Paukenschlag am Donnerstag
No. 47/2008
vom 20. November 2008

Kommentare zum Zeitgeschehen
von Egon W. Kreutzer

keine
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Wer unter dem Schirm ...

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Leserbriefe
 
Paukenschläge 2008 (ältere)
1 Knut Beck
2 Bürgerkriech
3 Estate, real estate
4 Nur Börsencrash?
5 Unsere Freiheit 1
6 Unsere Freiheit 2
7 Zumwinkel, Klaus
8 Unsere Freiheit 3
9 Begrüßenswertes Urteil
10 Zur Schandtat unfähig
11 Feuer frei!
12 Die Welle
13 Fröhliches Aufsichtsraten
14 Über den Untersch. zwischen Privatisierung
15 945 Mrd. US$ Spurlos verschwunden
16 Zuvermismus
17 Christlich Soziales Versammeln
18 Narrenschiff - Narrenbahn
19 Frühjahrsmüdigkeit
20 Manneszucht
21 Verfassungsgut Kapitalismus
22 Protagonisten der Pataphysik
23 Straubinger, Max, Sprecher
24 Naomi Klein
25 Tswaansig-tswaansig
26 Blitzkrieg, Schweins- galopp, Gesetzgebung
27 Nun spart mal schön 
28 Antides lebt
29 Nine/twenty-eight
30 Von allen guten Geistern verlassen
 31 Nicht einfach zur Flasche greifen
 32 Sommerliche Erfrischungen
 33 Toll, doller., Dollar
34 Der SPD ins Stammbuch
 35 Das Wunder der gekleinten Zahl
 36 gemeinsam austreten
 37 fehlt noch
 38 Stilles Wasser
 39 Harte Landung
40 Die Häuser stehen doch noch
40a Das letzte Aufgebot
41 Ein Garten voller Böcke
42 Die Billionenflut
42a Die Ursache des akuten Geldmangels
43 Ackermanns Liquiditätsvernichtungsplan
44 Mein Gott, ist das aufregend
45 Schwalben im Herbst 
46 Eine Welt - eine Währung? Ein Wahnsinn!
 
 
 
 Antides
 
 Volkszornindex

Der aktuelle Wert
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 


Wer unter dem Schirm ...


Allüberall auf den Tannenspitzen, sieht man Regierer mit Schirmen sitzen.

Es ist ein Aufspannen, allüberall im Lande, so kraftvoll, so entschlossen, so gerecht und so kapital sozial, dass man Frau Merkel glatt mit dem Christkind, Peer Steinbrück mit St. Nikolaus und Michael Glos mit Knecht Ruprecht verwechseln könnte.
 
Es ist wie eine Manifestation wiedergewonnenen Glaubens, eine Renaissance der Religiosität, denn der Glaube an die Wirksamkeit der Schirme, der wäre ja, wie schon im 91. Psalm geschrieben steht, ohne den Glauben an Gott, der den Schirm hält, der reinste Aberglaube.
 
 
Da heißt es im Buch der Psalmen:

Wer unter dem Schirm des Höchsten sitzt und unter dem Schatten des Allmächtigen bleibt, der spricht zu dem HERRN: Meine Zuversicht und meine Burg, mein Gott, auf den ich hoffe.
(...)
Ob tausend fallen zu deiner Seite und zehntausend zu deiner Rechten, so wird es doch dich nicht treffen. Ja du wirst mit deinen Augen deine Lust sehen und schauen, wie den Gottlosen vergolten wird.
(...)
Es wird dir kein Übel begegnen, und keine Plage wird zu deiner Hütte sich nahen. Denn er hat seinen Engeln befohlen über dir, daß sie dich behüten auf allen deinen Wegen.
(...)
Und so, wie der Schirm des Höchsten in den Psalmen groß und weit ist und allen Gerechten ein trockenes Plätzchen bietet, so sollen auch die Schirme, unter denen die Eliten dieser Tage Schutz suchen, groß und weit sein.
Wenn man sich allerdings fragt, wie man in Regierungskreisen auf die Idee gekommen sein mag, Bürgschaften und Kredite des Staates - also die
 
"Zuführung von Liquidität durch die Obrigkeit"
(Nässe von oben)
 
als Schirm zu bezeichnen, überkommt einen das kalte Grausen.

Üblicherweise nennt man es Regen, oder Niederschlag, wenn Flüssigkeit vom Himmel fällt, und man nennt es Starkregen oder Wolkenbruch, wenn wahnsinnig viel Flüssigkeit in kurzer Zeit niedergeht.
 
Und nun soll der Wolkenbruch "Schirm" heißen?

Spinnen jetzt alle?
 
Ein Wolkenbruch ist ein Wolkenbruch ist ein Wolkenbruch ist ein Wolkenbruch!

Und jeder Gärtner und jeder Landwirt weiß, dass dem Land und dem Boden nichts Schlimmeres widerfahren kann, als ein Wolkenbruch nach langer Dürre.
Da reißt die Wasserflut den fruchtbaren Boden weg und hinterlässt eine Spur der Verwüstung.

