Paukenschlag am Donnerstag
No. 5/2011
vom 3.2.2011

Kommentare zum Zeitgeschehen
von Egon W. Kreutzer

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Dienstleistungsgesellschaft - Utopie mit Charme

 
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Paukenschläge 2010 (ältere)
1 Angela Merkel
2 Innere Angelegenheiten
3 Werbung ist Krieg
4 Werbung ist Krieg - und wer geht hin?
5 Zwischen Schmerzgrenze und Hemmschwelle
6 Die Sache mit dem Zins
7 Schluss mit Lustig
8 Zins und Wachstumszwang
gehören zusammen
 9 Bananenrepublik
10 Dr. Petschow
Geld und Demokratie
11 Die freie demokratische Kopfpauschale
12 Progressive Benzinsteuer
13 nicht belegt
14 Volkswirtschaftlicher Gesamtschaden
15 Griechenland als Chance verstehen
16 Kurzarbeit - der Kombilohn durch die Hintertür
17 Die Mär vom gefährdeten Euro
18 Muttertagswahl
19 Europhrenie
20 Extremsparer - wie vom wilden Affen gebissen
21 Über den Verhältnissen
22 Die Würde des Amtes
23 Worum geht es?
24 Wahre Wirtschaftskriminalität
25 Au weia - Wohin mit dem Gold
26 Problematisches Goldverständnis
27 Woran man eine gute Regierung erkennt
28 Von Frau zu Frau Eva Scherrer
29 Ungarn - Irland - Deutschland ...
30 Alles Verbrecher
31 Das Staatsziel in drei Sätzen
32 Aktion Staatsziel
33 Die Geld-Hirn-Schranke
34 nicht belegt
35 Entschuldung per Vermögensabgabe
36 Besinnungslos fürs Grundeinkommen
37 Be- und Verdrossenheit
38 Schlagzeilen eines Tages
39 Die 10 Gebote, Nachtrag 2, Lohnabstandsgebot
40 Währungskrieg
41 Welt-Währungskrieg II
42 Auf dem Wachstumspfad
43 China - Macht und Ohnmacht
44 S21 und die aristotelische Lehre von der Handlung
45 Die Zeit der Narren
46 nicht belegt
47 Too big to fail
48 nicht belegt
49 Warum es fast allen immer schlechter geht
50 Jahresumbruch
1/2011 Rettung einer Illusion
2/2011 internes
3/2011 Dienstleistungs-
gesellschaft Teil 1
4/2011 Dienstleistungs-
gesellschaft Teil 2
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Dienstleistungsgesellschaft

Utopie mit Charme (Teil 3)

 

Der vorangegange 2. Teil der Überlegungen zu einer am Gemeinwohl orientierten, von heiterer Gelassenheit geprägten Gesellschaft erläuterte, dass es zur Realisierung dieser Utopie erforderlich ist, drei Veränderungsprozesse anzustoßen, die parallel und nahezu unabhängig voneinander ablaufen können.

Liquiditätsbereitstellung
Eigentumsbildung
Bewusstseinsentwicklung

Der Prozess der Liquiditätsbereitstellung wurde bereits behandelt. Schwerpunkt des heutigen Paukenschlags ist der Prozess der

 

Eigentumsbildung

Besser gewöhnt sind wir an den Begriff "Vermögensbildung", der von der Politik verwendet wurde, um mit einem sogenannten, 312 DM-Gesetz (später 624 und 936 DM) die Menschen zum Sparen zu ermutigen und ihnen vorzugaukeln, würden sie nur jedes Jahr 312 DM sparen und sich die staatlichen Prämien dazu sichern, könnten sie beim Übergang in den Ruhestand über ein gewaltiges Vermögen frei verfügen.

Das war natürlich Quatsch. Mit den Vermögensbildungsgesetzen wurden die Banken und Versicherungen mit Kapital gefüttert, wie heute mit der Riester-Rente. Da ist kein Eigentum entstanden, sondern ein weit in die Zukunft geschobener Anspruch auf Rückzahlung eingezahlter Gelder, bei dem die gezahlten Zinsen oft nicht ausreichten, um einen Ausgleich für den inflationsbedingten Kaufkraftverlust zu bieten.

Ein harmloser Schwindel, dessen vermögensbildender Effekt aber im wesentlichen bei den Aktionären von Banken und Versicherungen eingetreten ist.

Lassen wir den verbrauchten, missbrauchten und abgegriffenen Begriff also in der Mottenkiste. Sprechen wir von Eigentumsbildung.

 

Die Notwendigkeit der Eigentumsbildung

Alle Menschen sind gleich geboren?

Welch eine Lüge.

Die einen kommen mit dem sprichwörtlichen goldenen Löffel im Mund zur Welt, und die anderen werden schon verhaftet, wenn sie sich einem silbernen Löffel auch nur annähern.

Die einen haben sich die Welt zu eigen gemacht, und die anderen müssen lebenslänglich für ihre bloße Existenz bezahlen, weil ihnen der notwendige Platz, den sie als lebende Wesen beanspruchen, nur gegen Pacht oder Miete zur Verfügung steht.

Dass wir Eigentum heutzutage fast ausschließlich als "Ausschluss" erleben, dass Eigentum sichtbare und unsichtbare Zäune errichtet, deren Übertreten bei Strafe verboten ist und von den Eigentümern allenfalls gegen mehr oder minder willkürlich festgelegte Gebühr erlaubt wird, war vielleicht so lange als zulässige Regelung anzusehen, wie es hinter dem Horizont noch ungenutzte, besiedelbare Flächen gab, die sich, wer wollte, aneignen konnte.

Nun ist die Welt besetzt. Fast 7 Milliarden menschliche Wesen besiedeln den Planeten.
Keiner kann losziehen und irgendwo im fruchtbaren Ackerland des Mittleren Westens die Grenzen seiner viele Quadratkilometer große Ranch abstecken.

Wir treffen heute auf eine dünne, besitzende Oberschicht.

Um das Zustandekommen des Reichtums werden wunderschöne Sagen gewoben, doch nur zu oft handelt es sich um die Beute aus Kriegen und Raubzügen, um den Profit aus Sklaverei und Ausbeutung. Diebe, Räuber und Betrüger, Mörder und Totschläger, Lügner, Verräter und Rosstäuscher haben in fast allen Fällen den Grundstock für große Vermögen beschafft.

Was wir leichtsinnigerweise als "gottgegeben" hinnehmen und den Reichen und ihren Vorfahren als Verdienst anrechnen, ist bei näherem Hinsehen die eigentliche Ursache für alle Armut und Not auf dieser Welt.

Statt allen Menschen gleichberechtigte "Teilhabe" an den Schätzen des Planeten zu gewähren, erlebt die ganz überwiegende Mehrzahl ihre Ausgrenzung und Abschottung von den notwendigsten Ressourcen und lebt in vollständiger Abhängigkeit vom Wohlwollen der Eigentümer.

Mehr als eine Milliarde Menschen haben noch nicht einmal Zugang zu sauberem Trinkwasser ...

