Paukenschlag am Donnerstag
No. 43/2010
vom 28. Oktober 2010

Kommentare zum Zeitgeschehen
von Egon W. Kreutzer

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China - Macht und Ohnmacht

 
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Paukenschläge 2010 (ältere)
1 Angela Merkel
2 Innere Angelegenheiten
3 Werbung ist Krieg
4 Werbung ist Krieg - und wer geht hin?
5 Zwischen Schmerzgrenze und Hemmschwelle
6 Die Sache mit dem Zins
7 Schluss mit Lustig
8 Zins und Wachstumszwang
gehören zusammen
 9 Bananenrepublik
10 Dr. Petschow
Geld und Demokratie
11 Die freie demokratische Kopfpauschale
12 Progressive Benzinsteuer
13 nicht belegt
14 Volkswirtschaftlicher Gesamtschaden
15 Griechenland als Chance verstehen
16 Kurzarbeit - der Kombilohn durch die Hintertür
17 Die Mär vom gefährdeten Euro
18 Muttertagswahl
19 Europhrenie
20 Extremsparer - wie vom wilden Affen gebissen
21 Über den Verhältnissen
22 Die Würde des Amtes
23 Worum geht es?
24 Wahre Wirtschaftskriminalität
25 Au weia - Wohin mit dem Gold
26 Problematisches Goldverständnis
27 Woran man eine gute Regierung erkennt
28 Von Frau zu Frau Eva Scherrer
29 Ungarn - Irland - Deutschland ...
30 Alles Verbrecher
31 Das Staatsziel in drei Sätzen
32 Aktion Staatsziel
33 Die Geld-Hirn-Schranke
34 nicht belegt
35 Entschuldung per Vermögensabgabe
36 Besinnungslos fürs Grundeinkommen
37 Be- und Verdrossenheit
38 Schlagzeilen eines Tages
39 Die 10 Gebote, Nachtrag 2, Lohnabstandsgebot
40 Währungskrieg
41 Welt-Währungskrieg II
42 Auf dem Wachstumspfad
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

China - Macht und Ohnmacht

Alexander Czerny, der schon mehrere intelligente und gut recherchierte Gastbeiträge für egon-w-kreutzer.de geschrieben hat, ist in seinen Überlegungen zum derzeit tobenden Währungskrieg zu dem Schluss gekommen:

Zugespitzt kann man durchaus behaupten,

dass der internationale Währungskrieg zwischen Dollar und Euro von einer einzigen Entscheidung der chinesischen Zentralregierung abhängt.

Ob konvertibel oder nicht - der Wechselkurs des Renminbi kann darüber entscheiden, ob die USA ihre Dollarhegemonie verlieren oder ob der Euro den Bach runtergeht.

Der analytische Gedankengang, der zu dieser Schlussfolgerung führt, ist unbedingt lesenswert. Lassen Sie den Text auf sich wirken:


Alexander Czerny,

Chinas Rolle im internationalen Währungskrieg

"Gelbe Gefahr" für den Westen
oder US-Werkzeug zur Rettung der Dollar-Hegemonie?

 

In den letzten Wochen haben sich die Rivalitäten zwischen den beiden großen Wirtschaftsmächten, zwischen den USA und den Staaten der Eurozone, derart zugespitzt, dass Medien offen von einem "Währungskrieg" sprachen. Im Fokus der Auseinandersetzungen stand wieder einmal China, das zum einen über riesige Dollarreserven verfügt und zum anderen seine nichtkonvertible Währung weiterhin zu einem niedrigen Wechselkurs an den Dollar gekoppelt hält.

Die Massenmedien beiderseits des Atlantiks bemühen seit Jahren die Chinesen als Sündenböcke für heimische Wirtschaftsprobleme. Vergleicht man jedoch die Anti-China-Propaganda der US-Medien mit denen der Deutschen, stößt man auf bemerkenswerte inhaltliche Unterschiede:

  • Während die Deutschen nicht müde werden, von einer "Gelben Gefahr" zu sprechen, die die deutsche Wettbewerbsfähigkeit und die heimischen Sozialstandards bedrohe, sucht man solche Propaganda in den US-Medien seltsamerweise vergebens.
  • Dort sorgt man sich erstaunlich offen über den Erhalt der Dollarhegemonie und über das dramatische Anwachsen der chinesischen Dollarreserven.
Der wichtigste Unterschied zwischen den Medien beiderseits des Atlantiks:
  • Während die Deutschen und der momentan von den Europäern dominierte IWF unisono für eine Aufwertung des Renminbi kämpfen,
  • fordern US-Ökonomen und die Wall Street teilweise gar die Abwertung bzw. die Freigabe des Wechselkurses der chinesischen Währung.

 

Vieles spricht dafür, dass es bei dem jetzigen Hickhack nicht vordergründig um China geht, sondern um eine neue Qualität des internationalen Wirtschaftskriegs zwischen den Währungen Euro und Dollar sowie um verschiedene geopolitische Strategien um die Kontrolle der weltweiten Ölreserven.

