Paukenschlag am Donnerstag
No. 2/2009
vom 15. Januar 2009

Kommentare zum Zeitgeschehen
von Egon W. Kreutzer

keine
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Die Würde des Menschen ist nicht mehr ertastbar

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Die Würde des Menschen
ist nicht mehr ertastbar
 
 
Der heutige Paukenschlag ist einer tapferen, klugen Frau gewidmet.
Sie heißt Doris Matt.
 
Doris Matt gehört zu denen, die sich nicht zufrieden geben, mit Beschwichtigungen, Ausreden und Almosen. Doris Matt gehört zu denen, die sich nicht ins Vegetieren
treiben lassen wollen.
 
Doris Matt ist eine von denen, die um ihre Würde kämpfen.
Obwohl sie bitterarm ist.
 
Doris Matt hat aufgeschrieben, was sie unternommen hat und was ihr angetan wurde, sie hat die Gesetzeslage und die Reformen dokumentiert, sie hat mit dem Finger auf die dahinter stehenden Interessen gezeigt und aufgeschrieben und festgehalten, was sie dabei alles entdeckt hat.
 
Kurz vor Weihnachten hat Sie mir diese überwältigende Dokumentation zur Verfügung gestellt. Auf über 2.000 Seiten, rund 12 Megabyte Text.
 
Es gab zu diesem ebenso beeindruckenden wie bedrückenden Dokument einen kurzen E-Mail-Wechsel, den ich hier wiedergeben möchte:
 

Hallo Herr Kreutzer

Besonders schön wollte ich alles machen,
Die Dateien haben sich verschoben, es fehlten ganze Texte.
Ob ich zu dusselig bin, ich weiß es nicht.

Diese Datei habe ich jetzt mehrmals überprüft.
Einen lieben Gruß Doris Matt

 
    Liebe Doris Matt,

    ich glaube, dass auch die erste Sendung bei mir weitgehend vollständig
    angekommen ist. Aber das ist so viel Material, dass ich beim besten Willen
    nicht unmittelbar daran gehen konnte, mir mehr als nur einen groben
    Überblick zu verschaffen. Daher auch mein doch zu langes Schweigen.

    Dass ich Ihnen gerne helfen werde, ihre "Botschaft" zu verbreiten, dürfen
    Sie durchaus annehmen. Allerdings habe ich mir die Frage gestellt, was
    besser ist: Alles miteinander, so wie es ist, im Internet online zu stellen,
    oder doch lieber mit behutsamer Hand lektorierend drüber zu gehen, Sprache
    und Rechtschreibung zu korrigieren, die Zitate aus den Gesetzestexten auf
    das unbedingt Notwendige und weiterführende Verweise zu kürzen und am Ende
    ein Buch daraus zu machen.

    Ersteres geht schneller, auch wenn ich mich natürlich zuerst soweit mit den
    Inhalten befassen muss, dass sicher ist, dass weder Ihnen noch mir daraus
    Schwierigkeiten erwachsen. Letzteres dauert länger, wäre aber wahrscheinlich
    der Mühe wert.

    Aber vor dem Neuen Jahr werde ich kaum mehr dazu kommen.

    So danke ich jetzt erst einmal ganz herzlich für das Vertrauen, das Sie mir
    mit der Überlassung der umfangreichen Dokumentation beweisen,

    wünsche Ihnen für die Festtage und den Jahreswechsel alles Gute

    und werde mich im Januar wieder an Sie wenden.

    Liebe Grüße
    Egon W. Kreutzer
    Lieber Herr Kreutzer
     
    Ihre Mail ist das schönste Weihnachtsgeschenk
    das mir je ein Mensch gemacht hat.
    Ich möchte, dass alles so bleibt.
    Ich genieße Ihren Schreibstil.
    Ich bin mir meiner Rechtschreibschwäche bewusst.
    Sie beschreibt einen kleinen Teil meiner Person.
    Ich habe dieses Buch für mich geschrieben und möchte gerne mit Menschen verändern.
    Ich habe nichts erfunden, ich kann mir nicht vorstellen warum ich Schwierigkeiten bekommen sollte, von daher nehme ich alles was auf mich zukommt gerne in kauf.
    In der Nacht als ich dieses Buch fertig gestellt habe hatte ich nur die Angst, ich könnte die Weitergabe nicht mehr schaffen.
    Einen schönen Abend oder morgigen Tag
    Doris Matt
 
So werde ich nun mein Versprechen wahr machen, und das komplette Dokument veröffentlichen.

Nach und nach in gerade noch überschaubaren Portionen. Die einzelnen Teile werde ich auf Antides.de online stellen und von meiner Hauptseite aus dorthin verlinken.
 
Heute, damit Sie wissen, was auf Sie zukommt, im Paukenschlag der Anfang des ersten Teils, geringfügig bearbeitet. Zum unbearbeiteten Original habe ich ganz unten verlinkt.

Meine Klagebegründung an das Sozialgericht.

Sehr geehrte Frau Richterin,

mir war es wichtig als Deutsche und nicht als Europäerin zu klagen.
Mir ging es dabei um das Grundgesetz. Das Grundgesetz steht für mich als das Recht für ein grundsätzliches Lebensrecht.

Ein Lebensrecht beinhaltet auch, dass alles richtig ist.
Das nimmt jedem den Zwang, etwas darstellen zu müssen.

Ich habe mir auch gut überlegt ob ich mein Leben oder das Leben schreibe.
Bin zu dem Schluss gekommen, dass das meine Geschichte und meine Klage ist.
(...)
Weiterhin habe ich mir überlegt ob nur die Sozialgesetze in Betrachtung kommen. Das war mir nicht ausreichend. Das Leben ist mehr als eine finanzielle Versorgung.

