Paukenschlag am Donnerstag
No. 21 /2010
vom 27. Mai 2010

Kommentare zum Zeitgeschehen
von Egon W. Kreutzer

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Über den Verhältnissen

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Leserbriefe
 
Paukenschläge 2010 (ältere)
1 Angela Merkel
2 Innere Angelegenheiten
3 Werbung ist Krieg
4 Werbung ist Krieg - und wer geht hin?
5 Zwischen Schmerzgrenze und Hemmschwelle
6 Die Sache mit dem Zins
7 Schluss mit Lustig
8 Zins und Wachstumszwang
gehören zusammen
 9 Bananenrepublik
10 Dr. Petschow
Geld und Demokratie
11 Die freie demokratische Kopfpauschale
12 Progressive Benzinsteuer
13 nicht belegt
14 Volkswirtschaftlicher Gesamtschaden
15 Griechenland als Chance verstehen
16 Kurzarbeit - der Kombilohn durch die Hintertür
17 Die Mär vom gefährdeten Euro
18 Muttertagswahl
19 Europhrenie
20 Extremsparer - wie vom wilden Affen gebissen
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Über den Verhältnissen

 
Vorsicht, schwer verdauliche Kost
 
 
Die derzeit allgemein übliche Rhetorik in Bezug auf Schulden besagt:
 
  • Schulden sind der Beweis dafür, dass jemand, mehr oder weniger lang, über seine Verhältnisse gelebt hat, und,

  • die Ursache der aktuellen Eskalationsstufe der Weltwirtschaftskrise, genannt "Euro Krise" ist durch dieses "Leben über den Verhältnissen" ausgelöst worden und kann folglich nur durch striktes Sparen überwunden werden.
 
Das mag in wenigen Einzelfällen zutreffen.
 
Die von unseren führenden Politikern zur Richtschnur ihres Handelns erhobene fahrlässige Verallgemeinerung ist jedoch in jeder Hinsicht unzulässig und schreit förmlich nach einer Gegendarstellung.
 

 

Ergebnis-Zusammenfassung - Summary


    Schulden von Staaten, Unternehmen der Realwirtschaft und privaten Haushalten sind zwingend erforderlich, um den Austausch von Waren und Leistungen in einer hochgradig arbeitsteiligen Wirtschaft überhaupt zu ermöglichen.
     
    Es gäbe sonst kein Geld.
    (Außer man organisiert das Geldsystem ganz anders)
    Die Tatsache, dass Schulden nach vollbrachter Transaktion nicht mehr (vollständig) getilgt werden können, infolgedessen dem Zinseszinseffekt unterliegen und zwangsläufig immer weiter wachsen, ist nicht auf ein
    "Leben über den Verhältnissen" zurückzuführen.
     
    Daher muss auch der Versuch scheitern, Schulden durch strenges Sparen, also durch ein vermeintlich kompensierendes "Leben unter den Verhältnissen" zu reduzieren.
    Die vollständige Tilgung der Schulden wird doch nicht verhindert, weil der Wille zur Tilgung und zur dafür erforderlichen Leistungserbringung fehlte, sie wird einzig und allein dadurch verhindert, dass nicht leistungsadäquate Einkünfte aus der Realwirtschaft in die Finanzsphäre abfließen, dort als Forderungen der Netto-Gläubiger an Staat, Wirtschaft und private Haushalte (ohne nennenswertes Vermögen) dauerhaft gehalten werden und damit zur Tilgung nicht mehr zur Verfügung stehen.
    Für die aktuelle Situation gilt:
     
    Entschuldung - und damit die Überwindung der Krise - ist ohne Forderungsverzicht nicht möglich.
     
    Nachhaltige Entschuldung erfordert den vollständigen Verzicht auf nicht leistungsadäquate Einkünfte.
     

    Wo die Bereitschaft zum Forderungsverzicht fehlt, wird früher oder später die Inflation für den Ausgleich sorgen. Je später, umso schmerzlicher.
     
    Wo die Bereitschaft zum vollständigen Verzicht auf nicht leistungsadäquate Einkünfte fehlt, wird es früher oder später zu gewaltsamen Verteilungskämpfen kommen. Je später, umso härter.
     
    Je früher die Einsicht in diese Zusammenhänge zu nachhaltigen Veränderungen führt, desto eher werden wir das Zusammenleben einer reifen Gesellschaft in Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit organisieren können.

 

 
 
 
Die Faktenlage
 
Statt der von sog. Experten vorsätzlich ausgelegten falschen Fährte nachzugehen und Schulden aus jenem moralisierenden Blickwinkel zu betrachten, der dem Schuldner stets Verschwendung und Versagen, dem Gläubiger - Wucherer ausgenommen - stets Sparsamkeit und altruistisch-gütige Motive unterstellt, gilt es, sich einen möglichst vollständigen Überblick über die relevanten Fakten zu verschaffen und dann ein eigenes Urteil zu bilden.
Das ist einfacher und weniger aufwändig als es zunächst aussieht, denn unter dem Aspekt der Relevanz lässt sich die Vielzahl der Fakten durch sinnvolle Klassifizierung nach wenigen bestimmenden Merkmale so stark reduzieren, dass der undurchdringlich erscheinende Wald sich lichtet.
 
 
Die Rollenverteilung
Schuldner : Gläubiger
 
Die erste, wichtigste und zugleich schwierigste Klassifizierung ist die Einteilung der Wirtschaftssubjekte in Schuldner und Gläubiger. Wichtig ist diese Klassifizierung, um aufzuzeigen, dass Schuldner und Gläubiger einander bedingen, dass kein Gläubiger sein kann, wo es keinen Schuldner gibt und dass kein Schuldner sein kann, wo es keinen Gläubiger gibt.
 
Besonders schwierig ist diese Klassifizierung, weil sie nicht vorgenommen werden kann, ohne das Wesen des Geldes wenigstens ein Stück weit verstanden zu haben:
Erst wenn verstanden ist, dass der Besitz von Geld nicht einfach der Besitz von Geld ist, so wie der Besitz eines Hutes einfach der Besitz eines Hutes, der Besitz eines Goldbarrens einfach der Besitz eines Goldbarrens ist, sondern dass, wer Geld besitzt, zugleich auch Gläubiger ist, kann die Legende von den bösen Schuldnern und den guten Gläubigern als Lügenmärchen entlarvt werden.
 
Jeder Geldschein ist ein Schuldschein. Der Schuldschein eines anonymen Schuldners, der immer weitergegeben wird, einfacher und leichter zwar, doch im Grunde nicht anders wie ein Wechsel. Jeder, der diesen Schuldschein annimmt, tut das im Vertrauen darauf, dass der Schuldner, der für diesen Schuldschein haftet, ihn letztlich auch einlösen wird.

 

 

 
Das zu begreifen, ist schwierig.
 
