Paukenschlag am Donnerstag
No. 13/2011
vom 31.3.2011

Kommentare zum Zeitgeschehen
von Egon W. Kreutzer

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GELD, das elende Missverständnis

 
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1 Angela Merkel
2 Innere Angelegenheiten
3 Werbung ist Krieg
4 Werbung ist Krieg - und wer geht hin?
5 Zwischen Schmerzgrenze und Hemmschwelle
6 Die Sache mit dem Zins
7 Schluss mit Lustig
8 Zins und Wachstumszwang
gehören zusammen
 9 Bananenrepublik
10 Dr. Petschow
Geld und Demokratie
11 Die freie demokratische Kopfpauschale
12 Progressive Benzinsteuer
13 nicht belegt
14 Volkswirtschaftlicher Gesamtschaden
15 Griechenland als Chance verstehen
16 Kurzarbeit - der Kombilohn durch die Hintertür
17 Die Mär vom gefährdeten Euro
18 Muttertagswahl
19 Europhrenie
20 Extremsparer - wie vom wilden Affen gebissen
21 Über den Verhältnissen
22 Die Würde des Amtes
23 Worum geht es?
24 Wahre Wirtschaftskriminalität
25 Au weia - Wohin mit dem Gold
26 Problematisches Goldverständnis
27 Woran man eine gute Regierung erkennt
28 Von Frau zu Frau Eva Scherrer
29 Ungarn - Irland - Deutschland ...
30 Alles Verbrecher
31 Das Staatsziel in drei Sätzen
32 Aktion Staatsziel
33 Die Geld-Hirn-Schranke
34 nicht belegt
35 Entschuldung per Vermögensabgabe
36 Besinnungslos fürs Grundeinkommen
37 Be- und Verdrossenheit
38 Schlagzeilen eines Tages
39 Die 10 Gebote, Nachtrag 2, Lohnabstandsgebot
40 Währungskrieg
41 Welt-Währungskrieg II
42 Auf dem Wachstumspfad
43 China - Macht und Ohnmacht
44 S21 und die aristotelische Lehre von der Handlung
45 Die Zeit der Narren
46 nicht belegt
47 Too big to fail
48 nicht belegt
49 Warum es fast allen immer schlechter geht
50 Jahresumbruch
1/2011 Rettung einer Illusion
2/2011 internes
3/2011 Diensleistungsgesellsch. 1
4/2011 Diensleistungsgesellsch. 2
5/2011 Diensleistungsgesellsch. 3
6/2011 Diensleistungsgesellsch. 4
7/2011 Warum es ist, wie es ist
8/2011 Der Untergang des Abendlandes
9 Theutschtest für Theutsche
10 Kam ein Wasserwerfer des Wegs
11 In jeder Hinsicht idiotengerecht
12 Aus den Tiefen des Bockshorns
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

GELD, das elende
Missverständnis

 

Die Sorge, ohne Geld arm zu sein, hungern zu müssen, keinen Arzt bezahlen zu können, ist die Reaktion auf eine reale Gefahr.

Ohne Geld ist man arm, muss man hungern, kann man keinen Arzt bezahlen - und muss fürchten, dass die Gesellschaft, die sich immer noch Sozialstaat nennt, nicht einspringt.

Jedenfalls bei uns. In Deutschland, in Europa, auf diesem Planeten.

Anderswo könnte es besser sein.
Die Ideen dafür gibt es sogar bei uns.




Was immer nur vorübergehend einen Anspruch auf eine noch ausstehende Leistung dokumentieren sollte, unser Geld, ist inzwischen in den Köpfen der Menschen so wichtig geworden, dass wir lieber auf etwas verzichten, als uns vom Geld zu trennen.

Der Weltspartag, jener Dressurakt sondersgleichen, an dem man alljährlich die Kleinsten in die Kathedralen des Geldes treibt, damit sie dort ihre von Eltern und Großeltern, Tante und Onkel erhaltenen Anrechte auf Süßigkeiten und Spielzeug, die sie in der Sparbüchse angesammelt haben, auf dem Altar des Mammon opfern, wo ihnen im Tausch gegen die klingende Münze nur ein paar Ziffern in ein heiliges Büchlein geschrieben werden, ist eine der mächtigsten Stationen der Gehirnwäsche, der wir alle permanent unterzogen werden, damit wir ja nicht aufhören, dem Geld den höchsten materiellen und ideellen Wert zuzumessen, der auf dieser Welt existieren kann.

Bei Licht betrachtet ist Geld überhaupt nichts wert. Niemand kann gezwungen werden, eine Ware herzugeben, eine Leistung zu erbringen, nur weil ihm jemand Geld dafür anbietet.

