Paukenschlag am Donnerstag
No. 44/2010
vom 4. November 2010

Kommentare zum Zeitgeschehen
von Egon W. Kreutzer

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S21 und die aristotelische Lehre von der Handlung

 
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Paukenschläge 2010 (ältere)
1 Angela Merkel
2 Innere Angelegenheiten
3 Werbung ist Krieg
4 Werbung ist Krieg - und wer geht hin?
5 Zwischen Schmerzgrenze und Hemmschwelle
6 Die Sache mit dem Zins
7 Schluss mit Lustig
8 Zins und Wachstumszwang
gehören zusammen
 9 Bananenrepublik
10 Dr. Petschow
Geld und Demokratie
11 Die freie demokratische Kopfpauschale
12 Progressive Benzinsteuer
13 nicht belegt
14 Volkswirtschaftlicher Gesamtschaden
15 Griechenland als Chance verstehen
16 Kurzarbeit - der Kombilohn durch die Hintertür
17 Die Mär vom gefährdeten Euro
18 Muttertagswahl
19 Europhrenie
20 Extremsparer - wie vom wilden Affen gebissen
21 Über den Verhältnissen
22 Die Würde des Amtes
23 Worum geht es?
24 Wahre Wirtschaftskriminalität
25 Au weia - Wohin mit dem Gold
26 Problematisches Goldverständnis
27 Woran man eine gute Regierung erkennt
28 Von Frau zu Frau Eva Scherrer
29 Ungarn - Irland - Deutschland ...
30 Alles Verbrecher
31 Das Staatsziel in drei Sätzen
32 Aktion Staatsziel
33 Die Geld-Hirn-Schranke
34 nicht belegt
35 Entschuldung per Vermögensabgabe
36 Besinnungslos fürs Grundeinkommen
37 Be- und Verdrossenheit
38 Schlagzeilen eines Tages
39 Die 10 Gebote, Nachtrag 2, Lohnabstandsgebot
40 Währungskrieg
41 Welt-Währungskrieg II
42 Auf dem Wachstumspfad
43 China - Macht und Ohnmacht
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

S21 und die aristotelische
Lehre von der Handlung

Falls Sie eigentlich den PaD 47 /2010 erwartet haben, hier ist der richtige Link: http://www.egon-w-kreutzer.de/0PaD2010/47.html

 

Aristoteles, der alte Grieche, hat wirklich zu allem seinen Senf gegeben. Auch über die "Handlung" hat er sich verbreitet.

Für Aristoteles war Hauptmerkmal der Handlung - wie es Wikipedia beschreibt - dass sie Anfang, Mitte und Ende hat.

Der Anfang
setzt nichts voraus, zieht aber zwingend eine Folge nach sich.

Die Mitte
bezieht sich notwendigerweise auf Vorhergegangenes und zieht zwingend eine Folge nach sich.

Das Ende
bezieht sich notwendigerweise auf Vorhergegangenes, es folgt ihm aber nichts mehr.

Nachdem Aristoteles von einer in Rom ansässigen, weltweit agierenden Religionsgemeinschaft seit altersher gerne als Vordenker in Anspruch genommen wird, ist aristotelisches Beharren auf einmal übernommenen Meinungen und deren Verkündung als Wahrheit auch dem politischen Arm dieser Missionsgesellschaft nicht fremd.

Während in der Schwarzen Szene bisher jedoch überwiegend ein Vorgehen nach dem aristotelischen Muster der "einfachen Handlung" zu beobachten war:

"Das Ergebnis einer Handlung ist von Anfang an absehbar, die Handlung läuft wie auf Schienen darauf zu.",

mehren sich inzwischen die "komplizierten Handlungen":

"Die Geschichte nimmt ein ganz anderes Ende als das anfänglich in Aussicht gestellte".

Wikipedia beschreibt das so:

Sie (die komplizierte Handlung) verläuft in einer ersten Zusammenhangskette, die jählings notwendig in eine andere, meist ein entgegengesetztes Ende implizierende, überspringt. Was eigentlich gemeint war, schlägt auf einmal (Peripetie) ins Gegenteil dessen um, wozu es ins Werk gesetzt wurde (erzielt z.B. nicht mehr Rettung, sondern Untergang) und entzieht der ursprünglichen Auffassung der vorgestellten Verhältnisse und ihrer Weiterungen den Boden. Alle gemachten Voraussetzungen müssen entsprechend der neuen Handlungsrichtung umgewertet werden: der Feind wird zum Freund, Abneigung, die man zu verspüren glaubte, zu Liebe, Kleinmut entpuppt sich als Kühnheit usf.

 

Der hier eingeführte Begriff "Peripetie" darf allerdings nicht mit dem Begriff "Peripatetiker" verwechselt werden. Peripatetiker, Schüler von Aristoteles, bleiben in ihren Auffassungen stur. Da schlägt nichts plötzlich um.

 

So weit der Anfang
dieser noch handlungsfreien Erzählung.