Wir, das bewusste Lebendige, sind.


Nicht er/sie ist, weil ...
Sondern wir sind.

Wir sind, heißt auch, wir achten auf alles, weil wir begreifen, das alles wichtig ist. Manchmal ist es nur ein Satz den irgendjemand sagt.
Die Kette ist so stark wie ihr schwächstes Glied, der „Schwache“ der um Hilfe bittet hat immer Recht. Und jeder der sich einfühlen kann sollte dafür sorgen dass die „Schwachstelle“ gestärkt wird.
Ich bin der festen Überzeugung wenn die Angst, die Todesangst verschwindet (Hunger,
mangelnde Hygiene, ich meine nicht übertriebenen Waschzwang, das ist nur die andere Seite der Medaille), wenn jeder frei atmen kann, dass nach einiger Zeit eine innere Beruhigung eintritt.
Dass jeder sich dem Leben zuwenden kann, oder erst einmal leben lernen kann.


Ich habe meine Klage vor dem Sozialgericht Duisburg, in Deutschland mit der Gewissheit, dass das Deutsche Grundgesetz über allen nachfolgenden deutschen Gesetzen steht, eingereicht. Mit der Gewissheit, dass mit Art. 79, unser Grundgesetz nur nach einer Volksabstimmung außer Kraft gesetzt werden kann.

Ich klage gegen die Antwort meines Widerspruchsbescheids.

Ich klage gegen alle, die bei der Verabschiedung der Sozial-Gesetze mit ihrem ja zugestimmt haben, gegen alle, die diese Gesetze aufrechterhalten und verändern.

Mit der Gewissheit das die Bundesrepublik Deutschland dem Internationalen Pakt über
Bürgerliche und Politische Rechte beigetreten ist, der den Rang eines Gesetzes hat und im BGB 1. 1973 II S.1534 veröffentlicht ist.

Als Mensch, als Individuum stelle ich den Antrag auf eine bedingungslose Existenzanerkennung für mein Leben, was auch eine ausreichende und eine selbstbestimmte Lebenssicherung beinhaltet, da ich eine erwachsene Frau bin und jede Bevormundung ablehne.

Das Amt für Soziales und Wohnen in Essen
Antrag auf Grundsicherungsleistungen vom 28.12.2007
Aufgehoben am 29.12.2007
Widerspruch am 12.01.2008, nachdem in dem Schreiben vom 09.01.2008 von Seiten des Amtes mein Schreiben vom 29.12.2007 keine Berücksichtigung fand.
Ebenso wenig in dem Ablehnenden Bescheid vom 12.02.2008

 


Moral
Moral ist zum einen: Jemand hat „gute“ Absichten.
Moral kann aber auch eine Liste von guten und schlechten Dingen beschreiben wie lieb,hilfsbereit, freundlich, mitfühlend und ehrlich - böse, neidisch, gehässig, oberflächlich und schuldig.

Gesetzliche Normen sind moralitätsneutral

Mein erster Besuch
Nach Vorlage meines aktuellen Rentenbescheids, Mietbescheids sowie der Kontoauszüge die erste Frage:

wovon ich denn bisher gelebt hätte.

Kurz erklärt, dass mein Sohn ausgezogen ist, wir bis dahin mehr schlecht als recht gelebt haben.

Die zweite Frage:

ob Guthaben vorhanden sei.

Derweil die Überprüfung meiner Aussage per Computer, ob der Sohn nun wirklich nicht
bei mir gemeldet ist. Ob ich den ersten Rentenbescheid auch dabei hätte?
Nein, macht nichts dann starte ich eine Anfrage beim Rententräger.

Wieso das denn?

Erstens dürften die Unterlagen in ihrem Computer vorliegen, ich habe damals schon einen Antrag gestellt, der abgelehnt wurde, weil mein Sohn im Haushalt lebte und zur damaligen Zeit immerhin ein Einkommen in Form von Kindergeld hatte.

Ja aber diese Abfrage müsste gemacht werden damit überprüft werden kann ob ich noch für drei Stunden eine Tätigkeit aufnehmen könnte. Allerdings würde das die Arbeitsmarktlage zurzeit nicht hergeben.

Gesagt gemacht, Abfragen gestartet.

„Was bedeutet das im Einzelnen für mich?“
Oh, für Sie treten damit erst einmal keine Veränderungen ein, es geht dabei um die
Einkommen der Unterhaltspflichtigen, wie ihre Mutter und ihre Kinder. Der Freibetrag bei der Grundsicherung liegt bedeutend höher als beim ALG 2 wie auch der Vermögensbetrag.
„Welches Vermögen, wer hat den heute noch Vermögen und setzt sich dann hierhin?“
Oh, wir hatten schon Leute hier sitzen, die 25.000 € auf ihrem Sparbuch hatten.
„Wie das? Sie überprüfen doch alles, meine Kontoauszüge musste ich doch auch mitbringen."
Ja schon, die schaue ich mir später noch genau an.


Soziale Interaktion
Ist die soziale Interaktion wechselseitig kann man von Kommunikation sprechen.
Gründe und Ziele müssen wechselseitig mitgeteilt werden um zu einem Konsens gelangen zu können. Aufeinander beziehendes Handeln ist soziale Interaktion.

