Paukenschlag am Donnerstag
No. 34/2009
vom 27. August 2009

Kommentare zum Zeitgeschehen
von Egon W. Kreutzer

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Allegorisches zum großen allgemeinen Gewähle

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Leserbriefe
 
Paukenschläge 2009 (ältere)
1 Steinbrück, Peer
2 Die Würde des Menschen ist nicht mehr ertastbar
3 Asymmetrisches Treiben
4 Wenn Banken baden geh'n - Bad Bank
5 Schuldenbremser
6 Die Liquiditätsblase
7 Abwrackprämie für Bänke
8 Bankenkrisenprotektion
9 Währungskrieg gegen die Eurozone
10 Opel, zum Beispiel
11 Billionen- und Konsonantenverdoppelung
12 Im falschen Film -
Die Krisen-Illusion
13 Wie aber soll eine neue Welt entstehen?
14 Schokohasen - Opium fürs Volk
15 Zwischenhirnwesen
16 System-Relevanz-
Syndrom
17 Komm, lieber Mai, und mache
18 Rentner und Milliardäre
19 Die gestärkten Rechte des EU-Parlaments
20 Gute Banken, schlechte Banken 
21 Eine Zensur findet nicht statt
22 Staatsbank
23 Deutschland geht unter
24 Gesunde Unternehmen retten
25 Oasen Peer
26 Geld in der Krise Kreislauf des Irrsinns
27 Bundestagswahl
28 Rentenpolitische Paradoxien
29 Der ungerechte Lohn
30 Der gerechte Lohn

31 ist ausgefallen
32 Vom Unterschied zwischen der Schweine-
grippe und Karl Theodor zu Guttenberg
33 Auf dem Rummel
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Allegorisches zum großen allgemeinen Gewähle

 

    Die Allegorie (von griechisch a???????? „etwas anders ausdrücken“), in der Literatur auch Allegorese, ist eine Form indirekter Aussage, bei der eine Sache (Ding, Person, Vorgang) aufgrund von Ähnlichkeits- und/oder Verwandtschaftsbeziehungen als Zeichen einer anderen Sache (Ding, Person, Vorgang, abstrakter Begriff) eingesetzt wird.
     
    Wikipedia (Stand 27. August 2009)
 
 
Man kann vor lauter Freude über die Erfolge aller Regierenden und Opponierenden im Bund und in den am Sonntag wählenden Ländern Saarland, Sachsen und Thüringen kaum noch ernst bleiben.
 
Seit nun auch noch Professor Sinn seinen Geschäftsklimaindex zum fünften Mal in Folge in die Höhe geschraubt hat und die Gesellschaft für Konsumforschung in ihrer Glaskugel wahre Konsumwunder gesehen zu haben glaubt, würde jede weitere Würdigung von Worten und Taten lebender Personen des öffentlichen Lebens zwangsläufig die Gefahr heraufbeschwören, die Grenzen der Meinungsfreiheit zu übertreten.
 
Ich rette mich daher mit einem kühnen Sprung in das Reich des Allegorischen - genau wie schon die alten Bibel- und Kirchenausmaler - und überlasse die Ausdeutung meinen geschätzten Leserinnen und Lesern.
 
 
 
Das DING, das ich auf Grund von Ähnlichkeitsbeziehungen heute als Zeichen für einen bestimmten Typus von Wahlkämpfern, und innerhalb dieses Typus wiederum für identifizierbare Einzelpersonen einsetze, ist
 
 
Der Gaszähler
 
Der Gaszähler zählt seiner Art nach zu den Unartigen. Weshalb es angezeigt erscheint, zunächst einen kurzen Beschrieb dieser Gattung unbelebter Gegenstände zu geben.

Die Unartigen
          Ach, was muss man oft von bösen
          Buben hören oder lesen,
          wie zum Beispiel hier von diesen,
          welche Max und Moritz hießen.
           
