Paukenschlag am Donnerstag
No. 33 /2011
vom 18.08.2011

Kommentare zum Zeitgeschehen
von Egon W. Kreutzer - behutsam redigiert von Manuela Engl

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Internationaler Wettbewerb - vom Innenleben einer Worthülse

 
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1 Angela Merkel
2 Innere Angelegenheiten
3 Werbung ist Krieg
4 Werbung ist Krieg - und wer geht hin?
5 Zwischen Schmerzgrenze und Hemmschwelle
6 Die Sache mit dem Zins
7 Schluss mit Lustig
8 Zins und Wachstumszwang
gehören zusammen
 9 Bananenrepublik
10 Dr. Petschow
Geld und Demokratie
11 Die freie demokratische Kopfpauschale
12 Progressive Benzinsteuer
13 nicht belegt
14 Volkswirtschaftlicher Gesamtschaden
15 Griechenland als Chance verstehen
16 Kurzarbeit - der Kombilohn durch die Hintertür
17 Die Mär vom gefährdeten Euro
18 Muttertagswahl
19 Europhrenie
20 Extremsparer - wie vom wilden Affen gebissen
21 Über den Verhältnissen
22 Die Würde des Amtes
23 Worum geht es?
24 Wahre Wirtschaftskriminalität
25 Au weia - Wohin mit dem Gold
26 Problematisches Goldverständnis
27 Woran man eine gute Regierung erkennt
28 Von Frau zu Frau Eva Scherrer
29 Ungarn - Irland - Deutschland ...
30 Alles Verbrecher
31 Das Staatsziel in drei Sätzen
32 Aktion Staatsziel
33 Die Geld-Hirn-Schranke
34 nicht belegt
35 Entschuldung per Vermögensabgabe
36 Besinnungslos fürs Grundeinkommen
37 Be- und Verdrossenheit
38 Schlagzeilen eines Tages
39 Die 10 Gebote, Nachtrag 2, Lohnabstandsgebot
40 Währungskrieg
41 Welt-Währungskrieg II
42 Auf dem Wachstumspfad
43 China - Macht und Ohnmacht
44 S21 und die aristotelische Lehre von der Handlung
45 Die Zeit der Narren
46 nicht belegt
47 Too big to fail
48 nicht belegt
49 Warum es fast allen immer schlechter geht
50 Jahresumbruch
1/2011 Rettung einer Illusion
2/2011 internes
3/2011 Diensleistungsgesellsch. 1
4/2011 Diensleistungsgesellsch. 2
5/2011 Diensleistungsgesellsch. 3
6/2011 Diensleistungsgesellsch. 4
7/2011 Warum es ist, wie es ist
8/2011 Der Untergang des Abendlandes
9 Theutschtest für Theutsche
10 Kam ein Wasserwerfer des Wegs
11 In jeder Hinsicht idiotengerecht
12 Aus den Tiefen des Bockshorns
13 Geld, das elende Missverständnis
14 Grundeinkommen à la Götz Werner
15 Dezentrale Energie / Speichertechnologie
16 Kernkraftwerksaktionäre
17 Dezentrale Energie /Speichertechnologie
18 Dezentrale Energieversorgung
19 Volks-
bewirtschaftungslehre
20 (nicht besetzt)
21 Die anonymen Wirtschaftskompetenzler
22 wieder nicht besetzt
23 Verschobene Spiele- verschobene Wahrnehmung 
24 Neues von Dr. Petschow
25 Fronleichnamsthema Steuersenkung
26 Empört euch!
27 Blick in leere Schädel - hilflos am Geld verzweifeln 
28 Die Billionenflut
29 Methylphenidat - die Wunderdroge
30 Die Gesundheit der Kinder
31 Die Gesundheit der Kinder II
32 Euro-Land ist abgebrannt
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Internationaler Wettbewerb
Vom Innenleben einer Worthülse
Sie glauben sich zu erinnern, diese Überschrift schon einmal gelesen zu haben?
Dann sind Sie fürwahr schon lange dabei, auf dieser Seite. Die ursprüngliche Fassung dieses Aufsatzes stammt vom 18. Januar 2007.
 
Doch der Inhalt hat nichts an Aktualität verloren.
 
War hören wir denn von unseren Vorbetern im Zusammenhang mit der sogenannten Euro-Krise tagtäglich?
 
Ja. Ja.
 
Sie sagen uns:
 
"Griechenland muss wettbewerbsfähiger werden."
"Portugal muss wettbewerbsfähiger werden."
"Alle Euro-Staaten müssen ihre Wettbewerbsfähigkeit stärken."
Deutschland darf seine Wettbewerbsfähigkeit nicht verlieren!"
 
und was der inhaltsleeren Sprüche mehr sind.
 
Was wollen sie damit wirklich sagen?
 
Die eigentliche Aussage lautet: Die Produktion von Waren und Dienstleistungen muss überall so billig werden, dass alles mit Erfolg im Wettbewerb im Export auf den Weltmärkten verkauft werden kann.
 
Da es nur zwei Arten von Kosten gibt, nämlich:
        • Lohnkosten und
        • Gebühren für die Nutzung fremder Eigentumsrechte,

        • alles andere ist auf diesem Planeten nämlich umsonst vorhanden.

 

 

 


Und da es ausschließlich im Interesse derjenigen liegt, in deren Händen die Eigentumsrechte liegen, möglichst billig und viel produzieren zu lassen und dafür nicht leistungsadäquate Einkommen zu erzielen, ist das gesamte Konstrukt "Wettbewerbsfähigkeit" nichts als ein irreführendes Etikett für die Parole:
 
Lohnkosten runter!
Schnell und radikal,
bevor ein anderer
seine Bevölkerung
noch schneller und radikaler
von der Teilhabe am
selbst erarbeiteten Wohlstand
abschneidet.
 