Zweiter Besuch
„Ich sehe sie haben Verstärkung mitgebracht.“
„Das ist meine Freundin, es hat sich so ergeben. Ich bin jedoch froh, dass sie mitgekommen ist“.
Ich lege meinen Antrag vor und teile mit, dass ich mit dem Gesetz nicht einverstanden bin, weil es meiner Würde nicht entspricht, weil ich kein Minimum bin und von den 90 Euro nicht leben kann.
„Wie 90 €, das war ungefähr gerechnet.“
„ Sie haben sich meine Daten zur Hilfe genommen und mir auf meine Frage hin, was ich denn bekomme, erklärt 90 Euro.“
„Sollen wir jetzt hier einen Antrag zur Grundsicherung aufnehmen?“
„Nein, ich habe ihnen doch meinen Antrag vorgelegt und erklärt.“
„Ich gebe Ihnen einen Antrag mit, den können Sie dann zuhause ausfüllen.“
"Nein."
„Dann brauche ich Ihren Mietnachweis sowie den Rentenbescheid.“

"Ja", habe ich gesagt. Es dauerte keine Viertelstunde und ich dachte, jetzt platze ich, weil ich wieder gegen meine eigene Überzeugung mit dem Ja gehandelt habe.
Meine Freundin versuchte mich zu beruhigen, mir gut zuzureden und ich habe meine Wut an ihr ausgelassen.

Soziale Beziehung
Von einer sozialen Beziehung kann man dann sprechen wenn zwei Individuen oder Gruppen in ihrem Denken, Handeln und Fühlen aufeinander bezogen sind.
Eine elementare Voraussetzung um gesellschaftlich erfolgreich leben zu können.

Wenn keine Chance mehr besteht, dass in ihrem Sinne gehandelt wird, ist diese Kette
gebrochen. Eine Kette ist so stark wie ihr schwächstes Glied.

Ein demokratischer sozialer Bundesstaat Art. 20

Der dritte Besuch, ein anderer Berater.
Meine Tochter begleitet mich, ich habe sie gebeten mitzukommen.


Was mein Anliegen sei.

Ich bin mit dem Vorsatz dahingegangen, diesen Grundsicherungsantrag zu unterschreiben, ich hatte Angst und wollte den bequemen Weg gehen. Aber kaum, dass er nach meinem Anliegen fragte, ich meinen Verlauf zu erklären begann, war mir klar, dass ich diesen Antrag nicht unterschreiben konnte.
Ich hatte mich ausführlich informiert und einiges an Erklärung mitgebracht. Schnell wurde ich unterbrochen und auf das Gesetz hingewiesen:

„Der Satz für die Grundsicherung ist doch mit Einführung erhöht worden“,

meinte er. Als ich das widerlegte, ich ihn auf den Satz von 1998 hinwies und
erklärte, dass bis heute eine Erhöhung von noch nicht einmal 2 Euro stattgefunden hat und das bei der Mehrwertsteuererhöhung, der deutlichen Verteuerung aller lebensnotwendigen Güter, meinte er, ich käme mit meinen Informationen aber auch nur nach und nach heraus. Ich sei laut und aggressiv.

Meine Tochter erklärte ihm daraufhin, dass ich keineswegs aggressiv sei, das kann sie sehr gut beurteilen. Laut wurde ich, mein Innerstes war der Verzweiflung nahe.

Da ich keine Ruhe gab, er sich nicht konzentrieren konnte sollte ich solange draußen warten. Ich habe das Zimmer gerne verlassen und erst einmal eine geraucht. Ich brauche Hilfe, sehr klar habe ich versucht ihm das zu erklären, aber als Kommunikation habe ich die eineinviertel Stunden nicht empfunden.

Ich habe den Antrag unterschrieben und am nächsten Tag, 29.08.2007 per Einschreiben, mit meiner Erklärung gekündigt, die Unterschriften zurückgezogen.

Die Antwort kam schnell. Es wurde meinem gekündigten Antrag unter Vorbehalt
entsprochen, es fehlen noch einige Bescheinigungen, das Geld wurde schnell überwiesen. Ich habe das Geld umgehend zurückgeschickt, Almosen muss ich von keinem annehmen.


Auf meine immer wieder erfolgten Widersprüche ist man zu keinem Zeitpunkt eingegangen.


Die Sozial- Gesetze in Verbindung mit dem Menschenrecht
In der Präambel der Charta der Vereinten Nationen - die so etwas wie die “Verfassung” der Völkergemeinschaft darstellt - heißt es einleitend:
Wir, die Völker der Vereinten Nationen - fest entschlossen, künftige Geschlechter vor der Geißel des Krieges zu bewahren, die zweimal zu unseren Lebzeiten unsagbares Leid über die Menschheit gebracht hat, unseren Glauben an die Grundrechte des Menschen, an Würde und Wert der menschlichen Persönlichkeit, an die Gleichberechtigung von Mann und Frau sowie von allen Nationen, ob groß oder klein, erneut zu bekräftigen, Bedingungen zu schaffen, unter denen Gerechtigkeit und die Achtung vor den
Verpflichtungen aus Verträgen und anderen Quellen des Völkerrechts gewahrt werden
können, den sozialen Fortschritt und einen besseren Lebensstandard in größerer Freiheit zu fördern.
Da die Anerkennung der angeborenen Würde und der gleichen und unveräußerlichen Rechte aller Mitglieder der Gemeinschaft der Menschen die Grundlage von Freiheit, Gerechtigkeit und Frieden in der Welt bildet, da die Nichtanerkennung und Verachtung der Menschenrechte zu Akten der Barbarei geführt haben, die das Gewissen der Menschheit mit Empörung erfüllen, und da verkündet worden ist, dass einer Welt, in der die Menschen Rede- und Glaubensfreiheit und Freiheit von Furcht und Not genießen, das höchste Streben des Menschen gilt, da es notwendig ist, die Menschenrechte durch die Herrschaft des Rechtes zu schützen, damit der Mensch nicht gezwungen wird, als letztes Mittel zum Aufstand gegen Tyrannei und Unterdrückung zu greifen.

