Paukenschlag am Donnerstag
No. 52/2008
vom 25. Dezember 2008

Kommentare zum Zeitgeschehen
von Egon W. Kreutzer

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Gedanken zum Jahreswechsel 2008 / 2009

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Leserbriefe
 
Paukenschläge 2008 (ältere)
1 Knut Beck
2 Bürgerkriech
3 Estate, real estate
4 Nur Börsencrash?
5 Unsere Freiheit 1
6 Unsere Freiheit 2
7 Zumwinkel, Klaus
8 Unsere Freiheit 3
9 Begrüßenswertes Urteil
10 Zur Schandtat unfähig
11 Feuer frei!
12 Die Welle
13 Fröhliches Aufsichtsraten
14 Über den Untersch. zwischen Privatisierung
15 945 Mrd. US$ Spurlos verschwunden
16 Zuvermismus
17 Christlich Soziales Versammeln
18 Narrenschiff - Narrenbahn
19 Frühjahrsmüdigkeit
20 Manneszucht
21 Verfassungsgut Kapitalismus
22 Protagonisten der Pataphysik
23 Straubinger, Max, Sprecher
24 Naomi Klein
25 Tswaansig-tswaansig
26 Blitzkrieg, Schweins- galopp, Gesetzgebung
27 Nun spart mal schön 
28 Antides lebt
29 Nine/twenty-eight
30 Von allen guten Geistern verlassen
 31 Nicht einfach zur Flasche greifen
 32 Sommerliche Erfrischungen
 33 Toll, doller., Dollar
34 Der SPD ins Stammbuch
 35 Das Wunder der gekleinten Zahl
 36 gemeinsam austreten
 37 fehlt noch
 38 Stilles Wasser
 39 Harte Landung
40 Die Häuser stehen doch noch
40a Das letzte Aufgebot
41 Ein Garten voller Böcke
42 Die Billionenflut
42a Die Ursache des akuten Geldmangels
43 Ackermanns Liquiditätsvernichtungsplan
44 Mein Gott, ist das aufregend
45 Schwalben im Herbst 
46 Eine Welt - eine Währung? Ein Wahnsinn!
47 Wer unter dem Schirm
48 Albrecht Müllers Frage
49 Ich zahle, also bin ich
50 Wachstum herbeisparen
51 Das machtpolitische Vakuum
 
 
 Antides
 
 Volkszornindex

Der aktuelle Wert
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Gedanken zum Jahreswechsel 2008 / 2009
 
 
Wechsel
(Change. Yes, we can.)
 
 
Mir kommt es vor, als hätte man alle Nachrichten und Zeitungsmeldungen vor ihrer Verbreitung vorsorglich dick in Watte gepackt. Mir kommt es vor, als säßen die Will und der Plasberg mit ihren Gästen hinter dicken Schallschutzfenstern, wo die Talker lautlos die Lippen bewegen und die zahlende Schar der Studiogäste aufs verabredete Zeichen hin die Hände geräuschlos zum Applaus bewegt. Ich höre nichts Neues mehr. Nur ewig Gleiches, eintönig aufgeregtes Gerede, wie das ewig gleiche, eintönig-aufgeregte Plätschern und Gurgeln des Wassers über einem Kiesel im Bach.
 
Müde und matt kriechen die letzten Tage des Jahres 2008 aus dem Kalender. Die Zukunft wartet auf den ihr gesetzten Erscheinungstermin. Die Gegenwart schrumpft auf ein Nichts zusammen. Es wird eng.
 
 
Wechsel
Wechsel ist ein anderes Wort für Veränderung. Anders als die "Reform", die ja, auch wenn das in letzter Zeit so nicht gelungen ist, eine Veränderung zum Besseren bringen soll, ist der Wechsel nicht mit einer Wertung verbunden. Nach dem Wechsel ist es anders. Nur anders.
Gewechselt wird üblicherweise das Fluchtfahrzeug, Geld, die Unterwäsche oder die Regierung.

Der Wechsel ist also die Veränderung.
Das Wechseln ist das Verändern.
 
Zur Verwechslung kommt es, wenn man - aus welchen Gründen auch immer - nicht genau genug zwischen Ähnlichem unterscheidet. Der einfachen Verwechslung folgt die Täuschung immer dann, wenn ein vorsätzlich herbeigeführter Irrtum im freiwilligen Tausch mündet, weil dem Getäuschten Wertloses so präsentiert wird, dass er es allzu leicht mit Wertvollem verwechselt, so dass er selbst sich aus dem Tausch einen Vorteil, zumindest einen Nutzen, verspricht.

Mathematik und Buchführung*) haben die Verwechslung zum Prinzip erhoben und in Formeln und Regeln gepresst. Gleichung und Bilanz heißen die Instrumente, mit denen zum Verwechseln ähnlich Dargestelltes - da mit Hilfe von X, dort mit Hilfe des Periodensaldos - dem erstaunten Publikum als Gleiches dargestellt wird.
*) Mathematiker und Buchhalter mögen mir diese Aussage abseits der reinen Lehre verzeihen...
 
Doch die Kunst des Verwechselns, des Gleichsetzens, des Täuschens, ist auch unabhängig von Mathematik und Buchführung weit verbreitet.
 
 
Eine der bekanntesten Gleich(setz)ungen dieser Art lautet
 
 
Zeit ist Geld.
 
 
Entkleidet man Zeit und Geld von allen Attributen, mit denen sie im Alltag erscheinen, nimmt man der Zeit die Uhren und Kalender, Jahre, Tage, Stunden und Sekunden, dem Geld die Banknoten und Münzen, die Währungseinheiten, Wechselkurse und Preise, dann kommt man an den Kern von Zeit und Geld.
 
Beide sind ein Ausdruck für Veränderung. Soweit stimmt die Gleichsetzung, damit beginnt aber auch die Täuschung über die Unterschiede.
 
Mit der Zeit
verändern sich die Eigenschaften der Dinge
und ihr Ort im Raum.

Mit dem Geld
verändern sich das Eigentum
und die Freiheit der Menschen.
 
Obwohl die Zeit viel unerklärlicher und rätselhafter erscheint als das Geld, ist die Veränderungswirkung der Zeit den Sinnen leichter zugänglich, als die Veränderungswirkung des Geldes. Eisen rostet mit der Zeit. Berge türmen sich mit der Zeit auf und werden mit der Zeit von der Erosion wieder abgetragen. Das Wasser der Ozeane verdunstet, Wolken ziehen übers Land, Regen fällt, Bäche und Ströme führen Wasser in die Ozeane. Menschen setzen Stein auf Stein, errichten Mauern, Häuser, Straßen - die mit der Zeit wieder vergehen. Alles Veränderungen, die sich mit zwei einfachen Begriffen zueinander in Bezug setzen lassen:
 
Vorher und Nachher
Aus vorher und nachher können unendlich lange Ketten gebildet werden, die sich in Knoten treffen, wieder auseinanderstreben, neu zusammenlaufen und so die vollständige Geschichte aller aufeinanderfolgenden und nebeneinander laufenden Veränderungen erzählen, soweit ein dokumentierender Beobachter in der Lage ist, sie zu erfassen. Zwischen vorher und nachher liegt die Zeit.
 