 
 
Das Ende dieses Wettbewerbs ist klar absehbar:
 
Wo es keine gerechten Löhne mehr gibt, Löhne, die es ermöglichen, sich der eigenen Leistung entsprechend, die man in den Markt eingebracht, auch wieder aus diesem Markt zu bedienen, wo also die Löhne nicht ausreichen, die Produktion abzunehmen, den Markt zu räumen, bricht das ganze System zusammen.
 
Dieser Zusammenbruch lässt sich hinauszögern, indem die Eigentümer der Produktionsmittel ihren Kunden (mit Hilfe der systemrelevanten Banken) Kredit einräumen, ganz nach dem Motto:
 
Kaufe jetzt, zahle später,
nach uns die Sintflut!
 
 
Die Sintflut bricht gerade über uns herein.

Die Schuldenberge können nur noch durch immer neue Neuverschuldung halbwegs stabilisiert werden. Alle Bankenrettung, alle Euro-Rettung sind doch nur Instrumente der Neuverschuldung unter Einbeziehung immer neuer Schuldner mit noch hinreichender Bonität, während die Gläubiger im Großen und Ganzen die gleichen bleiben.
 
Hier also noch einmal die vom Ansatz her wirtschaftsphilosophischen Gedanken aus dem Januar 2007.
 

 
Internationaler Wettbewerb
Vom Innenleben einer Worthülse

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
Pierre de Coubertin

Olympische Spiele
Pierre de Coubertin gilt als der Erfinder der Olympischen Spiele der Neuzeit,

Carl Anton Willem Hirschmann kann als geistiger Vater der Fußballweltmeisterschaften angesehen werden.

Mit einiger Mühe müsste sich sogar noch herausfinden lassen, wer jene Tradition begründet hat, deren zweijähriger Turnus dazu führt, dass am 4. Oktober 2008 im deutschen Schwarzenfeld die 16. Weltmeisterschaft der Tabakschnupfer ausgetragen werden wird,

doch wer sich jenen gegenstandslosen Dauerwettkampf ausgedacht hat, der den schlichten Namen Internationaler Wettbewerb trägt, das wird wohl nie mehr so genau zu ergründen sein.

Carl Anton Willem Hirschmann

Fußball Weltmeisterschaften
 ? Tabakschnupfer Weltmeisterschaft
 ??? Internationaler Wettbewerb


Man kann noch vermuten, dass der Internationale Wettbewerb
- entstehungsgeschichtlich - aus jenem international-arbeitsteiligen Wirtschaften hervorgegangen ist, das - noch früher - die einstige internationale Zusammenarbeit abgelöst hat. Aber wirklich sicher wissen wir lediglich, dass der Internationale Wettbewerb von Jahr zu Jahr schärfer wird, und dass sich ihm keiner entziehen kann.

Es wird uns tagtäglich eingeschärft, wir müssten uns anstrengen, um im Internationalen Wettbewerb bestehen zu können, ja es heißt sogar, wegen des Internationalen Wettbewerbs sei nichts mehr wie früher.

Es ist der Internationale Wettbewerb, dem alles unterzuordnen ist, und wir nehmen das heutzutage "gesamtdeutsch" viel ernster, als damals die Brüder und Schwestern in der Ostzone das ihnen zugedachte Propagandagetöse zur Förderung des Wettbewerbs um Planerfüllung und -übererfüllung unter allen sozialistischen Bruderstaaten.

Es heißt, wer sich zurücksehne, nach jenen besseren Zeiten, die herrschten, bevor der Geist des Internationalen Wettbewerbs über die Wirtschaftsweisen und Staatenlenker ausgeschüttet wurde, der habe einfach nicht bemerkt, dass sich die Welt, die Zeiten, die Gegebenheiten, die Umstände, ja einfach alles geändert hätte und, als ewig Gestriger, einfach immer noch nicht begriffen, worum es im Internationalen Wettbewerb geht.

Nun, da wird es doch allerhöchste Zeit, dass wir endlich zugeben, dass wir es tatsächlich nicht wissen, und ganz naiv die Frage stellen:

Worum geht es denn da eigentlich, beim
Internationalen Wettbewerb?

 

Dass sich Herrn Sinn bei dieser Frage die Haare sträuben, dass die Herren Straubhaar und Rürup in Freudentänze verfallen und lauthals gemeinsam die Arie des Rumpelstilzchens intonieren: "Ach wie gut, dass niemand weiß, ...", darf uns nicht erschrecken.

Ist die Frage erst einmal gestellt, wird Frau Bundeskanzler uns nämlich beistehen. Sie wird in wackerer Aufschwungpose die Fäuste in die Hüften stemmen und ihre Weisen mit den abgespreizten Ellenbogen locker-flockig in die Rippen knuffen und sie ermuntern:

"Nun lasst das Volk doch nicht in Dummheit sterben.
Frei heraus mit der Weisheit!"


Selbst der stets so verschlossen-ernst dreinschauende Herr Glos wird sich dem anschließen, weil er inständig hofft, auf diese Weise vielleicht doch nie zugeben zu müssen, dass er es selbst auch nicht erklären könnte.

Wir müssen also den Mut zur Frage aufbringen, dürfen nicht länger fürchten, man könne an unserer guten Erziehung zweifeln, wenn wir mit einer unbedacht gestellten Frage jemanden in eine peinliche Situation bringen sollten. Mit solch' edelmütiger Haltung lernt man nämlich weder etwas dazu, noch kommt man auch nur einen Schritt weiter.