Ohne diesen hier gewählten Anfang, dessen scheinbare Bezugslosigkeit geradezu nach einer erklärenden Fortsetzung der handlungsfreien Geschichte schreit, fiele es um Vieles schwerer, da anzusetzen, wo angesetzt werden muss, nämlich am "Problem der handlungsfreien Handlung", von dem das Wirken der vermeintlich handelnden Personen dieser Republik geprägt ist.


Es naht
die Mitte.

 

Ich weiß, Aristoteles stellte die "erfundene, bzw. kunstvoll dargestellte" Handlung über die bloße Wiedergabe eines tatsächlichen Geschehens, was u.a. erklärt, dass seine Schüler und Anhänger noch 1.955 Jahre nach seinem Tod verbittert am geozentrischen Weltbild festhielten und Galilieo Galilei unter Hausarrest stellten. Neun Jahre lang, bis zu seinem Tode, war ihm das Lehren verboten, nur um zu verhindern, dass die heliozentrische Wahrheit ans Tageslicht kommt.

Das ist mir aber, mit Verlaub, 2.332 Jahre nach Aristoteles Ableben egal.

Die kunstvoll dargestellte Handlung hat in der Literatur, im Film und im Theater ganz gewiss ihre Berechtigung. Wird sie jedoch zur Darstellung der Wirklichkeit verwendet, wird die Kunst zur Manipulation, zur Lüge, zum Betrug.

Längst haben die Medien aufgehört, zwischen Meldung und Kommentar, zwischen Unterhaltung und Werbung, zwischen der Wahrheit und einem Sack voller Halb- und Teil-Wahrheiten zu unterscheiden. Gedruckt und gesendet wird, was bezahlt wird und opportun erscheint.

 

Wenden wir und nun dem problematischen Phänomen
"Handlungsfreie Handlung"
zu.

 

Früher, ich will das weiß Gott nicht verherrlichen, aber früher zog der Herzog vor dem Heer her, legte die Lanze ein, stieß den Gegner vom Pferd, zog sein Schwert und machte dem Gefallenen den Garaus.

Das hatte, ich will es weiß Gott nicht verherrlichen, aber es hatte den unbestreitbaren Vorteil, dass der, der vor dem Heer herzog, wenn er nicht größenwahnsinnig, verblendet oder unterbelichtet war (was nie lange gut ging), einer der Besten, wenn nicht gar der Beste des ganzen von ihm angeführten Heeres war.

Das hatte, ich will es weiß Gott nicht verherrlichen, aber es hatte den weiteren unbestreitbaren Vorteil, dass einer, der sich den Platz an der Spitze des Heeres erschlafen, erschwindelt, erlogen oder ersessen hatte, entweder - eher früher als später - dem eigenen Größenwahn zum Opfer fallen, oder aber jeder Versuchung in den Krieg zu ziehen gewissenhaft entsagen musste.

Selbst zur Verteidigung, und sei es am fernen Hindukusch, hätte ein Aufschneider und Possenreißer, der sich im friedlichen Refugium heimischer Vinotheken und Talkshowstudios im Glanze unverdienter Generalssterne beeindruckend zu sonnen weiß, nicht die geringste Chance, auch nur einen Tag mit Anstand zu überleben.

Heute, womit haben wir es heute zu tun?

Ich erinnere mich an einen als Soldaten kostümierten Mister Bush junior, der auf einem Flugzeugträger, wenige Seemeilen vor der heimischen Küste, tausende Seemeilen vom Kampfgebiet entfernt, vor den laufenden Kameras der für diese Inszenierung einbestellten Journalisten erklärte, der Krieg sei beendet.

Versucht man herauszufinden, worin die Handlungen dieses Oberbefehlshabers bestanden haben könnten, so findet man nichts. Im Oval Office Entscheidungsvorlagen abnicken oder ablehnen, Befehle unterzeichnen, salbungsvolle Reden vorlesen, sich in Siegerpose fotografieren lassen, ist das Handlung?

Es ist, als öffne sich der Vorhang des Bolschoitheaters,

die Scheinwerfer beleuchten den Produzenten der jüngsten Inszenierung, der am Schreibtisch sitzend auf kleinkariertem Papier die Etats für Kostüm, Maske und Orchester bewilligt. Ein Journalist erklärt dem Publikum, das gekommen ist, um ein Ballett zu sehen, dass an einer Stelle 100.000 Rubel bewilligt, an einer anderen 50.000 Rubel gekürzt würden,

und am nächsten Tag stünde in der Zeitung, das Bolschoi habe eine großartige Balletvorstellung geboten.


Ich erinnere mich an einen - nun als Pipeline-Galionsfigur fungierenden - Herrn Schröder. Der hat sich von der Bertelsmannstiftung, unter Mitwirkung von VW und dessen Personalvorstand Hartz, sein komplettes Reformprogramm aufschreiben, und dieses dann von den Abgeordneten seiner Koalitionsparteien im Bundestag abnicken lassen, während eine Frau Merkel gleichzeitig nicht müde wurde, die Worte auszusprechen: "Wir treiben die Regierung vor uns her!"