Der US-Dollar wurde schon seit den späten 1960er Jahren totgesagt. Doch Totgesagte leben bekanntlich länger. Genau genommen ruht der Außenwert des Dollars auf drei Säulen:

Die erste und wichtigste Säule

ist die exponentiell wachsende Nachfrage aller Staaten nach Rohöl, das noch immer fast ausschließlich in Dollar gehandelt wird. Die weltweite Nachfrage nach Öl hat eine noch immer exponentiell steigende Nachfrage nach US-Dollar an den Devisenmärkten zur Folge. Tendenziell treibt dies den Außenwert des Dollars nach oben, was den Abwertungsdruck des Dollars durch die US-Handelsbilanzdefizite deutlich reduziert.

Die zweite Säule des Dollars

ist eng mit der ersten verbunden. Es ist die Verschuldung der Staaten der ehemaligen so genannten Zweiten und der Dritten Welt in US-Dollar bei den amerikanischen Banken.
Die Ursache dieser Devisenschulden ist in erster Linie in der Abhängigkeit von Ölimporten begründet. Erdöl steht fast immer ganz oben auf der Importrechnung. Natürlich haben die US-Banken keinerlei Interesse daran, dass sich die Schulden der Ölimportländer in ihrer Gesamtsumme auch nur um einen Cent reduzieren. Schon allein durch die relativ hohen Zinsen, die diese Schuldnerstaaten aufbringen müssen, um ihren Schuldendienst bei der Wall Street zu leisten, stieg die Nachfrage nach US-Dollar an den Märkten seit 1973 bisher exponentiell im Gleichschritt mit der Verarmung und den Devisennöten der Länder des Südens.
Außerdem: Ein großer Teil der Zinsen, die die US-Banken ihren heimischen Anlegern auf deren Geldvermögen - den Passiva - buchen müssen, werden mit Zinszahlungen von Schuldnern aus der Dritten Welt realisiert. Damit wird nicht nur der Außenwert des Dollars "gesund" gehalten, sondern auch das US-Bankensystem, weil die Dritte-Welt-Schulden den Zinsfluss von der Aktiv- auf die Passivseite der US-Banken deutlich vergrössern.

Die dritte Säule des Dollars

sind die Devisenhändler selber. Ein ganzes Dutzend davon kontrolliert fast den gesamten Devisenmarkt. Die Deutsche Bank beispielsweise, der weltgrößte Devisenhändler, hält schon im Interesse ihrer Kunden, der deutschen Exportindustrie, den Euro vergleichsweise niedrig und den US-Dollar oben, obwohl letzterer gegenüber dem Euro drastisch überbewertet ist, wie jeder weiß.
Der ehemalige Chef-Volkswirt der Deutschen Bank, Norbert Walter, hat auch gerade angedroht, den US-Dollar nicht unter $1.70 zum Euro sinken zu lassen und gegebenenfalls mit dem Dollar in einen Abwertungswettlauf zu treten.

 

Nun kommt allerdings, so die Propaganda, China und bringt nicht nur die erste Dollar-Säule ins Wanken, sondern auch noch die zweite. Die vielbefürchtete Einkaufstour der Chinesen in Afrika - und mehr noch in Lateinamerika! - hätte theoretisch das Potential, die Dritte Welt aus der Schuldenfalle weitestgehend zu befreien und viele US-Banken schlicht umkippen zu lassen.

Alle Schwellen- und Entwicklungsländer zusammengenommen stehen mit weniger als drei Billionen Dollar bei den US-Banken in der Kreide.

Vergleicht man nun die chinesischen Dollarresserven - 2,5 Billionen - wird deutlich, wie sehr die USA um ihre Währung fürchten und an einem zügigen Währungsschnitt interessiert sein müssen!

Dennoch passierte bisher so gut wie gar nichts - und dabei haben wir doch seit über zwei Jahren die lang erwartete Weltfinanzkrise! Weder gehen die Chinesen im erwarteten Ausmaß auf Einkaufstour und wandeln ihre Dollarreserven in Sachwerte um, noch scheint eine Währungsreform auf der Agenda der USA zu stehen.

Der Grund für das Zögern sowohl von China und als auch von den USA:

Die USA können den längst überfälligen Währungsschnitt solange nicht durchführen, solange der Euro als konkurrierende Weltreservewährung mit dem Dollar koexistiert.

Würden die USA mit einem Währungsschnitt den Dollar entwerten - und mit ihm alle Dollarreserven der Erde - würden die USA ihre Leitwährungsposition an Europa verlieren! Da nahezu alle Länder der Erde - mit Ausnahme der ärmsten Entwicklungsländer - über strategische Dollarreserven verfügen, sind den USA sprichwörtlich die Hände gebunden. Allein die OPEC würde sich bitter rächen und ihr Öl sofort in Euro handeln - schon allein, weil alle Ölimporteure keine Dollars mehr zum Bezahlen hätten. Damit wäre allerdings die Dollarhegemonie beendet.