Bleiben wir noch einen Augenblick im Bild:

Über lange Jahre haben die Banken mitgeholfen, der Weltwirtschaft kontinuierlich immer mehr Liquidität zu entziehen und in das Geldvermögen der Reichen und Superreichen zu verwandeln.
Waren sie anfangs noch bereit, diesen Liquiditätsverlust durch ausreichende Gewährung von Krediten auszugleichen, so haben sie vor ungefähr zehn Jahren begonnen, den Nachschub an Liquidität zu drosseln. Das hat Alexander Czerny in seinen Gastbeiträgen auf dieser website schon vor Jahren ausführlich dargestellt.
 Czerny Teil 1 Czerny Teil 2  Czerny Teil 3 (in PaD 43)
 
Mit der Änderung der Politik der Banken im Immobilienfinanzierungsgeschäft der USA vor etwa zwei Jahren ging diese Strategie in eine neue, strangulierende Qualität über. Weltweit wurde das Geld so massiv verknappt, dass praktisch alle Volkswirtschaften dieser längst globalisierten Welt mit Sorge auf ihre verdorrenden Felder blicken mussten. Jetzt, zwei Jahre nach dem Anpfiff zur finalen Phase des größten Raubzugs in der Geschichte unseres Planeten, fällt die Welt in die Rezession.
 
War die "Finanzkrise" zuerst auch nur an den "Finanzmärkten" zu beobachten, konnte doch zu keiner Zeit ein Zweifel daran bestehen, dass die Realwirtschaft bei Versiegen der notwendigen Geldversorgung schwerste Schäden erleiden muss.

Dazu beigetragen haben aber nicht nur die Banken und ihre Manager, die in breiter Front daran gearbeitet haben, der Welt die Liquidität zu entziehen, es haben daran auch alle mitgearbeitet, die - mit Blindheit geschlagen - Milliarden und Abermilliarden dem unerreichbaren Ziel ausgeglichener Haushalte geopfert haben, diejenigen, die ihre tiefste Befriedigung darin suchten, Einnahmen des Staates durch Tilgung stillzulegen, statt sich um die ausreichende Geldversorgung der Realwirtschaft zu bemühen. In Deutschland ganz speziell die Herren Stoiber, Eichel und Steinbrück, aber auch Koch und Struck und viele weitere, von den Kanzlern Schröder und Merkel ganz zu schweigen.
 
Jetzt sitzen die gleichen Figuren hoch oben auf den Tannenspitzen und faseln von Schirmen, die sie aufspannen, während sie in Wahrheit, nachdem sie jahrelang für Dürre sorgten, jetzt innerhalb weniger Wochen Billionenfluten ausschütten wollen.
 
Billionen, die sie - wohlgemerkt - nicht haben.

Woher hat Herr Steinbrück eine halbe Billion für die Banker in Deutschland? Hat er klammheimlich die Mehrwertsteuer auf 100 % erhöht?
 
Woher hat Herr Koch eine halbe Milliarde für Opel? Hat er neue Vermächtnisse entdeckt?

Woher hat Herr Öttinger Geld, um gegebenenfalls für Herrn Merckle zu bürgen?
Hat er das Schulgeld für den Sprachkurs "Hochdeutsch für Württemberger" zurückverlangt?
 
 
Es ist ein Skandal, dass die Milliarde, die Herr Merckle an Herrn Piech und dessen Umfeld verloren hat, überhaupt von der Politik zum Gegenstand hilfsbereiten Nachdenkens gemacht wird.
 
Erstens war der Mann vorher geschätzte 9 Milliarden Euro reich.
Zweitens hat er schlicht beim Zocken auf die falsche Karte gesetzt und verloren.
Drittens hat ihn niemand dazu gezwungen.
Viertens hätte er - hätte er denn gewonnen - seinen Gewinn mit Zähnen und Klauen verteidigt und mit Hilfe der gerissensten Steueranwälte, die man in diesem Lande kaufen kann, vor dem Zugriff des Staates in Sicherheit gebracht.
 
Warum also muss dem geholfen werden?
Es bleiben ihm doch immer noch 8 Milliarden.
 
Und wenn es dumm zugeht, und wenn er Vermögensteile nur mit erheblichem Verlust flüssig machen kann, dann bleiben ihm immer noch mindestens 6 Milliarden.
 
Sind wir denn alle wahnsinnig, dass wir unseren Politiker erlauben, unter solchen Umständen laut über staatliche Hilfen nachzudenken?
 
 
Es ist ein Skandal, dass einerseits Opel mit Landes- (und wahrscheinlich auch Bundes-) Bürgschaften aus der befürchteten GM-Insolvenz herausgekauft werden soll, während gleichzeitig in Brüssel ein Kommissar sitzt, der Herrn Piech, dem gleichen Herrn Piech, der die Merckle-Milliarde verdient hat, ermöglichen will, die 20 Prozent Sperr-Minorität des Bundeslandes Niedersachsen zu beseitigen.
 