Ich erinnere mich nicht, Herrn Schröder jemals in einer Agentur für Arbeit als Vermittler gesehen zu haben, auch nicht, dass er je persönlich einen Antrag auf Arbeitslosengeld II abgelehnt oder eine Leistungskürzung verhängt hätte.

Auch von Frau Merkel ist solches "Handeln" nicht überliefert.

Es heißt allerdings, Frau Merkel reise viel. Sie fahre und sie fliege.

Dabei lässt Sie sich nur bewegen. Im Dienstwagen, lieber noch im Hubschrauber oder im Regierungsjet. Ich meine, sie fliegt ja nicht. Sie sitzt in einem Fluggerät und braucht einen Piloten, der das Fluggerät bedient. Sie könnte, was ihren dabei feststellbaren Handlungsumfang betrifft, ebensogut zu Hause auf dem Sofa sitzen. Sie wird gefahren, sie wird geflogen.

Furchtlos reist sie hier ab, trifft dort ein, umringt von Leibwächtern und Parteifreunden, lebenden Mikrofonständern und Kameraschleppern, abgeschirmt vom Volk, das weggesperrt hinter Absperrgittern, bewacht von kampfbereiten Hundertschaften der Bundespolizei, der vorübereilenden Erscheinung gaffend huldigt .

Es heißt, der Hund beißt nach dem Stock, der ihn schlägt.
Wer so viel "Stock" um sich versammelt, ist gut getarnt.

Sie ist so weit weg von jeglichem verantwortlichem Handeln, so weit weg von jeder Bedrohung, von jeder Gefahr ...

Ein Castor-Transport regt sie nicht auf.
Sie muss ja nicht einmal im Wendland Demonstranten von den Schienen tragen, geschweige denn ihr Leben dort verbringen.

Die Laufzeitverlängerung für einen uralt Reaktor regt sie nicht auf.
Sie weiß, dass man sie im Störfall als erste in Sicherheit bringen wird.

Die Untertunnelung Stuttgarts regt sie nicht auf.
Sie war nicht unter den handelnden Personen, als Schüler und Rentner mit Wasserwerfern und Pfefferspray durch den Park gejagt wurden, kann sich also die Hände in der gleichen Unschuld waschen, wie weiland Pontius Pilatus, denn auch ihr geht es ja nur um die Durchsetzung des Rechts, eines Rechts, dass man sich in Generationen so geschaffen hat, ohne dem Deutschen Volk in freier Selbstbestimmung Gelegenheit zu geben, sich sein eigenes Recht zu setzen.

Herr Schröder und Frau Merkel waren - nacheinander - seit 1998 verantwortlich für die Richtlinien der Politik in dieser, unserer Republik.

Und die von ihnen verkündeten Richtlinien haben diese Republik verändert, wie sie kein Bundeskanzler je zuvor verändert hat.

Aber Handlungen, echte Handlungen, haben sie dabei nicht vollbracht.

Selbst einem auf den Umgang mit Sprengstofffunden programmierten Roboter ist, so er denn zum Einsatz kommt, mehr "Handeln" zu attestieren, als jenen fernen Figuren, die auf ganz hoher Ebene ihre ganz abgehobenen Entscheidungen treffen, ohne sich dabei auch nur ein einziges Mal die Finger schmutzig machen zu müssen.

Selbst der Spaten für den symbolischen ersten Spatenstich bei allfälligen Großbauwerken ist frei von jeglicher Schmutzanhaftung, wenn das glänzende Blatt des Niedriglohnarbeiterwerkzeugs - für Gaffer und Kameras - in den von Niedriglohnarbeitern vorher eigens lose aufgeschütteten, fein rieselnden Sand gesenkt wird.

 

Saft- und kraftlose Inszenierungen als Handlungsersatz

sind aber fürwahr nicht nur im Kanzleramt zu beobachten. Es ist ein Regierungsprinzip, das in allen Ministerien herrscht und mangelnde Sachkompetenz zwar nicht zu ersetzen, aber doch zumindest zu überdecken vermag.

Selten, dass einmal einer Minister wird, der von dem Sachgebiet, für das er zuständig ist, schon mehr wüsste, als darüber im Programm seiner Partei nachzulesen ist.

 

Und hier kommt es nun,
mitten in der
Mitte der Mitte,
zur dramaturgisch wichtigen Peripetie.

Nachdem erkannt ist, dass Politik längst in das Gegenteil dessen umgeschlagen ist, was sie eigentlich sein und bewirken sollten (sh. Amtseid mit und ohne Gottesbezug), steht die Erwartung im Raume, dass mit eben dieser Politik nun mitleidslos abzurechnen sei, dass die Politiker allesamt an den Pranger gestellt würden und der Geschichtenerzähler wieder einmal seiner Lust an der Sudelei die Zügel schießen lässt.

So kommt es aber nicht.

Peripetie. Ätsch, ätsch!