Eigentümer halten sie vom Wasser fern. Entweder direkt, mit Zäunen und Waffengewalt, oder indirekt, in dem ihnen die Möglichkeit verwehrt wird, genug Geld zu verdienen, um sich sauberes Wasser leisten zu können.

Eigentumsbildung muss also in erster Linie so erfolgen, dass daraus wieder die selbstverständliche Möglichkeit zur Teilhabe aller Menschen an allen Ressourcen dieser Welt erwächst.

Dass Teilhabe in dem erwünschten Sinn keineswegs unmöglich ist, zeigt sich in der realen Welt da, wo das Eigentumsrecht (noch) nicht wirksam ist.

Zwei Beispiele:

Die offene See,
außerhalb der nationalen Hoheitsgewässer, gehört allen. Daher ist es hochinteressant, dass es internationale Absprachen über den Fischfang gibt. Um den Fischreichtum zu erhalten, hat sich die internationale Staatengemeinschaft Fangquoten auferlegt, die festlegen, wer in welchem Gewässer zu welchen Zeiten welche Mengen Fisch fangen darf.

Ja, es gibt schwarze Schafe, die Überwachung ist lückenhaft und die Strafen nicht abschreckend genug ...

Aber es gibt diese freiwillige Vereinbarung, auf mögliche Fänge und möglichen Profit zu verzichten.

 

Die Lufthülle,
oberhalb der festen Erdoberfläche gehört auch niemandem. Der Raum schon, der wird beansprucht bis in größte Höhen, aber die Luft lässt sich nicht fangen. Der Wind weht, wo er will und wann er will und verfrachtet große Luftmassen in Windeseile rund um die Welt.

Die Luft gehört niemandem. Menschen, Tiere, Pflanzen sind am Stoffaustausch über die Luft beteiligt, Sauerstoff wird an die Luft abgegeben und aus der Luft entnommen. CO2 wird an die Luft abgegeben und aus der Luft entnommen. Stickstoff ...

Daher ist es hochinteressant, dass es bereits weitreichende Absprachen über die Luftreinhaltung gibt. Um die Atmosphäre in einer für die Welt "gesunden" Zusammensetzung zu erhalten, wurden Verschmutzungsrechte erfunden.

Ja, es haben sich noch nicht alle Staaten angeschlossen, die Überwachung ist lückenhaft und die Strafen nicht abschreckend genug ...

Aber es gibt diese freiwillige Vereinbarung, auf mögliche einfache und preiswerte Lösungen im Umgang mit Schadstoffen zu verzichten.

Sollte es nicht möglich sein, von diesen Beispielen her quasi "rückwärts" auch die starren Eigentumsverhältnisse an Land wieder zu flexibilisieren?

 

Um diesen Weg zu gehen, muss zunächst Einigkeit über die Mindestanforderungen an eine gerechte Teilhabe erzielt werden.

Dazu schlage ich vor:

Jeder Mensch muss das Recht haben, einen Teil dieser Welt als Grundlage seiner Existenz für sich zu beanspruchen, ohne dafür einem Eigentümer eine "Existenzgebühr" entrichten zu müssen. Dazu gehören insbesondere:
  • der Raum, den sein Körper ausfüllt, der feste Grund unter den Füßen, die Luft zum Atmen, das Wasser zum Trinken und ausreichende Nahrung;
  • der Platz an dem er einigermaßen ungestört ruhen und schlafen, wo er ungestraft seine Notdurft verrichten, seinen Körper pflegen und seine Nachkommen zeugen und großziehen kann;
  • die eigenen, zum Verbrauch bestimmten Vorräte, sowie der Platz, an dem sie geschützt aufbewahrt werden können;
  • das persönliche Eigentum an langlebigen Wirtschaftsgütern in dem Maße, indem es sich der Einzelne aufgrund seines tätigen Mitwirkens in einer arbeitsteiligen Gesellschaft leisten kann.

Jeder Mensch hat folglich den unveräußerlichen Anspruch,
ein Stück Grund und Boden, samt den darauf errichteten (Wohn-)Gebäuden für seinen Bedarf zu nutzen, da Eigentumsrechte an Grund und Boden sonst verhindern, dass "Arbeitslose" sich ihre Nahrungs- und Lebensgrundlage selbst schaffen und erhalten können.

Das Recht auf die tatsächliche Nutzung
bestimmter oder unbestimmter Grundstücke muss davon jedoch abstrahiert werden, so dass dem Anspruchsberechtigten die Abtretung des Nutzungsrechts möglich wird.

Niemand sollte jedoch das Recht haben, mehr Eigentum an Grund und Boden für sich zu beanspruchen, als er selbst für seine eigenen Bedürfnisse nutzt.

Daraus lassen sich weitere Anforderungen ableiten:

  • Die Gesellschaft muss jedem ihrer Mitglieder - bei vergleichbaren Fähigkeiten und Anstrengungen - ermöglichen, in vergleichbarem Maße Eigentum zu erwerben.
  • Die Grenzen des Eigentums des Einzelnen liegen da, wo durch die Wahrnehmung der Eigentumsrechte das allgemeine Recht auf Teilhabe beeinträchtigt wird.
  • Eigentum, das nicht als angenommene Verantwortung, sondern als erworbene Freiheit betrachtet und genutzt wird, stört als "aggressives Eigentum" den Frieden und sollte "befriedet" werden.
    • Reine Kapitalbeteiligung an Unternehmen darf nicht zu Zerschlagung und Verwertung durch destruktive "Heuschreckenaktionen" führen.
    • Die Ausübung von Patentrechten und Gebrauchsmusterschutz darf nicht dazu führen, dass bestehender Bedarf nicht befriedigt wird (So darf z.B. die Bereitstellung von Medikamenten nicht davon abhängen, dass die Gewinnziele der Patentinhaber erfüllt werden.)
    • Patente auf Leben oder auf Bestandteile von Lebewesen müssen aufgehoben werden.
    •  Die Honorierung der Leistungen von Urhebern und/oder Erfindern ist so zu gestalten, dass daraus keine uneingeschränkten alleinigen Verwertungs- bzw. Nutzungsrechte für Dritte entstehen können.
    • Die kommunale Grundversorgung ist Aufgabe der öffentlichen Hand. Bereits erfolgte Privatisierungen sind rückgängig zu machen. Wasser, Abwasser, Feuerwehr, Schulen, Müllabfuhr, Gefängnis, Krankenhaus und viele andere öffentliche Einrichtungen dürfen nicht dem Profitstreben privater Unternehmer ausgeliefert werden.
    • Ansprüche auf Geld sind zu begrenzen, die Geldversorgung der Realwirtschaft ist stets sicherzustellen.
    • Rein spekulative Finanztransaktionen sind gesellschaftlich schädlich und daher zu beschränken.
    • Monopole sind durch Schaffung von Wettbewerb aufzulösen. Rechte und Instrumente der Wettbewerbswächter und Kartellbehörden sind zu stärken.
    • Die "parasitäre" Form der Eigentumsbildung in Bankerhand durch "Zinsgewinne" ist einzudämmen
     
  • Die Unterschiede zwischen Arm und Reich sollten gemildert werden, so dass weder Neid noch Verlustängste zu aggressivem Verhalten führen.

