Paukenschlag am Donnerstag
No. 8/2008
vom 21. Februar 2008

Kommentare zum Zeitgeschehen
von Egon W. Kreutzer

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Unsere Freiheit

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Paukenschläge 2008 (ältere)
1 Knut Beck
2 Bürgerkriech
3 Estate, real estate
4 Nur Börsencrash?
5 Unsere Freiheit 1
6 Unsere Freiheit 2
7 Zumwinkel, Klaus
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Unsere Freiheit - Teil 3

 

Es kann der Beste nicht in Frieden leben,
wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt.

 

Das hier so prominent eingefügte Sprichwort soll durchaus provozieren. Es ist nämlich hervorragend geeignet, die Schwächen unterschiedlicher Lösungsansätze sichtbar zu machen, weil es unwiderlegbar wahr und auf jeden Konflikt zwischen Nachbarn aller Art anwendbar ist.

Es ist selbst dann gültig, wenn jeder von beiden Kontrahenten in seinem Umfeld der Beste ist und nichts anderes will, als in seinem Frieden zu leben. Sobald sie sich in ihren grundsätzlichen Vorlieben und Abneigungen so weit unterscheiden, dass des einen Vergnügen des anderen Leid bedeutet, werden sie sich gegenseitig als böse Nachbarn wahrnehmen.

Wenn ich in der Abenddämmerung dem Gesang des Amselmännchens lauschen will und irgendwann zornig "Ruhe!" über den Gartenzaun brülle, weil der Nachbar sich den tragbaren Fernseher auf die Terrasse geholt hat um der Live-Übertragung des Pokal-Finales im Freien zu folgen, dann ist das Amselmännchen weg und unser beider Friede dahin. Wie weit die Situation dann eskaliert, ist reine Temperamentssache.


Dabei könnte jeder, der den Konflikt neutral aus der Distanz beobachtet, erkennen:

Der böse Nachbar ist nicht wirklich böse. Er stört mich nur.

So wie auch ich nicht wirklich böse bin, aber meinen Nachbarn störe. Das beiderseitige "Bösewerden" entsteht, wenn Nachbarn zu verschieden sind, um sich einigen zu können, wenn sie zu egoistisch sind, um sich - zum gemeinsamen Nutzen - gemeinsamen Regeln zu unterwerfen.


Und es ist völlig egal, wer der größere Egoist ist...

Kompromisse, die scheinbar einen Ausgleich der Interessen ermöglichen, helfen nur, wenn die Interessen einigermaßen ähnlich sind. Sie helfen nicht, wenn die Interessen zu weit auseinanderliegen. So hilft mir z.B. das Gebot, ab 22.00 Uhr ruhestörenden Lärm zu unterlassen, in keiner Weise, den Gesang der Amsel zu genießen, weil der - falls die Amsel nicht durch Lärm vertrieben wird - zwischen 18.00 und 20.00 Uhr ertönt. Selbst wenn ich mich dieser Regel unterwerfe, wenn ich das Recht meines Nachbarn akzeptiere, seinen Lärm bis 22.00 Uhr zu erzeugen, schafft das keinen Frieden, denn unter dem Zwang der unzulänglichen Regel wächst mein Ärger mit jedem Tag.

Man kann das Sprichwort vom "bösen Nachbarn" ohne Substanzverlust noch weiter abstrahieren und vollständig auf seine Kernaussage reduzieren, wenn man es so formuliert:

 

Die friedliche Koexistenz konkurrierender Wertegemeinschaften
erfordert Distanz.

Natürlich kann man versuchen, die Gültigkeit dieser Aussage dadurch außer Kraft zu setzen, dass man sich weigert, Unterschiede zwischen Wertegemeinschaften überhaupt wahrzunehmen und, falls die Unterschiede zu offensichtlich sind, um sie noch ignorieren zu können, dass man die aus den Unterschieden zwangsläufig erwachsenden Konkurrenzsituationen verniedlicht und als nicht konfliktträchtig einstuft.

Die Realität auf unserem Planeten sieht jedoch anders aus.

Israelis und Palästinenser sind ein Beispiel, nicht die Ausnahme.
Tibeter und Chinesen sind ein Beispiel, nicht die Ausnahme.
Katholiken und Protestanten - nicht nur in Nordirland, sind ein Beispiel, nicht die Ausnahme.
Der gesamte Balkan ist ein Beispiel, das Kosovo keineswegs die Ausnahme.
Ruanda, Kenia und der Sudan sind Beispiele, nicht Ausnahmen.

Die Liste der Konflikte konkurrierender Wertegemeinschaften beginnt mit A wie Australien und endet bei Z wie Zypern. Kaum ein Buchstabe wird ausgelassen und die meisten sind mehrfach besetzt. Auch Deutschland steckt wieder mittendrin.

Die Bundeswehr sitzt aus mir unerfindlichen Gründen in Afghanistan.

Das hätte ich mir nicht träumen lassen, als vor knapp 30 Jahren die Sowjettruppen in Kabul einmarschierten.

Ich hätte es mir erst recht vor knapp 20 Jahren nicht träumen lassen, als Gorbatschow die Sowjet-Armee wieder aus Afghanistan abzog -

und ich hätte es mir nicht träumen lassen, als vor 10 Jahren die ersten US-Marschflugkörper in Afghanistan eingesetzt wurden, um Osama bin Laden zu jagen.

Dass Herr Struck Anfang März 2004 die Auffassung äußerte, die deutsche Sicherheit werde "nicht nur, aber auch am Hindukusch verteidigt", ist in diesem Zusammenhang keineswegs beruhigend. Sie zeigt doch nur, dass die damalige Bundesregierung trotz der eigentlich enormen Distanz von rund 5.000 km Flugstrecke glaubte, die am Hinudkusch heimische(n) Wertegemeinschaft(en) nur durch den Einsatz von Soldaten davon abhalten zu können, uns zu nahe zu kommen.

