Paukenschlag am Donnerstag
No. 32/2008
vom 7. August 2008

Kommentare zum Zeitgeschehen
von Egon W. Kreutzer

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Sommerliche Erfrischungen

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Leserbriefe
 
Paukenschläge 2008 (ältere)
1 Knut Beck
2 Bürgerkriech
3 Estate, real estate
4 Nur Börsencrash?
5 Unsere Freiheit 1
6 Unsere Freiheit 2
7 Zumwinkel, Klaus
8 Unsere Freiheit 3
9 Begrüßenswertes Urteil
10 Zur Schandtat unfähig
11 Feuer frei!
12 Die Welle
13 Fröhliches Aufsichtsraten
14 Über den Untersch. zwischen Privatisierung
15 945 Mrd. US$ Spurlos verschwunden
16 Zuvermismus
17 Christlich Soziales Versammeln
18 Narrenschiff - Narrenbahn
19 Frühjahrsmüdigkeit
20 Manneszucht
21 Verfassungsgut Kapitalismus
22 Protagonisten der Pataphysik
23 Straubinger, Max, Sprecher
24 Naomi Klein
25 Tswaansig-tswaansig
26 Blitzkrieg, Schweins- galopp, Gesetzgebung
27 Nun spart mal schön 
28 Antides lebt
29 Nine/twenty-eight
30 Von allen guten Geistern verlassen
 31 Nicht einfach zur Flasche greifen
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 


Sommerliche
Erfrischungen

 

Der Aufhänger für diesen Paukenschlag kommt wieder aus dem Morgenmagazin, diesmal aus dem der ARD.

Am Mittwoch hieß es da:

     

 

Auf der anderen Seite der Erde,
da ist gerade Winter,
na ja, was man halt so als Winter bezeichnet, zum Beispiel in Brasilien,
da ist es immer noch über 20 Grad warm -
und da gibt es in Sao Paulo Abkühlung,
die man eigentlich sonst nur aus Norwegen, Schweden oder Grönland kennt,
eine Eisbar nämlich,
da sind selbst die Gläser aus gefrorenem Wasser,
und das in einem Land,
in dem es sonst niemals schneit.

   
       

Dann folgte ein Bericht über eine Bar, ganz aus Eis, Stühle, Tische, Wände - ja selbst die Gläser: Alles gefrorenes Wasser.

Die Innentemperatur liegt bei -10 Grad Celsius, weshalb die Besucher, bevor sie den Kühlschrank betreten, eigens in Thermoklamotten gepackt werden.

Die Morgenmagaziner haben sich an ihrem Filmchen über die neue Errungenschaft Sao Paulos ergötzt - und viele Zuschauer sicherlich auch, und alle miteinander haben vergessen, dass uns Europäern von einem übereifrigen Klimakommisar in Brüssel schon ab dem nächsten Jahr die herkömmlichen Glühlampen verboten werden sollen, damit wir Energie sparen.

Die Nachteile dieser kompakt geformten Neonröhren,

  • die nach wie vor Neonröhren sind und
  • die nach wie vor, im Gegensatz zur Glühlampe, nur ein kleines Spektrum des natürlichen Lichts ausstrahlen, was, wie Untersuchungen in den späten 70er Jahren ergaben, auch bei Menschen Stress verursacht und, wie es damals hieß, sogar impotent machen kann,
  • die nach wie vor hochgiftiges Quecksilber enthalten und deshalb als Sondermüll entsorgt werden müss(t)en -
sind nur der eine Teil der Argumente, die nicht in die Abwägung einbezogen werden.
 
Über das noch viel schwerwiegendere Argument,
 
dass die einzelne Energiesparlampe zwar Energie spart, dass die Neonbirnen aber insgesamt überhaupt nichts zur Energieersparnis beitragen, hört man praktisch nichts.
Bodo Sturm, Mitarbeiter im Bereich Umweltökonomik des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung, hat diesen Effekt so erklärt:

Glühlampenverbote sind
ein unsinniges Steuerinstrument der Politik,

da eingesparte Energiemengen zu eingesparten Emissionsmengen führen,

die dann von den Stromerzeugern im Emissionshandel verkauft werden

und an anderer Stelle zu Emissionen führen.

