Paukenschlag am Donnerstag
No. 43 /2011
vom 27. Oktober 2011
(veröffentlicht am 28.10.2011, 22.00 Uhr)

Kommentare zum Zeitgeschehen
von Egon W. Kreutzer

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Schule in Bayern - Aktionswoche
Gesundheit und Nachhaltigkeit

Q!u
34 Nicht belegt
35 Jens Bergers Kritik an der Zinskritik
36 Weiter so, meint das Verfassungsgericht
37 Kassandra-Rufe aus den USA
38 Worum es wirklich geht
39 Das eigentliche Bankgeheimnis
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1 Angela Merkel
2 Innere Angelegenheiten
3 Werbung ist Krieg
4 Werbung ist Krieg - und wer geht hin?
5 Zwischen Schmerzgrenze und Hemmschwelle
6 Die Sache mit dem Zins
7 Schluss mit Lustig
8 Zins und Wachstumszwang
gehören zusammen
 9 Bananenrepublik
10 Dr. Petschow
Geld und Demokratie
11 Die freie demokratische Kopfpauschale
12 Progressive Benzinsteuer
13 nicht belegt
14 Volkswirtschaftlicher Gesamtschaden
15 Griechenland als Chance verstehen
16 Kurzarbeit - der Kombilohn durch die Hintertür
17 Die Mär vom gefährdeten Euro
18 Muttertagswahl
19 Europhrenie
20 Extremsparer - wie vom wilden Affen gebissen
21 Über den Verhältnissen
22 Die Würde des Amtes
23 Worum geht es?
24 Wahre Wirtschaftskriminalität
25 Au weia - Wohin mit dem Gold
26 Problematisches Goldverständnis
27 Woran man eine gute Regierung erkennt
28 Von Frau zu Frau Eva Scherrer
29 Ungarn - Irland - Deutschland ...
30 Alles Verbrecher
31 Das Staatsziel in drei Sätzen
32 Aktion Staatsziel
33 Die Geld-Hirn-Schranke
34 nicht belegt
35 Entschuldung per Vermögensabgabe
36 Besinnungslos fürs Grundeinkommen
37 Be- und Verdrossenheit
38 Schlagzeilen eines Tages
39 Die 10 Gebote, Nachtrag 2, Lohnabstandsgebot
40 Währungskrieg
41 Welt-Währungskrieg II
42 Auf dem Wachstumspfad
43 China - Macht und Ohnmacht
44 S21 und die aristotelische Lehre von der Handlung
45 Die Zeit der Narren
46 nicht belegt
47 Too big to fail
48 nicht belegt
49 Warum es fast allen immer schlechter geht
50 Jahresumbruch
1/2011 Rettung einer Illusion
2/2011 internes
3/2011 Diensleistungsgesellsch. 1
4/2011 Diensleistungsgesellsch. 2
5/2011 Diensleistungsgesellsch. 3
6/2011 Diensleistungsgesellsch. 4
7/2011 Warum es ist, wie es ist
8/2011 Der Untergang des Abendlandes
9 Theutschtest für Theutsche
10 Kam ein Wasserwerfer des Wegs
11 In jeder Hinsicht idiotengerecht
12 Aus den Tiefen des Bockshorns
13 Geld, das elende Missverständnis
14 Grundeinkommen à la Götz Werner
15 Dezentrale Energie / Speichertechnologie
16 Kernkraftwerksaktionäre
17 Dezentrale Energie /Speichertechnologie
18 Dezentrale Energieversorgung
19 Volks-
bewirtschaftungslehre
20 (nicht besetzt)
21 Die anonymen Wirtschaftskompetenzler
22 wieder nicht besetzt
23 Verschobene Spiele- verschobene Wahrnehmung 
24 Neues von Dr. Petschow
25 Fronleichnamsthema Steuersenkung
26 Empört euch!
27 Blick in leere Schädel - hilflos am Geld verzweifeln 
28 Die Billionenflut
29 Methylphenidat - die Wunderdroge
30 Die Gesundheit der Kinder
31 Die Gesundheit der Kinder II
32 Euro-Land ist abgebrannt
33 Internationaler Wettbewerb
34 Nicht belegt
35 Jens Bergers Kritik an der Zinskritik
36 Weiter so, meint das Verfassungsgericht
37 Kassandra-Rufe aus den USA
38 Worum es wirklich geht
39 Das eigentliche Bankgeheimnis
40 EUtopia
41 Wenn EFSF wirkt
42 Stiglitz 2011 - Kreutzer 2007
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Schule in Bayern - Aktionswoche
Gesundheit und Nachhaltigkeit

 

Das föderalistische Schul- und Bildungssystem der Bundesrepublik Deutschland, das auch aus der letzten Förderalismusreform unbeschadet, wenn nicht gestärkt hervorging, hat seine Schattenseiten - aber es bringt auch immer wieder Lichtblicke hervor.

Daher ist dieser Aufsatz keineswegs eine "rein bayerische" Angelegenheit. Er belegt am Beispiel Bayerns, wie der Bildungsauftrag der Schulen - über die klassischen Lehrpläne hinaus - mit Leben erfüllt werden kann. Schüler, Eltern, Lehrer, Schulleiter und die Kultusbehörden aller Bundesländer sind angesprochen und aufgerufen, sich im Sinne der guten Idee, die Bayerns Kultusminister Spaenle in Bayern zur Umsetzung empfohlen hat, zu engagieren - überall da, wo die Notwendigkeit, den Schülern altersgerechte Angebote für ein gesundes Alltagsleben und die Bewahrung unserer natürlichen Lebensgrundlagen zu machen, noch nicht erkannt - oder einfach noch nicht realisiert wurde. Und das gilt eben leider auch noch für viele bayerische Schulen, die dem Aufruf des Kultusministeriums - aus welchen Gründen auch immer - nicht gefolgt sind.