          (Wilhelm Busch)

 

 
 
Wem, wie Max und Moritz, Artigkeit,
 
  • im Sinne von Frömmigkeit, Anstand und Moral,
  • im Sinne von Gutmütigkeit, Nützlichkeit und Bescheidenheit oder,
  • im Sinne von Gesittetheit, Zuvorkommendheit und Tadellosigkeit
 
fehlt, der ist, wie es Meister Busch subtil anklagt, "böse" - nicht unartig.
 
 
Die Unartigen sind nicht böse.
Sie sägen weder Brücken an, um Schneider zu ersäufen, noch füllen sie Pfeifenköpfe mit Schwarzpulver, um Lämpel auszulöschen. Sie meucheln weder Hühner noch Hähne, noch landen sie selbst - ricke-racke - in der Mühle.
 
Der Defekt unserer Unartigen besteht darin, dass Sie nicht wirklich eine eigene Art bilden, sondern ein Konglomerat schwer zuordenbarer, sich der Klassifikation entziehender Gegenstände, wiewohl sie dennoch in einem ebenso unleugbaren wie unbeschreiblichen Sachzusammenhang stehen.

Sieben an den Haaren herbeigezogene Beispiele verdeutlichen vielleicht am ehesten, wie es um die Un
artigen bestellt ist.
 
beha, Vollb, Spakus, Wburg, Hwurst, Kon, zbitter,

Das ist in der realen, konkreten Welt der Vokale und Konsonanten die bittere Folge von Art-Losigkeit, wie sie unseren Unartigen abstrakt in der Denkfigur der Unart widerfährt.
 
Gottseidank bedeutet "Art" im Deutschen nicht Kunst. "Unartig" wäre sonst besetzter Begriff und unbrauchbar bis in alle Ewigkeit und wir müssten unsere Unartigen hilfsweise als "Entartete" bezeichnen, oder gleich "die Enteten" nennen.
Tun wir aber nicht. Ist nicht unsere Art, so.
Auflösung:
(behaart, Vollbart, Spartakus, Wartburg, Hartwurst, Karton, zartbitter)
 
 
Neben den Unartigen, das sei nicht unerwähnt, gibt es noch die Gattungen der Rohrartigen und der Lochartigen. Wenigstens die Rohrartigen sollen hier in Kurzform noch vorgestellt werden, bevor das Ziel allen Strebens, der Gaszähler, die ihm gebührende Würdigung erfährt.
 
 

Die Rohrartigen
 
Die Rohrartigen sind allesamt hohl und gerne beieinander und geben sich der wohltuenden Täuschung hin, als Mitglied von Wasser- oder Gas-Leitung hätten sie ebensolche Führungsqualität und -Verantwortung wie das Mitglied einer Geschäfts- oder Verbandsleitung, weil es primär doch auf die formgebende und richtungsweisende Kraft der Leitung ankomme, wogegen der letztlich austauschbare Inhalt, das Geleitete, eine zu vernachlässigende Größe sei.
 
Doch wir wissen: So viele Rohrartige sich auch zusammenschließen mögen, zu Vereinen und Vereinigungen, zu Interessengemeinschaften und Verbänden, sie sind immer abhängig vom Zustrom fremder Ideen, von fremdem Engagement und letztlich von einem fremden Willen.
 
Wenn Rohrartige überhaupt etwas vermögen, dann ist es neben dem Leiten (i.e.S.: "Weiterleiten") das Unterbinden. Oft genügt ein Rohrartiger, der sich sperrt, und schon läuft im ganzen schönen Rohrnetz nichts mehr.
 