Ein sinnvolles Steuerinstrument zur Erreichung von Klimazielen sei allein die Begrenzung der Emissionsmenge von Kohlendioxyd. Wo und wie die Einsparung kostengünstig zu bewerkstelligen sei, würde der Markt selbst regulieren.

(So war das jedenfalls am 6. August 2008 bei Wiki unter "Glühlampe" nachzulesen)

 

Wieviel Energie es kostet, in Brasilien, gegen plus 25 Grad Celsius Außentemperatur eine Bar als Iglu zu betreiben, lässt sich nur abschätzen.

Dass es ein energieverschwenderischer Wahnsinn ist,
steht außer Frage.

Dabei brauchen wir gar nicht nach Sao Paulo blicken.

Wer energieverschwenderischen Wahnsinn sucht, der findet ihn auch direkt vor der Haustür.

Wissen Sie eigentlich, wie viele Schihallen es in Deutschland gibt?

Zwei bis drei Hektar große Hallen, zu denen die gleichen Leute, die sich im Dezember Erdbeeren aus Israel einfliegen lassen, im heißesten Juli mit dem großen Geländewagen mal eben schnell zum Schifahren hindüsen?

Ganz nach dem Motto:

Was die Scheichs in Dubai können, das können wir hier in Deutschland schon lange.

 

Und da stehen sie nun, die Schihallen, in Ballungsräumen und auf dem flachen Lande - und fressen Energie, damit ihnen der Schnee nicht wegschmilzt.

Wieviel Energie? Darüber gibt es einigermaßen zuverlässige Zahlen, die bekannt wurden, als die mit 17 Millionen Euro öffentlicher Gelder (der Solidaritätszuschlag lässt freundlich grüßen!) geförderte Schihalle in Wittenburg, Mecklenburg-Vorpommern am 1. Juli Insolvenz anmelden musste.

Der Strom für die Halle kostet pro Monat knapp 100.000 Euro. Vermutlich bezieht der Betreiber seinen Strom zu günstigen Sonderkonditionen - so dass diese 100.000 Euro letztlich einer Abnahme von deutlich mehr als 5 Millionen Kilowattstunden pro Jahr entsprechen dürften.

Damit kann man verdammt viele Glühlampen brennen lassen!
(mindestens 50.000 60 Watt Glühbirnen ein Jahr lang täglich durchschnittlich 6 Stunden)

Der NDR hat zur Schihalle Wittenburg ein kleines Video produziert, das Sie sich hier ansehen können:
 Schihallenpleite in Wittenburg  (knapp 3 Minuten)

Aber die Halle in Wittenburg ist nicht die einzige in Deutschland - und für die wird nun, statt sie zum Zwecke des Klimaschutzes dauerhaft stillzulegen, dringend nach einem neuen Betreiber gesucht.

Da fragt man sich doch, wo diejenigen, die solche Projekte genehmigen, und über die Genehmigung hinaus sogar noch mit öffentlichen Geldern fördern, ihr Hirn haben.

Gibt es ein Energieproblem?
Gibt es ein Emissionsproblem?
Gibt es ein weltweites Klimaproblem, das durch CO2-Emission hervorgerufen und/oder verschärft wird?

Oder gibt es das alles nicht?

Wenn man sieht, wie auf der einen Seite die Verschwendung gebilligt und gefördert wird, kommen einem die Aufrufe und Verbote auf der anderen Seite zunächst nur lächerlich vor, hat man eine Weile darüber nachgedacht, erscheinen sie einem als Schikane - und wenn man dran bleibt, dann dämmert einem, dass es sich um nichts als blanken Aktionismus handelt, hinter dem die Geschäftemachereien von Energiekonzernen und Großverbrauchern wie hinter einen Nebelwand verhüllt werden.

Die Frage nach dem Verbleib des Hirns lässt sich übrigens mit dem Verweis auf Klimagipfel und dort getroffene richtungsweisende Entscheidungen nicht aus der Welt schaffen.

