Paukenschlag am Donnerstag
No. 37 /2011
vom 15. September 2011

Kommentare zum Zeitgeschehen
von Egon W. Kreutzer

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Kassandra-Rufe aus den USA

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1 Angela Merkel
2 Innere Angelegenheiten
3 Werbung ist Krieg
4 Werbung ist Krieg - und wer geht hin?
5 Zwischen Schmerzgrenze und Hemmschwelle
6 Die Sache mit dem Zins
7 Schluss mit Lustig
8 Zins und Wachstumszwang
gehören zusammen
 9 Bananenrepublik
10 Dr. Petschow
Geld und Demokratie
11 Die freie demokratische Kopfpauschale
12 Progressive Benzinsteuer
13 nicht belegt
14 Volkswirtschaftlicher Gesamtschaden
15 Griechenland als Chance verstehen
16 Kurzarbeit - der Kombilohn durch die Hintertür
17 Die Mär vom gefährdeten Euro
18 Muttertagswahl
19 Europhrenie
20 Extremsparer - wie vom wilden Affen gebissen
21 Über den Verhältnissen
22 Die Würde des Amtes
23 Worum geht es?
24 Wahre Wirtschaftskriminalität
25 Au weia - Wohin mit dem Gold
26 Problematisches Goldverständnis
27 Woran man eine gute Regierung erkennt
28 Von Frau zu Frau Eva Scherrer
29 Ungarn - Irland - Deutschland ...
30 Alles Verbrecher
31 Das Staatsziel in drei Sätzen
32 Aktion Staatsziel
33 Die Geld-Hirn-Schranke
34 nicht belegt
35 Entschuldung per Vermögensabgabe
36 Besinnungslos fürs Grundeinkommen
37 Be- und Verdrossenheit
38 Schlagzeilen eines Tages
39 Die 10 Gebote, Nachtrag 2, Lohnabstandsgebot
40 Währungskrieg
41 Welt-Währungskrieg II
42 Auf dem Wachstumspfad
43 China - Macht und Ohnmacht
44 S21 und die aristotelische Lehre von der Handlung
45 Die Zeit der Narren
46 nicht belegt
47 Too big to fail
48 nicht belegt
49 Warum es fast allen immer schlechter geht
50 Jahresumbruch
1/2011 Rettung einer Illusion
2/2011 internes
3/2011 Diensleistungsgesellsch. 1
4/2011 Diensleistungsgesellsch. 2
5/2011 Diensleistungsgesellsch. 3
6/2011 Diensleistungsgesellsch. 4
7/2011 Warum es ist, wie es ist
8/2011 Der Untergang des Abendlandes
9 Theutschtest für Theutsche
10 Kam ein Wasserwerfer des Wegs
11 In jeder Hinsicht idiotengerecht
12 Aus den Tiefen des Bockshorns
13 Geld, das elende Missverständnis
14 Grundeinkommen à la Götz Werner
15 Dezentrale Energie / Speichertechnologie
16 Kernkraftwerksaktionäre
17 Dezentrale Energie /Speichertechnologie
18 Dezentrale Energieversorgung
19 Volks-
bewirtschaftungslehre
20 (nicht besetzt)
21 Die anonymen Wirtschaftskompetenzler
22 wieder nicht besetzt
23 Verschobene Spiele- verschobene Wahrnehmung 
24 Neues von Dr. Petschow
25 Fronleichnamsthema Steuersenkung
26 Empört euch!
27 Blick in leere Schädel - hilflos am Geld verzweifeln 
28 Die Billionenflut
29 Methylphenidat - die Wunderdroge
30 Die Gesundheit der Kinder
31 Die Gesundheit der Kinder II
32 Euro-Land ist abgebrannt
33 Internationaler Wettbewerb
34 Nicht belegt
35 Jens Bergers Kritik an der Zinskritik
36 Weiter so, meint das Verfassungsgericht
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Kassandra-Rufe
aus den USA
ewkkk
Paul Krugman, Träger des Nobelpreises für Wirtschaft, der, was nicht allgemein bekannt ist, nicht von Alfred Nobel, sondern von der schwedischen Reichsbank gestiftet wurde,
 

         Wikipedia zum Wirtschaftsnobelpreis (Auszug)

        Der Hauptkritikpunkt an dem Preis ist, dass er zwar durch Vergabeprozedur und Verleihungszeremonie de facto einem Nobelpreis gleich gestellt ist, es aber unklar, wenn nicht gar unwahrscheinlich ist, dass Nobel die Einrichtung eines solchen Preises gewollt habe.