Erstens stehen wir vor massiven Überkapazitäten in der Automobilindustrie.
Zweitens ist daran die fehlende Kaufkraft der Bevölkerung schuld.
Drittens wächst diese Kaufkraft nicht, wenn man Opel rettet.
Viertens wäre es gescheiter, die Pendlerpauschale wieder einzuführen, Nacht- und Feiertagszuschläge wieder steuerlich zu begünstigen, die Eigenheimzulage wieder zu zahlen, die Mehrwertsteuer auf 10% zu senken, die Rente mit 60 ins Gesetz zu schreiben, Arbeitslosengeld wieder länger als 12 Monate zu zahlen und die Arbeitslosenhilfe wieder von der Sozialhilfe zu trennen und überhaupt die Kaufkraft breiter Bevölkerungsschichten zu stärken.
 
Es ist ein Skandal, dass Peer Steinbrück die Banken ermutigt, doch unter den Schirm zu kommen, der in Wahrheit ein 480 Milliarden Euro Wolkenbruch ist.
Es ist ein Skandal, dass unter diesem Schirm wohl inzwischen 20 Institute Platz genommen haben, aber geheim bleibt, wer das ist, und
es ist ein Skandal, dass die gerade eben gerettete Hypo-Real-Estate schon wieder da ist und noch mehr Geld braucht (und wohl auch bekommt) und
es ist ein noch größerer Skandal, dass die KfW um 1,8 Milliarden betteln muss, denn die KfW hat doch gerade eben erst zur Sanierung von Steinbrücks Haushalt 2008 volle 2 Milliarden Euro ihres Eigenkapitals (ERP-Sondervermögen aus dem Marshall-Plan, also uraltes Tafelsiber) hergeben müssen.
Mehr dazu ist nachzulesen im Paukenschlag No. 27 /2007 "Nullnummer 2011" in dem ich Mitte 2007 die Gründe darlegte, warum es weder 2011 noch danach zu einem ausgeglichenen Bundeshaushalt kommen wird.
PaD 28 /2007 
 
Aber hier erst noch einmal die Begründung für den "Skandal"
den ich im "Bundesschirm" sehe:
 
Erstens ist trotz Schirm und Wolkenbruch bisher nicht festzustellen, dass die Banken auch nur ansatzweise daran dächten, der Wirtschaft wieder mehr Geld zur Verfügung zu stellen.
Zweitens brauchen wir eigenlich nur ein sehr einfaches, aber funktionierendes System der Kreditbereitstellung und Kontoführung, um die Realwirtschaft am Leben zu erhalten. Das könnte der Staat den Banken (zwangs-)abkaufen - und den Rest in die Insolvenz fahren lassen.
Drittens haben die Eigentümer der Banken sich bereitwillig gigantische Gewinne (z.B. 25% Ackermannscher Eigenkapitalrendite) ausschütten lassen, ohne darauf zu achten, ob die ausgeschütteten und vereinnahmten Gewinne nun "echte" oder nur durch Falschbewertung entstandene "Buchgewinne" waren. Sie haben das Geld gerne angenommen. Nun dürfen Sie, genau wie Herr Meckle, nicht weinen, wenn ihnen die Aktienkurse wegbrechen. Weinerliche Zocker sind so ziemlich die erbärmlichsten Figuren, die man sich vorstellen kann. Denen kann man doch auch Hartz-IV und einen 1-Euro-Job geben, wenn sie eines Tages nachweisen sollten, dass sie alles verloren haben. Oder nicht?
Viertens ist das gesamte Geldsystem eine einzige große Umverteilungsmaschine von unten nach oben. Die muss man nicht retten, die muss man ersetzen - nicht durch eine noch größere aus der gleichen Serie, sondern durch ein anderes, besseres, neutrales Geldsystem. Ideen dafür gibt es. Das wissen die meisten Leser dieser Paukenschläge, denn sie kennen entweder die hier kostenlos zugänglichen Aufsätze über das Wesen des Geldes
 http://www.egon-w-kreutzer.de/Geld/Sammlung%20Geld.html

oder Sie kennen "Wolf's wahnwitzige Wirtschaftslehre" speziell die Bände II und III in denen ich sowohl die wirtschafts- und gesellschaftstheoretischen Begründungen liefere als auch die technischen Prinzipien des Ist- und des Soll-Zustandes beschreibe.
 
Wozu also Banken retten?
Banken sind ein Teil des Problems und werden es auch nach der Rettung bleiben!

Wozu OPEL (und andere Autobauer) retten?
Autos werden auch nach der Rettung keine Autos kaufen - und das Geld, das man den Aktionärs-Dynastien der Autobauer zuschiebt, muss letztlich wieder von den Menschen aufgebracht werden, die sich schon heute kein neues Auto mehr leisten können.
 
Wozu also Herrn Merckle und/oder irgendeinen anderen Spekulanten retten?
Verzockt ist verzockt.
Ist es nicht genug, dass man gerade die Reichsten mit 25% Abgeltungssteuer der Einkommensteuer entkommen lässt?
 