 

Es kommt stattdessen die Frage auf, wie es dazu kommen konnte.

Diese Republik, mit mindestens 40 Millionen Männern und Frauen im besten Frauens- und Mannesalter, sollte doch nicht nur einen, sondern

  • mindestens ein paar Dutzend Menschen hervorgebracht haben, die sich weitaus besser für den Posten des Gesundheitsminister eignen als Herr Rösler;
  • mindestens ein paar Dutzend Menschen, die auf dem Posten des Wirtschaftsministers um ein Vielfaches besser aufgehoben wären als Herr Brüderle;
  • mindestens ein paar Dutzend Menschen, die als Außenminister, selbst ohne bessere Englischkenntnisse, eine bessere Figur machen würden als Herr Westerwelle,
  • Dutzende, die Herrn Schäuble als Finanzminister an Ruf und Rechenkünsten übertreffen könnten,
  • Dutzende, die den bayrischen Baron, so deutlich seine Fotos von der Front auch Angelas Fotos von den Eisbergen übertreffen, als Verteidigungsminister überflügeln,
  • wohl Hunderte, die Frau Schavan in Bildungsangelegenheiten das Fürchten lehren und
  • Hunderte, die besser und erfahrener als die noch jugendfrisch wirkende und jugendlich forsch werkelnde Frau Schröder, im Familienministerium schalten und walten könnten.

Wie kommt es nun, dass diese vielen viel kompetenteren Damen und Herren, die sich das notwendige Wissen, die Erfahrung, das Fingerspitzengefühl und den Weitblick mitten im Leben stehend, durch Handeln und seine Folgen, durch Versuch und Irrtum, durch Misserfolge und Erfolge so sicher erworben haben, dass sie noch im Schlaf zur rechten Zeit das Rechte zu tun und es auch zu begründen und zu verantworten wüssten, wie kommt es dass es die nicht an die Spitze des Zuges gezogen hat, dass sie in nachrangigen Stellungen und Positionen verharren oder verheizt werden?

Wie kommt es, dass wir uns mit der Regierung, die wir uns gewählt haben, ebenso resignierend abfinden, wie mit den sich immer wieder wiederholenden Ergebnissen der Pisa-Studien, die ja wiederum nicht von den Lehrern, nicht von den Schülern, sondern von einer ganz offensichtlich vollkommen verfehlten Bildungspolitik herrühren?

Wie kommt es, dass ein vernunftbegabter, erfahrener Polizist auf Befehl auf friedliche Bürger einprügelt?

 

Wie kommt es?

Ist der "Deutsche" an sich, egal ob nun im Regierungsamt oder als Regierter einfach nicht mehr handlungsfähig? Oder, was beinahe noch schlimmer wäre, einfach nicht mehr handlungswillig?

Ist die Dressur des Bären auf der heißen Herdplatte so gut gelungen, dass sie erblich geworden ist?

Tanzen wir, wann immer die Musik erklingt - und wirken dabei so lustig-drollig dass dem Publikum vor Lachen über die Dummheit des großen schweren Raubtiers die Tränen in den Augen stehen?

 

Tun, was befohlen, was erwartet wird, was andressiert ist, das ist nicht Handeln.
Es ist knechtisches Tun.

Freies Handeln und freie Unterlassung sehen anders aus.

Soweit die Mitte,
nach vollzogener Peripetie,
jedoch ebenfalls vollkommen handlungsfrei.


Das Ende
ist nahe.

Nach dem Ende kommt, nach Aristoteles, zwangsläufig nichts mehr.

Das ist die finstere Perspektive, sollte das Ende ein Ende mit Schrecken sein.
Es ist die helle Perspektive, sollte das Ende ein Ende mit Mut, Zuversicht und Hoffnung sein.

Die handlungsfreie Geschichte neigt sich einem ebenso handlungsfreien Ende entgegen.

 

Doch da kommt ein letzter, finaler Zweifel auf:

Wenn es die da oben nicht sind,
die handeln,
wer ist es dann?

 

Die Erkenntnis schmerzt.

Unser aller Tun, den Notwendigkeiten geschuldet, den Zwängen folgend, von Gier getrieben, von Gesetzen und Verordnungen, Wirtschaftsplänen und Gewinnwarnungen bestimmt, ersetzt ihr Handeln.

  • Es findet sich immer einer, der als Fallmanager mit dem ihm vom Gesetz verliehenen, wirtschaftlichen Fallbeil ausgerüstet, Gehorsam und Unterwerfung fordert,
  • es findet sich immer einer, der mit Stock und Schild, schusssicherer Weste, Helm und Visier, in martialischer Pose das Gewaltmonopol der Regierung inszeniert,
  • es findet sich immer einer, der vollstreckbare Titel vollstreckt, ohne nach Gerechtigkeit zu fragen,
  • es findet sich immer einer, der Mitarbeiter durch Leiharbeiter ersetzt, der eingesparte Löhne in ausgeschüttete Gewinne umwandelt,

es findet sich immer einer ...