        Zu den ausgesprochenen Gegnern des Preises gehören auch einige Nachfahren Alfred Nobels. 2001 veröffentlichten vier Urenkel seines Bruders Ludvig einige Briefe, in denen er schreibt „Ich habe keine Wirtschafts-Ausbildung und hasse sie von Herzen.“ [6] Sie setzten sich für eine Abschaffung des Preises ein. Unter anderem vertritt Peter Nobel, ein Menschenrechtsaktivist und Urgroßneffe von Alfred Nobel, die Position, sein Vorfahr hätte diesen Preis nie gewollt. Er nennt den Preis einen „PR-Coup“ von Wirtschaftswissenschaftlern, um deren Ansehen zu verbessern. [7]

        Der frühere schwedische Finanzminister Kjell-Olof Feldt sprach sich dezidiert für die Abschaffung des Preises aus, auch wenn er selbst später Vorstand der Reichsbank wurde, die den Preis gestiftet hatte. [4]

        Der gesamte Wikipedia-Artikel:


 

sah sich am Montag zu finsterem Orakeln veranlasst.
 
Doch während die Kassandra der griechischen Mythologie die Gabe der Vorsehung hatte, aber verflucht war, dass niemand ihrem Vorherwissen Glauben schenken sollte, lässt Krugman die Gabe der präzisen Vorsehung vermissen, trifft mit seinen Orakelsprüchen jedoch auf viele offene Ohren.
 
Dass der Zusammenbruch des Euro möglicherweise nur noch eine Frage von Tagen sein soll, so Krugman am Montag, 12. September 2011 in einer Kolumne der New York Times, erscheint eher wie der Versuch, eine selbsterfüllende Prophezeiung in die Welt zu setzen als einem nüchternen Kalkül.
 
Und auch der Rat, den Krugman den Europäern in der New York Times erteilt, die EZB müsse unbegrenzt Kapital ausleihen und die Zinsen senken, zielt in die gleiche Richtung.
 
 
Nüchtern betrachtet fehlt es dem Euro an überhaupt nichts.

Die EZB - soweit ihr Einfluss darauf überhaupt reicht - hat es geschafft, die Inflation der Euro-Zone innerhalb der Zielmarken zu halten. Die Regierungen haben durch Sparmaßnahmen, durch gezielte Veränderungen der Arbeitnehmerrechte und durch eine kapitalfreundliche Steuer- und Ausgabenpolitik wahrscheinlich weit mehr dazu beigetragen, die ständig neu geschaffene Liquidität in inflationsunwirksame Sparanlagen umzuwandeln und damit die Inflation niedrig zu halten als die Zinspolitik der EZB.
Der Euro hält sich an den Währungsmärkten - mit gewissen Schwankungen - gegenüber den anderen großen Währungen dieser Welt einigermaßen stabil. Könnte man die Währungsspekulation eindämmen, ergäbe sich wahrscheinlich eine flach ansteigende Kurve stetigen Wertzuwachses, die vor allem der deutschen Exportindustrie geschuldet ist, für deren Umsätze sich die Importeure die knappen Euros relativ teuer beschaffen müssen, was wiederum - auf lange Frist - auch zu einer Rückkehr zu ausgeglichenen Handels- und Zahlungsbilanzen führen würde.
 
Wenn also Spekulanten Krokodilstränen weinen, weil der Euro aufgrund ihrer eigenen Worte und Handlungen mal wieder ein paar Punkte gegenüber Dollar oder Yen verliert, dann ist das ein durch und durch verlogenes Gehabe, das nur von den eigenen Aktivitäten ablenken soll.
 
Dass sich diesem Gejammere ausgerechnet die deutsche Regierung anschließt und den Euro unter allen Umständen "stabil" halten will (was auch immer das heißt), lässt sich rational auch nicht mehr begründen. Sinkende Euro-Kurse begünstigen die Exportwirtschaft, erhöhen die Kapazitätsauslastung deutscher Unternehmen, führen zum Rückgang der Arbeitslosigkeit, zu steigenden Steuer- und Beitragseinnahmen und zu sinkenden Staatszuschüssen zu den Sozialkassen.
 
Was also ist aus Sicht der Regierung beklagenswert, wenn deutsche Waren im Ausland einen Wettbewerbsvorteil aus Währungsparitäten verbuchen können?
 
Auch die Argumentation: Es müsse der Geldwert geschützt, also Inflation vermieden werden, stellt sich als eine Argumentation gegen eine nicht vorhandene Gefahr heraus. Die Inflation in Euroland ist moderat. Sie hält sich im Rahmen der Vorgaben, nach denen die EZB 2% Inflation p.a. herstellen soll - nicht etwa gar keine. Und dafür gibt es gute, nachvollziehbare Gründe, nämlich die notwendige Entwertung von Altschulden, sowohl des Staates als auch der Unternehmen.
 
Und - damit auch die andere Seite beleuchtet ist:
 
Verluste durch sinkende Euro-Notierungen an den Währungsbörsen entstehen alleine Ausländern, die auf Euro lautende Guthaben unterhalten oder als Gläubiger Forderungen in Euro halten, aber auch nur dann, wenn sie beabsichtigen, ihre Euro-Vermögen bei sich bietender Gelegenheit in andere Währungen oder andere Anlagen umzuschichten.
 
