Paukenschlag am Donnerstag
No. 30 /2011
vom 04.08.2011

Kommentare zum Zeitgeschehen
dieser von Sigrid Herwig mit einer Einleitung von Egon W. Kreutzer

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Die Gesundheit der Kinder und der Stoffwechsel II

 
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Paukenschläge 2010 (ältere)
1 Angela Merkel
2 Innere Angelegenheiten
3 Werbung ist Krieg
4 Werbung ist Krieg - und wer geht hin?
5 Zwischen Schmerzgrenze und Hemmschwelle
6 Die Sache mit dem Zins
7 Schluss mit Lustig
8 Zins und Wachstumszwang
gehören zusammen
 9 Bananenrepublik
10 Dr. Petschow
Geld und Demokratie
11 Die freie demokratische Kopfpauschale
12 Progressive Benzinsteuer
13 nicht belegt
14 Volkswirtschaftlicher Gesamtschaden
15 Griechenland als Chance verstehen
16 Kurzarbeit - der Kombilohn durch die Hintertür
17 Die Mär vom gefährdeten Euro
18 Muttertagswahl
19 Europhrenie
20 Extremsparer - wie vom wilden Affen gebissen
21 Über den Verhältnissen
22 Die Würde des Amtes
23 Worum geht es?
24 Wahre Wirtschaftskriminalität
25 Au weia - Wohin mit dem Gold
26 Problematisches Goldverständnis
27 Woran man eine gute Regierung erkennt
28 Von Frau zu Frau Eva Scherrer
29 Ungarn - Irland - Deutschland ...
30 Alles Verbrecher
31 Das Staatsziel in drei Sätzen
32 Aktion Staatsziel
33 Die Geld-Hirn-Schranke
34 nicht belegt
35 Entschuldung per Vermögensabgabe
36 Besinnungslos fürs Grundeinkommen
37 Be- und Verdrossenheit
38 Schlagzeilen eines Tages
39 Die 10 Gebote, Nachtrag 2, Lohnabstandsgebot
40 Währungskrieg
41 Welt-Währungskrieg II
42 Auf dem Wachstumspfad
43 China - Macht und Ohnmacht
44 S21 und die aristotelische Lehre von der Handlung
45 Die Zeit der Narren
46 nicht belegt
47 Too big to fail
48 nicht belegt
49 Warum es fast allen immer schlechter geht
50 Jahresumbruch
1/2011 Rettung einer Illusion
2/2011 internes
3/2011 Diensleistungsgesellsch. 1
4/2011 Diensleistungsgesellsch. 2
5/2011 Diensleistungsgesellsch. 3
6/2011 Diensleistungsgesellsch. 4
7/2011 Warum es ist, wie es ist
8/2011 Der Untergang des Abendlandes
9 Theutschtest für Theutsche
10 Kam ein Wasserwerfer des Wegs
11 In jeder Hinsicht idiotengerecht
12 Aus den Tiefen des Bockshorns
13 Geld, das elende Missverständnis
14 Grundeinkommen à la Götz Werner
15 Dezentrale Energie / Speichertechnologie
16 Kernkraftwerksaktionäre
17 Dezentrale Energie /Speichertechnologie
18 Dezentrale Energieversorgung
19 Volks-
bewirtschaftungslehre
20 (nicht besetzt)
21 Die anonymen Wirtschaftskompetenzler
22 wieder nicht besetzt
23 Verschobene Spiele- verschobene Wahrnehmung 
24 Neues von Dr. Petschow
25 Fronleichnamsthema Steuersenkung
26 Empört euch!
27 Blick in leere Schädel - hilflos am Geld verzweifeln 
28 Die Billionenflut
29 Methylphenidat - die Wunderdroge
30 Die Gesundheit der Kinder
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Die Gesundheit der Kinder
und der Stoffwechsel II
 
 
 
Auch der heutige Paukenschlag ist die Wiedergabe eines Textes von Sigrid Herwig, die sich von der Diskussion um die Kindergesundheit, um Methylphenidat und um die allgemeine Verfassung unserer Gesellschaft bewegt sah, sich selbst ausführlicher zu äußern. Ich bin Frau Herwig doppelt dankbar: Erstens für den wichtigen Inhalt, den sie hier abliefert und zur Diskussion stellt, und zweitens dafür, dass sie mir in einer Phase erheblicher physischer und psychischer Belastung - ohne es zu wissen - durch ihre Beiträge die Möglichkeit verschafft, mich ein wenig zurückzuziehen und zu entspannen.
 