Wohlauf denn! Nur frisch gefragt!


Die Antwort kommt postwendend in den nächsten Spätnachrichten:
Das, mit dem Internationalen Wettbewerb, sei eigentlich ganz einfach, heißt es:

Rund 200 Mannschaften,
mit insgesamt rund 6,5 Milliarden Mitgliedern,


messen im Internationalen Wettbewerb permanent ihre Kräfte und Fähigkeiten.
Die Mannschaften tragen die Namen ihrer Nationen, oder, wenn das aus völkerrechtlich-verständlichen Gründen im Einzelfall nicht möglich ist, ersatzweise den Namen ihres Staates.
Wer als Mensch auf dieser Welt lebt, nimmt zwangsläufig am Internationalen Wettbewerb teil, selbst die Kubaner.

Ziel jeder Mannschaft ist es,
zumindest im Verhältnis zur Stärke ihres Teams,


möglichst aber auch in den absoluten Zahlen, in jedem Spielzyklus mehr Rohstoffe,
mehr landwirtschaftliche Erzeugnisse, mehr Industrieprodukte und mehr Dienstleistungen als jede andere Mannschaft auf den Weltmärkten zu verkaufen.

 

 Mehr ist nicht dahinter.

Um im Internationalen Wettbewerb zu bestehen, muss man einfach nur ganz viel auf dem Weltmarkt verkaufen - und wer am meisten verkauft, der hat gewonnen.

 

Leider hat diese Erklärung sehr kurze Beine.

Man kommt nicht wirklich weit damit. Ganz im Gegenteil, unwissend, wie wir immer noch sind, neigen wir nach dieser Antwort dazu, die ganze Veranstaltung für einen ziemlichen Blödsinn zu halten. Jedenfalls solange, wie nicht wenigstens eine weitere Frage beantwortet ist:

Was hat der Sieger eigentlich
von seinem Sieg?


(Außer einer Eintagsfliege von Jubelmeldung in der Financial Times Deutschland)

 

Da verschlägt es dem Arbeitsminister glatt die Sprache, dem Wirtschaftsminister stockt der Atem und selbst der Finanzminister runzelt finster die vom Kopfrechnen zerfurchte Stirn, ob soviel Blödheit. Als der erste Schock überwunden ist, und Frau Bundeskanzler wieder beginnt, aufmunternd in die Rippen zu knuffen, erklärt Herr Weise, von der dafür zuständigen Bundesanstalt, dass es ganz selbstverständlich eine super-super-tolle Siegesprämie gibt, nämlich Arbeit, Arbeit, Arbeit! Für den ersten Platz sehr viel Arbeit, für den zweiten Platz viel Arbeit und für den dritten Platz immer noch Arbeit.

"Ja, und Arbeit, darum geht es, das ist sozial, was Arbeit schafft; das einzig Soziale ist das; die Arbeit, das habe ich schon immer gesagt",

freut sich Frau Bundeskanzler und schwingt so schwungvoll auf, wie schon lange nicht mehr.

 

 Das haben wir nun
von der dummen Fragerei.

Arbeit. Nichts als Arbeit.

Soll das wirklich alles gewesen sein? Ist die Arbeit der Mühe Lohn?

 

Aber wie soll man an dieser Stelle noch eine vernünftige, weiterführende Frage formulieren, wenn selbst erklärte (oder selbsterklärte, oder selbsterklärende) Experten der Überzeugung sind, Arbeit sei das Allerwichtigste, die Arbeit selbst sei auch der Lohn?

Klar. Da liegt eine gewisse Logik drin.

Gier macht reich.

Hunger macht satt.


Arbeit ist Lohn.



Dagegen ist nicht anzukommen.

Da muss man es schon ganz raffiniert anstellen, weit vom Thema ablenken, wenn man noch einen Schritt weiter kommen will. Also fragen wir jetzt ganz naiv:

 O.k., einverstanden,
die Gewinner bekommen also Arbeit -

aber was ist mit den Verlierern?

 

Da fällt dem ehemaligen geschäftsführenden Direktor des Internationalen Währungsfonds, Horst Köhler, die Kinnlade herunter.

"Dies muss sich ändern. Das geht nicht von heute auf morgen: Ein langer Lernprozess steht uns noch bevor. Er wird für beide Seiten schmerzlich, aber auch bereichernd sein,"

sagt er, um ein paar Sätze später auszuführen,

"Europa hatte den Luxus, seine Modernisierung ohne viel Wettbewerb von anderen Gesellschaften durchzuführen, ohne mit anderen Gesellschaften konkurrieren zu müssen. Im Gegenteil: Während Menschen in Europa im Zeitalter der Aufklärung selber für mehr politische Partizipation und Gerechtigkeit kämpften, nutzte der Kontinent seine technische Überlegenheit aus, um Dominanz in Asien, Afrika und Lateinamerika auszuspielen. Auch heute ist es nicht konsequent, in Europa selber Gerechtigkeit zu fordern, aber die Augen vor Unrecht in Afrika zu verschließen. Das bedeutet auch, dass wir im Norden unser Verhalten ändern müssen."

Und dann sagte er noch:

"Ich danke Ihnen und freue mich auf unsere Diskussionen."