 

Die Erkenntnis, dass Eigentum nicht nur Probleme löst, solange es nämlich als friedliches Eigentum der "Sicherheit" des Eigentümers dient, sondern auch Probleme schafft, wenn es als aggressives Eigentum auftritt und Ungleichgewichte erzeugt, sollte bei neutraler und vernünftiger Würdigung unwidersprochen bleiben.

Die daraus abgeleiteten Erfordernisse können und sollen Anlass für möglichst viele, fruchtbare und weiterführende Diskussionen sein, es handelt sich dabei um einen einmal erreichten, sicherlich aber nicht schon um den Endstand eines kritisch konstruktiven Nachdenkens darüber, wie gesellschaftliche Strukturen aufzubauen sind, um ein Höchstmaß an Gerechtigkeit und Wohlstand herzustellen.

Ohne diese weitere Diskussion behindern zu wollen, ist aus den hier beschriebenen Erfordernissen - und dem Abgleich dieser Erfordernisse mit Gegebenheiten der realen Welt - ein Modell entstanden, dass eine neue, gerechte und für die überwältigende Mehrheit der Demokraten tragbare Regelung für den Erwerb und die Nutzung von Eigentum aufzeigt.

Die Grundlage ist ein veränderter Blick auf das Eigentum an Grund und Boden, wie er sich aus dem Freiheitsrecht und dem Recht auf angemessenen Anteil fast zwangsläufig ergibt.


Das Eigentumsmodell

Die vorstehenden Betrachtungen bestätigen, dass die herrschenden Bedingungen, unter denen die Menschen leben und arbeiten müssen, weder geeignet sind, den Menschenrechten zur Durchsetzung zu verhelfen, noch dazu, mehr Gerechtigkeit zu ermöglichen. Die Grundsätze eines praktisch unbegrenzten Eigentumsrechts haben, in Verbindung mit einem allgemeinen Verlust moralischer und ethischer Wertvorstellungen zur Maßlosigkeit eingeladen. Diese Maßlosigkeit hat zu pervertierten Formen des Eigentums geführt. Die Profitgier hat sich des Eigentums bemächtigt und sucht immer neue Möglichkeiten, private Eigentumsrechte zu errichten, wo bisher Gemeinschaftseigentum bestand. Aggressives Eigentum ist dabei, sich auf jegliches Allgemeingut, ja selbst auf das Erbgut von Pflanzen, Tieren und Menschen auszuweiten, um aus den Grundbedürfnissen der Mitmenschen noch einen Profit zu schlagen.

Die folgenden Gedanken zeigen auf, dass mit maßvollen und sanften Veränderungen, ohne Revolution, ohne Zwangsenteignungen, vom Bodenrecht ausgehend eine neue, bessere, menschlichere Eigentumsordnung errichtet werden kann.


Wahlfreies Grundeinkommen

Es ist in jüngster Zeit sehr viel über unterschiedliche Formen eines so genannten "Bedingungslosen Grundeinkommens" diskutiert worden.

Der hier skizzierte Vorschlag statt eines bedingungslosen Grundeinkommens über ein "wahlfreies Grundeinkommen" nachzudenken, lässt sich direkt aus den Überlegungen zum Eigentum ableiten.

Die Basis des Wahlfreien Grundeinkommens ist - sowohl im wörtlichen, wie auch im übertragenen Sinne - tatsächlich ein "Grund"-Einkommen, aber es handelt sich um ein Grundeinkommen einer gänzlich neuen Qualität.

Mit ihm wird nämlich sowohl eine enteignungsfreie Bodenreform, wie auch die Finanzierung eines auskömmlichen Grundeinkommens ermöglicht, indem beide Komponenten zu einem realistisch-realisierbaren Konzept verschmolzen werden.

 

Wahlfreies Grundeinkommen
Prinzip

Abgeleitet von dem Recht auf eine angemessene Teilhabe, soll allen Bürgern eines Staates das Anrecht zustehen, einen definierten Anteil "Grund und Boden" aus dem Staatsgebiet kostenlos zu nutzen - oder, wahlweise, auf die Nutzung des Grundes zu verzichten und stattdessen von der Gemeinschaft durch ein Grundeinkommen entschädigt zu werden.

Das Grundeinkommen finanziert sich aus Nutzungsentgelten, die von jenen erhoben werden, die Verfügungsrechte über Grund und Boden halten, welche insgesamt über den ihnen zustehenden Anteil hinausgehen.

Die Höhe der Nutzungsentgelte und der Preis der Nutzungsrechte bemessen sich an der Attraktivität der Grundstücke. Die Rückgabe von Nutzungsrechten zu marktgerechten Preisen ist, ebenso wie der Erwerb von Nutzungsrechten zu marktgerechten Preisen jederzeit im Rahmen der verfügbaren Grundstücke möglich.

Die Höhe des Grundeinkommens und die Höhe der Nutzungsentgelte sind - über träge und verzögernd reagierende Formeln - an die Zahl der Grundeinkommensempfänger und das Ausmaß der Inanspruchnahme zusätzlicher Nutzungsrechte gebunden. Die Sicherung des Aufwandes für die Lebenshaltung durch das Grundeinkommen wird jedoch mindestens gewährleistet.

Alle sozialen Transferleistungen des Staates, angefangen beim Elterngeld, über das Ehegattensplitting bis hin zu Krankengeld- und Arbeitslosenversicherung, sowie zur garantierten Grundrente werden durch das wahlfreie Grundeinkommen abgelöst. Krankheitskosten und Pflegekostenversicherung bleiben hingegen bestehen.

Die Belastung von Grund und Boden mit Nutzungsentgelten, die über die heutige Grundsteuer deutlich hinausgehen, führen dazu, dass das Halten nicht genutzter Grundstücke an Reiz verliert, weil damit ein steter Abfluss von Geldvermögen verbunden ist.

Auch die Wirtschaft wird sparsam mit Grund und Boden umgehen, um den Kostenfaktor "Nutzungsentgelt" klein zu halten. Dies führt zu neuen, ökonomisch und ökologisch sinnvollen Regelkreisen, die in allen relevanten Entscheidungen zum Ausdruck kommen werden.

Das wahlfreie Grundeinkommen gewährt jedem das Recht auf den angemessenen Anteil und die Freiheit, die Art der Nutzung des Anteils selbst zu wählen.

Es ist familienfreundlich, umweltschonend, relativ einfach und unbürokratisch zu handhaben, es fördert die Beschäftigung und bietet ein Höchstmaß an Sicherheit.

Mit dem "wahlfreien Grundeinkommen" wird ein wesentlicher Schritt zur vollständigen Umsetzung der Menschenrechte ermöglicht.

 

Dabei behält es in seinen Grundzügen viele Elemente des klassischen Eigentumsrechtes bei. Es kennt und bewahrt Wertunterschiede des genutzten Grund und Bodens, es ermöglicht (im Rahmen der bestehenden Gesetze, Satzungen und Vorschriften) die beliebige Nutzung und es ermöglicht die Vererbung, um nur die wichtigsten Übereinstimmungen mit dem geltenden Eigentumsrecht zu nennen. Andererseits beschränkt es das Eigentum aber exakt da, wo die feine Linie der Grenze zwischen friedlichem und aggressivem Eigentum zu ziehen ist.