Untereinander stehen sich die Rohrartigen nahe. Auch wenn sie nicht direkt verbunden sind, wie dies z.B. bei der Anordnung "Siphon und Schwenkhahn" regelmäßig der Fall ist, können ausgeprägte soziale Beziehungen beobachtet werden. Der Fall des aufopferungsvollen Siphons, der eine spontane Selbstverstopfung herbeiführte, weil bei seinem Schwenkhahn nach Jahren intimen Zusammenlebens die Dichtung schwächelte und der so - mit den ihm zu Gebote stehenden Mitteln - half, einen unerwünschten Wasserfluss in den Kanal zu verhindern, hat in der klassischen Literatur über die Rohrartigen breiten Niederschlag gefunden.

Gerade in dieser rührenden Verhaltensweise wird aber auch eine liebenswerte Schwäche der Rohrartigen erkennbar: Sie sind nicht besonders intelligent und haben insbesondere sehr krude Vorstellungen von ihrer Aufgabenstellung, ihrem Lebenszweck.
 
Wer als Bahnhofsvorsteher, Bataillonskommandeur oder Weihbischof auf Rohrartige angewiesen ist, tut gut daran, auf äußerste Disziplin zu achten und insbesondere die Gnade der Frühpensionierung walten zu lassen, so oft es geht. Gerade im klerikalen Bereich wird diese Empfehlung allerdings häufig sträflich vernachlässigt, so dass es dort von irreversibel korrodierten Absperrschiebern, verkalkten Reduzierstücken und zittrigen Schwenkhähnen einige mehr gibt, als nach dem statistischen Durchschnitt anzunehmen wäre.
 
Trotzdem, die Rohrartigen sind unentbehrlich. Lernen Sie jetzt die sieben hervorragendsten Exemplare kennen, schätzen und achten.

Die Rohrartigen auf einen Blick
 
1 Das Reduzierstück
Ein Hohlkörper mit zwei Gewinden. Mehr nicht. Aber die Welt ist voll von Reduzierstücken, offenbar also eine höchst angepasste, evolutionär erfolgreiche Gattung. Auch Sie kennen eines.
 
2 Der Absperrschieber
Vergessen für alle Zeiten rottet der Absperrschieber in finsteren Kellerräumen vor sich hin. Niemand braucht ihn. Depression und Resignation berauben ihn seiner Fähigkeiten. Tragisch.
 
3 Der Bypass
Immer einen Ausweg kennen, auf die "Second Source" ausweichen können, so ein Bypass bringt's in kritischen Situationen. Was aber in den ruhigen, unkritischen Zeiten? Vor dem Spieltrieb muss gewarnt werden.
 
4 Der Rohrtrenner
Ein flinker Geselle, der immer dafür sorgt, dass die Unterdrückten unten bleiben, auch wenn der Unterdrücker weg ist. Der Unterdrücker ist natürlich der Überdruck, aber
"Überdrücker" kann man nicht sagen.
 
5 Die Ringentlüftung
Teufelswerk, wo niemand mehr ein Rohr vermutet. Der Bohrer ist ihr Schicksal, es fragt sich nur wann. In der Ringentlüftung ist übrigens nicht Luft (die wird ja entlüftet) sondern Wasser, warmes, nasses.

6 Der Siphon
Die letzte Schleuse vor dem Abgrund. Häufigster und zumeist erster Anlass, einen Installateur zu rufen. Der Siphon wird daher von der Branche geliebt und es werden ihm insgeheim Opfer gebracht.
 
7 Der Schwenkhahn
Gerade weil er so wendig ist, ist er so gefährlich. Auch die Hamburger Flutkatastrophe von 1962 wurde nach bestätigten Geheimdienstberichten in Wahrheit nicht von Helmut Schmidt ausgelöst, sondern von einem verbitterten alten Schwenkhahn auf einer britischen Kanalinsel.
 

Doch zurück zum Gaszähler:
 
 

 

Auch der Gaszähler ist nicht von edler Abstammung. Sein Vetter ist als Erbsenzähler unterwegs und seine Stiefbraut verdingt sich als Zählerplombe. Nur sein jüngster Bruder brachte es als Mikrozensus unzweifelhaft zu zweifelhafter Berühmtheit.

