Paukenschlag am Donnerstag
No. 43 /2009
vom 29. Oktober 2009

Kommentare zum Zeitgeschehen
von Egon W. Kreutzer

Druckversion  Kommentare lesen / schreiben

Galgenhumor ist immer nur vorher

Q!u
 
Impressum
Startseite
EWK-Verlag
Newsletter
Paukenschläge 2007
Paukenschläge 2008
Weitere Kommentare
Leserbriefe
 
Paukenschläge 2009 (ältere)
1 Steinbrück, Peer
2 Die Würde des Menschen ist nicht mehr ertastbar
3 Asymmetrisches Treiben
4 Wenn Banken baden geh'n - Bad Bank
5 Schuldenbremser
6 Die Liquiditätsblase
7 Abwrackprämie für Bänke
8 Bankenkrisenprotektion
9 Währungskrieg gegen die Eurozone
10 Opel, zum Beispiel
11 Billionen- und Konsonantenverdoppelung
12 Im falschen Film -
Die Krisen-Illusion
13 Wie aber soll eine neue Welt entstehen?
14 Schokohasen - Opium fürs Volk
15 Zwischenhirnwesen
16 System-Relevanz-
Syndrom
17 Komm, lieber Mai, und mache
18 Rentner und Milliardäre
19 Die gestärkten Rechte des EU-Parlaments
20 Gute Banken, schlechte Banken 
21 Eine Zensur findet nicht statt
22 Staatsbank
23 Deutschland geht unter
24 Gesunde Unternehmen retten
25 Oasen Peer
26 Geld in der Krise Kreislauf des Irrsinns
27 Bundestagswahl
28 Rentenpolitische Paradoxien
29 Der ungerechte Lohn
30 Der gerechte Lohn

31 ist ausgefallen
32 Vom Unterschied zwischen der Schweine-
grippe und Karl Theodor zu Guttenberg
33 Auf dem Rummel
34 Allegorisches zum Gewähle
35 Deutschland darf OPEL nicht retten
35a Resonanz - Räsonanz
36 Banker und Boni
37 Pandora, die mit der Büchse
38 Reichtum bleibt tabu
40 Die Ruhe vor Schwarz-Gelb
41 Die Tücken des Wahlrechts
42 Per Saldo 2009
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Galgenhumor ist
immer nur vorher

Ein regelmäßiger Leser der Paukenschläge hat am Freitag letzter Woche eine E-Mail an mich wie folgt abgeschlossen:
 

P.S.
Auch ich befinde mich zur Zeit - wie vermutlich Sie und ein Großteil Ihrer Leser - in einer etwas depressiven Stimmungsphase.

Ich wünsche mir daher für die nächsten Wochen für den Paukenschlag ein wenig mehr Humor, damit wir wenigstens so tun können als ob es noch gute Stimmung gäbe.

Es darf auch gerne Galgenhumor sein ;-)

 
Nun, wenn das die allgemeine Stimmungslage ist - auch Urban Priol war ja sehr depressiv, am letzten Dienstag, in seiner Anstalt - dann fällt es auch mir schwer, so zu tun, als ob es noch gute Stimmung gäbe.
 
Worüber soll man denn noch herzhaft lachen?
 
Wenn überhaupt, dann kann man nur noch mit sanftem Kopfschütteln milde lächeln.
 

 
Aus Berlin grüßt uns diese Woche die neue Regierung.

Es ist, als ob die Mehrheit der Wähler am 27. September vor sich hin gejammert hätte:
"Wenn mir's nur gruselte! Wenn mir's nur gruselte!"
 
Gerade so wie der junge Nichtsnutz in dem Märchen der Gebrüder Grimm:

"Von einem der auszog, das Fürchten zu lernen".
 
 
Doch während der tumbe Märchenmann auf Wanderschaft gehen musste und eine ganze Reihe von Abenteuern zu bestehen hatte, bevor er jener Königstochter in den Schoß fiel, die ihn dann eines Nachts gemeinsam mit ihrer Kammerdienerin doch noch das Fürchten lehrte, kamen die Bundesbürger nach nur drei Wochen Koalitionsverhandlungen - weniger denn je zuvor - erstmals in den Genuss jener eiskalten Schauer, die uns nun die nächsten vier Jahre tagtäglich über den Rücken rieseln werden.

 
Das Gruselkabinett
ist angetreten.
 