 

Die Ankündigung

Am 25. Juli 2011, also drei Monate vor dem festgesetzten Termin, erreichte die Schulleiter der bayerischen Schulen ein Fax des Kultusministeriums, in dem zu lesen war:

(...)

"Um die fächerübergreifenden Bildungs- und Erziehungsziele der Gesundheits- und Nachhaltigkeitsbildung zu erreichen, braucht es jedoch immer wieder Gelegenheiten,
projektorientiert zu arbeiten, außerschulische Experten einzubeziehen und v.a. die Schüler selbst aktiv werden zu lassen.

Aus diesem Grund habe ich in Abstimmung mit meinen Amtskollegen aus den Staatsministerien für Umwelt und Gesundheit sowie für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten beschlossen, dass an den bayerischen Schulen jährlich eine "Woche der Gesundheit und Nachhaltigkeit" stattfinden soll.

Damit soll auch ein Zeichen für die überragende gesellschaftliche Bedeutung dieser beiden Handlungsfelder gesetzt werden. Es soll - auch in der Öffentlichkeit - deutlich gemacht werden, dass Bildung für nachhaltige Entwicklung und Gesundheitsförderung wichtige permanente Anliegen der Schule sind.

(...)

Link zum Originadokument 

So weit, so gut.

Der Termin für die diesjährige Woche der Gesundheit und Nachhaltigkeit wurde auf die Woche vom 17. bis 21. Oktober festgelegt und die Schulen dann, mit einer - nicht gerade umfangreichen - Liste von Angeboten und Materialien, sowie dem Verweis auf die "Vernetzungsstelle Schulverpflegung Bayern" alleine gelassen.

Nun ist die Vernetzungsstelle Schulverpflegung ein großer Name, hinter dem sich aber offenbar keine entsprechend ausgestatte Organisation verbirgt. Ich vermute, dass es sich bei dieser "Vernetzungsstelle" nur um ein Aufgabengebiet unter vielen, in einer einzigen Stellenbeschreibung handelt, doch das nur am Rande.

Die übrigen "Angebote und Materialien" sind online zu besichtigen. Stellen Sie sich einfach vor, Sie wären ein Schulleiter ...

Angebote und Materialien auf der Seite des bayerischen Kultusministeriums


Ob es gesonderte Finanzmittelzuweisungen für die Schulen gab, weiß ich nicht, doch habe ich den Eindruck gewonnen, dass die einzelnen Schulen die Mittel für ihre Aktionen entweder aus dem eigenen Etat abzweigen mussten oder aus der Kasse des Elternbeirats bzw. aus Spendenmitteln zu bestreiten hatten.

 


Der Erfolg


Die Ankündigung der Aktion, insbesondere der Hinweis auf die beabsichtigte "Öffentlichkeitswirkung", hatte meine Neugier geweckt:

Würde diese im Kern gute und begrüßenswerte Idee - nach dieser doch recht kurzfristigen Ankündigung - tatsächlich die gewünschte Wirkung zeigen?

Wie viele Schulen würden sich tatsächlich mit eigenen Aktionen beteiligen, wie viele das Fax des Dienstherren schlicht ignorieren?

Sollte am Ende vielleicht eine großartige Pressemitteilung stehen, in der - anhand ausgewählter Beispiele - der Erfolg der Aktionswoche gefeiert würde?

 

Nun, die großartige Pressemitteilung ist bisher nicht erschienen.

Und das halte ich für durchaus angemessen, denn der Erfolg dieser ersten Woche der Gesundheit und Nachhaltigkeit hat den hohen Erwartungen, die in sie gesetzt werden konnten, zwar an einigen Schulen durchaus entsprochen, die erhoffte Wirkung in der Breite über allen bayerischen Schulen hinweg aber sicherlich nicht erreicht.

Google News fand am Donnerstagabend lediglich 17 Artikel in überwiegend kleinen Regionalblättern, in denen auf die Aktionen jeweils einer örtlichen Schule eingegangen wurde.

 

Google Suchergebnisse vom 28.10.2011


Statistik:

5 von 17 Mainpost
2 von 17 Landshuter Zeitung
2 von 17 N-Land.de
2 von 17 Augsburger Allgemeine
6 von 17 andere Blätter

Insgesamt fand die Aktionswoche bisher also in nur 10 Blättern ihren Niederschlag.


"Tag der Schulverpflegung" am Damenstift?
Dingolfinger Anzeiger -
vor 14 Stunden

(da) Dieser Tage fand die vom Bayerischen Kultusministerium initiierte "Woche der Gesundheit und Nachhaltigkeit" statt. Zusätzlich hatte das Bayerische ...


Gesundheit und Nachhaltigkeit?
Main Post - vor 2 Tagen

... eine „Woche der Gesundheit und Nachhaltigkeit“. Dabei erfuhren die Schüler Wesentliches über gesunde Ernährung, Erste Hilfe und Entspannung im Alltag. ... Mehr Gewicht für gesunde Ernährung?