(Aus der Rede von Bundespräsident Horst Köhler zur Eröffnung der zweiten Konferenz "Partnerschaft mit Afrika" 13.01.2007, Accra, Ghana)


Wenn man sich das, was Bundespräsident Köhler da in seiner Rede vom 13. Januar gesagt hat, ganz langsam auf der Zunge zergehen lässt, dann kommt man zu dem Ergebnis, dass man nicht herausfinden kann, was er den afrikanischen Verlierern des Internationalen Wettbewerbs damit eigentlich sagen will.
(Vielleicht -und mich würde das freuen - wird es Ihnen klarer, wenn Sie die vollständige Rede nachlesen.)

Was meint Köhler, wenn er von Gerechtigkeit spricht? Was meint er, wenn er sagt, auch heute sei es nicht konsequent, in Europa selber Gerechtigkeit zu fordern, aber die Augen vor Unrecht in Afrika zu schließen?

Geht Horst Köhler möglicherweise davon aus, dass Internationaler Wettbewerb und internationale Zusammenarbeit lediglich zwei unterschiedliche Bezeichnungen für die gleiche Sache sind? Hält er das olympische Motto "Dabeisein ist alles" für austauschbar identisch mit dem neoliberalen Propaganda-Spruch "Arbeit ist alles"?

Nein, die soeben gestellte Frage nach dem Schicksal der Verlierer führt in die Sackgasse jener

Gleiche Chancen

und Wohlstand

und Bildung

und sauberes Wasser

für alle

Phantasien,

 

die dem Volk als Endziel allen Wirtschaftens vorgegaukelt werden, um es ruhig zu halten.

Wir müssen doch noch einmal vollkommen neu ansetzen, diesmal vielleicht mit der klassischen Erkenntnisgewinnungsmethode des kaufmännischen Dreisatzes:

 ? Wieviel
Rohstoffe/Waren/Dienstleistungen

 kann 1 Verlierer
auf dem Weltmarkt kaufen,

 wenn 197 Verlierer
alles kaufen müssen,

 was 3 Gewinner
auf dem Weltmarkt verkauft haben?

 

Da kommt, ganz klassisch nach dem Dreisatz (1 x 3 :197) heraus, dass auf jeden Verlierer von all den Waren und Rohstoffen, von den Dienstleistungen und Feldfrüchten, welche die Gewinner verkauften, durchschnittlich ganze drei Hundertsiebenundneuzigstel entfallen, oder, verständlicher ausgedrückt, jeder bekommt rund 1,5 Prozent.

 

Nun lachen alle Wirtschaftsweisen und Weltwirtschaftsprofessoren wieder über alle Backen, die Äuglein strahlen hell und schon soll, nach gelungenem Beweis für die segensreichen Wirkungen des Internationalen Wettbewerbs, die Tafel wieder abgewischt werden, als noch einer den Finger hebt, und die allerdümmste Frage stellt, die noch zu stellen ist:

Und womit bezahlen die 197 Verlierer ihre durchschnittlichen anderthalb Prozent?

Es heißt doch, dass Gewinner diejenige Mannschaft wird, die auf dem Weltmarkt am meisten verkauft - und nicht diejenige, die am meisten verschenkt.

 

Da lacht nun selbst Sabine Christiansen glockenhell und erteilt einem alten Handwerksmeister das Wort, der vorsorglich und genau zu diesem Zweck bei der ARD einen Platz in der ersten Reihe eingenommen hat.

"Das, lieber Herr Innungsobermeister, können Sie sicherlich am besten beantworten", säuselt sie, nicht ohne dabei wohlkalkuliert verschwörerisch-verschmitzt in die Kamera zu lächeln.

Und der bodenständige Innungsobermeister, der aus langer Erfahrung sehr wohl weiß, wie man den goldenen Boden des Handwerks zu Blech und Stroh redet, lässt sich nicht zweimal bitten:

"Wenn heute ein Fliesenleger",
so hebt er an,
"wenn also heute ein Fliesenleger,
der ja gewiss viel Arbeit hat,
nicht in der Lage ist, einen Automechaniker zu bezahlen,
dann zeigt das doch, wo der Hase im Pfeffer liegt.


So lange nicht radikal die Lohnnebenkosten gesenkt
und der Kündigungsschutz gelockert
und die Erbschaftssteuer völlig abgeschafft wird,


so lange werden wir auf keinen grünen Zweig kommen."

Und während das Publikum - auf das nicht von der Kamera erfasste, vor Beginn der Sendung vereinbarte Zeichen hin - wie wild applaudiert, und erst auf ein erneutes Zeichen hin wieder Ruhe gibt - holt der brave Handwerksmann tief Luft, um, in den nachlassenden Beifallslärm hinein, abschließend zu argumentieren:

"Wir sind ja froh,
wenn wir nur Arbeit haben
und die Arbeitsplätze erhalten können.


Kein Handwerksmeister erwartet heutzutage ernstlich
noch einen Verdienst aus seiner Arbeit,


aber die Kosten und die Bürokratie, die zwingen die deutsche Wirtschaft dazu,
auf dem Weltmarkt immer noch Geld verlangen zu müssen,


und da müssen die Verlierer eben Schulden machen,
wie jeder andere auch, und dann müssen sie sich halt anstrengen,
damit sie sie wieder abbezahlen können."

 

Tja, nun ist es heraus.

Alle arbeiten wie verrückt. Die Verrücktesten arbeiten praktisch umsonst und gewinnen so den Internationalen Wettbewerb, während die weniger Verrückten Schulden machen müssen, um die Lohnnebenkosten und die Bürokratie der Gewinner zu bezahlen.

Dass bis hierher nur von Verrückten und weniger Verrückten die Rede war, braucht niemand zu irritieren.

So ist die Welt.