Beim letzten G8 Treffen in Japan, bei dem angeblich das Klima im Vordergrund stand, hatten die Gastgeber eine wunderschöne Idee. Es wäre doch fantastisch, dachten sie, wenn man den mitgeschleppten Ehefrauen der acht Gipfelteilnehmer - im Damenprogramm - die japanische Kirschblüte zeigen könnte. Weil die Kirschblüte aber zum Termin des Gipfeltreffens längst vorbei war, hat man vorsorglich ein kleines Wäldchen aus Kirschbäumen in einen ziemlich großen Kühlschrank gesetzt und diesen Bäumen so lange den Winter vorgegaukelt, bis das Eintreffen der hohen Gäste unmittelbar bevorstand. So blühten die Kirschbäume im Hochsommer. Schöne neue Welt...

Aus dem Archiv des Hamburger Abendblatts 

Hat denn niemand von den Verantwortlichen begriffen, dass Kältemaschinen Unmengen von Energie verbrauchen, deren Erzeugung mit Unmengen schädlicher Emissionen verbunden ist - und dass Kältemaschinen zwar in der Lage sind, Wärme von einem Ort (dem Inneren des Kühlschranks) an einen anderen Ort (die Umgebung des Kühlschranks) zu transportieren, dass sie aber im Endeffekt nicht kühlen, sondern heizen - und dies in ganz erheblichem Umfang!

Auch die Frage, in welchem Umfang die Klimatisierung von Büros, Hotels, Kinos, Privatwohnungen und Autoinnenräumen zur Klimaerwärmung beiträgt, kann wohl nicht exakt beantwortet werden. Dass es aber kein marginaler Anteil ist, darf als ziemlich sicher angenommen werden.

Meine Schätzung:

20 bis 30 Milliarden Kw/h pro Jahr, rund 5% des gesamten Endenergieverbrauchs, werden in Deutschland alleine für den Transport von Wärme von drinnen nach draußen aufgewendet.

 

Und dass dieser Anteil steigt, wenn die Erderwärmung zunimmt und diese Erderwärmung durch zusätzliche Kältemaschinen noch zusätzlich gefördert wird, steht auch außer Frage.

Lauter Zauberlehrlinge - frisch gewagt und unbesonnen.

 

Nun bin ich gespannt, wann - auf den Bericht im ARD-Morgenmagazin hin - der erste Geschäftemacher in Deutschland seine Eisbar eröffnet, und wie lange es dauern wird, bis es zwischen Hamburg und München keine Stadt über 100,000 Einwohner mehr gibt, die ohne Eisbar auskommt.

Das Konzept lässt sich nach Deutschland übertragen.
Und was geht, wird gemacht - solange einer glaubt, sich damit einen goldenen Nasenwärmer verdienen zu können.

 

Außerdem bin ich gespannt, wie die vier großen Energieerzeuger, die sich den deutschen Markt teilen, auf den Appell der SPD reagieren werden, sie möchten doch bitte ihre gesamtgesellschaftliche Verantwortung erkennen, auf einen Teil ihrer Gewinne verzichten und die Basistarife für private Haushalte ein bisschen senken.

Kaum hat man die Energieversorgung entstaatlicht - schon sieht man tatsächlich, wie toll das wirkt - und flüchtet sich in ein weinerliches Appellieren. Seht sie euch an, die starken Helden der Entstaatlichung: Jetzt stehen sie da, im Hemde, und betteln um Gnade.


Dabei ist doch alles besser geworden.

Dutzende von Call-Center-Agentinnen tummeln sich hinter der Service-Rufnummer und trösten jeden Kunden, sobald er an der Reihe ist, bei all seinen Klagen und Problemen so lange, bis er völlig ausgetröstet ist.

Erinnern Sie sich noch, wie das früher war, als der Strom nie ausfiel - und wenn doch einmal ein Problem auftrat, stets nur ein bärbeißiger Techniker nach dem zweiten Klingeln ans Telefon ging, knurrig nach Details fragte und dann für Abhilfe sorgte?

