Paukenschlag am Donnerstag
No. 4/2009
vom 29. Januar 2009

Kommentare zum Zeitgeschehen
von Egon W. Kreutzer

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Wenn Banken Baden geh'n
Bad Bank ...

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2 Die Würde des Menschen ist nicht mehr ertastbar
3 Asymmetrisches Treiben
4 Wenn Banken baden geh'n Bad Bank
 
 
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Wenn Banken Baden geh'n
Bad Bank ...
 
 
Es ist egal, wer noch dagegen oder schon dafür ist.

Die Diskussion als solche ist
vollkommen abwegig.


Warum?

Die Gründung einer "Bad Bank", einer "fiesen, miesen, schlechten, verrotteten, von vornherein bankrotten Bank", wie sie derzeit von den üblichen Ideenschleudern der Parteien und Wirtschaftsverbände, einschließlich der bekannten Horde unfehlbarer Experten gefordert und geprüft, erwogen und bedacht wird, widerspricht allen Regeln der Vernunft.
 
Jedenfalls solange, wie als Begründung erzählt wird:
 
WIR
(die Bürger und Steuerzahler)
müssten die Banken retten,
weil ein Zusammenbruch der Banken
unweigerlich zu unvorstellbar schrecklichen
Zuständen führen würde.


Bei dieser Begründung handelt es sich um einen frei aus der Luft gegriffenen und vollkommen unüberlegten Satz ohne jegliche Substanz. Diese Begründung für die Gründung einer Bad Bank ist schlicht unwahr.
 
 
Vernünftig erschiene der Ruf nach der Gründung einer Bad Bank allerdings, wenn dafür eine andere, sinnvollere Begründung herangezogen würde:
 
Nur Narren ließen die Chance ungenutzt verstreichen,
den Ertrag aus dem bereits heute schon
"größten Reibach in der Geschichte der Menschheit"
durch die Gründung einer vom Staat finanzierten Bad Bank
noch einmal zu verdoppeln,
bevor der völlige Zusammenbruch eintritt.


Und an dieser Begründung ist alles wahr.
 
 
 
  • Vernunftbegabte, verantwortungsbewusste Politiker, die sich nicht den Interessen des Großkapitals sondern ihrem Amtseid verpflichtet fühlen,
  • Unternehmer und Wirtschaftsführer, die ihre Aufgabe mehr in der Versorgung der Bevölkerung als in der Maximierung der Gewinne von Anteilseignern sehen,
  • Wirtschaftswissenschaftler, die ihr Wissen und ihre Fähigkeiten verwenden, um den Nutzen der eigenen Volkswirtschaft zu mehren, statt katzbuckelnd und im Rüchwärtsgang kriechend den globalen Zockern den Standort zu bereiten,
 
wissen ganz genau - und wenn sie es nicht wissen, dann sollten sie sich schämen, statt sich darauf zu berufen, dass es ihnen niemand gesagt hat -
 
dass wir die Banken, so wie sie jetzt bestehen und wie sie der Reihe nach absaufen, weder jemals gebraucht haben, noch jemals brauchen werden.
 
Ein Bank - wie die Deutsche - mit einer Bilanzsumme von 2,2 Billionen Euro, deren Eigenkapital schon in der Bilanz des Jahres 2007 mit gerade noch 37 Milliarden bei nur 1,7% der Bilanzsumme lag und deren (als solche ausgewiesene) Kreditvergabe nur noch rund 10 % der Bilanzsumme erreichte, ist ein einziges Spielkasino für die Superreichen - mit jährlicher 25%-Gewinngarantie für die Eigentümer dieses Kasinos.
 
Für die Geldversorgung der Realwirtschaft wäre die Deutsche Bank vollständig verzichtbar.
 
Und was für Ackermanns Zockerstube gilt, gilt in mehr oder minder ausgeprägtem Maße für nahezu alle Banken dieses Landes, dieses Kontinents und der gesamten Welt.
 
 
Was die Wirtschaft braucht,
 
ist ein technisch hochstehendes und in jeder Hinsicht sicheres System der Kontenführung und des Geldtransfers zwischen den Konten, das allen Bürgern und Unternehmen offen steht. Dazu die Möglichkeit, Bargeld einzuzahlen und abzuheben, und Schecks gutschreiben zu lassen.

Was die Wirtschaft zudem braucht,
 
ist die Möglichkeit, für erfolgversprechende Projekte die notwendigen Geldmittel als Kredite zu erhalten, zu Kosten, die sich nicht an Sparzinsen oder Gewinnerwartungen von Bankaktionären, sondern einzig an den Verwaltungskosten und an der notwendigen Absicherung des Kreditrisikos orientieren, womit ein allgemeines Zinsniveau von deutlich unter einem Prozent gewährleistet wäre.
 
 
Den ganzen Rest,
 
vom Sparbuch angefangen über den Wertpapierhandel und die Depotführung bis hin zu hochspekulativen Eigengeschäften braucht - abgesehen von denen, die sich damit goldene Nasen verdienen wollen - auch in Zeiten, in denen alles vergleichsweise rosig aussieht, kein Schwein. Auch kein Mensch, versteht sich.



Nur zur Verdeutlichung, ein scheinbar sonderbares und abwegiges Beispiel:
 
Es gibt diese spießig-kitschigen, zumeist gehäkelten Behältnisse, die der mobile Mensch gerne benutzt, um darin die auf der Ablage hinter der Rücksitzbank aufbewahrte Rolle Toilettpapier geschickt, schützend und verschönernd zugleich, zu verbergen.
 