Landshuter Zeitung - vor 3 Tagen

In die "Woche der Gesundheit und Nachhaltigkeit" fiel zeitlich auch der erstmals durchgeführte "Tag der gesunden Schulverpflegung". ...


Urgetreide und die Brotzeitbox?
Landshuter Zeitung - vor 3 Tagen

20 Aktivitäten bot das Maristen-Gymnasium in den letzten fünf Tagen im Rahmen der "Woche der Gesundheit und Nachhaltigkeit". ...


Weg mit Cola und Gummibärchen?
Main Post - vor 2 Tagen

Im Rahmen der vom Kultusministerium initiierten „Woche der Gesundheit und Nachhaltigkeit“ veranstaltete die Schule eine „gesunde Pause“. ...


Main Post

Schüler fanden jede Menge Müll?
N-Land.de
- vor 2 Tagen

NEUHAUS — An der vom Kultusministerium angeregten „Woche der Gesundheit und Nachhaltigkeit“ hat sich auch die gesamte Grundschule in Neuhaus mit der Aktion ...


N-Land.de

Auftakt zur „Woche der Gesundheit und Nachhaltigkeit“?
Nürnberg - Presse- und Informationsamt (Pressemitteilung)
- 7. Okt. 2011

Die „Woche der Gesundheit und Nachhaltigkeit“ ist erstmals 2011 vom Bayerischen Ministerium für Unterricht und Kultus initiiert worden. ...


Schüler geben den Maulwurf?
Main Post - vor 4 Tagen

Eingebettet in die „Woche der Gesundheit und Nachhaltigkeit“ an bayerischen Gymnasien erlebten die Kinder verschiedene kreative, teilweise bewegungsreiche ...


Main Post

Schulsanitäter zeigten ihr Können beim landesweiten Aktionstag ...?
Retter.tv - vor 6 Tagen

... was sie können: Beim Aktionstag Schulsanitätsdienst im Rahmen der „Woche der Gesundheit und Nachhaltigkeit“ des bayerischen Kultusministeriums ...


Retter.tv

Kostenloses Unterrichtsmaterial zum Thema "Krebs"?
TeachersNews - 17. Okt. 2011

Genau zur „Woche der Gesundheit und Nachhaltigkeit“, die vom 17. bis zum 21. Oktober an Bayerns Schulen stattfindet, veröffentlicht KreBeKi, die Stiftung ...


Elternbeirat I: Gesundheit der Schüler steht im Fokus?
Augsburger Allgemeine - 17. Okt. 2011

Aktuell lädt die Schule innerhalb der „Woche der Gesundheit und Nachhaltigkeit“, die an allen bayrischen Schulen vom 17. bis 21. ...


Augsburger Allgemeine

Wie lecker ist das denn??
inFranken.de
- 20. Okt. 2011

Aus diesem Grund hat die Grund- und Mittelschule Breitengüßbach im Rahmen der Woche der Gesundheit und Nachhaltigkeit an bayerischen Schulen am ersten ...


Ernährung: Milch macht müde Schüler munter?
Augsburger Allgemeine
- 20. Okt. 2011

Die Mittelschüler aus Großaitingen lernen im Rahmen der „Woche der Gesundheit und Nachhaltigkeit“ des bayerischen Kultusministeriums, was es heißt, ...


Wenn es nach der Disco kracht?
Nordbayern.de
- 17. Okt. 2011

Die Veranstaltungen fanden im Rahmen der „Woche der Gesundheit und Nachhaltigkeit“ statt, die das bayerische Kultus- sowie das Umweltministerium an den ...


Die schmerzliche Wahrheit?
Frankenpost
- 12. Okt. 2011

... der Verein "Leben und Lernen in Kenia" und die Selber Tafel im Rahmen der "Woche der Gesundheit und Nachhaltigkeit" im Kino-Center Selb auftischen. ...


Nachhaltig, lecker und gesund?
Neue Presse Coburg
- 6. Okt. 2011

Der Kalender und die vertiefende Kocheinheit sind Teile der "Woche der Gesundheit und Nachhaltigkeit" vom 17. bis 21. Oktober, die das Bayerische ...


Rückentraining für Kinder?
Main Post
- 19. Okt. 2011

Die Aktion „Rückenwirbel“ war der lokale Auftakt zur bayernweiten „Woche der Gesundheit und Nachhaltigkeit“ an Schulen.

 

Eigene Recherchen

Ich hatte mich allerdings nicht damit begnügt, bei Google nach Erfolgsmeldungen zu suchen.

Schon vor Beginn der Aktionswoche startete ich eine Umfrage im Kreis meiner Newsletterempfänger, mit der Bitte, doch in Erfahrung zu bringen, an welchen Schulen in dieser Woche welche Aktivitäten bekannt geworden sind. Eltern und Großeltern sollten bei ihren schulpflichtigen Kindern oder Enkeln nachfragen, Nichtbayern sollten ihre Kontakte zu Bayern aufleben lassen und nachfragen, Elternbeiräte, Lehrer und Erzieher ihre eigenen Erfahrungen mitteilen.

Die Rückmeldungen waren eher spärlich, doch auch dieser kleine Ausschnitt von mitgeteilten Erfahrungen und Erkenntnissen zeichnet ein ähnliches Bild, wie es sich auch aus dem Presseecho ablesen lässt.