Die Zuverlässigkeit der Netze ist gestiegen. Wo Betriebswirtschaftler das Sagen haben, verlässt man sich darauf - und wenn tatsächlich einmal Schneelasten oder Winddruck einen älteren Mast umknicken, dann wird der halt ersetzt.

Erinnern Sie sich noch, wie das früher war, wo ständig inspiziert, gewartet, instandgesetzt und vorsorglich ersetzt wurde? Mit dieser Verschwendung ist es vorbei. Ein für allemal.

Der Arbeitsmarkt in Deutschland wurde durch die Entstaatlichung der Energieerzeugung und -Verteilung spürbar belebt. Zigtausend Menschen konnten freigestellt werden und sich dem Ausfüllen ihrer Hartz-IV-Fragebögen widmen, zu Gunsten der Gemeinschaft als 1-Euro-Jobber werkeln, oder in Maßnahmen der Arbeitsagenturen und Job-Center weitergebildet werden.

Erinnern Sie sich noch, wie das früher war, als es in den Werkstätten und Büros der Energieversorger von Mitarbeitern wimmelte, die sich aus dem damals noch niedrigen Strompreisen so auskömmlich entlohnen ließen, dass für die öffentlichen Betreiber kaum einmal ein Gewinn übrig blieb? Das ist vorbei. Energie schreibt Riesengewinne. Leistung lohnt sich wieder.

Und die Preise für die Energie, die wären ganz bestimmt rapide gesunken, hätten sich die Bedingungen nicht so schrecklich verändert. Die Globalisierung und der Ölpreis und der Dollarkurs und die Spekulanten und die Stromsteuer - da können doch die Unternehmen nichts dafür - lasst uns froh, sein, dass sie wenigstens noch ihre fetten Gewinne schreiben. Private Stromversorger, die sich nicht mehr rentieren, die schickt der Investor in die Insolvenz. Wartet's nur ab.

Also zahlt, Leute, zahlt bis die Schwarte kracht.

Ein Leben ohne Strom ist schließlich schlimmer als ein Leben ohne Geld.

Und damit ihr euch nicht langweilt, wurde eigens der Wettbewerb der Stromanbieter eingeführt. Ihr könnt unter hunderten von Anbietern wählen. Und ihr könnt die unterschiedlichsten Ströme kaufen. Strom aus Kohle, aus Öl, aus Uran, aus Sonnenlicht, aus Wasserkraft, aus Windenergie - jeder nach seiner Wahl. Immer wieder, alle halbe Jahre, je nachdem, wie sich die Tarife ändern.

Dass sich da - außer ein paar Spezialisten - längst kein Schwein mehr auskennt, ist der Preis für die Freiheit der Wahl. Da dürft ihr euch nun wirklich nicht beschweren.

 

Ob es wohl irgendwann irgendjemandem auffallen wird, dass die Entstaatlichung nichts von dem gebracht hat, was als Argument dafür vorgebracht wurde, dass, im Gegenteil, alles schlechter geworden ist -

und ob dann einer den Mut finden wird, zu fordern, alle Aufgaben der Grundversorgung wieder zu verstaatlichen, wie es in der letzten Publikumsumfrage auf www.antides.de die weitaus überwiegende Mehrheit der Befragten forderte?

Ob es wohl irgendwann irgendjemandem auffallen wird, dass es nicht so weitergehen kann, mit der völligen "Narrenfreiheit" jener Volksvertreter, die uns zwischen zwei Wahlen regieren, aber in keiner Weise dafür haften, dass wenigstens das, was sie vor der Wahl versprochen haben, auch eingehalten wird.

Immerhin 93 % der Befragten unserer aktuellen Publikumsumfrage fordern (Stand 7.8.2008, 11.15 Uhr), dass Politiker für Ihre Wahlversprechen haftbar gemacht werden sollen!

 aktuelle Umfrage

 

Aber Herr Clement,

(Der macht doch jetzt auch in Energie, oder?
Bei RWE, als Aufsichtsrat, nicht wahr?)


der soll sich weiterhin für einen Sozialdemokraten halten dürfen.