Und dass wir inzwischen, trotz Regierungswechsel in Deutschland, unser "Engagement" für die deutsche Sicherheit auf einen Bestand von über 3.000 Soldaten auf afghanischem Boden und etliche Kampfflugzeugbesatzungen im afghanischen Luftraum als Extra-Zugabe ausgebaut haben, lässt doch den Schluss zu, dass der Konflikt durch jenes Mehr an Nähe, das wir mit unserer bewaffneten Expedition einseitig hergestellt haben, nicht kleiner, sondern eher größer geworden ist.

Der These, es bestünde die Notwendigkeit, unsere Sicherheit am Hindukusch zu verteidigen, will ich ganz bewusst entgegenhalten, dass unsere Sicherheit am Hindukusch weder verteidigt werden braucht, noch verteidigt werden kann. Viel wichtiger wäre es, den Versuch zu unternehmen, unsere Freiheit zu verteidigen, und zwar dort, wo sie angegriffen wird - im eigenen Land.
Anmerkung zu "Sicherheit" 

Wie aber kann die Verteidigung unserer Freiheit im eigenen Land konkret aussehen, wo sind die Kräfte der Verteidigung zu rekrutieren, wie auszubilden, von wem strategisch klug zu positionieren und taktisch richtig einzusetzen? Das sind die Fragen, die es nun zu beantworten gilt.


Die Ausgangssituation ist geklärt:

 

Wir, die Menschen deutscher Staatsangehörigkeit,

  • streben jene Form von Freiheit an, die jedem Mitglied unserer Gemeinschaft in jeder Hinsicht die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit ermöglicht, solange dadurch die Freiheiten anderer Mitglieder unserer Gemeinschaft nicht beeinträchtigt werden,

  • wissen, dass dazu die arbeitsteilige Gemeinschaft unentbehrliche Basis ist,

  • unterwerfen uns daher gemeinsamen Regeln, die uns Verantwortung und Pflichten auferlegen, aber auch Rechte und angemessene Teilhabe am Nutzen der Gemeinschaft gewähren, und binden die gesamte Bevölkerung in diesen Ordnungsrahmen ein,

  • werden alle Maßnahmen ergreifen, die notwendig sind, um uns diese Freiheit in den Grenzen unseres Landes gegen jede Form von Unterdrückung zu verteidigen.

 

Dass der dritte und letzte Teil der Ausführungen über "Unsere Freiheit" zwar die Verteidigung der Freiheit zum Gegenstand hat, aber nicht auf den Kampf um die erstmalige Herstellung der Freiheit eingeht, ist weder ein Widerspruch noch eine Unterlassung, sondern eine Frage des Standpunktes und der Betrachtungsweise.

Wer sich und seine Mitmenschen als von Geburt an "freie und selbstbestimmte Wesen" versteht und es für ein allgemeines Recht hält, seine Freiheit in den Grenzen seines Landes genießen zu können, der kann überhaupt nur in der Rolle des Verteidigers stehen. Auch dann, wenn er an alten Frontlinien neu darum kämpft, längst verlorene Freiheiten zurückzugewinnen, kann er niemals Angreifer oder Aggressor, sondern immer nur der Verteidiger seiner unveräußerlichen Menschenrechte sein - und das gilt beileibe nicht nur für uns Deutsche.

Um Missverständnissen vorzubeugen:

Das hier beschriebene Recht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit in den Grenzen des eigenen Landes verlangt selbstverständlich, auch in Bezug auf die Staatsgrenzen den Status quo zu akzeptieren. Es gibt - aus sich heraus - nicht das Recht, vermeintliche Gebietsansprüche oder sonstige Eigentumsrechte gewaltsam durchzusetzen oder Entschädigungsleistungen zu erpressen.


Die Organisation
der Verteidigung

Zur Verteidigung unserer Freiheit eine eigene Organisation gründen und aufstellen zu wollen, wäre verfehlt. Eine solche Organisation würde einen eigenen, zwangsläufig sogar elitären Freiheitsbegriff entwickeln und für sich einfordern, ohne im notwendigen Maße in der Gemeinschaft verankert zu sein.

Als Extrembeispiel für eine solche Missentwicklung darf an dieser Stelle ruhig auf die RAF verwiesen werden. Als Andreas Baader und Ulrike Meinhoff zu der Auffassung gelangten, die von ihnen für notwendig erachtete Veränderung der Republik sei nur aus dem Untergrund heraus zu erreichen, gaben sie ihre Mitgliedschaft in der Gemeinschaft auf und begannen ihren Privatkrieg zu führen. Sie haben damit nichts anderes erreicht, als einen großen Fortschritt bei der Verschärfung der Sicherheitsgesetze, weil die Vertreter des Staates sich (irrtümlich) vor die Alternative gestellt sahen, entweder Freiheit zu gewähren oder Sicherheitsmaßnahmen zu ergreifen und aus diesem Dilemma heraus den Sicherheitsmaßnahmen den Vorrang eingeräumt haben.

Ein weiteres Beispiel für eine nicht erfolgreiche Entwicklung, war der von vornherein wenig aussichtsreiche Versuch, der sogenannten 68er, den "Marsch durch die Institutionen" anzutreten. Niemand weiß, wie viele sich dieser Idee verschrieben haben, wie viele hofften, ihre Ziele und Strebungen solange geheim halten zu können, bis sie nach der Tretmühle "Karriere" - endlich selbst an den Schalthebel der Macht sitzend - ihre Visionen umsetzen können. Aber wir alle wissen, dass von denen, die vor vierzig Jahren dazu angetreten sind, bisher keiner unbeschädigt angekommen ist. Wir hätten sonst eventuell etwas davon bemerken müssen - und die Hoffnung auf erfolgreiche Nachzügler schwindet mit jedem Jahr ein Stück mehr.