 
Zeit ist nichts
als eine Bezeichnung
für den Unterschied zwischen zwei Zuständen.
 
 
Erst dadurch, dass man der Zeit ein Maß gegeben hat, konnte das Denken in Zeitmengen entstehen und wiederum daraus wurde es möglich, zeitabhängige Begriffe wie Geschwindigkeit oder Leistung zu entwickeln. Von Mittag bis Mittag vergeht ein Tag, von Vollmond bis Vollmond ein Mond, von Wintersonnwende bis Wintersonnwende ein Jahr. Das Tagwerk und die Kilowattstunde, der Akkordlohn und die Goldmedaille im 100 Meter Lauf wären ohne Methoden zur Zeitmessung unmöglich. Dabei misst man die Zeit, die ja selbst nicht greifbar ist, nur indirekt. Unterschiedliche und offenbar regelmäßig wiederkehrende Veränderungen - vom Lauf der Planeten um die Sonne über die Schwingung von Pendel und Unruh bis zur Schwingung von Kristallen in den modernen Uhren und den Taktgebern der Computer - werden beobachtet, gezählt, aufeinander bezogen und in ein Schema gezwängt. So misst und beziffert man Zeit.
 
Den unendlich langen Ketten aus vorher und nachher wird mit der Zeitmessung ein Raster aus Schwingungen unterlegt. Gleichzeitigkeit und Parallelität von Geschehnissen und Prozessen werden dadurch ebenso sichtbar, wie unterschiedliche Geschwindigkeiten der Veränderung - aber Zeitmessung und Zeitzählung verhindern, dass die Ketten zum Kreis geschlossen werden könnten. Kein Nachher kann mehr in ein Vorher münden, jede Periode ist für sich abgeschlossen und alle Perioden liegen auf dem gedachten Zeitpfeil, der nur die eine Richtung kennt, die sich ergibt, weil beständig 1 zu 1 addiert wird.
Gemessen und gezählt werden die Schwingungen der Materie, nachdem sie vollendet, also vergangen sind. Weil unsere Erfahrung keinen konkreten Zweifel an der einigermaßen kontinuierlichen Fortsetzung der Gleichförmigkeit der Schwingungen der Materie nahelegt, gehen wir davon aus, dass sich das Zeitraster der Vergangenheit in schönem Gleichmaß auch in die Zukunft hinein fortsetzen wird.
Das Jetzt, als der Augenblick des Lebens, als der einzig mögliche Moment, in dem tatsächlich Veränderung stattfindet, haben wir in dieser Betrachtung zu völliger Bedeutungslosigkeit schrumpfen lassen. Vier oder fünf Milliarden Jahre Vergangenheit glauben wir, hätte unser Universum gesehen, und eine schier unendlich erscheinende Ewigkeit an noch bevorstehender Zukunft erwarten wir. Unvorstellbare Zeitmengen, viel zu groß, als dass die in Milli-, Mikro- und Nanosekunden zerlegte Gegenwart daneben noch bestehen könnte. Sie geht bedeutungslos im Meer der gemessenen und noch zu messenden Zeit unter.
 
So hat die Zeitmessung die Gegenwart entwertet.
 
 
Statt die Gegenwart aktiv zu leben und das in uns angelegte Veränderungspotential einzusetzen, nutzen wir unsere Gegenwart einerseits dazu, unser zukünftiges Handlungspotential durch Vor-her-sicht zu beschränken und uns dann darüber zu beklagen, dass wir nach versäumter Tat das Nachsehen haben.
Wer nach intensiv durchgeplantem Urlaub beim Betrachten des Urlaubsvideos staunend feststellt, wie schön der Urlaubsort war, hat seinen Urlaub planmäßig verbracht - nicht erlebt. Doch diese Haltung muss inzwischen fast als normal gelten. Eine Geburtstags- oder Hochzeitsfeier, die nicht vollständig durchgeplant ist, bei der die Gäste nicht von Anfang bis Ausklang beschäftigt und unterhalten werden und ihnen mit allerlei Kurzweil die Zeit vertrieben wird, gilt von vornherein als misslungen. Eine bis auf den letzten Handgriff vorbestimmte Erwerbsarbeit wird als angenehm empfunden, weil die Ausführung einer fremdbestimmten Tätigkeit der Sorge enthebt, womöglich der eigenen Gegenwart ziel- und hilflos gegenüberzustehen, die sich bietenden Chancen für Veränderung weder zu erkennen, noch zu nutzen und daher am Ende für das eigene Leben selbst verantwortlich und an Versäumtem selbst schuld zu sein.
 
So wird Freizeit für viele zur zermürbenden Leere, in der mit mehr oder minder exclusiven Vergnügungen immer mehr Gegenwart mit dem Konsum zeitloser Konserven vertrieben wird. Manche ziehen von Festspielort zu Festspielort, andere von Disco zu Disco, die meisten zappen allerdings mangels Vermögen nur von Fernsehprogramm zu Fernsehprogramm.
 
Die Zeit wird mit der Betrachtung bereits vollzogener Veränderung verbracht.
 
So vergeht das Leben.
Vorher gezeugt, nachher tot.
Wenig dazwischen -
 
- und rückwärts geht nicht.
 
 
Die moderne Physik ist in ihrem Welterklärungsmodell zu der Erkenntnis gelangt, dass der Unterschied zwischen zwei Zuständen auf der Ebene der Elementarteilchen mit unseren klassischen Vorstellungen von Zeit nicht in Einklang gebracht werden kann. Die Quantenmechanik kann von ihren Quanten nicht mehr mit Sicherheit sagen, ob, beziehungsweise wann, sie Teilchen oder Welle sind, auch nicht, wo sie sich gerade befinden; all das lässt sich nur noch mit gewissen Wahrscheinlichkeiten annehmen. Letztlich scheint es den Elementarteilchen möglich zu sein, die scheinbar unumstößliche Abfolge von vorher und nachher zu durchbrechen, denn manche Experimente weisen deutlich darauf hin, dass Teilchen am Zielpunkt beobachtet werden können, bevor sie den Ausgangspunkt verlassen oder überhaupt erreicht haben. Gekrönt werden diese Erkenntnisse von der begründeten und ernstzunehmenden Vermutung, dass die Erwartung des Beobachters maßgeblich darüber entscheidet, was das Teilchen den Beobachter beobachten lässt.
 
Wechsel, Change, Veränderung
ist also offenbar möglich, ohne dass ein Zeit beanspruchender Veränderungsprozess durchlaufen werden muss.
 
Möglicherweise ist genau das das eigentliche Wesen der Zeit. Eine ausdehnungslose Gegenwart voller Veränderungspotential, die als Übergang zwischen dem Vorher und dem Nachher steht.
 
Und weil die ganze Welt - und vermutlich das komplette Universum - aus nichts als Elementarteilchen besteht, die unserem Verständnis von Zeit als einer unumkehrbaren Abfolge von Zuständen in Zeit und Raum vollständig widersprechen, könnte es sein, dass wir eine Reihe von Annahmen über die makroskopische Welt ebenfalls in Frage stellen müssen.
 