Die ganz Verrückten und die weniger Verrückten wurden und werden gegeneinander ausgespielt. Im nationalen, wie im Internationalen Wettbewerb.

Nord gegen Süd,
Bayern gegen Preußen,
Ossis gegen Wessis,

in dieser Woche aktuell und überreichlich
beim ZDF im Sonderangebot
das Wochenthema:
Alte gegen Junge,

aber natürlich auch immer wieder
Rote gegen Schwarze,
Grüne gegen Rosarote,
Schüler gegen Lehrer,
Nike gegen Adidas,
Arbeitslose gegen Sozialhilfeempfänger,
Alleinerziehende gegen Kinderlose,
Rentner gegen Beitragszahler,
Ärzte gegen Krankenkassen,
und
gegen weiter,
und so weiter,
usw.
!

 

Nur die ganz Cleveren kommen überhaupt nicht vor. Die achten nämlich peinlich darauf, dass sie aus alledem fein säuberlich herausgehalten werden.

Und wir Verrückten merken es gar nicht, dass es sie gibt, die ganz Cleveren. Wir haben ja auch gar keine Zeit dafür. Wir verwenden so viel Zeit auf unsere Rolle im Internationalen Wettbewerb, dass wir noch nicht einmal dazu kommen, darüber nachzudenken, warum wir eigentlich immer noch mitspielen, beim Internationalen Wettbewerb.

Und wenn wir uns darüber klar werden sollten, dass wir uns dem Internationalen Wettbewerb einzeln und mit eigener Kraft nicht entziehen können, dann sollten wir doch wenigstens versuchen herauszufinden, ob das, was uns zur Teilnahme an dieser Olympiade des globalen Wirtschaftswahnsinns zwingt, nun wirklich irgendetwas, oder vielleicht doch eher irgendjemand ist.

 

Ich tendiere stark zu Letzterem.

 

 

Nachbetrachtung

Der Sieg im Internationalen Wettbewerb ist, wenn man nicht rein verstandesmäßig lästert, sondern die Sache mit dem Herzen betrachtet, nichts als reinster Ausfluss tiefster christlicher Nächstenliebe.

Ein solcher Sieger gleicht in seiner Demut jener braven Frau, die sich für ihren nichtsnutzigen Ehemann von früh bis spät abrackert, ihm und dem Volk alle Jahre ein Kindlein gebiert , dabei nicht murrt und klagt, selbst wenn sie als Dank neben den Kindern nicht mehr empfängt, als regelmäßig eine ordentliche Tracht Prügel. Eine solche keusche und gottesfürchtige Frau ist das wahre Sinnbild von Ausdauer und Zähigkeit, sie verkörpert Bescheidenheit, Zielstrebigkeit und Pflichtbewusstsein - und vor allem: Sie schuftet stets für ihren Nächsten, ohne selbst irgendwelche Ansprüche zu stellen.

Sich eines Standorts zu bemächtigen, randvoll mit solchen nimmermüden und doch anspruchslosen Menschen, das ist das Bestreben der Global Player. Mit dem Internationalen Wettbewerb haben sie sich ein Instrument geschaffen, das zuverlässig anzeigt, wo solche Narren gehäuft anzutreffen sind.

 

...und wenn sie die Narren gefunden haben, dann passiert das, was die DIE WELT am 16. Januar 2007 unter der Überschrift "Angriff auf den Standort D" wie hier verlinkt berichtet hat: http://www.welt.de/data/2007/01/13/1175123.html

 

Alles, was Sie über Weltwirtschaft, Globalisierung und Internationalen Wettbewerb sonst noch wissen müssen, vor allem auch, welchen Einfluss das große Spiel der Wenigen auf unser aller Lebensumstände hat, warum die großen Verheißungen des Kapitalismus, von der "Chancengleichheit" bis zum "Wohlstand für alle", unter den Bedingungen des Kapitalismus niemals eintreffen werden, das lesen Sie spannend und verständlich in "Wolf's wahnwitzige Wirtschaftslehre, Band II" - und natürlich auch, wie man es besser machen könnte, ohne dafür erst auf das massenhafte Auftreten von "besseren Menschen" warten zu müssen.

Ein Klick auf das Cover bringt Sie zu den Leseproben auf den Seiten des EWK-Verlags.



Die Mühe, eine Druckversion zu erzeugen, hat mir Herr Döring abgenommen.

Herzlichen Dank!

 

 


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Hallo Herr Kreutzer,

ein toller Paukenschlag! Geradezu mit pädagogisch wertvollem Aufbau!
Das gehört in die Lehrbücher des Lebens!

Die Erkenntnis hieraus, fast zwingend im Abschluss mit „Ich tendiere stark zu Letzterem“ gekennzeichnet, ist unausweichlich: die Eigentumsfrage. Sie ist die Basis und Grundlage auf der das System aufbaut.

Nun, es scheint also Menschen zu geben, die aus einer wie auch immer gearteten Position heraus, sich dazu auserwählt sehen, alle anderen Menschen zu beherrschen. Und nichts Anderes beschreibt die Systeme besser als das Wort „Herrschaft“.

Alle Mittel die dazu nötig sind, werden so geschickt angelegt und in Szene gesetzt, dass die dabei unterdrückten und beherrschten Menschen, scheinbar ganz von allein in die Richtung wirken, die von den „Herrschern“ vorgegeben wird. Ja, es wird sogar, wie Sie deutlich gemacht haben, nicht einmal von den Unterdrückten bemerkt. (Ich will es eigentlich nicht schon wieder sagen… Aber ist das nicht teuflisch genial?)