Wie viele Häuser und Grundstücke, Äcker und Wälder existieren, deren Eigentümer auch bei weit überhöhten Angeboten nicht ans Verkaufen denken? Wie viele Kunstwerke gibt es, die mit Geld nicht zu kaufen sind, weil sie keiner anbietet? Die meisten einigermaßen langlebigen Güter stehen die meiste Zeit über nicht zum Verkauf.

Geld ist kein Anrecht auf beliebigen Erwerb.

Man darf nicht müde werden, sich bewusst zu machen, dass Geld keinen eigenen Wert hat. Münzen und Banknoten sind billigste Pfennigsartikel. Sie kosten in der Herstellung kaum mehr als der Plastikchip, der sich anstelle der 1-Euro-Münze in den Schlitz am Einkaufswagen im Supermarkt stecken lässt. Sie sind nichts anderes als Glasperlen, wie man sie früher den Eingeborenen als Geschenk überreichte, bevor man ihnen das Fell über die Ohren zog.

Noch billiger ist die Darstellung von Buchgeld. Das Eintippen oder Ausdrucken von Ziffern ist fast umsonst, fällt nur noch aufgrund der großen Masse der Konten und der Buchungen ins Gewicht - aber wir glauben, wir müssten überglücklich sein, wenn uns der Sechser im Lotto eine "Eins" und sechs "Nullen" auf dem Konto einträgt.

Morgen explodiert die Fliegerbombe aus dem letzten Weltkrieg neben dem Rechenzentrum Ihrer Bank. Alle Daten sind verloren. Wenn Sie Pech haben, sind Sie dann arm. Denn so wie in Atomkraftwerken gleich mehrere Sicherheitssysteme gleichzeitig versagen können, so können auch in den großen Rechenzentren der Banken Sicherheitskopien verloren gehen - oder, aus Faulheit des Operators, gar nicht erst gezogen werden.

Wenn Sie Pech haben, sind Sie arm dran.

Denn außer den paar Ziffern im Computer der Bank existiert nichts, was Ihren Reichtum, Ihre frisch gewonnene Million verkörpert.

Die Bank hat's gegeben, die Bank hat's genommen ...


Nichtsdestotrotz nölt Deutschlands Bankerprimus Josef Ackermann, die ausländische Fachkraft mit der unheilbaren Rekordrenditenneurose, schon wieder herum, man dürfe die Banken nicht zu stark regulieren.

Hier ein Zitat aus der Börsenzeitung vom 30. März 2011:

Auch Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann fordert Regulierung mit Augenmaß. Die Leistungsfähigkeit der Banken dürfe nicht übermäßig strapaziert werden. "Nationale Sondermaßnahmen, die die deutsche Kreditwirtschaft über die international vereinbarten regulatorischen Änderungen hinaus belasten, müssen vermieden werden", schreibt Ackermann in der Beilage. Er meint, die mangelnde Profitabilität des hiesigen Bankensektors schränke dessen Fähigkeit ein, Finanzierungsmittel für die Volkswirtschaft bereitzustellen. Dies sei ein Problem für die gesamte Wirtschaft und Bevölkerung - umso mehr, wenn die Banken gleichzeitig zusätzliches Eigenkapital bilden müssten. Ackermann ruft dazu auf, Strukturschwächen des deutschen Bankensystems endlich zu überwinden. Je länger man mit Veränderungen warte, desto höher würden die Kosten für Wirtschaft und Steuerzahler am Ende sein

 der komplette Artikel

 

Wie kommt der Mann zu dem abenteuerlichen Schluss, die mangelnde Profitabilität des hiesigen Bankensektors schränke dessen Fähigkeiten ein, Finanzierungsmittel für die Volkswirtschaft bereitzustellen?

Abgesehen davon, dass es sich bei dieser Aussage um eine kaum verhohlene Erpressung handelt, ist sie vom Kern her so hohl, wie das Versprechen der Schutzgeldmafia, das Lokal des Erpressten schützen zu wollen. Sie lassen sich doch nicht wirklich für Schutz bezahlen, sie drohen doch nur damit, alles kurz und klein zu schlagen, falls er nicht zahlt!

Die Fähigkeiten des hiesigen Bankensektors, Finanzierungsmittel für die Volkswirtschaft bereitzustellen sind faktisch unbegrenzt - und Finanzierungsmittel für die Volkswirtschaft könnten durchaus auch von Non-Profit-Organisationen (ganz ohne Profitabilität ..., was für ein schönes Wort!) bereitgestellt werden.