Da fällt mir doch wieder einmal das schöne Lied ein:

Was müssen das für Bäume sein?

Wo die gro-ßen
Ele-fan-teen
spazierengehn,

ohne anzustoßen.

 

Und dass diese Elefanten schon länger so herumtrampeln, zeigt auch mein Aufsatz aus dem Februar 2007 mit dem Titel "Glühbirnenfieber" - hier
 zum ergänzenden Nachlesen verlinkt


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Reaktionen auf diesen Paukenschlag

An dieser Stelle werden Leser-Reaktionen in der Reihenfolge des Eingangs (jüngster Beitrag oben) veröffentlicht.
Ich behalte mir dabei Kürzungen vor und veröffentliche Reaktionen zum Schutz der Absender grundsätzlich anonymisiert.


Lieber Herr Kreutzer,

ein Kommentator schrieb:

mit Dummheit
sind solche Entscheidungen der Politgrößen wohl nicht
erklärbar, eher mit Korruption.

So ist es. Und ich empfehle zur Vertiefung dieser Erkenntnis
www.gekaufte-politik.de

Freundliche Grüße


So langsam denke ich, ich bin in der Matrix oder andersrum, eine der wenigen Gesunden in einer großen psychiatrischen Anstalt, in deren Leitung die Menschen noch verrückter sind als die Insassen. Das Medienkartell nehme ich schon lange nicht mehr ernst und überfliege morgens die Überschriften, jedesmal beschleicht mich das Gefühl allergrößter Verar..., denn die News sind meist so idiotisch, dass sie einfach nicht wahr sein können, wie Ihre von der ARD gebrachte Eisgeschichte in Brasilien auch. Wird uns der Blödsinn nur vorgegaukelt oder gibt es ihn wirklich? Nun ja, die Eishalle in MeckPom gibt es augenscheinlich, wir haben sie gesehen, unglaublich, mit Dummheit sind solche Entscheidungen der Politgrößen wohl nicht erklärbar, eher mit Korruption.
Was sie mit den Glühlampen vorhaben, grenzt an Entmündigung und Enteignung. In meinem Haus habe nur ICH das Recht zu Entscheidungen, was ich dort mache, mit wem ich dort lebe, wen ich einlade und was ich mir reinhänge oder -stelle. Mit Verwunderung las ich, dass die Neoröhren noch gesundheitsschädigender sind als meine Lampen einschließlich riskierter Impotenz, sollen wir kollektiv vernichtet werden? Von wem?
Und die Masse ist so tumb, diskutieren Sie mal mit jemandem über das Rauchverbot, HIER beginnt doch der Einschnitt des Staates in die Privatsphäre, der erste Schritt des Staates in unsere Wohnung. Die Wirte dürfen nicht mehr entscheiden, wer zu ihnen kommt, das schreibt Vater Staat vor. Es ging doch weder 2000 um Kampfhunde noch heute ums Rauchen, es ist die schrittweise und sehr planmäßige Entmündigung und Kontrolle der Bürger durch eine kleine Kaste unfähiger, aber schädlicher Politiker, die wer weiß von wem gesteuert wird.
Wie kann man sich dem entziehen? Ich reise nicht mehr, seitdem ich am Flugplatz nach Flüssigkeiten und allem möglichem durchsucht werde, um mich anschließend in eine zu enge Kabine zu quetschen, angekommen teile ich mir einen schönen Platz mit Tausenden, die mich in allen Sprachen vollquatschen und Dreck nach jedem Schritt hinterlassen, im Hotel geht es mir schlechter als zu Hause, kollektiver Fraß, kollektive Dummberieselung.
Heute kam unsere ID Steuernummer, noch Nummer, wann kommt der Chip? Ich möchte weg aus diesem Land.
Letztes Erlebnis, auch skurril, wenn ich es nicht erlebt hätte. Der 7 Jahre alte Mercedes meines Mannes rostet überall, hat Flecken wie ein Marienkäfer. Bei Mercedes erfährt er staunend, dass rot/grün 2000 ein Lösungsmittel verboten hat (Mäntelchen Umwelt), diese Modelle rosten jetzt alle (ein Internetfreund berichtete mir dasselbe), Mercedes ist so anständig und wechselt kulant die Karosserie. Heute erfuhren wir folgendes: Da die Türenhersteller ins Ausland gegangen sind, wurde dort nur Ausschuss produziert, jetzt sind sie wieder hier und beginnen mit neuer Produktion, weshalb mein Männe so bummelig um die 4 Monate warten darf. Tollhaus? Wahrscheinlich.
Was kann man tun, damit der Irrsinn aufhört?
Frustrierte Grüße