Gewiss, es gibt Tausende, vermutlich sogar Millionen von Autofahrern, denen so etwas gefällt, die sich so etwas kaufen und benutzen - aber
 
wäre diese seltsame Vorliebe ein Grund, Hunderte von Milliarden Euro auszugeben, um jenes letzte, und daher unersetzliche Heimarbeitsunternehmen zu retten, dessen Eigentümer in einer einzigen Nacht mehr Geld, Kredit und Inventar verzockt haben, als tausend emsige Häklerinnen mit flinken Fingern in einem Jahr erhäkeln können?

Nein.

Hier haben die Eigentümer versagt, sie sind Risiken eingegangen, die mit dem eigentlichen Geschäft nichts zu tun haben - und sie haben verspielt.
Warum sollte man die retten?
 
Alles Gejammer um Arbeitsplätze und Wachstum ist verlogenes Geschwätz.
Wenn der Markt da ist, wird der nächste Unternehmer die Chance nutzen, die Nische besetzen und vermutlich bald gute Gewinne schreiben.
 
Solchen Verrückten, die ein Unternehmen durch unersättliche Gier zugrunde gerichtet haben, den Schaden zu ersetzen, hieße doch nur, ihnen die Chance zu geben, ihr unfähiges Treiben zu Lasten der Allgemeinheit fortzusetzen.
 
Kehren wir zurück zum Geld und zu den Bankgeschäften.
 
Wenn Kreditversorgung und Kontoführung gewährleistet sind, kann man auf alle gehäkelten Klopapierhäubchen der "Finanzindustrie" getrost verzichten.
Den allergrößten Teil der sogenannten "Produkte" der sogenannten "Finanzindustrie" sollte ein Staat, der dem Interesse seiner Bürger dienen will, schlicht verbieten und wie verbotenes Glücksspiel verfolgen und unter Strafe stellen.
 
Der Handel mit Unternehmensanteilen kann davon ausgenommen werden, sofern rein spekulatives Jonglieren unterbunden wird, zum Beispiel dadurch, dass Aktien nicht vor Ablauf eines Jahres ab Erwerb wieder veräußert werden dürfen.

Käufer, die nicht ausschließlich den tatsächlichen Bedarf des eigenen Unternehmens decken wollen, werden von jeglichem Handel an den Warenbörsen ausgeschlossen. Die Weitergabe von Terminkontrakten wird streng reglementiert.

Leerverkäufe, das Verleihen von Aktien, alle Wetten auf Kurse, Indizes, Zinsentwicklungen, Zahlungsausfälle und überhaupt alle verrückten Konstruktionen der Finanzbranche sind überflüssig wie ein Kropf - und extrem gefährlich dazu.
 
 
Wir, die wir mit dem Aufkommen aus Lohnsteuer, Mehrwertsteuer, Mineralöl- Bier- Tabak- Branntweinsteuer diese Banken retten sollen

wir brauchen Banken, die solche Geschäfte treiben, nicht.

 
Aber wie kommen wir aus der Krise,
wenn wir die Banken nicht retten?
 
Seit etwa zehn Jahren erkläre ich in meinen Veröffentlichungen wieder und wieder, dass ein Staat, wenn er handlungsfähig bleiben will, die Hoheit über sein Geld behalten muss - und hat er sie abgegeben, so sollte er alles daran setzen, sie wiederzugewinnen.

Deutschland ist in dieser Hinsicht doppelt bescheiden dran. Wir haben nicht nur keine eigene Währung mehr, wir haben auch keinerlei Einfluss auf die gemeinsame Währung der sogenannten Euro-Zone.
 
Nun hören wir seit ein paar Wochen, seit die Krise hierzulande offiziell zur Kenntnis genommen wurde, dass
 
außergewöhnliche Umstände
außergewöhnlichen Maßnahmen erfordern.
 

Ein schöner Satz, ein wahrer Satz.
 
Peinlich daran ist allerdings,
dass den Verantwortlichen,
wenn sie vor der Notwendigkeit stehen,
außergewöhnliche Maßnahmen zu ergreifen,
absolut nichts einfällt.
 
 
Nichts, außer sich bei der Finanzwirtschaft zu verschulden, um der gleichen Finanzwirtschaft das Geld, das die immer noch gleiche Finanzwirtschaft selbst den Märkten entzogen hat, als Geschenk noch einmal in den Rachen zu werfen.
 

Was ist daran klug?
Was ist daran sinnvoll?
Seit Jahren senken wir die Steuern auf Kapitalerträge, seit Jahren ermöglichen wir den Kapitaleignern immer verrücktere Spiele, seit Jahren betreiben wir die sogenannte Privatisierung, seit Jahren verleugnen wir unsere eigenen Interessen, indem wir uns auf den "Standort Deutschland" reduzieren (lassen), seit Jahren tolerieren wir Heuschrecken aller Gattungen und hofieren sie als Investoren nach Strich und Faden mit allen Subventionen, nach denen sie begehren - und was haben wir davon?

Blühende Landschaften?

Tatsächlich stehen wir doch vor dem erschreckenden Phänomen, dass sich die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter geöffnet hat, dass die Armenspeisungen Zulauf haben, wie seit den schlimmsten Jahren nach dem Krieg nicht mehr, dass kein Geld für Mindestlöhne da ist, kein Geld für die Gesundheitsversorgung, kein Geld für Arbeitslose, kein Geld für Bildung - und überhaupt kein Geld, für alles, was den Menschen dient.

Hat uns die Finanzwirtschaft nicht über die Bankenkrise in die Wirtschaftskrise getrieben und stehen wir nicht unmittelbar vor dem Staatsbankrott?
 