Für alle, die den PaD 30 /2011 noch nicht gelesen haben, hier noch einmal ein paar Worte zur Person:
 
Frau Herwig hat eine mehrjährige Fachausbildung zur
 
Fachwirtin für Soziale Dienste
 
absolviert und dabei die Kompetenz zu erworben, Menschen die in Situationen gesundheitlicher und/oder sozialer Benachteiligung stehen, bestmöglich helfen zu können.
 
Hochinteressant die Schwerpunkte dieser Ausbildung:
        • Lebensmittelkunde,
        • Ernährungslehre inklusive gebräuchlicher Diäten;
        • Gesundheitslehre, mitsamt Stoffwechsel, Vitalfunktionen und Krankheitssymptomen,
        • Medikamentenlehre, speziell dabei das Kennenlernen der Inhaltsstoffe und das Erkennen unerwünschter Reaktionen,
        • Pflegewesen und Pflegesysteme,
        • Psychologie,
        • Haushaltsführung,
        • und einiges mehr.

 

Und als ob ihr die theoretisch gewonnen Kenntnisse nicht reichten, arbeitete sie sich in diesem Beruf so weit auf, dass sie 2005 mit allen Anzeichen des Burn-Out-Syndroms selbst auf Hilfe angewiesen war. Die ihr gebotenen Therapien schlugen jedoch nicht an, schweres Rheuma kam hinzu - und am Ende stand die Diagnose: Depression.
 
Bei ihrem Versuch, herauszufinden, wo die Ursachen für den Mangel an Lebensfreude und Lebensenergie liegen könnten und wie es zu den mit der ersten Therapie einhergehenden Schmerzattacken kommen konnte, stieß sie auf die vielfältigen Wirkungen eines gestörten Stoffwechsels.
 
Ein gestörter Stoffwechsel gehört einerseits - von extremen Ausnahmen abgesehen - nicht zu den "anerkannten" Krankheiten. Und andererseits wird bei depressiven Patienten im normalen Medizinbetrieb kaum jemals nach einer Stoffwechselstörung gefahndet.
Frau Herwig traf auf einen Arzt, der ihr Problem erkannte und ihr helfen konnte.
 
Seitdem ist das "das Thema" von Frau Herwig geworden.
 
 

Eines noch Vorab, in letzter Zeit habe ich auf entsprechende Anregungen hin den für manche Augen anstrengenden Kontrast zwischen weißem Hintergrund und schwarzer Schrift gemildert, und statt schwarzer Schrift eine dunkelgraue Schriftfarbe gewählt.
 
Dies brachte mir eine ganze Reihe von Beschwerden und Hinweisen auf entsprechende Normen und Online-Tools ein, mit denen die normgerechte Kombination von Hintergrund und Schrift geprüft werden kann.
 
Ich will darüber nun keine Abstimmung veranstalten, beide Interessengruppen sollen wissen, dass ihre Anregungen gehört wurden, was ich draus mache, werden Sie sehen, gleich jetzt:
 

Die Gesundheit der Kinder
und der Stoffwechsel Teil II

von Sigrid Herwig
 
 
Sehr geehrter Herr Kreutzer,
 
Ich möchte anschließen an meine bereits gegebenen Hinweise auf den Stoffwechsel.

Im PaD 30/ 2011 
 
Sie verwiesen diesbezüglich auch auf Prof. Hüther.
 
  • Ja, es wäre richtig, Verantwortung für Sachen zu übernehmen. Dies ist jedoch in unserer Wegwerfgesellschaft wenig gefragt.
  • Ja, es ist richtig, Verantwortung für Andere zu übernehmen. Insbesondere könnte von Heranwachsenden mögliche zu übernehmende Verantwortung und Rücksicht auf Kranke und Ältere zu fordern sein. Doch diese leben oft außerhalb der Familie.
  • Hinzu käme das Gemeinsame, das verbinden soll, in Verantwortungsbewusstsein münden durch Beobachten, Lernen und Handeln.
Dies soll aus Sicht eines Neurologen helfen, den Stoffwechsel zu korrigieren? Ich vermag nicht daran zu glauben.
 