 
Eine dieser Annahmen lautet zweifellos:
 
Seit dem Urknall hat sich eine unheimliche Menge "Gegenwart" in Vergangenheit verwandelt. Die Vergangenheit wächst also ständig, dehnt sich jede Sekunde um eine Sekunde, jedes Jahr um ein Jahr, jedes Jahrtausend um tausend Jahre aus.

Stattdessen wird man annehmen müssen, dass eine hinter uns liegende Vergangenheit, als ein noch existenter und theoretisch per Zeitreise besuchbarer Abschnitt von Veränderungen gar nicht existieren kann.
Vergangenheit ist lediglich Erinnnerung, die uns in der Gegenwart bewusst wird. Wobei unser Wahrnehmungs- und Bewusstseinsapparat, weil seine biologische Basis ihn etwas träge reagieren lässt, notgedrungen ein eigenes Abbild von "Gegenwart" schafft, das uns einen kleinen, sehr engen, aber keineswegs scharf umrissenen Zeitraum von wenigen Sekunden als Gegenwart vorspiegelt.
 
Unser Wissen um die Vergangenheit ist auf die in der Gegenwart noch existenten Spuren des Vorherigen beschränkt. Erhaltene Spuren - ob im menschlichen Gehirn, auf Filmspulen oder als Bearbeitungsmerkmale an Steinen - sind das Einzige, was von der Vergangenheit bleibt.
 
Die Welt von vorhin existiert schon jetzt nicht mehr.
 
Die Vergangenheit hat keinen eigenen Ort, keine eigene Ausdehnung - und schon gar kein eigenes Veränderungspotential. Die Zeit funktioniert nicht wie eine Sanduhr. Es gibt kein Potential Zukunft, das in kleinen Körnchen durch das Nadelöhr Gegenwart rinnt, um sich dann im Lager der Vergangenheit aufzuhäufen.

Es gibt immer nur die Sanduhr als Ganzes. Sie ist in ihrem jeweiligen Zustand als Ganzes Gegenwart und unterliegt in dieser Gegenwart der Veränderung.
Und wie die Sanduhr existieren auch wir immer nur in diesem einen Augenblick, der uns als kleinste, mit unseren Sinnen wahrnehmbare Veränderungsspanne als "Gegenwart" zugänglich ist.
 
Der Rest ist Illusion. Nur Erinnerung.
 
Diese Erinnerung jedoch ist nicht nur lückenhaft, und bis zur Unkenntlichkeit komprimiert sie ist oft auch verfälscht. So wie Spuren an alten Steinen falsch gedeutet werden können, deutet auch unser Gegenwartsbewusstsein die Inhalte unserer Gehirnwindungen immer wieder anders, immer wieder neu. In Wahrheit erinnern wir uns gar nicht an unser Leben, sondern unsere Erinnerung ist nur die Vorstellung, die sich unser Bewusstsein gegenwärtig von dem macht, was wir als unsere persönliche Vergangenheit ansehen.
 
 
Was bleibt nun übrig, von der Gleichung
Zeit ist Geld?
 
 
Stimmt es, dass auch Geld nur ein Synonym für Veränderung ist? Ist es richtig, dass Geld Eigentum und Freiheit der Menschen verändert?
Vielleicht muss man sich klarmachen, dass Geld, also das bedruckte Banknotenpapier, die Ziffern auf dem Kontoauszug, ihren Wert nur dadurch erhalten, dass sie ein gewisses Veränderungspotential darstellen. Geld kann den Einkauf oder Leihgebühren bezahlen und damit Eigentumsverhältnisse oder Nutzungsrechte verändern. Geldbesitz stellt ein Potential dar, das in die Lage versetzt, Geld ausgeben zu können.
 
Aber erst das ausgegebene Geld verschafft den von Gelderwerb und Geldbesitz erhofften Nutzen.
 
Geldvermehrung, der nicht ein vermehrtes Geldausgeben folgt, ist ein törichtes Unterfangen. Niemand bäckt ein Brot nach dem anderen, nur um viel Brot zu besitzen.
So wie die Zeit zwischen vorher und nachher in der Gegenwart Veränderungen bewirkt, so steht das Geld, als wirksame Veränderungskraft, zwischen Schuld und Guthaben.
 
Geld ist nichts
als eine Bezeichnung
für die Veränderung von Guthaben und Schulden.
 
Wächst ein Guthaben, so verzehrt es dafür Geld, schrumpft ein Guthaben, so wird dabei Geld freigesetzt. Mit den Schulden verhält es sich sinngemäß. Wächst die Schuld, so wird Geld freigesetzt, schwindet die Schuld, schwindet auch das Geld.
Die Betrachtung der Zeit lehrt uns, dass Veränderung nur in der Gegenwart vollzogen werden kann. Folglich ist auch das Geld, als Liquidität und unmittelbar veränderungswirksames Zahlungsmittel, an die Gegenwart gebunden.
 
Ein wesentlicher Unterschied zwischen Geld und Zeit liegt darin, dass die Einteilung der Zeit in Maßeinheiten anhand relativ präzise definierter, wiederkehrender Veränderungen vorgenommen wird, was beim Geld absolut nicht der Fall ist. Die für das Geld verwendeten Maßeinheiten tragen größte Ungewissheiten in sich. Es ist nicht gelungen, dem Geld ein beständiges Maß zu geben. Man nutzt im Umgang mit Geld Einheiten, denen jegliche Definition fehlt. Niemand kann Auskunft darüber geben, woran sich ein Dollar bemisst, wie sich ein Euro definiert, was dagegen ein Yen ist.
 
Der Geldwert spiegelt sich lediglich in Preisen.
Preise sind zwar zum Teil von der verfügbaren Menge nachfragenden Geldes abhängig, viel mehr aber werden sie von psychologischen Faktoren, von Wissen und Bildung der Käufer und Verkäufer, von den charakterlichen Eigenschaften der handelnden Personen, vor allem aber von den Machtpositionen der Beteiligten bestimmt.
 
Ein realer, messbarer und dokumentierbarer Wert, der allem Geld der gleichen Währung zu einem beliebigen Zeitpunkt zugemessen werden könnte, existiert nicht.
 
Der Wert des Geldes wird letztlich in jeder einzelnen Transaktion zwischen den Beteiligten - unter Ausnutzung ihrer Machtpositionen - frei festgelegt.
Der Benzinpreis schwankt nicht nur an jeder Tankstelle im Verlauf der Zeit, er ist zur gleichen Zeit auch von Tankstelle zu Tankstelle verschieden.
Nur in dem Augenblick, in dem ein konkreter Kauf bezahlt, eine konkrete Arbeit entlohnt, ein konkretes Recht gewährt wird, steht dem dafür aufgewendeten Geld ein konkreter Wert gegenüber, der jedoch nur in diesem Moment der Gegenwart gilt. Der Empfänger des Geldes wird den Wert dieses Geldes bei der nächsten Transaktion mit dem nächsten Anbieter neu vereinbaren müssen.
 
Geld und Zeit treffen sich also ausschließlich in der Gegenwart - und immer nur an einem einzigen Punkt.
 