Was sollte uns veranlassen, genau diejenigen, die uns in diese Situation hineinmanövriert haben, diejenigen, die sich zugleich goldene Nasen dabei verdient haben, mit hunderten von Milliarden Euro zu beschenken?


Warum kann die außergewöhnliche Maßnahme nicht lauten:
 
Wir machen es von nun an selbst!
 
 
Natürlich kreischen da sofort jene Nestbeschmutzer auf, die uns einreden wollen:
 
"Der Staat kann das nicht - das hat er bewiesen".

Aber das ist frech gelogen. Dahinter steckt nur die Angst davor, die schon sichere Beute in letzter Sekunde doch noch loslassen zu müssen, die fette Pfründe der Zukunft doch noch zu verlieren.


Der Staat kann es besser. Viel besser.
Er muss es nur wollen.

Ja - die Lösung der Krise für die deutsche Bevölkerung und den Großteil der deutschen Wirtschaft bestünde darin, die Hoheit über die eigene Währung zurückzuholen, meinetwegen auch die DM wieder einzuführen - und dann der Bundesbank die Aufgabe zu stellen, die ausreichende Geldversorgung der Realwirtschaft - unabhängig vom Gebaren der Geschäftsbanken - sicherzustellen.

Was ist den besser geworden, mit dem Euro, was es rechtfertigen könnte, auf einen solchen Schritt zu verzichten? Der lästige Geldwechsel im Urlaub? Sind wir dafür wirklich zu blöd?
 
 
Die notwendige Infrastruktur für Kontenführung und Kreditversorgung kann sich der Staat fast umsonst vom Insolvenzverwalter besorgen, sobald der unsinnige Bankenrettungschirm aufgegeben wird und die privatwirtschaftlich geführten, für ihre Pleite selbst verantwortlichen Unternehmen, wegen Zahlungsunfähigkeit und/oder Überschuldung aufgeben müssen.

Warum denn nicht?

Der Umtausch der Eurobestände in die eigene Währung kann und sollte zum alten Kurs erfolgen. Andere Devisen unterliegen der Kursbildung der internationalen Devisenmärkte.

Warum denn nicht?
 
Dass die Befürworter der größten Verschuldung aller Zeiten die vage Hoffnung verbreiten, der Staat, der jetzt die Banken rettet, würde dabei im Laufe der Zeit sogar ein gutes Geschäft machen, ist nur ein dummes, unbegründetes Geschwätz.

Die kleine Chance, am Ende als Gewinner der Unterstützungsaktion dazustehen, trifft vielleicht für staatliche Beteiligungen zu - aber was wir sehen, das sind ganz überwiegend nicht Beteiligungen!
 
Bürgschaften und andere Garantien können nie zu einem guten Geschäft werden. Dabei kann lediglich die Höhe des Schadens kleiner bleiben als die Garantiesumme.
 
Und wenn man sich ansieht, was an Beteiligungen läuft, dann muss man sich die Augen reiben, in welch grassem Missverhältnis der Wert der übertragenen Anteile zu den dafür aufgewandten Beträgen steht.
 
Wenn der Bund zum Beispiel für den 25-Prozent-Anteil der Commerzbank, der einen Wert von 1,8 Milliarden Euro hatte, im Januar volle 10 Milliarden auf den Tisch legte und weitere 8,2 Milliarden als Stille Einlage spendierte, nachdem bereits im November eine Stille Einlage von 8,2 Milliarden erbracht wurde, dann hat der Bund uns, die Steuerzahler, mit in Summe 26,4 Milliarden knapp das Fünfzehnfache dessen für die Commerzbank ausgeben lassen, was ein beliebiger Spekulant zum gleichen Zeitpunkt an der Börse dafür hätte zahlen müssen.
 
Was ist das nun?
Der blanke Wahnsinn
oder eine Riesensauerei?
 
...und dass damit das Ende der Fahnenstange sicher erreicht sei, habe ich von niemandem gehört.
 

 
Mit der Bad Bank würde genau dieser Wahnsinn zum Prinzip erhoben:
 
 
Die Banken verkaufen auf einen Schlag alle Schrottpapiere und alle Verpflichtungen aus spekulativen Kontrakten an die Bad Bank.

Der Staat - wer sonst? - zahlt dafür so viel, dass die Bankbilanzen in der Waage bleiben und rettet damit das bereits verspielte Kapital der Bankaktionäre und der Anleger.
 

Wie viel das ist, weiß niemand so genau, weil den Banken zur Verschleierung ihrer miserablen Lage ganz erhebliche Bewertungsspielräume zur Verfügung stehen und die Aufsicht nicht in der Lage war und ist, sich entsprechende Einblicke zu verschaffen.
 
Sicher ist, dass sich Milliarden und Abermilliarden Euro, die heute noch in den Bankbilanzen als Aktiva verzeichnet sind, in den nächsten Wochen und Monaten vollständig in Luft auflösen werden.
 
Was wäre wenn?
Was wäre, wenn der Staat sich heraushielte?
Wie schlimm wären die Folgen wirklich?
 
 
Wenn sich Bank-Aktiva in Luft auflösen, ist erst das Eigenkapital der Bank futsch, und dann ein Großteil der Einlagen, die die Banker bei ihren Kunden mit ihren Sicherheits- und Renditeversprechen eingesammelt haben.
 
Es gibt die weit verbreitete Meinung,
dies sei eine Katastrophe.