Ich habe meine Kollegen befragt, die haben Unterschiedliches berichtet:
Der Sohn eines Kollegen hat die ganze Woche Frühstück in der Grundschule bekommen, brauchte aber nichts mitbringen. Die Tochter eines anderen Kollegen hat einmal wöchentlich gesundes Frühstück in der Schule, soll dann Obst und so was mitbringen, aber immer, nicht wegen der Gesundheitswoche. Die Kinder sind beide in der Grundschule, aber in verschiedenen.

Eine Bekannte von mir ist Biologielehrerin am Gymnasium,
dort gab es keine Gesundheitswoche, zumindest war ihr nichts davon bekannt.
Ich hoffe ich konnte helfen

(3 Schulen)


bei Björn 4. Klasse Grundschule an der Türkenstraße/ München wurde zur Gesundheitswoche folgendes durchgeführt:

"Gesundes Frühstück": Alle Kinder sollten etwas fürs Frühstück mitbringen: alle mitgebrachten Nahrungsmittel wurden besprochen und bewertet und eingeordnet und dann gemeinsam gegessen. Täglich wurde ein Blatt zu dem Thema bearbeitet und am Ende der Woche zu einem Heft zusammengeführt...ich finde das ist doch schon mal ganz nett...zumal die 4. Klassen in Bayern jetzt in ziemlichem Prüfungsstreß für den Übertritt sind...Björn schreibt jede Woche 2 Tests und dafür müssen die Kinder vorbereitet werden...

liebe Grüße


(1 Schule)


gerne unterstütze ich Ihre Recherche bezüglich der Gesundheitswoche

Schule: Landheim Schondorf (privat, staatlich anerkannt)
Anschrift der Schule: 86938 Schondorf, Landheimstrasse 1

mein Sohn weiß nichts von irgendwelchen geplanten Aktionen in dieser Hinsicht, an seiner Schule findet die Aktion nicht statt.

(1 Schule)


Ich habe heute eine Gruppe Kinder nach der Gesundheitswoche gefragt.
4 Kinder von der Realschule wußten nichts von einer Gesundheitswoche.
1 Mädchen von der Grundschule in Ortenburg bestätigte die Gesundheitswoche und sagte , daß sie heute etwas mit Paprika gemacht hätten. und daß die Gesundheitswoche zu Ende sei.

(2 Schulen)

tatsächlich war diese Woche in der Mittelschule Heroldsbach eine Gesundheitswoche. In der Realschule Forchheim allerdings nicht. Ich hoffe diese Info hilft dir weiter.

(2 Schulen)
Und was soll die banale Aussage der "Gesundheitswoche" sein? Würde mich mit der dürftigen Info auch nicht interessieren. Und wenn's um Schulmedizin geht schon gar nicht. Kann die Schulleiter gut verstehen. Bei meinem Sohn: Fehlanzeige.
Nicht nur bei meinem Sohn. Der Spielt Fußball und die gehn in verschiedene Schulen.
Keiner weiß davon etwas.

Also ich hab bis jetzt keinen Schüler gefunden der davon was gehört hat.
In Erlangen weiß kein Schüler, dass es so was gibt!!

(? geschätzt Infos aus 5 Schulen)


mein Sohn geht in die erste Klasse der Hans Carossa Grundschule in Passau.

Nachdem ich ihn gefragt hatte, ob sie in der Schule etwas mit Gesundheit machen, meinte er, dass in der Pause gesundes Essen (Obstkuchen) verkauft wird. Auf der Homepage der Schule (http://hans-carossa-grundschule.de/aktuelles/woche-der-gesundheit-und-nachhaltigkeit/) habe ich das folgende Aktionsprogramm gefunden:

Woche der Gesundheit und Nachhaltigkeit

In der Woche vom 17. 10. - 21.10. findet an bayerischen Schulen die Woche der "Gesundheit und Nachhaltigkeit" statt, in der Schulen Aktionen zur Gesundheitsförderung durchführen können.

Auch an unserer Schule finden dazu verschiedene Aktionen statt:

17.10. Tag der gesunden Pause - Pausenverkauf der Klasse 3a

18.10. Tag der Musik und des Wohlbefindens

19.10. Tag der gesunden Zähne (Zahnprophylaxe durch Frau Dr. Grande)

20.10. Tag der Bewegung

21.10. Tag der gesunden Ernährung

(1 Schule)


Tochter an Peter-Henlein-Realschule (staatlich) in Nürnberg weiß von nichts,
Tochter an Adam-Kraft-Realschule (städtisch) in Nürnberg auch nicht mehr.
Auch am CJT-Gymnasium in Lauf an der Pegnitz in der Offenen Ganztagsschule, gibt es keine Aktivitäten

(3 Schulen)


Hallo Hr. Kreutzer

In unserer Schule ist nichts geplant.
Volks und Mittelschule 93149 Nittenau

(1 Schule)


Lieber Herr Kreutzer,

über meine Enkel (noch im Kindergarten) habe ich nichts von einer Gesundheitswoche des Herrn Spaenle gehört. Meine Ansicht: ein Vorwand der Politiker, Kosten ohne Nutzen zu verursachen.
am Montag im Verlauf des Tages bekomme ich nähere Informationen via meine neue "Familie" - 3 verschiedene Schulen derzeit -
Mama war völlig überrascht, da sie bisher nicht mal Gerüchte von dieser Woche gehört hat

(3 Schulen)


in der Grundschule in Heimstetten findet in diesem Jahr nichts statt. Allerdings war dort in den letzten beiden Jahren jeweils ein Programm mit den verschiedensten Dingen, das sich jeweils großer Beliebtheit erfreute.