Eigentum, das nicht genutzt wird, welches also nur dazu dient, anderen die Nutzung zu verwehren, wird durch die Erhebung von Nutzungsentgelten um so mehr erschwert, je attraktiver seine Nutzung für andere ist, während das mit dem Eigentum bisher verbundene Erpressungspotential durch jedermanns Recht auf die unentgeltliche Nutzung eines relativ großen Grundstücks fast auf Null reduziert wird.


Weiterer positiver Effekt: Die soziale Grundsicherung aller Bürger ist alleine dadurch gewährleistet, dass das Recht auf Nutzung eines Grundstückes jederzeit in ein Recht auf ausreichende Alimentation durch die Gemeinschaft eingetauscht werden kann. Die damit verbundenen Kosten werden nicht dem Faktor Arbeit aufgebürdet, sondern dem Faktor Grund und Boden, was als Nebeneffekt zu sparsamerem Umgang mit Grund und Boden anregt.

Dies alles erscheint erfreulich und sinnvoll. Lässt es sich aber auch wirklich problemlos in die Realität einer eigentumsfixierten, kapitalistisch orientierten Gesellschaft einbinden? Bestehen nicht auch hierin erhebliche Missbrauchsmöglichkeiten, kann das Modell möglicherweise durch ein geschicktes Wechselspiel zwischen inländischem und ausländischem Recht ausgehebelt und ins Gegenteil verkehrt werden?


Nun, eines ist klar, man kann nichts ändern und dabei gleichzeitig alles beim Alten lassen wollen. Die erste Frage ist also: Wie viel muss geändert werden und wer muss sich und seine Einstellungen ändern?

Die zweite Frage, die sich anschließt, sollte dann sinnvollerweise heißen: Wie verändert sich das Missbrauchspotential gegenüber dem derzeitigen Zustand? Es gibt leider keine Regel, die nicht auch zum Missbrauch einlädt, und es gibt keine menschliche Gesellschaft, in der nicht einzelne Mitglieder nach den sich bietenden Missbrauchsgelegenheiten mit großem Eifer suchen.

Die tatsächlichen Änderungen:

Es wird kein Kindergeld, keine Arbeitslosenversicherung, keine Sozialhilfe und kein ALG II mehr geben. Ehegattensplitting, Kinder- und Haushaltsfreibeträge können entfallen. Die am Arbeitseinkommen orientierte Rentenversicherung wird bei vergleichbaren Beiträgen gemeinsam mit dem Grundeinkommen weit mehr als nur 60 Prozent des letzten Nettoeinkommens sicherstellen - oder mit sehr viel niedrigeren Beiträgen auskommen können.

Es wird also in Bezug auf die Umverteilungsmechanismen große Veränderungen geben - und in Bezug auf die Umverteilungsergebnisse werden die größten Veränderungen auf die Extreme an beiden Seiten der Skala einwirken.

Die Reichsten werden sehr viel mehr abgeben müssen als bisher, und die Ärmsten werden sehr viel besser gestellt sein.

Im großen Mittelfeld sind die Veränderungen eher klein und eher zufällig. Je näher sich aber der Einzelne an den Extrempositionen befindet, desto spürbarer wird die Veränderung für ihn sein. Es kann folglich davon ausgegangen werden, dass Arme, die künftig besser dastehen und die große Zahl der Normalbürger, für die sich effektiv nur wenig verändert, relativ leicht von den Vorteilen dieses Eigentumsmodells zu überzeugen sein werden.

Doch von Seiten derjenigen, für die sich zusätzliche Belastungen ergeben, ist mit vielerlei Einwänden zu rechnen, die bezeichnenderweise ihren argumentativen Schwerpunkt darin haben dürften, dass die Regelung leistungsfeindlich sei.

Ist sie das? Nein. Das ist sie nicht:

Wer sein Recht auf die Nutzung eines Grundstücks geltend macht, muss Leistung erbringen, wenn er überleben will, denn eine Geldleistung der Gesellschaft wird dem Einzelnen nur noch zuteil, wenn er auf die Nutzung des eigenen Grundes zu Gunsten der Gesellschaft verzichtet.

Im Grunde nimmt derjenige, der ein staatliches Grundeinkommen bezieht, doch nur die Rolle des Grundbesitzers ein, der sein Land verpachtet oder sein Haus vermietet.

Wie kann ein Verhalten, das als ein Kernstück der kapitalistischen Ertragsphilosophie gelten muss, nur dadurch leistungsfeindlich sein, dass der Grundbesitzer den Grundbesitz als Geburts- und unveräußerliches Menschenrecht mit auf die Welt bringt?

Wodurch unterscheidet sich denn der Grundbesitzer dieses Eigentumsmodells von dem Grundbesitzer, der seinen Grundbesitz als das Erbe seiner Väter übernommen hat, ohne je eine Hand dafür rühren zu müssen?


Richtig, in nichts.


Soweit die schöne, aber graue Theorie. Die bunte Wirklichkeit sieht ein bisschen anders aus. Ja, da wird es Menschen geben, die darauf vertrauen, dass die anderen für ihren Lebensunterhalt sorgen, wenn sie nur darauf verzichten, ihr Recht auf die Nutzung eines Streifens Land auszuüben.

Die angestrebte Versorgung dieser Menschen mit einem Grundeinkommen, das deutlich über das Existenzminimum hinausgeht, also ein einigermaßen würdiges Dasein ermöglicht, ist natürlich vollkommen unmöglich, wenn sich 99,99 Prozent der Bevölkerung auf die faule Haut legen wollen, und von den restlichen 0,01 Prozent die erforderliche Leistung erwartet wird. Aber dahin wird dieses System nicht führen können.

Die vorgesehene Bindung der Höhe der Grundsicherung an die Nachfrage nach nutzbaren Grundstücken schiebt dem schnell einen Riegel vor. Je mehr Menschen auf die Nutzung des eigenen Grundes verzichten - desto geringer wird zwangsläufig die Nachfrage nach nutzbaren Grundstücken. Damit mindert sich das aus der Grundsicherung erzielbare Einkommen, der Wohlstand der Leistungsunwilligen sinkt und der Anreiz zu mehr Leistung steigt.

Es ist völlig klar, dass - wenn niemand mehr ein Sozialprodukt erwirtschaftet, auch kein Grundeinkommen mehr bezahlt werden kann. Die Formel für die Bemessung des Grundeinkommens sollte daher von einer Normalbeschäftigung ausgehen, also unterstellen, dass etwa 50 Prozent der Bevölkerung aktiv an der Leistungserstellung beteiligt sind, während die andere Hälfte ihren Beitrag als Kinder, Schüler und Studenten noch nicht, als Rentner und Langzeitkranke nicht mehr, oder aus freien Stücken - wegen Kindererziehung oder einer längeren Auszeit - vorübergehend nicht erbringt und ersatzweise, unter Verzicht auf die Nutzung ihres Grundes, auf das garantierte Grundeinkommen zurückgreift.