Amerikaner, Engländer, Chinesen, Russen, Japaner usw., die in Euro investiert haben und beim Verkauf erwarten, mehr Dollars für ihre Euro-Guthaben zu erhalten als sie beim Einstieg zahlen mussten, und Euro-Land-Inländer, die ihre Euros aus welchen Gründen auch immer - meist aus spekulativen Interessen - in Fremdwährung getauscht haben und beim Rücktausch weniger dafür erhalten als die dafür bezahlt haben, sind in Wahrheit die einzigen, die unter sinkenden Euro-Kursen wirklich zu leiden haben.
 
Welches Interesse kann die deutsche Bundesregierung haben, genau diesem Personenkreis den Vermögenserhalt mit nicht mehr vertretbaren Milliardenbeträgen zu garantieren?
 
Unter dem "Wohl des deutschen Volkes" stelle ich mir etwa anderes, etwas ganz und gar anderes vor.
 
Was also könnte Paul Krugman meinen,
wenn er die Angst vor einem unmittelbar bevorstehenden Euro-Crash
an die Wand malt, was kann er damit bezwecken wollen?
 
 
Dass die Euro-Zone das gemeinsame Währungsexperiment für gescheitert erklärt?

Dass die "Märkte" die eingesammelten Euros massiv auf den Markt werfen und damit den Kurs ins Bodenlose stürzen lassen?

Beides ist eher unwahrscheinlich.
 
 
 
 
Das Problem an sich

sind einige (die meisten) der Länder, die den Euro als Währung verwenden.
Und das ist eine Differenzierung, die von vielen bewusst nicht vorgenommen wird, um an den Schwierigkeiten einiger Länder, ihre Schulden ordnungsgemäß zu bedienen, ein Euro-Spekulations-Süppchen kochen zu können.
 
Dass diese Länder ihre Schulden nicht bezahlen können, liegt daran, dass sie auf den Exportmärkten nicht soviel absetzen können, wie sie importieren.
 
Würden sie hingegen weniger importieren, könnten die Exporteure mangels Abnehmern weniger exportieren.
 
Um selbst mehr exportieren zu können, müssen sie preiswerter produzieren, also die Lohnkosten senken, durch Rationalisierung, durch Lohndrücken und/oder durch Sozialabbau.
 
Das hat jedoch wieder einen Pferdefuß. Denn sinkende Konsumeinkommen führen zu sinkender Kaufkraft, was sich negativ sowohl auf den Binnenmarkt als auch auf die Importe auswirkt. Dies wiederum schadet den Exportnationen doppelt: a) durch neue, ernstzunehmende Konkurrenz auf dem Weltmarkt, und b) durch Wegfall von Exportumsätzen. Auch dann, wenn der Kaufkraftverlust bei sinkenden Realeinkommen durch höheren Beschäftigungsgrad ausgeglichen oder gar überkompensiert wird. Wenn also die Importe auf gleicher Höhe gehalten werden können, geht das für die Exporteure nicht auf, weil ihnen durch diese Entwicklung international Marktanteile verloren gehen.
 
 
Das Problem ist Deutschland.
 
Mit einer beispiellosen Strategie zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit auf den Weltmärkten, unter Zerstörung des sozialen Gefüges, wobei die Zerstörung eines funktionierenden Binnenmarktes billigend in Kauf genommen wurde, ist der "nachhaltige" Exportüberschuss erzeugt und als kaum noch wieder zu eliminierendes Element des Weiterfunktionierens unserer Wirtschaft inzwischen zur tödlichen Bedrohung geworden.
 
Andauernder, großer Exportüberschuss kann nur durch die stetig wachsende Verschuldung der Importeure aufrechterhalten werden.
 
Dass hier in einer perfiden Strategie durch Senkung der Lohn- und Lohnnebenkosten am Produktionsstandort Gewinne eingefahren werden, die - und beweisen Sie mal das Gegenteil - mindestens der Höhe des Exportüberschusses entsprechen, dass an den Konsumstandorten in den großen Handelsketten, deren Eigentümer nicht selten wieder für diese Standorte Ausländer sind, weitere Gewinne abgegriffen werden, und dass letztlich wieder der gleiche Kreis von Bevorteilten sein Kapital als Darlehen zur Konsumfinanzierung in die Abnehmerländer fließen lässt, um neben den Gewinnen aus Produktion und Distribution auch noch die Zinsen für die Zurverfügungstellung des Zahlungsmittels einzusammeln, zeigt, wie grundfalsch der Versuch ist, durch einen rigorosen Wettbewerb zwischen den Nationen, durch Konkurrenz, jeder gegen jeden auf möglichst allen Produktfeldern, marktbeherrschende Stellungen zu erzielen und dabei gnadenlos ganze Volkswirtschaften in den Ruin zu treiben.
 