Warum es in diesem Jahr keine Aktivitäten gibt, konnte ich nicht herausfinden

(1 Schule)


An der Montessori-Schule München, Balanstraße findet keine spezielle Woche statt, wir binden dieses alles auf unsere Weise in den Unterricht ein.

(1 Schule)


Im Ernestinum in Coburg wird nichts gemacht, die Schüler da wissen aber, dass sich das Casimirianum an der Aktionswoche beteiligt.

(2 Schulen)


Soweit das in doppelter Hinsicht "spärliche" Ergebnis dieser Umfrage. Denn einmal war die Zahl der Antworten doch geringer als erhofft, und zum anderen finden sich in diesen Berichten über insgesamt 26 bayerische Schulen nur 6 Schulen, die sich für Schüler bzw. Eltern erkennbar an dieser Aktionswoche beteiligt haben.

Natürlich ist diese Umfrage nicht repräsentativ.

Daher habe ich außerdem selbst im Internet nach Informationen der Schulen über ihre Aktivitäten gesucht.

Ich fand zwei Klassen von Informationen:

a) Schulen, die ihr Programm für die Aktionswoche online gestellt haben


Josef Hofmiller Gymnasium
Woche der Gesundheit und Nachhaltigkeit 2011 am JoHo Woche der Gesundheit und Nachhaltigkeit 2011 am JoHo

Liebe Schüler, liebe Eltern und liebe Kollegen

das Team Gesunde Schule möchte die Woche vom 17. bis 21. Oktober als Woche der Gesundheit besonders gestalten. Im Mittelpunkt stehen Aktionen zur Gesundheit der Schulfamilie. In dieser Woche gibt es einige Besonderheiten:

Morgenlauf oder Morgensport

für Schüler und Lehrer
Montag bis Freitag, 7:20 - 7:40 Uhr

Treffpunkt vor der Turnhalle

Mittagsentspannung

für Schüler und Lehrer
Montag bis Donnerstag 13.20 - 13.45 Uhr

Treffpunkt in der Turnhalle

Montag bis Donnerstag

für alle Schüler der 5. -8. Jahrgangsstufe
Quiz über gesundes Essen mit vielen Preisen als Gewinne

Aufgabenblätter gibt es vor dem Sekretariat

Große Pause
Montag bis Donnerstag: jeweils eine Pausen-Überraschungs-Aktion

( noch geheim!)

Freitag: Ziehung der Gewinner des Quiz mit Preisverleihung

Mittagspause
Montag bis Donnerstag gibt es in der Mensa besonders gutes und gesundes Essen und dazu einen Nachtisch gratis!

Mit diesen Aktionen möchten wir das Bewusstsein für die Bedeutung der Gesundheit steigern und alle Beteiligten hoffen auf ein großes Interesse der gesamten Schulfamilie.

das Team Gesunde Schule


Gym Icking

Woche der Gesundheit und Nachhaltigkeit
Auf Initiative der Staatsministerien für Unterricht und Kultus und Umwelt und Gesundheit wird vom 17.10. bis 21.10.2011 erstmalig an allen bayerischen Schulen eine Woche der Gesundheit und Nachhaltigkeit stattfinden. Auch das Rainer-Maria-Rilke-Gymnasium beteiligt sich mit verschiedenen Aktionen an dieser Woche.

Wesentliches Ziel der Woche ist es, Nachhaltigkeit, Umweltschutz und gesunde Lebensweise im Rahmen des Unterrichts zu thematisieren, um sie stärker im Bewusstsein der Schülerinnen und Schüler zu verankern.

Dazu werden wir eine Reihe von Angeboten für unsere Schülerinnen und Schüler wie auch für die Lehrkräfte machen und es werden verschiedene Aktionen stattfinden, über die sie sich in der Anlage informieren können.Dazu gehören z. B. eine Ausstellung über nachhaltige Ernährung in der Mensa, Bewegungsangebote in den Pausen oder die Verteilung von Obstspießen durch die 6. Klassen. Ganz besonders wird auf die beiden Vorträge am 19.10. im Rahmen des Elternabends über Essstörungen und AIDS hingewiesen. Auch die Posterausstellung über nachhaltige Ernährung wird an diesem Abend zugänglich sein.

Angebote und Aktionen
Ausstellung ,,Nachhaltige Ernährung''
In der Schulmensa besteht die Möglichkeit der Information zu den Zusammenhängen von Ernährung und Klimawandel über eine Posterausstellung des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. Die Ausstellung ist die ganze Woche über zugänglich und kann am Vormittag auch von ganzen Klassen besucht werden.

Bewegte Pause
Von Montag bis Freitag können die beiden Turnhallenhälften jeweils in der zweiten Pause für Sport und Spiele genützt werden. Alle Schülerinnen und Schüler sind herzlich eingeladen.
Am Donnerstag in der zweiten Pause bietet Herr Härtl im Pädagogischen Zentrum Tai Chi an.

Pausenaktion ,,Frisches Obst'' am Dienstag und Donnerstag
Die 6. Klassen verteilen am Dienstag und Donnerstag in der zweiten Pause Obstspieße an alle Schülerinnen und Schüler.

Filmvorführung ,,Eine unbequeme Wahrheit'' für die Jahrgangsstufe 8
Im Rahmen des Religionsunterrichts wird der mit einem Oscar prämierte Film von Al Gore in der Jahrgangsstufe 8 gezeigt.

