Paukenschlag am Donnerstag
No. 22/2008
vom 29. Mai 2008

Kommentare zum Zeitgeschehen
von Egon W. Kreutzer

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Protagonisten der Pataphysik

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Leserbriefe
 
Paukenschläge 2008 (ältere)
1 Knut Beck
2 Bürgerkriech
3 Estate, real estate
4 Nur Börsencrash?
5 Unsere Freiheit 1
6 Unsere Freiheit 2
7 Zumwinkel, Klaus
8 Unsere Freiheit 3
9 Begrüßenswertes Urteil
10 Zur Schandtat unfähig
11 Feuer frei!
12 Die Welle
13 Fröhliches Aufsichtsraten
14 Über den Untersch. zwischen Privatisierung
15 945 Mrd. US$ Spurlos verschwunden
16 Zuvermismus
17 Christlich Soziales Versammeln
18 Narrenschiff - Narrenbahn
19 Frühjahrsmüdigkeit
20 Manneszucht
21 Verfassungsgut Kapitalismus
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 

Protagonisten
der Pataphysik

 

Ich will mich nicht mit fremden Federn schmücken:

Die Pataphysik als Zweig der vereinigten Natur- und Geisteswissenschaften war mir bis vor wenigen Tagen selbst noch vollkommen unbekannt, unbekannter als Ökotrophologie, Hethitologie und transnationale Germanistik zusammengenommen, aber je mehr ich mich von der Faszination für dieses - mir neue - Wissensgebiet gefangen nehmen ließ, desto klarer wurde mir, dass es auf dieser Welt von ausgebufften Anhängern der angewandten Pataphysik nur so wimmelt.

Erst die Pataphysik stellt die konkreten Zusammenhänge her, zwischen Wortsinn und Blödsinn,

zum Beispiel die sonst kaum erkennbaren, pataphysikalisch jedoch unübersehbaren Zusammenhänge zwischen Wahl, Stuhl und Gang oder zwischen Poli und Tik.


Es gibt keinen Zweifel, Pataphysik ist nicht nur Wissenschaft, sondern zugleich auch bewusstseinserweiternde Droge mit hohem Suchtpotential.

Brutstätte der zeitgenössischen Pataphysik ist die Akademie für Analytische Irrelevanz
http://www.irrelevanz.de/akademie/ 
mit den Fakultäten

            • Prodpädeutik,
            • Ingenieurswissenschaften,
            • Adynata,
            • Oxymoristik und
            • Theologie.

 

Hier einige kurze Erläuterungen zu den Fachgebieten:


Propädeutik

Die propädeutische Fakultät bietet unter anderem im Kurs für "Allgemeine Irrelevanz" eine Einführung in die "Technik des gezielten Wortherumdrehens um beliebige Winkel" an. Diesen Kurs muss zweifellos auch Günter Verheugen belegt haben.

Der Satz, mit dem er die von der Partei DIE LINKE erzwungene Enthaltung des Landes Berlin bei der Ratifizierung des EU-Reformvertrages im Bundesrat kommentierte:

"Eine Partei, die sich Die Linke nennt,
aber so gegen die europäische Integration agitiert,
verdient diesen Namen einfach nicht",

ist geradezu ein Paradebeispiel für angewandte Propädeutik. Letztlich sagt Verheugen mit seinem gewundenen Satz nichts anderes als:

Wer nicht für den Kapitalismus ist, darf sich nicht links nennen.


Das passt zwar nicht in die Welt der herkömmlichen Physik, aber sehr gut zu jenem Beitrag von
Bettina Röhl, der am 20. Mai in der Online-Ausgabe der WELT veröffentlicht wurde. Da hieß es doch tatsächlich in vollem Ernst und ohne jeden Skrupel:


Der bedeutendste deutsche Kommunist heißt Aldi.


Und zur Begründung wird fabuliert:

"Aldi und co. liefern auf menschenwürdigem Niveau die Grundversorgung, die der Kommunismus immer versprochen hat: Lebensmittel, Kleidung, Einrichtung, Urlaub, Babybedarf, technische Geräte, Bad-Küche-Baumaterial usw. und dabei geht es längst nicht mehr um Brot und Wasser, sondern schon lange auch um ehedem Königliches, Kaiserliches und Zaristisches: Lachs und Garnelen und Champagner, Orangen und Bananen und eben auch alles andere aus allen Bereichen, was früher Luxus war, wenn auch in abgeflachter Qualität, für jedermann."