Eine wirksame Organisation der Verteidigung unserer Freiheit braucht ein anderes Konzept. Die Grundidee lautet:

Wir müssen in allen Gemeinschaften, in die wir freiwillig oder zwangsweise eingebunden sind, jetzt - und jeden Tag aufs Neue - dafür sorgen, dass aus der "Schweigenden Mehrheit" endlich wieder eine "Aktive Mehrheit der Demokraten" wird.

Die Organisationen, welche die Kräfte bündeln und die Arbeit leisten müssen, sind alle längst existent. Wir gehören ihnen doch an. Wir haben es bisher nur nicht geschafft, sie wirksam für den Kampf um unsere Freiheit zu instrumentalisieren.

Lasst uns heute damit beginnen!


Die Strategie der Verteidigung

Die hier skizzierten Strategie beruht auf der Tatsache, dass wir als deutsche Staatsbürger in unserem Land unter der Gesamtbevölkerung ganz selbstverständlich die Mehrheit bilden. Das gibt uns die Gewissheit, in jeder Diskussion, bei jeder Abstimmung, bei jeder zu treffenden Entscheidung ganz selbstverständlich der Mehrheit anzugehören - und das nicht nur gegenüber dem Teil der Bevölkerung, der nicht im Besitz der deutschen Staatsbürgerschaft ist, sondern auch gegenüber jenen Kräften, die bei uns durch Globalisierung und Europäisierung das Recht erhalten haben - oder sich herausnehmen, die Macht ihres Kapitals gegen uns auszuspielen.

Weil unsere Forderung nach Freiheit nicht die egoistische Forderung einer Minderheit ist, sondern das Eintreten für die Freiheit aller deutschen Staatsbürger und die freiheitliche Ordnung, in der die gesamte Bevölkerung leben soll, werden wir praktisch überall Mitstreiter finden, die uns unterstützen.

Wo also liegt das Problem?
Warum verlieren wir laufend Freiheiten, statt uns unserer Mehrheit zu bedienen?

Das Problem liegt darin, dass Menschen ganz generell dazu neigen, sich lange und erbittert um "Feinheiten" zu streiten, und damit dem berühmten "lachenden Dritten" immer wieder Gelegenheit geben, sich zum Nutznießer der Zerstrittenheit zu machen - und, dass speziell wir Deutschen dem Vorurteil, wir neigten zum Perfektionismus, nur zu gerne gerecht werden.

Wenn wir uns von diesen Eigenschaften dazu verleiten lassen, unsere Freiheit auch noch in den Details der Details zu suchen und diese Details hartnäckig gegeneinander, statt die Freiheit insgesamt gegen ihre Feinde zu verteidigen, werden wir uns auch weiterhin verzetteln, vereinzeln, uns schwächen und lächerlich machen.

Dieses Risiko lässt sich vermeiden, wenn man zwei einfachen Prinzipien folgt:

  • den Kampf kräftesparend stets an den Stellen und bei den Gelegenheiten führen, wo der mögliche Erfolg, gemessen am notwendigen Aufwand, am größten ist, und
  • die ganze Kraft auf die Auseinandersetzung mit dem Gegner zu konzentrieren, also kleinliche Richtungsdiskussionen untereinander zu vermeiden.
Das Verhältnis von Aufwand zu Nutzen ist regelmäßig da am besten, wo wir es schaffen, Entscheidungen zu beeinflussen und damit - wie ein Judoka - die Energie der Gegner für unser Ziele zu nutzen. Die Vermeidung von Richtungsdiskussionen erwächst aus dem Vertrauen daraus, dass die Summe unserer Intentionen uns - auch ohne dass wir das ausdiskutieren - genau dahin führen wird, wo wir ankommen wollen. Die praktische Umsetzung dieser Prinzipien ist einfacher, als es auf den ersten Blick aussehen mag.

 

Unser bevorzugtes Vorgehen
ist die Beeinflussung von Entscheidungen.

Entscheidungen von letztlich großer Tragweite. Entscheidungen, die womöglich nur mit Zwei-Drittel-Mehrheiten in Bundestag und Bundesrat verabschiedet werden können.

Wollten wir nun daran gehen, ein Gremium damit zu beauftragen, einen Gesetzentwurf auszuarbeiten, den wir anschließend per Einschreiben mit Rückschein an den Bundestagspräsidenten senden, mit der Bitte, unseren Vorschlag der parlamentarische Beratung zuzuführen, wir hätten verloren, bevor wir unser Vorhaben begonnen hätten.

Das Parlament, einzelne Minister oder gar der Bundeskanzler können sich dem, was die Bürger im Laufe der Zeit so alles an Vorschlägen vorbringen, gar nicht widmen. Es entstünde, wollten sie es denn, ein unlösbares Kapazitätsproblem.

Die Führungskräfte der Republik sind ganz erbärmlich abhängig von dem, was ihr Stab an Information überhaupt zu ihnen durchlässt - und sie können es sich nur in ganz wenigen und seltenen Fällen leisten, eine Diskussion über Sinn oder Unsinn der Empfehlungen anzufangen, die ihr Stab dazu ausspricht. Meist reicht es wohl nicht einmal dazu, auch nur die notwendigsten Verständnisfragen zu stellen.

Aber das ist nur die eine Seite der Medaille. Die andere Seite sieht so aus, dass die Spitzenfiguren der Politik sehr wohl in der Lage sind, zu ganz bestimmten Themen, sowohl großen und bedeutsamen, wie auch kleinen und nur der eigenen Eitelkeit geschuldeten, ihren Willen deutlich zu artikulieren, und ihn - mit entsprechendem Druck - auch durchzusetzen, falls er, und darauf kommt es an, denjenigen, die die Umsetzung leisten müssen, einigermaßen in den Kram passt. Kluge Spitzenpolitiker verlangen von ihrem Apparat daher immer nur das umzusetzen, was auch den Intentionen der ausschlaggebenden Mitarbeiter entspricht.