 
Sie sollten die Schirme einpacken.
 
Niemand glaubt, dass sie über göttliche Kräfte verfügen - und dass Gott ihnen beistünde, ist auch nicht zu erkennen. Sie sitzen hoch oben auf den Tannenspitzen und schütten wie weiland (walle, walle) der Zauberlehrling ihre wertlosen Billionen auf das dürre Land und vertrauen darauf, dass die Pfahlwurzel genügend Halt gibt, um auch nach der Flut noch ganz oben zu sitzen.
 
 
Sie wollen uns weismachen, der Staat hätte genug Geld, um den Kapitalismus zu retten. Dabei hat der Staat nur Schulden und zur Tilgung dieser Schulden nur die steuerzahlende Bevölkerung - und die Inflation. Und der Staat muss sich, für die Realisierung seiner Rettungspläne noch mehr verschulden - und das ausgerechnet bei denen, die er retten will.
Sie wollen uns weismachen, ohne den Kapitalismus gäbe es weder Freiheit noch Demokratie noch Fortschritt und Wohlstand. Dabei vergessen sie vollkommen, dass es neben den Freiheiten und dem Wohlstand der wenigen Reichen als direkte Folge auch die Armut und die Not der dafür Ausgebeuteten gibt.
 
Sie wollen uns weismachen,
es ginge ihnen nur um die Rettung von Arbeitsplätzen.

Da bleibt einem das Lachen im Halse stecken.

Ach so, ja, einen noch, ein smartes "Logical", heute Morgen von meiner Frau beim Frühstücksfernsehen in die Welt gesetzt:


 Wenn als Pirat gilt, wer einen fremden Tanker samt seiner Ölfracht überfällt
und in seine Gewalt bringt,

als was hat dann wohl der zu gelten,
der ein fremdes Land
samt seiner Ölreserven ...


Na ja, Schwamm drüber.
Man soll nicht immer so hypothetische Fragen in die Welt setzen.
So was kommt ja nicht vor.
Und selbst wenn, dann wäre es ja wohl immer noch etwas ganz Anderes,
oder?
Nachtrag am 21. November 2008

Herr Merckle hat seinen Platz
unter dem Schirm ergattert.
 
Die Landesbank Baden Württemberg hat, offenbar unter dem Einfluss eindringlicher Bitten des Herrn Öttinger, Hilfe geleistet.

Wie? Darüber schweigt man sich aus. Das geht den blöden Steuerzahler schließlich auch nichts an. Der muss ja am Ende bloß dafür aufkommen, dass der Gewinn des Herrn Piech nicht auch noch zum Verlust des Herrn Merckle wird.

Hat noch irgendwer an Leerverkäufen mit VW-Aktien Geld verloren?


Muss jetzt nicht die EU-Kommission an die Rampe treten und fordern, dass im Interesse der Gleichbehandlung alle Verluste aus Börsenspekulationen (oberhalb einer Bagatellgrenze von 10 Millionen Euro) von den Landesbanken zu tragen sind?
 
Und am gleichen 21. November denkt der SPD Bundestagsabgeordnete Carsten Schneider im Morgenmagazin laut darüber nach, dass man zur Haushaltssanierung - statt Neuverschuldung - auch die Renten oder die Hartz-IV-Sätze kürzen könne, aber das würde, so meint er (nicht etwa zu Ungerechtigkeiten und Not, sondern) nur zu stärkerer Verunsicherung der Bevölkerung führen.

Sie treiben es wahrlich bunt.
Zu sehen und hören am Ende des 3 Minuten Videos zur Haushaltsplanung aus dem ZDF-Morgenmagazin
 http://www.zdf.de/ZDFmediathek/content/636442?inPopup=true


Hier der Link zum Handelsblatt, wo Merckles Rettung verkündet wird
 http://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/entscheidung-landesbank-hilft-merckle;2094031



 

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Reaktionen auf diesen Paukenschlag

An dieser Stelle werden Leser-Reaktionen in der Reihenfolge des Eingangs (jüngster Beitrag oben) veröffentlicht.
Ich behalte mir dabei Kürzungen vor und veröffentliche Reaktionen zum Schutz der Absender grundsätzlich anonymisiert.
Anmerkung von Egon W. Kreutzer zum folgenden Kommentar:

Da hat sich jemand erkennbar Mühe gegeben, mir außerhalb der üblichen Kommentar-Form,eine Freude zu machen. Das ist gelungen und es konnte niemand AHNEN.

MEIN AUFREGENDES ABENTEUER MIT DEM TROLL, der sich Steinmeier nennt, hat noch gar nicht begonnen.

Doch schon glaubt der ein oder andere BUDDELSCHIFFPIRAT, den GOLDESEL gefunden zu haben. Es handelt sich scheinbar um ehrwürdige
Personen DIE KEINE ROLLEN SPIELEN.

DER BÄR WILL eben MEHR.