Hallo Herr Kreutzer,

als langjähriger Fan Ihrer Veröffentlichungen möchte ich hiermit noch eine kleine Ergänzung zum aktuellen PaD abgeben:

Sie fragen darin: Gibt es ein weltweites Klimaproblem, das durch CO2-Emission hervorgerufen und/oder verschärft wird?

Da man diese Frage - mittlerweile - mit einem deutlichen Nein beantworten muß, macht dies ja die Neonröhren, die meisten klimapolitischen Entscheidungen und andere kleine Lichter noch erheblich fragwürdiger.

Nicht nur, daß es immer mehr "Klima-Skeptiker" gibt (was quasi einem früheren Ketzer gleichkommt) und daß Astronomen und Astrophysiker derweil eher eine kommende Eiszeit prognostizieren, mittlerweile geben
auch angesehene Klimaforscher zu, daß es seit 1998 nicht wärmer, sondern kälter geworden ist.

Das klingt unglaublich?

Ja. Aber da Sie - und mit Ihnen auch wir, Ihre Leser - es gewohnt sind, über den Tellerrand des Gewohnten hinaus zu schauen, sollte uns eine weitere aufgedeckte "Massenillusion" eigentlich auch nicht mehr aus dem
Gleichgewohnt bringen können.

Anbei ein angenehm unaufgeregtes Interview mit einem, der es wissen muß:
http://video.google.com/videoplay?docid=5813812535169142352&hl=de
Prof. Fred Singer: Klimaforschung - Anspruch und Wirklichkeit (2007)

Anmerkung Egon W. Kreutzer:
Dazu darf allerdings eine mindestens ebenso profunde Gegendarstellung nicht fehlen:
http://www.pik-potsdam.de/~stefan/klimahysterie.html



Sehr geehrter Herr Kreutzer,

ich bin überglücklich (das ist jetzt bitte ntürlich relativ zu betrachten), daß endlich einmal jemand anderes auch erzählt, was für ein hanebüchener Unfug das mit den Glühlampen, bzw. Energiesparlampen ist - man stelle sich mal vor welche Unmengen an Sondermüll und hochgiftigem Quecksilber jetzt erzeugt werden um ein ganzes Land permanent zu versorgen (das geht ja über Jahre und Jahre und nicht nur einmal).
Und daß endlich einmal auch jemand anderes erwähnt, das die hier evtl. eingesparten Energien einfach nach Frankreich oder sonstwohin verschleudert werden. Ich dachte schon langsam, ich bin "a weng blöd" weil das offensichtlich niemand mehr rafft.

Was nun ein eventueller Wechsel zu einem anderen Stromanbieter angeht, so möchte man doch dringend auf die Sendung "Plusminus" vom 29.Juli 2008 um 21:50 Uhr verweisen - da wurde sehr schön deutlich gemacht, wie das mit dem "Wechsel" so läuft (die Wiederholung war 30.Juli, 5:05 Uhr).
Oder wie ich letztens meinem (Mobil-)Telefonprovider sagte, der mich anrief, um mich komplett mit allem (Telefon, Internet, Mobil) zu sich zu holen:
"Nein. ich bin mit meinem bisherigen Anbieter absolut nicht zufrieden aber mit Ihnen bin ich genausowenig zufrieden und es ist mir doch völlig scheißegal, von wem ich beschissen werde und bei wem ich in der Service-Hotline verschimmel´" (wörtlich)