Man darf spekulieren, dass an Stelle der Dollarhegemonie eine Art "Eurohegemonie" treten würde, wobei die USA aufgrund ihrer hohen Ölimporte binnen weniger Monate bankrott gingen und fortan von kurzfristigen Euro-Krediten der Deutschen Bank, von der Weltbank und vom IWF abhängig wären. Wahrscheinlich wäre dies für die USA das worst-case scenario eines Währungsschnitts.

Natürlich achten die USA peinlichst darauf, dass auch China - wie der Rest der Welt - sein Erdöl entweder von den US-Konzernen bezieht oder aber zumindest in Dollar - nicht in Euro! - bezahlt. So ist die geplante Erdöl-Pipeline aus dem Kaspischen Becken zur zukünftigen Versorgung der Chinesen den USA schon lange ein Dorn im Auge. Das Kaspische Becken in Kasachstan beherbergt die fünftgrößten Ölreserven der Erde. Im April 2009 vereinbarten China und Kasachstan die Fertigstellung einer Pipeline, die von den kaspischen Ölfeldern durch ganz Kasachstan nach China führen soll. Im Juli desselben Jahres kam es in der chinesischen Provinz Xinjiang zu einem von den USA finanzierten Aufstand von Separatisten, der 140 Menschen das Leben kostete. Eine wenig bekannte NGO mit dem Namen "Unrepresented Nations and Peoples Organization (UNPO)" finanzierte diesen Aufstand, um die strategisch wichtige Nordwest-Region Chinas zu destabilisieren. Die UNPO wurde 1991, dem Jahr des Zerfalls der Sowjetunion, gegründet. Zu den Leitmotiven der UNPO gehört offiziell das "Recht auf Selbstbestimmung" von 57 verschiedenen Volksgruppen mit insgesamt über 150 Millionen Menschen. In Wirklichkeit geht es jedoch auch hier um die Destabilisierung von geostrategisch bedeutsamen Staaten und Regionen durch zielgerichtete Unterstützung von Separatisten. Zu den Mitgliedern der UNPO zählen auch seit 1991 das Kosovo (damals noch vollständig zu Jugoslawien gehörig), Tibet und Tschetschenien.

Angesichts dieser Einmischung durch die USA blieb Peking auf diplomatischer Ebene auffallend schweigsam. Die chinesische Führung scheint jeden Streit mit den USA vermeiden zu wollen. Diese Zurückhaltung wurde auch besonders deutlich, als es darum ging, Griechenland bei der Tilgung seiner Schulden bei den Wall-Street-Banken zu helfen: Auf Druck der USA reduzierte Peking die ursprünglich angebotenen 25 Milliarden Dollar auf ganze dreieinhalb Milliarden - ein Tropfen auf den heißen Stein.

China hätte das Potential gehabt, Griechenland komplett aus den Fängen der Wall Street zu helfen. Doch die Pekinger Führung wagt es nicht, die USA zu provozieren.

 

Was ist mit der "Gelben Gefahr", von der wir in den deutschen Medien so viel lesen?

Seit vielen Jahren kämpft die deutsche Exportindustrie für eine umfassende Senkung der deutschen Produktionskosten. Wir kennen die Propaganda der Industrieverbände und der Medien zu Genüge: Deutschland - in Wirklichkeit Exportweltmeister! - sei auf dem Weltmarkt "nicht mehr wettbewerbsfähig", weshalb vor allem die Löhne gesenkt werden müssten. Gleichzeitig müssten auch sämtliche sozialen Mindeststandards im Land drastisch gesenkt werden, um den Aufbau eines umfangreichen Niedriglohnsektors nicht zu behindern. Nur so erzeuge man "Wachstum und Wohlstand".

Wir wissen mittlerweile alle, dass durch diese Reformen fast ausschließlich die Gewinne der deutschen Exportkonzerne in die Höhe geschossen sind, die ja ihre Produkte zu drei Vierteln innerhalb Europas absetzen. Um die Notwendigkeit der neoliberalen Reformen zu unterstreichen, wurden im Rahmen der jahrelangen Reformpropaganda die Medien in Deutschland nicht müde, verschiedene Sündenböcke zu benennen. Dies waren vor allem die Billiglohn-Konkurrenten aus Osteuropa und - viel bedrohlicher! - China.

Im Falle Osteuropas ist bekannt, dass Deutschland nach wie vor einen komfortablen Exportüberschuss hat. Die "Gefahr" aus Osteuropa war lediglich ein Schreckgespenst im Rahmen der Reformpropaganda. In Wirklichkeit begann die westdeutsche Industrie schon vor dem Mauerfall, die Länder des Ostblocks in eine Art "verlängerte Werkbank" zu transformieren.

Doch was ist mit China? Stimmt die These von der "gelben Gefahr"?

Wahr ist immerhin, dass, platt ausgedrückt, 1,5 Milliarden Chinesen soeben dabei sind, 80 Millionen Deutschen die Exportweltmeisterschaft streitig zu machen.