Keine Illusion, der Gaszähler, der im Keller des Einfamilienhauses oder im Einbauschrank im Flur der Etagenwohnung zu finden ist, repräsentiert nicht den Gaszähler an sich, es ist nur ein vielverkaufter Typ, der üblicherweise in der Bauform des Balgengaszählers mit geräuscharmer Kunststoffmembran und mit erträglicher Messtoleranz ausgestattet wird.
 
Natürlich gibt es daneben HighTech-Turbinenrad- oder Ultraschallgaszähler und auch die robusten Kreiskolbengaszähler und dazu Impulsvergleichszähler zu Eichzwecken und ähnliche, technisch faszinierende Wunderwerke des Zählens, doch, wer von uns vermag die noch zu verstehen?
 
Wir sind zufrieden - und das ist auch gut so - wenn wir das Anschlussnennmaß kennen und um die Zulassung durch den zuständigen Versorger wissen. Dann wird das Ding schon zählen. Es geht uns nämlich gar nichts mehr an. Natürlich, ein bisschen theoretisches Grundlagenwissen, das darf schon sein, aber einen Gaszähler öffnen, um ihn zu reparieren, das geht erstens gar nicht und zweitens, wofür soll das gut sein?
 
Der Gaszähler ist frühes Sinnbild für den Funktionsblock, den Baustein, das Element, die Komponente. Sinnbild für das immer komplexer, immer unüberschaubarer werdende, neuzeitliche "Atomos" der Technik.
 
Wie selbstverständlich nehmen unser Kinder die neue Dreifaltigkeit
 
"Rechner - Bildschirm - Tastatur"
 
als nicht weiter teilbare und hinterfragbare "Elemente" (!) des Daseins, wie unsere Altvorderen die Erde, die Luft, das Feuer und das Wasser als Grundbausteine der Welt begriffen.
 
Als Installateur muss ich doch nicht wissen, was sich da balgt, im Balgenzähler.
Ich muss nur wissen was er kostet und was ich dafür bekomme. Das ist es.
 
Die Welt ist doch so einfach.
 
Ein Apfel ist ein Apfel.
Ein Gaszähler ist ein Gaszähler.
Eine Schweißelektrode ist eine Schweißelektrode und
ein Installateur ist ein Installateur.
 
Wer tiefer fragt, der schafft nichts.
 
So viel Zeit ist gar nicht, wie da an möglichem, aber völlig unnützen Wissen verschüttet ist. Es ist unmöglich, einem einzelnen Menschen alles Wissen der Evolution oder auch nur alles Wissen der Menschheit, als dem Einzelnen sinnvoll dienstbares Detailwissen einzuprägen. Und es ist überflüssig. Es genügt immer genau so viel Wissen, wie für das erfolgreiche Überleben nötig ist.
 
Ein fauler Apfel wird weggeworfen;
der Baum hat Tausende gesunde getragen.
 
Ein undichter Gaszähler wird weggeworfen;
die Fabrik hat Tausende dichte ausgeliefert.
 
Ein drei Jahre alter Rechner wird weggeworfen;
Intel hat Millionen neuerer, besserer, schnellerer Chips zur Distribution gebracht.
 
Materieller Überfluss erzeugt geistige Leere. Geistige Leere erzeugt materiellen Mangel. Materieller Mangel erzeugt geistige Regsamkeit. Geistige Regsamkeit erzeugt materiellen Überfluss.

Das lässt sich messen, zählen und wiegen.
 
Aber so lange niemand bereit ist, für jeden nachweislich gemessenen Kubikmeter geistiger Leere einen Preis zu bezahlen, so lange ist doch auch der Euro für das Messgerät zu schade, oder?
 
Luft, normale (wenn es die noch gibt), gesunde Atemluft wird ja auch nicht abgezählt.
 