Die soziale Herkunft bezieht sich nicht nur auf die geographische oder ethnische Herkunft.
(...)
Die soziale Herkunft ist das eine, der Mensch ist viel mehr.
Der Mensch ist Einzigartig.
Jeder hat seinen indíviduellen Fingerabdruck, jeder ist individuell, jede Lebensgeschichte
erzählt von einem individuellen Leben.
WANN BEGREIFEN WIR ENDLICH WIE EINZIGARTIG JEDER EINZELNE IST.
Wir sind mit einem Gehirn ausgestattet, dass einzig dem Zweck dient, das Überleben des Körpers sowie der Art zu sichern. Aus Sicht des Gehirns ist alles was diesem Zweck dient sinnvoll.
Aufgrund der Komplexität ist die wahre Motivation, allzu oft nicht erkennbar.

  • Ich schließe mich einer Gruppe an, mit der Absicht meine Lebensverhältnisse zu verbessern.
  • Ich bin ein zurückhaltender Mensch und denke mir meinen Teil weil ich sonst meine Arbeitsstelle verlieren könnte.
  • Ich kaufe mein Fleisch im Supermarkt und mache mir keine Gedanken über die
    Lebensbedingungen der Tiere weil mir alles zuviel wird.
In erster Linie geht es immer um die Befriedigung der lebensnotwendigen Bedürfnisse, wie Nahrung, Kleidung, Obdach, soziale Kontakte und Der Mensch wirtschaftet, um
„lebensbereichernde“ Bedürfnisse zu befriedigen. Das ist die Sicherheit. Die Sicherung des eigenen Lebens, des eigenen Lebensanspruchs.
In unserem Gehirn haben wir einen Cortex, die Großhirnrinde. Die Cortexlage besteht aus sechs Schichten. Er ist voll gepackt mit Nervenzellen und Neuronen. Zum Glück ist der Neocortex kein Zellhaufen. Ausgenommen die oberste Schicht. In Ihr befinden sich wenige Zellen dafür viele Axonen. Alle Infos werden nicht nur nach oben geschickt sondern verteilen sich auch nach rechts und links. Von der obersten Schicht gehen mehr Rückleitungen zurück. Eine Selbstlose weil Selbstbewusste, dem ganzen dienende Hierarchie.

Die ersten Lebensformen auf dieser Erde waren Einzeller. Die Zellen fanden heraus wie sie noch klüger werden konnten, Mehrzeller. Wenn Zellen sich zusammenschließen erhöhen sie ihre Wahrnehmung. Heute weiß man wie wichtig die Kooperation für die Erhaltung des Lebens in der Biosphäre ist.
Die meisten Zellstrukturen werden Organellen genannt.
Es gibt in unserem Körper keine einzige Funktion, die nicht bereits in der Einzelzelle angelegt ist. Jede Zelle ist ein intelligentes Wesen, das allein überleben kann. Einzelne Zellen sind in der Lage zu lernen, zelluläre Erinnerungen zu speichern und diese
weiterzugeben. In dem Zellkern befinden sich die Gene.
Viele Zellen ohne Zellkern (Gehirn, wenn die Gene das Leben steuern) überleben bis zu zwei Monaten.
Das „Human- Genom- Projekt“ fand heraus das im gesamten menschlichen Genom (oder auch Erbgut eines Lebewesens) nur ca. 25.000 Gene sind (wir haben ca. 50 Billionen Zellen).
Es gibt Gene die mit dem Verhalten und der Eigenschaften einer Person im Zusammenhang stehen doch sie bleiben so lange inaktiv bis ein Signal aus der Umgebung kommt, nicht aus dem Gen selber heraus. Wenn Gene unser Leben bestimmen wie uns immer gesagt wird, dann sind wir alle „nur“ Opfer vererbter Gene.
Proteine sind der Stoff aus dem das Leben besteht, genauer gesagt ist die Aminosäurekette das Rückrat der Zellproteine.
Lebendige Organismen bewegen sich, durch das Hinzufügen oder Entfernen von Ionen
Gene können nicht nur an direkte Nachkommen weitergegeben werden sondern auch an
Mitgliedern anderer Arten.
Gene sind die physische Erinnerung an das, was der Organismus einmal gelernt hat.
Wir Menschen sind eine Kooperation von ca. 30 Billionen Zellen, jede für sich lebensfähig.
Jeder hat aber noch ein reflektierendes Gehirn, zugegeben im Maßstab zum Unterbewussten wie die Sonne zur Erde, aber es ist da.
Es ist möglich sich immer wiederkehrende Sätze bewusst zu machen.
1. Oh Gott, was denken die jetzt alle von mir.
2. Ich bin aber auch fertig.
3. Ich habe die Nase voll.
4. Oh Gott, Oh Gott
5. Es ist die Krankheit
Zu 1- Verantwortung abgeben, anpassen auf Biegen und Brechen, absolut, als wenn alle nur mit mir beschäftigt wären.
Zu 2- Aufgeben
Zu 3- ist doch sowieso alles egal, ob ich bin, ob ich mache
Zu 4- Scham, Schuld und dadurch das was ich an mir wahrnehme entsetzt von mir schieben.
Zu 5- Ich habe keine Verantwortung, der Körper ist der Schuldige oder das Schicksal
Es wird viel Geld bereitgestellt zur Erforschung menschlicher Eigenschaften, menschlichen Könnens speziell auch für die unterschiedlichsten Funktionen des menschlichen Gehirns.
Der DIGITALE- Computer <auch Rechner genannt, ein Apparat der Informationen mit Hilfe einer programmierten Rechenvorschrift verarbeiten kann<.
Ich gehe weiter und finde, dass Menschen sich mit der Entwicklung deines DNA-Computer beschäftigen < Als DNA-Computer werden Computer bezeichnet, die auf der Verwendung der Erbsubstanz (Desoxyribonukleinsäure, die Organisation und Komplexität aller Lebewesen basiert auf einer Codierung mit vier verschiedenen Basen im DNA- Molekül) als Speicher und Verarbeitungsmedium beruhen.
Der QUANTEN- Computer <Der Quantenrechner ist bei einer bestimmten Klasse von
Problemen deutlich schneller als ein klassischer Computer, d.h. die Möglichkeit, mit einer Superposition verschiedener Eingabedaten zu rechnen, ermöglicht es, eine Rechnung mit sehr viel weniger Operationen zu lösen.
Qubit, Quantenteleportation, Quantenkryptografie, die Quanten, laut Urknallmodell besteht alles aus den vier Grundkräften.
Künstliches neuronales Netz <man stellt sie den natürlichen neuronalen Netzen gegenüber, welche Nervenzellvernetzungen im Gehirn und im Rückenmark bilden. Das Netz soll „lernen“.
Neuronaler Schaltkreis <sind in ihrer Arbeitsweise dem biologischen Nervensystem
nachempfunden.
Wissen ist Macht?
Aha, da werden Unsummen an Geldern für Forschungen investiert um die menschlichen
Zellen, das zentrale Nervensystem sowie das Rückenmark künstlich herzustellen.
Der menschliche Körper besteht aus rund 220 verschiedenen Zell- und Gewebetypen.
Jede ZELLE stellt ein strukturell abgrenzbares eigenständiges und selbsterhaltendes System dar. Alle Zellen haben an sich grundlegende Fähigkeiten, die als Merkmale des Lebens bezeichnet werden.