Zu dieser Meinung kann jedoch nur gelangen, wer brav der vollkommen abwegigen Propaganda folgt und sich nicht der Mühe unterzieht, wenigstens einmal für ein paar Augenblicke selbst zu denken:

Kein einziger Ziegel wird sich aus dem Dach einer Fabrik oder eines Verwaltungsgebäudes lösen, keine einzige Maschine wird stehenbleiben, nur weil in Finanzanlagen geparkter Reichtum sich in Luft auflöst.
 
Es ist vollkommen egal, wenn aus unseren über 200 bundesdeutschen Milliardären über Nacht einfache Millionäre werden sollten.
 
Es ist vollkommen egal, wenn von den rund 800.000 bundesdeutschen Millionären am Ende nur noch einer oder gar keiner übrig bliebe.

Es ist genau so egal, wie die sogenannte "Kapitalflucht", vor der bei jeder beabsichtigten steuerlichen Entlastung des Kapitals so eindringlich gewarnt wird.
 
Die reale Welt wird von den Verschiebungen und Verlusten in den Geldvermögen allenfalls am Rande berührt.
 
Mag sein, dass die eine oder andere Luxusjacht nicht mehr gebaut werden kann, dass das eine oder andere Brillantcollier in der Auslage des Juweliers liegen bleibt - aber sonst?
Hören Sie nicht auf jene Unken, die jetzt warnend rufen:
"Wenn das Kapital weg ist, sinken die Kurse - und dann kaufen die Russen die gesamte deutsche Wirtschaft auf!"
 
Das ist nur die Angst davor, die schon sichere Beute in letzter Sekunde doch noch loslassen zu müssen, die fette Pfründe der Zukunft doch noch zu verlieren.

Ein sinkender Aktienkurs kann noch so viele Käufer anlocken - der Staat soll und darf ein Vorkaufsrecht wahrnehmen. Am Willen, das benötigte Geld zu beschaffen, darf es doch auch dann nicht fehlen, wenn es dafür eine vernünftigere Verwendung gibt. Oder?
 
Aus und vorbei mit dem blöden Argument.
 
Nur wenig schwieriger - aber dafür viel billiger - wäre es, die Verträge über den ungehinderten Fluss des internationalen Kapitals einseitig zu kündigen und ausländische Investitionen zu verbieten oder zu beschränken.
 
Die Annahme, dies sei (einem souveränen Staat wie der Bundesrepublik Deutschland) nicht möglich, ist doch ein unhaltbares Argument. Es liegt am Wollen, nicht am Können.
 
 
Und deshalb ist es völlig egal, wer noch für oder schon wieder gegen die Bad Bank ist.

Die Diskussion als solche ist
vollkommen abwegig.
 
Ob man sich in der großen Koalition und in den sie tragenden Partein dennoch dazu entschließen wird, die Bad Bank zu gründen und hunderte von Milliarden, wahrscheinlich sogar Billionen an Steuergeldern aufzuwenden, um den im Privateigentum befindlichen schlechten Banken allen Schrott abzukaufen und für alle Verpflichtungen daraus geradezustehen,
 
oder ob man die gleichen Milliarden den gleichen Banken zuschanzt, ohne dabei das Instrument der Bad Bank einzusetzen, das macht doch nicht den geringsten Unterschied.

Womöglich wurde die ganze Bad-Bank-Diskussion überhaupt nur losgetreten, um eine Scheinalternative aufzubauen. Hier die Bad Bank, die man als schlecht erkannt hat und ablehnt, und dort die Bankenrettung nach Hausväterchens-Hypotheken-Art, von der sich der Michel beruhigt in den Schlaf wiegen lassen kann ...



Es gäbe eine Alternative.
 
Es gehört noch nicht einmal Mut dazu, danach zu greifen.
Man müsste sich lediglich aus der in langen Jahren eingeübten Rolle der Hörigkeit und des vorauseilenden Gehorsams gegenüber jenen Kräften lösen, die nicht gemeint waren, als im Grundgesetz formuliert wurde:
 
Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus.
 
Doch stattdessen rümpft man hierzulande in schönster Eintracht die Nase, wenn irgendwo auf der Welt - ob nun Putin in Russland oder Chavez in Venezuela - jemand versucht, Volkseigentum und Volkseinkommen vor dem Zugriff des sich in der Anonymität verbergenden, nichts und niemandem verpflichteten Privateigentums zu schützen.
 
 
...und kommen Sie mir jetzt nicht mit der Verfassung.

Artikel 14, 2 Grundgesetz lautet zwar:
 
Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen.

Doch wo der Gebrauch dem Wohle der Allgemeinheit nicht dient, oder - wie fast überall zu beobachten, dem Wohle der Allgemeinheit abträglich oder gar schädlich ist - da kräht doch hierzulande kein Hahn danach.
 
Da haben sie, die Banker, Ihre Hintermänner und Ihre betuchten Kunden, so lange Geld und Profit aus dem System gezogen, bis es nun vor dem totalen Zusammenbruch steht - aber keiner von diesen Profiteuren zückt reuig das Scheckheft und rettete die Bank, der er einen Großteil seines Eigentums verdankt. Keiner.

Stattdessen stehen die großen Gewinner hinter den Bankvorständen und vermutlich auch hinter einigen maßgeblichen Politikern und knüpfen ein feines Gespinst aus Lügen und falschen Versprechungen, mit dem Ziel, die von ihnen ausgesaugten Banken und die von ihren Spezialisten ausgeplünderten Unternehmen der Realwirtschaft zu retten, indem sie auf die zukünftigen Löhne und Gehälter der Arbeitnehmer Kredite aufnehmen, wie sie die Bundesrepublik Deutschland nie zuvor gesehen hat.
 
Eigentum verpflichtet?
Das ist doch eine völlig abwegige Idee ...
 