Diejenigen, die dieses Spiel betrieben haben, haben gewusst, dass die Fahnenstange ein Ende hat. Nun sind sie da angekommen und bitten diejenigen, von denen sie sowie schon durch Lohn- und Leistungsverzicht überhaupt in die Lage versetzt wurden, so dumm günstig zu produzieren darum, ihnen - in ihrer Eigenschaft als Steuerzahler, aber auch, wie wir diese Woche gelernt haben, als auf Rentenleistungen verzichtende Rentner - den Verlust der Darlehen zu ersetzen, die von den Schuldnerländern nicht mehr bedient werden können. Gleichzeitig werden die Schuldnerländer geknebelt und gezwungen, ihr Volksvermögen, ihre infrastrukturellen Einrichtungen der Grundversorgung, ihre im Staats-/Volksbesitz stehenden Grundstücke zum Kauf anzubieten (Privatisierung, nennt man das) damit diejenigen, die über lange Zeit die Gewinne eingefahren haben, nun endlich das viele, viele angehäufte Geldvermögen in langlebige, wertvolle und wertstabile Wirtschaftsgüter eintauschen können.
 
Wie oft sehe ich Herrn Schäuble vor mir, wie er beinahe genüsslich darauf hinweist, dass jede neue Tranche der Kredithilfe an Griechenland davon abhängig gemacht wird, dass die Griechen sich strikt an die Spar- und Privatisierungsauflagen halten. Ich denke, er weiß genau, was er damit fordert: Im Grunde die bedingungslose Kapitulation.
 
Es ist ein mörderisches Spiel, in dem nicht nur die Griechen, die Spanier, Portugiesen, Italiener und Iren die Angeschmierten sind, sondern auch diejenigen, die es sich gefallen ließen, sich unter eigenen, oft erheblichen Einschränkungen, in den völlig unsinnigen, nur den Interessen des Kapitals dienenden, Internationalen Wettbewerb treiben zu lassen.
 
Und weil dies so ist, und weil diejenigen, die davon profitieren, immer noch, ja, immer heftiger ihren inzwischen nur noch als erpresserisch zu bezeichnenden Einfluss auf - und anders kann man es nicht nennen - willfährige Regierungen ausüben, wird es gelingen, den Euro, der den innereuropäischen Wirtschaftskrieg, Deutschland gegen alle, erst so richtig möglich gemacht hat, noch für lange Zeit erhalten.
 
Griechenland wird man womöglich aus dem Euro entlassen.

Vorher wird man etwa 60 bis 70 Prozent der Forderungen aller privaten Gläubiger gegen Griechenland, die real wohl mit höchstens 50% des Nominalwerts angesetzt werden dürften, zu "schamhaft nach Selbstbeteiligung aussehenden" 90 oder 95 Prozent des Nominalwertes aus europäischen Kassen zu Lasten der Steuerzahler tilgen.
 
Griechenland darf dann zur Drachme zurück, bleibt aber auf 30 bis 40 Prozent der alten Euro-Schulden sitzen und steht damit weiter unter dem Zwang, zu sparen und zu privatisieren, um wenigstens die Zinsen darauf pünktlich zahlen und sich immer wieder umschulden zu können.
 
Welches Euro-Land als nächstes diesen Weg geht, bleibt offen. Dass der entsprechende Beschluss bereits gefasst ist, scheint mit sicher.
 
Und dass auch dieses und das nächste Land nach der Rückkehr zur alten Landeswährung auf einem ordentlichen Sockel von Euro-Schulden sitzen bleiben wird, garantiert den Fortbestand des Euro - bis endlich das große Umdenken einsetzt, von dem wir alle nur hoffen können, dass es bald eintritt.
 
Krugmans wüste Prophezeiung ist daher unbegründet. Sie zielt auf die Destabilisierung des Euros, die voll in US-amerikanischem Interesse liegt, denn der zweite Kriegschauplatz, der Kampf um die Vormachtstellung als Weltreservewährung und um die daraus entspringenden Privilegien und Pfründen wird von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt mit aller Härte geführt.
 
Auch hier ist Europa, und ganz vorne dran Deutschland, der Angreifer, der den USA die Vorteile, die Weltleitwährung zu emittieren, abnehmen will.
 
Diese Trumpfkarte, einen großen europäischen Wirtschaftsraum mit einer einheitlichen Währung zu haben, einer Währung, die sich die Importeure immer wieder neu besorgen müssen, um den Exportweltmeister bezahlen zu können, ist die Übertragung des innereuropäischen Wirtschaftskrieges in den globalen Rahmen.
 
Und dass die europäischen Regierungen niemals wagen werden, diese Trumpfkarte aus der Hand zu geben, sondern lieber ihre Bevölkerungen zu letzten Entbehrungen und zugleich Höchstleistungen aufzurufen, als stünden wir wirklich im heißen Krieg, spricht auch eine klare Sprache gegen das schnelle Ende des Euros.
 