Immer wieder entbrennt die Frage, ob ADS

genetisch bedingt oder
Umweltbedingungen geschuldet ist.
 
Neurologen wie Prof. Hüther beziehen sich gern auf den Dopamin-Stoffwechsel. Soweit ich gelernt habe, handelt es sich bei Dopamin um einen Botenstoff, einen sogenannten Neurotransmitter. Sein Vorhandensein und Pegel kann somit allein von einem funktionierendem Grundstoffwechsel erzeugt und reguliert werden. Das setzt ganz schlicht das Vorhandensein von Nahrung, Eiweiß, Kohlehydraten und Fett und die der Nahrung innewohnenden Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente voraus, sowie - ganz wichtig - die Fähigkeit des Stoffwechselorgans, der Mitochondrien, sie zu verstoffwechseln.
 
Es gibt sie, historische Figuren und Personen wie die Geier Walli, Kaspar Hauser oder König Ludwig von Bayern, den Märchenkönig. Alles gut beschriebene Außenseiter. Worin liegt dieses Phänomen?
 
Dopamin wird nicht von außen zugeführt, sondern erst im Körper, und zwar nachfolgend an den Grundstoffwechsel, erzeugt, ist also abhängig vom Energiestatus des Menschen. Sichtbar zum Beispiel an der Parkinsonschen Krankheit, die den Patienten sparsamste Bewegungsabläufe aufzwingt. Ist der an Parkinson Erkrankte überfordert, beginnt er zu zittern. Wird auf biochemische Weise (Ausgleich von Mangelernährung + Zusatz mangelnder Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente) der mitochondriale Umsatz verbessert, reduzieren sich die Beschwerden.
 
Alleinige Regulation des Dopaminhaushalts zielt auf die Funktion der neuronalen Spannung, den Impulsgeber z. B. für Bewegungsabläufe, und spielt somit mehr oder weniger auf hirnspezifische Regulation ab.
 
Eine biochemische Therapie zielt hingegen auf die Funktion der Mitochondrien und hat dabei auch das allgemeine körperliche Wohlbefinden im Fokus.
 
 
Und was macht unser kleiner Zappelphilipp?
 
 
Fordert er nicht durch vermehrtes Bewegen seinen Stoffwechsel, um so mehr Energie verfügbar zu haben? Das geht so lange gut, bis er völlig erschöpft ist. AD(H)S ist somit immer ein Bewegen in Extrembereichen:
 
  • Zappeln, damit die maximale Energie bei Leistungsanforderung zu Verfügung steht
  • mit nachfolgenden apathischen, abwesenden Phasen, die der Erschöpfung aufgrund von Ausbeutung von Ressourcen geschuldet sind.
Es sollte also der allgemeine Energiezustand des Menschen betrachtet werden.
 
In erster Instanz, vor allem im Gehirn, muss der Glucosevorrat
zur Aufrechterhaltung aller Vitalfunktionen gesichert sein.
 
Das hat für unsere inneren Regelkreise oberste Priorität. Dieser Reserveaufbau findet statt, ohne Rücksicht darauf, ob der Mensch dann zu frieren beginnt oder zum unpassenden Zeitpunkt müde wird. Verbunden mit dem Aufbau dieser Reserven wird Hunger signalisiert, eine der Ursache für viele (nächtliche Kühlschrankbesuche).
 
An den Glukosestoffwechsel sind alle Lebensvorgänge geknüpft.
 
Wird nun bei Ritalin, einem Amphetamin, nicht auch von einer Störung des Glukosehaushalts berichtet? Und dies bei Patienten, die möglicherweise bereits unter einem gestörten Glukosehaushalt zu leiden haben? Diesen Ansatz muss man meines Erachtens unbedingt weiter erforschen, denn gerade dann wären die Neben-Wirkungen von Methylphenidat geradezu fatal.
 
Wie verträgt sich dies alles nun mit einer Ernährung mit nur geringer glykämischer Last, wie bereits erwähnt, auch als ketogene Ernährung oder Atkins-Diät bekannt? Liegt darin nicht ein Widerspruch?
(Für Mitrochondriopathiker greift die ketogene Ernährung oder Atkins-Diät im Übrigen zu kurz, da sie zu wenig fettreich ist).
 