Es wird etwas leichter, wenn man sich einmal in aller kindlichen Naivität vergegenwärtigt, dass der Geldschein selbst ja kaum einen Wert hat. Es handelt sich im Grunde um Altpapier. Warum also nehmen wir Altpapier als Lohn für unsere Arbeit? Warum nehmen die Supermärkte Altpapier an und geben uns alles dafür, was wir zum Leben brauchen? Warum geben die Banken Altpapier heraus, wenn jemand einen Kredit aufnimmt, warum nimmt der Autohändler dieses Altpapier entgegen und gibt dafür einen Neuwagen heraus, und warum gibt die Bank, deren Altpapier doch schließlich den Kauf eines wunderbaren Neuwagens ermöglicht hat, sich bei der Tilgung wieder nur mit Altpapier zufrieden?
 
Warum vertrauen wir alle miteinander darauf, dass dieses Geld, ob nun in Form von Banknoten und Münzen - oder in Form von Guthaben auf Girokonten - mehr Wert hat, als den Papierwert?
Doch nur, weil wir glauben, mit diesem Papier etwas anderes, mehr als nur Papier in der Hand zu halten, nämlich einen Anspruch auf Waren und Leistungen, so etwas wie einen Schuldschein, der irgendwie auf dem Weg zurück zum Schuldner ist, der ihn letztlich einlösen wird - nicht mit Geld, sondern mit einer Leistung, die dem Geldwert entspricht.
 
Ja, es ist immer noch schwierig.
 
Denn noch narrt uns der mit großem Geschick inszenierte Anschein, der Geldschein müsse bereits existent gewesen sein, bevor die Schuld da war, weil man ihn schließlich sonst nicht hätte verleihen können.
 
  • Wer Geld verleiht, so scheint es uns, muss es doch zuvor haben.
  • Wer sich Geld leiht, muss doch auch wieder Geld zurückgeben.
  • Der Schuldschein, der für das Geldleihen unterschrieben wird, liegt doch bis zur Tilgung beim Geldverleiher im Safe - und wird zerrissen, wenn das Geld zurückgebracht wird. Wie soll das Geld also selbst der Schuldschein sein?
 
Da müssen wir nun unerschrocken zurückgehen, bis an den Anfang, dahin, wo der Geldschein herkommt, bevor er zum ersten Mal benutzt werden kann.
 
Geldscheine werden von Spezialdruckereien im Auftrag der Zentralbanken, auch Notenbanken genannt, produziert. Diese Spezialdruckereien verkaufen die Million Euro in 20.000 Fünfzig-Euro-Scheinen an die Zentralbank für einen Betrag, der irgendwo zwischen 2.000 und 4.000 Euro liegen dürfte. Das ist der Neuwert des bedruckten Altpapiers, samt aller eingebauten und aufgedruckten Sicherheitsmerkmale.
 
Und wie kommt das neuwertige Altpapier dann als Geld in Umlauf?
 
Nun, Banknoten kommen in Umlauf, wenn eine Bank sich Banknoten bei der Zentralbank kauft, indem sie dafür Giralgeld überweist, oder wenn sie sich Banknoten leiht, indem sie dafür Sicherheiten zur Verfügung stellt.
 
Warum zahlt nun aber eine Geschäftsbank den horrenden Betrag von 1 Million Euro an die Zentralbank für fast neuwertiges Altpapier, das eigentlich nur einen winzigen Bruchteil dessen wert ist?
 
Ganz einfach: Weil die Kunden der Bank ihrer Bank ebenfalls eine Million dafür bezahlen, wenn sie genau dieses Altpapier kaufen (indem sie den Betrag von ihrem Guthaben abbuchen lassen) oder leihen (indem sie sich den Betrag als Schuld auf dem Girokonto eintragen lassen).
 
Es ist also die Schnittstelle zwischen Zentralbank und Geschäftsbank, an der aus Altpapier Geld wird.
 
Der Weg funktioniert aber auch rückwärts. Bringen Bankkunden Banknoten zur Bank, wird ihnen Giralgeld dafür gutgeschrieben. Hat die Bank einen Überschuss an Banknoten im Safe, gibt sie diese an die Zentralbank zurück und es wird ihr Giralgeld dafür gutgeschrieben.
Liegen die Banknoten wieder im Keller der Zentralbank, handelt es sich wieder um Altpapier. Es ist - wegen der Gebrauchsspuren - ein bisschen weniger wert als es direkt nach der Auslieferung von der Druckerei wert war. Irgendwann ist es abgenutzt und dann so wenig wert, dass es ohne Bedenken in großen Öfen zu Asche verbrannt wird. Dann bestellt die Zentralbank neue Banknoten bei der Druckerei.
 
Banknoten sind nur Geld, solange sie außerhalb der Zentralbank umlaufen. Banknoten kommen in Umlauf, indem sie mit Giralgeld gekauft oder gegen Sicherheiten verliehen werden.
 
 
Wie aber kommt man zu Giralgeld?
 
Das ist die härteste Hürde für jeden, der das Wesen des Geldes verstehen will, doch erst wenn die genommen ist, wird es möglich, die Einteilung der Wirtschaftssubjekte in Gläubiger und Schuldner zweifelsfrei vorzunehmen.
1. Zu Giralgeld kommt man, indem man Bargeld auf ein Girokonto einzahlt.
 
Das ist richtig.
Da es aber vorher Giralgeld brauchte, um Bargeld zu erhalten, handelt es sich bei der Einzahlung von Bargeld auf ein Girokonto nur um einen Rücktausch. Die Herkunft des ursprünglichen Giralgeldguthabens ist damit nicht geklärt.
 
2. Zu Giralgeld kommt man, indem man sich Giralgeld auf ein Girokonto überweisen lässt.
 
Das ist richtig.
Aber um Giralgeld überweisen zu können, muss der Überweisende schon darüber verfügen können. Hier wird Giralgeld nur weitergegeben, sein Ursprung ist weiterhin unklar.
 
3. Zu Giralgeld kommt man, indem man Sparkonten auflöst.
 
Das ist richtig.
Aber um ein Sparkonto auflösen zu können, muss es vorher gefüllt worden sein. Dazu waren Überweisungen von Giralgeld oder Einzahlungen von Bargeld erforderlich. Wo aber ist das Giralgeld hergekommen, mit dem das Bargeld gekauft wurde, das auf das Sparkonto eingezahlt wurde, wo ist das Giralgeld hergekommen, das auf das Sparkonto überwiesen wurde?

 

 

 
 
Alle bisher betrachteten Wege, zu Bargeld zu kommen, setzen die Existenz von Giralgeld voraus, und alle Wege, zu Giralgeld zu kommen, setzen die Existenz von Bargeld bzw. Giralgeld voraus.
 
Bleibt die Frage: Wie entsteht Giralgeld, und warum wird es immer mehr?
 
Die Geldmengen wachsen, das sagen uns alle Statistiken übereinstimmend, und dass das gar nicht anders sein kann, lässt sich schon daran erkennen, dass Löhne und Gehälter und Preise über lange Jahre ganz massiv gestiegen sind und dass trotzdem immer genügend Geld da war, um alles zu bezahlen.
 
Man nennt das Inflation - "Aufblähung" - und gemeint ist damit, dass immer ein bisschen mehr Geld auf den Markt gekommen ist, als Waren und Leistungen.
 
Der Entstehungsprozess von Giralgeld ähnelt stark dem Prozess, bei dem aus bedrucktem Papier Geld wird. Die Möglichkeiten, sich Giralgeld gegen Giralgeld oder Banknoten zu kaufen, haben wir schon durchgenommen.
 