Stellen Sie sich vor, was das bedeutet:

Da hat sich der Reifenhersteller Continental von Siemens die Tochter VDO gekauft - und dann hat sich Frau Schäffler Continental samt VDO zu ihrer Schäffler-Gruppe dazugekauft - und nun hat die komplette Unternehmensgruppe 22 Milliarden Schulden und die zurückzuzahlen fällt der Unternehmensgruppe, die Frau Schäffler gehört, schwer und deshalb bekommt die Schäffler Gruppe jetzt wahrscheinlich eine ganze Millliarde Euro - als Bürgschaft oder als Geschenk, wer fragt schon noch danach - je zur Hälfte von Niedersachsen und von Bayern.
 
Schließlich darf man soviel Wirtschaft nicht Baden gehen lassen, oder?

Frau Schäffler hat in alle Unternehmen insgesamt nicht mehr als 300 Millionen eigenes Kapital investiert. Ihr sonstiges Privatvermögen beläuft sich auf mehr als 6 Milliarden Euro. So viel Eigentum verpflichtet aber anscheinend noch nicht einmal dazu, jene eine Milliarde aufzubringen, die die eigenen Firmen vor dem Untergang retten würde.
 
Das wäre ja - völlig abwegig.

Die Daten zum Vermögen der Frau Schäffler habe ich aus der Abendzeitung vom 26. Januar 2009 - hier der Link:
http://www.abendzeitung.de/nachrichten/wirtschaft/82422 
der funktioniert nicht mehr - jetzt ist der Artikel hier gelandet
 http://www.abendzeitung.de/nachrichten/wirtschaft/82542



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Reaktionen auf diesen Paukenschlag

An dieser Stelle werden Leser-Reaktionen in der Reihenfolge des Eingangs (jüngster Beitrag oben) veröffentlicht.
Ich behalte mir dabei Kürzungen vor und veröffentliche Reaktionen zum Schutz der Absender grundsätzlich anonymisiert.
Lieber Herr Kreutzer,

es ist wirklich eine Wohltat, Ihre klaren Worte zu lesen - nach all dem Salbader, das man sich in den Mainstream-Medien anhören muss. Vielen herzlichen Dank dafür!
Im (kurzgefassten) Europa-Programm der ödp wird wieder einmal die Tobin-Steuer auf alle Umsätze bei
Devisengeschäften gefordert, um so Währungs- und andere Spekulationen zu verhindern - ich leite Ihnen das Programm zu.

Ich könnte mein Loblied noch deutlich ausweiten - aber
mir fehlt die Zeit...

Freundliche Grüße


Lieber Herr Kreutzer,

Sie sprechen/schreiben mir aus dem Herzen! Es ist aber keine Hinwendung zur Vernunft seitens der verantwortungslosen Verantwortlichen zu erwarten. Gesunder Menschenverstand (common sense), also Vernunft, ist nur möglich, wenn das Wollen sich am Gemeinwohl (common wealth) orientiert. Egoistisches Interesse entzieht sich aber dieser Voraussetzung. Mit anderen Worten: Egoismus macht dumm/unvernünftig. Bei einer gesteigerten Form von Egoismus, die wir als Gier bezeichnen, nimmt auch die Unvernunft eine entsprechend gesteigerte Form an, gegen welche ja bekanntlich selbst Götter vergebens kämpfen.

Es ist doch bezeichnend, dass man an eine "bad bank" denkt, als hätten wir davon nicht schon mehr als genug! Eine "good bank" - und wie eine solche auszusehen hätte - kommt denen garnicht erst in den Sinn. Eine solche entzieht sich halt deren Vorstellungsvermögen. In Davos (da, wo's jährlich ein Dummentreffen gibt) hecken nun eben dieselben Pappnasen, welche die Suppe eingebrockt haben, mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit eine neue Sauerei aus. Auf Grund meiner vorherigen Ausführungen ist schlicht nichts anderes zu erwarten.

Ihre Lösungsvorschläge, lieber Herr Kreutzer, sind durchweg vernünftig. Zumindest aber zeigen sie in die richtige Richtung. "Richtig" und vernünftig deshalb, weil sie/Sie sich am Gemeinwohl orientieren. Deshalb schätze ich Sie/sie und möchte Ihnen bei dieser Gelegenheit herzlichst (!) für Ihre Arbeit danken.
Lieber Herr Kreutzer,

mit der schon gewohnten Mischung aus Vergnügen (wegen der Darstellung) und Grusel (wegen des Gegenstands) habe ich Ihren neuesten Paukenschlag genossen. Ich möchte nur darauf hinweisen, dass der verlinkte Artikel http://www.abendzeitung.de/nachrichten/wirtschaft/82422 _nicht_ auffindbar ist.

Nach Suche zeigt sich aber, dass http://www.abendzeitung.de/nachrichten/wirtschaft/82542 inhaltlich Ihren Angaben entspricht. Vielleicht korrigieren Sie dies in Ihrem Aufsatz, um anderen Lesern Verwirrung und lästiges Suchen zu ersparen.

Mit Dank und Bewunderung für Ihre Arbeit!


Sehr geehrter Herr Kreutzer,

nochfolgend der Kommentar von Herrn Joachim Jahnke zu Ihrem Paukenschlag,
(falls Sie ihn noch nicht selbst gefunden haben):

>>Was soll man von einer Webseite halten, die solche Sprüche klopft und dabei offensichtlich an ein linkes, sozialkritisches Milieu appeliert? Eine Webseite, die nicht verstanden hat, was Bankenaufsicht eigentlich leisten kann, wenn der Staat nicht wegschaut? Die auch nicht verstanden hat, daß die neoliberal angerichtete Einkommens- und Vermögenskonzentration erst das Spielkapital für das Finanz-Kasino zusammengebracht hat, ohne das auch die Deutsche Bank nie in zweifelhafte Anlagen hätte gehen können. Und daß man hier Veränderungen braucht, wenn man die wirklichen Lehren aus der Krise zieht. Was natürlich nicht heißen kann, die 800.000 Millionäre auf nur noch einen zu reduzieren.