Wenn Mitochondrien mehr und mehr ihren Dienst versagen, verschlechtert sich damit auch die Verbrennung von Glukose. Schlacken reichern sich im Körper an und versäuern ihn. Liegen gebliebenes Glukoseangebot kann in Folge zu Ethanol vergären, was übrigens über ausgeatmete Atemluft zu messen ist. Dies beschleunigt den Prozess, immer weitere Mitochondrien zu schädigen. Zum Glück sind in jeder unserer Milliarden von Zellen tausende dieser mitochondrialen Kraftwerke vorhanden. Doch überspannen dürfen wir den Bogen nicht. Je mehr hochprozentige Kohlehydrate zugeführt werden, umso schneller vollzieht sich der Prozess des Niedergangs der Mitochondrien.
 
Unsere Natur ist jedoch ein Wunderwerk. Sie bietet uns eine weitere Chance. Selbst aus Fett, dem wichtigsten Energiespeicher unseres Körpers und vor allem des Gehirn, wird Glukose hergestellt. Allerdings geschieht dies mit Bedacht, sehr langsam, dafür aber regelmäßig. Dies dient zu unserem Besten, zum Erhalt der Funktionsfähigkeit des Gehirns, unserer Steuerungszentrale.
 
Dabei muss bedacht werden, dass bei überwiegend anaeroben Stoffwechselvorgang (Energieerzeugung durch Umwandlung von Fett in Glukose) der Körper bereits längst auf Sparmodus umgeschaltet wurde. Glukosemangel kann übrigens auch Muskel-, Gelenk- und damit Bewegungsschmerzen zur Folge haben. Häufig genannt bei AD(H)S sind ja auch Knieschmerzen der Kinder.
 
Was Wunder, wenn sich derartige Erkrankung darin auswirkt, sich an den bekannten Energiespender zurück zu besinnen, an die Mutterbrust, an die Fürsorge der Eltern, an Energie liefernde Zweierbeziehungen?
 
Die natürlichen Funktionen des Selbsterhaltungstriebes stoßen in unserer Hochleistungsgesellschaft jedoch immer häufiger an Grenzen, weil alles möglichst schnell vonstatten gehen soll und möglichst jegliche Erkrankung unter zu Hilfenahme von Sport und Aktivität (neben zweifelhafter chemischer Therapie) gebessert werden soll.
 
Heilung und Genesung durch Rückzug, durch Zurücknahme der Leistungsanforderungen, die notwendige Entspannung durch Ruhe, die wird jedem Haus- Spiel- und Sporttier bei Schwäche gewährt.
 
Menschen gestehen sich dies weder selbst noch untereinander in Arbeitssituationen kaum noch zu. Die dauernden nicht erfüllbaren Anforderungen münden zwangsläufig in Resignation und können sich bei Verzweiflung wohl auch aggressiv entladen. Dies um so stärker, wenn zusätzlich noch den Antrieb steigernde Substanzen zugeführt werden.
 
Das Pendeln von einem in den anderen Energiezustand, volle Batterie, leere Batterie (bei Lebensmitteln mit hoher glykämischer Last spricht man auch von schnell fließenden Kohlehydraten) geht ja trotzdem weiter bzw. wird sogar verstärkt, wobei sich möglicherweise gleichzeitig sich die Phasen verkürzen, bis hin zum vollständigen Burn-out.
 
Wer nun diesen Betroffenen mit Antriebsmitteln wie Ritalin auf die Sprünge helfen will, statt mit ruhigem, ausgeglichenem Lebenswandel, und dabei versäumt, ihren Vitamin- und Mineralstoffstatus zu prüfen und zu fettreicher Ernährung anzuregen (bei gleichzeitigem Verzicht der Lebensmittel mit hohem glykämischen Index), der erschwert und verkürzt wahrscheinlich deren Leben.
 
Ich stemme mich mit Vehemenz gegen die vorherrschende Meinung, AD(H)S gehöre in die alleinige Obhut von Neurologen und Psychologen. An erster Stelle bedarf es einer umfassenden Diagnose durch internistische Molekularbiologen. Ihnen gebührt der Vorrang.
 