 

Niemand kann ernsthaft behaupten, Frau Merkel oder Herr Schäuble, Herr Brüderle oder Herr Rösler hätten überlegene körperliche Kräfte, verfügten über gefährliche Waffen, stünden mit geheimen Mächten im Bunde, könnten also durch persönliche Überlegenheit Macht ausüben.

Da ist nichts dran.
Es sind Leute wie du und ich.
Keine Herzöge.

Was wir gerne als "Macht" auf die Führungsfiguren projizieren,
was wir mit dem resignativen "Die da oben machen doch sowieso was sie wollen",
schweigend akzeptieren,

das ist nicht deren Macht.

Das ist unser aller Bequemlichkeit, Dummheit, dumpfe Zufriedenheit,
es ist unser aller Angst vor der Freiheit, und davor, Verantwortung zu übernehmen,

es ist das traurige Bild eines Volkes,
das genau die Regierung hat, die es verdient.

 

Widerstand muss nicht organisiert werden, um zu wirken.
Widerstand ist keine große Sache.
Änderungen vollziehen sich fast von selbst.

Denn alles hängt von unserem Tun ab,
nicht vom handlungsfreien Handeln der sogenannten "Handelnden" Personen auf der Weltbühne.

Wenn jeder Mensch, der für sich in Anspruch nimmt, "freier Bürger" zu sein, sich nur die Freiheit nähme, an erkennbaren Schweinereien nicht mehr mitzuwirken, sein Tun nicht mehr unbesehen dem Willen anderer unterzuordnen, wir hätten wieder Grund, stolz auf uns zu sein.

 

Vertrauen wir auf unsere Fähigkeit, außerhalb kunstvoll erfundener Geschichten, in der Realität unserer Zeit, alle Handlungsfäden mitbestimmen zu können. Mag es den Autoren in den Hinterzimmern der Parteizentralen und Wirtschaftsverbände nun gefallen oder nicht.

Die Kunst, einen von oben geplanten Handlungsablauf zu ändern, ja in sein Gegenteil umschlagen zu lassen, beruht auf dem Selbstverständnis freier Bürger, ihren Willen auch gegen bestehende Gesetze und gegen befugte Institutionen durchzusetzen, wenn sie es mehrheitlich für richtig halten.

Mit der Demokratie verhält es sich, wie mit der Bewegung der Gestirne.

Die einen halten immer noch verbohrt an der aus Feudalzeiten überkommenen Auffassung fest, alles müsse sich um die (gewählten) Herrscher drehen, während die anderen schon zu der Erkenntnis gelangt sind, dass sich in der Demokratie alles um das Volk, um die Wähler zu drehen hat, weil das System sonst unweigerlich in tausend Trümmern auseinanderfliegt.

 

Vielen Dank an die freien Bürger in Stuttgart.
Sie haben sich den Peripatetikern entgegengestellt.

Sie haben gehandelt und handeln weiter.




Vertiefendes finden Sie unter

 

 



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Reaktionen auf diesen Paukenschlag


Hallo Herr Kreutzer,
bei diesen Reaktionen muss ich doch mal etwas ergänzen:

Sie sprechen hier über grundsätzliche Probleme des menschlichen Handelns und (ent-)lassen uns, wie meistens, mit einer hintergründigen und herausfordernden Frage in den Donnerstagabend. Da bin ich doch etwas enttäuscht über die wenigen Reaktionen und frage mich warum…

und doch, vielleicht ist auch diese Frage ja bereits mit diesem Paukenschlag beantwortet. Vielleicht atmen die meisten aber immer noch tief durch und versuchen, das am Donnerstagabend Gelesene noch zu verarbeiten oder nur schnell genug wieder zu verdrängen…

Man weiß es nicht!

Ich unterstreiche Ihre Darstellung ausdrücklich. Natürlich sind hier die ganzen „Ausreden“ und Begründungen für die mehrheitlich aufgegebene Selbstbestimmung nicht erwähnt. Das würde vermutlich wieder den Rahmen sprengen. Doch man darf nicht unerwähnt lassen, dass es Manipulationen gibt, deren man sich in bestimmten Situationen nicht erwehren kann. Allzu leicht kann man das, was wir an Reaktionen erwarten, bereits im Vorfeld ersticken.

Menschliche Reaktionen sind „Instinkte*“. Der Mensch ist nicht nur Mensch, weil er sich so bezeichnet. Selbst in seiner eigenen wissenschaftlichen Definition ist der Mensch nur eine weitere „Tierart“ in der Gattung „Säugetiere“. Nein, der Mensch hat in seiner Evolution eine Fähigkeit ausgebildet, die ihm seit Jahrtausenden immer wieder die gleichen Scherereien einbringt. Es ist die Fähigkeit, Gefühle zu empfinden. Angst, Mut, Stolz, Liebe usw. sind, ob nun rezeptorisch durch biochemische Prozesse verursacht oder nur, weil wir es derzeit so benennen und es noch nicht besser wissen, durch irgendeine andere „gottgegebene**“ metaphorische Geschichte begründet, nichts anderes als Beweggründe des Handelns.