Erleichtert wird dies dadurch, dass die Pekinger Zentralregierung die chinesische Währung zu einem niedrigen Wechselkurs an den US-Dollar gekoppelt hat. Die Deutschen fordern daher immer wieder eine deutliche Aufwertung des Renminbi, ebenso wie der von den Europäern dominierte IWF. Dahinter steckt zum einen der Wunsch, chinesische Produkte über den Wechselkurs künstlich zu verteuern, um die deutsche preisliche Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten. Zum anderen erhofft man sich von einer Aufwertung eine künstliche Steigerung der Gewinne beim Absatz von deutschen Waren in China.

Die USA jedoch wollen den Renminbi abwerten lassen.
(Offiziell sprach man in den USA bisher von dem Wunsch, den Renminbi konvertibel zu machen, damit er aufwerten könne. Doch erstens wäre eine Aufwertung für die USA alles andere als gesund, und zweitens hat Peking den USA soeben versprechen müssen, den Renminbi schrittweise abzuwerten. Die meisten in Europa glauben, die USA wollen eine Aufwertung. Doch tatsächlich ist das Gegenteil der Fall. Sie wollen den Renminbi abgewertet haben - und konvertibel!)

Hinter beiden Positionen - Aufwertung versus Abwertung - steht nicht nur die Tatsache, dass Euroland und Amiland in ihrer China-Politik noch keinen gemeinsamen Ansatz gefunden haben.

Hinter der Position der USA - Abwertung - versteckt sich tatsächlich eine Art "Gelbe Gefahr" für die Eurozone - allerdings nicht in der Form, die uns unsere Exportindustrie predigt.

Viel spannender:

Würde Peking in einem winzigen Detail seiner Wirtschaftspolitik nur ein wenig mehr mit Washington kooperieren, hätten die USA einen wichtigen Trumpf zur Rettung ihrer Dollarhegemonie in der Hand!

Hier die Erklärung:

Das chinesische Industriepotential ist oftmals auf dem allermodernsten Stand und gleichzeitig so gigantisch wie das Heer billiger Arbeitskräfte und die riesigen Devisenreserven. Mit diesem Riesenpool an US-Dollars hätte China theoretisch schon längst das Potential, das Fundament des Dollars als Weltleitwährung zu zerstören. Was aber - neben der Zurückhaltung Pekings auf dem diplomatischen Parkett - nicht so ganz in das Bild einer echten Supermacht passt:

Die meisten Unternehmen in China, die den Weltmarkt regelrecht "von hinten" aufrollen könnten, sind Töchter und Lizenznehmer von Großunternehmen aus den USA.

Wer in die USA reist, dem fällt auf, dass dort bis auf Nahrungsmittel und deutsche und japanische Autos fast alle Produkte made in China sind. Nur ganz selten findet man Dinge, die noch aus Mexico, Südkorea oder Taiwan kommen. Güter, die tatsächlich mal in den USA fabriziert wurden, stechen schon allein durch das übergrosse "Made In U.S.A."-Schildchen auf, das die Hersteller voller Stolz an ihre vergleichsweise teuren Produkte pappen. Doch nach solchen Produkten sucht man in den dortigen Shopping Centers oft vergeblich.

Man wird den Eindruck nicht los, dass China bereits völlig in der Hand von US-Konzernen ist, zumindest, was die Rolle Chinas als "verlängerte Werkbank" der USA angeht, und dass nicht China die USA in Schach hält, sondern genau umgekehrt.

Entgegenhalten muss man natürlich, dass China noch immer seine strenge Devisenbewirtschaftung aufrecht hält. Wahrscheinlich müssen diese US-Töchter noch immer jeden im Export verdienten Dollar an die chinesische Zentralbank abliefern, gegen Yuan (die Einheit des Renminbi). Doch ebenso wahrscheinlich werden im freien Devisenmarkt 'over the counter' täglich Unmengen Yuan zurück in Dollar getauscht, was den Renminbi unten und den Dollar oben hält, so dass Peking nur wenig am Markt intervenieren muss und keine Schwierigkeiten hat, den Renminbi mit einer Schwankungsbreite von 0,5% an den Dollar zu peggen.

Ginge es nach den USA, müsse der Renminbi gegenüber dem Dollar abwerten. Zwar hat China den USA nun versprochen, langsam und in kleinen Schritten abzuwerten, doch weigert sich die Pekinger Führung weiterhin, den Renminbi konvertibel zu machen.

 

Die von den USA geforderte Konvertibilität des Renminbi - das ist das winzige Detail, das den USA zur Rettung der Dollarhegemonie helfen kann!

Wäre die chinesische Währung nämlich an den internationalen Devisenmärkten frei handelbar, würde die Wall Street ohne lange zu zögern den Renminbi in den Keller treiben. Mit dem Absturz des Renminbi würden Produkte made in China auf dem Weltmarkt derart billig werden, dass es für die US-Konzerne ein Leichtes wäre, den europäischen Markt "von hinten" aufzurollen.