Die aktuelle Wirtschaftskraft der Bundesrepublik Deutschland, deren Bruttosozialprodukt bereits um die Werte der Importe korrigiert ist, liegt aktuell bei rund 2,5 Billionen Euro. Dies ist derzeit die Obergrenze dessen, was als Verteilungsmasse zur Verfügung steht. Auf die Bevölkerung von rund 82 Millionen Bürgern entfallen demnach heute jährlich 30.500 Euro pro Kopf, monatlich gut 2.500.

Unterstellt man, dass jeder Bürger etwa zur Hälfte seiner Lebenszeit am Prozess der Leistungserstellung aktiv teilnimmt, aber eben genauso auch in anderen Phasen von den Aktiven alimentiert werden muss, könnte man im ersten Ansatz die hälftige Aufteilung auf Grundeinkommen und Leistungseinkommen vorschlagen. Die wäre allerdings dem Leistungsgedanken abträglich und würde auch die mit der Leistungserbringung verbundenen Aufwendungen nicht berücksichtigen. Eine angemessenere Verteilung ergibt sich, wenn die Summe der Grundeinkommen ca. 1/3 des Bruttoinlandsproduktes, und die Summe der Leistungseinkommen etwas 2/3 des BIP ausmacht.

Weil durchaus eine größere Anzahl der Aktiven auf die tatsächliche Nutzung des Grundes verzichten wird und stattdessen zusätzlich zum Leistungseinkommen ein Grundeinkommen in Anspruch nimmt, könnten rein theoretisch alle 82 Millionen Bürger ein Grundeinkommen beanspruchen. Unter diesen - allerdings extrem unwahrscheinlichen - Bedingungen würde das Grundeinkommen (aus einem Drittel des BIP) den niedrigst-möglichen absoluten Wert pro Kopf mit immerhin noch rund 850 Euro pro Monat erreichen.

Tatsächlich wird die Inanspruchnahme des Grundeinkommens allerdings weitaus geringer ausfallen. Die Inhaber land- und forstwirtschaftlicher Betriebe werden die auf ihre Familie entfallenden Grundnutzungsrechte voll ausschöpfen, viele Unternehmer anderer Gewerbe mit größeren betrieblichen Grundstücken ebenfalls. Freistehende Einfamilienhäuser, Reihenhäuser und selbst Eigentumswohnungen werden immer noch mit anteiligen Grundnutzungsflächen aus dem Bezug von Grundeinkommen herausfallen, so dass in einer sehr groben Schätzung davon ausgegangen werden kann, dass etwa 75 bis 80 Prozent der Bevölkerung volle und anteilige Grundeinkommen in Anspruch nehmen werden. Dies wiederum führt dazu, dass das volle monatliche Grundeinkommen einen Betrag von rund 1.000 Euro erreichen wird.

Das durchschnittliche Einkommen pro Aktivem liegt demgegenüber bei rund 3.000 Euro pro Monat. Selbstverständlich ergibt sich dieser Durchschnittswert auch weiterhin aus vielen niedrigen und deutlich weniger sehr hohen Einkommen, kann also nicht ohne weiteres in individuelle Berechnungen eingesetzt werden.


Durchschnittlich wird jeder Hektar (10.000 m²) dadurch mit Kosten von 70.000 Euro pro Jahr belastet - das ist etwa das Hundertfache dessen, was derzeit für Ackerland an Pacht zu entrichten ist, andererseits aber auch wieder nur ein Fünfhundertstel dessen, was ein zwölfstöckiges, gewerblich genutztes Gebäude auf der gleichen Grundfläche in einer einigermaßen guten Lage an Miete einbringt. Insofern kann in einer ersten Abschätzung davon ausgegangen werden, dass die Belastungen sich durchaus tragen lassen, und, dass die Verteilung von teuren zu preiswerten Lagen sich kaum verändern wird.

Weil allerdings Teile der Sozialversicherungsbeiträge und Teile der steuerfinanzierten staatlichen Unterstützungsleistungen künftig aus den Einnahmen der Grundnutzungsgebühren finanziert werden, muss die Belastung der Grundstücke gegenüber dem derzeitigen Zustand insgesamt ansteigen. Es wird sich insofern eine strukturelle Verschiebung ergeben, in deren Folge die Nettoeinkommen, wie auch die Preise insgesamt ansteigen. Güter und Dienstleistungen, die in teuren Lagen mit hohem Grundstücksbedarf erbracht werden, haben dabei den höchsten Preisanstieg zu verzeichnen, während Produkte und Dienstleistungen, die mit geringem Flächenbedarf erstellt werden, einen nur geringen, evtl. gar keinen Preisanstieg verzeichnen werden.

Weil die leistungsfreien Einkünfte aus Grundbesitz in der Übergangsphase sinken und nach Abschluss der Umstellung des Eigentumsrecht vollständig entfallen, ergibt sich unter dem Strich eine im Laufe der Zeit wachsende Entlastung der Kosten des Konsums.


Je mehr Menschen sich für die Selbstnutzung eines Grundstückes entscheiden, desto knapper wird das Angebot. Die "Preise" für Mehrbedarfsgrundstücke (Nutzungsentgelte und Pfandwerte) steigen also, wodurch für eine sinkende Zahl von Grundeinkommensbeziehern höhere Einnahmen zur Verfügung stehen. Im umgekehrten Fall, wenn immer weniger Bürger sich für die Nutzung des Grundstücks entscheiden, entspannt sich der Grundstücksmarkt, die Nutzungsgebühren und damit auch die Grundeinkommen sinken.
Diesem Spiel der Kräfte auf dem Grundstücksmarkt folgt zwangsläufig das Spiel der Kräfte auf den Warenmärkten. Mit hohen Kosten auf teuren Grundstücken hergestellte Produkte ziehen steigende Preise nach sich, zu niedrigen Kosten bei niedrigen Nutzungsentgelten hergestellte Produkte ermöglichen Preissenkungen, womit die sinkende Kaufkraft der Nachfrage kompensiert werden kann.

Die Auslöser für vermehrte oder verminderte Inanspruchnahme des Grundeinkommens sind unterschiedlich und zum Teil absolut gegensätzlicher Natur.
Bei zunehmender Arbeitslosigkeit werden Einzelpersonen wie auch Familien sich entweder dafür entscheiden, auf dem eigenen Grundstück einigermaßen autark zu wirtschaften, während andere, aus der gleichen Situation heraus, die Sicherheit des Grundeinkommens vorziehen.
In Zeiten wirtschaftlicher Prosperität werden manche Personen/Familien das eigengenutzte Grundstück aufgeben, weil es ihre Mobilität und Beschäftigungschancen mindert, während das Grundeinkommen willkommen ist, um daraus den entstehenden Mehraufwand (Miete usw.) zu decken. Andere wiederum werden es sich wegen ihrer Einkünfte aus Berufstätigkeit leisten können, aus der Mietwohnung in das Eigenheim umzuziehen und dabei gerne auf das entfallende Grundeinkommen verzichten. Die Wirkung ist dabei kaum anders, als heute, wenn einerseits die Miete entfällt, andererseits aber die Annuitäten für das Darlehen aufzubringen sind.