 

"Wer das als kalte Politik bezeichnet,
dem ist in seiner Hirnverbranntheit nicht mehr zu helfen",
 
meinte der künftige Außenminister, Guido Westerwelle, bei der Vorstellung der Koalitionsvereinbarung.
 
Damit hat er vermutlich nicht nur mich beleidigt.
 
Aber ich werde ihm den Gefallen nicht tun, seine Politik als eine warme Politik zu bezeichnen. Auch nicht die Inhalte des Koalitionsvertrages. Selbst nicht die Anhebung des Kindergeldes und des Kinderfreibetrages.
 
Es ist kalte Politik,
 
den Kindern, die unter Hartz-IV-Bedingungen leben müssen, vorne das Kindergeld zu erhöhen und es gleichzeitig hinten vom Regelsatz wieder abzuziehen.
 
Darin sehe ich keinen Schimmer sozialer Wärme. Das ist Eiseskälte.
 
Und dass, wenn schon die Ärmsten nichts bekommen, wenigstens den Reichsten die Taschen gefüllt werden, macht die Triebkräfte solcher Politik nicht sozialer.
 
Es macht sie höchstens bibelkompatibel:

Denn wer da hat, dem wird gegeben, daß er die Fülle habe; wer aber nicht hat, von dem wird auch das genommen was er hat. Und den unnützen Knecht werft hinaus in die Finsternis; da wird sein Heulen und Zähneklappern.
 
 
Mein Gott, mich gruselt!
 
Dagegen war die Angst davor, der neue Außenminister könnte im prüden und/oder nichtdeutschsprachigen Ausland dem Ansehen der Bundesrepublik Deutschland weniger nützlich sein, als die meisten seiner Vorgänger im Amte, doch geradezu lächerlich.
 
Die heimliche Hoffnung, Merkel würde ihn als deutschsprachigen Innenminister zwischen dem Verfassungsschutz, der Bundespolizei und der Sportförderung zu verstecken wissen, entpuppt sich als irrelevant, ja fast schon wieder als hirnverbrannt.
 
Soll er doch beim Antrittsbesuch in Frankreich auf den Stufen des Élysée-Palastes dem Präsidenten der Grande Nation entgegenschmettern: "Versprochen - gehalten!", soll er doch!
 
Soll er doch beim nächsten G20-Treffen mit fester Stimme "Mehr netto vom brutto!" fordern. Soll er doch.
 
Und wenn er 2013 - vor den nächsten Neuwahlen - ein letztes Mal vor der UN-Vollversammlung sein unvergessliches "Deutschland braucht ein niedriges, einfaches und gerechtes Steuersystem!" vorträgt, dann wird ihm dankbarer Beifall sicher sein.
 
 
Und das alles darf und wird geschehen, weil der einzige Eignungsnachweis, den Guido Westerwelle für das Amt des Außenministers zu erbringen hat, das Parteibuch der FDP ist, und die Bereitschaft, mit Angela Merkel zu koalieren.
 
 
Mein Gott, wie mich gruselt!
 
 

"Einen ausgeglichenen Haushalt wird es die nächsten vier Jahre nicht geben."
 
Das hat Wolfgang Schäuble, der Mann, der einst mit dem 100.000 DM-Koffer ertappt wurde und jetzt als Finanzminister antritt, ohne schuldhaftes Zögern erklärt. Und er wird sich daran halten, hat er doch auch gleich noch nachgeschoben, dass jetzt keynesianisches Handeln gefordert sei, von allen Experten und von Angela Merkel neuerdings übrigens auch.
 
Soweit ich weiß, hat John Maynard Keynes nicht gemeint, man müsse spekulativ zusammengeraffte Anlegervermögen durch Staatskredite absichern, wenn er "deficit spending" forderte.
 
Wie Merkel und Schäuble und alle Experten es anstellen werden, die Fortsetzung der Kapitalismusrettungspolitik als keynesianisches Handeln zu verkaufen, darf mit Spannung erwartet werden.
 
Schäuble ist schließlich ein alter Fuchs, rhethorisch viel geschickter als sein Amtsvorgänger, der zwar auch wusste, dass ein ausgeglichener Haushalt nicht zu erreichen ist, der aber dennoch nicht davon abzubringen war, jenen ausgeglichenen Haushalt vor sich her zu tragen wie ein tibetanischer Bettelmönch sein "Ommh".
 