Für die deutsche Exportindustrie, die seit Jahrzehnten mit neoliberalen Reformen versucht, das ehemals reiche Hochlohnland Deutschland in ein zweites Rumänien zu verwandeln, wäre dies der Alptraum schlechthin.

Sie müssten tatenlos zusehen, wie sie ihre Absatzmärkte weltweit an US-Konzerne verlören, die in China produzieren. Löhne senken? Weiter runter geht in Deutschland kaum. Abwerten? Deutschland ist Mitglied der Eurozone! Es blieben innerhalb der Eurozone im Grunde nur zwei Auswege: Entweder Europa greift zu protektionistischen Maßnahmen und macht die Grenzen dicht sowohl für chinesische als auch für US-amerikanische Produkte (die sich ja mit der Abwertung indirekt ebenfalls verbilligen). Doch dies schützt nicht davor, dass europäische Konzerne wichtige Absatzmärkte im Rest der Welt verlören. Oder aber: Der Euro wertet im Gleichschritt mit dem Renminbi ab!

Der Dollar hingegen wäre mit der Konvertibilität des Renminbi und dessen mutmaßlicher Abwertung gleich mehrfach gerettet:

Erstens wäre die Inflation im US-Binnenmarkt auf viele Jahre völlig eliminiert. Wegen des bereits erfolgten Outsourcings der US-Produktion nach China könnten theoretisch sogar die Preise sinken, ohne dass es in den USA zu den unerwünschten deflationären Begleiterscheinungen, wie Verarmung und Massenarbeitslosigkeit käme. Damit vergrößerte sich sogar der Spielraum für Lohnsenkungen von Unternehmen, die noch in den USA produzieren - für Exportkonzerne generell von Interesse! Der Dollar wäre für viele Jahre die härteste, inflationsärmste Währung der Welt.

Zweitens: Wenn der Euro im Gleichschritt mit dem Renminbi abwertete, verbilligten sich für US-Konsumenten automatisch diejenigen Produkte, die Europa in den USA absetzt. Deutsche Autos wären dann spottbillig zu haben, doch man kann darauf wetten, dass die USA gegen europäische Billigprodukte ihre erprobte Standardwaffe einsetzten: Importsperren. Sicher ist jedenfalls, dass sinkende Importpreise - durch den Verfall des Euros - ebenfalls wirksam dazu beitragen, die Inflation in den USA für lange Zeit bei Null zu halten.

Drittens: Die Zentralbanken in der restlichen Welt werden mit dem vermuteten Sinkflug des Euro (und dem spiegelbildlichen Höhenflug des Dollars) noch einmal überdenken, ihre Devisenreserven weiterhin teilweise in Euro zu halten. Bisher entwickelte sich die Zusammensetzung der Zentralbankreserven zugunsten des Euro - was die Wall Street ausgesprochen nervös machte: Von 1999 bis 2009 stieg der Euroanteil in den weltweit gehaltenen Devisenreserven von 17,9% auf 27,3%. Parallel dazu sank der Dollaranteil von 70,9 auf 62,2%. (Der Yen hat mit gerade mal 3% keine Bedeutung als Reservewährung.) Mit der Abwertung des Euro gegenüber dem Dollar könnte diese Entwicklung recht schnell umgedreht werden - ein Sieg für die Dollarhegemonie!

Viertens: Die Regierungen der ölexportierenden Staaten würden gar nicht mehr mit dem Gedanken spielen, Öl gegen Euro verkaufen zu wollen. Die Öl-Dollar-Kopplung bliebe erhalten und damit auch die Fähigkeit der USA, ihre gigantischen Ölimporte mit der Notenpresse zu bezahlen.

Fünftens: Wenn der Euro abwertet, Rohöl aber weiterhin in Dollar gehandelt wird, dürfte dies drastische Preissteigerungen im europäischen Binnenmarkt auslösen, gefolgt von dringend notwendigen Lohnsteigerungen. Sehr wahrscheinlich würde diese in Gang gesetzte Preis-Lohn-Spirale den Euro zu einer für Anleger recht unattraktiven Inflationswährung machen, so etwa wie in den 1970er Jahren, zu Zeiten der von Israel und den USA provozierten Ölpreisschocks. Doch diesmal gäbe es eine hochattraktive Ausweichmöglichkeit für Anleger: der US-Dollar, der mangels Inflation mit hohen Realzinsen wie ein Staubsauger Kapital aus aller Welt anlocken dürfte. Die dann aus dem Euroraum einsetzende Kapitalflucht würde den Wechselkurs der europäischen Einheitswährung noch weiter unter Druck setzen.

 

Zur Erinnerung:

Die hier beschriebenen Szenarien könnten eintreten, wenn Peking den Renminbi konvertibel machen würde - was ja die USA seit Jahren von China einfordern.

Zugespitzt kann man durchaus behaupten, dass der internationale Währungskrieg zwischen Dollar und Euro von einer einzigen Entscheidung der chinesischen Zentralregierung abhängt. Ob konvertibel oder nicht - der Wechselkurs des Renminbi kann darüber entscheiden, ob die USA ihre Dollarhegemonie verlieren oder ob der Euro den Bach runtergeht.