Es muss für diese „Herrschenden“ ja geradezu amüsant sein, zu verfolgen, wie sich ein paar wenige Menschen darüber das Hirn zermatern, wie man aus dieser Situation heraus kommt.

Nahezu leichtfüßig, werden die westlichen, scheindemokratischen Systeme in die Welt hinausgetragen. Mit rechtstaatlicher und gerechter Wahrheit als Hintergrund der Demokratie, werden Kriege geführt und neue Staaten gebildet. Je nach Bedarf werden Tyrannen wie Ghaddafi und Konsorten benutzt, um weitere strategisch wichtige Punkte im Wettkampf um die letzten Rohstoffe dieser Erde zu erlangen.

Das Ziel dieser Reise ist eigentlich schon immer klar gewesen. Es wurde auch schon mehrfach kommuniziert und beschrieben. Die Geschichte hat schon viele dieser Herrscher hervorgebracht, die mit heutzutage plump anmutender Brutalität und Kriegsmacht versucht haben die Welt zu beherrschen. Doch so offensichtlich und dumm und damit einfach zu erkennen, ist es schon längst nicht mehr. Man hat aus der Geschichte gelernt. Man wirkt im Verborgenen. Vorne stehen nur die, die allzu entbehrlich sind und auf ihre Eintrittskarte in die nächst höhere Ebene warten.

Der Plan von der Weltregierung liegt bereits vor. Das Tempo wird verschärft. Wie lange wir es noch sehen und erkennen und so nennen dürfen ist unbestimmt. Die ersten, von aller Rechtstaatlichkeit und Kontrolle enthobenen Institutionen werden bereits eingerichtet.

Die Farce, die sog. Ratingagenturen betreiben und die Tatsache, dass aufgrund dieser erbärmlichen Lakaien, staatspolitische Entscheidungen getroffen werden zeigen deutlich, dass die Menschen längst zu diesem Schritt bereit sind

Ich sehe das Bild fast wie eine Vision vor mir:

eine Staatsfrei Organisation, die bar jeder Kontrolle über die Geschicke dieser Welt entscheidet. Gefeiert von dem jubelndem Volk, weil sie endlich den Frieden und die Einheit auf Erden gebracht hat. Umjubelt von allen Politikern und Staaten, weil nun endlich alle Rohstoffe und Ressourcen zum Wohle des Wachstums und der Märkte genutzt werden können. Gottgleich werden die Herrscher verehrt für die Zuteilungen von Lebensmitteln und Lebensberechtigungsscheinen. Mit ideologischem, fast religiösem Gleichmut treten sie vor die Menschheit und verkünden das Wort der heil bringenden Geburtenkontrolle. Wer sich opfert, um allen Anderen das Überleben zu sichern kehrt ein, in die Ruhmeshalle des Volkes.

Wir sind das Volk! Wir entscheiden selbst von wem wir verarscht werden wollen!

Wir dürfen Leben, wir dürfen Arbeiten. Wir dürfen reden und unsere Meinung äußern.

Doch entscheiden, wie wir Leben und wie wir Arbeiten, dürfen wir schon heute nicht mehr.

Und unsere Meinung ist schon längst nicht mehr frei. Sie ist die vorbestimmte Antwort und Reaktion auf dem Weg in die selbst gewählte Unterdrückung.

Ja, das klingt düster. Ich spinne das Ganze vielleicht auch ein wenig zu weit. Vielleicht aber auch nur ein wenig zu weit im Voraus…

 

Doch, fragen wir nicht ständig warum die Dinge so sind wie sie sind?

Warum wir ständig mehr arbeiten und immer weniger dabei herumkommt?

Warum „Die“ immer reicher werden und alle Anderen immer ärmer?

 

Die Antwort ist ebenso einfach wie unbegreiflich:

Weil wir es so wollen!

 

Weil wir in unserem täglichen Wirken und mit unseren Entscheidungen von Minute zu Minute, von Stunde zu Stunde dazu Beitragen und Mithelfen, dieses Ziel zu Erreichen!

Das soll hier beileibe nicht als Vorwurf oder Kritik verstanden werden. Wir müssen uns nur klar machen was unsere Entscheidungen bewirken. Nicht für uns und nicht für den Nächsten, sondern für die, die nach uns kommen – für unsere Kinder.

Die Welt hält immer noch genug für alle Menschen bereit. Die Technologien und Ideen der Menschen reichen immer noch aus um unseren Planeten zu Erhalten und zu Regenerieren. Die Sonne wird noch ein paar Milliarden Jahre überdauern und gibt uns täglich Kraft und Energie für Jahrzehnte. Als „Mensch“ mit dem heutigen Wissen, erscheint es mir fast peinlich, dass es immer noch keine vollständige Nutzung dieser Energie gibt. Das immer noch Löcher und Stollen in die Erde gegraben und ganze Landstriche verwüstet werden um das bisschen gebundener Sonnenenergie in Form von Öl oder Kohle usw. nutzen zu können.

Ja, Sie haben Recht! Da sind wir wieder beim Eigentum. Der Erste der ein Stück Land eingezäunt hat und behauptete es gehöre ihm allein…und der Erste der es ihm leichtfertig glaubte… Ja! Das war der Anfang allen Übels.

Wie lästig und zäh es doch ist, darüber nachzudenken.

Wie schrecklich quält uns das „Tagesgeschäft“ und die Unzulänglichkeiten unserer beschränkten Wahrnehmung!!!

Man stelle sich nur einmal vor, dass Bewusstsein würde sich öffnen und alle Menschen würden gleichzeitig erkennen, wie beschränkt und einfältig unser Handeln ist.