Guthaben und Schulden, seien sie nun lächerlich gering oder irrsinnig hoch, sind keine realen Vorteile oder Belastungen, die aus der Vergangenheit in die Gegenwart und in die Zukunft transportiert werden könnten. Es sind lediglich Erinnerungen, Spuren, die wir verständig lesen, überrascht bestaunen oder belustigt zur Kenntnis nehmen können. Es liegt einzig in der Macht der Gegenwart und der gegenwärtig agierenden Menschen, wie sie diese Spuren deuten, welche Schlüsse sie daraus ziehen und wie sie ihr Handeln davon beeinflussen lassen wollen.
 
So wie ein verheerender Meteoriteneinschlag urplötzlich alle Schulden tilgen und alle Guthaben löschen würde, sind auch Menschen in der Lage, mit einem einzigen Federstrich alle Schulden zu tilgen, alle Guthaben zu löschen.
Im kleinen Maßstab kommt das in der Realität immer wieder vor:
bei der Privatinsolvenz zum Beispiel, oder beim Schuldenerlass für ein ganzes Entwicklungsland.

Es sind immer nur die gegenwärtig wirkenden Beharrungs- und Veränderungskräfte, die über den Wert von Guthaben, über die Last von Schulden, über die Kaufkraft des Geldes entscheiden.
 
Doch haben Jahrzehnte und Jahrhunderte der Anhäufung von Besitztümern und Guthaben auf der einen Seite, und eine rein mathematisch tatsächlich ins Unendliche ragende Last an Zins und Zinseszins auf der anderen Seite dazu geführt, dass die kleine, in der Gegenwart verfügbare Geldmenge daneben verblasst und allen, die nicht als große Gläubiger dastehen, ein Gefühl von ewiger Ohnmacht und Knechtschaft vermittelt.

Das Jetzt, als der Augenblick des Lebens, als der Moment, in dem die Veränderung - die Bezahlung mit Geld - stattfinden sollte, schrumpft in dieser Betrachtung zu weitgehender Bedeutungslosigkeit.
 
So hat die Zeitmessung nicht nur die Gegenwart,
sondern auch das Geld entwertet.
 
Menschen, die mit Guthaben und Forderungen umgehen, sind mehr damit beschäftigt, die Verwendung zukünftigen Reichtums zu planen oder über die Möglichkeiten nachzusinnen, wie das für Zins und Tilgung erforderliche Geld auch in Jahren noch sicher zu beschaffen sein könnte, als sich in ihrer Gegenwart ihr gegenwärtiges Handeln bewusst zu machen und die Veränderungskraft des Gegenwartsgeldes zu nutzen.
Zwischen dem Abschluss der Kapitallebensversicherung und ihrer Auszahlung liegen zwanzig, dreißig oder noch mehr Jahre des - oft entbehrungsreichen - Ansparens. Und wenn am Ende die vereinbarte Summe samt Überschuss- und Gewinnanteilen ausbezahlt wird, können sich viele gar nicht mehr vorstellen, wie ihnen die Summe von 50.000 DM, die jetzt mit 25.000 Euro ausbezahlt werden soll, vor zwanzig oder dreißig Jahren so gewaltig erscheinen konnte, dass sie glaubten, sich damit einen langen Lebensabend finanzieren zu können.
 
Geld hat einen konkreten Wert eben immer nur, wenn es in der Gegenwart zum Bezahlen verwendet wird.
 
So vergeht das Geld.
Vorher gespart,
nachher nichts wert -

- rückwärts geht nicht.
 
 
Womit wir wieder an einen Punkt gelangen, an dem sich Geld und Zeit sehr ähnlich sind. So wie sich Elementarteilchen der Abfolge des vorher und nachher entziehen und in einem diffusen Sowohl-als-auch die Gegenwart verbringen, bewirkt auch die moderne Geldwirtschaft auf der elementaren Ebene der Kreditvergabe Zustandsveränderungen, die mit unseren herkömmlichen Vorstellungen von Geld nicht mehr in Einklang gebracht werden können.
 
Geld ist nicht einfach da.
Geld entsteht - und es vergeht wieder. Es scheint, dass auch dem Geld das Sowohl-als-auch, die Gleichzeitigkeit von Guthaben und Schuld, möglich ist. Hinzu kommt die Tatsache, dass Geld in der Lage ist, die scheinbar unumstößliche Abfolge von vorher und nachher zu durchbrechen. So wie das Elementarteilchen schon am Ziel beobachtet werden kann, bevor es am Start auftauchte, kann der Verkäufer einer Ware das Geld des Käufers bereits erhalten, bevor dieser es besessen hat.
Zuletzt gilt auch für das Geld die durch allerlei Indizien begründete, ernsthafte Vermutung, dass allein der Standpunkt des Beobachters darüber entscheidet, als was das Geld sich dem Beobachter zu erkennen gibt. Der eine erwartet Geld und sieht Geld; der andere erwartet und beobachtet Kapital, ein dritter wiederum beobachtet ein Fluktuieren zwischen Schuld und Forderung. Das gleiche Quantum Geld kann also offenbar gleichzeitig unterschiedliche Eigenschaften haben, die nicht in einer zeitlichen Abfolge nacheinander auftreten, sondern ausschließlich vom Standpunkt des Beobachters abhängen.
 
Und weil die ganze Wirtschaft von nichts als Geld angetrieben wird, einem System, in dem unser Verständnis von Soll und Haben auf eine harte Probe gestellt wird, bis wir erkennen, dass Soll und Haben sich auch zur Null ergänzen können, könnte es sein, dass wir eine Reihe von Annahmen der Volks- und der Betriebswirtschaftslehre in Frage stellen müssen.
 
Eine dieser Annahmen lautet zweifellos:
Mit dem Urknall ist neben Materie und Antimaterie auch Geld und Antigeld entstanden. In den ersten Milliardstel-Sekunden nach dem Urknall haben sich Materie und Antimaterie bis auf eine kleine, seither unveränderte Menge Materie gegenseitig eliminiert - und auch Geld und Antigeld haben bei ihrem Zusammenprall eine gewisse Menge Geldes hinterlassen, die seitdem unveränderlich ist, aber permanent, mal schneller, mal langsamer, den Besitzer wechselt.
Eine Annahme, in der jegliches Wachstum der geldgestützten Transaktionen eine Erhöhung der Umlaufgeschwindigkeit erfordert, weil die Geldmenge als solche im Rang einer Naturkonstante steht, die einem einmaligen, unwiederholbaren Schöpfungsprozess entsprungen ist.
 
Stattdessen wird man nun annehmen müssen, dass Geld keineswegs beim Urknall in die Welt gekommen ist, sondern erst sehr, sehr, sehr viel später.
Doch gleichzeitig wird sich bestätigen, dass die Entstehung des Geldes der Entstehung des Universums nach der Urknalltheorie auf's Haar genau entspricht.
 
Zuerst ist gar nichts.
Nicht nur leerer Raum, sondern gar kein Raum.
Ein ausdehnungsloser Punkt steht am Anfang.
 
Dann tritt der gottgleiche Banker auf - oder der Urknall, je nach Standpunkt des Beobachters - und aus einem einfachen Willensakt entstehen Geld und Antigeld. Guthaben und Schuld.
Da der gottgleiche Banker dieses Spiel für sich alleine spielt, lösen sich Guthaben und Schuld bald vollkommen rückstandslos wieder auf, wie Materie und Antimaterie sich gegenseitig wieder zu nichts auflösen, wenn sie nicht sorgfältig voneinander getrennt werden. Keine Spur bleibt davon zurück.
 