Doch auch Giralgeld kann man - gegen Sicherheiten - leihen. Häuser, Grundstücke oder Autos, die Abtretung künftiger Lohn und Gehaltsansprüche, die Abtretung von Ansprüchen gegen Kunden (Rechnungsabtretung, Zession), oder die Benennung eines Bürgen, ermöglichen die Schaffung von Giralgeld aus einem Kreditvertrag.
Der "innere Wert" des Giralgeldes wird dabei alleine durch das Rückzahlungsversprechen des Schuldners und durch die bereitgestellten Sicherheiten repräsentiert.
 
Die Banken geben das Giralgeld heraus, indem sie den Girokonten ihrer Kunden einen entsprechenden Betrag gutschreiben und gleichzeitig eine Forderung in den Kreditkonten ihrer Kunden eintragen.
 
Die Tätigkeit der Auffüllung des Girokontos durch die Geschäftsbank entspricht dabei der Tätigkeit der Spezialdruckerei bei der Produktion von Banknoten.
 
Mit minimalem Aufwand erfolgt eine Gutschrift auf dem Girokonto. Zugleich wird auf dem Kreditkonto des Kunden - ebenfalls mit minimalem Aufwand - festgehalten, dass die Bank eine entsprechende Forderung gegen ihren Kunden in der Hand hält. Dass er also das soeben erhaltene Guthaben zurückgeben muss, will er wieder schuldenfrei sein.
 
Solange der Kunde nicht über dieses Guthaben verfügt (und solange keine Zinsen fällig werden) hat der Kunde (aus dieser Kreditnahme) genau so viel Guthaben wie Schulden.
Er ist - in dieser Situation - weder Schuldner noch Gläubiger, weil sich die Positionen ausgleichen.
 
Fakt ist - und jetzt wird es ganz schwierig -
 
dass die Bank ihrem Kunden - mit der Gutschrift auf seinem Girokonto - im Grunde nur den eigenen Schuldschein beglaubigt und ihm ermöglicht, diesen Schuldschein in beliebiger Stückelung und Aufteilung anonymisiert weiterzugeben.
 
Die Rolle der Bank gleicht dabei nicht der Rolle des Geldverleihers sondern eher der Rolle eines Notars, der den Vorgang nicht nur beglaubigt und treuhänderisch begleitet, sondern letztlich auch mit dafür haftet, dass der Schuldschein vertragsgemäß eingelöst wird.
 
Wenn der Schuldner über das aus dem Kredit frisch gewonnene Guthaben auf seinem Girokonto verfügt, gibt er im Grunde nur den eigenen Schuldschein weiter, für dessen "Qualität" sich die Bank verbürgt.
 
Egal, wie oft das Guthaben überwiesen, in Bargeld umgewandelt, wieder eingezahlt, erneut überwiesen oder auf ein Sparkonto übertragen und von dort wieder abgehoben wird, stets repräsentiert dieses Guthaben nur die ursprüngliche Schuld. Stets bleibt das Guthaben eine Forderung an den ursprünglichen Schuldner, eine Forderung, die mit jeder Weitergabe des Geldes neu an einen neuen Besitzer abgetreten wird.
 
 
Wer Geld besitzt,
besitzt also "Schuldscheine"
und ist somit Gläubiger.
 
Immer und in jedem Fall.
Abrundende Erläuterung:
 
Die Chance des Schuldners, seine Schuld zu tilgen, besteht einzig darin, sich - durch Leistung oder Glücksspiel, Betrug, Diebstahl, Erpressung, Erbschaft, Spekulation, Fundunterschlagung usw. - aus der Masse der umlaufenden anonymisierten Schuldscheine so viele zu verschaffen, wie er benötigt, um seine eigene Schuld zu tilgen.
Im Klartext: er braucht pünktlich zur Fälligkeit ein ausreichendes Guthaben auf dem Girokonto, das er zu Gunsten seines Kreditkontos überweisen kann. Mit dieser Überweisung gibt der Schuldner in dem Umfang von der Bank beglaubigte und verbürgte Schuldscheine zurück, wie er sie selbst zur Weitergabe erhalten hat. Folglich kann nun auch die Eintragung auf seinem Kreditkonto gelöscht werden. Das Guthaben auf dem Girokonto und die Schuld auf dem Kreditkonto gleichen sich aus. Schuldschein und Schuld verschwinden.

 

 

 
 
 
Die Unterscheidung
in Schuldner und Gläubiger
aus geldsystematischer Sicht
 
 
Mit der Klärung der Rolle des Geldes in den Schuldverhältnissen wird es möglich, eine klare Unterscheidung zwischen Schuldnern und Gläubigern zu treffen. Um die Eigenschaft - Schuldner oder Gläubiger - klar erkennen zu können, müssen Geldschulden und Geldforderungen einfach nur saldiert werden.
 
Wer unter dem Strich mehr Schulden hat, ist (netto-) Schuldner, wer unter dem Strich mehr Forderungen hat, ist (netto-) Gläubiger.
 
Die Einschränkung auf die "geldsystematische Sicht" muss getroffen werden, um Verfälschungen durch Doppelerfassungen und Überschneidungen zu vermeiden. Schließlich existieren Geldschulden und Geldforderungen vollkommen unabhängig von realen Lieferungen und Leistungen und den daraus resultierenden Schuld- bzw. Anspruchsverhältnissen.
Daher ist es notwendig, zum jeweiligen Betrachtungszeitpunkt nur solche Schulden und Guthaben zu berücksichtigen, die (bereits) im Geldsystem manifest geworden sind.
Abgrenzungsregel
 
Schulden und Forderungen, die nicht aus Kreditverträgen sondern aus Lieferungen und Leistungen resultieren, werden erst mit dem Eintritt dieser Schulden und Forderungen in das Geldsystem berücksichtigt, also dann, wenn die Bezahlung und alle dafür erforderlichen Schritte der Geldbereitstellung abgeschlossen sind.
 
Beispiel
Die fällige Rechnung über eine Lkw-Ladung Eiernudeln spielt in dieser Betrachtungsweise so lange keine Rolle, wie der Rechnungsbetrag nicht beglichen ist.
Der Empfänger schuldet dem Lieferanten zwar - vom Eingang der Rechnung an - Geld, und der Lieferant hat mit Rechnungsausstellung seine Geldforderung an den Lieferanten dokumentiert, aber an der hier zu treffenden Unterscheidung in Schuldner und Gläubiger aus geldsystematischer Sicht ändert sich durch die Lieferung, durch die Rechnungsstellung und durch das Fälligwerden der Rechnung nichts. Das alles vollzieht sich außerhalb der Geldsphäre und könnte z.B. auch durch eine wertgleiche Gegenlieferung (Tauschgeschäft) oder die Rückgabe der Lieferung ausgeglichen werden.
Erst wenn durch die Bezahlung der Rechnung Geld von Empfänger zum Lieferanten fließt, kann unter Umständen durch den Geldabfluss aus einem (netto-) Gläubiger ein (netto-) Schuldner werden bzw. durch den Geldzufluss aus einem (netto-) Schuldner ein (netto-) Gläubiger. In aller Regel ändern aber solche Einzelvorgänge nichts an den Rollen der Beteiligten.
 