Und die Damen und Herren Märkte, die in Euros investiert haben, werden von sich aus alles vermeiden, was einen unkontrollierten Absturz dieser Währung zur Folge haben könnte.
 
 
Krugmans Forderung
 
Der Träger des etwas zweifelhaften "Nobel"-Preises für Wirtschaftwissenschaften ließ es jedoch nicht bei seiner orakelhaften Warnung bewenden, er forderte in diesem Zusammenhang, die EZB müsse unbegrenzt Kapital ausleihen und die Zinsen senken.
 
Eine aberwitzige Forderung.
 
Da warnt er vor dem Euro-Crash, ein Crash, dessen Bedingung darin liegt, dass zu viele Schulden von zu vielen Schuldnern nicht mehr bedient werden können - und was schlägt er vor?
 
Eine weitere, vollkommen unbegrenzte Aufblähung der Geldmenge, nur zu dem Zweck, Guthaben, denen keinerlei Sachwerte mehr gegenüberstehen, die längst "vollkommen wertlos" geworden sind, zu schützen und weiter wachsen zu lassen.
 
 
Paul Krugman hat seinem Ruf mit diesem Interview geschadet.
 
 
Es ist, als würde man sich beim Monopoly darauf einigen, die Zahlungsunfähigkeit jedes Mitspielers zu ignorieren und jede Zahlung, die er nicht leisten kann, einfach als zusätzliche Neuverschuldung zu notieren, während der jeweiligen Zahlungsempfänger, solange noch Spielgeldscheine da sind, in bar bezahlt wird, und wenn die Scheine ausgegangen sind, einfach ein Guthabenkonto für ihn eingerichtet wird, das von Spielrunde zu Spielrunde unaufhörlich wächst.
Manche Player begreifen erst nach vielen Stunden des Spiels, dass die Schuldner zwar immer mehr Schulden anhäufen, die Gläubiger immer mehr Forderungen, dass der so aufgeblähten Geldmenge aber deswegen absolut nicht mehr gegenübersteht als die von Anfang an vorhandene Zahl von Bahnhöfen, Straßen, Elektrizitätswerken, Häusern und Hotels.
 
Und weil die sich sowieso schon im Eigentum des längst feststehenden Siegers befinden, ist sein Festhalten am Spiel idiotisch. Er kann nichts mehr gewinnen. Und am Ende muss er erkennen, wenn die Schuldner müde vom Brett gehen, dass sich sein gesamtes Guthaben ins blanke Nichts verwandelt. Das nennt man dann die galoppierende Hyperinflation.
 
Es ist die reine Tierquälerei.
 
 
 
 
 
 
 
Das Monopoly-Spiel kann jeder Mitspieler für sich beenden, wenn ihm die Lust vergangen ist.
 
Das große Monopoly, in dem wir derzeit als Melkkühe missbraucht werden, kann keiner alleine verlassen. Es gibt kein Soziales Netz mehr, das den Namen verdiente.
 
Umso wichtiger ist es, dass sich das Bauchgrimmen, die aufkeimende Wut, endlich auch in Wahlergebnissen niederschlägt, in allen Formen legalen Widerstands - und wenn es sein muss, auch einmal in einer Zivilcourage, die mit Bedacht Grenzlinien überschreitet, die nur geschaffen wurden, um einen kraftvollen Widerstand als ungesetzlich verbieten zu können.
 
Das deutsche Streikrecht, mit dem Verbot jeglicher politisch motivierten Streiks, gehört zweifellos zu jenen Grenzziehungen, die Regierung und Wirtschaft vor dem Zorn der Bürger schützen.
 
Gibt es irgendwo eine Partei in Deutschland, die dagegen etwas unternehmen will?
 
Bitte melden. Das interessiert mich.
 
 
 
 
 
 
 
Und weil es dazu passt, unserem lieben Herrn Rösler noch einmal ins Stammbuch:

 

 

 

 

 

 

 

 
 
Staatsbankrott geht nicht!
Und den Begriff "geordnete Insolvenz" auf einen Staat anwenden zu wollen, ist und bleibt grober Unfug.
 
Der Erklärung des Staatsbankrotts müsste zwangsläufig die Auflösung des Staates folgen, wollte er sich auf diesem Wege von seinen Schulden befreien.
 
Solange jedoch ein staatliches Gebilde fortbesteht, können von Gläubigern Forderungen gegen diesen Staat geltend gemacht werden.
 
Griechenland wird sich als Staat nicht auflösen.
 
Griechenland kann sich als Staat gar nicht auflösen, selbst die Mitgliedschaft in der EU ändert daran nichts, auch dann nicht, wenn alle für Griechenland geltenden Gesetze eines Tages im Auftrag der EU-Kommission vom EU-Parlament geschrieben sein sollten, bleibt Griechenland immer noch als Staat existent und kann sich nicht, wie Karstadt-Quelle/Arcandor, durch Insolvenz auflösen und per Insolvenzverwalter dem Meistbietenden zugeschlagen werden.
 