Herr (so viel Zeit muss sein) Ackermann möge doch bitte nicht versuchen, den Eindruck zu vermitteln, das, was die Banken der Volkswirtschaft an Finanzierungsmitteln zur Verfügung stellen, stamme ganz oder doch zumindest zu einem großen Teil direkt aus den Gewinnen der Banken. Das wäre nämlich lächerlich! Dadurch, dass er trotzdem versucht, diesen Eindruck zu vermitteln, gewinnt er ebenso wenig an Glaubwürdigkeit, wie jene, die sich in Regierungsämtern ohne eigenes Nachdenken reflexartig auf des Schweizers hohle Sprüche berufen, wenn es gilt, ihr Nichts- oder Irr-Tun zu rechtfertigen.

Insofern schließt der heutige Paukenschlag nahtlos an den aus der letzten Woche an.

Hier zur Erinnerung ein paar Absätze daraus:

 

Geld, als Schein oder Münze im Geldbeutel, als Guthaben auf dem Girokonto, ist der Nachweis dafür, in irgendeiner Form eine Leistung erbracht zu haben, für die eine Gegenleistung noch aussteht.

Kürzer: Wer Geld hat, ist schon Gläubiger.

Der Arbeiter, der Güter erzeugt hat, hat Lohn dafür bekommen. Geld kann man aber nicht essen, man kann sich damit auch nicht wärmen.

Geld ist in diesem Fall der vom Arbeitgeber ausgestellte Nachweis für erbrachte Arbeit und dafür, dass die Gegenleistung noch nicht erbracht wurde.

Gibt der Arbeiter das Geld aus, und landet es irgendwann auf mehr oder minder verschlungen Pfaden als Kaufpreis für ein Produkt des Arbeitgebers wieder bei diesem, ist der Kreislauf geschlossen.

Dann hat der Arbeitgeber ein Produkt abgeliefert, aber dafür wiederum nichts anderes erhalten als den vom Kunden ausgestellten Nachweis, dass er geliefert, aber noch keine wirkliche Gegenleistung erhalten hat ....

Das kann man lang fortsetzen, aber eigentlich sollte es an dieser Stelle begriffen sein: Geld hat keinen eigenen Wert. Geld ist ein anonymisierter Schuldschein.

Banken stellen diese anonymisierten Schuldscheine her.

Es gibt eine Reihe von Gesetzen und Vorschriften, die den Banken dabei Grenzen auferlegen, doch sind diese Gesetze und Vorschriften und die damit gezogenen Grenzen willkürlich festgelegt und jederzeit revidierbar. Und dass man sich im Zweifelsfall elegant darüber hinwegsetzt, zeigen die gigantischen Rettungspakete für Banken und Währungen, die nur entstehen konnten, weil man sich nicht mehr an das gehalten hat, was man vorher feierlich geschworen hatte.

Banken geben diese anonymisierten und genormten Schuldscheine gegen ein Schuldanerkenntnis (Darlehens-/Kreditvertrag) an ihre Kunden weiter.

Die Kunden der Bank zahlen damit Leistungen Dritter. Ihre Gegenleistungen erbringen sie zum Beispiel durch Arbeit gegen Lohn. Einen Teil des Lohns verwenden Sie, um ihren Kredit mit den anonymisierten und genormten Schuldscheinen zu tilgen, die sie vom Arbeitgeber erhalten haben. So schließt sich der Kreis, und das Geld und die Schuld verschwinden wieder aus der Welt.

Die Banken verdienen natürlich daran,
indem sie für ihre im Grunde lächerlich geringwertige "Leistung" gigantische Gebühren (Zins) erheben. Und daran, dass es im Geldkreislauf immer einige Stellen gibt, an denen Menschen weit mehr einnehmen als sie wieder ausgeben, so dass für die Tilgung bestehender Schulden das Geld fehlt, verdienen sie auch, weil dies ein Problem ist, das nur durch die Aufnahme immer neuer Schulden gegen immer neue Zinsen nur immer weiter hinausgeschoben, aber nie gelöst werden kann.

Es sei denn, der Staat holt sich die Hoheit über das Geld zurück.

 

Herr (so viel Zeit muss sein) Ackermann will uns nun weismachen, die wenigen Beschränkungen, die den Banken - im wesentlichen im Bereich des Investmentbankings - auferlegt wurden, könnten die Banken daran hindern, ihrer eigentlichen Aufgabe, nämlich die Geldversorgung der Realwirtschaft sicherzustellen, in ausreichendem Maße nachzukommen.

Ich behaupte: Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun.