Ihre Darstellung ist gut und richtig, und vielen fehlt manchmal wirklich nur der sprichwörtliche „Tritt in den Hintern“. Doch ich fürchte, ein viel größerer Teil der zähen Masse „Volk“ ist längst der Trägheit folgend in die falsche Richtung abgedriftet. Diese Masse wieder umzulenken bedarf es neuer Bahnen und Fundamente. Hier werden wir nicht mehr gegen die eingefahrenen Systeme der Herrschenden ankommen.

Aber weder Revolution noch Absturz, wohlmöglich in ein unbekanntes Chaos werden uns zu einem besseren System verhelfen. Es wäre nicht das erste Mal, dass am Ende wieder nur die „gleichen“ Schwätzer" das Heft übernehmen und nur ihre eigene falsche Geschichte und nicht die der Menschheit schreiben.

Es gibt aber bereits gute und richtige Alternativen. Der Weg, den Sie bereits beschrieben haben, in den Paukenschlägen 2008 „Unsere Freiheit“, ist einer davon. Wenn wir annährend so handeln und versuchen, das einigermaßen umzusetzen, was Sie dort beschrieben haben, kann es tatsächlich passieren, dass die träge Masse eines Tages eine Bahn, einen Weg zurück findet. Zurück in eine andere Welt. Zurück in eine Welt mit Perspektiven für alle Menschen. Da sieht man schon wie weit es gekommen ist. Wenn wir als Menschheit in Zukunft überleben wollen, müssen wir erst wieder zurückgehen und unsere Grundrechte einfordern. Wir müssen wieder zurück! Wir müssen über den Sinn und Ursprung unseres Handelns nachdenken. Doch dies wäre kein Rückschritt! Es wäre bereits ein wichtiger Schritt zurück in die Zukunft!

Bis die Tage

*in diesem Fall meine ich eher, die weiter unten erwähnten Gefühle. Das ist sachlich falsch aber die meisten Äußerungen im Sprachgebrauch setzen eigentlich beides gleich.

**ich will das weiss Gott nicht verherrlichen…es ist leicht und schön und manchmal sehr einfach an eine höhere Macht zu glauben. Ausreden…wie gesagt.


moin moin aus schwerin,
da ich schon recht müde und geschafft bin vom heutigen tag nur kurz eine meldung zum paukenschlag…

meine beobachtungen in den letzten jahren haben ergeben, dass es im „normalen volk“ 2 sorten von menschen gibt.

zum einen wären da die, die arbeit und somit ihr auskommen haben. diesen geht es bescheiden gut… sie laufen in ihrem hamsterrad tagein tagaus und fristen ihr leben. diese lassen sich von der berliner schauspieltruppe (diese kompetenz gestehe ich den ganzen volks(ver)tretern zu) die welt schön reden (aufschwung, arbeitslosenzahlen, stabile währung, „die rente ist sicher“ und wie toll doch alles ist mit dieser CHRISTLICHEN DEMOKRATISCHEN und BÜRGERLICHEN regierung). die regierung und der zwingende erhalt ihres status quo machen sie blind für den rest der gesellschaft. diese menschen können nicht im ansatz nachvollziehen, was die 2. sorte menschen (immerhin ca 10 mio) tagtäglich erleben…

diese werden gegängelt, als dumme und faule schmarotzer hingestellt, zwangsverheiratet, systematisch am ganz unteren ende der gesellschaft gehalten und erleiden psychische schäden, welche kaum wieder zu heilen sind. diese menschen haben keine kraft mehr aufzustehen und gegen „windmühlen“ zu kämpfen. machen sie sich mal den „spaß“ und setzen sich einen tag in die wartezone einer beliebigen arge. beobachten sie genau die menschen und sehen sie in ihre augen. diese menschen werden durch die berliner schauspieltruppe verteufelt und fühlen sich dementsprechend ausgeschlossen und wertlos. dass von diesen menschen keine gegenwehr mehr kommt, kann wohl jeder nachvollziehen. allerdings ist dies in meinen augen nur ein temporärer zustand. in berlin wird ja alles dafür getan, dass dieser schlummernde vulkan ausbricht. je länger es noch dauert umso heftiger wird dieser ausbruch. genau darauf setze ich meine hoffnung!

nun bleiben noch die „randgruppen“… zum einen hätten wir da die sich selbstbedienende schauspieltruppe im bundestag mit dem ganzen gesocks im schlepptau. diese haben ihr schäfchen im endeffekt in trockenen tüchern. denen kann nichts passiern. wenns in deutschland knallt (und das wird es früher oder später) sind diese personen binnen stunden „verschwunden“. von denen ist also rein gar nichts zu erwarten. amtseid hin oder her…

als letzte gruppe gibt’s noch die „oberen 10.000“. die haben soviel kohle/werte gescheffelt, dass denen auch alles egal sein kann. wenns hier unruhig wird, sind die noch schneller weg als die berliner schauspieltruppe. von denen wird also schon gar nichts zu erwarten sein.