Sonderfall Banken
 
Schulden und Forderungen in den Bilanzen der Banken, die dabei scheinbar nur die Rolle des dienstleistenden Kontoführers ausfüllen, sind zwar bereits als Forderungen bzw. Schulden bei den Bankkunden erfasst, müssen aber, zur Klärung der Rolle der einzelnen Bankinstitute bei diesen dennoch (mit umgekehrtem Vorzeichen) vollständig berücksichtigt werden.
 
Die Geldschöpfung der Geschäftsbanken spielt in dieser Betrachtung zwar keine Rolle, dieses "Geschehen" lässt sich - wie eingangs geschildert - auf die Beglaubigung von Schuldscheinen der Bankkunden reduzieren, was auch daraus zu erkennen ist, dass durch den Akt der Geldschöpfung das Vermögen der Banken nicht verändert wird, wohl aber führt die "Wanderung" der Guthaben durch entsprechende Verfügungen der Bankkunden zu Veränderung in den Schuldpositionen der einzelnen Institute, was bei einzelnen Instituten zu relevanten Veränderungen der Relation Schulden : Forderungen führen kann.
 
 

 

 

Bezogen auf die einzelnen Wirtschaftssubjekte bleibt die Einstufung als (netto-) Schuldner oder (netto-) Gläubiger zumeist über sehr lange Zeiträume konstant. Nur selten gelingt es einem (netto-) Schuldner, dauerhaft zum (netto-) Gläubiger zu reüssieren, und selten wird ein (netto-) Gläubiger dauerhaft in den Status eines (netto-) Schuldners zurückfallen.
 
Es gilt:
 
Je größer der Saldo aus Schulden und Forderungen, desto unveränderlicher und stabiler ist die Rolle, egal, ob als Schuldner oder als Gläubiger.
 
 
 
 
Die Zugehörigkeit
von Schuldnern und Gläubigern
zu den Generalklassen
der volkswirtschaftlich relevanten Subjekte
 
Um die Verteilung der Schuldner und Gläubiger innerhalb einer Volkswirtschaft erkennen zu können, ist die Einteilung der Wirtschaftssubjekte in die folgenden vier Klassen hilfreich:
    • Staat/Gemeinwesen,
    • Banken/Finanzdienstleister,
    • Unternehmen/Wirtschaft allgemein,
    • Private Haushalte.

 

 

 
Diese Zuordnungskriterien sind sehr leicht aufzufinden. Sie können in der Regel vom Klingelschild oder vom Briefkopf abgelesen werden, finden sich zur Not aber auch in den Akten der Gemeinden und der Finanzämter und werden von niemandem (außer Geheimdiensten, vielleicht) geheimgehalten.
 
Spannend wird es, wenn versucht wird, innerhalb dieser vier Kategorien die Verteilung von (netto-) Schuldnern und (netto-) Gläubigern zu ermitteln.
 
Der Staat,
das pfeifen die Spatzen von den Dächern, ist in allen seinen Gliederungen, einschließlich der Sozialversicherungen ein gigantischer (netto-) Schuldner.
 
Die Banken und Finanzdienstleister
gehören per Saldo (bis auf wenige Ausnahmen) ebenfalls zu den (netto-) Schuldnern, weil die bei ihnen gehaltenen Einlagen (die Einlagen der Bankkunden sind Schulden der Bank) meist etwas höher sind als die Ausleihungen und weil ihr Eigenkapital und das ihnen zur Verfügung gestellte Fremdkapital eben nicht nur als Kredit verliehen wird. Stattdessen finden wir in der Aktiva bebaute und unbebaute Grundstücke, Aktien und andere, nichtgeldliche Vermögensgegenstände, in denen die Mittel, die die Bank ihren Einlegern schuldet, rentierlich angelegt sind.

Dass die Banken, als (netto-) Schuldner in geldsystematischer Sicht, trotzdem prächtig verdienen, liegt daran, dass sie in ganz erheblichem Maße mit den ihnen anvertrauten Einlagen spekulieren und daran, dass sie auf die Einlagen deutlich niedrigere Zinsen zahlen als sie von ihren Schuldnern erhalten.
 
Die Unternehmen der allgemeinen Wirtschaft
sind aus geldsystematischer Sicht ganz überwiegend ebenfalls als (netto-) Schuldner einzustufen. Wir wissen, dass viele Unternehmen unter einer hauchdünnen Eigenkapitaldecke arbeiten, dass ihre Liquidität stets eng am Bedarf bemessen ist und dass die erzielten Gewinne regelmäßig an die Eigentümer, Gesellschafter und Anteilseigner ausgeschüttet werden, deren Kapitalrendite prozentual umso höher ausfällt, je höher der Anteil der Fremdfinanzierung ist. Da zugleich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in dieser Betrachtung nicht berücksichtigt werden (siehe Ausnahmeregel), wird kaum ein Unternehmen der allgemeinen Wirtschaft als (netto-) Gläubiger zu identifizieren sein.
 
Die privaten Hauhalte,
als letzte noch verbleibende Kategorie, sind also zwangsläufig der Ort, an dem die (netto-) Gläubiger aufzufinden sein müssen.
 
Das erscheint bei kurzem Nachdenken auch schnell plausibel, denn schließlich sind es stets Privatpersonen, die nach Vermögensmehrung und Reichtum trachten, ihre Unternehmen sind nur Mittel zum Zweck. Der Staat hingegen, als Institution seiner Bürger, hat nicht die Absicht sich zu bereichern, wozu auch? Und wenn sich jemand am Staat bereichert, dann sind das wieder ganz normale natürliche Personen, die wir als Wirtschaftssubjekte den privaten Haushalten zuordnen.
Dass es innerhalb der privaten Haushalte sehr viele gibt, die als (netto-) Schuldner dastehen, sehr viele, die über kein nennenswertes Vermögen verfügen und vergleichweise wenige, die über große Vermögen verfügen und mit immensen Summen als (netto-) Gläubiger auftreten, sei hier der Vollständigkeit halber erwähnt, im Grunde ist das selbstverständliches Allgemeinwissen.
 
 
 
Vorläufige Schlussfolgerung
 
Wenn Staat, Wirtschaft und der Großteil der Bevölkerung als Netto-Schuldner dastehen und ihnen verhältnismäßig wenige private Haushalte als Netto-Gläubiger gegenüberstehen,
 
  • dann ließe sich daraus folgern, dass die wenigen Netto-Gläubiger um ein Vielfaches mehr leisten als Staat, Wirtschaft und der allergrößte Teil der Bevölkerung zusammengenommen.
  • Es ließe sich daraus folgern, dass Staat, Wirtschaft und der allergrößte Teil der Bevölkerung aufgehört haben, selbst Waren zu produzieren und Leistungen zu erbringen, und dass sie sich stattdessen auf Pump mit dem versorgen, was die wenigen Angehörigen jener privaten Haushalte, die als Netto-Gläubiger in Erscheinung treten, in unermüdlichem Schaffen hervorbringen.
  • Es ließe sich daraus folgern, dass Staat, Wirtschaft und der allergrößte Teil der Bevölkerung über ihre Verhältnisse leben -

    und genau diese Folgerung hat Angela Merkel jüngst wieder einmal als
    "die Wahrheit" von sich gegeben.
 