Den Mut zu fordern... den haben viele - aber eben viele kleine Untertanen, die schon längst keine Wirkung mehr haben und ruhig vor sich hinfordern können was sie wollen - das juckt doch keinen in dieser unserer Regierung.
Zur Erinnerung: wenn etliche 100.000 Menschen, die in den 70er und 80er Jahren ein lautes, demokratisches, klar verständliches NEIN zu Castor und atomarer Bewaffnung, zu Wackersdorf und Atom-Endlager gesagt haben, nichts bewirkt haben außer einer Verschärfung des Demonstrations-Strafrechtes (und Strafverfahren, die in einigen Fällen bis heute laufen wie ich von Wackersdorf weiß) - ja dann weiß ich doch, was es bewirkt, wenn heute ein paar fiepsende Stimmchen fordern, Politiker sollen sich gefälligst an ihre Wahlversprechen oder überhaupt mal an Richtlinien der Menschlichkeit halten. (Diese Richtlinien sollten nicht einmal eine gesetzliche Grundlage haben müssen - sie sind für jeden halbwegs gesunden Geist so klar ersichtlich, daß es weh tut wenn für sowas extra Gesetze geschaffen werden/würden).
Aber was will man erwarten in einem Land dessen Regierung bei Gründung mit mehr als der Hälfte aus ehemaligen NSDAP-Mitgliedern bestand. (...)

Um besser zu verstehen was heute läuft, muß man endlich einmal eine Linie ziehen und sich die Gesamtpolitik seit jenem September 1949 einmal genauer unter die Lupe nehmen - man muß sie, wie jede Geschichte, als Teil eines durchgehenden Handlungsstrangs sehen - nicht als jeweils voneinander abgegrenzten Aktionen. Genau diesen Fehler begehen wir nämlich in sträflichstem Leichtsinn. Einem sträflichen Leichtsinn der in letzter Konsequenz heute bis zu IM Erika führt und zu mit fetten Klimakillern durch die Gegend sausenden Bonzen, die sich ihre Klimakiller noch hübsch aus der Steuerkasse finanzieren lassen - also von UNS!

Wohlan denn: keine Atempause, Geschichte wird gemacht es geht voran

mit freundlichen und wütendenden und traurigen und hoffnungslosen Grüßen
und es wäre nett, wenn das Thema mit den Glühbirnen und dem Emissionshandel noch ein bißchen breiter ausgetreten werden würde - da passiert viel zu wenig aber uns wird in die Wohnungen ein Licht wie im Keller reingedrückt damit wir ja selbst in unseren eigenen Wohnungen (sind das eigentlich noch unsere Wohnungen wenn sie inzwischen jeder Depp zu jeder Zeit betreten, durchsuchen und mit Bild und Ton ausstatten darf?) sitzen wie die Hasen auf der Autobahn oder in einem Großraumbüro? (die Beleuchtung im Film Terry Gilliam-Film "Brazil" und nicht nur die läßt ebenfalls grüßen)


PS Herr Kreutzer:
ungekürzt wäre schön - hier wird inzwischen viel zu viel gesäuselt angesichts der brutalstmöglichen Realität die uns umgibt und ich habe mich sowieso noch stark gebremst

Anmerkung Egon W. Kreutzer

...und ich hab doch ein paar Wörter weggelassen. Tschuldigung.


Hallo lieber Herr Kreutzer,

ja, wie man sieht, ist nur noch PROFIT machen angesagt! Wo man hinschaut, jeder große Konzern und so viele kleine Menschen rennen dem PROFIT hinterher, so als ob das ganze Leben davon abhängt.

Es werden die unsinnigsten Dinge geplant und getan, genauer gesagt auch unsere Lebensgrundlage oftmals zerstört. Am Ende nimmt nicht ein Einziger von diesem gerafften PROFIT etwas mit.

Aber alle unsere Nachkommen, Kinder und Enkelkinder, werden darum Weinen und Leiden!

Das ist Traurig!

Lieben Gruß

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