Paukenschlag am Donnerstag
No. 31/2010
vom 5. August 2010

Kommentare zum Zeitgeschehen
von Egon W. Kreutzer

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Das Staatsziel in drei Sätzen

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Paukenschläge 2010 (ältere)
1 Angela Merkel
2 Innere Angelegenheiten
3 Werbung ist Krieg
4 Werbung ist Krieg - und wer geht hin?
5 Zwischen Schmerzgrenze und Hemmschwelle
6 Die Sache mit dem Zins
7 Schluss mit Lustig
8 Zins und Wachstumszwang
gehören zusammen
 9 Bananenrepublik
10 Dr. Petschow
Geld und Demokratie
11 Die freie demokratische Kopfpauschale
12 Progressive Benzinsteuer
13 nicht belegt
14 Volkswirtschaftlicher Gesamtschaden
15 Griechenland als Chance verstehen
16 Kurzarbeit - der Kombilohn durch die Hintertür
17 Die Mär vom gefährdeten Euro
18 Muttertagswahl
19 Europhrenie
20 Extremsparer - wie vom wilden Affen gebissen
21 Über den Verhältnissen
22 Die Würde des Amtes
23 Worum geht es?
24 Wahre Wirtschaftskriminalität
25 Au weia - Wohin mit dem Gold
26 Problematisches Goldverständnis
27 Woran man eine gute Regierung erkennt
28 Von Frau zu Frau Eva Scherrer
29 Ungarn - Irland - Deutschland ...
30 Alles Verbrecher
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Das Staatsziel in drei Sätzen
 
Sie erinnern sich an den PaD 30 /2010 Alles Verbrecher, in dem ich versucht habe, deutlich zum machen, dass diese formelhafte Beschuldigung "alles Verbrecher" aus den unterschiedlichsten Motiven und Anschauungen heraus verwendet wird, weil es am Maßstab fehlt, an dem gemessen werden könnte, wer der Gesellschaft nutzt und wer ihr schadet.

Solange hierzulande weiter jeder mit seinem eigenen Maßstab nur den kurzfristigen eigenen Nutzen misst, solange die allgemeine Unzufriedenheit von lauter einzelnen, individuellen Egoismen ausgelöst wird, solange wir also in einer "Gesellschaft, der von allen gefühlten, persönlich erlittenen Unzufriedenheit" leben, hat jenes "Teile und herrsche", mit dem schon die alten Römer ihre Macht sicherten, auch uns zu wehrlosen Opfern fremden Willens gemacht.

Ich habe daher gebeten:
 

 

    Helfen Sie mit, diesen Zustand zu überwinden.
     
    Formulieren Sie mit an einem übergeordneten Staatsziel, hinter dem sich die deutsche Bevölkerung länger als für die Dauer einer Fußballweltmeisterschaft vereinigen könnte, schreiben Sie mir, vorerst in nicht mehr als drei Sätzen, wie Sie dieses Staatsziel formulieren würden.
     
    Ich werde mir erlauben, diese Formulierungen anschließend wiederum zur Diskussion zu stellen, sie bewerten zu lassen und wünschte mir, es gelänge, aus allen Entwürfen letztlich den großen Wurf synthetisieren zu können, an dem wir alle gemeinsam in Zukunft ablesen können, wer und was uns diesem Ziel näherbringt - und wer am Ende dabei - zu Recht - mit dem Etikett "alles Verbrecher" übrig bleibt.
     
     
    Auf geht's
 
 
 
 
Das war der Stand der letzen Woche.
 
Nun sind wir einen großen Schritt weiter.
 
Inzwischen sind bei mir viele Ideen und Gedanken eingegangen, von Menschen, die diesem Aufruf folgten. Nicht alle haben es geschafft, ein Ziel in drei Sätzen zu beschreiben. Bei manchen sind drei Seiten daraus geworden, bei anderen drei Ziele, aber letztlich haben alle ihren Beitrag zu einer Diskussion beigesteuert, die ihnen wichtig und der Mühe wert erschien.
 
An wenigen Stellen waren mir die mit den Zielvorstellungen abgelieferten Begründungen zu krass formuliert, so dass ich korrigierend eingegriffen habe. Die Absender, die dies sicher bemerken werden, bitte ich zu verstehen, dass ich nicht jede Meinungsäußerung so weitergeben und online stellen kann, wie sie bei mir ankommt. Einerseits um mir selbst Ärger zu ersparen, andererseits aber auch, um zu verhindern, dass etwas zarter besaitete Gemüter sich irritiert zurückziehen.
 
Schließlich soll diese Aktion, an der sich jedermann beteiligen kann, ein Ergebnis hervorbringen, das eine realistische Chance hat, als allgemein akzeptiertes, übergeordnetes Staatsziel, Eingang in die breite öffentliche Meinungsbildung, in die Diskussion innerhalb der Parteien und der Parlamente zu finden, und das letztlich zum Kern- und Grundsatz unserer Verfassung werden kann.
 
Auf dem Weg dahin bleibt jedoch noch viel zu tun.
 