 
Es ließe sich all das folgern, gäbe es nicht die Realität.

Die Realität, in der die Unternehmen der Wirtschaft und der Staat gestützt auf das Millionenheer der Erwerbstätigen alles hervorbringen, was sie selbst investieren und verbrauchen, dazu einen erheblichen Exportüberschuss und die Gewinne und Zinserträge jener wenigen privaten Haushalte, die als (netto-) Gläubiger dastehen und an jeglicher Hervorbringung - durchaus parasitär - partizipieren.
 
 
 
Die Mechanik
des Schuldenwachstums
 
Schon wieder wird es schwierig.
 
Da sich das Geschehen in Kreisläufen abspielt, ist es gleichgültig, an welcher Stelle die Analyse ansetzt. Beginnen wir daher bei den Unternehmen der allgemeinen Wirtschaft, also der sog. Realwirtschaft.
 
Ungeachtet der realitätsfernen vorläufigen Schlussfolgerung aus dem letzten Absatz werden hier von der überwiegenden Mehrzahl der Erwerbsfähigen jene Güter und Leistungen erzeugt und verkauft, die im In- und Ausland Konsum- und Investitionsbedürfnisse befriedigen. Die Erlöse fließen als Netto-Löhne und -Gehälter an die Belegschaft, als Steuern, Beiträge und Abgaben an den Staat, als Bezahlung für Import-Rechnungen an Vorlieferanten im Ausland und als Gewinnauszahlungen an private Haushalte im In- und Ausland.
 
Tritt die Situation ein - und dass diese Situation eingetreten ist, kann niemand ernsthaft bestreiten - dass bei einem Teil der privaten Haushalte die Einkünfte deutlich über den Ausgaben liegen, dann bleibt dort Geld übrig, das letztlich (letztlich! Es geht gar nicht anders), mangels anderer Verwendungsmöglichkeit, als Einlage bei den Banken landet, womöglich auch als eiserne Reserve in Form von Banknoten im eigenen Safe.
 
Der Gesamtumsatz jedes Betrachtungszeitraumes fließt also, solange die Unternehmen der allgemeinen Wirtschaft Gewinne erzielen und diese an Eigentümer, Anteilseigner, Gesellschafter in einer Höhe ausschütten, die das "Sparen" dieser Mittel faktisch erzwingt, nicht vollständig in den Wirtschaftskreislauf zurück.
 
Das reduziert die verfügbare Liquidität.
 
 
Zudem fordern die Banken laufend die Tilgung der ausgereichten Kredite ein.
Jede Tilgung vermindert die Liquidität, denn die als Geld umlaufenden Schuldscheine müssen bei der Tilgung - bildlich gesprochen - zerrissen werden.
 
Obendrein fordern die Banken Zinsen, was ebenfalls negativ auf die Liquidität wirkt, weil Zinserträge, wie die bereits betrachteten Gewinnausschüttungen, zu einem erheblichen Teil nur aufs Neue verzinslich angelegt werden, der Realwirtschaft also nicht zur Verfügung stehen.
 
Wenn auch die große Zahl der ausgereichten Kredite und die immense verfügbare Geldmenge die Problematik der abschmelzenden Liquidität für eine Weile verschleiern können, weit schwieriger zu verschleiern sind die beängstigenden Spuren, die eine anhaltende Netto-Tilgung in den Bilanzen der Banken hinterlässt:
 
Stehen zum Beispiel in der Anfangsbilanz eines Instituts Eigenkapital und Sachanlagen mit je 10 Milliarden Euro ausgeglichen gegenüber und entsprechen die Ausleihungen mit 50 Milliarden Euro in der Höhe in etwa den Einlagen, so werden sich, bei ständiger Netto-Tilgung, sowohl Einlagen wie auch Ausleihungen um etwa den gleichen Betrag reduzieren, weil schließlich Einlagen (Girokonto) benötigt werden, um Ausleihungen zu tilgen. Doch dieses scheinbare Gleichgewicht ist gestört, weil die Einlagen (Sparkonten) um die Zinszuweisungen gestiegen sind. Das führt zwangsläufig dazu, dass die Deckung der Einlagen durch Ausleihungen nicht mehr im vorherigen Maße gegeben ist.
 
Unterstellen wir beispielhaft, am 31.12. eines Geschäftsjahres erfolgte eine Netto-Tilgung
von 10 Prozent der Ausleihungen und zugleich die Wiederanlage von Zinsgutschriften (5%) auf das angelegte Kapital, verschiebt sich das Verhältnis von Ausleihungen zu Einlagen am Bilanzstichtag von 50 : 50 auf 45 : 47,5.
 
Die Bilanz neigt sich damit in Richtung "Verlust" und die Bank muss versuchen, die durch Tilgung geschrumpfte Aktiva durch andere Positionen auszugleichen, um den Einlagen der Gläubiger entsprechende Vermögenspositionen gegenüberstellen zu können.
 
Dies führt auf direktem Wege dazu, dass die Bank sich, über ihr eigentliches Geschäft - das Kreditgeschäft - hinaus, bemühen muss, rentierliche Anlagen für die Einlagen ihrer Anleger zu finden. Sie wird also Wertpapiere erwerben. Erst festverzinsliche Papiere, dann Aktien, und schließlich wird sie unweigerlich in das Geschäft mit Derivaten aller Art einsteigen müssen, um den anschwellenden Spareinlagen ihrer Kunden entsprechende Vermögenspositionen gegenüberstellen zu können.
 
Das Problem dabei liegt darin, dass die Werte aller dieser Papiere davon abhängen, wie groß die Nachfrage danach ist. Je größer die Nachfrage, desto höher der Preis, der dafür verlangt werden kann - und je dringender die Banken diese Papiere benötigen, um ihren Sparern einen "Gegenwert" präsentieren zu können, desto höher steigen wundersamerweise auch die Preise dieser Papiere.
 
Steigende Werte in der Aktiva, die sich hauptsächlich daraus erklären, dass an den Kapitalmärkten zuviel Geld unterwegs ist, dass also partielle Inflation herrscht, bringen jetzt wunderbarerweise Bilanzgewinne hervor. Die nominalen Werte der Aktiva übersteigen die nominalen Werte der Einlagen der Passiva - und die Differenz kann als Gewinn an Aktionäre und als Guthabenzins an die Einleger ausgeschüttet werden.
 
Da es sich bei den Wertsteigerungen der Papiere jedoch um reine Buchgewinne handelt, die nicht mit entsprechenden Geldzuflüssen hinterlegt sind, muss die Bank die Gewinnzuweisung aus ihren eigenen liquiden Mitteln darstellen.
 
Dies mindert wiederum die insgesamt verfügbare Liquidität.
 
Da parallel dazu weiter netto getilgt wird, steigt der Druck auf die Banken, ihre Aktiva mit Papieren aufzuputzen, deren bilanzierter Wert nichts anderem mehr geschuldet ist, als dem Nachfrageüberhang. So wird Schrott zu purem Gold - und am Ende des Geschäftsjahres steht wieder ein dicker Buchgewinn zur Verteilung an.
 