Die NERVENZELLE oder NEURON ist eine auf Erregungsleitung spezialisierte Zelle.
Durch die Erregbarkeit und Leitfähigkeit sind Nervenzellen in der Lage, Nervenimpulse
selektiv weiterzuleiten, und im VERBUND befähigt, Informationen zu verarbeiten und
gegebenenfalls zu speichern.

Das bin ich, mein Leben.
Gäbe es noch einen Menschen wie ich einer bin, so säße dieser in genau diesem Moment vor seinem Computer, ständt vor Gericht mit demselben Antrag.
Was ist die Würde?
oder
Ein System das einzig der Machterhaltung dient.
Ich reite dermaßen auf den Begriff Würde herum und wusste anfangs noch nicht einmal, warum mir das so wichtig ist.
Ein freier, selbstbestimmter und in Würde lebender Mensch, hört sich gut an,
 
aber wie geht das?
In meinen Briefen an das Grundsicherungsamt habe ich einige sehr emotionale, eigene
Gedanken offenbart, damals dem Zweck dienend, den dahinter stehenden Menschen zu zeigen: Die Würde ist etwas sehr individuelles wie auch die Menschen erst einmal sehr individuell sind. Angefangen mit dem individuellen Fingerabdruck oder der Iris im Auge.
Individuell in der eigenen Geschichte des Werdens sowie der Verarbeitung verschiedener Situationen.
Mein Lebensstart war insofern schwierig, weil ich nicht angenommen worden bin.
Ob es Botenstoffe waren oder meine Art, ich weiß es nicht. Ich war ein sehr unruhiges Kind das wohl des Öfteren laut geschrieen hat. Als ich drei Monate jung war, soll mein Vater gesagt haben, er hole gleich das Beil aus dem Keller.
 
Mit acht Monaten konnte ich laufen, mit einem Jahr war ich vollständig trocken und konnte in ganzen Sätzen sprechen. Mein Bruder bekam mit drei Jahren die Kinderlähmung, ich kam mit heiler Haut davon.
Nach und nach bekam ich noch weitere fünf Geschwister. Meine Schwester die ein Jahr jünger ist als ich, war nur auf meine Mutter fixiert, wohingegen ich meinen Vater über alles liebte. Mein Vater mochte aber keine „Weiber“.
Ich war sein Liebling aber nur solange wie kein anderes männliches Wesen seinen Weg kreuzte. Dann hatte ich sofort zu schweigen was mir jedoch in den seltensten Fällen gelang.
Im Kindergarten fiel ich dann ebenfalls auf, man hat mir ein Pflaster auf den Mund geklebt.
Reden ist Silber, Schweigen ist Gold. Ein Satz den ich mit dem Zusatz – nimm dir ein
Beispiel an deine Schwester- sehr oft zu hören bekam.
Sechs mal war ich mit verschiedenen kleinen Geschwistern in der Kinderkur.
Jedes Mal mit der Anweisung auf die Geschwister zu achten, was ich auch gewissenhaft tat. Ich lernte auf diesem Weg, mich gegen die „fürchterlichen Tanten“ durchzusetzen.
Als ich in einer Kur eine Blindarmentzündung bekam, gelang mir das allerdings erst, als ich hohes Fieber bekam und schnell operiert werden musste.
Mit dreizehn Jahren klaute ich einen Farbkasten, was zur Folge hatte, dass keiner mit mir sprechen durfte. Da ich vor Schuld und Scham am liebsten im Boden versunken wäre, hatte ich dagegen nichts einzuwenden.
Der Autounfall der sich wenig später ereignete - ich bin über eine dreispurig befahrene Straße gelaufen - änderte dann einiges. Mein Vater, der mich auf der Intensivstation besuchte, weil ich einen Schädelbruch, einen Schädelbasisbruch und eine
Hirnquetschung hatte, bekam wenig später seinen ersten Herzinfarkt.
Nach Monaten durfte ich dann meine erste Rehaklinik besuchen. Das war die schönste Zeit in meinem Leben. Ich war frei.
Obwohl ich mit meinen 14 Jahren im Kinderhaus untergebracht war, ging ich spielend als ältere durch, keiner hinterfragte mein Alter.
Eine Therapie war das technische Zeichnen. Werde ich wohl gut gemacht haben weil der Ausbilder mir anbot, eine Lehre im nahen Ort zu machen. Verantwortungsvoll wie ich nun einmal bin, habe ich diesen Vorschlag abgelehnt, ich glaube mit den Worten: „Was soll meine Mutter denn ohne mich machen.“