Elterninformationsabend zu AIDS und Essstörungen am 19.09.
Zwei Vorträge zu den Themen „AIDS und sexuell übertragbaren Krankheiten“ von Dr. Zippel (LMU München) sowie zu „Essstörungen“ von Frau Frisch vom Selbsthilfeverein Cinderella finden im Rahmen des Elternabends für die Jahrgangsstufen 6 bis 10 statt. Auch Lehrkräfte sind herzlich eingeladen.

Schulmensa
In Absprache mit dem Caterer erfolgt eine Reduzierung des Fleischanteils in dieser Woche. Über einen Beamer werden einfache Botschaften zu gesunder Ernährung während der Essenszeiten projiziert, um die Schüler zu informieren und sensibilisieren. Darüber hinaus führt der Wahlkurs Naturwissenschaften eine Wägeaktion zu Abfallmenge der Essensreste durch und wird diese auswerten und bekannt machen.

Datum:
17.10.11 - 21.10.11 .


vs Pfeffenhausen

Woche der Gesundheit und Nachhaltigkeit
Bericht: VS Pfeffenhausen
.14.10.11.
In der Woche vom 17. – 21.10.2011 findet an den Schulen in Bayern die „Woche der Gesundheit und Nachhaltigkeit“ statt. Der weltweite Klimawandel und der Wassermangel, aber auch Probleme wie Essstörungen und Alkoholismus zeigen die große gesellschaftliche Bedeutung von Gesundheit und Nachhaltigkeit.

Den Auftakt zur Woche der Gesundheit und Nachhaltigkeit machte an der Grund- und Mittelschule Pfeffenhausen der gemeinsame Elternbeirat.

Am Freitag bereiteten die Mitglieder des Elternbeirates ein gesundes und sehr abwechslungsreiches Buffet für alle zu. Die Schülerinnen und Schüler nahmen das Angebot gerne an und räumten mit großer Freude das gesamte Pausenbüffet leer.

Die Lehrerin und Multiplikatorin in Sachen „Voll in Form“ , Katharina Weber, ist Ansprechpartnerin für eine „bewegten Unterricht“ mit sinnvollen und kurzweiligen Auflockerungsübungen. Förderlehrerin Ursula Beran-Gebhardt richtete ein Klassenzimmer mit einer Ausstellung und vielen Übungen zu den Themen „Gesunde Ernährung“ und „Transfair Handel“ ein. anschaulich erfahren die Kinder, woher und unter welchen Umständen die Rohstoffe für Schokolade herkommen und wie viele Zuckerstückchen sich in Cola und Ketchup verstecken.

Alle Klassen haben die Gelegenheit diese Ausstellung zu besuchen.


Carl Orff Gym Unterschleißheim

Woche der Nachhaltigkeit und Gesundheit
In der Woche vom 17. – 21.10.2011 findet an bayerischen Schulen eine Woche der Gesundheit und Nachhaltigkeit statt.
Die Schulen können sich daran z. B. mit Projekttagen zum Thema Gesundheit, Unterrichtsgängen oder auch Gesprächen mit außerschulischen Experten beteiligen.

Mit dem Projekt "Auf zum Frühstück! – zu Hause und in der Pause" werden die Schüler der 5. Klassen im Fach Natur und Technik ihren Beitrag für diese Woche leisten.


Döpfer Schulen private Grundschule Schwandorf

Aktionen zur "Woche der Gesundheit und Nachchaltigkeit"
Montag, 10.10.2011 Zubereitung von lustigen Brotzeitspießen

Dienstag, 11.10. selbstgemachte Brotaufstriche und Früchtebowle

Mittwoch, 12.10. Früchtespaß (Obstspieße) und verschiedene Gemüsesticks mit Dip

Donnerstag 13.10. Tierischer Früchtespaß (wir gestalten Tiere aus verschiedenen Früchten - die wir uns dann in der Brotzeit schmecken lassen)

An den Tagen 19. bis 21.10. wird es vermehrt Obst und Gemüse in der Brotzeit geben.
Wir werden uns über gesunde Ernährung - Thema: " Was tut meinem Körper gut" mit den Kindern austauschen.

Gebastelt wird ein "Ernährungsmännchen" - mit der Erklärung welche Lebensmittel für welches Organ gut sind.


Gymnasium Penzberg

Woche der Gesundheit und Nachhaltigkeit
vom 17.Oktober bis 21.Oktober 2011

Dr. Ludwig Spaenle, Staatsminister für Unterricht und Kultus, hat mit seinen Amtskollegen aus den Staatsministerien für Umwelt und Gesundheit sowie für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten beschlossen, dass an den bayerischen Schulen nun jährlich eine „Woche der Gesundheit und Nachhaltigkeit“ stattfinden soll.

Unser Mensabetreiber Thomas Spirkl (Gastro Betrieb Firma Thomas Spirkl GmbH) hat sich für diese Woche etwas ganz besonderes einfallen lassen und wird die Schülerinnen und Schüler mit speziell ausgewähltem Essen verwöhnen.

In die „Woche der Gesundheit und Nachhaltigkeit“ fällt auch der erste Tag der Schulverpflegung am 18.Oktober 2011. An diesem Tag wird

Hr. Spirkl zusätzlich knackiges Gemüse mit leckerem Dipp anbieten.

Die Firma Th. Spirkl bereitet täglich alle Speisen frisch zu und verwendet grundsätzlich keine Geschmacksverstärker und Zusatzstoffe. Bei der Zubereitung werden vorwiegend Lebensmittel des saisonalen und regionalen Angebots verwendet.

