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Q!u |
- am Beispiel BMW
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- Am 3. November 2009 wurde
in München
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- ein 43-jähriger Kfz-Mechaniker
zu einer Haftstrafe von dreieinhalb Jahren verurteilt. Der Mann
hatte, zusammen mit drei Komplizen versucht, Susanne Klatten
zu erpressen. Sie forderten die Summe von 800.000 Euro und einen
fabrikneuen BMW.
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- Erpressung ist ein scheußliches
Verbrechen, auch wenn nur damit gedroht wird, intime Bilder hochgestellter
Personen öffentlich zu machen, obwohl man diese gar nicht
besitzt.
- Erpresser gehören in einem
Rechtsstaat ohne Wenn und Aber verfolgt,
gestellt und verurteilt.
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- Egal, wer sie sind, wen sie
erpressen und womit.
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- Am 3. November 2009 wurden
in München
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- die Quartalszahlen von BMW veröffentlicht.
Der Autobauer hat im dritten Quartal nach Steuern 78 Millionen
Euro verdient. Das hat zu einem massivem Kurseinbruch geführt,
denn die Analysten hatten mit mindestens 118 Millionen gerechnet
- im Vorjahr hatte es in den drei Monaten Juli, August und September
immerhin noch einen Gewinn von 298 Millionen Euro zu verteilen
gegeben.
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- Verteilt wird der Gewinn von
BMW zu 46,6 % an die Familiie Quandt.
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- Stefan Quandt stehen 17,4% zu,
Johanna Quandt 16,7% und Susanne Klatten, geb. Quandt, ist mit
12,5% beteiligt. Der Rest geht an kleinere Aktionäre.
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- 12,5 % von 78 Millionen sind
9.750.000 Euro.
12,5 % von 298 Millionen sind 37.250.000 Euro
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- Gut, das sind nicht die Jahreszahlen,
das sind nicht die Ausschüttungen an die Aktionäre,
es sind nur die Gewinnzahlen eines Quartals. Die aber - ob sie
nun ausgeschüttet werden oder nicht - letztlich das Vermögen
der Eigentümer erhöhen.
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- Ausgeschüttet wurden 2006
458 Millionen, 2007 694 Millionen und im ersten Krisenjahr 2008
immer noch 197 Millionen.
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- Die Anteilseigner haben also
im Laufe der letzten drei Jahren von BMW 1,35 Milliarden Euro
bezogen, davon entfielen auf die Familie Quandt 0,63 Milliarden
Euro.
Frau Klatten alleine kam auf rund 169 Millionen, und - das sei
ganz am Rande noch vermerkt - den Quandts gehört auf dieser
Welt noch weit mehr, als nur die 46,6% an BMW.
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- Aber statt sich zu fragen,
womit die Quandts dieses Einkommen verdienen oder wofür
sie es erhalten, reden sich unsere Politiker die Köpfe heiß,
wie man überzogene Managergehälter und Bonizahlungen
begrenzen soll - und senken den Milliardären dieser Republik,
nachdem die Vermögenssteuer schon seit Jahren nicht mehr
erhoben wird, mit großem Eifer die Erbschaftssteuer.
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- Die Frage, was die Quandts tun,
um sich dieses Einkommen zu verdienen, ist müßig.
Egal was sie tun, es kann niemals in einem auch nur einigermaßen
ausgewogenen Verhältnis zu den erzielten Einkünften
stehen.
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- Der Frage, worauf der unaufhörlich
sprudelnde Geldsegen zurückzuführen ist, kann schon
eher nachgegangen werden. Ich habe es versucht - es war gar nicht
so schwer.
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- Die BMW AG gibt es in Deutschland
seit 1918.
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- Hervorgegangen ist die BMW AG
aus der BMW GmbH (1917), die wiederum nach Namensänderung
aus der 1913 von Karl Rapp gegründeten Rapp Motorenwerke
GmbH hervorgegangen war. Das Geschäftsgebiet von BMW waren
damals Flugzeugmotoren, also wesentliche Bestandteile jener fliegenden
Kisten, in denen im Ersten Weltkrieg die bis heute gerühmten
Helden der Lüfte saßen und sich gegenseitig mit Maschinengewehren
nach dem Leben trachteten.