Wie könnte Prof. Hüther besser für seine Probanden sorgen, als damit, sich der Forderung anzuschließen, internistischen Molekularbiologen endlich den Platz zuzuweisen, der ihnen gebührt: Die vertragsärztliche Zulassung in allen Kassen und Förderung ihrer Lehre.
 
 
Was gab es auf der Alm?
 
Hier verweist Frau Herwig auf das hier verlinkte Projekt der Sinn-Stifung 
 
Reizfreiere Umgebung, ein höheres Angebot an Sauerstoff und, wie in der ZDF-Serie
"37 Grad" zu hören und zu sehen war, wurde Wert gelegt auf gesunde Ernährung.
 
Gleichzeitig wurde jedoch viel verlangt von den Probanden, nämlich Selbstständigkeit. Im Anschluss an das Projekt, zurück in vertrauter Umgebung, erlebten offenbar einige der Jungen einen länger währenden Einbruch. War es aufgezehrte Energie, hervorgerufen durch eine zwar spannende, aber auch anstrengende Umstellung vom Alltag?
 
 
 
Alle zugeführte Nahrung wird im Verdauungsprozess reduziert auf Glukose, Eiweiße und Fett(säuren), unseren drei zur Verfügung stehenden Nährstoffen. Weiterhin werden die in den Nährstoffen enthaltenen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente in Enzymgruppen zusammengepackt. Der Rest (Ballaststoffe), wird ausgeschieden.
 
Das biochemische Zusammenspiel von Nährmitteln und Enzymen erzeugt letztendlich die Lebensenergie mit all ihren daraus folgenden Prozessen, auch der Neuronalen, wie die Herstellung von Botenstoffen wie Dopamin.
 
Demzufolge kann Dopamin im Stoffwechsel nur die zweite Instanz sein und Mitochondriopathie somit immer nur Energiemangel darstellen, der zwar gelindert, jedoch nie vollständig behoben werden kann.
 
 
Menschen mit Energiemangel benötigen somit eine sehr individuelle Lebensweise. Daher stelle ich erneut die Frage, ob AD(H)S nun eine Behinderung oder eine Krankheit darstellt.
 
Ich möchte insbesondere den Müttern von ADS-Kindern mit auf den Weg geben, dass sie mitochondriale Erbträger sind und möglicherweise selbst nicht über maximale Energieausbeute verfügen. Allein diese Tatsache kann bereits zu Überforderung im Elternhaus führen. An den Müttern (und klar, auch an den informierten Vätern) liegt es also, nicht aufzugeben und immer weiter um Hilfe zu ersuchen.
 
Ich bin im Übrigen fest davon überzeugt, dass unsere geniale Natur auch Reparaturmechanismen hat für geschwächte mDNA. Wir sollten uns daher wieder mehr im Einklang mit der Natur bewegen und fest auf sie vertrauen.
 
Insofern war der Ansatz von Prof. Hüther wertvoll und wichtig.
Dazu belegte er, es klappt auch ohne Ritalin.
 
 
Wir sollten uns aber auch darüber informieren, wie unsere Urvorderen, die uns in unser heutiges Industriezeitalter zu führen vermochten, sich ernährten. Auf jeden Fall gab es ein derartig einseitiges Überangebot an Lebensmitteln mit hoher glykämischer Last, wie innerhalb des letzten Jahrhunderts, noch nie. Das Nachkonstruieren früherer Ernährungsweisen sollten wir von der Wissenschaft fordern.
 
Ich bitte die Leser um Entschuldigung, wenn es scheint, ich sei zu sehr auf den Stoffwechsel fixiert. Doch das ist ein sehr komplexes Thema, das derzeit in seiner Gesamtheit kaum Beachtung findet.
 
Es ist heute in einem Wissenschaftsbetrieb, der sich durch den reichen Erkenntnisgewinn immer weiter spezialisierte und damit oft in Randbereichen arbeitet und verharrt, sehr schwer geworden, sich am Ende wieder mit der Gesamtheit vernetzen zu können.
 
 
Doch genau darauf sollten wir hinwirken.
 
 
Mit freundlichen Grüßen
S. Herwig
 
 
 
 
 
 
 

 
 

 


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