Euch allen einen guten Appetit wünscht der AK Mensa


Max Born Gymnasium Germering

Downloads Speiseplan für die Mensa


Woche der Gesundheit und Nachhaltigkeit
Bio-Frühstück ab 7:15 Uhr
Coole drinks von der Saft-Bar, Donnerstag
Projekte, Events
Klassenelternabend: Allgemeine Hinweise und Termine

Auszeichnung für Sandra und Kai Königstein

Mo 17.10. –
Fr 04.11.
USA-Austausch: Schüler des MBG in Chicago

Mi 19.10. 19.00/20.00



Staatl. Realschule Freyung

17.10. bis 21.10.2011:

Woche der Gesundheit und Nachhaltigkeit

Besondere Angebote des Pausenverkaufs in Zusammenarbeit mit der Fachschaft Haushalt und Ernährung


Maristen Gymnasium Furth

da hat jemand ganze Arbeit geleistet. Chapeau!

 Plan der Aktionswoche

 Impressionen von der Woche der Gesundheit und Nachhaltigkeit am Maristen Gymnasium


 

b) Schulen, die auf der Schulhomepage unter "Termine" lediglich einen Hinweis auf die Aktionswoche gaben.

In dieser Kategorie habe ich 18 Schulen gefunden, deren Schulleiter ich per E-Mail angesprochen und um Auskunft gebeten habe.

Zwei dieser Schulleiter haben reagiert.

Der eine erklärte mir, an seiner Schule lege man großen Wert auf die Thematik, nähme jedoch an dieser Aktionswoche nicht teil, weil dies alles im Laufe des Jahres im Rahmen des Unterrichts und spezieller Einzelaktionen - vielleicht sogar besser - abgedeckt würde als in einer solchen Aktionswoche.

Der andere verwies auf ein umfangreiches Programm in der Aktionswoche, und versprach, dies auch auf der Schulhomepage zu veröffentlichen. Das ist dann auch geschehen, und was ich da gelesen habe, hat mir gefallen.

 Link zum Aktionsplan Gesundheitstag des St. Gotthard Gymnasiums

 

 

16 Schulleiter haben nicht reagiert.

Mag sein, dass sie keine Zeit hatten, mag sein, dass sie grundsätzlich auf derartige Anfragen Unbekannter nicht antworten, mag aber auch sein, dass sie die Aktionswoche einfach ignorierten und keine Lust hatten, sich dafür zu rechtfertigen.


 

Was ist zu tun?

Die Idee,

eine Woche der Gesundheit und Nachhaltigkeit an bayerischen Schulen dauerhaft zu etablieren, und in dieser Woche für die Schüler aller Jahrgangsstufen ein interessantes, zur aktiven Mitarbeit anregendes, Wissen und vor allem praktische Erfahrung vermittelndes Programm anzubieten

ist einfach gut.

 

Die Tatsache,

dass offenbar längst nicht alle Schulen an diesem Programm teilgenommen haben, dass es also - so betrachtet - selbst im Freistaat Bayern innerhalb aller Schultypen und Jahrgangsstufen so wesentliche Ungleichheiten gibt, dass man beinahe von Schulen (und damit Schülern) Erster und Zweiter Klasse sprechen möchte,

ist einfach schlecht.


Jetzt zu resignieren und zu sagen: "Dann lassen wir es eben wieder bleiben, wenn die Akzeptanz an den Schulen nicht höher ist", wäre fatal.

Nein.

Das wäre nicht nur fatal-fatalistisch, es wäre auch ein Rückschritt.

Im Gegenteil.

Es darf jetzt nicht darauf ankommen, wie viele Schulen mitgemacht haben und wie viele nicht, wie viele ein tolles Programm aufgestellt und erfolgreich durchgeführt haben und wie viele sich nur mit einem kleinen Zeichen des guten Willens, einem moralischen Feigenblatt sozusagen, durchgemogelt haben.

Es muss darauf ankommen zu erkennen, was in jenen Schulen bewirkt wurde, die mit einem vollen, guten Wochenprogramm angetreten sind und dabei Engagement und Motivation geweckt und den Schülern neue Erkenntnis- und Entfaltungsmöglichkeiten geboten haben.

Ich bin sicher, das Kultusministerium hat einen besseren Überblick über den Verlauf der Aktionswoche an allen bayerischen Schulen als ich, doch aus dem heraus, was ich erfahren habe, halte ich die Aktionen der folgenden Schulen auf alle Fälle für beispielhaft:

  • die Hans Carossa Grundschule in Passau,
  • das Gymnasium Icking
  • die private Döpfer Grundschule in Schwandorf
  • das St. Gotthard Gymnasium in Niederalteich
  • das Maristen Gymnasium in Furth

Sicherlich sind das nicht die einzigen, von denen die Idee so positiv aufgenommen wurde, vielleicht haben andere deren Programme und Aktionen sogar noch übertroffen. Umso besser!

 

Und darauf sollte jetzt, jetzt, nachdem die Erfahrungen noch frisch sind,
umsichtig und zielstrebig aufgesetzt werden.

Und das heißt:

 

  • Wissen und Erfahrungen nutzbar machen

    Das Wissen und die Erfahrungen solcher beispielhaften Schulen einzusammeln, und zwar direkt bei denjenigen, die tatsächlich die Arbeit geleistet haben, egal ob es nun Lehrer, Schüler, Eltern oder Externe waren, halte ich für die vordringliche Aufgabe, damit diese guten Ansätze - und vor allem die Vorgehensweise der Umsetzung - dokumentiert und als hilfreiche Anregung an jene weitergegeben werden können, die vielleicht einfach nur nicht wussten "WIE" so eine Woche zu stemmen ist - neben aller anderen Arbeit, die ja auch nicht liegenbleiben kann.