Dieser Mechanismus ist fester Bestandteil des herrschenden Geldsystems und innerhalb dieses Systems nicht außer Kraft zu setzen.
 
Letztlich entwertet sich dadurch das Vermögen der Einleger - und, so sonderbar es klingt:
 
Je höher die von den Banken ausgeschütteten Gewinne sind, desto näher rücken sie - trotz strahlender Geschäftszahlen - der Insolvenz wegen Überschuldung. Ein Nadelstich genügt, und die Blase platzt.
 
 
Zweite vorläufige Schlussfolgerung
 
Wenn die Forderungen der Netto-Gläubiger größer werden als die Schulden der Netto-Schuldner, sorgen die Banken durch wundersame "Werterhöhung" der Aktiva in ihren Bilanzen für den Ausgleich.
 
Daraus ließe sich schließen,
  • dass die Forderungen der Netto-Gläubiger trotz Netto-Kredit-Tilgung so lange ungebremst weiter wachsen können, wie sich Banken finden, die bereit sind, "Papiere" mit dem erforderlichen Wert in ihre Bilanzen einzustellen.
  • Daraus ließe sich schließen, dass die Banken absolut darauf vertrauen, die durch Gewinnzuweisung an ihre Aktionäre abfließende Liquidität bei Bedarf durch Hinterlegung der "Papiere" bei den Zentralbanken (re-) generieren zu können.
  • Daraus ließe sich schließen, dass Netto-Gläubiger, die mit dem aus Luftbuchungen entstandenen Vermögen ihre Rechnungen aus der Sphäre der Realwirtschaft bezahlen, im guten Glauben an die Seriosität ihrer Bank in vollen Zügen über ihre Verhältnisse leben.
  • Daraus ließe sich schließen, dass Geldvermögen, vollkommen losgelöst von jeglicher realwirtschaftlichen Basis, ungebremst in den Himmel wachsen können,

    gäbe es nicht die Realität.

Die Realität, in der die Unternehmen der Wirtschaft und der Staat gestützt auf das Millionenheer der Erwerbstätigen alles hervorbringen, was sie selbst investieren und verbrauchen, dazu einen erheblichen Exportüberschuss und die Gewinne und Zinserträge jener wenigen privaten Haushalte, die als (netto-) Gläubiger dastehen und an jeglicher Hervorbringung - durchaus parasitär - partizipieren, aber eben nicht in jeder beliebigen Höhe, sondern immer nur in dem Maße, wie es die Leistungsfähigkeit der Realwirtschaft zulässt.

 

 

 
 
Netto-Tilgung
führt direkt in die Bankenkrise.
 
Zur Erinnerung: Alle Ausführungen, bis zu diesem Punkt, beschreiben die Funktionsweise unseres kapitalistischen Wirtschaftssystems.
 
Vom Prinzip her spielt es dabei keine Rolle, ob, von einem einmal erreichten Stand der Guthaben und Schulden ausgehend, die Verschuldung weiter fortschreitet, ob die Zunahme der Verschuldung gebremst oder gar eine echte Netto-Tilgung erreicht wird. Stets hält der Netto-Gläubiger die besseren Karten in der Hand und zwingt den Netto-Schuldner über Gewinnabschöpfung und Zinsforderung immer tiefer in die Abhängigkeit der Verschuldung.
 
Faktisch gibt es allerdings erkennbare Unterschiede im Verlauf.
 
Ein stetes Anwachsen der Neuverschuldung
erleichtert die Bedienung bestehender Kredite mit Zins und Tilgung.
Ein stetes Anwachsen der Neuverschuldung hält Aktiva und Passiva der Bankbilanzen einigermaßen im Gleichgewicht.
Ein stetes Anwachsen der Neuverschuldung, kann ohne nennenswerte Inflation erfolgen, solange das Schuldenwachstum das Produktivitätswachstum nicht überschreitet, und wenn die Schulden schneller wachsen als die Produktivität, relativieren sich Schulden und Forderungen über die sinkende Kaufkraft von selbst.
Ein stetes, mäßiges Anwachsen der Neuverschuldung wäre also die unserem System angemessene Strategie, um das Wachsen der Vermögen der Netto-Gläubiger am verträglichsten zu gestalten.
 
Ein stetes Zurückfahren der Neuverschuldung
erschwert die Bedienung bestehender Kredite mit Zins und Tilgung.
Ein stetes Nachlassen der Neuverschuldung stört die Balance der Bankbilanzen.
Ein stetes Nachlassen der Neuverschuldung stoppt die Inflation und kehrt sie womöglich um. Die Prognose für Amortisation und Rendite realwirtschaftlicher Investitionen wird belastet, weil mit Preisverfall gerechnet werden muss. Zuflüsse aus Gewinnen und Zinsen werden folglich nicht im wünschenswerten Umfang realwirtschaftlich reinvestiert, sondern verbleiben im Bereich der Finanzanlagen. Dies führt zu weiteren Störungen der Balance der Bankbilanzen. Gelingt es den Bankern nicht, ihre Aktiva mit Scheinwerten aufzublähen, stehen die Banken sichtbar vor der Pleite.
 
 
Natürlich muss bei den Auswirkungen einer nachlassenden Neuverschuldung, die allmählich in eine Netto-Tilgung übergeht, zunächst unterschieden werden zwischen zwei verschiedene Formen der Verschuldung.
 
a) Verschuldung durch Bankkredite, die auf Geldschöpfung beruhen, einerseits, und
b) Verschuldung durch Ausgabe eigener Schuldscheine (Anleihen und Pfandbriefe), die gegen bereits bestehende Guthaben verkauft werden, andererseits.
 
 
Wirkungen der Tilgung
a) Wer einen Bankkredit tilgt, mindert die Forderungen der Banken und die umlaufende Geldmenge und bringt so, wie oben beschrieben, die Bankbilanzen ins Ungleichgewicht, weil der Zinszuwachs der Passiva auf der verkleinerten Basis stärker wirkt.
 
b) Wer eine Anleihe zurückzahlt, mindert die Forderungen der Gläubiger, nicht aber die umlaufende Geldmenge. Folglich werden - und das ist noch weitaus schlimmer als im Fall a) - die frei gewordenen Gelder bei den Banken, neben den neu angelegten Zinsen, nach neuer Anlage suchen.
(Dann verändert sich das bereits angesprochene Verhältnis von Ausleihungen zu Einlagen von 50 : 50 sogar auf 45 : 52,5)
 
 
Beide Prozesse laufen parallel zueinander ab. Irgendwann gelingt es den Banken nicht mehr, eine einigermaßen vertretbare Verwendung für die nach Anlagemöglichkeiten suchenden Geldmengen zu finden. Vor allem dann nicht, wenn die künstlich in die Höhe getriebenen Kurse beginnen einzubrechen.
 
Dieses Stadium war spätestens im Sommer 2007 erreicht und führte zu den ersten Schockwellen im weltweiten Finanzsystem.
 