Doch selbst IN IRLAND ERLEBT man in den letzten Tagen, wie das ENTWICKLUNGSPROJEKT ÖKONOMIE droht, IM DSCHUNGEL DER MAßNAHMEN zu
versinken.

Der sich anbahnende Kollaps der Realwirtschaft ist vielen gar nicht aufgefallen - aber HEXEN HEXEN HEIMLICH und nähern sich ganz
leise wie DIE KATZE MIT DEN WEIßEN PFOTEN.

Als mit dem Einbruch des Automobilmarktes DAS ZWEITE GROSSE FEUER der Wirtschaftskrise entfachte, hoffte die Regierung MIT PARTNERN
GEWINNEN
zu können. Schließlich stand mit dem Kapitalismus auch UNSERE FREIHEIT auf dem Spiel.

Der ein oder andere dem ZWIELICHT entronnene Politiker wird sich deshalb bald fragen: HILFE, BIN ICH SOZIAL?

Jedoch ehe er, GLÜCKLICH WIE EIN VERGESSENER SCHUH,

DEM SOZIAL-SEIN AUF DER SPUR,

die WAHNWITZIGE WIRTSCHAFTSLEHRE seiner neoliberalen Zeitgenossen hinterfragen wird, werden noch viele ROTE WOLKEN ÜBER AFRIKA hinweg ziehen.

BLEIB MAL SO
Mit besten Grüßen

 

Wo er das wohl her hat?
 shoplist1



Hallo Herr Kreutzer,

Hier läuft ein weltweites Ausrottungsprogramm.


Global 2000, an den Präsidenten der USA.
Global 2000, an die Vermögenden, im Sinne des äußeren Vermögens, des Eigentums.
Die Bevölkerungsexplosion,
Der Demographische Wandel
Das Kindergeldgesetz, Kinder ohne Obdach bekommen nichts.
Die finanziell Bedürftigsten der Gesellschaft, die ohne Eigentum bekommen nichts.
Du sollst nicht fühlen - Kirche
Du sollst nichts wissen - Schulen, Hochschulreformgesetz
Du sollst nicht nachdenken - Fernsehen, Medien und der Zeitklau durch Reformen
Du sollst nichts haben - verrecke endlich, nur der Arbeitslose bekommt das Mindeste zum Leben, er könnte ja noch mal gebraucht werden. Der Mensch im Backofen, bei Bedarf aufwärmt. Die kaum erfolgte Entwicklungsbeihilfe

Einige fürchten um ihren Sekt
Sie fürchten sich vor den Menschen die nur noch ihr Leben zu verlieren haben.
Sie fürchten sich vor einem Krieg, einem Weltkrieg.
Das funktionierte bislang, jetzt ist die Gefahr der Selbstvernichtung zu groß
Unbewusstes Leben ist ein Leben in Angst.
Diese Angst macht ängstlich vor den Enddecken des Lebens, der Lebenslust.
Angst vor dem aufgehäuften Müll in einem.
In Müllbergen leben ist mühsam.
Die Müllberge mit sich herumschleppen ist anstrengend.
Irgendwann vergeht dem stabilsten Packesel die Lust und Kraft.
Jetzt wird versucht die Menschen hintenrum zu beseitigen.
Die Menschen wissen das und verhalten sich ruhig um nicht aussortiert zu werden.

Die ganze Argumentation ist so was an den Haaren herbeigezogen, ich fasse es nicht.
Dieses Spektakel, auch Finanzkrise genannt.
Ich denke, da haben Einige noch eine Menge Schweinereien in Petto.
Es ist so entsetzlich viel, eine so umfangreiche Materie, ich könnte heulen.
Ich beruhige mich die ganze Zeit schon, indem ich mir immerzu sage, dass alles gegeben habe. Oh Fehler, das ich alles getan habe.
Gegeben habe ich scheinbar noch nicht alles, meine Wohnung ist kalt, eine Heizkostennachzahlung kann ich mir finanziell nicht erlauben.
Meine Person, meine Kraft und Energie, die wollen Sie auch haben.

 

Merckle wird gerettet - ich fass' es nicht!
Handelsblatt:
Diese Seite ist auf unserem Server im Augenblick nicht vorhanden.
Das kann zum Beispiel an einem Systemfehler oder einer nicht interpretierbaren Eingabe liegen.
Wie recht dieses Handelsblatt doch hat.
Ein Systemfehler liegt eindeutig vor.

Alle für Wenige und die Wenigen für keinen.


Sehr geehrter Hr. Kreutzer,

sehr gut, dass Sie nochmals darauf aufmerksam machen !

Das ist ein unglaublicher Skandal, und ich kann mir gar nicht richtig erklären wieso das überhaupt möglich ist. Die einzig mögliche Erklärung, die ich dafür finden kann, ist wohl die Fähigkeit dieser Herren wie Merckle, den Staat munter erpressen zu können, und zwar mit der Drohung des massiven Abbaus von Arbeitsplätzen in den Firmen, die denen gehören.