Peking ist das Zünglein an der Waage! Die chinesische Regierung, unter massivem Druck der USA, spielt auf Zeit und will nur langsam abwerten. Gleichzeitig läuft die Uhr gegen den Dollar, dessen Status als Reservewährung die Amerikaner seit Jahren weltweit mit massiver militärischer Einschüchterung verteidigen müssen.

Entschiede sich Peking jedoch für eine Freigabe des Renminbi, dürfte der Euro seine beste Zeit hinter sich haben. Vieles spricht dafür, dass sich die Chinesen eines Tages dem Druck der USA beugen werden.

Ironie der Geschichte wäre, dass die deutschen Exporteure dann besonders dumm dastehen würden:

Anstatt, wie die USA, ihre Produktion kostenaufwendig nach China zu verlagern, konzentrierten sich die deutschen Großkonzerne und ihre Frankfurter Banken bisher darauf, ganz Deutschland in einen Billiglohnstandort herunterzureformieren, um sich einen hirnrissigen Wirtschaftskrieg gegen die Nachbarn innerhalb der Eurozone zu liefern.
Zu den beachtenswerten Resultaten ihrer Strategien zählen u.a. "Agenda 2010" und "Hartz IV" - und riesige Exportprofite im Handel mit den Nachbarn. Doch anstatt in Deutschland mit neoliberalen Reformen für Armut und Massenarbeitslosigkeit zu sorgen, wäre es wohl besser gewesen, die deutschen Konzerne wären rechtzeitig nach China ausgewandert. Verglichen mit US-Konzernen haben deutsche Unternehmen in China ausgesprochen wenig zu melden. Auf Entscheidungen der Pekinger Zentralregierung haben die Deutschen so gut wie gar keinen Einfluss. Das kann sich nun rächen.

 




 

 



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Reaktionen auf diesen Paukenschlag


Lieber Herr Kreutzer,

ich wollte mich abschliessend noch einmal ganz herzlich für's Posting bedanken. Dank auch an die intelligenten Kommentatoren, besonders an denjenigen, der auf die Provokation reagiert hat, Deutschland hätte rechtzeitig seine Produktion nach China verlagern sollen!

Natürlich ist das ganze ein Riesenschwachsinn, nicht nur unter ökologischen Aspekten. Die grösste Bedrohung unserer Zivilisation ist die verheerende Abhängigkeit vom Energieträger Öl. Güter des täglichen Bedarfs in fünf-, zehn- oder gar fünfzehntausend Kilometer Entfernung zu produzieren und tagtäglich in langen Konvois über die Ozeane zu schippern ist schlicht wahnsinnig.

Doch diese Absurditaet - das ist genau das, worauf sich die USA ganz bewusst eingelassen haben. Die Amis pokern verdammt hoch, um ihre Vormachtstellung zu erhalten. (...)

Einige Forscher sagen, der Wettlauf gegen die Zeit sei jetzt schon verloren, und wir sollten uns darauf einstellen, dass sich unser aller Lebensstandard in den nächsten 15 Jahren drastisch reduzieren wird - begleitet von galoppierender Inflation, um die steigenden Förder- und Transportkosten von Mineralöl zu bezahlen. (...)

Dass der Ölpreis wegen der schwachen Nachfrage so niedrig ist, ist eine große Lüge. Die OPEC, das angeblich so mächtige Verkäuferkartell, macht mit ihrer Ölförderung längst keine großen Gewinne mehr, sondern vielfach große Verluste, weil das internationale Käuferkartell, das Ölbusiness, mit Gewalt die Preise niedrig hät und weil die beiden US-Kollaborateure innerhalb der OPEC, Saudi Arabia und Kuwait, ständig die vereinbarten Förderquoten drastisch überschreiten. Das Ziel ist, den Iran zu brechen. Das wissen wir alle.

Ist der Iran aber erstmal in der Hand des US-Ölbusiness, dürfte man in Europa für das Barrel Rohöl sehr bald andere Preise zahlen: Der Energieaufwand, der nötig ist, um das restliche arabische Oel aus dem Gestein zu pressen, steigt bereits jetzt exponentiell. Die OPEC weiß, dass die Ölförderung verdammt kostenaufwendig geworden ist und sich bald nicht mehr lohnt, auch wenn theoretisch noch Milliarden Barrel Rohöl im Gestein vorhanden sind.

Wie dann die Amis mit ihrer Abhängigkeit von den energieaufwendigen Transporten aus China umgehen, ist mir ein großes Rätsel. Ich bin mir aber sicher, dass Washington und das US-Ölbusiness sich bestens über die Problematik im Klaren sind. Wie gesagt, die Amis pokern verdammt hoch, um ihre Vormachtstellung zu erhalten. China ist m.E. nur das temporäre Werkzeug der USA, um Europa langfristig unter Kontrolle zu kriegen - vor allem auch das europäische Ölbusiness, das ebenso scharf auf die Erdöllagerstätten in der Arktis ist wie die USA!(...)