Es ist also weitaus schwieriger vorherzusagen, wie sich die Lebensentwürfe der Menschen in unterschiedlichen Phasen wirtschaftlicher Entwicklung gestalten werden, weil die Freiheit des Einzelnen gewachsen ist. Es wird den einheitlichen Trend der Reaktion auf Aufschwung und Rezession nicht mehr geben.

Das Modell eines "wahlfreien Grundeinkommens", das zugleich ein Modell für das Eigentumsrecht an Grund und Boden darstellt, ist also nicht nur nicht leistungsfeindlich, es wirkt zudem auch noch stabilisierend und ruft automatisch ein antizyklisches Verhalten der Marktteilnehmer im Auf und Ab der konjunkturellen Veränderungen hervor.

Doch es ergibt sich vollautomatisch ein weiterer beachtlicher Effekt:

Die Belastung des Faktors Arbeit mit Steuern und Abgaben wird ganz erheblich reduziert; das Aufkommen und die Verteilung der Lasten werden sehr viel transparenter - und das entspricht vollständig der Forderung: "Leistung muss sich wieder lohnen!"

Nein, "leistungsfeindlich" kann dieses Eigentumsmodell ganz bestimmt nicht genannt werden.

Doch ist die Betrachtung unlauter, solange nicht auch diejenigen Veränderungen gewürdigt werden, die sich für die heutigen Großgrundbesitzer ergeben.

Eine exemplarische Betrachtung an drei typischen Fällen mag diese verdeutlichen:

 

Fall 1
Der große land- und/oder
forstwirtschaftliche Betrieb

Ob ein großer landwirtschaftlicher Betrieb aus einem Gutshof des Feudalsystems oder aus einer LPG des kommunistischen Systems hervorgegangen ist - beides gibt es in Deutschland nebeneinander - spielt keine Rolle.

Ein Areal von 100 oder mehr Hektar landwirtschaftlicher Nutzflächen, die entsprechenden Wohn- und Wirtschaftsgebäude dazu, stellen einen enormen Wert dar, der sich, wenn es um den Verkauf geht, auf dem Markt hauptsächlich am möglichen Ertrag der Ländereien bemisst.

Die Nutzung der Flächen und der Betriebsgebäude bleibt auch nach der Umstellung auf das hier vorgestellte Eigentumsmodell unverändert möglich.

Ackerland bleibt Ackerland, Wald bleibt Wald und Wirtschaftsgebäude bleibt Wirtschaftsgebäude - folglich wird auch der Ertrag des landwirtschaftlichen Unternehmens, gemessen in Tonnen Getreide, Hektolitern Milch, Festmetern Wald durch die Umstellung des Eigentumsrechtes keine Veränderung erfahren.

Die Kosten der Bewirtschaftung werden sich allerdings verändern - und zwar so, dass eine für alle landwirtschaftlichen Unternehmer annähernd gleiche Belastung entsteht und Wettbewerbsverzerrungen aufgehoben werden.

Das bestehende Eigentumsrecht verzerrt den Wettbewerb. Wer ein unbelastetes Eigentum an Grund und Boden geltend machen kann, wer also weder Darlehenszinsen noch Pacht zahlen muss, um ein Grundstück bewirtschaften zu können, hat einen ganz erheblichen Kostenvorteil gegenüber demjenigen, der die gleiche Leistung erbringt, aber an einen untätigen Grundbesitzer Pacht, oder an die den Kaufpreis finanzierende Bank Zinsen zahlen muss.

Der Großgrundbesitzer wird also zwangsläufig und ohne eigenes Zutun immer reicher, und zwar absolut reicher, während der Pächter im Wettbewerb mit dem Grundbesitzer zwangsläufig unterliegen, folglich - zumindest relativ zum Grundbesitzer - auch ärmer werden muss.

Das hier skizzierte, neue Eigentumsrecht, hebt diese Wettbewerbsverzerrung auf. Alle Landwirte finden sich (nach der Entschädigung, die noch zu besprechen ist) in der Rolle des "Erbpächters" wieder, alle landwirtschaftliche Produktion ist in annähernd gleichem Maße mit "Bodennutzungsgebühren" belastet, wirkliche Leistung lohnt sich folglich deutlich mehr, als im überkommenen Eigentumsrecht.

Solange die Belastung mit Bodennutzungsgebühren in etwa im Rahmen derzeitiger Pachtzinsen bleibt, was nach überschläglicher Abschätzung durchaus gewährleistet werden kann, müssen sich auch die Verbraucherpreise nicht verändern.

Die Vergrößerung von Betrieben, die heute nahezu ausschließlich über die Anpachtung zusätzlicher Flächen realisiert werden kann, also teurer ist, als die Bewirtschaftung von Eigentumsflächen, bleibt im neuen Eigentumsmodell kostenneutral, weil jeder Hektar vergleichbaren Ackerlandes prinzipiell mit der gleichen Nutzungsgebühr belastet ist. Dies fördert die Entwicklung leistungsstarker Kleinbetriebe, denen bisher alleine durch die Restriktionen des Eigentumsrechtes Grenzen gesetzt sind.

Gelingt also der Systemwechsel, findet sich der ehemalige Großgrundbesitzer in einer verschlechterten Ausgangsposition, er hat aber nur seinen (ungerechtfertigten und wettbewerbsverzerrenden) Kostenvorteil verloren, steht also nun gleichberechtigt im fairen Wettbewerb.

 

Fall 2
Das Industriegelände,
das Innenstadtkaufhausgrundstück,
der Wohnungsbestand

Es zeigt sich schnell, dass die Auswirkungen der Reform für alle Nutzer von Flächen - völlig unabhängig von der Art der Nutzung - vollkommen gleich sind. Es gilt, auch bei den industriell genutzten Flächen, bei Grundstücken, die dem Handel und der Dienstleistung gewidmet sind, wie bei reinen Wohngrundstücken, die eine Regel:

Wettbewerbsverzerrungen durch Eigentumsrechte werden aufgehoben.

Die Nutzungsentgelte bewegen sich auch bei den hier beispielhaft genannten Nutzungen im Rahmen dessen, was bisher an Kapitalkosten bzw. Pachtzins aufzubringen ist. Preisänderungen sind daher nicht zwangsläufig vorprogrammiert,

jedoch entfällt bei den bisherigen Grundeigentümern der Anteil des leistungsfrei erzielten Einkommens, ihre Gewinne sind also nun ebenfalls vollständig leistungsabhängig.

 


Fall 3
Der hauptberufliche Großgrundbesitzer

Viele Quadratkilometer fruchtbaren Bodens, tausende Hektar Wald, tausende Hektar Bauerwartungsland und dies alles in spekulativer Absicht erworben, an Kleinbauern und Holzfällerbetriebe verpachtet, bei günstiger Gelegenheit mit großem Gewinn zu horrenden Preisen als Bauland verkauft - und alles seit vielen Generationen im Familienbesitz.

Dieser Wirklichkeit gewordene Traum vom Schlaraffenland ist ausgeträumt.