Das müßte doch den Volkszornindex massiv nach oben treiben ... ! Es reicht langsam...! Mal sehen, wie lange es noch dauert, bis die Leute endlich auf die Straße gehen.

Vielleicht sollten wir auch mal ein paar Millionen Euro leihen, dann damit Lotto oder Roulette spielen, und wenn das dann nicht klappt, mit dem Großgewinn, dann bitten wir halt um einen Platz unterm Rettungsschirm ;-)

Einfach unglaublich...


Sehr geehrter Herr Kreutzer,

haben sie vielen Dank für Ihre letzten beiden Paukenschläge "Eine Welt - eine Währung? Ein Wahnsinn!" und "Wer unter dem Schirm...".

Dazu ein paar Anmerkungen und Ergänzungen:
# Gäbe es nur noch eine einzige Währung weltweit, dann erhöht das automatisch den Hang zur Preissteigerung. Denn die Option "Flucht in Fremdwährung" gäbe es nicht mehr, es bliebe nur noch die "Flucht in Sachwerte".

# Nun sind vielleicht nicht alle Leser landwirtschaftlich bewandert. Sie hätten den schließenden Satz schreiben müssen: Ein ausgedörrter Boden ist so rissig, dass jede noch so große Niederschlagsmenge sofort - und somit wirkungslos - in tiefere Schichten versickert. Und diese tieferen Schichten sind nichts anderes als die Aufenthaltsräume der großen Geldvermögen, von wo das - so nutzlose - Geld nur durch Zinsaufwand oder Überlassen von (Staats-)Vermögen oder Privilegien wieder zur Erdoberfläche (=Realwirtschaft) gefördert werden kann.
Mit der Pumpkraft (=Kreditwürdigkeit) der gesamten Steuerzahlerschaft will nun die Regierung die ausgedörrten Felder der Realwirtschaft mit Brunnen- bzw. Grundwasser begießen - nicht mit Regenwasser. Unsere Regierung macht keinen Regen. Unsere Regierenden wären dann Regenmacher, wenn sie nicht gepumptes Geld sondern selbst gemachtes Geld auf die Realwirtschaft fallen ließe. Sie, Herr Kreutzer, haben sich da leider zu sehr von dem beschwichtigenden Schirm-Gerede der Politiker beeindrucken lassen. Sie, die Politiker, versprechen weder Regen noch Schirm, sondern 480 Milliarden-Brunnen (und wahrscheinlich noch mehr) zu bohren, an denen sich dann die Steuerzahler abrackern dürfen.
Nun könnten Sie mir erwidern, dass Regen ja nicht durch beschwörenden Regentanz entsteht, sondern ja auch "gepumpt" wird: Verdunstung durch die Sonne eben. Die "Pumpe" Sonne - wollen wir in der bildlichen Sprache verharren - entspräche der Gütigkeit & Weisheit der Reichen, die ganz selbstverständlich dafür sorgte, dass die Reichen überschüssiges Geld der Realwirtschaft schenkten oder wenigstens zinslos zur Verfügung stellten. Leider existiert diese Sonne praktisch nicht, denn die Reichen sind Menschen, und Menschen sind in der Regel nicht von Weisheit & Güte getreten.

# Ich habe mir das Zitat mit Carsten Schneider angehört. Zwischen seinen Zeilen hörte ich folgende Aussage: "Wir besitzen (noch) nicht die Personen und Mittel, um eine Revolte der Armen (Hartz-IV-Empfänger, Arbeitslose und Rentner) in Blut ersticken zu können. Deshalb können wir die Renten und Arbeitslosengeld I und II nicht kürzen und müssen so den Weg der Neuverschuldung gehen." Vielleicht habe ich mich auch verhört... Hoffe ich.
Carsten Schneider, bald 33 Jahre alt, ist übrigens der Aktentaschenträger von Peer Steinbrück. Offensichtlich nicht nur in tätlicher, sondern auch in geistiger Hinsicht.
Auf seinem Website www.carsten-schneider.de führt er die Beschwichtigungskampagne fort: "Bundeshaushalt 2009: Klarer Weg zur Stabilisierung in unsicherer Zeit". Aber so wird die drohende Panik nur aufgeschoben, nicht aufgehoben...

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# Stagflation: Sie haben sich ja schon diesem Begriff in dem Aufsatz "Teuerung und Inflation", ohne diesen Begriff selbst zu erwähnen, gewidmet. Früher oder später wird er sicherlich wieder vermehrt in der Öffentlichkeit auftauchen, vielleicht wird auch die gute alte Phillips-Kurve aus der Mottenkiste hervorgekramt, und da wäre es gut, wenn sie dem einen Paukenschlag oder zumindest ein Postscriptum mit Querverweis zu besagtem Aufsatz widmeten.

Mit freundlichem Gruße


Lieber Herr Kreutzer,

es kann sein, dass Sie einer der wenigen Analytiker sind, die nicht nur die Wahrheiten in ihrer Tiefe verstehen, sondern den Tatsachen so nahe auf den Pelz rücken, dass man alle darin sich versteckenden Ungeziefer zu erkennen vermutet – nur eliminieren können wir die Köpfe dieser Machenschaften nicht, zumindest nicht so lange sich die Bürger für dumm verkaufen lassen.