Es ist ein weitverbreiteter Irrtum, Vorstandsvorsitzende von Unternehmen oder Vereinen, Kanzler von Republiken oder Universitäten, Direktoren von Anstalten aller Art und Präsidenten von Clubs aller Art hätten auch nur die geringste Chance, in ihrer Organisation ihren Willen nach Belieben durchzusetzen. Nur wer ein feines Gespür für das in seiner Organisation Machbare hat, kann das Machbare auch durchsetzen. Die meisten allerdings bleiben, aus Angst, das Falsche zu fordern, und dabei die eigene Stellung zu riskieren, selbst hinter dem Machbaren noch weit zurück.

Die großen Unternehmensberatungen haben vieles versucht, um die sogenannte "Sperrschicht" zu eliminieren.

Aber so raffiniert die Organisationsmodelle auch aufgebaut wurden, so schnell man projektorientierte Arbeitsgruppen zusammenwürfelt und wieder in alle Winde zerstreut - gelungen ist es nicht. Ihre Kommunikation und Koordination untereinander ist nicht dadurch zu unterbinden, dass man ihnen ständig andere Aufgaben und andere formale Strukturen zuweist. Das Beharrungsvermögen der Leistungsträger ist nur mit dem Verhalten störrischer Esel zu vergleichen, die ab einer bestimmten Lastgrenze einfach stehen bleiben und keinen Schritt mehr weitergehen.

Es wäre zu einfach, genügte es, genau diese Menschen in den Organisationen zu identifizieren und dazu zu bewegen, sich querzustellen. Sie werden es nicht tun.

Ihr Nutzen aus überwiegend loyalem Verhalten gegenüber den herausragenden Führungsfiguren ist viel zu groß. Ihre Anlässe, sich querzustellen, sind fast ausschließlich in organisationsinternen Machtkämpfen zu finden, mit dem Ziel, die eigene Position und die Lage der eigenen Seilschaft zu verbessern. Um die Sache geht es dabei nicht.

Aber:

Es ist nützlich, das Verhalten der "Sperrschicht" zu analysieren und sich die typischen Muster zu Nutze zu machen.

 

Unsere Freiheit verteidigen -
eine konkrete Anleitung für jedermann

 

Unsere Freiheit ist davon abhängig, dass es gelingt, in unserer Gemeinschaft, die allein wegen ihrer Größe und Komplexität ohne Hierarchien und (staatliche) Autorität nicht auskommt, diejenigen Personen als "Führungskräfte" zu installieren, die selbst vom Geist unserer Freiheit beseelt sind.

Es heißt: "Der Fisch beginnt vom Kopf her zu stinken."

Im Umkehrschluss bedeutet das: Es genügt, alle Anstrengungen, unsere Freiheit zu verteidigen, darauf zu konzentrieren, unsere Hierarchien bis hinauf in die Spitze mit Menschen unseres Vertrauens zu besetzen. Dass dies bisher, trotz aller schönen demokratischen Rituale nicht gelungen ist, hängt hauptsächlich damit zusammen, dass diejenigen, die von wenigen Parteibonzen in aller Verschwiegenheit in den geheimen Hinterzimmern der Macht dafür ausersehen werden, sich zur Wahl stellen zu dürfen, die besten Chancen haben, wenn sie eine der beiden nachstehend aufgeführten Voraussetzungen erfüllen:

  • Entweder sie sind zu jeder eigenen kritischen Urteilsfindung vollständig unfähig und gewillt, sich als Marionetten von unsichtbaren Puppenspielern willenlos auf der politischen Bühne bewegen zu lassen,
  • oder sie haben die Ziele der wahren Parteiführer vollständig verinnerlicht und sind intelligent genug, sich das Wahlvolk auf alle erdenkliche Weise gewogen zu machen.

    Sei es dadurch, dass man auf Feindbilder und Gefahren hinweist und - wenn die Angst erst einmal geschürt ist, den alleinseligmachenden Weg zur Rettung weist, sei es, dass man vorgibt, sich real existierender Nöte und Sorgen der Menschen annehmen zu wollen, um dann, unter diesem Vorwand alles mögliche Andere, bis hin zum genauen Gegenteil zu betreiben. Sei es, dass man Fakten verschweigt, oder, falls sie nicht zu verbergen sind, falsche Schlüsse daraus zieht, sei es, dass man die Wahrheit nur verbiegt, sei es dass man im richtigen Augenblick aalglatt genau das sagt, was die Wähler hören wollen, weil sie es ja hören wollen, oder sei es, dass man bei Bedarf keine Skrupel hat, auch ganz brutal zu lügen und zu verleumden.

    Gelingt es dennoch einmal nicht, die Mehrheit zu übertölpeln, so heißt es: "Es ist uns immer noch nicht gelungen, dem Volk verständlich zu machen, worum es geht... Wir müssen uns mehr darum bemühen, die Menschen von den Notwendigkeiten zu überzeugen..."

Es gilt, unter den verantwortlichen Entscheidungsträgern die Marionetten und Falschspieler, die strohdummen Strohmänner und die gewieften Demagogen zu erkennen, sie nach und nach aus ihren Positionen und von ihren Posten zu verdrängen und durch Frauen und Männer zu ersetzen, die wahrhaftig dem Ideal von Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit anhängen, die sich gerne und aufrichtig dem Prinzip der Gewaltenteilung unterwerfen und es ernst meinen, wenn sie schwören, dem deutschen Volke dienen, seinen Nutzen mehren und Schaden von ihm abwenden zu wollen.

Jede einzelne Machtposition, die wir für uns gewinnen, ist ein Sieg, und jeder Sieg ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg, den Interessen der Mehrheit der Demokraten bei allen anstehenden Entscheidungen das gebührende Gewicht zu geben!

Lasst uns beginnen, die Zeit ist reif!