 

Vision oder nur Déjà-vu?

 

„Aufruf an die Erdbewohner“

 

So müsste es am Samstag in allen Zeitungen stehen. In den Nachrichten müssten sie von dem Schleier berichten, der plötzlich von unserem Bewusstsein abgefallen ist und alle Menschen gleichermaßen berührt hat. Die Soldaten lassen Kopfschüttelnd ihre Gewehre sinken und fragen sich fassungslos, was sie hier eigentlich tun(fasst muss ich weinen – so stark ist diese Vision). Die Arbeiter an den Laufbändern und Fertigungsstraßen stellen ihre Maschinen ab und treten auf die Straßen. Sie blicken sich gegenseitig in ihre leeren Gesichter und fragen sich, wofür sie eigentlich gerade das x millionste Handy zusammengesteckt haben.

Am Abend finden überall Feste der Einsicht und Offenheit statt. Die Menschen aus den Städten beschließen am nächsten Tag eine Sammlung zu veranstalten. Alle Lebensmittel, die natürlich weiterhin produziert werden und überflüssige Kleidung, werden zusammengetragen und mit großen Umzügen in die armen Vororte und Slams gebracht(oder nur zum Nachbarn). Es ist Sommer, und die Lehrer an den Schulen beschließen spontan mit den Kindern nach draußen zu gehen. Sie besuchen die Alten in den Heimen oder gehen aufs Land oder in den Park. Plötzlich haben alle so ein komischen kribbeln im Bauch und nehmen Geräusche und Gerüche war, die selbst die Lehrer schon fast vergessen hatten…

Die Regierungen verständigen sich, und aus den Militäreinheiten werden schnelle Eingreiftrupps gebildet, die je nach ihren Möglichkeiten mit Flugzeugen und Schiffen, Material, wie Wasseraufbereitungsanlagen und Lebensmittel in die Krisenregionen bringen. Gleichzeitig wird mit der Umorganisation der Versorgung begonnen. Niemand verbraucht mehr unnötig Energie. Ein Familienvater schaut verständnislos aus dem Fenster „Warum haben wir eigentlich 3 Autos?“ Dadurch, dass die Menschen nun Kommunizieren und Diskutieren und ihre Ideen zusammentragen, bleibt keine Zeit mehr für dumpfe Unterhaltung und Ablenkung. In kürzester Zeit wird die Energieversorgung dezentralisiert und auf kleine Einheiten in Selbstversorgung aufgebaut. Die Kraftwerke werden nach und nach heruntergefahren und abgeschaltet. Handwerker bleiben in ihren Orten und nehmen sich der Schäden und notwendigen Reparaturen an Schulen und sonstigen öffentlichen Einrichtungen an. Durch die neuen offenen Begegnungen und Kontakte zu allen Menschen entstehen überall stillschweigende Übereinkünfte, die die Versorgung der Menschen sicherstellt. Wer zum Bäcker geht bekommt sein Brot. Wer zum Metzger geht bekommt sein Schnitzel. Die Frage nach der Bezahlung stellt sich nicht mehr, weil jeder weis, dass er in seiner Gesellschaft auf offene Ohren für seine Bedürfnisse trifft. (Was war noch mal Geld? Ach ja, da hatten wir doch damals diese Genossenschaft gegründet, die das ganze Zeug geschreddert und als Füllmittel für diesen neuen Straßenbelag verwendet hat…) Allmählich werden die Supermärkte geschlossen, weil mittlerweile immer mehr regionale Erzeuger direkt an kleine Märkte oder Läden in den Orten liefern und niemand mehr überflüssige Lebensmittel braucht.

Die ersten Jahre nach der Öffnung waren sehr chaotisch und aufregend. Doch die offene Haltung der Menschen hat sich nicht geändert. Jeder versucht nach seinen Möglichkeiten einen Beitrag zu seiner Gesellschaft zu leisten. Inzwischen sind verschiedene, internationale Gruppen gebildet worden, in denen Ideen ausgetauscht und Projekte realisiert wurden.

Man hat mit Hilfe der Quantenphysik herausgefunden, dass radioaktive Isotope neutralisiert werden können. Die ersten radioaktiv verseuchten Gebiete wurden bereits mit mobilen Strahlungsgeneratoren gereinigt und werden renaturiert. Der Planet beginnt sich zu Regenerieren. Da die Geburtenraten aufgrund der positiven Entwicklung in den letzen Jahrzehnten weiter ansteigen, wird die Aufbereitung der Marsatmosphäre weiter forciert. Inzwischen sind die ersten Anbauversuche mit der neuen Getreidesorte erfolgreich abgeschlossen. Dank der Mikrowellenkraftwerke haben sich an den Polen bereits die Ersten Seen gebildet, die nun in den großen Wasserkraftwerken aufbereitet werden. Im Frühjahr hat es zum ersten Mal Süßewasser geregnet…der Blick auf den ehemals roten Planeten, aus dem Cockpit des Raumtransporters ist wunderschön…---)) Was…?

„Papa! Aufstehen! Frühstück ist fertig!“

 

 

Ein Traum? Eine Spinnerei?

Wenn ich mir die Letzten hundert Jahre so ansehe?

Wohl kaum. Das Wissen und die Möglichkeiten gibt es allemal.
Realistisch? Die Eingebung, durch eine göttliche Fügung?

 

Wohl kaum.

Doch eins ist sicher: es wird alles genau so kommen wie wir es wollen!