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- Hauptaktionär von BMW
war damals Camillo Castiglioni.
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- Der 1879 in Triest geborene
Sohn eines Rabbiners war zunächst als Vertreter der Österreichisch-Amerikanischen
Gummiwarenfabrik AG (Reifenhersteller, später Semperit)
in Konstantinopel tätig, wurde dann Leiter der Exportabteilung
in Wien und schon 1904 Generaldirektor. Bei Austro-Daimler wurde
er zum Vorsitzenden des Aufsichtsrates bestellt und Chef der
österreichischen Fiat-Gesellschaft war er auch.
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- 1912 gründete er die "Motor-Luftfahrzeug-Gesellschaft
m.b.H.", ein Handelsunternehmen, das Militärflugzeuge
vermarktete, und die "Ungarische Flugzeugwerke A.G. ".
- Zwei Jahre später die "Österreichisch-ungarische
Albatros-Werke Ges.m.b.H" und die "Hansa und Brandenburgischen
Flugzeugwerke, Berlin und Brandenburg".
1917 kamen die "Phönix Flugzeugwerke A.G." in
Wien und die BMW GmbH in München dazu.
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- Da der Versailler Vertrag Deutschland
die Herstellung von Kriegsgerät aller Art verbot, war auch
die Produktion von Flugzeugmotoren nicht mehr gestattet. Damit
erlahmte Castiglionis Interesse an BMW. Als BMW 1918, mit Castiglioni
als Hauptaktionär, in eine AG umgewandelt wurde, erwarb
Castiglione die Allgemeine Depositen Bank in Wien und verlegte
sich schwerpunktmäßig auf Börsenspekulationsgeschäfte.
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1922 schließlich
verließ er das Unternehmen BMW - und nahm die Namensrechte
mit.
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- Den alten Namen BMW übertrug
Castiglioni auf seine jüngste Neuerwerbung, die Bayerischen
Flugzeugwerke.
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- 1923 brachte diese neue BMW
AG das erste Motorrad, die R32 auf den Markt.
- 1924 wurde die Produktion von
Flugzeugmotoren wieder aufgenommen.
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- Castiglioni, der zunächst
als Alleinaktionär das Sagen hatte und nach dem Börsengang
1926 mit 40% des Aktienkapitals neben dem neuen Hauptanteilseigner,
der Deutschen Bank, immer noch großen Einfluss im Unternehmen
wahrnahm, zog immense Kapitalmengen aus dem Unternehmen ab. Erst
1929, als die Beschaffungsstellen des Reichs die Auftragsvergabe
an BWM mit der Forderung nach dem Ausscheiden Castiglionis verknüpften,
wurde er gezwungen sein Engagement bei BMW ganz zu beenden und
- weil er in einer Liquiditätsklemme steckte - seine restlichen
Aktien an die Deutsche Bank abzutreten.
- Von nun an verdiente die
Deutsche Bank an BMW.
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- Die Zeit von 1933 bis 1944,
Kriegsvorbereitung und Krieg, brachten dem für Görings
Luftwaffe wichtigen Zulieferunternehmen BMW einen gewaltigen
Höhenflug.
- 1938 fielen BMW im Zuge der
"Arisierung" die Argus-Flugmotorenwerke
des jüdischen Fabrikanten Moritz Strauß zu, was zum
Entstehen der Reichswerke in Allach führte.
1939 wurden die Brandenburgischen Motorenwerke in Berlin-Spandau
übernommen und die Niederbarnimer Flugmotorenwerke GmbH
gegründet.
- BMW setzte zur Fertigung von
Flugzeugmotoren in Allach (Werk II) in großem Umfang Zwangsarbeiter
und KZ-Häftlinge ein, die in Zwangsarbeitslagern und im
Außenlager Allach des Konzentrationslagers Dachau untergebracht
wurden. 1944 beschäftigte BMW rund 56.000 Menschen, etwa
die Hälfte davon waren Zwangsarbeiter.