Neun Hinweise
für das Gelingen

 

Hinweis No. 1
Einzelkämpfer

Unsere Freiheit wird von einem Heer vollständig unabhängiger Einzelkämpfer verteidigt, jeder tut an seinem Platz konsequent das, was ihm möglich ist, um unserer gemeinsamen Zielsetzung zu dienen - und bringt zugleich seine ganz persönlichen Vorstellungen und Ideale mit ein. Jeder einzelne wird sich genau da einbringen, wo er schon steht, mit all seinem Wissen, all seinen Beziehungen und all seinen Wirkungsmöglichkeiten.

Wir dürfen zwar stets voller Zuversicht davon ausgehen, dass wir viele sind und Tag für Tag mehr werden, wir können an den ringsum sichtbaren Erfolgen ablesen, dass wir auf dem richtigen Weg sind, aber es wäre falsch und gefährlich, sich zu Gruppen zusammenzuschließen und gemeinsam Pläne zu schmieden.

Auch wenn Sie, SIE ganz persönlich, Mitstreiter gewinnen wollen - und ich hoffe sehr, dass Sie das wollen, dann bitte so, dass Sie den Link auf die Seiten "Unsere Freiheit" weitergeben, selbst Ausdrucke herstellen und verteilen, oder sich das Buch besorgen. Natürlich dürfen und sollen Sie sich zustimmend und positiv dazu äußern, auch zu aktiver Teilnahme ermuntern - aber dabei eben der Versuchung widerstehen, eine Gruppe zu bilden.

Dies schützt uns vor Unterwanderung und stürzt die Feinde der Freiheit in Panik. Wem können sie noch vertrauen, sobald die ersten Erfolge sichtbar werden und für sie damit zur Gewissheit wird, von einem Heer selbständig agierende Einzelkämpfer umgeben zu sein, von denen jeder einzelne in jedem Augenblick daran arbeitet, sie aus ihren Machtpositionen zu drängen?

 

Hinweis No. 2
Geheimhaltung

Wer sich als Einzelkämpfer aufmacht, unsere Freiheit zu verteidigen, tut gut daran, mit niemandem über seine Vorhaben zu sprechen und seine diesbezüglichen Aktivitäten vollständig geheim zu halten, keine Aufzeichnungen anzulegen und bei der Beschaffung eventuell notwendiger Ressourcen und bei der Einschaltung erforderlicher "Mitarbeiter" so vorzugehen, dass dadurch kein Verdacht erweckt wird.

Der sicherheitsfixierte Staat hat die gesamte Bevölkerung unter Generalverdacht gestellt. Jede Form öffentlicher elektronischer Kommunikation, jede Bewegung im Internet wird vollständig dokumentiert. Durch Handy-Ortung, Mautbrücken und die vielerorts installierten Videokameras können auch Bewegungsprofile von hoher Aussagekraft gewonnen werden. Daher gehört zu den Vorsichtsmaßnahmen der Geheimhaltung auch, sich dieser Überwachung stets bewusst zu sein und ihr - wenn nötig - auszuweichen.

Dieses Bemühen um Geheimhaltung dient nicht der Vertuschung von Gesetzesbrüchen. Wir setzen zur Verteidigung unserer Freiheit ausschließlich Mittel und Methoden ein, die vollkommnen legal sind - es dient lediglich dazu, unsere Pläne vor Entdeckung zu schützen und damit die Chance zur Gegenwehr so klein wie möglich zu halten. Outen werden wir uns übrigens auch dann nicht, wenn wir glauben, am Ziel zu sein. Schließlich führen wir diesen Kampf nicht, um unserer persönlichen Ehre willen, sondern ausschließlich, um unsere Freiheit zu verteidigen - und dass die Freiheit, ist sie denn einmal errungen, dennoch ständig verteidigt werden muss, darf nicht vergessen werden.

 

Hinweis No. 3
Die klassischen Aktionen

Die Unfreiheit dient einer kleinen Zahl von Nutznießern.

Diese müssen sich zwangsläufig anderer Menschen bedienen, um die Maßnahmen zur Freiheitsbeschneidung durchsetzen zu können. Praktisch jeder Mensch - der eine häufiger, der andere seltener - kommt im Laufe der Zeit in die Nähe von illegalen oder zumindest fragwürdigen Aktionen die direkt oder indirekt der Gemeinschaft schaden und damit gegen den Geist unserer Freiheit verstoßen. Dadurch wird jeder - ob als Mitarbeiter, Mitbesitzer, Mitbewerber, Mitbewohner, Mitbürger, Mitfahrer, Mitglied, Mitinhaber, Mitmensch, Mitschuldiger, Mitspieler, Mitverantwortlicher, Mitwirkender oder Mitwisser aufgefordert, sich daran zu beteiligen. Aktiv, als Planender, Leitender, Ausführender oder Kontrollierender - passiv, als Duldender, Erlaubender, Wegsehender oder Beschirmender. Diese Mitwirkung kann durch Geld oder Naturalien, durch Orden und Ehrungen honoriert oder durch Druck und Erpressung erzwungen werden.

Wir werden uns der geforderten oder angebotenen Mitwirkung nicht grundsätzlich verweigern.

Wir werden uns unter Umständen sogar freiwillig anbieten. Unsere Chance besteht darin, dass wir auf diese Weise Initiatoren und Unterstützer solcher unsauberen Aktionen kennengelernt haben - und diese, von da an, durch die konsequente Sabotage ihrer Vorhaben, als das erscheinen lassen können, was sie sind, nämlich untauglich zur Führung in einer freien Gesellschaft.

Zu den klassischen Aktionen gehört es, geheimgehaltene "unanständige" Aktionen durch Indiskretion ruchbar zu machen, terminkritische "unanständige" Aktionen durch Verzögerung aufzuhalten, stümperhaft angelegte "unanständige" Aktionen in sich selbst zusammenbrechen lassen, indem man sich die Freiheit nimmt, die Fehler übersehen zu dürfen, die den Initiatoren unterlaufen sind

und natürlich gehört es in jedem offenkundig gewordenen Einzelfall dazu, auf die sichtbar gewordenen Schwächen der Initiatoren und Befürworter hinzuweisen - ganz egal wie es dazu gekommen ist, also auch dann, wenn Sie gar keinen Anteil daran hatten.