Die bisher eingegangen Ideen und Vorschläge habe ich formal einigermaßen vereinheitlicht und in einer Tabelle zusammengefasst, wobei ich eine erste Zuordnung der Gedanken zu sieben Themenschwerpunkten vorgenommen habe. Diese sind:
            • Freiheit
            • Teilhabe
            • Gemeinschaft
            • Recht und Verfassung
            • Wahrheit
            • Wirtschaft / Geld
            • Spiritualität
 

Den Link zu dieser Tabelle finden Sie am Ende dieser Ausführungen.
 
Mein Vorschlag, die Arbeit zu bewältigen und einigermaßen gleichmäßig auf mehrere Schultern zu verteilen, dabei vorhandene Kompetenzen und Neigungen gleichermaßen zu berücksichtigen, geht nun dahin,
 
in einem ersten Schritt
 
  • lockere "virtuelle" Arbeits- und Diskussionsgruppen zu bilden,
  • für die sich jeweils ein Mitglied als Moderator zur Verfügung stellt,
    der die Einzelmeinungen zusammenfasst, versucht, Gegensätze in der Diskussion aufzulösen und letztlich ein Gesamtergebnis der Gruppe zu dokumentieren.
 
in einem zweiten Schritt
 
  • sollten dann die Zielformulierungen, die auf der Ebene der einzelnen Schwerpunkte gefunden wurden, bilateral abgeglichen und insgesamt schlüssig formuliert werden.
 
Hier werden die Moderatoren, unterstützt von ihren Gruppenmitgliedern, darum ringen, sich auf die bestmögliche Hierarchie der gefundenen Teilziele zu einigen und dann entsprechend der jeweils übergeordneten Hierarchiestufen die darunter liegenden anzupassen.
 
Niemand kann heute vorhersagen, ob Freiheit oder Teilhabe, Recht und Verfassung oder Wirtschaft und Geld ganz oben stehen werden, oder ob es die Spiritualität ist, die Wahrheit oder die Gemeinschaft.
 
Es geht ja dabei auch nicht darum, zu gewinnen. Es geht darum, miteinander die bestmögliche Annäherung an ein Optimum zu finden, das dann von möglichst vielen Menschen - und das heißt in der Konsequenz natürlich: vor allem von denen, die nicht an der Entwicklung teilgenommen haben - für gut befunden, akzeptiert und verinnerlicht wird.
 
Ich persönlich will mich in diesen Prozess nicht an prominenter Stelle einbringen, vielleicht in einer der Gruppen mitdiskutieren, ohne als Moderator aufzutreten, aber ich sehe mich natürlich in der Pflicht, die ersten Schritte in der Organisation der Arbeitsgruppen zu ermöglichen und die potentiellen Teilnehmer zueinander zu führen.
 
Schreiben Sie mir also, dass Sie mitmachen möchten.
Jeder kann sich beteiligen.

Erklären Sie, an welchen Themenschwerpunkten Sie besonders interessiert sind und ob Sie die Zeit und die Kraft aufbringen würden, einer Gruppe, die einen dieser Schwerpunkt behandelt, als Moderator zu dienen (dienen, nicht herrschen). Natürlich sind alle, die sich in der Rolle eines Moderators nicht wohlfühlen würden, ebenfalls herzlich eingeladen, sich als Mitdiskutanten zur Verfügung zu stellen. Freuen würde ich mich, wenn Sie dabei auch ein bisschen etwas über sich selbst verraten, Ihr Alter, warum Sie sich für das Thema interessieren, ob Sie politisch aktiv sind, einer Partei angehören, usw.
 
Wo sich mehrere Moderatoren für den gleichen Schwerpunkt finden - oder ein Schwerpunkt unbesetzt bleibt, werden wir miteinander nach einer Lösung suchen, die sicherstellt, dass alle sieben Themengebiete gleich gut behandelt werden können.

Am Ende werden die Moderatoren die E-Mail-Adressen der Mitdiskutanten erhalten und mit einem ersten Themenbrief die Diskussion eröffnen.
 

 Ja, ich will mich beteiligen
 

die Zeit fehlt mir leider, aber vielleicht kann ich die Aktion ja anders unterstützen?
 
 
 
 
Die grobe Zeitvorstellung:
 Arbeitsschritt / Ereignis

 End-Termin circa
 Gruppenbildung abgeschlossen, Moderatoren stehen fest

 20. August 2010
 Gruppendiskussionsphase, Teil-Staatsziele stehen fest

30. November 2010
 Klärung der Zielhierarchie abgechlossen

31. Januar 2011
Inhaltliche Geschlossenheit und Wiederspruchsfreiheit aller Ziele hergestellt

31. März 2011
 Endgültige, abschließende Formulierung

 30. April 2011
 Veröffentlichung

 1. Mai 2011
 
 
 

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Hallo Herr Kreutzer,

Sie müssen, glaube ich, für Ihre Standardwerke, mal wieder massiv die Werbetrommel rühren. Mir scheint dass einige Ihrer Stammreaktionäre Ihre dargestellten Alternativen noch nicht kennen…

Das tue ich doch glatt! Hau'n Sie drauf, mit der Maus, auf die Trommel!

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