kriege-part-1/)
    Anmerkung: Dieser Link führt leider auf eine zum Verkauf stehende Domain ...
     
    Das für diese Herrschaft erforderliche sog. 'Geld' - eine menschliche, keine 'göttliche' Erfindung - ist auf Grund der fortdauernden Verdummung der gewöhnlichen Bürger global fast ausschliesslich in privater Hand oder Kontrolle. Niemand, in keiner Gesprächsrunde im TV, ausser vlt. Dirk Müller, hat dies als ein Problem angesprochen. Es wird immer nur über Symptome - 'Die Krise' - debattiert (mehr oder weniger sachkundig) und teilweise absurde Lösungsvorschläge.
     
    Wenn sich die Mehrzahl der Bürger wie Zuschauer in einem kostenlosen Theater verhalten, kann die Theatertruppe die Art der Unterhaltung nach Belieben gestalten - Hauptsache das Auditorium wird ruhig gehalten. Solange kein Zuschauer merkt, dass die Vorstellung nur dazu dient, ihn hinterrücks auszuplündern (ideell und finanziell), kann die Schau weiter laufen.
    Man muss sich manchmal nur wundern, wie viele willige Statisten sich immer noch finden die meinen, durch ihr Verhalten ein gutes Stück vom 'Kuchen' verdient zu haben. Jeder von ihnen auch ein möchte-gern Feudalherr?
     
    Viele Grüsse
    W.H.
     

    Lieber Wolf,

    Dir ist da eine immens gute Zusammenfassung und Darstellung gelungen. So sollten es auch Leute nachvollziehen können, die sich ansonsten nicht mit der Materie beschäftigen.
    Vor allem der passende Vergleich mit der ach so zufällig gefallenen Mauer (wie passend, daß dies genau zum idealen Zeitpunkt kam) als Testlauf für Europa und Euro gefällt sehr.

    Allerdings schreibst Du, Du bist Dir nicht sicher ob nicht einige der Schauspieler in Berlin so in ihrer Rolle gefangen wären, daß sie diesen Unfug tatsächlich selber glauben.
     
    Also ich bezweifle das stark. Das Ensemble der "Daily Soap" ist zwar, wie unschwer zu erkennen, nicht mit besonders starker geistiger Bewaffnung ausgestattet aber sie können mindestens täglich neue Folgen einstudieren und damit neue Texte auswendiglernen - so hirnverbrannt, den eigenen Mist zu glauben, den sie verzapfen, können sie also gar nicht sein.
    So ein Kunststück schafft höchstens ein Klientel, welches sich als Informationsquelle einer häufig zitierten Zeitung mit 4 großen Buchstaben bedient. Und wenn sie tatsächlich so hirnverbrannt wären, würden sie sofort vom Regisseur ausgetauscht, da so etwas zu gefährlichen Situationen am Drehort führen könnte.
     
    Ein Schauspieler der politische Rollen einstudiert muß sich zumindest so weit mit der Materie auseinandersetzen, um bestimmte komplizierte Begriffe fehlerfrei in der Szene aussprechen zu können, da bei täglichem Ausstrahlungsrhythmus kein Platz für Fehler ist (so etwas ist nur bei Spielfilm-Produktionen im Budget enthalten, nicht aber bei Soaps).

    Und gewählt...
    also ich sehe immer hübsche Grafiken bei einer Wahl.
    Die kann ich mit wenigen Tastenklicks im Rechner ebenfalls erzeugen. Ist schon so schnell vergessen wie das dereinst in der DDR ging? Nur weil man inzwischen nicht mehr so blöde ist permanent 99% Zustimmung zu melden?
    Auch Ossis können lernen. Haben wir vergessen dass es in der DDR auch Wahlen gab?
    War sie nicht die Deutsche DEMOKRATISCHE Republik (*lol*)?
     
    Als IM Erika im Jahr des Heils 2009 wiedergewählt wurde, schickte die OSZE erstmals Wahlbeobachter in dieses "aus Ruinen auferstand'ne" Land - warum wohl? Und wir wollen der Tagesschau, die solches am 9.Aug.2009 zu berichten wußte, doch wohl glauben - oder?
    Lieber Wolf: Schauspieler werden nicht gewählt - sie werden "gecasted" ^^

    Du schreibst auch von der letzten Möglichkeit für einen Krieg (...falls es den Märkten nicht vorher gelingt...).
     
    Wolf, was eigentlich fällt den Leuten daran so schwer, endlich zu begreifen, daß wir uns seit Jahren schon im 3. Weltkrieg befinden?
     
    Weil es nicht wie sonst eine traditionelle Kriegserklärung gab? Die gab es, wenn auch nebulös fabuliert... ähm.... meinte formuliert.
     
    Weil der Schauplatz diesmal (noch) nicht in Europa liegt?
     
    Weil es keinen klassischen Schlachten mit einem klassischen anschließenden Sieger der Schlacht gibt?
     
    Weil diesmal entgegen der Tradition nicht die Deutschen angefangen haben sondern die USA?
     
    Zähl mal die Nationen, die am Hindukusch in den Mohnfeldern spielen - und zähl zum Vergleich die beteiligten Nationen von WWI und WWII.
    Und zähle mal die Schauplätze auf denen es seit Jahren im Namen des "Kriegs gegen den Terror" rundgeht - da ist noch ein bißchen mehr geboten als nur Irak und Afghanistan. Und zähl mal die Toten - für einen Krieg ohne Schlachten ist da erstaunlich was geboten und nur die wenigsten dieser Toten haben diesmal ein militärisches Begräbnis.
    So etwas buchstabiert man W.e.l.t.k.r.i.e.g. lieber Wolf.

    Liebe Grüße und herzlichen Dank für Deine wirklich bemerkenswerte Zusammenfassung

    der übliche Verdächtige :-)

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