 

Hinweis No. 4
Mitbestimmen!

Weil praktisch jeder einer oder mehreren Organisationen angehört, und weil praktisch innerhalb jeder Organisation demokratische Instanzen und Rituale existieren, so schwach und harmlos sie auch wirken mögen, ist es praktisch jedem möglich, innerhalb jeder Organisation, der er angehört, Mitbestimmungsrechte wahrzunehmen.

Ich meine damit nicht speziell nur die Mitbestimmungsrechte nach dem Betriebsverfassungsgesetz, sondern alle Rechte, die sich aus Wahlen (vom Klassensprecher angefangen) und Abstimmungen (z.B. Abstimmung von Vereinsmitgliedern über Satzungsänderungen) regelmäßig ergeben. Vor allem aber gilt es, sich im Vorfeld von Wahlen und Abstimmungen zu engagieren und sich darum zu kümmern, dass die zur Wahl stehenden Kandidaten bestmöglich ausgewählt, die zur Abstimmung anstehenden Entscheidungen bestmöglich formuliert werden.

Wir müssen nicht zu einem großen Workshop einladen, wo alle unsere Vorstellungen so lange diskutiert werden, bis keiner mehr sich darin wiederfindet - es genügt vollkommen, ja es ist sogar viel effektiver, wenn jeder dort, wo er steht, sein geschriebenes Mitbestimmungsrecht wahrnimmt und hartnäckig einfordert, falls es ihm verweigert wird.

Suchen wir also den Kontakt zu denjenigen, die Wahlen und Entscheidungen vorbereiten, versuchen wir herauszufinden, wer das überhaupt ist, bringen wir unsere Vorschläge ein und lassen wir uns nicht schnell abspeisen. Gegenargumente müssen begründet werden, sonst machen wir auf die undemokratischen Vorgänge in den "Klüngeln" aufmerksam, die jede Entscheidung vorherbestimmen und Alternativen nicht aufkommen lassen wollen - und wenn das alles noch nichts hilft, kann man zumindest aus Vereinen, Genossenschaften, Religionsgemeinschaften und Parteien austreten - und eine eigene Neugründung in die Welt setzen.

 

Hinweis No. 5
Schwärmen und Schwelgen

Um andere für unsere Ziele zu gewinnen und sie zu motivieren, mit uns für unsere Freiheit einzutreten, ist es unabdingbar, dass wir unsere Vorstellungen von Freiheit so oft wie möglich in unsere Gespräche einflechten.

Lasst uns immer wieder schwärmen davon, wie schön es wäre, wenn... - und in Erinnerungen schwelgen an Zeiten, in den es noch möglich war, dass... Die Älteren mögen erzählen, was einmal alles möglich war - die Jüngeren mögen aus ihrer eingeengten Situation heraus ihre Utopien entwickeln.

Das wird nicht nur helfen, Unterstützung und Zustimmung zu finden, es festigt auch die eigene Vorstellung der angestrebten Freiheit, weil jedes Schwärmen und Schwelgen, wenn es Zuhörer findet, Diskussionen auslöst, die Konkretisierungen hervorbringen.

 

Hinweis No. 6
Hervortreten


Nicht jeder ist ein guter Redner, nicht jeder kommt in Diskussionen gut weg, nicht jeder hat den Mut, an die Rampe zu treten und nicht jeder hat das notwendige Selbstbewusstsein um hervorzutreten, statt stumm darauf zu warten, dass endlich der kommt, der sich vorne hinstellt und die anderen mitnimmt -

aber diejenigen, die es sich zutrauen, die wissen, dass sie es können, die sich bisher nur zurückgehalten haben, weil sie gewiss sein konnten, nicht angehört zu werden, keine Zustimmung zu finden und abgelehnt zu werden, die sollen jetzt den Mut fassen, hervorzutreten - und alle anderen sollen wenigstens den Mut finden, zuzuhören, zuzustimmen und zu applaudieren.

Natürlich nicht bei jedem, der sich vorne hinstellt und große Reden hält. Bloß nicht!

Aber bei denen, die in Ruhe und Bescheidenheit, voller Zuversicht und Mut die Wahrheit sagen, denen, von denen man weiß, dass ihre Taten und ihre Worte übereinstimmen, bei denen soll die "schweigende Mehrheit" den Mut fassen und durch ihre offene Zustimmung ebenfalls hervortreten.

Das widerspricht nicht dem Geheimhaltungsgebot. Öffentlich für bestimmte Ziele einzutreten heißt doch nicht, sich öffentlich als aktiver Verteidiger der Freiheit erkennen geben zu müssen. Schließlich müssen die Frauen und Männer, die eines Tages die Schlüsselpositionen erreichen sollen, sich auch anbieten, erkennbar werden und tatsächlich zur Wahl stellen.


Wir werden sie zweifellos erkennen und unterstützen.

 

Hinweis No. 7
Helfen

Es gehört zu den schlechten Angewohnheiten, erst dann etwas zu tun, wenn alle Vorbereitungen abgeschlossen sind. Da bleibt das "Helfen" zum richtigen Zeitpunkt oft auf der Strecke. Es sei noch zu früh, heißt es - oder es wäre nicht effizient, jetzt schon etwas zu tun.

Das ist meist nur ein Zeichen für fehlende Fantasie oder eine Entschuldigung für Faulheit.

Wer einen Menschen trifft, der alleine mit einem Problem nicht zurechtkommt, und in der Lage ist, diesem - und sei es nur einen Schritt weit - dabei zu helfen, der sollte nicht zögern, seine Hilfe anzubieten und zu leisten.

Wir erwarten uns aus unserem Helfen keine Gegenleistung.