Sollen wir wirklich glauben, daß man die Banken einfach zusammenbrechen lassen kann, ohne Schaden für die Volkswirtschaft? Und dann noch alle Banken der Welt? Sollen wir wirklich glauben, daß der nächste Unternehmer die Chance nutzt, die Nische zu besetzen und vermutlich bald gute Gewinne zu schreiben, so daß wir in null-komma-null ein Ersatzbankensystem haben? Auch noch eines, das mit 1 % und weniger Zins Gewinne schreiben kann und wo die Menschen ihr Geld fröhlich hintragen, auch wenn die Inflation bei den normalen 3 % liegt? In Zukunft also keine Sparbücher mehr, deren Sparaufkommen die Banken an die Wirtschaft ausleihen würden, und keine Aktien für die Finanzierung der Unternehmen, weil es keine Depots mehr geben soll? Einfach aus dem Euro aussteigen, mitten in der Finanzkrise, um die deutsche Hoheit über die Währung zurückzuholen, die nie eine Hoheit des Volkes, sondern nur der total unabhängigen Bundesbank war?

Wer solchen Sprüchen auf den Leim gehen möchte, den kann man wirklich nicht retten. Und dann erinnert uns der Autor/Verleger noch daran, daß er das in einem Buch seit 10 Jahren schreibt (es hat 4 Bände und kostet fast 100 Euro). Vielleicht verstehe ich zu wenig von der Materie, weil ich diese Bände nicht gelesen habe? Nein, das ist BILD-Niveau, nur anders herum und genauso gefährlich!<<

Mein Kommentar dazu:

Leider ist es mit Herrn Jahnke so, wie mit vielen anderen "Systemkritikern", daß nämlich das kritisierte System eigentlich als unabänderlich und naturgegeben akzeptiert wird und nur ein paar kosmetische Korrekturen nötig seien, um alles wieder ins Lot zu bringen.

Es herrscht offensichtlich eine, selbst im "Angesicht des Grauens" der momentanen Krise ob der zusammenbrechenden Lebensgrundlagen Millionen Betroffener, unglaubliche Resistenz gegenüber anderen Gesellschaftsmodellen.

Es scheint schwierig, ja unmöglich, ausserhalb der Kategorie des Kapitalismus auch nur andere Möglichkeiten in Erwägung zu ziehen, geschweige denn zu versuchen, sie zu realisieren.

In wieweit Herr Jahnke nun selbst "Gefangener" seiner von ihm kritisierten Zustände ist, mag jeder selbst beurteilen. Eines sehe ich jedoch als sicher an, wenn Herr Jahnke all das, was er als veränderungswürdig ja selbst auf seiner ansonsten gut recherchierten Webseite durchgesetzt sehen will, dann hat er genau die Welt, die Sie,Herr Kreutzer, ihm nicht nur im letzten Paukenschlag vorgestellt haben.

In diesem Sinne, weiter so Herr Kreutzer

EF aus München


Ach Egon, sorry Ach Herr Kreuzer,

Sie sind einfach goldig - auch wenn zu heulen ist.

Vielen Dank für's ständige dranbleiben und leuchten im Dunkeln. Mann kann Ihr Licht trotz der mächtigen Dunkelstrahlern zwischendurch immer wieder sehen und sich daran orientieren.

herzliche Grüsse
Lieber Herr Kreutzer,
stimme ihren Ansichten im Großen und Ganzen durchaus zu, möchte aber noch eine Ergänzung hinzufügen:

Der Unterschied zwischen einer Bank im Sinne der Gesamtheit ihrer Kunden und einem Staat als Gesamtheit seiner Bürger ist tatsächlich gar nicht so groß als man zunächst vielleicht annehmen möge. In beiden Fällen
handelt es sich um eine Gruppe von Menschen, deren Wohl und Wehe vom guten oder schlechten Zusammenwirken der jeweils Beteiligten abhängt.
Man kann sogar noch einen Schritt weitergehen und so erkennen, dass eine Bank (von ihrer Kundschaft ausgesehen) nichts anderes als eine Volkswirtschaft ist. Vom verschuldeten Unternehmer über den
Lohnempfänger als Sparer oder Konsumkreditnehmer weiter zum Unternehmer als Gläubiger neben vielen anderen Funktionsträgern bis hin zum kleinen Rentner, alle können hier angetroffen werden.

Als juristische Person gehören Banken einer weiteren juristischen Person oder auch einer Privatperson. So gesehen sind Privatbanken nichts anderes als Volkswirtschaften welche Privaten Personen gehören! Wollen
wir das? Wollen wir das wirklich?

In den gängigen Volkswirtschaftslehren wird oft unterschieden zwischen (Zentralbanken-)Geld und ''Geldvermögen'' also als Forderung auf Zentralbankenbankgeld. Dabei ist es allgemein akzeptiert, dass
Zentralbanken dafür da sind um eine Bank zu sein, deren Kundschaft wiederum diejenigen Geschäftsbanken sind, welche, wie oben dargestellt,eigentlich kleine Volkswirtschaften sind. Eine Zentralbank ist in dieser
neuen Zuordnung ein Wirtschaftsverbund von Volkswirtschaften.