  • Allgemeingültige Konzepte ableiten

    Keine Schule wird in der Lage sein, die erfolgreiche Aktionswoche einer anderen Schule einfach zu kopieren. Immer muss alles auf die Belange des eigenen Hauses angepasst werden. Aus den Erfahrungen der Erfolgreichen allgemeingültige Konzepte abzuleiten und diese - nach Schultypen differenziert - als Basis für eine eigenständige Konzeption zur Verfügung zu stellen kann die Mühe der Vorbereitung deutlich reduzieren. Es muss nicht jeder jedes Jahr das Rad neu erfinden.

  • Terminliche Entzerrung

    So schön es klingen mag, eine bayernweite Aktionswoche auszurufen, so tückisch ist das in der Realität. Wenn alle rund 2.000 bayerischen Schulen in ein- und derselben Woche auf einen begrenzten Pool von Experten, auf nicht beliebig oft vorhandene spezielle Materialien, auf Hilfs- und Unterstützungsleistungen zugreifen wollen, dann ergeben sich daraus Probleme. Lässt man zu, dass sich die Schulen ihre Termine selbst setzen, wird das eine ungleich günstigere Verteilung ergeben und zu einer gleichmäßigen und damit problemloseren Auslastung der benötigten Fachleute und Ressourcen führen.

    Statt die Expertenleistung innerhalb von nur 5 Tagen bayernweit abzurufen, könnte sie sich - bei 40 Unterrichtswochen pro Schuljahr - auf 200 Tage verteilen.

  • Koordination und Unterstützung

    Trotz alledem wird die Woche der Gesundheit und Nachhaltigkeit 2012 kaum anders verlaufen, wenn nicht zwischen dem Kultusminister als Ideengeber und den Schulen, als den - je nach Lage - Begeisterten oder Betroffenen eine zentral koordinierende und dezentral vor Ort unterstützende Funktion eingerichtet wird, deren Mitarbeiter nicht nur tief in die Thematik eingearbeitet sind, sondern auch aufgrund ihrer Persönlichkeit, ihrer Begeisterungsfähigkeit, ihres Organisationstalents - und der notwendigen Gelassenheit,
    in der Lage sind, die Idee und das zugehörige Gedankengut zu vermitteln und Hilfe und Unterstützung da zu leisten, wo sie gebraucht werden.

  • AG Aktionswoche

    Die Anregung, in jeder Schule eine (permanente) Arbeitsgemeinschaft aus Eltern, Lehrern und Schülern zu gründen, die rechtzeitig vor dem - individuell - geplanten Termin in aller Ruhe die Vorbereitungsarbeiten aufnimmt, die bei Schwierigkeiten einen verständnisvollen Partner ansprechen kann, der nach Kräften hilft,

    und die dann nach erfolgreicher Durchführung mit einer eigenen Dokumentation wieder dazu beiträgt, den bayerischen Wissens- und Erfahrungsfundus zu mehren, schließt sich in dieser Betrachtung nahtlos an die Anregung, eine zentrale Koordinierungs- und Unterstützungsstelle zu schaffen, an.

 

Natürlich kostet das alles nicht nur die Zeit der Aktiven,
sondern auch Geld.

Und da muss ich dann die Frage an den bayerischen Ministerpräsidenten richten:

Herr Seehofer, was ist Ihnen das wert?

Wohl wissend, dass die Haushaltslage angespannt ist, spiegelt die Finanzierung oder eben auch Nichtfinanzierung bestimmter Zielsetzungen und Aufgabenstellungen innerhalb eines Gesamtetats doch nichts anderes wider, als die Prioritäten, die sich eine Regierung gesetzt hat. Und daraus lässt sich die Frage umformulieren:

Herr Seehofer, welche Bedeutung messen Sie dieser Maßnahme bei?

 

Von nichts kommt nichts, heißt es zutreffend.

Dass es in diesem Jahr Schulen gegeben hat, bei denen trotzdem viel Gutes und Schönes entstand, ist dem persönlichen Engagement, und oft auch dem weit offenen Geldbeutel einzelner Menschen zu verdanken, die ihr bereits versteuertes Einkommen einsetzen, um ihren - unseren - Kindern den bestmöglichen Start ins Leben zu ermöglichen.

Die bescheidenen Mittel, die dafür benötigt werden, aus dem Staatshaushalt zur Verfügung zu stellen, wäre nicht nur eine bildungspolitische Tat, es wäre vor allem auch ein Zeichen der Wertschätzung denen gegenüber, die die Leistung erbringen.

 

Egon W. Kreutzer

 

Ganz herzlichen Dank an alle, die mich bei der Recherche zu diesem Aufsatz unterstützt haben.

 

 

 
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Reaktionen auf diesen Paukenschlag



Hallo Herr Kreutzer,

Sie müssen, glaube ich, für Ihre Standardwerke, mal wieder massiv die Werbetrommel rühren. Mir scheint dass einige Ihrer Stammreaktionäre Ihre dargestellten Alternativen noch nicht kennen…

Das tue ich doch glatt! Hau'n Sie drauf, mit der Maus, auf die Trommel!

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