Solcher Grundbesitz wird sich wirtschaftlich nicht halten lassen. Die Bodennutzungsgebühr, der keine entsprechenden Einkünfte aus tatsächlicher, eigener Nutzung gegenüberstehen, wird sehr schnell dafür sorgen, dass der Grundbesitz freiwillig aufgegeben wird. Das beschriebene Modell hat also, obwohl es einen eigenständigen Grundstückswert kennt, obwohl Grundstücke zu diesem Wert (Pfand) zur Nutzung praktisch erst erworben werden müssen, aber zum Zeitwert praktisch auch wieder verkauft werden können, eine absolut spekulationswidrige Eigenschaft.
Hier, bei der Anwendung auf Grund und Boden, erweist sich die "Haltegebühr" mit welcher Freiwirte den Umlauf ihrer Komplementärwährungen sichern wollen, als eine wirklich wirksame Einrichtung, denn Grund und Boden kann nicht ausweichen. Er ist, im wahrsten Sinn des Wortes "immobil" - und solange ein Nutzungsrecht eingeräumt, aber nicht ausgeübt wird, frisst die Nutzungsgebühr einen möglichen Spekulationsgewinn auf, bevor er überhaupt entstehen kann, und auch das Entstehen von Spekulationsgewinnen ist sehr viel unwahrscheinlicher geworden, solange es nicht allen Mitgliedern der Volkswirtschaft so gut geht, dass Spekulationsgewinne aus der gestiegenen Nachfrage nach Grundstücken überhaupt möglich werden.


Der hauptberufliche Großgrundbesitzer sieht sich also tatsächlich einer Situation der Totalenteignung gegenüber, die durch ein kleines Grundeinkommen alleine nicht auszugleichen ist.

Die Antwort auf die Frage nach der gerechten Entschädigung für Grundbesitzer wird damit immer dringlicher.

 

Entschädigung für Grundeigentümer

Wenn aller Grund und Boden im staatlichen Eigentum steht und einer staatlichen Verwaltung unterliegt, das Nutzungsrecht an Grund und Boden prinzipiell auch mit einer Nutzungspflicht verbunden ist, und die Nichtnutzung des unveräußerlichen Rechts auf einen gerechten Anteil am Staatsgebiet mit einem garantierten Grundeinkommen prämiert wird, dann ist in diesem Szenario für den Grundeigentümer, so wie wir ihn heute kennen, kein Platz mehr vorhanden - und die so oft vereinbarte Entschädigung durch die Zurverfügungstellung von Ersatzgrundstücken ist vollkommen unmöglich geworden.

Bleibt also eine Entschädigung in Geld. Es wird ausführlich zu diskutieren sein, ob die Entschädigung an Grundbesitzer als einmalige Leistung, oder als befristete, vererbliche Rente, oder als Leibrente gestaltet werden soll - und ebenso wird die Bemessungsbasis für die Höhe der Entschädigung noch umfangreicher Erörterungen bedürfen.


Den schon recht detaillierten Vorschlag dazu, will ich nicht in diesen Paukenschlag aufnehmen, das würde den Rahmen vollständig sprengen.

Er ist aber, zusammen mit weiteren Überlegungen zur gesamten Eigentumsthematik ein Teil von "Wolf's wahnwitzige Wirtschaftslehre - Band IV Eigentum und Teilhabe" und hier zu finden:

EWK-Verlag
Sachbuch Wirtschaft


Über den Prozess der Bewusstseinsbildung, der ebenfalls eingeleitet werden muss, um die am Gemeinsinn orientierte Dienstleistungsgesellschaft schaffen zu können, werde ich mich nächste Woche im Paukenschlag No. 6 /2011 auslassen.


Warum ist das so?

Der auf vier Paukenschläge aufgeteilte Text "Dienstleistungsgesellschaft - Utopie mit Charme" hat nicht bei allen Besuchern dieser Seite und nicht bei allen Beziehern des Newsletters Anklang gefunden. Die Daten für diese Grafik zeigen jeweils die Besucher innerhalb der ersten beiden Tage ab Veröffentlichung in Prozent von den durchschnittlichen Besucherzahlen aller Paukenschläge.

Da ist also letztlich nur ein Drittel dran geblieben. Schade.
Ich hatte mir mehr Resonanz erwartet.

Auch die üblichen "Content- und Linkverbreiter" haben längst nicht alle zugegriffen und den Text übernommen bzw. verlinkt - und an der Front der Kommentatoren ist es verhältnismäßig still geblieben.

Ich gehe in mich.

Und Sie könnten mir sagen, was Ihrer Meinung nach Schuld daran war.
Hier können Sie abstimmen  

 


 

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Reaktionen auf diesen Paukenschlag


Hallo Herr Kreutzer,

„Das alles und noch viel mehr, würd’ ich machen, wenn ich König von Deutschland wär’!“

Das ist wirklich, richtig gut!

So ganz habe ich zwar noch nicht begriffen wie und an welche Stelle dieser Weg beschritten werden soll. (Dazu die letzte Mail mit den Bedenken, die ich sicher mit Vielen teile)

Doch ich bin gespannt auf den Schluss dieser Ausführungen!

Nicht, das ich Ihre Bücher aus der Reihe WWW schon wieder vergessen hätte…
Es ist viel mehr die Überzeugung des Einzelnen, auf Egoismus getrimmten Menschen, die mich skeptisch macht.

Ein bisschen „Ich“ als Erklärung:

ich kann leicht sagen, dass es wirklich gut ist. Der Prozess der Bewusstseinsbildung hatte bei mir schon begonnen bevor ich weiter in dieses Thema eingestiegen bin. Bevor ich auf kritische Meinungen und Aufklärung gestoßen bin. Meine eigene kritische Auseinandersetzung mit dem was Wahrhaftig und dem was Nichts ist.

Einfach aus dem Ärger und der Unzufriedenheit, als einfacher Arbeiter, aus der Willkür der „Führungskräfte“ die mit falschen und destruktiven Entscheidungen, mit fehlender Sozialkompetenz und plumper Weisungsmacht ein Unternehmen zerstört haben, auszubrechen, war mein Antrieb. Ich wollte selbst entscheiden. Ich hatte vielleicht nur Glück. Vielleicht war ich aber auch engagiert genug und habe zur richtigen Zeit, die für mich richtigen Entscheidungen getroffen. Letztendlich konnte ich diesen Weg aber nur bestreiten, weil ich von zu Hause aus schon den Hintergrund und die entsprechende Erziehung hatte. Meine Eltern haben nie etwas Unmögliches verlangt. Sie haben mich weder zu guten Noten getrieben, noch haben sie mich in eine bestimmte Richtung gedrängt. Wir durften noch Kind sein. Und das trage ich bis heute in mir.

(Ende der Selbstdarstellung – soviel zu Egoismen…)

Was ich damit aber nur deutlich machen will ist Folgendes:

Wir befassen uns damit und versuchen etwas zu ändern, weil wir überzeugt sind von Werten, die weder religiös noch idealistisch, sondern einfach naturgegeben* sind. Die eigene Erkenntnis und Überzeugung zwingt uns gerade dazu, weiter daran zu arbeiten (wenn ich das so sagen darf) den Teufelskreis zu durchbrechen.