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- Zum Ende des Krieges waren die
Produktionsanlagen in München völlig zerstört,
das Werk in Eisenach unterstand sowjetischer Verwaltung. Ein
Neuanfang war angesagt.
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- Es kann jedoch davon ausgegangen
werden, dass die Kriegsproduktion den Anteilseignern der Deutschen
Bank über die Jahre doch einigen Wohlstand eingebracht hat.
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- Der ausgewiesene Bilanzgewinn
der BMW AG einschließlich der Ausschüttungen der GmbHs
belief sich in den vier Jahren 1926 bis 1929 vom Börsengang
bis zum Ausscheiden Castiglionis auf insgesamt 6.768.812 Reichsmark.
Von 1930 bis 1941 wurden 19.661.621 RM Gewinn erwirtschaftet.
Alleine 1941 waren es 3,7 Millionen Reichsmark - und der Krieg
war 1941 noch nicht zu Ende, nur das Zahlenmaterial ab 1942 habe
ich bei meiner Recherche nicht mehr gefunden.
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- Die ersten chaotischen Jahre
nach dem Krieg mündeten in der Produktion des ersten Nachkriegsautomobils.
Der BMW 501, ein echtes Luxus- und damit für BMW ein echtes
Draufzahlauto - wie heutzutage der Phaeton für VW - wurde
für die Eliten der Nachkriegszeit produziert. Erst 1955
kam der Frontklappen-Kleinstwagen Isetta in Lizenz des italienischen
ISO-Konzerns ins Programm. Die Schere zwischen dem Luxusautomobil
für die zahlungskräftige Kundschaft und dem als "Schlaglochsuchgerät"
verschrieenen Rollermobil für eher klamme Kunden klaffte
weit auf - und dazwischen gab es bei BMW nichts Vierrädriges
im Angebot.
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- BMW schrieb Verluste. Im Dezember
1959 wollten BMW-Vorstand und BMW-Aufsichtsrat - beide letztlich
von der Deutschen Bank bestellt - das Unternehmen an die ebenfalls
von der Deutschen Bank beeinflusste Daimler Benz AG verkaufen.
Die Übernahme konnte von Kleinaktionären trickreich
abgewehrt werden, doch machte das die Lage der Gesellschaft nicht
besser. Nach wie vor fehlte Geld, um die Entwicklung eines neuen,
rentablen Mitteklassemodells zu finanzieren.
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- Hier beginnt die Ära
Quandt.
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- Die aus Holland stammenden Quandts
hatten sich um 1700 im brandenburgischen Pritzwalk niedergelassen.
Die Erfolgsstory der Quandts beginnt damit, dass ein Emil Quandt
1883 mit der Produktion von Armeeuniformen groß ins Geschäft
kam. Während des Ersten Weltkriegs und auch in den Jahren
danach hat ein Günther Quandt die Produktion von Rüstungs-
und Industriegütern in großem Maßstab ausgebaut.
Mit der Proklamation der Rassengesetze profitierten auch die
Quandts von der 'Arisierung' der Wirtschaft, übernahmen
die Betriebe enteigneter Konkurrenten, bauten Ihren Konzern zu
einem der größten Rüstungsproduzenten des Dritten
Reichs aus und ließen sich mit Heerscharen von Zwangsargbeitern
versorgen.
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- Weil es (auch) den Quandts gelungen
war, weite Teile ihres durch Kriegsvorbereitung und Krieg gewonnenen
Vermögens über das Kriegsende hinweg zu retten, konnte
ein Herbert Quandt 1959 die Kapitalmehrheit (60%) bei BMW erwerben.
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- Heute hält die Familie
Quandt (Stefan Quandt, Johanna Quandt, Susanne Klatten) noch
46,6 Prozent der Anteile an BMW und erhält deshalb auch
46,6 Prozent der von BMW ausgeschütteten Dividende.