Da haben sich also zwei Pataphysiker zeitgleich ähnliche Gedanken gemacht und sind zu ähnlichen Schlüssen gekommen. Bei Verheugen kann man unterstellen, dass er die Deutschen für blöd genug hält, dass ihnen sein pataphysischer Quatsch nicht auffällt. Von Bettina Röhl hingegegen kann man nur annehmen, dass ihr Beitrag einer glücklichen Verquickung von heilem Telenovela-Ifo-Sinn-Weltbild und einem ungewöhnlich altruistischen Sendungsbewusstsein entsprungen ist, denn die in solchen Fällen eigentlich auf der Hand liegende Erklärung, dass ein solcher Artikel gegen Honorar bestellt wurde, ist hier vollkommen auszuschließen.

Die Aldis haben das nicht nötig, die werden auch ohne derartige Beweihräucherung immer reicher. Dazu habe ich mich vor der Entdeckung der Pataphysik so geäußert:
 Link


Ingenieurswissenschaften

Die irrelevanten Ingenieurswissenschaften befassen sich ausschließlich mit der Herstellung von irrelevanten Produkten sowie den dafür notwendigen irrelevanten Techniken.

Ein Forschungsteam ist aktuell damit befasst, die Konstruktionsprinzipien des Ro 80 Motors von Felix Wankel im Vergleich mit den politstrategischen Prinzipien des Kurt Beck zur beiderseitigen Optimierung zu führen.

Neben den klassischen Seminaren, über die Sie sich bitte auf der Homepage der Akademie informieren wollen, werden - und das ist hochinteressant - zweimonatlich geburtsvorbereitende Kurse für Bedeutungsschwangere und Symbolträchtige organisiert.


Warren Buffett, der sogenannte "Investor" aus den USA, scheint einen dieser Kurse erfolgreich belegt zu haben. Denn am 24. Mai ließ er über das Nachrichtenmagazin "DER SPIEGEL" in Deutschland verkünden, es stünde eine lange und tiefe US-Rezession bevor.

Diese Nachricht war, mit Verlaub, zu diesem Zeitpunkt von derartig herausragender Irrelevanz, dass Warren Buffet spontan der Ehrendoktorhut der Fakultät angetragen wurde, zumal auch seine weiteren Ausführungen (Die Banker brauen Giftgetränke, riskante Finanzinstrumente kann man nicht steuern) von weitreichender Irrelevanz nur so strotzen.

Zugleich gab Buffett mit seinem Spiegel-Statement auch ein Beispiel für seine hervorragenden Propädeutischen Fähigkeiten:

Eigentlich arbeite der starke Euro gegen die Exportnation Deutschland.
Wenn sie dennoch stark sein, "beweist es, dass Angebot und Qualität stimmen,
(...) und sich die Reformanstrengungen gelohnt haben."

Die Mühelosigkeit, mit der Buffett den umständlichen Begriff

"die internationalen Eigner der deutschen Exportindustrie"

durch die griffige, ja zündende Vokabel

"Exportnation"

ersetzt, und damit den geschundenen Reformopfern den Trost spendet, dass sie, trotz aller Armutsberichte und Privatinsolvenzen, ruhig nationalen Stolz für ihre Leistung empfinden dürften, stellt selbst noch die propädeutischen Erfolge von Verheugen und Röhl in den Schatten.


Adynata


Die Adynata beschäftigt sich mit empirischen Unmöglichkeiten.

Genauer:

Mit der theoretischen Überwindung der aus der Empirie
als unmöglich erscheinenden Phänomene.


Auch hier sei die Homepage der Akademie empfohlen, um sich einen ersten Überblick zu verschaffen, weil die Forschungsgebiete über das Wenige, das hier beispielhaft beleuchtet werden kann, doch weit hinausgehen.

Zwei Seminare sind es, die mich besonders angesprochen haben. Einmal die "Mikroskopische Astrologie" und zum anderen die "Vergleichende Mathematik".

 

Zu den Anhängern der Adynata gehört offenbar auch Louis Gallois, der Chef des Luftfahrt- und Rüstungskonzerns EADS, der einerseits mit Hilfe der vergleichenden Mathematik auf mysteriöse Differenzen in der Geschwindigkeit des Stellenabbaus zwischen deutschen und anderen Standorten der Airbus-Produktion gestoßen ist und zudem, mit gleichem wissenschaftlichen Rüstzeug auf die - im Vergleich zu Boeing - vollkommen unzureichende Förderung seines Konzerns durch die EU verweist.

Als ob die EU jemals Fördergelder an Boeing vergeben hätte ...