Anders der Versucher. Er beherrscht das Spiel genauso wie der gottgleiche Banker, doch spielt er nicht gerne alleine. Er tritt er an die Menschen heran, verspricht ihnen die sofortige Erfüllung aller Wünsche, hält das Versprechen auch, für jedermann werbewirksam sichtbar, und verlangt nur eine winzigkleine Gegenleistung:

Alle, die Geld von ihm nehmen, müssen ihm unterschreiben, dass sie irgendwann, zu festgesetztem Zeitpunkt in ferner Zukunft, bereit sein werden, das im Tresor verwahrte Antigeld, ihre Schuld, wieder zu vernichten, indem sie mit gleicher Münze zurückzahlen was sie erhalten haben - und den Zins, als einen kleinen Lohn dazu.
 
Woher der kleine Lohn kommen soll?
Ach was. Noch lange hin! Kommt Zeit, kommt Rat. Das Nichts, aus dem das Geld entsteht, ist unerschöpflich. Wird sich schon einer finden, der sich's leiht. Dem musst du es dann abgewinnen. Mit Fleiß und Geschick, mit List und Betrug, mit Raub und Mord - das liegt bei dir, ganz nach Belieben, da redet dir niemand drein.
 
So verkauft der Schuldner sein Leben an den Gläubiger.
Man könnte es auch Seele nennen, als Gläubiger.
 
Kaum hat der Schuldner seine Wünsche mit dem ihm überlassenen Geld erfüllt, schon ist sein Leben eingeengt von der und manchmal auch auf die Notwendigkeit, Jahr für Jahr das Geld für die Zinsen und zum Ende des Vertrags die geschuldete Summe selbst wieder herbeizuschaffen.
 
Es ist ein Trick. Eine Illusion.
 
Doch sie ist dicht gewoben, diese Illusion, dichter als des Kaisers neue Kleider.
Selbst dem kleinen und noch unverdorb'nen Kinde erscheint das Geld real, wo's doch so fröhlich im irdenen Sparschwein klappert und klimpert.
 
Dennoch ist es eine Illusion, zu glauben, es gäbe eine kontinuierliche Existenz des Geldes, die aus der Vergangenheit über die Gegenwart in die Zukunft ragt. Geld funktioniert nicht wie eine umgedrehte Sanduhr. Es sieht nur so aus, als gäbe es ein Potential des in der Vergangenheit angesammelten Geldes, das ständig in kleinen Kreditbeträgen durch das Nadelöhr Gegenwart gepresst wird, um sich im Lager der Zukunft als vorausgeschickte Wegzehrung aufzuhäufen.
 
Geld ist ein Phänomen der Gegenwart.
 
Doch so, wie sich mit der Zeit die Eigenschaften der Dinge und ihr Ort im Raum verändern, so verändern sich mit dem Geld das Eigentum und die Freiheit der Menschen.
 
Freiheit
 
Wenn alle Menschen gleich sind und gleiche Rechte haben, dann sollten auch alle lebenden Menschen in ihrer Gegenwart den Veränderungsprozess aktiv und nach ihrem Willen mitgestalten können.
 
Die Realität enttäuscht.
Die einen wollen und verändern viel.
Die anderen wollen ebenso. Doch fehlt ihnen die Freiheit zur Tat.

Viele kompensieren den Mangel an Freiheit mit der Wunschlosigkeit ihrer Resignation oder mit der Hoffnung auf ein ewiges Leben im Paradies.
 
Eines muss den Überlegungen zur Freiheit als selbstverständlich vorausgeschickt werden:
 
Je mehr Menschen den Planeten bevölkern, desto kleiner das Maß an Freiheit, das der Einzelne für sich in Anspruch nehmen darf, wenn alle Menschen gleich sein und ihnen das gleich Maß selbstverantwortlichen Handelns innerhalb der Grenzen eines allgemein akzeptierten, persönlichen Freiraums zugestanden sein soll.
 
Doch lässt sich auch dies nur realisieren, wenn dem handlungswilligen Menschen dieser persönliche Freiraum tatsächlich zugestanden wird. Wie sieht es damit aus?
 
Robinson, der aufgrund eines Schiffbruchs zum Bewohner einer einsamen Insel vor der Mündung des Orinoko wurde, hatte als persönlichen Freiraum die gesamte Insel samt allen Pflanzen und Tieren für sich, sowie das Material und die Gerätschaften, die er vom Wrack seines Schiffes noch bergen konnte, bevor es die See endgültig verschlang.
Er war frei, auf diesem Eiland zu tun und zu lassen was er wollte. So sehr ihm seine Lage auch missfiel, so sehr er sich nach menschlicher Gesellschaft sehnte und sich in seiner Einsamkeit wie im Kerker fühlte, stand ihm doch die wesentlichste Voraussetzung für die Wahrnehmung seiner Freiheit zur Verfügung, nämlich ein ordentliches Stück Grund und Boden, eine ganze Insel, die er alleine bewohnen, bearbeiten und bebauen durfte, wie er es für richtig und nützlich hielt.
 
 
Wir leben in einem Land, in dem die bloße Existenz jedes einzelnen Menschen nur durch regelmäßige "Gebührenzahlung" gesichert werden kann.
 
Selbst Robinson müsste, läge seine Insel in Deutschland, dafür mindestens Grundsteuer entrichten. Er wäre zudem gezwungen, eine Krankenversicherung abzuschließen. Seine Möglichkeiten, die Insel zu bearbeiten und zu bebauen wären durch das gültige Baurecht, und kostenpflichtige Genehmigungsverfahren, durch Naturschutzbestimmungen und unter anderem auch durch die Kleinfeuerungsanlagenverordnung beschränkt, wobei letztere ihn auch zwingen würde, regelmäßig einen Kaminkehrer auf die Insel zu holen, der den ordnungsgemäßen Zustand von Herd und Schornstein sowie die zulässige CO²-Menge im Rauchgas gegen Gebührenrechnung kontrolliert und bestätigt.
Vermutlich müsste er seine Insel auch für eine Weile zur Ableistung des Wehr- oder Ersatzdienstes verlassen. Die GEZ würde alljährlich einmal anfragen, ob er denn immer noch kein Rundfunk- oder Fernsehgerät anzumelden hätte und mit martialischen Strafen drohen, sollte er beim Schwarzsehen erwischt werden.
 
 
Ein ganz normaler Sterblicher hierzulande,
Arbeitnehmer mit mittlerem Einkommen, verheiratet, ein Kind, kann sich keine Insel leisten - er wohnt, mit seiner Familie, zur Miete. Daran verdient ein Haus- und Grundbesitzer, und wenn nicht der, dann dessen Bank.

Ein ganz normaler Sterblicher hierzulande, dem kein Grundstück zur Verfügung steht, kann weder Kartoffeln noch Getreide anpflanzen, er kann in seiner 3-Zimmer-Küche-Bad-Bleibe auch kein Rind oder Schwein halten - und wenn er es versuchte, würde ihm gekündigt. Also kauft er, was er zum Leben braucht ein.
 