Kaum dass ich den Zug verlassen hatte, wollte ich auf dem Absatz kehrt machen.
Ich könnte mich heute noch…
Dann begann die Zeit der Gerstenkörner, insgesamt drei Jahre lang bekam ich jeden Montag an einem Auge ein Gerstenkorn. Mittwochs konnte ich dann mit dem Auge nichts mehr sehen und Freitag war es wieder verschwunden. Ich lernte damals in einem Friseursalon in der Innenstadt.
Kaum dass ich 18 Jahre alt war, bin ich zuhause ausgezogen oder anders, nicht mehr nach hause gegangen, nach einem Streit. Meine Mutter hatte die Angewohnheit meine Sachen wie auch meine Handtasche zu durchsuchen, und wenn sie Zigaretten fand, kurzerhand in den Müll zu schmeißen. Mein um vier Jahre jüngerer Bruder sagte mir vor einigen Wochen, dass er das ganz schön ungerecht fand, immerhin durfte er schon rauchen. Außerdem musste ich um 8 Uhr und am Wochenende um 10 Uhr zuhause sein.
 
Ja, das älteste Mädchen, da macht man schon einmal Fehler, so meine Mutter, viele Jahre später.
Nach einiger Zeit ließ meine Mutter mir mitteilen ich sollte doch nach Hause kommen.
Schweren Herzens, meinen ganzen Mut zusammen nehmend besuchte ich die Familie an einem Sonntag. Meine Geschwister standen wie die Orgelpfeifen schweigend auf der Treppe, wohingegen meine Mutter, die mir die Tür geöffnet hatte, mit gekränkter Mine vorauseilte, Richtung Küche. Wir sind dann übereingekommen das ich einige meiner persönlichen Sachen mitnehmen durfte.
Ich muss jetzt einfügen dass ich das meiste nicht mehr wusste, bis heute nicht weiß.
Meine Geschwister und Freundin haben mir einiges erzählt. Außerdem bin ich während
meines ersten Klinikaufenthaltes von dem Psychiater beauftragt worden jeden Samstag eine Frage zu stellen. Anhand der Antworten und dem späteren Verhalten kann ich einiges rekonstruieren.
Meine Ehe war kurz. Meine Tochter ein Geschenk des Himmels, bis heute.
Nach einer Abtreibung im Jahr 1985 bekam ich dann psychosomatische Beschwerden.
Unterleibschmerzen. Kälte, die in mir aufstieg, bis sie fast meinen Kopf erreichte, was mich in Todesangst versetzte.
Kurz vor dem Einschlafen „stürzte ich in ein Loch“. Jedes Mal schreckte ich hoch bis ich mir irgendwann sagte:“ ja dann sterbe ich eben“.
Ich habe Nächte mit einem Besen bewaffnet neben meinem Bett gestanden weil ich dachte, ich hätte Mäuse in meiner Wohnung. Kaum dass ich lag, war mir, als wenn diese Tiere über meine Beine laufen.
1986 wurde ich dann in eine Klinik eingewiesen. Ich hatte mir zu diesem Termin einen
Walkman gekauft weil ich den „Irren“ nichts zu sagen hatte. Die vier Monate in der Klinik haben mir sehr geholfen.
Wieder zuhause, verstärkten sich die psychosomatischen Krankheiten.
Neben Organbeschwerden schwere Kopfschmerzen, Sehstörungen und vor allen Dingen die Feuerangst. Meine Nase sensibilisierte sich mehr und mehr, was bedeutet, dass ich eine Kerze schon von weitem roch. Die Panikattacken kann ich kaum beschreiben. Der Höhepunkt einer solchen Attacke war ein Moment indem ich nicht mehr sehen konnte, nur noch meinen eigenen Blutkreislauf überdeutlich hörte.
Es war eine Zeit in der ich die eigene Wohnungstür nicht schließen konnte, weil ich manchmal fluchtartig die Wohnung verlassen musste, einfach im Freien Luft holen.
Inzwischen hatte ich den Vater meines zweiten Kindes kennen gelernt.
Mein Sohn gehört ebenso wie meine Tochter zu meinen besonderen Geschenken.
Mit der Geburt meines Sohnes dachte ich, meine Schuld würde sich verringern.
Aber es dauerte dann noch 11 Jahre, bis ich die Feuerangst aufarbeiten konnte.
Den Vater meines Sohnes wollte ich nicht heiraten weshalb er mich kurz darauf verließ.
Ziemlich angeschlagen begann ich meine zweite Lehre als Mess- und Regelmechanikerin.
Die Jahre in der Männerklasse sind mir nicht in guter Erinnerung geblieben.
Ich bekam meine erste Gallenkolik, obwohl meine Galle gesund war.
Von diesem Augenblick an passierte es mir häufig, dass ich aus dem „nichts“ heftigste
Gallenschmerzen bekam. Die einzige Möglichkeit damit umzugehen war, sofort alle
Gedanken und Gefühle ausschalten.
Ein halbes Jahr nach Beendigung dieser Ausbildung durfte ich dann zusätzlich
Automatisierungstechnik lernen. Zwei Tage später begann ich diese mit noch einem
Interessierten. Da ich mich noch gut an die Zeit der Umschulung erinnerte, war ich froh, dass dieser Mensch gerne mit mir zusammen war. Nach Wochen meinte der Lehrer eine gewisse Unruhe ich der Klasse bemerkt zu haben woraufhin jeder ein Stichwort sagen sollte.
Ich meinte dann „Wolf im Schafspelz“.
Nach dem Unterricht sollte ich meine Äußerung genau erklären. Von Stund an Sprachen wir vor und nach dem Unterricht miteinander was meinem Interessierten nicht verborgen blieb.
Als ich diese Ausbildung beendet habe musste ich mich entscheiden ob ich weiterleben will.
So kam es, dass ich Schritte gezählt habe, denn meinen Sohn liebe ich und für ihn wollte ich weiterleben. Wenn mein Sohn 18 Jahre alt ist habe ich meine Schuldigkeit getan, das ließ mich durchhalten. Und mein Sohn hat mir geholfen wie kaum ein anderer. Schnell bekam er einen epileptischen Anfall. Augenblicklich wusste ich um seine namenlose Angst.
So konnte ich mich aus meiner tiefen Starre lösen um mich ihm zuzuwenden.
Insgesamt hat er zwei Anfälle bekommen.
Nach einer langen Kur im Jahr 1996, ca. 4 Monate und einem weiteren Klinikaufenthalt 1997 gelang es mir 1999, in der Klinik, den Grund für meine Feuerangst zu erkennen.
Dermaßen gestärkt schaffte ich es dann in einer wirklich menschlichen, tollen Firma einen Arbeitsplatz zu bekommen.
 