Schäuble hat es als Innenminister geschafft, einen Großteil der Bürgerrechte zu demontieren und dem Sicherheitsstreben der vom Kapitalismus begünstigten Oberschicht (oft fälschlich als Elite bezeichnet) unterzuordnen.
 
Nun hat er die dankbarere Aufgabe übernommen, das Geld für die Mehrung des Reichtums herbeizuschaffen. Es wird ihm Spaß machen. Sein Job wird es sein, die Begründungen für die immer weiter steigenden Staatsschulden überzeugend vorzutragen - und überzeugend vortragen, das kann der.

      Kurzer finanztechnischer Einschub - naive Variante:
 

 

      Schuldner ohne Gläubiger gibt es nicht.
       
      Gläubiger werden durch Zinsen reicher.
      Schuldner werden durch Zinsen ärmer.
       
      Staatsverschuldung mehrt also das Vermögen der Gläubiger.
       
      Ein Finanzminister, der die Staatsschuld vergößert,
      verhält sich damit vollständig bibelkompatibel.
       
       
      Denn wer da hat, dem wird gegeben, daß er die Fülle habe; wer aber nicht hat, von dem wird auch das genommen was er hat. Und den unnützen Knecht werft hinaus in die Finsternis; da wird sein Heulen und Zähneklappern.
 

 


Mein Gott, wie mich gruselt!
 
 

„Arbeit war schon immer mein Herzensthema.“
 
Der Spitzname "Ruck-Zuck-Fertig" an den die BILD-Zeitung jüngst erinnerte, stammt noch aus der Zeit, als Franz-Josef Jung hessischer CDU-Generalsekretär war.
 
Dass ihn in seiner Eigenschaft als Verteidigungminister jemand "Ruck-Zuck-Fertig" genannt hätte, ist nicht bekannt und wäre wohl auch völlig unbegründet.
Da trifft es sich doch gut, dass Franz-Joseph Jung jetzt im Arbeitsministerium von der Last der Verteidigung ausruhen darf.
 
Dass er als Anwalt für Arbeitsrecht in der Vergangenheit mehrmals für das Kapitel "Arbeit und Soziales" in den CDU-Wahlprogrammen verantwortlich zeichnete, wird ihm aber kaum helfen, sich in der neuen Aufgabe zurecht zu finden.
Ein Werbetexter kann ja auch um so freier und wirkungsvoller formulieren, je weniger er über den Hamburger weiß, in den zu beißen er uns verführen will.
 
Mit etwas Glück wird Jung sich aber im Arbeitsministerium ebenso so wohl fühlen, wie einst Michael Glos im Wirtschaftsministerium. Mit der ihm eigenen Eloquenz wird es ihm nicht schwerfallen, die Rente mit 67 vier Jahre lang stur zu verteidigen und jeden aufkeimenden Wunsch nach Mindestlöhnen oberhalb jenes ominösen "nicht sittenwidrigen" Lohnes, den uns die Koalition bescheren wird, im Keime zu ersticken.
 
Mein Gott, wie mich gruselt!
 
 

"Es ist klar, dass es immer an den jeweiligen Gegebenheiten vor Ort einen Optimierungsbedarf gibt. Aber das muss nicht immer nur zwingend mit Aufstockung verbunden sein.
 
Da ist er wieder, der windelweiche Abwäger und OPEL-Rettungs-Insolvenz-Prüfer Karl Theodor von und zu Guttenberg, der mit wohlgesetzten Worten solange alles sagt, was das Publikum daraus zu hören glaubt, bis die hinter den Kulissen herangepäppelte normative Kraft des Faktischen "alternativloses" Regierungshandeln erzwingt -
die Aufstockung des deutschen Truppenkontingentes in Afghanistan, zum Beispiel.
 
Jung, der künftige Arbeitsminister, bekommt noch seinen Großen Zapfenstreich, und dann ist zu Guttenberg der alleinige Herr des Verteidigungministeriums.
 
Man muss neidlos zugeben, das Amt passt perfekt zu ihm. So wie zu Guttenberg im fernen Amerika vor laufenden Fernsehkameras mühelos und mit besten Haltungsnoten über die Geländer flankte, wird er sicherlich auch auf jedwedem Feld der Ehre stets eine gute Figur machen.
 