in der summe wird also alles von der „unterschicht“ abhängen. eine andere lösung sehe ich nicht. 2 gruppen verabschieden sich wenns denen zu mulmig wird, die andere hängt in ihrer kleinen medial gesteuerten scheinwelt fest und treibt das hamsterrad an. es bleibt also nur die unterschicht. genau an diesem punkt muss man ansetzen und die menschen aufrütteln damit sie sich bewegen. viele haben aber angst sich zu wehren oder sind (noch) zu bequem. letzen endes kann nur eine gesellschaft als solches sich als gesellschaft auf die nächste ebene bringen. sowas passiert von ganz alleine. das hat die geschichte gezeigt. und dass dieses staatskonstrukt der siegermächte nicht der weisheit letzter schluss ist, sollte inzwischen jedem klar sein. allerdings ist es das von napoleon ins leben gerufene europa auch nicht. viele völkergruppen unter einen hut zu zwängen hat noch nie funktioniert!

der echte kommunismus hat leider noch nie existiert, das wäre also noch auszuprobieren. dazu fehlt den menschen aber noch die einsicht und die reife. leider!

in diesem sinne… danke für die anregungen des paukenschlages;-)

mfg


Hallo Herr Kreutzer.

Teilweise möchte ich ihnen zustimmen. Es gibt viele Möglichkeiten, wie sich Menschen für einen besseren Staat/eine bessere Gemeinschaft einsetzen können, die nicht genutzt werden. Würden beispielsweise die Arbeitslosen sich in Massen auf Gemeindeebene einbringen, würden sie plötzlich über die Stadträte zu Vorgesetzten ihrer Unterdrücker, den
JobAgenturen! Das würde zwar keine materielle Besserung, aber immerhin eine bessere Behandlung der Betroffenen nach sich ziehen.

Auch eine moralische Neuorientierung der bürgerlich-konservativen Dummschwätzerparteien wäre über eine Unterwanderung möglich. Die Notwendigkeit zum verstärkten Handeln als demokratischer Bürger besteht
ohne Zweifel.

Dennoch gibt es Dinge die allein durch Mut, Vernunft und Moral - auch in der Masse - nicht zu erreichen sind. Unser Wirtschaftssystem beruht auf Zwängen, denen sich keiner entziehen kann. Dies ist auf der einen Seite gut, weil wir viele Dinge nur im Kollektiv lösen können. Auf der anderen Seite ist dies aber auch schlecht, insbesondere wenn das System einen oder mehrere Fehler hat, und die Menschen so zu falschem Handeln gezwungen oder verleitet werden.

Ich habe dieses Thema heute morgen auf meinem Blog anhand der kollektiven Intelligenz von Ameisen etwas
ausgeführt. (http://wwm.blogage.de/entries/2010/11/5/Ameisen-implizite-Algorithmen-und-Marktversagen) Erst nach Bewusstwerdung dieser Zwänge, Modellierung der Hintergründe und Umsetzung der gefundenen Lösungen, haben die Menschen die reale Chance sich in diesen Dingen sinnvoll zu verhalten.

Fortschritt und Fehler zugleich war es, als die Aufklärung den Menschen in den Stand eines autark handelnden Wesens erhob. Zwar müssen wir weiterhin den Mut haben, uns unseres eigenen Verstandes zu bedienen (frei nach Immanuel Kant) - und auch danach zu handeln -, jedoch müssen wir ebenfalls den Mut haben, uns als Teil eines gesellschaftlichen
Kollektivs (oder Superorganismus) zu begreifen, das (der) nach eigenen Regeln handelt, die über unserem Verstand stehen. Nur durch eine Änderung der Rahmenbedingungen bspw. über Gesetze oder das Geldsystem sind diese, unsere Gesellschaft dominierenden Einflüsse, abänderbar.

Beste Grüße,
Thomas Koudela


Sehr geehrter Herr Kreutzer,

vielen Dank für den tiefsitzenden Paukenschlag. Das hat gesessen. Ihre Kritik an den Regierenden und Ihre Einschätzung der Fähigkeiten dieser Menschen ist zutreffend. Aber Ihre Kritik an denen, die eine Veränderung zum Besseren wollen und denen Sie mangelne politische Einflussnahme vorwerfen geht irgendo am Kern des Problems vorbei.