Staatsbankrott geht gar nicht.
 
Noch nicht einmal eine totale Zahlungsunfähigkeit ist möglich, solange der Staat noch über ein Staatsvolk verfügt, das zur Steuerzahlung verpflichtet werden kann.
 
Das ist es, was Staaten als Schuldner für jedweden Gläubiger so interessant macht.
Ein einzelner Schuldner, der stirbt, ist für den Gläubiger eine verlorene Forderung, wenn die Erben das Erbe ausschlagen.
Ein einzelnes Unternehmen, das untergeht, ist für den Gläubiger eine verlorene Forderung, wenn der Insolvenzverwalter am Ende nichts mehr findet, womit der Gläubiger befriedigt werden könnte.
 
Ein Staat, der eines Tages dummerweise nicht in der Lage ist, seine Kredite zu bedienen, geht deswegen nicht unter, seine Schulden werden dadurch nicht weniger, im Gegenteil, sie wachsen.
 
Ein Staat, der nicht in der Lage ist, seine Kredite zu bedienen, sollte selbstbewusst genug sein, seinen Gläubigern Verhandlungen anzubieten, statt sich von EU, EZB, IWF und Weltbank bevormunden zu lassen.
 
Es geht doch wirklich nur um virtuelle Informationen in Bankcomputern,
also um nichts, was man anfassen, essen oder sonstwie brauchen könnte.
 
 
 