Ganz unabhängig vom neuen Amtsinhaber möchte ich jedoch an dieser Stelle die Frage aufwerfen, ob der Begriff "Verteidigungsminister" noch zeitgemäß ist. Wir erinnern uns:
 
  • Anfang des letzten Jahrhunderts hatten wir "Kriegsminister",
  • später, bis 1945 gab es "Reichswehrminister",
  • erst seit der Wiederbewaffnung 1955 kennen wir das "Verteidigungsministerium" als das für die Landesverteidigung zuständige Bundesministerium.
 
Sach- und sprachlogisch wäre es m.E. ungeheuer hilfreich, sich nun, nach über 50 Jahren VER-teidigungsministerium darauf zu verständigen, nach Kriegs-, Wehr- und Verteidigung etwas Neues zu wagen. Es wäre so einfach, das, was die Bundewehr am Hindukusch tut, der Bevölkerung verständlich zu machen, hätten wir den Mut, den abgenutzen Begriff "VER-teidigung" mit dem scheidenden Verteidigungsminister abzulegen und durch einen neuen zu ersetzen.
 
 
BE-kämpfung
 
 
Wo VER-teidigung eher ein nur reagierendes VER-harren zum Ausdruck bringt, trüge Bekämpfung schon rein semantisch einen Hauch jener forschen Agilität in sich, ohne die sich prophylaktische Einsätze gar nicht planen, geschweige denn befehlen und umsetzen lassen.
 
Mit bloßer Verteidigung ist Franz-Joseph Jung nach Struck am Hindukusch keinen Schritt mehr weitergekommen - würde Karl Theodor zu Guttenberg nun aber versuchen, die Taliban endlich gemeinsam mit unseren Partnern in der Nato aktiv zu bekämpfen, könnte endlich wieder Bewegung in den Einsatz kommen.
 
Große Vorbilder für erfolgreiche Bekämpfung gibt es genug, passende Beispiele finden Sie in jedem Geschichtsbuch, und auch heute ist die Welt voll bekämpfenswerter Ziele.
Also bekämpfen wir den Terrorismus und die Terroristen, die Taliban, Osama bin Laden,
alle Islamisten, die Piraten vor Somalia - und wenn's denn sein muss auch boatpeople vor Lampedusa.
Den Deutschen ist nicht klar zu machen, dass man sich verteidigen muss, wenn man gar nicht angegriffen wird.
 
Aber dass man bekämpfen muss, was gefährlich werden könnte, das haben sie begriffen - und zwar beileibe nicht nur die Kleingärtner, die mit Hilfe der deutschen Chemieindustrie erbittert alles bekämpfen, was auf ihrem Grunde ungebeten fleucht und kreucht ...

 

 
 
Und falls nun der eine oder andere den letzten Absatz in den falschen Hals bekommen haben sollte, dann möchte ich betonen, dass mir ein Verteidigungsministerium, das ausschließlich für die Landesverteidigung da ist, viel, viel lieber ist, als ein Bekämpfungsministerium, das auf der ganzen Welt nach bekämpfenswerten Zielen sucht. Aber dass der Chef einer international kämpfenden Streitmacht sich als Verteidigungsminister bezeichnen lassen darf, kann oder muss, das stört mich, denn es handelt sich um Etikettenschwindel.
 
 
 
Aber zurück zu zu Guttenberg.
 
Er hätte die Chance, in diesem Amt die Rolle des zögerlich Prüfenden aufzugeben, die er sich als Wirtschaftsminister auferlegen musste, wollte er doch vermeiden, auf fremdem Terrain an seinen Taten erkannt zu werden.
 
Aber mit dem Militär und der Nato und den Amerikanern, da kennt er sich wirklich aus, da muss er nicht vorsorglich erklären lassen, er habe ein kleines Familienanwesen jahrelang erfolgreich verteidigt. Und Englisch spricht er auch so gut, dass manche Beobachter schon meinen, er könnte dazu neigen, bei seinen Besuchen im Weißen Haus und im Pentagon den Part des Außenministers gleich mit zu übernehmen.
 
Wir Deutschen würden ihm das ja auch verzeihen, unserem gutaussehenden Senkrechtstarter aus bestem Hause ...
 
Was mir manchmal Sorgen macht, ist die Ähnlichkeit der raketen- wenn nicht gar kometenhaft ansteigenden Begeisterung für Karl Theodor mit der Begeisterung für Knut, den knuddelsüßen Eisbären. Knut hatte Einschaltquoten und Beliebtheitswerte, wie sie bisher nur von Karl Theodor wieder erreicht werden konnten.
 