Auch ich fühlte mich angesprochen, obwohl ich ein durchaus politischer Mensch bin und im gegebenen Fall auch aktiv dafür einstehe, z.B. durch meine Anwesenheit bei einer Demonstration oder durch private Gespräche. Ihr Appell an die
Moral des Einzelnen verkennt die Schwächen der menschlichen Natur.
Sicher kann man auch mit Ehrlichkeit, Fairness und Grosszügigkeit in eine leitende Position gelangen, allerdings schwerer, als mit Opportunismus, strikter Pflichterfüllung und Arschkriecherei. Letztere, die sich als unbedingte Loyalität einen positiven Anstrich zu geben vermag, führt am leichtesten zu Macht und Einkommen: Sie wird von den Princeps mit einer Beförderung honoriert. Das weiß jeder, der, wie ich viele Jahre an einer von Spitzenbeamten geleiteten Universitätsklink
tätig war. Aussenseiter haben auf dem Weg zur Macht innerhalb unserer Institutionen keine Chance. Aber gerade der Aussenseiter mit Moral bedürfte es, dem grausigen politischen Possenspiel ein Ende zu bereiten.

Nur haben diese Aussenseiter, die das Zeug hätten, ein Ministerium zu leiten, kein Interesse, sich innerhalb der gegebenen
Strukturen so zu verbiegen, wie gewünscht und bevorzugen statt dessen berufliche Selbstständigkeit und maximale Unabhängigkeit. Die Frage, auf welche Weise es zu Änderungen kommt, ist durch den Zerfall des Ostblocks
hinreichend bewiesen worden: durch unblutige Revolution! Auf diese Leistung können die Ostdeutschen und vor allem die Polen stolz sein. Infolgedessen können Änderungen m. E. nur durch Mobilisierung der Massen in Demonstrationen herbeigeführt werden. Aber auch danach, ändert die notwendige Hierarchie innerhalb eines Regierungsapparates nichts an den menschlichen Schwächen.

Die Moral taugte schon nicht, die Wirkungen des Zinseszinseffektes zu begrenzen. Verbote brachten noch weniger. Das, was wir aber weltweit erleben, nämlich das Desaster der Finanzmärkte, der beginnende Krieg um Rohstoffe und Energie, die zunehmende Polarisierung in Arm und Reich bei gleichzeitigem Wachstum der Weltbevölkerung ist aber für meine Begriffe keine Folge der Gier und Feigheit, sondern schlichtweg der Kampf um das Überleben.

Sieht man von dem Problem der Überbevölkerung ab, dann erweist sich das Geld- und Schuldenspektakel und die damit verbundenen Verwerfungen im Sozialgefüge als Folge falscher Gesetze und Regelungen. Damit meine ich explizit auch das
Geldsystem. Ich bin deshalb nach, wie vor ein Anhänger der Ideen Silvio Gesells. Das Geldsystem, genauer das Zinseszinssystem und das damit verbundene Wachstum von Schulden und die Akkumulation des Sachkapitals
bringen diese Entwicklung hervor und nicht die Puppen in Berlin oder die Manager woanders. Sie alle agieren nur innerhalb der vorgegebenen Regeln des Systems.

Auf welche Weise man Änderungen des Finanzsystems erreicht, ob durch Schwundgeld oder schuldenfreies Geld, ist dabei eine sekundäre Frage. Insofern ist die Ethik schön und gut, hilft aber nicht, das Problem zu lösen. Im Übrigen wächst die Bereitschaft zum Widerstand, je schlechter es den Menschen geht und umso weiter die Polarisierung
fortschreitet. Insofern ist es nur eine Frage der Zeit, bis das Maß voll ist. Ich erwarte daher in den nächsten Jahren gewaltige Umbrüche. Inwieweit diese dann zum Guten führen hängt dann allerdings schon von der Moral der Regierenden ab und von der Bereitschaft der Besten, diese Verantwortung zu übernehmen.

Herzliche Grüsse


Hallo Herr Kreutzer,

Sie haben wie immer wortgewandt den Finger auf die Wunde gelegt ...

Leider jedoch, sind Menschen in der Mehrzahl faul und desinteressiert.
Die Gründe will ich nicht erörtern. Die meisten bringen noch nicht einmal die Konzequenz zusammen, ganz einfache Dinge des Protests zu tun, die noch nicht einmal geringste körperliche Anstrengung verlangen.

1. Einfach die Glotze aus/umschalten wenn " Du bist Deutschland " Jauch erscheint Die merken das an den Einschaltquoten ..Jaaa !
2. Abschalten bei Hofberichterstattung
3. Wenn jemand im Bekannten-, Freundes- oder sonstwo Kreis ungefiltert den B..D Müll von sich gibt, sofort hinterfragen und richtigstellen.
4. Papst spricht tatenlos von lückenloser Aufklaerung ...
Gehen Sie aufs Standesamt, treten Sie aus.Niemand wird sie vogelfrei erklären, wir leben in 2010.

Wie sie schon in ihrem Paukenschlag schreiben:

Es ist das traurige Bild eines Volkes, das genau die Regierung hat, die es verdient.



Hallo Herr Kreutzer,

Sie müssen, glaube ich, für Ihre Standardwerke, mal wieder massiv die Werbetrommel rühren. Mir scheint dass einige Ihrer Stammreaktionäre Ihre dargestellten Alternativen noch nicht kennen…

Das tue ich doch glatt! Hau'n Sie drauf, mit der Maus, auf die Trommel!

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