Es zahlt einfach keiner dafür, obwohl sie für uns so unendlich wichtig ist, weil wir nur ein paar Minuten ohne leben können. Sie ist solange zwar wertvoll, aber nichts wert, wie es nicht gelingt, Luftverbrauchszähler flächendeckend zu installieren und dem Verbrauche nach dann zu kassieren.
 
Zählen, Zahlen, Be-Zahlen.

Nichts wird gezählt, ohne dass jemand einen der gezählten Summe adäquaten pekuniären Nutzen davon hätte.
 
Denken Sie daran, bevor Sie sich wieder zählen lassen.
 
 
Und denken Sie daran, wenn Sie hören, dass Gaszähler entwickelt werden, die auch geeignet sind, die Atemluft zu zählen. In den Herstellerprospekten werden Druckverlustkurven nicht nur für Erdgas, sondern auch schon für Luft dargestellt.
 
 
Sauberes Wasser gibt es längst nicht mehr umsonst. Platz zum Leben, noch wichtiger als Luft(!) ist längst nicht mehr umsonst zu haben.
 
 
Feuer ist erschreckend teuer, auch wenn's behütet und bewacht. Warum soll also die Luft, ausgerechnet die wertvolle Luft, weiterhin verschleudert werden?
 
Der Gaszähler tritt uns als der Spezialist entgegen,
          der weiß, was er tut und
          wie er es tut und
          wie genau er es tut.

 

 
Dazu kann er uns Auskünfte geben, die uns erschöpfen. Wir sind geneigt, uns davon blenden zu lassen und ihm zu konzedieren, dass, wenn er schon so genau weiß, was er tut und darüber so viel zu berichten hat, dass uns schier das sprichwörtliche Mühlrad im Kopf herumzugehen beginnt, wenn er dann auch noch so viel darüber weiß, wie und unter welchen Bedingungen und mit welchen Toleranzen, und wie oft und, und, und ....,
 
ja dass er dann doch wohl auch wissen wird
warum.
 
 
Er weiß es nicht.
 
Der Gaszähler ist ein Gaszähler ist ein Gaszähler ist ein Gaszähler.
Er zählt Gas.

Er weiß nur grob, was Gas ist.
Er hat keine Ahnung, wo Gas herkommt und wo Gas hingeht.
Er hat keine Ahnung ob Gas knapp ist oder im Überfluss vorhanden.
Er weiß nicht ob Gas giftig ist, oder heilsam.
Er weiß nicht ob Gas brennt oder Feuer erstickt.
 
In seiner Konstruktion liegt Wissen um das Verhalten von Gasen unter dem Aspekt ihrer möglichst exakten Zählbarkeit und ein bisschen allgemeines Ingenieurswissen, Fachrichtung Maschinenbau.
 
Das ist alles.
 
 
Erwarten Sie von einem Gaszähler niemals eine Aussage über den Gaspreis, über die Risiken von Gasheizungen, über die Nordsee oder über eine Kokerei.
 
Der Gaszähler ist strunzdumm, wie jeder vollgekapselte Spezialist.
Man kann ihn kaufen, oder mieten!
 
Gesunder Menschenverstand ist es, den Gaszähler auf sein Zähl-Ergebnis zu reduzieren. Aber nur, wer dies bewusst tut und nicht nur in Faulheit vereinfacht, entrinnt der Illusion, der Gaszähler sei schon die Antwort auf das Warum.
 
Diese Antwort zu finden, das ist unser Job, die wir Menschen geblieben sind,
bei aller Spezialisierung, die auch uns als Tribut des Wohllebens abverlangt wird.