Und dann frage ich Sie: Was ist aus Knut geworden?
Wer möchte mit dem ausgewachsenen Raubtier Knut heute noch knutschen?
 
Mein Gott! Mich gruselt!
 
 

Hundertvierundzwanzig Seiten Koalitionsvertrag haben sie miteinander in drei Wochen vollgeschrieben. Nicht viel Konkretes dabei. Nicht viel schon wirklich Ausgearbeitetes. Über diese Mängel haben sich andere an anderer Stelle schon ausführlich ausgelassen. Das muss ich nicht wiederholen.
 
Ich wünschte mir nur, dass die Mehrheit derjenigen, die vor und bei der Wahl noch riefen: "Wenn mir's nur gruselte, wenn mir's nur gruselte!", nun mit der Vorstellung des Kabinetts und des Koalitionsvertrages das Fürchten gelernt hat.
 
Warum es der Mehrheit der Wähler nicht schon beim Gedanken an Angela Merkel und Frau von der Leyen graute, dafür gibt es eine überraschende Parallele im Märchen der Gebrüder Grimm.
 
Da wird der Furchtlose am Anfang so beschrieben:
Der Jüngere aber war dumm, konnte nichts begreifen und lernen, und wenn ihn die Leute sahen, sprachen sie: "Mit dem wird der Vater noch seine Last haben!"

 

 
Dann bestand er so manches gruselige Abenteuer, ohne überhaupt zu bemerken, in welcher Gefahr er beständig schwebte und war weiterhin nur von dem einen blöden Gedanken besessen:
"Wenn mir's nur gruselte! Wenn mir's nur gruselte!"

 

 
Sogar als er schon der Königstochter angetraut war, blieb er von argloser Naivität:
Aber der junge König, so lieb er seine Gemahlin hatte und so vergnügt er war, sagte doch immer: "Wenn mir nur gruselte, wenn mir nur gruselte."
Das verdross sie endlich. Ihr Kammermädchen sprach: "Ich will Hilfe schaffen, das Gruseln soll er schon lernen."

 

 
 
Wir haben demokratisch gewählt. Die Mehrheit hat sich verhalten, wie der junge König und sich vor nichts gefürchtet.
 
Der junge König musste erleben, dass seine Erwählte ihm nächtens, als er schlief, die Decke wegzog und einen ganzen Eimer kalten Wassers, mit kleinen zappelnden Fischen drin, über ihn ausschüttete.
 
Da endlich gruselte ihn.
 
Nun hat die schwarz-gelbe Koalition den Michel mit ihrem Eimer voller kalter Ergüsse, genannt Koalitionsvertrag, unsanft aus dem Schlaf gerissen.
 
Bald wird die neue Regierung die Geschäfte aufnehmen.
Da müssen wir jetzt durch.
 
 
Es gibt nur einen Trost:

Diejenigen, die diese Regierung gewählt haben, weil ihnen vorher vor nichts graute, die werden jetzt genauso nass, wie alle schon länger Hirnverbrannten auch.
 
Nächster Gruselcheck:
Landtagswahlen NRW, 9. Mai 2010
 
Gruselt's dich schon?
Falls nicht, hier noch
 
 ein Link auf die komplette Ministerriege der Angela Merkel
 
und als Wirkverstärker, wie bei der Schweinegrippeimpfung, obendrauf noch der Kommentar der Financial Times Deutschland
 
 Postenlotterie: Die Nieten in Merkels Kabinett
http://www.ftd.de/politik/deutschland/:postenlotterie-die-nieten-in-merkels-kabinett/50028871.html
 

...und dabei sind wir immer noch und schon wieder
unter die Bankster gefallen
 
 
 
 
Das Buch von Artur P. Schmidt zur Finankrise
(mehr? Bild anklicken)
 
 
 
 


 nach oben  Newsletter bestellen

 Zu den Verlagsseiten




Übrigens: Newsletter-Abonnenten erhalten den Link auf den jeweils neuesten Paukenschlag immer, sobald er fertig ist. Manchmal am Montag, häufig am Dienstag, meist am Mittwoch - wenn auch Sie schneller sein wollen, melden Sie sich an  


Reaktionen auf diesen Paukenschlag
u
Suchmaschinenoptimierung mit Ranking-Hits