Aber wir wissen, dass wir mit jeder Handreichung ein Stück Sympathie gewinnen - von Mensch zu Mensch - und dass wir mit dieser Sympathie auch Zustimmung gewinnen, Zustimmung, die jeder einzelne von uns braucht, damit unsere Ziele bald zu den allgemein akzeptierten Zielen der Mehrheit der Demokraten in unserem Lande werden. Ganz ohne BILD, BamS und Glotze.

 

Hinweis No. 8
Widerstehen

Jeder, der den Kopf auch nur einen Millimeter hebt, muss damit rechnen, dass er entdeckt und umworben wird. Es ist schwer, dem Angebot, eine Rolle im Spiel der Ausbeuter zu übernehmen, zu widerstehen. Es ist sogar schon schwer, ein solches Angebot überhaupt zu erkennen.

Aber wer sich einmal darauf eingelassen hat, wird sehr schnell in Verstrickungen geraten und erpressbar werden.

Nur wer in jedem freundlichen Angebot hinter der Schmeichelei nach dem eigentlichen Kern sucht und sich fragt, ob er die ihm zugedachte Rolle wirklich in letzter Konsequenz zu spielen bereit ist, wird in der Lage sein, wenn es darauf ankommt, auch dem verlockendsten Angebot zu widerstehen - sonst liegt er bald - wie Schneewittchen im Märchen - mit dem vergifteten Apfel im Mund im gläsernen Sarg. Schöne Freiheit!

 

Hinweis No. 9
Fantasie

Wer den Kampf um die Freiheit mit dem Vorschriftenbuch in der Hand zu führen gedenkt, hat schon halb verloren. Jeder Augenblick unseres Lebens birgt die Chance, etwas vollkommen Neues, nie Dagewesenes in die Welt zu setzen. Diese Chancen nutzen zu dürfen, ist Teil unseres Strebens nach Freiheit - daher gilt auch für den Kampf um die Freiheit:

Unsere Fantasie, unser Vorstellungsvermögen unsere Kreativität sind es, die uns den einfältig-raffinierten, naiv-intelligenten und dumm-dreisten Raffmaschinen überlegen macht.


Anmerkung
Dass das gesamte Konzept sehr gut zu der Aufforderung passt, das 'society.conspiracy'-Spiel aus der Feldpolitik zu spielen, ist nicht ganz zufällig - und Norbert wird sich vermutlich darüber freuen.
 Link



Anmerkung
Ganz wichtige Auseinandersetzungen bei der Verteidigung unserer Freiheit werden innerhalb der Gewerkschaften stattfinden müssen. Mag wird sich über diesen Hinweis vermutlich freuen.
 Link


Anmerkung
Nützlich kann es auch sein, entscheidungsvorbereitende Ideen tatsächlich ins Parlament hineinzutragen. Fragen Sie sich, wenn Sie einen guten Vorschlag haben, ob Sie nicht auch die Möglichkeit der Online-Petition nutzen sollten. Das ist nämlich ein Weg, trotz aller Überlastung der Politiker, zumindest im Petitionsausschuss anzukommen.
 Link


Anmerkung
Wenn wir ernsthaft für unsere Freiheit eintreten, sollten wir aufhören uns ängstlich zu sorgen, ob uns dabei vorhgehalten wird, wir seien viel zu links oder viel zu rechts. Stattdessen sollten wir uns endlich darum kümmern, herauszufinden, wo wirklich unsere gemeinsamen Interessen und Ziele liegen. Die Mehrheit der Demokraten lässt sich doch nicht punktförmig in einer "Mitte" konzentrieren! Der Versuch, quer durch die Mehrheit eine willkürliche Linie zu ziehen und sie damit in zwei feindliche Lager zu trennen, nutzt nur den Anhängern des Prinzips "Teile und herrsche!" - uns nicht.


Zum Schluss

Der gedankliche Weg, der von der Schilderung dessen, was ich als "Bürgerkriech" bezeichnet habe, bis zu den abschließenden "Hinweisen zur Verteidigung der Freiheit" geführt hat, war nicht einfach zu gehen.

Weder für Sie, die Sie sich bis an diesen Punkt mit meinen Argumenten auseinandergesetzt haben, noch für mich, der ich den Versuch unternommen habe, für eine möglichst breite Mehrheit der Demokraten akzeptable Vorstellungen zu entwickeln. Nun wünsche ich mir, dass diese Mühe nicht vergebens war.

Alles was ich bisher - online und in meinen Büchern - an Konzepten und Lösungen angeboten habe, baut auf dem Gedanken auf, dass es irgendwie möglich sein muss, die zu ihrer Durchsetzung erforderlicher Mehrheit der Demokraten zu organisieren.

Nun endlich, glaube ich den Weg dazu gefunden zu haben.

 

Mit den "Neun Hinweise für das Gelingen" kann sich jeder daran beteiligen, die Freiheit zurückzugewinnen und sie zu gestalten.

Die Frage "Was kann ich denn konkret tun?", ist beantwortet.

Konkret genug, um noch als Handlungsanleitung zu dienen, aber auch
abstrakt genug, dass jedem einzelnen die Freiheit bleibt,
seinen Einsatz nach seinen Intentionen zu gestalten.

Nutzen Sie unsere Chance!
Entschließen Sie sich, als Einzelkämpfer mitzuwirken, wo sich für Sie eine Gelegenheit bietet.

Helfen Sie mit, die Antwort zu verbreiten.
(Das ist schon die erste Gelegenheit)



Informationsmaterial:
Die vollständigen Texte von "Bürgerkriech" und "Unsere Freiheit" Teil 1 bis 3 gibt es jetzt auch als Taschenbuch im EWK-Verlag.