 
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Reaktionen auf diesen Paukenschlag
Hallo Herr Kreutzer,
wie schön, dass Sie das immer wieder so klar und brillant herausstellen. Und wie schade, dass es so wenige gibt, die diese einfachen Zusammenhänge verstehen.
Die Wirtschaft in 2 Absätzen. So einfach kann das sein:
„Das Problem an sich
sind einige (die meisten) der Länder, die den Euro als Währung verwenden. Und das ist eine Differenzierung, die von vielen bewusst nicht vorgenommen wird, um an den Schwierigkeiten einiger Länder, ihre Schulden ordnungsgemäß zu bedienen, ein Euro-Spekulations-Süppchen kochen zu können. Dass diese Länder ihre Schulden nicht bezahlen können, liegt daran, dass sie auf den Exportmärkten nicht soviel absetzen können,
wie sie importieren. Würden sie hingegen weniger importieren, könnten die Exporteure mangels Abnehmern weniger exportieren. Um selbst mehr exportieren zu können, müssen sie preiswerter produzieren, also die Lohnkosten senken, durch Rationalisierung, durch Lohndrücken und/oder durch Sozialabbau. Das hat jedoch wieder einen Pferdefuß. Denn sinkende Konsumeinkommen führen zu sinkender Kaufkraft, was sich negativ sowohl auf den Binnenmarkt als auch auf die Importe auswirkt. Dies wiederum schadet den Exportnationen doppelt: a) durch neue, ernstzunehmende Konkurrenz auf dem Weltmarkt, und b) durch Wegfall von Exportumsätzen. Auch dann, wenn der Kaufkraftverlust bei sinkenden Realeinkommen durch höheren Beschäftigungsgrad ausgeglichen oder gar überkompensiert wird. Wenn also die Importe auf gleicher Höhe gehalten werden können, geht das für die Exporteure nicht auf, weil ihnen durch diese Entwicklung international Marktanteile verloren gehen.“
Und:
„Dass hier in einer perfiden Strategie durch Senkung der Lohn- und Lohnnebenkosten am Produktionsstandort Gewinne eingefahren werden, die - und beweisen Sie mal das Gegenteil - mindestens der Höhe des Exportüberschusses entsprechen, dass an den Konsumstandorten in den großen Handelsketten, deren Eigentümer nicht selten wieder für diese Standorte Ausländer sind, weitere Gewinne abgegriffen werden, und dass letztlich wieder der gleiche Kreis von Bevorteilten sein Kapital als Darlehen zur Konsumfinanzierung in die Abnehmerländer fließen lässt, um neben den Gewinnen aus Produktion und Distribution auch noch die Zinsen für die Zurverfügungstellung des Zahlungsmittels einzusammeln, zeigt, wie grundfalsch der Versuch ist, durch einen rigorosen Wettbewerb zwischen den Nationen, durch Konkurrenz, jeder gegen jeden auf möglichst allen Produktfeldern, marktbeherrschende Stellungen zu erzielen und dabei gnadenlos ganze Volkswirtschaften in den Ruin zu treiben.“
Wow, was für ein Satz! Einfach nur genial! Das gehört den Leuten ins Stammhirn gemeißelt!!!
Man sollte das mal unseren Abgeordneten in den Parlamenten beibringen. Wöchentlich eine Stunde Nachhilfeunterricht in Sachen Makroökonomie würde da schon reichen. Am Ende des Jahres steht dann eine Klausur an, mit der das Lernziel überprüft wird. Wer die Klausur versemmelt muss zur Nachschulung! So lange bis sich keiner mehr herausreden kann „Davon habe ich nichts gewusst…“
OK, ob das etwas ändern würde ist fraglich, denn Sie beschreiben hier ja lediglich den Status Quo. Diejenigen die diesen Teufelkreis stützen und in gang halten, werden sich von der Meinung einiger bekehrter Abgeordneter nicht beeinflussen lassen. Zumal wir ja wieder anhand des derzeitigen Wirtschaftsministers und Vizekanzlers sehen können, wie es um die politische Kultur in diesem Lande bestellt ist.
Ich krieg das irgendwie nicht auf die Reihe! Immer wieder muss ich mich Fragen, ist der Rösler wirklich Wirtschaftsminister der Bundesrepublik Deutschland? Ja sogar mein Vizekanzler!? Oh je, das bedeutet ja, wenn das Frau Merkel mal „verhindert“ ist, wird der sogar vorläufig zum Kanzler!?
Also nicht dass Sie mich falsch verstehen, ich hege nicht irgendeinen Groll gegen die Person, weil ich den einfach nicht leiden kann oder so. Nein, nein! Ich meine ja nur, dass eine Promotion in Sachen „Rhythmusstörungen nach Herz-OPs“ nicht ausreicht um ein Land zu führen. Natürlich kann ich nicht verschweigen, dass er auch schon in Niedersachsen ins Amt des Wirtschaftsministers berufen wurde und auch die paar Jahre als Gesundheitsminister, passten wohl ganz gut zu einem Dr. med. aber, ja aber! Warum fragt eigentlich keiner nach der fachlichen Qualifikation eines Abgeordneten?
Sicher kann man nicht alles wissen und schon gar nicht alles erfassen, was so geschieht in der Welt. Doch sollte man nicht zumindest fordern, die jeweiligen Themen, die zur Entscheidung anstehen, durchzuarbeiten? Sollte man nicht fordern, dass jeder Abgeordnete soviel Zeit zur Verfügung hat, wie er benötigt um eine Entscheidung zu treffen? Sollte man nicht doch und gerade bei höheren Ämtern, also in diesem Fall von einem Minister fordern, dass er eine ausreichende Ausbildung und Einführung in sein Amt erhält?
Was spricht dagegen, einen Minister zunächst als „Ministeranwärter“ zu bezeichnen und mindestens ein halbes Jahr auf eine „Ministerschule“ zu schicken? Wer die Prüfung am besten besteht und somit seine Qualifikation nachweisen kann, bekommt das Amt.
Ja, ich musste selber schmunzeln bei dem Gedanken an eine „Ministerschule“ aber was spricht eigentlich dagegen?
Natürlich würden die entsprechenden Lobbygruppen alles dafür tun, so etwas zu verhindern. Man sollte aber zumindest versuchen, solche Gedanken zu diskutieren und ins Spiel zu bringen, wenn sich in den nächsten Jahren tatsächlich etwas bewegt. Zu mindest könnte man dort nicht nur die jeweilige Fachkompetenz entwickeln, sondern auch, die entsprechende Rhetorik, die das Amt nötig hat um nicht allzu leicht und unnötig für solche Verwirrungen und Irrungen, wie in den letzten Tagen gesehen, zu sorgen.
Die Zeit zur Diskussion, die zu einer Entwicklung der politischen Kultur führen kann, ist natürlich auch nicht einfach so vorhanden. Die Schwierigkeit wird darin liegen, das vorhandene Bedürfnis nach einer schnellen und Handlungsfähigen Regierung (oder Führung in irgendeiner Form) umzulenken, hin zu einer interdisziplinären Versammlung, qualifizierter Fachkräfte, in der Probleme und Ziele, nach dem jeweiligen Stand der Wissenschaft und den für die Gesellschaft festgelegten, „moralischen“ Werten und Kriterien behandelt werden. Dieses „Gremium“ sollte wiederum seine „Aufträge“, Probleme oder Themen aus einem Parlament erhalten, in dem alle Gruppen einer Gesellschaft vertreten sind.
Ohne das näher auszuführen, wird hier bereits deutlich, welch schlechten Witz, die jetzige Form der Legislative darstellt. Wir wählen irgendjemanden in ein Parlament, von dem wir glauben, dass er unsere Interessen vertritt. (Das ist aber schon die Idealform. In Wirklichkeit wählen wir ja nur eine Partei, von der wir glauben, dass sie irgendetwas von dem umsetzt was wir uns wünschen. Natürlich, es gibt auch Direktmandate. Doch Ausnahmen bestätigen nur die Regel.) Ob dieser Jemand überhaupt in der Lage ist so ein Amt auszuführen, wird aber nirgendwo festgelegt. Meist sind es nur Persönlichkeiten die gewählt werden. Und zwar ganz krass nach jedem gut Dünken und Gefühl und Wellenschlag.
Fachliche Kompetenz als Politiker, ist für mich aber z.B. nicht nur das Wissen um die Makroökonomie. Es ist vielmehr das Wissen um die Zusammenhänge in der Gesellschaft und der Kultur. Dem verpflichtet, ist das Handeln nach den Grundrechten, den Menschenrechten und der jeweiligen Verfassung, die nur durch das Volk eines Staates bestimmt werden kann. Die jetzigen sog. gewählten Vertreter eines Volkes, haben unabhängig von dem, wie auch immer ausgestattetem Wahlrecht, einfach nicht die Legitimation für so eine Entscheidung. Wenn es um solche Grundrechte geht, kann nur jeder Mensch für sich selbst entscheiden. Daher kann eine Verfassung nur durch direkte Abstimmung des Volkes entstehen. Das angeborene Recht auf Freiheit und Leben ist verbindlich persönlich und darf niemandem abgesprochen oder auf Dritte übertragen werden.
Das ist der Mindestanspruch den ich an eine Regierung stellen würde.
Die jetzige „Handlungsfähigkeit“ einer Regierung ist leider nur illusorische Korrelation
(http://de.wikipedia.org/wiki/Illusorische_Korrelation).
Aber da bin ich schon wieder bei der Bestrafung: „Neumann! Ruhe jetzt! Thema verfehlt! Sechs! Setzen!“
 