Wie Sie wissen versuche ich hin und wieder eine Brücke des Augenmerks zu schlagen, hin zu den Dingen, die sich da in unserem größeren Netz der Abhängigkeiten des Lebens abzeichnen. Damit will ich keineswegs den Blick abwenden auf die von Ihnen behandelten, zweifelsohne elementar wichtigen Zusammenhänge – und deren im Grunde zu findenden Lösungsweg – aber ich fürchte, dass wir dabei etwas anderes übersehen könnten. Etwas, das wir schon längst angestoßen haben und irreversibel anmutet, sofern wir Menschen nicht in der Masse einen Weg einschreiten, der einem Paradigmawechsel gleichkommt.

Ich will mich hier nicht lange auslassen, sondern nur eine Erweiterung unseres Blickfeldes versuchen, denn wir Menschen sind in unserer Überlebensfähigkeit erst zweitrangig von einem intakten Geld- und Sozialsystem abhängig. Voraussetzung für das Leben an sich ist ein für uns Menschen freundlich gesinntes Gleichgewicht in dem uns umgebenden Lebensraum, also des Systems, das wir kurzerhand als „Klima“ bezeichnen.

Daher hier nur ein kurzer Hinweis auf eine Veröffentlichung des Bundesumweltministeriums aus diesen Tagen.

 Klima: Energiewende oder Ende?

Ohne grundlegende Veränderungen in der weltweiten Energieversorgung werden die globalen Treibhausgas-Emissionen bis 2030 um 45 Prozent ansteigen.

Das hätte eine globale Erwärmung von sechs Grad Celsius zur Folge. Dies geht aus dem am 19.11.2008 in Berlin vorgestellten World Energy Outlook 2008 (WEO) der Internationalen Energie Agentur (IEA) hervor.

Wir bräuchten folglich viel mehr, als aufgewachte Analysten wie Sie. Wir bräuchten Bürger, die aufwachen und Visionen des Wandels entwickeln, denn es ist unsere Welt – die von uns allen.

Und wir haben nur diesen einen Planeten!

So abgedroschen das auch klingen mag in manchen Ohren, so wahr ist es zugleich.

Einen schönen Gruß sendet Ihnen Ihr Leser


...sehen Sie Herr Kreutzer und ich SAGTE meiner Frau heute morgen: "Diese Piraten nehmen sich jetzt das, was Ihnen die Ausbeuter vorenthalten haben".
Ist das schlimm, solange niemand zu gesundheitlichem Schaden kommt? Und ausnahmslos Alle, mit denen ich heute über das Thema sprach, konnten nur mit grösster Mühe ihre Schadenfreude darüber verbergen und die erzielbaren (durch die Piraten) Lösegeldforderungen stiegen in der Diskussion ähnlich schnell, wie der Ölpreis vor 6 Monaten.

So ist das! Im übrigen: Wieder mal mehr als entlarvend Ihr PaD! Erinnert mich an Volker Pispers "Neoliberales Geschwätz"

Gruß


Hallo Herr Kreutzer,
ich habe soeben ihren Paukenschlag gelesen und vor einiger Zeit auch die treffende Analyse von Herr Czerni gelesen. Seit dem Jahr 2000 ist die Kreditverghabe hinter den Einlagen zurückgeblieben. Deshalb ist die
Schlußfolgerung, es sei zuwenig Liquidität vorhanden erst mal richtig.
Der unbedarfte Leser fragt sich jedoch, wie das sein kann, wenn doch die FED unter Greenspan durch niedrige Leitzinsen nach dem Börsencrash im Jahre 2001 angeblich für reichlich Liquidität gesorgt hat. Nun beziehen
sie sich vermutlich auf Deutschland und nicht auf die USA. In Deutschland war der Leitzins zwar höher, jedoch hat die EZB nach dem Beginn der jetzigen Krise Kredite reichlich Geld ins System gepumpt.
Zwar verschwindet dieses Geld nach kurzer Zeit auch wieder aus dem Umlauf, weil die Kredite der Zentralbanken an die Geschäftsbanken eben nur für kurze Zeit vergeben werden. Unter dem Strich ist aber noch immer weniger Geld aus dem Markt an die Zentralbank zurückgeflossen, als ausgegeben wurde (das kann wegen des Zinses auch garnicht anders sein!).
Diese Tatsache läßt sich ebenfalls durch die Zeitserien der Bundesbank belegen. Die Frage lautet also: Wo ist das Zentralbankengeld geblieben?
Von den etwa 180 Mrd. Euro, die nach der Euroeinführung in Umlauf gesetzt wurden befinden sich etwa 40 Mrd. in der Mindestreserve und 14 Mrd. in den Kassen und Kassenautomaten der Banken. Bleibt ein Rest in
Höhe von ca. 130 Mrd., die in den Taschen der Bürger, in den Schwarzgeldkassen und/oder im Ausland unterwegs sind. Wahrscheinlich haben die Banken auch ihre Überschussreserven aufgestockt, so dass ein
Teil tatsächlich gehortet wird. Nun fragt man sich, womit die Banken den an die Einleger zu zahlenden Zins erwirtschaften, wenn nicht durch die Kreditvergabe? Und hier kommt nun die Zockerei ins Spiel. Das Geld war
schon in Umlauf, nur nicht in der Realwirtschaft, sondern zum Kauf- und Verkauf von Derivaten jedweder Art. Insofern mangelt es tatsächlich an Liquidität.