Zudem erklärt Gallois, der Konzern werde - aufgrund der Schwäche des Dollars - vermehrt im Dollar-Raum produzieren. Was nichts anderes bedeutet, als dass der über Jahrzehnte mit Milliarden und Abermilliarden direkter und indirekter europäischer Fördermittel verwöhnte Konzern nun die Bürger der USA für ihren inflationären Konsumrausch mit Arbeitsplätzen belohnt.

Im Sinne der adynatischen Lehrsätze sollte dies zwangsläufig dazu führen, dass EADS mit direkten Fördermitteln aus Washington beglückt wird. Denn:

Die gefallenen Aktienkurse haben US-Investoren längst ermutigt, erhebliche Anteile an EADS zu erwerben.

  • Die Aussicht auf Fördermittel treibt die Kurse in die Höhe
  • Die ersten Auszahlungen von Fördermitteln wirken sich positiv auf den Bilanzgewinn aus, die Kurse steigen weiter
  • Bei solchen Gewinnerwartungen sind auch europäische Anleger wieder an den Papieren interessiert und schlagen zu
  • Die US-Investoren machen Kasse. Der Spekulationsgewinn wird ordentlich versteuert.
  • Allein aus den Steuern auf die Spekulationsgewinne hat die US-Administration ein Vielfaches der ursprünglich ausgezahlten Fördermittel zurück und kann nun die nächste Attacke gegen Europa unterstützen
  • ...


       

     

     
    Oxymoristik


    Die Oxymoristik befaßt sich mit begrifflichen Widersprüchen. Besonders erfolgreich wird geforscht auf dem Gebiet der "Optimierung idealer Ineffizienzen".

    Da kommt mir unvermeidlich Ulla Schmidt in den Sinn.

    Der ganze Stolz der oxymoristischen Fakultät ist ihre weltberühmte Sammlung oxymoristischer Artefakte, deren Glanzstück so beschrieben wird:


    Vitrine mit Gegenständen,
    die gleichzeitig überall rot und
    überall grün sind


    Aufgrund einer Intervention des Gleichstellungsbeauftragen für Farbenblinde wurde übrigens inzwischen eine gleichartige, zweite Vitrine in die Sammlung aufgenommen, welche einige Gegenstände enthält, die gleichzeitig überall schwarz und überall weiß sind.


    Dass die in diesem unseren Lande zu beobachtende, epidemische Zunahme von Menschen, die gleichzeitig durch und durch schwarz sind aber rot aussehen, noch keinen Eingang in die Sammlung gefunden hat, liegt weniger daran, dass die alle noch leben, sondern vielmehr daran, dass die Beschaffung einer ausreichend großen Vitrine am oxymoristischen Grundwiderspruch scheitert.

    Vitrinen sind endlich - die Dummheit nicht.

     


    Theologie


    Die irrelevante Theologie beschäftigt sich mit selbstwidersprüchlichen Glaubenslehren und Göttern, an die aus gutem Grund niemand glaubt.

    Aktueller Forschungsgegenstand ist

    "Die Lehre von der Welterlösung im Jahre 2050 n. Chr.",

    welche sich insbesondere auf demografische Studien, die Prophezeihungen hellsichtiger Wirtschaftsforscher und die pragmatische Entschlossenheit ihrer Verkünder stützt, dass alleine aus der völligen Zerstörung des gesamtgesellschaftlichen Konsens einer "Sozialen Marktwirtschaft" jenes Neue erwachsen könne, was alle Gläubigen inbrünstig ersehnen.

    So ist es in dieser Religion gottgefällig, reguläre Arbeitsplätze zu vernichten, soziale Leistungen zu reduzieren, über Jahre und Jahrzehnte erworbene Ansprüche aufzuheben, die Gewerkschaften im Kern zu zerstören und Recht und Gesetz nach Kräften auszuhebeln, während Ideen zur gerechten Verteilung von Arbeit und Ertrag auf alle Mitglieder der Bevölkerung als verfassungsfeindlich angesehen werden.


    Dieser Prozess ist weit fortgeschritten, wenn auch noch lange nicht am Ziel, was für den neutralen Beobachter bedrohlich und tröstlich zugleich erscheint.

    Denn die Forschungsergebnisse der irrelevanten Theologie geben Anlass zu Hoffnung und Zuversicht:

    So lange wir von
    Angela Merkel, Michael Glos, Franz Walter Steinmeier, Peer Steinbrück, Wolfgang Schäuble und Franz -Josef Jung auf dem schmalen und steilen Pilgerpfad ins tiefe Tal der Tränen hinab geführt werden, so tief, dass es von dort aus nur noch aufwärts gehen kann, solange wird dieser interessante Glaube lebendig bleiben, zu dem sich inzwischen sogar Andrea Nahles zu bekennen scheint, die in letzter Zeit mehrfach fröhlich lachend im zentralextremistischen Lager der durch und durch Schwarzen, aber rot Aussehenden gesehen wurde.