Die Verbindung zwischen beiden Arten des Bankgeschäfts
besteht lediglich in der Gier derer, die sich "die Märkte"
nennen lassen
und dem, durch die Verquickung von
Geldschöpfung und Investmentbanking erst
entstehenden Insiderwissen, das die
wirklich großen Geschäfte
ermöglicht.

 

Man sollte die Kreditbanken daher nicht nur strenger kontrollieren,
man sollte ihnen jegliches Investmentbanking verbieten.

Wer mit Aktien und Derivaten, Fondsanteilen und Finanzwetten jeder Art sein Geld machen (verdienen kann man's ja nicht nennen) will, der darf nicht gleichzeitig unbegrenzt Geld schöpfen dürfen.

Und wer die Lizenz zur Geldbereitstellung erhält, der soll weder im eigenen Haus, noch über verbundene Unternehmen, Tochtergesellschaften oder die Vermögensverwaltungen seiner Anteilseigner, Geld für rein spekulative Zwecke zur Verfügung stellen dürfen.

Bringen wir die Geldordnung doch endlich wieder in die richtige Lage, stellen wir sie vom Kopf auf die Füße!

Kredit gibt es nur noch für realwirtschaftliche Investitionen (also für Bau- und Ausrüstung von Fabriken, Läden, Kraftwerken usw.) und für die Finanzierung des Konsums.

Spekuliert werden kann dann mit dem, was als Gewinn aus unternehmerischer Tätigkeit oder von Lohn und Gehalt übrig bleibt.

Vermögen ist begrenzt. Das hilft, die Spekulation ebenfalls zu begrenzen.

Kredit ist grundsätzlich unbegrenzt möglich, was wiederum unbegrenzte Spekulation ermöglicht.

Und so lange der blöde Staat auch noch einspringt, wenn die Banken Kredite abschreiben müssen, indem er sich bei den Banken verschuldet um das Geld dann zur Rettung der "systemrelevanten" Institute gleich wieder bei diesen abzuliefern ..., so lange ist der Staat Stütze und Rückhalt nichtsnutziger Spekulanten. Eine kleine Anfrage der Opposition im Deutschen Bundestag, nach dem prozentualen Anteil der Personen an der deutschen Bevölkerung, die als direkte Nutznießer der Spekulation anzusehen sind, würde womöglich einen Hinweis darauf geben, dass die Regierung dazu neigt, den Begriff des "Volkes", zu dessen Wohle sie handelt, doch bisweilen sehr, sehr eng zu fassen.

Mir als "kriminell" erscheinende Widersinnigkeiten, wie die Kreditfinanzierung feindlicher Übernahmen oder kreditfinanzierte Wetten auf das Platzen beliebiger Kredite fremder Unternehmen oder Staaten, wären weitaus schwieriger, vermutlich überhaupt nicht mehr zu bewerkstelligen, müssten sich die Raubritter die Mittel dafür von ihren begüterten Zeitgenossen - bei deren vollem Verlustrisiko - zusammenborgen, statt sich, gestützt auf nichts anderes, als die Zusage hinreichenden Kredits durch gewissenlose Banker, gefahrlos über ihr Opfer hermachen zu können.

Es liegt nämlich auch in der Hand der Banker, ob sich ein Opfer zur Wehr setzen kann oder nicht. Wer dem Hedgefonds einen Milliardenkredit eingeräumt hat, wird nicht dem Übernahmekandidaten die Kreditlinien verlängern. (Ich bin doch nicht blöd!)

Und wenn es so kommt, wie es immer kommt, wenn Gier und Gier zusammentreffen, dann war es womöglich erst die Information der Hausbank an den Manager des Hedgefonds über die "gerade günstige" finanzielle Lage eines potentiellen Opfers, die den "Deal" und die anschließende 20+X %-Rendite überhaupt möglich gemacht hat.


Geld ist zu gefährlich, um Herstellung und Vertrieb des Geldes privatwirtschaftlich organisierten, profitorientierten Unternehmen zu überlassen.

Große Geldvermögen müssten im Grunde waffenscheinpflichtig sein, und Kreditvergaben im Multi-Millionen-Bereich sollten einer Art "Finanziellem Kriegswaffenkontrollgesetz" unterliegen.

Sich selbst eine Schuldenbremse aufzuerlegen, wie jetzt die Hessen,
um die Zinslasten in den Haushalten zu senken, ist so naiv,
wie der Versuch des Pizza-Bäckers, seine schutzgeldpflichtigen Einnahmen zu reduzieren, um billiger davonzukommen.