Liebe Gruesse
Alex Czerny


Lieber Herr Kreutzer,

Danke an Sie und natürlich auch an Alexander Czerny, für diesen erkenntnisreichen Beitrag! Das ist wirklich eine Analyse, die die Sache in ein ganz anderes Licht stellt. So habe ich das noch gar nicht gesehen.

Wenn man sich nämlich unter diesem Gesichtspunkt fragt, was wohl das jeweils (auch egoistisch) beste für das amerikanische, chinesische undeuropäische “Volk” wäre, dann stellt man schnell fest, dass hier eine Macht im Spiel sein muss, die zu keinem dieser “Völker” gehören kann. Es scheint eine Macht zu sein, die sich tatsächlich die Staaten dieser Erde zu Untertanen gemacht hat.

Nachdenkend, Beste Grüße...


Sehr geehrter Herr Kreutzer,
alles sehr intelliget überlegt von Herrn Czerny, nur dürfte er wissen, dass wir es hier überwiegend nicht mit selbstherrlichen Staaten zu tun haben. Beispiel: Ein Wink und Merkel erklärt den Staatsbankrott, führt eine neue Währung ein, womit der EURO gestorben ist. Mit anderen Worten, derartige Entscheidungen sind machtpolitischer Art. Und der Machtpolitik hat die politische Ökonomie zu folgen, wenn auch die Bezeichung politische Ö. aus der Mode gekommen ist, warum wohl?
So war auch der EURO nichts anderes als das Vehikel, um die bisher mehr oder meist weniger souveränen europäischen Staaten im Sinne der NWO (als Versuchsfeld und Keimzelle) unter die Kontrolle Derjenigen (na, Sie wissen schon) zu bringen. Zwar wirtschaftlicher Wahnsinn aber eben politisch gewollt.
So dürfte auch China die Geschichte des 20. Jahrhunderts, besonders die mitteleuropäische, genau studiert haben und daher wissen, wie man eine eigene Volkswirtschaft aufbaut und welche Mächte dagegen sind. Die eigene unkonvertierbare Währung (Respekt) Devisenkontrollen und die absolute, von außen mit Mitteln unterhalb der heissen Kriegsschwelle nicht zu gefährdende, Herrschaft im eigenen Machtraum sprechen dafür.Selbstverständlich können auch noch so viele US-Konzerne die innenpolitische Machtposition nicht gefährden.
Sie dienen m.M.n. den Chinesen zum Ausbau des Binnenmarktes, schade, dass sie derzeit noch keine reine Autarkie realisieren können, aber die Nichtkonvertierbarkeit werden sie nie aufgeben.
Aussenpolitisch spielen sie Gummiwand zumindest solange, bis sie sicher sein können, eine kriegerische Verwicklung erfolgreich zu bestehen, was nicht mehr lange dauern kann. Auch Nichtmilitärs ist klar, dass China militärisch weder zu erobern noch von aussen zu steuern ist. Nur die Herstellung der Parität (oder Überlegenheit?) bei Fernwaffen dauert noch.
Natürlich kann (könnte) man mit China theoretisch auch vollkommen friedlich Handel treiben, nur, wann war der Handel in der Geschichte je friedlich, vielleicht noch zu Zeiten der Hanse...
Mit freundlichen Grüßen

Hallo Herr Kreutzer,

ein etwas ungewöhnlicher Paukenschlag, wie ich finde, denn es fehlt Ihre Ironie und der "Lösungsweg". Aber okay, dazu ein etwas ungewöhnlicher Kommentar...

Warum lese ich im Text eigentlich immer von der "Chinesischen Zentralregierung"? Ist denn nicht auch die deutsche eine
Zentralregierung? Man merkt doch, dass da ein Gespenst bemüht wird, bewusst oder unbewusst. Die Chinesen sind doch letztendlich auch nur Getriebene.
Und diese "Zentralregierung" soll nun mit ihrer Entscheidung das Geschehen auf der ganze Welt beeinflussen können? Das mag im Sinne des "Butterfly-Effekts" zwar zutreffen, aber dann wohl genauso wie auf jede andere Entscheidung die einer von uns Erdenbürgern trifft. Im konkreten Fall zweifle ich das allerdings an, denn das wohl bekannteste Naturgesetz (Aktio=Reaktio, Karma oder auch Selbstheilung) steht dem entgegen.

Es wird hier etwas wesentliches vergessen. Nämlich die Ursache des Dilemas, welche letztendlich bei fast allen der 6 oder 7 Mrd. Menschen auf dieser Welt zu suchen ist. Es ist die Angst, die Unsicherheit und zugleich das unreflektierte Handeln jedes Einzelnen. Aber Unbewusstheit ist keine Schande, sie wurde uns in die Wiege gelegt.