1) Sicherheit

Sicherheit ist ein Gefühl. Dieses Sicherheitsgefühl entsteht aus drei Komponenten;

  • dem Wissen um die Existenz tatsächlicher Gefahren für Leib und Leben, Hab und Gut,
    Freiheit und Glück
  • dem Glauben an die Existenz vermeintlicher Gefahren - ebenfalls für Leib und Leben, Hab und Gut,
    Freiheit und Glück, und
  • dem Vertrauen in die eigene Stärke.
Nichts davon lässt sich von Soldaten verteidigen. Selbst wenn Sicherheit fälschlicherweise so definiert würde, dass darunter alle der Sicherheit dienenden Einrichtungen zu verstehen seien, wozu dann zweifellos auch die Bundeswehr gehören müsste, dann wird doch schnell klar, wie absurd es ist, diese Bundeswehr in ferne Länder zu schicken um sie dort - durch sich selbst - zu verteidigen.
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Es ist nicht so, dass ich Kommentare schreibe, um Bücher zu verkaufen.
Dass ich allerdings Bücher verkaufe,
um Kommentare schreiben zu können,
so ist das schon.


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Reaktionen auf diesen Paukenschlag

An dieser Stelle werden Leser-Reaktionen in der Reihenfolge des Eingangs (jüngster Beitrag oben) veröffentlicht.
Ich behalte mir dabei Kürzungen vor und veröffentliche Reaktionen zum Schutz der Absender grundsätzlich anonymisiert.


Lieber Herr Kreutzer,

genau das Gleiche habe ich als Student einem Dozenten gesagt, und ihn gefragt, warum man die Probleme denn nicht einfach
löst durch weniger Menschen (=weniger Arbeitslosigkeit, Kriminalität, Enge, Umweltverschmutzung, Konkurrenz um die Ressourcen).
Er entgegnete, Staaten seien wohl so, daß sie im internationalen Wettbewerb nur durch Ausdehnung der Bevölkerung bestehen könnten, daher sei eine Reduzierung zwar richtig und sachlich unvermeidlich, aber eben unpopulär. Erst jetzt fällt mir ein, daß man darauf ja mit dem Beispiel Chinas hätte antworten können, das trotzdem nicht an Einfluß verloren hat.

Na ja, meine Befürchtung ist jedenfalls, daß Sie mal wieder eine 100%ig praktikable und einfache Maßnahme präsentieren, die das Leben der Allgemeinheit erheblich verbessern würde - und es trotzdem keine Auswirkungen haben wird, weil unser System eben nicht auf humanistischen oder irgendwie positiven Werten beruht und deshalb auch kein Interesse hat, das Leben der Allgemeinheit zu verbessern.
(Erinnern Sie sich noch an die Berichte auf Feldpolitik über "Choren"? Ein verantwortungsbewußter Staat hätte doch das Unternehmen aufgekauft und mit Milliarden gefördert, damit wir in zehn Jahren sauberes Benzin für wenig Geld haben können, das der Allgemeinheit gehört...)

Trotzdem viele Grüße,

Anmerkung von Egon W. Kreutzer:
Fangen Sie trotzdem einfach an. Wir haben alle Chancen.

Und wenn Sie erst einmal eine Idee haben, wie Sie sich weiterhin einbringen können - und sich dran machen, etwas tun, in der Gewissheit, dass es nicht vergebens ist, weil wir schließlich alle daran arbeiten, dann werden Sie zweierlei entdecken: Erstens, das gute Gefühl, etwas getan zu haben, zweitens die vielen Menschen in Ihrer Umgebung, die den Eindruck machen, als würden Sie seit Neuestem das gleiche gute Gefühl verspüren.

Hallo Herr Kreutzer

So haben wir nun den Weg gefunden...

Dieser Paukenschlag ist eigentlich nicht zu kommentieren. Ich möchte fast sagen „Der Genießer schweigt und saugt es ein“. (Ich möchte wirklich mal wissen wie lange Sie dieses Ziel schon vor Augen hatten?)

Die Skizze ist nun komplett und es wird sich zeigen ob wir die Fähigkeit haben, die richtigen Farben zu mischen, die richtigen Töne zu treffen um das Bild in eine gehaltvolle Stimmung zu tauchen. Diese Idee einer, ich nenne es mal „positiven Infiltrierung“, erzeugt darüber hinaus noch gewisse Stimmungen und Gefühle, die in vielfältiger Art und Weise interpretiert werden können. Ein weiterer positiver Effekt mit anregender Wirkung = Motivation zur Eigeninitiative mit Fantasie! Ja, Sie haben es genannt, und es erscheint mir wie eine Vision aus der unendlichen Geschichte: Ohne Fantasie stirbt die Welt, die Farbe läuft heraus und es bleibt ein Grau in Grau.

Die Fantasie macht uns überlegen. Und die Liebe zu den Menschen, in der Tat!

Ein neuer Morgen, ein neuer Anfang! Es wird ein schöner Tag, wenn ich es will!

Bis die Tage


Danke, Herr Kreutzer, für die wirklich umfassende Darstellung Ihre Gedanken. Sie ist wirklich von fundamentaler Bedeutung für die Welt, wie sie sich uns heute gibt. Sie haben wirklich niemanden ausgelassen, und Sie haben die Sache schließlich auf den Punkt gebracht: Wir müssen etwas tun, sonst tun es andere mit uns!

So weit - so gut. Heute könnte ich mich ärgern, daß ich damals nicht tiefer in die Werke von MEL reingeschaut habe (war mir echt zu langweilig und zu trocken, glaubte, diese Art von Gesellschaft sei für alle Zeiten überwunden). Heute wären die Hinweise bestimmt sehr wertvoll, aber es fehlt halt die Zeit, die man damals hatte.

Allerdings kam mir einer der Gedanken wieder in den Sinn beim Studium Ihrer Zeilen: "Wer die wirtschaftliche Macht hat, der hat auch die politische Macht." - Und genau das ist der Punkt, an dem alle guten Vorsätze und Pläne und Zielstellungen zwangsläufig scheitern müssen: Von dem Moment an, wo Sie den 1% Nutznießern der Misere des dt. Volkes an den Kram wollen, ist Pumpe! Die haben schließlich die Öko, und somit auch die Macht. --- Ob das was macht?
Grüße!



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