 

 

Bis die Tage

 

Stefan Neumann

 

(Ich hoffe das war nicht zu kryptisch. Vielleicht hatte ich aber auch nur zu lange Urlaub und zu viel Zeit zum Nachdenken…!?)





Reaktionen auf diesen Paukenschlag:

 

Sehr geehrter Herr Kreutzer,

wie immer ein sehr anregender Paukenschlag. Hier meine Gedanken, die mir beim Lesen dazu durch den Kopf gingen:

Sie schreiben u.a. ‚Gier macht reich!’ Nun gut, aber was macht ein gieriger Reicher, der bereits so viel hat, dass er damit die ganze Welt kaufen könnte? Er kauft sie natürlich nicht - was sollte er auch damit. Er wir vielmehr anfangen, mit dieser Welt zu spielen, wie ein gelangweilter Halbwüchsiger. Das bringt Abwechslung. Und am Ende noch mehr Reichtum, d.h. noch tiefer eingreifende Kontrolle über ‚seine Welt’.

‚Geld ist der Arbeit Lohn’, das wurde uns früher weiss gemacht. Heute wissen wir: Nicht Geld, sondern Schulden sind der Arbeit Lohn. Da aber Geld, das sog. Blut – oder auch die Schmiere – der Wirtschaft ist, ist es wesentlich, die Kontrolle über dieses ‚Blut’ zu haben wenn man in einer wirtschaftlichen Gemeinschaft die Wirtschaft zum Wohl aller steuern muss. Wenn aber diese Geld-Kontrolle in private Hände gelangt, wird der Besitzer dieser Hände die Kontrolle über dieses Geld auch nur zu seinem eigenen Profit ausnutzen. Dies alles in Bestätigung jener seinerzeit angebl. von Meyer Amschel Bauer gemachten Bemerkung über die Kontrolle des Geldes. Und wenn man dann als Reicher alle beabsichtigten Ziele erreicht zu haben scheint, wenn aus der Wirtschaft der Welt (d.h. aus der Leute Arbeit) kein weiterer Profit mehr gequetscht werden kann, dann ist man in der Lage, die Letzte beabsichtigte Operation zu beginnen: Die Schaffung grenzenlosen (buchstäblich!) Chaos’, um dann mit ein wenig Zuckerbrot alle unterdrückten, ausgebeuteten Völker dieser Welt zu ‚befreien’, sie unter eine globale Regierung zu stellen, die sie – so wird versprochen (übrigens: ist ‚versprochen’ nicht eine Vergangenheitsform von ‚Versprecher’? - d.h. einer falschen Aussage?) von Leiden jetzt und künftig erlösen’ würde.

Wenn unsere Angela (= Der Engel) Merkel den Vorschlag einer Europäischen Wirtschaftsregierung anstelle der Schaffung von Euro-Bonds gemacht hat, erinnert das stark an die Anfänge der €U. Adenauer und Schumann hatten die Montan-Union geschaffen (beide waren ja Mitglied des Pan-Europa-Clubs von Coudenhove-Kalergie), aus der später die ‚EWG’ entstand. Die Eizelle der €U, die einen Anspruch auf die politische Macht in Europa erhebt. Dieser Machtanspruch, der mit dem Europa-Rat (russisch: Rat = Sowjet) den meisten Europäischen Nationen gegen deren Willen übergestülpt wurde.

Alles im Dienst eines ‚Produkts’: Geld.

Und diese erzwungene Doppelfunktion des Geldes – Tauschmittel und/oder Produkt – ist doch das eigentliche Problem, über welches Otto NV so weit wie möglich getäuscht werden muss, sonst wäre am nächsten Tag Revolution. Welches Produkt - außer Geld - kann man eigentlich noch aus Nichts erschaffen? Vielleicht den Knüppel, mit dem man die ganze Bande der ‚Geldwechsler’ aus unserem Tempel vertreiben sollte.

Viele Grüße

W. Heber


Lieber Herr Kreutzer,

Was wollen wir eigentlich?
Solange sich das Volk keine Gedanken macht und dabei stolz ist, zu hören, dass sie immer noch Exportweltmeister sind, ist doch zumindest für die ortslosen Volksbewirtschafter die Welt in Ordnung. Das scheint ja das Ziel dieses Volkes zu sein.

Solange das Volk ein Kollaborateur im Dienste seiner parasitären Besatzer bleibt, an deren verlogenen Parolen glaubt und diese selbst bis zum Hindukusch verteidigt, müsste doch auch für das Volk die Welt in Ordnung sein?

Warum sich also um die verwirrten Gedanken von irgendwelchen Spinnern kümmern?

Der Arbeiter in der Exportwirtschaft, der Lehrer in einer Kleinstadt, der verschuldete Freiberufler in seinem schicken Haus, die verheiratete Staatsanwältin mit ihrem Doppelnamen, der Bäckermeister mit seiner Zweigstelle im Baumarkt und viele viele andere, alle unterstützen sie "das System", nicht weil sie es unbedingt wollen, nur weil sie sich überhaupt nichts anderes vorstellen können.

Und genau das ist das Problem eines volksbewirtschafteten Volkes:

Man kann sich gar nicht vorstellen, wie das ist, wenn man nicht volksbewirtschaftet wird.

Folglich kann man auch nicht erkennen, dass man tatsächlich einen Feind hat und diesen auch noch fürstlich ernährt.

Und wenn dann alles am Boden liegt, weil die Kräfte einmal versagen werden und jeder gegen jeden kämpft, dann wird der wahre Feind umso weniger erkannt und dafür ein falscher gefunden werden.

Da müssen wir durch. Ein Tunnel am Ende des Lichts!

Grüße, G. Schmid

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