Aber was ist mit denen, die nicht einmal die Zeit haben darüber nachzudenken? All die Getriebenen, die sich Tag für Tag aufreiben um das bisschen Leben zu finanzieren. Was ist mit denen, die längst den scheinbar aussichtslosen Kampf gegen die Windmühlen aufgegeben haben und daran zerbrochen sind? Oder die, die auf der anderen Seite stehen und mit rücksichtslosem Verhalten ihre Ängste befriedigen?

Reicht die Zahl derer noch aus, die bereit sind sich zu entscheiden und an den entsprechenden Schrauben zu drehen?

Wie bringt man den (Teufels-) Kreis von seiner beschränkten zweidimensionalen auf eine höhere, dreidimensionale Ebene. Und damit von seiner flachen, einseitigen Betrachtung in eine umfassende, alles umspannende Ansicht?

Ja, OK! Vielleicht warte ich einfach das Ende Ihrer Ausführungen ab und werde dann begeistert applaudieren.
Vielleicht sehe ich auch einfach noch nicht, an welcher Stelle der Regelkreis beginnen soll?

Na ja, solange ich noch Fragen habe ist alles gut…

Bis die Tage

*naturgegebene Gesetze – Naturgesetze. Es gibt Dinge, die wir noch nicht akzeptieren wollen, weil wir sie nicht logisch zu Ende denken.

Die Tatsache, dass im Grunde alles was wir tun von Gefühlen angeregt und bestimmt wird, ist eines dieser Dinge. Die logische Konsequenz aus allen Religionen und Ideologien ist die wahrhaftige und ehrliche Liebe der Menschen. Die Interpretation, der evolutionär biologisch getriebenen zwei Menschen, die sich finden und fortpflanzen, in die immer wiederkehrende Geschichte zweier Liebende, ob Eva und Adam oder Romeo und Julia, ist dabei nur eine populäre Form der Liebe. In Wirklichkeit zählen schon einfache soziale Systeme und Beziehungen in denen ein offener und gleichwertiger Austausch stattfinden dazu. Aber ich merke schon wieder – das führt hier viel zu weit und bedarf einer viel größeren Aufmerksamkeit…


Lieber Herr Kreutzer,

Danke für diesen Paukenschlag und Danke vor allem dafür, dass Sie sich an Gedanken und daraus erfolgende Erkenntnisse heranwagen, die das größte politische Tabu unserer menschlichen Existenz auf diesem Planeten ankratzen: Dem Landeigentum und dessen absurd ungerechter Verteilung. Würde Henry George heute noch leben, hätte er sicher große Freude an Ihren Texten.

Dass wir eine solche Reform in unsrem Lande durchsetzten können, halte ich für leider fast unmöglich, einfach weil sich das dafür notwendige Bewusstsein noch nicht ausreichend dafür entwickelt hat. Das einzige Land, das ich mir vorstellen könnte, wo so etwas noch während unserer Lebtage realisierbar wäre, könnte vielleicht Kuba sein, ein Land,
dessen Bevölkerung bald vor einem Scheideweg stehen wird: aus dem Feudal-Sozialismus zurück in den Feudal-Kapitalismus oder vorwärts zu neuen, modernen, sozialen und freien Lebensformen.

2011, el año del
cambio! Vamos a compartir!


moin moin aus schwerin,

wenn man ernsthaft über „entschädigungen“ (im ursprünglichen sinne des wortes…) für großgrundbesitzer nachdenkt, erübrigt sich das nachdenken und das suchen einer entschädigungslösung. jedenfalls aus meiner sicht.

die herren großgrundbesitzer haben definitiv nichts geleistet um an diesen reichtum zu kommen, somit entsteht ihnen auch kein schaden. ihnen wird nur das wieder weggenommen,was sie sich (bzw. im erbfall ihre vorfahren) durch ausbeutung von menschen und durch ausnutzung des fehlgeleiteten finanzsystems (zins..zinseszins…schuldgeld usw.) angeeignet haben. irgendwie stellt sich mir so oder so die frage wie jemand (und vor allem von wem) das recht erworben hat einem anderen ein stück land dieser erde (laut den christen zum beispiel hat gott die erde DEN menschen gegeben und nicht einigen menschen) gegen gebühr zur verfügung zu stellen.

da hat ein herr aus mv mal eine interessante klage verfolgt und wollte vom gericht den kaufvertrag zwischen gott und den sogenannten eigentümern sehen, welche erst die möglichkeit geschaffen hätte das „eigentum an land“ zu verkaufen oder anderweitig finanziell zu nutzen (steuern/pacht).

es ist ja nunmal so, dass der planet erde DEN menschen und lebewesen allen) gehört und somit idealerweise jeder mensch so oder so das recht hat diesen planeten zu „nutzen“ .wer also als grundbesitzer auftritt, hat dieses land nicht redlich erworben. er hat es sich entweder unberechtigterweise angeeignet oder er hat es jemandem abgekauft (welcher es sich in der kette unrechtmäßig anggeignet hat), was dann als hehlerei bezeichnet werden kann….

das klingt alles recht weit hergeholt. die logik erschliesst sich aber, wenn man ernsthaft drüber nachdenkt und die kette zurückverfolgt. wer eine gesellschaft wirklich nachhaltig positiv verändern will, muss theoretisch bis zum ursprung zurückgehen und die fehler im system suchen. das älteste problem dürfte die aneignung von land sein. alles andere ergab sich aus diesen erzwungenen eigentumsverhältnissen. leider denken aber nur die wenigsten menschen soweit und nehmen alles als gegeben hin ohne es zu hinterfragen und sich gedanken darüber zu machen. „das war eben schon immer so….“ ist die übliche ausrede.

daher die frage: wer hatte das recht (eigentumsrecht) der heutigen regierung/dem staat das gebiet der sogenannten bundesrepublik deutschland entweder zu verkaufen oder anderweitig zu überlassen und damit dem staat weitgehende rechte einzuräumen das land zu verkaufen, zu verschenken oder anderweitig zu geld zu machen?


Hallo Herr Kreutzer,
vielen dank wieder für den aktuellen Paukenschlag. Ich kenne diese Gedanken natürlich z. T. schon aus Ihrer
Wirtschaftslehre, aber ich habe die Gedanken von Gemeineigentum von Boden und Luft kürzlich bei Fritz Andres gesehen

* Stellungnahme: Die Zukunft der Grundsteuer
* Wie viel Erde braucht der Mensch?
* Ausschnitt aus einem Protokoll.

Ich habe diese 3 Dokumente angehängt. weil ich keine Links davon habe. Unsere Reichen würden schreien: "Pfui Sozialismus!"

Vielleicht ist Ihnen das ja eine Hilfe?

Mit freundlichen Grüßen




Hallo Herr Kreutzer,

Sie müssen, glaube ich, für Ihre Standardwerke, mal wieder massiv die Werbetrommel rühren. Mir scheint dass einige Ihrer Stammreaktionäre Ihre dargestellten Alternativen noch nicht kennen…

Das tue ich doch glatt! Hau'n Sie drauf, mit der Maus, auf die Blechtrommel!

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