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- Hier schließt sich
der Kreis.
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- Mit nur noch 78 Millionen Euro
Quartalsgewinn ist kaum noch Staat zu machen.
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- Um die Relation des Gewinnrückgangs
verstehen zu können, ist ein naheliegender Vergleich hilfreich:
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- Von 298 Millionen Quartalsgewinn
im Vorjahr auf nur noch 78 Millionen Euro Quartalsgewinn im laufenden
Jahr abzustürzen, das ist für den Anteilseigner genauso
verheerend,
- als wenn ein Hartz-IV-Empfänger
plötzlich mit 90 Euro pro Monat auskommen müsste, statt
mit dem gewohnten, gerade erst von 345 auf 359 Euro erhöhten
Regelsatz.
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- Ungefähr 7.000 Jobs hat
BMW im letzten Jahr schon abbauen müssen, um den Ruin der
Anteilseigner zu verhindern und wenigstens noch 197 Millionen
Euro ausschütten zu können. Weiterer Stellenabbau wird
folgen.
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- Denn eines ist auch klar:
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- Jeder vernünftig denkende
Handwerksmeister wird sich dreimal überlegen, einen Gesellen
einzustellen, den zu beschäftigen ihm monatlich nicht mehr
als 250 Euro Gewinn einbringt. Das ist doch die ganze Mühe
und den Ärger nicht wert!
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- Warum also soll BMW 100.000
Menschen beschäftigen, die auch nur 250 Euro pro Monat einbringen.
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- Lohnt es sich da eigentlich
noch, Arbeitsplätze zu erhalten?
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- Andererseits:
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- Anfang der 1970er Jahre - frühere
Zahlen habe ich nicht gefunden - betrug das Aktienkapital der
BMW AG 275 Millionen DM. Es ist mit großer Sicherheit anzunehmen,
dass Herbert Quandt 1959 für die 60% Mehrheit bei der seinerzeit
absolut maroden BMW AG nicht mehr als 200 Millionen DM ausgeben
musste - eher um einiges weniger.
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- Gehalten werden von den Quandts
heute noch 46,6% der BMW Anteile, deren Kaufpreis 1959 also bei
höchstens rund 150 Millionen DM - umgerechnet 75 Millionen
Euro gelegen haben dürfte.
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- Und nun wird gejammert, wenn
der Konzern innerhalb von drei Monaten nicht mehr Gewinn abwirft,
als den damaligen Kaufpreis?
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- Für die Erben der Alteigentümer
- stellt das eine Kapitalrendite
von 400% p.a. dar.
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- Da kann man dann schon verstehen,
dass der eine oder andere von diesem Segen etwas abbekommen möchte.
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- Erpressung oder andere Straftaten
sind allerdings der falsche Weg.
Der führt nicht zu Reichtum, sondern ins Gefängnis.
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- Der einzig gangbare Weg wäre
es, eine Regierung zu wählen, die den Reichen und Einkommensstarken
die Steuern endlich wieder erhöht, statt sie immer weiter
zu senken.
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- Die Chance dafür haben
wir gerade wieder einmal verpasst.
- Es kommen noch einmal vier goldene
Jahre für die deutschen Milliardäre.
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- Aber dann, 2013 ...
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- Bis dahin können wir jetzt
versuchen, die Mehrheit der Demokraten zu organisieren, die wir
dafür brauchen!
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- Auf geht's! Worauf warten wir
noch?
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- Guido, Wolfgang, Karl-Theodor,
Philipp und Angela sind schließlich auch schon voll Eifer
bei der Arbeit.
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- Noch eine Bitte in eigener
Sache:
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- Die Paukenschläge verteile
ich inzwischen wöchentlich an rund 1.400 Newsletterempfänger.
Je nach "Saison" und Thema kann ich dann in den ersten
drei Tagen nach der Newsletter-Aussendung zwischen 1.000 und
3.000 Besuchern, in Einzelfällen manchmal auch bis zu 5.000,
auf meiner Homepage zählen. Das ist ein Wert, der in etwa
gleichlaufend mit der Zahl der registrierten Newsletterabonnenten
wächst.