Das bringt uns aber auf einen ganz neuen Ansatz um, ''Liquidität'' und Nicht-Liquidität zu erklären zu können. Solange Forderungen nicht über den Personenkreis einer G-Banken hinausgeht, solange also Schuld und
Forderungen innerhalb dieser Bank abgerechnet werden können, kann man alle Geldbuchungen als vollwertiges Zahlungsmittel ansehen, selbst längerfristige Stillegungsverträge könnte man jederzeit, wenn auch mit den vertraglichen Konventionen, auflösen ohne irgend einen Schaden verursachen zu müssen.

Etwas ganz anderes geschieht wenn Forderungen aus dieser Bank an eine andere Bank übertragen werden soll, wenn also eine Überweisung an eine andere Bank erfolgen soll.

Geschäftsbanken sind Volkswirtschaften welche Geld schöpfen können, dies tun und dies auch dürfen. Trotzdem Kann und darf dieses Geld die Bank nicht verlassen (und tut dies auch nicht), da die Emission von Notengeld nur den Zentralbanken vorbehalten ist. Genau genommen muss man dabei (auch) Zentral-Bargeld als Anonym-Buchung verstehen, eine Buchung welche es wohl zulässt, dass Banknoten zwar in der weiten Welt verteilt sein können aber diese, buchhalterisch, immer noch in der Zentral-Bank behält. Ein US-Dollarschein in Singapur ist immer noch Bestandteil der FED-Buchung. (well,..so lange er nicht gefälscht ist)

Die Kundschaft einer Geschäftsbank ist also eine Volkswirtschaft welche mit anderen Volkswirtschaften wirtschaften muss. Muss sie es wirklich?
Laut gesetzlichen Bestimmungen nur im Rahmen der (Zentralgeld-)Mindestreserve, welche sich nur auf relativ kurzfristige Buchungen bezieht.

Durch diese Betrachtung, welche Geschäftsbanken als Volkswirtschaft erkennt, kann man nun sehen, dass Geld lediglich eine Verrechnungsmethode ist, um Vorauslieferungen mit deren zu erfolgenden
Ausgleichsleistungen abrechnen zu können, darstellt. Eine Methode kann natürlich nicht verliehen werden, folglich lässt sich Geld ebenso nicht verleihen, denn es ist ja nur eine Methode. Gegeben, ohne gleichzeitiger
Gegenleistung, wird nicht Geld sondern nur die Ware oder Dienstleistung, welche Neuschuldner bei gleichzeitiger Verschuldung kaufen.

Entscheidend ist nun für die ''Volksgemeinschaft'' als Bank, dass Importe und Exporte mit anderen Volkswirtschaften immer wieder ausgeglichen werden können. Hier kann man Banken mit Staaten
vergleichen. Aber auch im Binnenmarkt ''Bank'' muss sich die personelle Besetzung von Schuldner- und Gläubigerpositionen immer wieder einmal austauschen oder zumindest müssen sich Schulden und dazugehörende
Forderungen immer wieder einmal ausgleichen.

So können wir den Begriff ''Liquidität'' treffender mit ''Kommunikabilität'' ersetzen.

Nun, nachdem wir diesen neuen Denkweg eingeschlagen haben, kommen ganz neue Fragen und Vorschläge in den Sinn. Warum z.b. sollen die Banken ihren Kunden neben Konten welche Überweisungen zu anderen Banken erlauben nicht auch noch Hauskonten einrichten, welche eben ausschließlich zur Verrechnung innerhalb der Bankenkundschaft zum Einsatz kommen. Konten, mit Buchungen, welche Soll und Haben
(entstanden durch ''Hauskredite'') wie bei herkömmlichen Giro-Konten erscheinen lassen. Damit bleiben Schuld und Forderungen (Forderungen hier als Tilgmittel) in der Region und werden nicht in Händen landen
welche nicht im Sinne der Erstgemeinschaft handeln.

YES WE CAN ...live without privat banks! YES WE COULD DO IT EVEN BETTER
WITHOUT THEM!

Noch ist Polen nicht verlorenen! Auch die europäische Zentralbank kann durchaus als sinnvoll gesehen werden, wenn man sich nur klar macht, dass mittels Regional-Geldbuchen (welche in ihrer 'communicableness'
eingeschränkt sind) so etwas wie virtuelle Zollgrenzen erstellt werden können, wobei das physische Staatsterritorium, wirtschaftlich gesehen, durch ein virtuell schützendes erweitert wird.

Liebe Grüße...


Hallo, Herr Kreutzer!
Ihr Paukenschlag - dieses Mal eine wirkliche Bereicherung des Horizonts. Eine Dame aus meiner Verteilergruppe hat mir die untigen Gedanken dazu mitgeteilt. Zu Ihrer Information. Vielleicht wissen Sie eine Antwort für Frau (...). Sie ist als Co-Empfängerin mit drauf.

Herzliche Grüße!

schau dir in diesem zusammenhang mal die geschichte der eurohypo ag, tochter der commerzbank an, erkläre mir den unterschied der eurohypo ag zu einer bad - bank ....oder gibt es keinen..... die gründung der eurohypo ag war im jahr 2002, genau am 13. august...., zeitgleich war die rheinhyp am ende, das weiß ich zu 100 %- ich denke, die anderen beiden auch, zudem, vergessen wir nicht, wir hatten kurz vorher die einführung des euro - und wurde mit der eurohyp alt und der deutschen hyp verschmolzen....- lach- nach außen hin wurde die eurohypo ag als führende Spezialbank für Immobilien und Staatsfinanzierung bezeichnet, sogar mit geschäften in dubai etc. und jetzt, 7 jahr später wird über die gründung einer bad bank öffentlich diskutiert und das volk verblödet, die (...) sind dem volk und den diskussionen hierzu genau 7 jahre voraus...schreib das mal dem herrn kreutzer
gruß m.