Warum kaufen wir denn vornehmlich Waren aus China, weil "Geiz geil" ist?
Oder weil wir immer mehr und immer mehr brauchen und unseren Kaufrausch am besten mit Billigprodukten bedienen? Den Rausch aber brauchen, um uns von unserem inneren Elend abzulenken. Oder kaufen wir billig, weil wir meinen, dass nur so genügend gespart werden kann? Für zeiten der Not.
Oder wir sparen dann lieber für ein Haus - welches uns Sicherheit suggeriert, vor den immer teurer werdenden Mieten. Und wir sparen dann natürlich für den nächsten Crash. Aber merken wir beim ganzen Sparen, dass der Grund immer im letzten Ende eine Angst sein muss.
Sonst kämen wir irgenwann vielleicht auf die Idee, uns zu sagen: Was heute gereicht hat, das wird auch morgen wieder reichen. Ich weiß, der Hintergrund ist Psychologie, doch die braucht man, um zu verstehen.

Im Text wurden so schön die "deutschen Unternehmen" erwähnt. Was bedeutet denn "Anstatt, wie die USA, ihre Produktion kostenaufwendig nach China zu verlagern...", deutsche Unternehmen hätten ebenso nach China gehen sollen? Um es den amerikanischen gleich zu tun? Ich sage, wir haben die Gier in (angeblich) entscheidenden Positionen
(Unternehmensführung, Regierung) sitzen. Die Gier nach Reichtum und nach Macht. Etwas, das diese Menschen in der Welt suchen, da Sie es nicht in sich selbst gefunden haben.
Da sind doch letztendlich nur einige wenige Entscheider, die den "Duft des Dollars" im Entwicklungsland riechen und die selbst mit ihren Milliardenvermögen den Hals nicht voll bekommen. Ob das Entwicklungsland nun Osteuropa oder China heißt, ist doch egal. Verstehen Sie bitte das Wort "Entwicklungsland" umfassend. Denn es wird sich auch dort das
Bewusstsein entwickeln.
Die Regierungen - wir merken es ja in diesem Jahr wunderschön an unserer - sind letztendlich nur Handlanger derer,
die schon genügend Reichtum besitzen. Wohlgemerkt nur materiellen Reichtum.

Eine weitere Anmerkung muss ich noch machen. Das Jahr 2012 wird von einigen als Symbol des Weltenwandels gesehen (nicht mit Weltuntergang zu verwechseln). Was definitiv eintrifft und ebenso vorhergesagt werden kann, genauso wie die Vorhersagen im Paukenschlag 43, ist das Maximum des aktuellen Zyklus der Sonnenaktivität im Frühjahr 2013, ein schon
seit langem schwächer werdendes Erdmagnetfeld, folglich insgesamt höhere Strahlenbelastungen aus kosmischen Höhen.
Stellen wir uns doch mal für einen Augenblick vor, wir hätten eine große Sonneneruption im Winter 2012. Wissen Sie was dann passiert? Dann gehen hier wie sicher fast überall die Lichter aus, ob Sie das jetzt glauben oder nicht. Dann fährt kein Auto mehr und auch kein Schiff wird zuverlässig die vielen Waren von China in die Welt transportieren können. Dann sind wir alle auf das angewiesen, was vor Ort existiert. Vielen wird dann auch das Öl fehlen, aber die Amerikaner beneide ich
dann sicher nicht.

Ich frage Sie: hätten Sie dann lieber die "kostenoptimierte" Produktion vor Ort oder lieber die Bestellannahme für China-Billigware? Ich meine also, den Produktionsstandort vom Ort des Verbrauchs weg zu verlagern ist nicht nur ökologischer Schwachsinn. Es könnte sich irgendwann als eine zum Himmel schreiende Dummheit erweisen. Sodann
spielt es keine Rolle, welche Währung die stärkere ist und mit welcher irgendwo gehandelt wird.

Freundliche Grüße,


Danke für die Erleuchtung, Herr Kreutzer!
Wir hatten die Tage dieses Thema in der Diskussion beim Wickel. Wie wäre denn ein solches Szenario, bei dem in Deutschland der schon lange geforderte Mindestlohn eingeführt würde, gekoppelt mit einer Einführung von höheren Steuern auf Unternehmensgewinne, Erbschaften und Vermögen, und im Zuge damit einer drastischen Erhöhung der Sozialhilfen? Würde das nicht dazu führen, daß Deutschland sich von dem Zwang verabschieden könnte, auf Deibel
komm raus exportieren zu müssen, um den Preis des eigenen Untergangs Willen? Zudem wo Millionen Familien in Deutschland endlich lange hinausgeschobene Investitionen in Privathaushalten nachholen könnten? Das wäre ad hoc ein Impuls für die Wirtschaft und ein wirksamer Schritt, die nach wie vor anhaltende Krise zu überwinden. Oder etwa nicht?

Mit besten Grüßen!




Hallo Herr Kreutzer,

Sie müssen, glaube ich, für Ihre Standardwerke, mal wieder massiv die Werbetrommel rühren. Mir scheint dass einige Ihrer Stammreaktionäre Ihre dargestellten Alternativen noch nicht kennen…

Das tue ich doch glatt! Hau'n Sie drauf, mit der Maus, auf die Trommel!

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