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- Was mich wundert, ist, dass
die Zahl der Besucher an den übrigen vier Tagen pro Woche
seit ungefähr einem Jahr eher sinkt und inzwischen ein deutlich
vergrößerter Abstand zu den "Paukenschlagtagen"
zu erkennen ist.
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- Ich wünschte mir, dass
auch die kürzeren, meist tagesaktuellen Beiträge, die
ich unter die den Aufwand, den ich
dafür erbringe, rechtfertigt.
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- Natürlich hängt dieser
Wunsch auch mit dem Verhalten der Suchmaschinen Google zusammen.
Eine Seite, die neben vielen Links, die auf sie verweisen, auch
viele Besucher verzeichnet, wird bei den Suchergebnissen weiter
vorne angezeigt, als Seiten mit weniger Besuchern. So trägt
letztlich jeder Besucher ein kleines bisschen dazu bei, dass
eine Seite mehr Besuchern von Google als "relevant"
vorgeschlagen wird - und das heißt: Alleine mit dem häufigeren
Besuch meiner Seiten können Sie dazu beitragen, dass mehr
Menschen diese Seiten kennenlernen.
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- Mit besten Grüßen
- Egon W. Kreutzer
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Als ergänzende Lektüre
zum heutigen Paukenschlag emfpehle ich
- "Wolf's wahnwitzige Wirtschaftslehre,
Band II - Globale Konzepte"
Übrigens: Newsletter-Abonnenten
erhalten den Link auf den jeweils neuesten Paukenschlag immer,
sobald er fertig ist. Manchmal am Montag, häufig am Dienstag,
meist am Mittwoch - wenn auch Sie schneller sein wollen, melden
Sie sich an
Reaktionen auf diesen Paukenschlag Sehr geehrter Herr Kreutzer!
Vielen Dank auch für diesen neuen Paukenschlag
- der vielleicht gerade deshalb besonders erhellend ist, weil
er sich nicht mit Opel befaßt, sondern die Aufmerksamkeit
auf diejenigen Umstände lenkt, die in der öffentlichen
Meinungsmache als alternativlos dargestellt werden.
Eine kleine Anmerkung zu BMW-Gewinnen der
Jahre 1933-1944: die meisten Unternehmen, denen Kriegsgewinne
vorgeworfen werden, haben in Real- oder Sachwertkategorien zwischen
1928 und 1948 Einbußen verzeichnet. Die Entwicklung von
Reichsmarkpositionen nach 1931 - Devisenbewirtschaftung - sind
nur mit Abstrichen, diejenigen ab 1935 - gesetzliche Entnahmegrenzen,
Rohstoffbewirtschaftung, Preisvorgaben, Lohnobergrenzen usw.
nur noch in der Tendenz als Zuwachs anzusehen. Reichsmarkguthaben,
Forderungsbestände usw. sind 1943-1948 verpufft. Hierauf
verweisen unternehmensnahe Wirtschaftshistoriker gerne. Sie unterschlagen
dabei aber, daß es kollaborierenden Unternehmen durch ihre
Kooperation mit den NS-Machthabern in der Regel gelang, den Sachgutbestand
und Marktanteile und Markenwert zu sichern. Absolut und auch
im Verhältnis verloren diese Gesellschaften (also ihre Anteilseigner)
daher viel, viel weniger als Kleingewerbetreibende oder sonstige
Normalverbraucher. Aus diesem relativen Startvorteil wiederum
heraus griffen sich die ohnehin Reichen einen besonders großen
Happen aus der Zuwachsrate der fünfziger und sechziger Jahre
ab. In diesem Sinne betrachtet sind tatsächlich die Jahre
des kollektiven Wohlstandsverlustes 1929-1954 eine wesentliche
Voraussetzung der aberwitzigen Akkumulation, die Sie beschreiben.
Herzliche Grüße aus Berlin,
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