Beiden geht es am Ende schlechter - aber ihre Zahllast verringern sie nicht

Die Mafia kann man nicht austricksen. Man muss sie besiegen.

Bei den Bankern und anderen Mono- und Oligopolisten ist das nicht viel anders.

Sinken die Ausleihungen, dann steigen halt die Zinssätze, sinkt der Stromverbrauch, steigen die Preise. Das kennen wir doch alles.

Die Bankenkrise sei überwunden, heißt es. Aber wie lange wir Steuerzahler noch dafür blechen werden, davon spricht kein Banker, und der Finanzminister auch nur hinter vorgehaltener Hand.

 

Dabei läge es in der Hand des Staates, einfach einen Strich zu ziehen.

 

Selbst Banker sprechen in diesem Zusammenhang nur von einem "Haircut", also einem Friseurbesuch, bei dem "die Tolle" wieder einmal gebändigt wird.

So schlimm war noch kein Währungsschnitt, dass die alten Fettaugen nicht bald danach wieder in altem Glanze oben geschwommen wären.

Man könnte ihn - im Gegensatz zu Währungs- und Banken-Rettungsschirmen - sogar sozialverträglich gestalten.

 

Aber, wie klagt Gert Flegelskamp in seinem Aufsatz vom 28. März 2011 über das Ergebnis der Wahl in Baden-Württemberg:

Das bedeutet, rund 60% derer, die zur Wahl gegangen sind, haben die gleichen Parteien gewählt, die den ganzen Schwachsinn der letzten Jahre zu verantworten haben.

 zum Aufsatz Flegelskamps

und solange sich das nicht ändert, wird Herr (so viel Zeit muss sein) Ackermann weiterhin herumnölen dürfen, dass die Banken nicht überreguliert werden dürften, weil sie uns sonst den Kredithahn zudrehen würden, was wir alle bitter bereuen müssten.

 

 


 

Mehr über das Geld und den Irrsinn, den wir aus falschem Geldverständnis heraus ertragen, aber auch über die Wege aus der Geldfalle finden Sie auch bei








Samirah Kenawi, Falschgeld, die Herrschaft des Nichts über die Wirklichkeit

 

 

 

 

 

 

 


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Reaktionen auf diesen Paukenschlag


Hallo Herr Kreutzer,

in Ihren letzten zwei Paukenschlägen erklären Sie so kurz, präzise und unmissverständlich das (Un)Wesen des Geldes, dass selbst Grundschulkinder Ihrer Argumentation folgen könnten. Wenn man sie nur ließe... Die Köpfe unserer Kinder und Jugend werden aber täglich mit ganz anderen Informationen gefüllt. Und das macht wirklich Angst vor der Zukunft dieses Landes. Vielen Dank an Sie für Ihre aufklärerische Arbeit!

Millionen, Milliarden, Billionen..
Financiers kassieren schamlos fette Boni.

Die Profitgier der Heuschrecken lässt erschrecken.
Ganze Staaten gehen pleite an den Märkten.

Millionen, Milliarden, Billionen...
Tagelöhner kämpfen hart um Billiglöhne.

Die Erlöse der Eliten sind erschreckend.
Arbeitslosen mit Almosen lässt's verrecken.

Millionen, Milliarden, Billionen...
Hungersnöte, Sklavenhandel, Billiglöhne...

Viele Grüße


Hallo Herr Kreutzer,
Sie haben mal wieder einen Punkt angesprochen, den man sonst praktisch nirgends findet, auch in den Blogs nicht. Geld ist gefährlich, etwa so gefährlich wie Atomwaffen, jedenfalls dann, wenn es in großen Mengen im Besitz von Leuten ist, denen ich nicht einmal die Kasse eines Kleintierzüchtervereins anvertrauen würde.
Dass Geld so ungleich und ungerecht verteilt ist, wie es nun mal der Fall ist, ist schon ein Megaskandal. Aber die mit dem Besitz des vielen Geldes verbundene Macht übersteigt alles, was es in der Geschichte der Menschheit an Versklavung je gegeben hat.

Der letzte Kampf, den es zu kämpfen gilt, ist der Kampf gegen die Banken!

Er wird in die Geschichtsbücher eingehen als die größte Tat der menschlichen Geschichte.



Hallo Herr Kreutzer,

Sie müssen, glaube ich, für Ihre Standardwerke, mal wieder massiv die Werbetrommel rühren. Mir scheint dass einige Ihrer Stammreaktionäre Ihre dargestellten Alternativen noch nicht kennen…

Das tue ich doch glatt! Hau'n Sie drauf, mit der Maus, auf die Blechtrommel!

 
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