Die Befriedigung des Bedarfs an lebensnotwendiger Nahrung wird von der Wirtschaft zur Quelle unvermeidlicher Gewinne, für den Staat zur Quelle unvermeidlicher Steuern. Wer Aldi, Lidl, Schlecker, Karstadt, Quelle, Neckermann - und wie sie alle heißen - nicht an seinem Überleben verdienen lassen will, wer dem Finanzminister nicht mindestens 7% seines notwendigsten Bedarfs an Lebensmitteln zukommen lassen will, muss verhungern, oder sein Leben von Mundraub zu Mundraub fristen.
 
Dass Menschen essen und trinken müssen, dass sie sich waschen und kämmen wollen, dass sie Kleidung und Schuhe, Schrank, Tisch und Bett brauchen, zwingt die Heerscharen der normalsterblichen Arbeitnehmer dazu, einen großen Teil ihrer Zeit damit zu verbringen, für den Gewinn von Vermietern und Lieferanten zu sorgen. Von ihren Wohnungen dürfen sie sich selten weit und nie für lange Zeit entfernen, denn der Arbeitsvertrag zwingt dazu, sich an fünf Tagen in der Woche pünktlich am Arbeitsplatz einzufinden. Außerdem setzt der - nach Abzug aller notwendigen Kosten verbleibende - Rest des Lohnes enge Grenzen für die Freizügigkeit des Reisens. Meistens reicht es gerade einmal für drei Wochen Pauschalreise im Sommer. Bei vielen nicht einmal mehr dafür.
 
Politiker nennen diese Menschen gerne unsere "Leistungsträger" und versprechen, sich für diese besonders einzusetzen.
 
Dabei genießen diese Leistungsträger genau jenes Maß an Freiheit, dass denjenigen "Menschen im Lande", die für die Gewinnerzielung der Eigentümer der Wirtschaft nützlich sind, zugestanden wird, damit sie friedlich bleiben.
 
Was der Staat an Überwachungssystemen betreibt, um in groben Rastern abzugleichen, ob sich jedermann so verhält, wie man das von einem guten Deutschen erwartet, oder ob der eine oder andere in irgendeinem Punkt auffällig von jener Norm abweicht, die für Untertanen insgeheim für verbindlich erklärt und laufend fortgeschrieben und verschärft wird, das ist den "Leistungsträgern" im Lande ziemlich egal. Sie wissen, sie haben nichts zu verbergen - und sie haben keinen Anspruch an den Staat, den sie - gegen alle Ausforschung - belegen müssten.
 
Würden sie Eier legen, dürfte auf der Packung mit "Freilandhaltung" geworben werden.
 
Dass diese Menschen nicht nur in Sonntagsreden als "Leistungsträger" gelobt werden, sondern tatsächlich die Leistung erbringen, von deren Früchten nicht nur die komplette deutsche Bevölkerung, samt allen Kindern, Rentnern, Strafgefangenen, Polizisten, Bankvorständen und Politikern lebt, sondern von der per Exportüberschuss auch noch eine ordentliche Zahl von Ausländern versorgt wird, ist nicht zu bestreiten.
 
Das kleine Maß an Freiheit, das diesen Leistungsträgern zugänglich ist, macht deutlich, dass man sich als Normalsterblicher Freiheit nicht "erleisten" (früher: "erdienen") kann. Und wenn wir die Wortschöpfung "erleisten" wieder streichen, dann bleibt der Satz übrig:
 
Der deutsche Normalbürger ist zwar nach dem Gesetz frei -
- aber leisten kann er sich das nicht.
 
Freiheit ist zwar rein theoretisch höchstes Grund- und Menschenrecht, faktisch ist Freiheit jedoch ein Teil des Eigentumsrechts und wird gegen Geld auf Zeit gewährt.
 
Großgrundbesitzer, von denen es auch in Deuschland etliche gibt, von Thurn und Taxis und anderen Adelshäusern auf der weltlichen Seite, bis hin zu den Diözesen und Erzdiözesen auf der kirchlichen Seite, geben die Freiheit auf ihrem Land zu arbeiten und in ihren Häusern zu wohnen stets dem, der - langfristig gesehen - am meisten dafür bezahlt.
Kleingrundbesitzer eifern den Großgrundbesitzern nach Kräften nach, bleiben jedoch meist hinter deren Effizienz zurück.
 
 
Großarbeitgeber, von denen es in Deutschland nicht wenige gibt, von den Bundesländern auf der staatlichen Seite bis hin zu VW oder der Telekom auf der privaten Seite, geben die Freiheit, sich in die Reihe der normalsterblichen Arbeitnehmer einzureihen stets denen, die langfristig gesehen die höchste Leistung erbringen, deren Beschäftigung also die höchste Rendite für die Eigentümer verspricht.
 
Kleinarbeitgeber eifern den Großarbeitgebern nach Kräften nach, bleiben jedoch meist hinter deren Effizienz zurück.
 
 
Großbanken, von denen es in Deutschland etliche gibt, von der Deutschen Bank auf der ganz privaten Seite bis zu den großen Sparkassen und Raiffeisenbanken auf der kommunalen und genossenschaftlichen Seite, geben die Freiheit, sich mit Geld zu versorgen, stets denen, die langfristig gesehen die erwarteten Zinserträge mit größter Sicherheit einbringen werden.
 
Kleinere Banken haben inzwischen faktisch aufgehört zu existieren.
 
 
Es gibt kein Recht auf Arbeit in Deutschland,
sonst hätten alle Arbeit, die arbeiten wollen.
Es gibt kein Recht auf einen ausreichenden Lohn in Deutschland,
sonst könnten alle, die arbeiten, vom Lohn ihrer Arbeit leben.
 
Es gibt kein Recht auf eigenen Grund und kein Recht auf Kredit,
um auf eigenem oder fremdem Grund eine Chance wahrnehmen zu können,
so realistisch, gut und nützlich die Idee auch sein mag.
 
Und wo es in einem Rechtsstaat kein Recht auf etwas gibt, da endet die Freiheit im aussichtslosen Bemühen oder im freiwilligen Verzicht.
 
Die Republik ist zugestellt mit Eigentumsrechten,
die den Freiheitsrechten im Range vorgehen.
 
So wie Zeit und Geld für austauschbar gelten, sind auch Eigentum und Freiheit austauschbar geworden. Das beginnt ganz trivial beim Umgang mit dem Freiheitsentzug im Strafrecht.
Kleine Ganoven, auch wenn sie nur Schäden von wenigen Tausend Euro anrichten, landen nach kurzem Prozess hinter Gittern, große Eigentümer hingegen sind gegen derartige Unbill gefeit. Selbst mittelgroße Eigentümer, wie zum Beispiel Klaus Zumwinckel, sind durch ihr Eigentum wenigstens noch so weit geschützt, dass sie sich trotz öffentlichkeitswirksamer Verhaftung immer noch vor rechtzeitiger, verjährungsausschließender Verfolgung ebenso sicher fühlen können, wie vor übereifrigen Staatsanwältinnen.
Die Parallelen zum Fall "Max Strauß", wo die Beweis-Festplatte im Nirwana verschwand und der übereifrige Staatsanwalt versetzt wurde, sind unübersehbar. Und weil Politiker für solche Freiheiten verantwortlich sind, dürfen sie auch selbst davon profitieren. Schäubles Köfferchen und Kohls Ehrenwort sind hoffentlich noch nicht vergessen.
 