2001 der nächste Zusammenbruch.
Ich saß in einem Großraumbüro und bekam jedes Gespräch mit. Ich bin ein Mensch der sich nicht distanzieren kann. Zudem bin ich noch sensibel und aufgrund meiner Erfahrungen sehr mitfühlend.
Tinitus, Dauerschnupfen, Rückenprobleme usw.
Der nächste Klinikaufenthalt, im Anschluss daran ein Aufenthalt in der Tagesklinik.
Dort bekam ich dann ein Neuroleptikum verschrieben. Verschiedene Medikamente schon vorher hatte ich nicht vertragen. Von diesem Mittel bekam ich meinen großflächigen Hautausschlag. Alles psychosomatisch wurde mir gesagt weil ich so lästig immer wieder nachfragte. Der Juckreiz war mit Abstand das Schlimmste, was ich jemals erlebt habe. Schlafen konnte ich nur noch mit Schlafmittel. Nach drei Monaten, - inzwischen hatte ich die Tagesklinik verlassen - teilte ich meinem Hausarzt mit, dass ich meine Zunge nur noch mit größtem Willen bewegen konnte. Endlich wurde gehandelt und ich kam in die Hautklinik.
In der Tagesklinik habe ich einen Schwerbehinderten-Ausweis beantragt. Eigentlich nur, weil alle das machten. Das Formular, sowie der Weg, ist mir mitgeteilt worden.
Als ich meinen Ausweis in den Händen hielt, 90 Grad, durchfuhr mich ein Gefühl, eine
Befreiung, ich kann es kaum beschreiben.
In den vielen Jahren wurde mein Zustand verschwiegen. Meinen Kindern natürlich nicht. Meine Erstfamilie hat die Krankenhausaufenthalte ignoriert. Mein Vater kam immer ein Mal.
Ich liebe ihn ganz besonders, leider ist er verstorben.

Nun hatte ich die amtliche Bestätigung, dass ich kein Simulant bin. Mit dieser Erkenntnis begann der langsame Weg der Besserung. Die Widereingliederung in der Firma habe ich nicht geschafft, die Vorgesetzten waren wunderbar. Nach meiner letzten Kur 2002-2003 wurde mir die volle Erwerbsminderungsrente bewilligt. 2006 habe ich das Medikament, welches ich in der Kur verordnet bekommen habe, abgesetzt.
Mein größtes Problem, die Beschwerden, hatte ich immer noch, eigentlich so schlimm wie nie zuvor. Ich konnte gut schlafen, zu gut. Das sah dann so aus, dass, wenn ich nachts zur Toilette musste, ich dort weiter schlief, solange bis mir alles wehtat. Vom Bad bis ins Schlafzimmer schaffte ich so gerade mal, auf dem Bett sitzend schlief ich dann weiter. Passierte regelmäßig, weil ich mit dem Medikament mindestens 11 Stunden geschlafen habe.
Ich hatte, nachdem ich das Medikament abgesetzt hatte, viele Probleme. Mein Sohn versorgte mich mit Büchern weil ich kaum noch schlafen konnte.
Als er 18 Jahre alt war, lag ich, an welchem Tag genau weiß ich nicht mehr, in meinem Bett und bekam Herzschmerzen. Aufstehen und etwas ganz anderes Tun, so lautet mein Rat.
Ich stand auf… und fand mich irgendwann im Flur stehend wieder. Ich hatte gerade ganz laut gesagt: ich will doch nur mein Buch zu Ende lesen.

Jemand hat mich nach meinem Wunsch gefragt.

Die psychosomatischen Beschwerden sind weg.

Mir geht es nicht um Mitleid.
Meine Erfahrung, mein Wissen, mein Leben.
Jeder muss sowieso seine eigenen Erfahrungen machen.
Das Anerkennen der eigenen Erfahrungen, eines jeden selbständigen Menschen ist das
Grundrecht, das Lebensrecht. Wie sagt man so schön:
 
Keiner kann aus seiner Haut, keiner über seinen Schatten springen.
Versuchen zu ergründen, wer man ist, wie man sich fühlt, wie man mit dem Mitmenschen umgeht, sich bewusst das eigene Leben anschauen und dann das Lebendige achten, das kann man schon.
Wir Menschen, jeder Mensch ist etwas BESONDERES, keiner kann nachgebaut werden.