Die Anleger realisierten, dass die Blase zu platzen drohte, dass ihr Geld rasend schnell an Wert verlieren würde, gelänge es nicht, aufs Neue den Anschein zu erwecken, die Aktiva der Banken sei werthaltig und gut besichert. Mit den Schrottanleihen der US-Subprime-Betrugs-Maschine war das nicht mehr möglich. Die einzige Chance bestand darin, die Staaten zu zwingen, als neue Schuldner einzutreten und die Bürger für die Sicherheit der Anlagen der spekulativ aufgeblasenen Vermögen in Haftung zu nehmen.
 
 
Es laufen also zwei anscheinend widersprüchliche Prozesse parallel ab, die sich jedoch gegenseitig stark beeinflussen.
 
 
Prozess 1 Schuldentilgung
 
Durch den Abbau von Schulden schwindet die Liquidität der Realwirtschaft. Die rückläufige Liquidität mindert die Kaufkraft und belastet die Konjunktur.
Löhne und Preise passen sich sukzessive den kleineren Geldmengen an. Löhne, Gehälter, Umsätze und Gewinne sinken - nur die verbliebenen Schulden bleiben nominal gleich hoch, die Tilgung erschwert sich weiter. Tilgung führt zu Deflation, zu Arbeitslosigkeit und Unternehmensinsolvenzen.
 
 
Prozess 2 Geldanlage
 
Der Tilgungsprozess und die oben beschriebenen Umschuldungsprozesse sowie Zins- und Gewinngutschriften führen zu einem Aufblähen des Passivgeschäfts der Banken, die Einlagen wachsen und suchen außerhalb des Kreditgeschäfts nach Anlage.
Um die Bilanzen ausgleichen und trotz Einlagenüberschuss Gewinne ausweisen zu können, müssen die Banken sich in der Aktiva mit hoch- und überbewerteten Papieren ausstatten. "Leichte Gewinne" locken nicht nur immer mehr Geld an, sondern beflügeln auch die Kreditvergabe, weil Spekulationsgeschäfte mit mächtigen Kredithebeln die Eigenkapitalrendite in den Himmel treiben.
Die Banken füllen nun allmählich auch wieder die Aktiva - mit Ausleihungen zur Finanzierung der Spekulation - die jedoch wiederum nur mit dem gleichen Schrott besichert sind, der sich sowieso schon angesammelt hat.
Alle wissen, dass die Blase unweigerlich platzen muss, dass der Termin von Tag zu Tag näher rückt, doch keiner kann aussteigen, will er nicht als erster in den Ruin fallen.
 
 
Über den Verhältnissen
 
Geld, das als universelles Medium für den Austausch von Waren und Leistungen in einer hochspezialisierten, arbeitsteiligen Gesellschaft unverzichtbar ist, ist nichts anderes als ein, von Banken beglaubigter, und dadurch anonymisierter, umlauffähiger Schuldschein.
Solches Geld muss - in seiner Gesamtheit - vor der Leistungserstellung geschaffen und nach Abschluss der damit bewerkstelligten Transaktionen wieder vernichtet werden. Dann dient jede Verschuldung einem sinnvollen realwirtschaftlichen Zweck und verschwindet mit dessen Erfüllung von selbst wieder.
 
Es ist also falsch, zu behaupten, Verschuldung sei der Beweis
für ein "Leben über den Verhältnissen".
 
Würde unser Wirtschaftssystem vernunft- und verfassungsgemäß funktionieren, wäre Verschuldung - ganz im Gegenteil - der wichtigste Indikator für die innerhalb einer Volkswirtschaft vorhandene Leistungsbereitschaft, ein Anstieg der Verschuldung würde auf einen (bevorstehenden) Anstieg des BIP hinweisen, ein Rückgang der Verschuldung auf eine (bevorstehende) Sättigung der Märkte.
 
Doch leider ist das Prinzip "Kredit - Transaktion - Tilgung" im real existierenden Banken-Kreditgeld-Kapitalismus-System an entscheidender Stelle nur unvollständig realisiert,
 
denn:
 
1. fordert der Kreditzins eine stete Ausweitung der Geldmenge durch Neuverschuldung, weil er anders, unter den normalen Bedingungen des Systems, gar nicht dargestellt werden kann, und
 
2. erzwingt der Mittelbedarf für nicht leistungsadäquate Einkünfte (Zinsen, Pachten, Mieten, Dividenden, Lizenzen, Spekulationsgewinne) durch die dafür erforderliche Neuverschuldung Inflation, weil damit mehr Geld ins System kommt, als Waren auf den Markt (daher: nicht leistungsadäquat).
3. Um aber den Geldwert stabil zu halten, werden die überflüssigen Geldmengen gehortet, also aus den Kreisläufen der Realwirtschaft herausgehalten und in die Sphäre der Finanzwirtschaft überführt, wo sie letztlich dem Spekulantentum überlassen werden und wo wiederum Banken durch die Beglaubigung von Schuldscheinen Giralgeld bereitstellen und damit die Einsätze für immer neue Wetten auf immer obskurere Papiere hervorbringen, was
4.dazu führt, dass bestehende Schulden nicht mehr getilgt werden können, weder da, wo sie realwirtschaftlichen Zwecken dienten, noch da, wo sie zur Finanzierung verlorener Wetten eingegangen wurden.
 
 
Schulden von Staaten, Unternehmen der Realwirtschaft und privaten Haushalten sind zwingend erforderlich, um den Austausch von Waren und Leistungen in einer hochgradig arbeitsteiligen Wirtschaft überhaupt zu ermöglichen.
Es gäbe sonst kein Geld.
(Außer man organisiert das Geldsystem ganz anders)
 
Die Tatsache, dass Schulden nach vollbrachter Transaktion nicht mehr (vollständig) getilgt werden können, infolgedessen dem Zinseszinseffekt unterliegen und zwangsläufig immer weiter wachsen, ist nicht auf ein "Leben über den Verhältnissen" zurückzuführen. Daher muss auch der Versuch scheitern, Schulden durch strenges Sparen, also durch ein vermeintlich kompensierendes "Leben unter den Verhältnissen" zu reduzieren.
 
Die vollständige Tilgung der Schulden wird doch nicht verhindert, weil der Wille zur Tilgung und zur dafür erforderlichen Leistungserbringung fehlte, er wird einzig und allein dadurch verhindert, dass nicht leistungsadäquate Einkünfte aus der Realwirtschaft in die Finanzsphäre abfließen, dort als Forderungen der Netto-Gläubiger an Staat, Wirtschaft und private Haushalte ohne nennenswertes Vermögen dauerhaft gehalten werden und damit zur Tilgung nicht mehr zur Verfügung stehen.
 
Für die aktuelle Situation gilt:
 
  • Entschuldung - und damit die Überwindung der Krise - ist ohne Forderungsverzicht nicht möglich.
 
  • Nachhaltige Entschuldung erfordert den vollständigen Verzicht auf nicht leistungsadäquate Einkünfte.
 
 
Wo die Bereitschaft zum Forderungsverzicht fehlt, wird früher oder später die Inflation für den Ausgleich sorgen. Je später, umso schmerzlicher.
 
Wo die Bereitschaft zum vollständigen Verzicht auf nicht leistungsadäquate Einkünfte fehlt, wird es früher oder später zu gewaltsamen Verteilungskämpfen kommen. Je später, umso härter.
 