Doch zurück zu den Eigentumsrechten.
Wo einige Wenige an fast allem, was in einem Lande steht und liegt, ein Eigentum beanspruchen, muss dem gegenüber zwangsläufig eine große Zahl von Menschen stehen, deren Freiheitsrechte noch deutlich unter den Durchschnitt dessen abgesenkt werden, was der normalsterbliche Leistungsträger, der Arbeitnehmer mit durchschittlichem Einkommen, an Freiheiten genießen darf.
 
Der Trend zur Null-Freiheit ist in Deutschland bei näherungsweise 10 Millionen Menschen unverkennbar.
 
Hartz IV-Empfänger, Aufstocker, Kombilöhner, 1-Euro-Jobber, Kleinstrentner, Sozialgeldempfänger und wie sie alle heißen, sind vom normalen Erwerbsleben ausgeschlossen. Und wenn es einem gelingt, wozu alle Erwerbsfähigen bei Strafe des Leistungsentzugs verpflichtet sind, sich wieder einzureihen, dann muss dafür ein anderer gehen.
 
Die hohe Produktivität der Wirtschaft und die dieser Produktivität hohnsprechende Verteilung der Arbeit (Wochen-, Jahres- , Lebensarbeitszeit) und der Einkommen machen zwangsweise viele Menschen arbeits- und erwerbslos.
 
Denen bleibt nun jener Rest an Freiheit,
der ohne Geld erreicht werden kann.
 
Sie dürfen als Obdachlose durchs Land ziehen, sich unter Brücken und auf Parkbänken zur Ruhe betten, bis sie vertrieben werden. Sie haben die Freiheit, ihre Habe in einem kleinen Bündel mit sich zu schleppen oder auch nicht, und sie dürfen, wo es nicht verboten ist, sogar betteln. Diese "Freiheit" haben sie.
 
 
Wer diese Freiheit nicht annimmt, wird seiner Freiheit in mehreren Schritten systematisch beraubt.
 
Erst hat er sein Vermögen aufzubrauchen.
Nein, es wird ihm nicht abgenommen. So ungeschickt stellt man sich nicht mehr an. Die Umverteilung erfolgt vollkommen indirekt und anonym.
 
Dann hat er seine Wohnung und die vielen Möbel aufzugeben und in eine angemessene, kleinere zu ziehen.
Nein, er kommt nicht in ein Lager. So blöd stellt man sich nicht mehr an. Die Kosten für Lager, Bewachung und Verpflegung kann man sich sparen und noch dazu den Grund- und Hausbesitzern die Chance lassen, ihren Bestand an kleinen, alten, abgewohnten Wohnungen zu vermieten. Die Miete zahlen die Leistungsträger zwangsweise. Die Umverteilung erfolgt geschickt, vollkommen indirekt und anonym.
 
Dann hat er jede Beschäftigung anzunehmen, die von ihm verlangt wird.
Dafür erhält er nicht mehr als eine Aufwandsentschädigung, die im Einzelfall noch nicht einmal den tatsächlichen Aufwand abdecken muss, und obendrauf - aus dem Steueraufkommen der Leistungsträger - diese 350 Euro, die er freiwillig vollständig wieder da abliefert, wo sie ankommen sollen, bei Lidl und Schlecker und Aldi, bei E.On und bei der Telekom. Die Hartz-IV-Empfänger sind ein wichtiges Rädchen im Getriebe der Umverteilungsmaschinerie. Alles, was ihnen zugestanden wird, stammt aus dem Steueraufkommen der "Leistungsträger" und fließt über ihre ständig leeren Taschen auf kürzestem Wege dahin, wo es ankommen soll.
Dass sie dafür dankbar und bereit sein müssen, jede ihnen zugewiesene Arbeit ohne Entgelt auszuführen, ist doch nur gerecht.

Man steckt sie nicht in Lager mit Elektrozäunen, droht nicht mit Erschießen, wenn sie ausbrechen wollen, denn das könnte ja, falls sich die Verhältnisse einmal ändern, als strafwürdiges Verbrechen angesehen werden. Man droht ihnen nur damit, ihnen auch noch den letzten Cent zu verweigern. Das wirkt prima. Die Angst, unter der Brücke zu erfrieren, macht mindestens so gefügig, wie die Angst erschossen zu werden.
 
Insofern kann beruhigt festgestellt werden:
 
Die Bundesrepublik Deutschland ist tatsächlich der freiheitlichste Staat, den es auf ihrem Boden je gegeben hat.
 
Man sollte allerdings zwischen freiheitlich und Freiheit ebenso unterscheiden, wie zwischen länglich und lang, kürzlich und kurz, christlich und sozial...
 
Eigentum, das deutlich über ein allgemein erreichbares Maß hinausgeht, ist nicht Freiheit, sondern ausgeübter Freiheitsentzug durch Verdrängung.

Betroffen sind unbescholtene Menschen, die ohne Gerichtsverhandlung, ohne eine Chance zur Verteidigung, ja ohne das Recht, überhaupt gehört zu werden - und vor allem ohne die Chance, irgendetwas an ihrer Lage zu verändern,
zu lebenslänglichem Tribut verurteilt werden.
 
Es sei denn, wir schaffen den Wechsel.
 
 
 
Die Verwechslung
von Eigentum und Freiheit wird erst aufhören, wenn wir gemeinsam die Gegenwart nutzen, um die Veränderung zu bewirken.
Carpe diem - nutze den Tag!
 
Die Verwechslung
von Geld und Zeit wird erst aufhören, wenn wir gemeinsam in der Gegenwart die Macht unseres Willens aufbieten, und damit die Ohnmacht des Geldes enthüllen.
Carpe diem - nutze den Tag!
 
Freiheit
ist wichtiger und wertvoller als Eigentum.
Zeit
ist wichtiger und wertvoller als Geld.
 
 
Der Wechsel ist möglich. Yes, we can.
 
2009 ?
 
Ein gutes Neues Jahr!
Egon W. Kreutzer
 
 
 
 

 

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Reaktionen auf diesen Paukenschlag

An dieser Stelle werden Leser-Reaktionen in der Reihenfolge des Eingangs (jüngster Beitrag oben) veröffentlicht.
Ich behalte mir dabei Kürzungen vor und veröffentliche Reaktionen zum Schutz der Absender grundsätzlich anonymisiert.
Sehr geehrter Herr Kreutzer,

mit den Sprichwörtern, dem Sprachgebrauch ("ist"), dem Gleichheitszeichen oder gar dem "identisch (gleich)" ist das so eine Sache...

 

Zeit ist Geld

Wissen ist Macht

Macht ist Vermögen

Geld ist Vermögen

Macht ist Wissen ist Geld ist Zeit.

Nichtsdestotrotz habe ich Ihren Paukenschlag mit großem Interesse gelesen, er erschien mir fast als ein kurzes Innehalten, eine kleine Bestandsaufnahme mit philosophischem Einschlag.
Inventur und Bestandsaufnahmen müssen hin und wieder wohl sein.