Dazu merkt Herr Kreutzer an:
Die Lübecker Hypothekenbank war zunächst eine Tochter der Deutschen Bank. Dann wurde sie in die Eurohypo umgewandelt und dann von der Commerzbank übernommen.
Die erste echte Bad Bank wurde nach meiner Auffassung in Deutschland gegründet, als die Hypo-Real-Estate von der HVB abgespalten wurde.

und so sah das ein Kommentator am 17. Februar 2003:
KONJUNKTURKRISE UND PLEITEWELLE

Vor allem die Konjunkturkrise und die damit verbundene Pleitewelle haben der HVB, welche das größte Kreditbuch aller Banken in Europa hat, kräftig zugesetzt. Die Risikovorsorge wird wohl im vierten Quartal auf einen Wert zwischen 924 Millionen und 1,224 Milliarden Euro gestiegen sein, nach 739 Millionen Euro ein Jahr zuvor. Für das Gesamtjahr 2002 bedeutet dies einen Anstieg von 2,074 Milliarden auf einen Wert zwischen 3,4 und 3,7 Milliarden Euro.

Der neue HVB-Chef Dieter Rampl will daher die Risikoaktiva des Konzerns um ein Drittel - rund 100 Milliarden Euro - senken. Dadurch soll die für die Refinanzierung wichtige Kernkapitalquote, zuletzt unter sechs Prozent gesunken, zumindest wieder über sieben Prozent steigen. Auch durch die angekündigte Ausgliederung der Immobiliensparte will die Bank nach Einschätzung der Analysten wohl ihre Bilanz verbessern. Dadurch würde ein großer Teil der Kreditrisiken nicht mehr in der Bilanz auftauchen. Allerdings wird die Ausgliederung erst einmal auch Kosten verursachen. Nach einem Bericht der "Financial Times" (Montagausgabe) stellt die Bank für die Ausgliederung der Immobiliensparte zusätzlich 1,5 Milliarden Euro bereit.


Sehr geehrter Herr Kreutzer,
Sie haben ja so was von Recht!
Nur haben Sie leider keinerlei Mitspracherecht in diesen illustren Kreisen des Banken- und Wirtschaftsmonopols. Sie bzw. Ihr kleiner Verlag schmieren doch sicherlich nicht unsere korrupten und gewissenlosen Politiker (gewissenlos? JA! Sie sind doch ihrem nur Gewissen verpflichtet - nicht etwa
dem wählenden Volk). Und eben weil Sie nicht schmieren, korrumpieren, bestechen und lügen, darum finden Sie auch kein Gehör bei denen, die sämtlichen Einfluß über das Kapital an sich gerissen haben.

Und jetzt mal weitergedacht: Nehmen wir einmal an, Sie Herr Kreutzer hätten doch diese Möglichkeit, Ihre Erkenntnisse in die Praxis einzubringen - was würde dann mit Ihnen geschehen? Ihr Ende wäre zwar nicht so spektakulär wie das des Herrn Kennedy oder des Herrn Barschel, aber zumindest ein kleiner
Auto- oder tödlicher Hausunfall wäre Ihnen garantiert sicher.
Denn das, was hier auf dem Spiel steht, ist nicht nur einfach Geld. Nein - es ist MACHT. Grenzenlose Macht über die ganze Welt. Und diese Macht möchten sich solche Familien wie z.B. Rothschild, Mohn u.v.A. nicht durch Sie einfach so nehmen lassen. Dafür läßt man dann gern andere über die Klinge springen. Da sind selbst Welt- und Atomkriege mit Millionen Toten ein gern angewendetes Mittel. Die Geschichte hat dafür eine unbegrenzte Anzahl von unleugbaren Beweisen. Begonnen in der Antike bis hin zum jüngsten
Aggressionskrieg Israels gegen die vertriebenen Bewohner des Landes, auf dem sie sich völkerrechtswidrig immer breiter machen.
Hier geht es nicht um Geld, sondern umMacht, absolute Macht! Weltmacht!
Das Geld selbst war und ist dabei nur Mittel zum Zweck!

Mit freundlichen Grüßen


Warum nutzen wir nicht die Zeichen der Zeit und vernetzen Denker sowie die frei gewordenen Kompetenzen von entlassenen oder aufgewachten Bankern, um eine eigene Bank zu gründen.

Eine Bank, die Ihren genannten Richtlinien entspricht und dem Bürger dient hätte doch heute die allerbesten Chancen schnell zu wachsen. Unzählige Menschen und Unternehmer müssten doch „aufgewacht“ sein in der Zwischenzeit. Menschen, die, ebenso wie Sie, jenes Treiben sehen, das da zu unserem Schaden gespielt wird.

Nennen wir sie zum Beispiel „gemeinnützige Bürgerbank“ an der wiederum eine große Zahl von Bürgern mit Geschäftsanteilen beteiligt ist, um den Start dieser Bank zu finanzieren. Es müsste sich doch eine überschaubare Anzahl von Menschen finden lassen, die dafür nicht nur mit ihrem Herz und Verstand eintreten, sondern ebenso Startkapital einzubringen in der Lage wären.

 

Sie sagen doch selbst völlig zurecht:

Wir machen es von nun an selbst!

und ich sage, dann lasst es uns tun. Die Zeichen der Zeit standen vielleicht oder vermutlich nie besser.

 

Ihr Leser …

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