Es gibt Menschen, die jede offene Schilderung von Problemen und Schwächen anderer Menschen direkt zu deren Lasten auslegen.

"Kein Wunder", heißt es dann, "was kann man von so jemand schon erwarten?"

Um letztlich selbstgerecht zu verurteilen:

"Aber Ansprüche stellen, das kann sie ganz gut!"

 

Julia Ney, die Autorin des Buches "Die keine Rolle spielen", legt großen Wert darauf, niemals von Behinderten zu sprechen, sondern immer von Menschen mit Behinderungen, weil sie weiß, wie leicht und wie schnell ein Mensch auf seine Behinderung reduziert wird.

Achten wir darauf, dass die Würde aller Menschen unantastbar bleibt, und stellen wir uns gemeinsam gegen alle, die dazu neigen, die Menschenwürde nach äußerlichen Attributen zu bemessen. Die Gefahr, Gesunde höher zu schätzen als Kranke, Junge höher als Alte, Schöne höher als Hässliche, Intelligente höher als geistig Schwerfällige, Reiche höher als Arme - und daraus Mehrungen oder Minderungen der Würde abzuleiten - ist groß.

 Der komplette erste Teil im Original

und hier noch das vollständige Inhaltsverzeichnis:

Meine Klagebegründungen an das Sozialgericht
Für meinen Freund Pascal Alter
Seite 3 Meine Klagebegründung an das Sozialgericht
Seite 46 Wie alles begann, das Grundsicherungsamt
Seite 61 Die Klage vor dem Sozialgericht.
Seite 89 So ich habe es getan, ich habe geklaut.
Seite 110 Ich habe die Absicht mich zu lieben, Verhandlungsniederschrift
Seite 183 Deutsche Rentenversicherung wir sichern Generationen und
die Rentenreform
Seite 189 Hartz I, II, III und IV heißen die Gesetze
Seite 207 Europäischer Rat Beschleunigung der »Reformen« EU-Agenda 2010
Seite 221 Steinbrück und die deutsche Bundesregierung, Sie sind nicht dumm.
Seite 222 Mein erstes Schreiben an den Petitionsausschuss
Seite 279 Am 13. 11. habe ich allen Abgeordneten eine Mail zukommen lassen.
Seite 304 Gesetz über die allgemeine Freizügigkeit von Unionsbürgern
Seite 355 BSHG im Vergleich von 1982 und nach der Änderung
durch Art. 7 G v. 23.12.2002 Außer Kraft ab 1.1.2005.
Seite 415 Kuratorium, Stiftungen und die Weisungsgeber
Seite 419 International Organisation of Employers
Seite 426 Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO)
Seite 468 DUK- Deutsche UNESCO- Kommission
Seite 517 Bertelsmann, Che und CAP
Seite 534 Bertelsmann und die TU- Chemnitz?
Seite 546 BDA
Seite 591 Die sprachliche Regelung lt Ministergesetz und die Nebentätigkeiten
Seite 634 Die Blaue Liste
Seite 652 Sie sind Stifter und der Stifterverband Ausführlich
Seite 741 Projekt Kontaktbüro Wissenschaft - Kulturhauptstadt 2010
Seite 743 Uni Giessen
Seite 745 die Bundeszentrale für politische Bildung
Seite 772 Stifterliste
Seite 788 was der Unterschied zwischen dem Untersuchungshaftvollzug und dem
Strafvollzug
Seite 795 Das Volkszählungsurteil und die modernen Überwachungsabkommen
Seite 832 Vertrag über die Vertiefung der grenzüberschreitenden
Zusammenarbeit insbesondere zur Bekämpfung des Terrorismus
Seite 854 Alarmierendes Geheimabkommen
Seite 861 Die Britische Regierung will das gesamte Kommunikationsnetz
überwachen, passt doch
Seite 864 Josef Ackermann, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bank
Seite 872 Lobbyisten mit ihrer Manipulation welche das Elend heraufbeschwören.
Seite 909 Bruno Gröning Angstforum
Seite 960 Das komplette Urteil des 4 Senates
Seite 969 Meine Klagebegründung und warum der 4. Senat Recht gesprochen
Seite 1030 Rentengesetz von 2004 und Änderungen 2005
Seite 1204 71R1408 Verbindliche Sprache
Seite 1 274 Eine kleine Rentenänderung, das Einstein- Rätsel SGB VI 2008
Passend zu meinem Gerichtstermin am 11.12.200
Seite 1553 Grundgesetz, Urfassung vom 23.05.1949
2
Seite 1579 Änderungen des Grundgesetzes
Seite 1587 Grundgesetz, nach der Föderalismusreform
Seite 1633 Grundgesetz, alle Artikel die Verändert worden sind
Seite 1697 Die allgemeine Erklärung der Menschenrechte
Seite 1701 Übereinkommen über Zwangs oder Pflichtarbeit, 1930
Seite 1709 Den gesetzlichen Mindestlohn gibt es schon seit 1952
Seite 1713 Internationaler Pakt über wirtschaftliche soziale und kulturelle Rechte
Vom 16. Dezember 1966 (BGBI. 1973 II S. 1570)
Seite 1721 Sozialgesetzbuch (SGB) Erstes Buch (I)
Seite 1744 Sozialgesetzbuch (SGB) Zweites Buch (II)
Seite 1790 Sozialgesetzbuch (SGB) Drittes Buch (III)
Seite 1955 Sozialgesetzbuch (SGB) viertes Buch (IV)
Seite 2033 Europäische Sozialcharta- Turin, 18.X.1961

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