Mit freundlichen Grüßen und dem Wunsch auf ein glückliches und erfolgreiches Neues Jahr bei bester Gesundheit


Sehr geehrter Herr Kreuzer,

ich bewundere Sie mit Ihren scharfsinnigen zeitgemäßen Paukenschlägen.

Ich bin selber vor Jahren in den Kreislauf der Schuld eingetreten und am Ende landete ich bei Hartz IV, ohne das Gefühl zu haben, schuldig zu sein, oder unfrei zu sein. Mit wenig Eigenkapital sind wir als Familienbetrieb in den Osten, und mit viel Fremdkapital haben wir Milch und Nahrungsmittel produziert, immer mit angeblichen Gewinnen und mit Steuerzahlungen. Das Rad drehte sich bis unsere körperliche Energien nicht mehr so wollten als sie sollten und in weiser Voraussicht wurde der Hof gut verkauft und die Schuld beglichen. Im Anschluss kommt das Finanzamt und sagt: „Tilgung ist Gewinn und Gewinne sind zu versteuern“. Was uns bleibt ist eine Schuld und Hartz IV, vielleicht nicht ganz zu banal, aber doch in der groben Richtung so, wir hätten auch reinvestieren können, aber die Batterien war ja leer und so haben wir unser Los angenommen, mit dem Vertrauen: „Irgendwie wird es schon weiter gehen", denn ein Zurück in den Kreislauf wollte ich nicht.

Das hört sich vielleicht nach Schicksalsschlag an, aber mit der Annahme des Schicksals kam eine neue Dynamik in das eigene Leben, es folgte eine Hinterfragung, die mir zum Lebenskreislauf einen Abstand gab und gibt, daraus entstanden neue Werte, und andere Wünsche. Ich bin zwar immer noch Hartz IV – Empfängerin, aber ich bin um ein vielfaches glücklicher als vorher. Meine Grundbedürfnisse sind abgedeckt und ich bin frei, kreativ zu sein und keine Bank und keine Rundfunkgebühren quälen mich mehr. Sicherlich ist mein Weg nicht für die Allgemeinheit wünschenswert, aber mir erscheint Freiheit nicht unbedingt nur von Äußerlichkeiten abhängig zu sein, Freiheit ist auch eine innere Einstellung und Akzeptanz.

Mit einem zu versteuernden Jahreseinkommen von über 400 00 € fühlte ich mich mehr eingeengt und unfrei als heute mit Hartz IV.

So weit meine Gedanken zum Leben im Hier und Jetzt,

liebe Grüße


Lieber Herr Kreutzer,
warum immer so negativ über das deutsche Rechtssystem schreiben? Niemand kann bestreiten, dass es sowohl dem ganz Reichen als auch dem ganz Armen verboten ist, unter Brücken zu nächtigen. Mehr Gleichheit geht doch wohl nicht.

Jetzt im Ernst: Die Unterprivilegierten und Ausgebeuteten in unserem Land lassen sich doch "freiwillig" halten wie Vieh auf der Weide. Millionen kann man ernsthaft weder einsperren noch erschießen. Wovor haben die Angst? Ich fürchte, sie sind Gefangene ihres eigenen Denkens, also unabänderlich in ihrem Zustand gefangen.

Dabei gibt es Lösungen zu einer zumindest relativen Freiheit: Einfach mal nach "Ökodorf Sieben Linden" googeln. Bei sowas könnte jeder mitmachen, da braucht man nicht einmal zwingend Eigenkapital.

MfG
Sehr geehrter Herr Kreutzer,

seit ungefähr einem Monat lese ich Ihre Paukenschläge...
ich darf Ihnen sagen, Sie sind eine kritische Bereicherung im Netz..danke dafür !

Zu einer Kernthese wollte ich Sie um eine kurze Antwort bitten:

"Eigentum, das deutlich über ein allgemein erreichbares Maß hinausgeht, ist nicht Freiheit, sondern ausgeübter Freiheitsentzug durch Verdrängung."

Wie Recht Sie haben, aber wie soll sich das je auf Erden ändern...wenn selbst das Grundgesetz diesbezüglich von den "Verpflichteten" negiert wird !?

..ein gesundes neues Jahr wünsche ich Ihnen -
Grüße aus Würzburg !


Sehr geehrter Herr Kreutzer,

Sie sind und bleiben einfach ein unverbesserlicher Optimist. Ihre Gedanken zum Jahreswechsel sind gut, treffend und zielsicher. Der zeitaufwendige Vergleich zwischen Zeit und Geld hat sich gelohnt - ich meine natürlich auf mentaler Ebene und nein, Schäubles Köfferchen ist ebensowenig vergessen wie Kohls Ehrenwort oder der Sachverhalt, daß Herr Doktor Kohl selber den Auftrag für die Konten gegeben hat oder das Tante IM 'dann-mach-ich-mir-nen-Schlitz-ins-Kleid-und-find-das-wunderbar' Erika urplötzlich und auf wundersame Weise gerade zur rechten "Zeit" weitere Millionen aus der Ära "fand" (und wieder ein Zusammentreffen von Zeit und Geld).
Ich lehne mich zurück und beende das Jahr mit dem erbaulichen Gedanken, daß ich noch nie von irgendwelchen Ämtern und Posten zurücktreten mußte (wie Herr Schäuble) oder mich für eine ganze Gruppe/Partei/Sonstiges bei einem kompletten Volk entschuldigen mußte (wie Herr Schäuble) und somit noch die Freiheit besitze, solches vielleicht in der Zukunft anzustreben, die ja vielleicht nur eine ungelebte Gegenwart darstellt (oder mein Teilchen hat sich irgendwo verspätet, keine Ahnung)
:-)

Ihnen und den Ihren aber ruhige Weihnachten, einen Rutsch ohne Ausrutscher und was 2009 angeht gibt es doch immerhin schon was Positives zu vermerken: wir werden mit Wehmut an das gute alte 2008 zurückdenken, welches uns nach der gnadenlosen Talfahrt 2009 im goldenen und geldlosen Glanz der Erinnerung für immer in der Zeit entrückt sein wird. Was daran positiv ist? Das sentimentale Rückerinnerung annährend 10 Millionen (und bis zum Jahresende 09 wohl erheblich mehr) Hartz Fear- und sonstigen Empfängern ein guter und kostengünstiger (Frei-)Zeitvertreib sein wird, da sie sich sonst kaum noch einen werden leisten können - ist doch schön, oder?

der noch nie Zurückgetretene
(und außerdem bevorzuge ich sowieso Rucksäcke statt Köfferchen, ich habe in dieser Welt gerne die Hände frei)

PS: und wie immer lehne ich die Rechtschreibreform total ab - ich kriege jedesmal Lachanfälle wenn ich "aufwändig" und dergleichen lese
PPS: wer war das gleich wieder mit dem Gimmick zu den 10 Euro Kindergeld? "Die Fußballergattinen werden auf ihren Designersofas sitzen und sagen: ach wie süß, ich wußte gar nicht, daß es so kleine Scheine gibt" Urban Priol?



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