Nun hat Herr Ackermann vor ein paar Wochen schon angekündigt, die Kreditvergabe der deutschen Bank zurückzufahren. Früher oder später fehlt dieses Geld als Einlage bei anderen Banken, die möglicherweise
ihrerseits die Kreditvergabe reduzieren, schon weil die Zuflüsse geringer ausfallen. Es sinkt aber auch die Kreditnachfrage, denn wer investiert schon, wenn die vorhandenen Kapazitäten wegen
Absatzschwierigkeiten nicht ausgelastet sind?

Kurzum, die Zeichen stehen eindeutig auf Deflation. Mehr Liquidität ist durch großzügige Kredite der Zentralbanken an die Geschäftsbanken vermutlich nicht zu erreichen, weil das Geld in der Liquiditätsfalle
verschwindet. Hinzu kommt, dass, ist erst mal die Spirale in Gang gekommen, die Spekulanten ihrerseits Geld horten, um sich in der Talsohle das verbliebene Sachkapital billig unter den Nagel reissen zu
können. In den USA reden die Experten bereits von der drohenden Deflation, wobei man bedenken muss, dass es bei diesen Berufsideologen schon immer etwas gedauert hat, bis sie das wahre Ausmaß der Krisen als
Tatsache akzeptieren. Herr Trichet sieht diese Gefahr nicht, wie er erst heute verlautbaren ließ. Ich bin gespannt, wie es weitergeht und ich bin überzeugt, dass erst mal Deflation angesagt ist. In Taiwan hat die
Regierung Einkaufsgutscheine an die Bevölkerung verteilt. Klingt zwar originell, wurde aber in Japan bereits vor Jahren vergeblich versucht.
Im Prinzip ist aber auch das nichts anderes, als die Geldpresse anzuwerfen, denn die Empfänger der Gutscheine tauschen diese schließlich gegen Geld ein, das irgendwo herkommen muss. Banken akzeptieren
bekanntlich ausschließlich Zentralbankengeld. Das Kernproblem liegt meiner Ansicht nach darin, dass Geld nur immer Wertaufbewahrungsmittel oder Zahlungsmittel sein kann, nie beides gleichzeitig. Solange irgendwo
gespart wird, werden die Geldvermögen auch ohne die Wirkung des Zinseszinses anwachsen, wenngleich auch nur linear. Da die Geldvermögen niemals in großem Umfang in kurzer Zeit in Geld verwandet werden können,
eben, weil alle Forderungen auf Zentralbankengeld lauten und es davon nicht genügend gibt, wäre auch bei einer Umlaufsicherung a la Gesell ein RUN nicht von vornherein vermeidbar. Dennoch halte ich eine solche
Umlaufsicherung für die einzige Möglichkeit, eine deflationäre Spirale zu unterbrechen. Zuerst einmal werden nun große Geldguthaben und Schulden vernichtet. Irgendwann gibt es dann eine Währungsreform oder
Hyperinflation mit anschließender Währungsreform. Wie dem auch sei. Ich bin überzeugt dass es jetzt erst richtig losgeht und das ist Grund genug zur Sorge. Bleibt abzuwarten, ob es außer Kapitalismus oder Kommunismus noch eine andere Möglichkeit gibt. Irgendwann muss der auch der dümmste Ökonom kapieren, dass der Kapitalismus und unser Geldsystem einen Geburtsfehler haben, der immer wieder zum Crash führt. Vermögen müssen im Kapitalismus akkumulieren, wobei es unvermeidlich zur Umverteilung von arm nach reich kommt. Das geht garnicht anders. Das Brentano-Keynes-Gesetz von der einkommensabhängigen Zunahme der
Sparquote sorgt dabei, beschleunigt durch den Zinseszinseffekt, für die Akkumulation, während das Gossen`sche Gesetz das akkumulierte Geldkapital aus der Realwirtschaft in die Spekulationskassen treibt und
damit Liquidität aus dem Markt nimmt. Die Krise ist gewissermaßen systemimmanent. Anstatt das System zu ändern, wird lediglich wieder an den Symptomen herumgebastelt. Da können wir uns den Mund fusselig reden
und die Haare raufen, wie wir wollen.

Mfg


Hier haben wir es eben mal wieder mit der „Orwellschen“ Sprachverwirrung zu tun. Alles ist in das Gegenteil verkehrt.

Mit freundlichen Grüßen,

A
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