 
Viel mehr Allegorisches, dargestellt an allen sieben Rohrartigen, allen sieben Lochartigen und allen sieben Unartigen gibt es seit vielen Jahren als kleines Büchlein mit dem Titel "Installatorische Allegorien". Es kann über den Online-Shop des EWK-Verlags bestellt werden. Erst die AGB lesen
AGB
und dann weiter zur Humorabteilung im Bestellbereich
 Shop
 
Wer online noch ein bisschen weiterlesen will, kann das mit der Beschreibung der Gewindeschneider (männlicher und weiblicher Ausprägung) hier gerne tun:
 
http://www.ewk-verlag.de/LP_Installatorische.html 
 

 



Helfen Sie bitte am 27. September mit, die Macht der Gaszähler und Gewindeschneider zu verhindern. Gehen Sie wählen - und wählen Sie links.
 Die Begründung habe ich schon früher geliefert

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Reaktionen auf diesen Paukenschlag
Verehrter Herr Kreutzer,

ich vermisse bei der Abhandlung der Rohr- und Lochartigen die so genannte oder auch Muffe.
Schon im Neuen Testament heißt es wie folgt:

"Sie brachten Gold, Weihrauch und Muffen"

 

 

Ein bisschen Kindskopf am Morgen muss sein.

Mit freundlichen Grüßen

Antwort der Verfassers der Installatorischen Allegorien:


Ja, die Muffe,

der Muff, die Muffe - früher nur als winterliches Accessoire der Damenwelt im Schwange, später - von einem verliebten Installateur in einem Augenblick hellsichtiger Erleuchtung auf die Systeme der Rohrartigen übertragen, ist in den Installatorischen Allegorien tatsächlich nicht gewürdigt.

Das wiederum liegt daran, dass die Muffe vom Institut für nomenklatorische Analysen in Prag in dem Standardwerk "Der grosse Schublad" in der deutschen Ausgabe von 1982 (die letzte mir bekannte Ausgabe) aus mir unbekannten Gründen nicht einmal mit einer Fußnote gewürdigt wurde.

Schade um die Muffe,
aber, vielleicht erinnern Sie sich noch daran, dass die Muffe schon in den sechziger Jahren eine Mutation durchmachte. Damals wurde sie von den Studenten noch geortet, wenn auch schon nicht mehr korrekt benannt. Wie hieß es doch gleich? "Unter den Talaren, der Muff von tausend Jahren"? War es das nicht?

Danke für die Gelegenheit zum Blödeln.

Mit besten Grüßen


Hallo Herr Kreutzer,

zu Ihren "Gaszählern" fällt mir gerade eine Mitteilung aus einer Tageszeitung ein. Den Namen möchte ich nicht nennen, denn das wäre unverdiente Reklame für dieses Blatt.
Ich las da von einer Studie eines der vielen namhaften Institute zu den demografischen Veränderungen und der daraus resultirenden Kostenentwicklung im Gesundheitswesen bis zum Jahre 2050. Resultat wie bekannt: Alle werden älter, der Anteil der Älteren wird größer, alle werden zunehmend kränker und das ist natürlich nicht mehr bezahlbar. Also Leistungen kürzen und die private Vorsorge verstärken - wer lange leben und gesundbleiben will, soll auch zahlen (wenn er kann).

Mir viel dabei folgender Vergleich ein:

Im Jahre 1909

beschäftigt sich ein hochgelehrtes kaiserliches Professorenkollegium mit den zu erwartenden Kosten für die Gesunderhaltung der Untertanen und stellt dabei fest, dass seine Majestät 1950 die Ärzte wohl nicht mehr bezahlen werden kann. Also müsse man bereits jetzt, spätestens aber 1910 die Leistungen fürs Volk drastisch kürzen.

Und nun zum Stand 1950:

Der Kaiser, seine Professoren und deren Nachfolger waren von der Bühne verschwunden. Für die Volksgesundheit war des Gesundheitswesen der DDR bzw. BRD verantwortlich und die berührte es offensichtlich in keinster Weise, wass sich kaiserliche Professoren vor 40 Jahren ausgedacht hatten.

Wie wird das wohl 2050 sein ?

Mit freundlichen Grüßen

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