Bis die Tage
Stefan Neumann

Danke, Herr Kreutzer!
Es wäre zu schön, wenn das von den Klugschwätzern gelesen würde, die dauernd von einem Zusammenbruch
der BRD und des Euro als Währung träumen. Wenn es denn im Interesse des Kapitals läge, daß ALLE zu den
alten Landeswährungen zurückkehrten, dann wäre das schon lange geschehen. Aber es ist eben NICHT in dessen
Interesse. Frage mich also, wo dieser Klugmann Krugman seine Weisheiten hernimmt.
Geld, so meine Philosophie, die bestimmt auch irgendwo hinkt, ist dafür da, daß es fließt, liquide ist, wie es so
schön heißt. Sobald Geld gestaut wird, fehlt es an anderen Orten. Es geht auch ohne Geld - klar doch, aber -
aufgestautes Geld ist am Ende wertlos, denn wir haben ja jetzt das Problem: Die Summe der aufgehäuften Gelder
übersteigt den Wert all dessen, was hergestellt wurde und wird. Die Menschen kommen auch ohne gewisse Waren
aus, nur die Waren werden trotzdem weiter produziert, aber der Bedarf wächst nicht mit. Wenn ich mir in diesem
Jahr keine Hose kaufen kann, weil das Moos nicht ausreicht, werde ich mir im nächsten Jahr kaum 2 davon kaufen.
Eine reicht. Und mit den anderen Gegenständen ist das genauso. Und nun kommt ja noch die größte Idiotie, die
sich unsere Wirtschaftsblinden haben einfallen lassen: Weil das Meer droht auszutrocknen, wenn nicht bald Nachschub
kommt, bringen sie das Wasser direkt dort hin, vorbei an dürstenden Pflanzen, Tieren und Menschen! Ist das nicht hohl?
Was den Wert der Währung angeht - vielleicht bin ich etwas unterbelichtet, aber für mich ist eine Währung dann
was wert, wenn ich mein Leben damit gestalten kann, ohne vorher die Banken um Kredite anbetteln zu müssen.
Beispiel, was vielleicht etwas hinkt: In der DDR hat ein Brötchen 5 Pfennige gekostet. Das wären 2,5 Pfg. West
oder 1,25 Eurocent. Die Praxis ist aber genau anders rum, sodaß für mich der Kurs, nach dem die M zur DM und
später die DM zum € geworden ist, schlicht ein Schwindelkurs! Und was heißt hier "für mich"? Für rund 60% der
Bevölkerung! Bockwurst mit Salat - 1,50 M (0,75 DM/0,375 Euro) in der Zone! Und jetzt? Kostet jetzt
die Bockwurst mit Schmackes jetzt nicht mindestens 5 Euro? Demzufolge hätte die Mark der Deutschen Notenbank
der DDR also genau andersrum umgerubelt werden müssen, also 2 Westmark für 1 Ostmark, oder? 2 Euro für eine DM
analog.
Nur mal als Anregung.
Mit wie immer freundlichen Grüßen
Ihr Siegfried Wilhelm
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Hallo Herr Kreutzer,

Sie müssen, glaube ich, für Ihre Standardwerke, mal wieder massiv die Werbetrommel rühren. Mir scheint dass einige Ihrer Stammreaktionäre Ihre dargestellten Alternativen noch nicht kennen…

Das tue ich doch glatt! Hau'n Sie drauf, mit der Maus, auf die Trommel!

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