 
Je früher die Einsicht in diese Zusammenhänge zu nachhaltigen Veränderungen führt, desto eher werden wir das Zusammenleben einer reifen Gesellschaft in Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit organisieren können.
 
Das, Frau Dr. Merkel, ist die andere Wahrheit.
 
 
 


 
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Reaktionen auf diesen Paukenschlag


Sehr geehrter Herr Kreutzer,

zu Ihrem Paukenschlag "Über den Verhältnissen" möchte ich mich recht herzlich bedanken. Wir sind so manipuliert, daß es uns nicht in den Sinn kommt, das logische System ernsthaft in Frage zu stellen, das uns mit vorgekauten "Argumentationen" aus dem Karussell der Experten um die Ohren gehauen wird. Ja, wer die Geltung dieser Logik bezweifelt, läuft Gefahr, für nicht ganz dicht erklärt zu werden. Doch wer für alles "offen" ist, kann nicht ganz dicht sein. Die Geltung der Logik über das Wesen dieses Altpapiersystems wird von der Mehrheit weder verstanden noch hinterfragt, da es für die Mehrheit zu kompliziert erscheint.

Sie haben, dank Ihres klaren und verständlichen Schreibstils, einer gut dosierten Menge Galgenhumor und spannenden Beispielen die Gabe, dieses System auch für einen überzeugten Sparfuchs (der seine "Werte" dort bunkert, wo es alle tun) so schmackhaft zu machen, indem Sie aus 'henkeltrocken' 'haklefeucht' machen. Mein Nachbar ist eher ein Typ, der um solche Themen einen großen Bogen macht, doch diesen Paukenschlag musste ich ihm direkt doppelt ausdrucken...

Na das habe ich doch gerne gemacht.

"Glück liegt nicht darin, dass man tut, was man mag, sondern dass man mag, was man tut." Von wem dieses Zitat stammt weiß ich nicht mehr, doch aus Ihren Aufsätzen glaube ich dieses Glück herauszulesen.

Ich wünsche Ihnen ein schönes Restwochenende.

Gruß und Dank


Hallo Herr Kreutzer,

der Artikel spricht für sich. Danke, dass Sie auch die Zwickmühle herausgearbeitet haben, in welcher sich die Banken befinden. Es wird in den Medien immer über die Banken geschimpft, sie hätten nichts aus der Krise gelernt. Offensichtlich würde es auch dann nichts nützen, wenn sie etwas daraus gelernt haben, da es für sie keine Alternative gibt...

Diejenigen die Nichts gelernt haben sind:
a) die Zentralbank, die immer noch an ihrem Antiinflationswahn festhält, statt mit einer vernünftigen Inflation den Wert der Geldvermögen und Schulden(!) abzuschmelzen. (Sie müsste Druck auf die EU ausüben, damit in der Rahmengesetzgebung des Euro endlich den Interessen der arbeitenden und arbeitssuchenden Menschen wieder Vorrang vor der Geldwertstabilität gegeben wird. Schließlich hat sie die Experten und weiß, dass diese falschen Rahmengesetze mittelfristig das Ende des Euro
herbeiführen werden.)
b) die Regierungen (und viele Parteien), welche sich nicht an eine grundsätzliche und vorbehaltlose Analyse des Problems heranwagen. Und stattdessen immer noch lieber an das Märchen vom scheuen Reh glauben...

Liebe Grüße,
Thomas Koudela


Hallo Herr Kreutzer
Ich hab (... in einer größeren Gesellschaft ...) versucht zu erklären warum nicht "Faule Griechen" schuld am Finanzdesaster sind, sondern unser Geldsystem. Ernüchtert musste ich feststellen dass in den Köpfen der meisten leider das geozentrische Weltsytem weiter existiert. Nach den Motto, morgens geht die Sonne im Osten auf und abends im Westen unter, deswegen MUSS sie sich ja um die Erde drehen, das sieht man doch.
Es müssen alle nur ordentlich wirtschaften und fleißig sein, dann wird alles gut oder alles muss in einem Krieg zerstört werden (warum eigentlich, ich seh auch so noch viel Kaputtes), denn dann fängt alles wieder von vorn an.
Hurra
Sehr geehrter Herr Kreutzer!

Danke für die aufschlußreiche Aufklärung. Ich leite diese Mail gleich weiter an meinen Bekanntenkreis.

Es gibt leider recht viele Zeitgenossen, die einfachste Mechanismen des Geldverkehrs nicht wahrnehmen können oder wollen und gegen Geld"drucken" und Zins & Co. wettern, ohne dabei zu merken, daß jede Verselbständigung des Geldes als solches, ohne Anbindung an Wirtschaft und Gesellschaft (... das eigentliche Problem darstellt. ...)

Nicht das Vorhandensein von oder die Eigenschaft von Geld als von der Sache her, wie Sie es darstellen, Altpapier und mehr oder weniger hochwertiger Schrott ist es, was die Wirtschaft in die Knie zwingt, sondern der Mechanismus, der im wirtschaftlichen System eingebaut ist und von den gegenwärtigen Regierungen in der Welt zuungunsten einer Besserung der Situation gesteuert (aber nicht geregelt!) wird, und der es geschehen läßt, daß für den Umlauf bestimmte Mittel gehortet werden (können). Würden die Werte in materieller Form gehortet werden, könnte vielleicht ein bescheidener Warenumlauf stattfinden, aber was soll jemand mit allerhand Waren in Gestalt von Lebensmitteln und Konsumgütern anfangen, die er anstelle von Kontoauszügen in seinem Garten und auf der Minigolfbahn aufstellt, weil Haus und Scheuer bereits vollkommen zugebaut sind, und täglich werden das mehr - es würde niemand tun, weil das unvernünftig ist- deshalb bleibt das Geld auch dort, wo es sich besser aufbewahren läßt und wo es am Ende - wie dargestellt - dem Wirtschaftskreislauf entzogen wird.

Es gilt also nicht, gegen Geld, Geld drucken oder Zins oder Zinseszins zu wettern, sondern gegen den Mechanismus, der Geld akkumulieren und so quasi wertlos werden läßt und somit geordnetes Wirtschaften unmöglich macht und Krisen herbei führt.

Also, herzlichen Dank nochmal und weiterhin solch lichte Momente!

Mit freundlichen Grüßen


Hallo Herr Kreutzer!

Zitat: "Das, Frau Dr. Merkel, ist die andere Wahrheit." Zitat Ende.

In diesem Punkt möchte ich ausnahmsweise widersprechen. Es ist nicht die
andere Wahrheit, sondern die einzig richtige Wahrheit. Mehr habe ich
diesem genialen Text nicht hinzu zu fügen.

Mit sehr freundlichen Grüßen;


Hallo Herr Kreutzer,

Sie müssen, glaube ich, für Ihre Standardwerke, mal wieder massiv die Werbetrommel rühren. Mir scheint dass einige Ihrer Stammreaktionäre Ihre dargestellten Alternativen noch nicht kennen…

Das tue ich doch glatt! Hau'n Sie drauf, mit der Maus, auf die Trommel!

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