     

    Als Reformatoren im alttheologischen Sinne treten derzeit lediglich die ÖDP und Peter Gauweiler auf. Beide klagen - unabhängig voneinander - vor dem Verfassungsgericht gegen die vollständige Auflösung der alten Grundordnung.

    DIE LINKE erwägt noch eigene Schritte.

    Der große Rest glaubt fest und unerschütterlich an die Weisheit der Kommissare, die Omnipotenz des Europäischen Parlaments und den kapitalistischen Geist des EUGH.

    Und deren Reich wird kommen, und ihre Macht und ihre Herrlichkeit.
    Aber nicht in Ewigkeit!



    Für vertiefende Einsichten - hier einige nützliche Werke aus dem EWK-Verlag:

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    Reaktionen auf diesen Paukenschlag

    An dieser Stelle werden Leser-Reaktionen in der Reihenfolge des Eingangs (jüngster Beitrag oben) veröffentlicht.
    Ich behalte mir dabei Kürzungen vor und veröffentliche Reaktionen zum Schutz der Absender grundsätzlich anonymisiert.


    Hallo lieber Herr Kreutzer,

    mit großer Freude lese ich regelmäßig Ihren Paukenschlag am Donnerstag und dieser war auch wieder gespickt mit kleinen oder großen Anlässen zum Lächeln.

    Dann habe ich im Spiegel ein Interview gelesen und musste sofort an die von Ihnen vorgestellte neue Wissenschaft der Adynata denken.
    Da wird ein Jurist zur Wirtschaftpolitik befragt, das allein ist eigentlich schon genauso witzig wie irrelevant, denn gerade dieses Blatt mokiert sich ja dauernd darüber, das sich alle möglichen Menschen neuerdings Experten auf Gebieten nennen, von denen sie eigentlich nichts verstehen. Aber bei Wirtschaftsfragen sind offensichtlich Juristen und Journalisten die Experten schlechthin, wenn auch nur im Nachplappern des Mainstream-Sprechblasen-Reformsprech.

    Aber der Herr ist seines Zeichens der Präsident des Bundesrechnungshofes und hat somit ein gewisses Maß an politischem Einfluss. Jetzt kommt die Aussage, die mich zur Ihrem Paukenschlag bringt:

    Er wird gefragt, ob die Regierung bei eventuellen Überschlüssen im Haushalt lieber die Steuern senken oder die Verschuldung abbauen sollte.

    Darauf kommt wie zu erwarten die Aussage, das zuerst alle Überschüssen zur Schuldentilgung verwandt werden sollten. Soweit, so bekannt. Dann meint er, dass die Aufwendungen des Bundes für Zins und Tilgung ja dadurch gemindert würden. Bis dahin kann ich noch folgen und wo er Recht hat, hat er Recht. Aber dann meint er, dadurch käme ja wieder Spielraum in den Haushalt und mit dem sollte die Politik für Zukunftsinvestitionen in Bildung und Forschung finanzieren.

    Da habe ich dann doch etwas gestutzt, denn ich erkenne irgendwie den Spielraum nicht, mir ist nicht klar, woher der rein mathematisch her kommen soll. Den Überschuss dieses Jahres nehme ich also zur Schuldentilgung, habe dadurch also nächstes Jahr weniger Aufwendungen für den Schuldendienst. Das heißt aber auch, das ich nächstes Jahr einen um mindestens diesen Teil höherem Überschuss im Haushalt habe und diesen also wieder für die Tilgung einsetze, denn er hat ja gefordert, alle Überschüsse dafür zu verwenden. Jetzt nehme ich mal ganz unrealistisch an, es gäbe einen Überschuss von 10 Milliarden im ersten Jahr, denn, auch das habe ich bei Ihnen gelernt, es könnte ja sein, jawohl, es könnte!

    Dann würde ich die geschätzte Staatsverschuldung von 1,3 Billionen in sage und schreibe nur 130 Jahren auf null gebracht haben. Ich habe das ohne jährliche Steigerung des Schuldenabbaues gerechnet, aber ich will mal grosszügig sein und annehmen, dass wir das von allen 2050-Gläubigen erhoffte Ziel schon in 100 Jahren erreichen, wäre allerdings für die Jünger dieses Glaubens immer noch knapp 50 Jahre zu spät.

    Aber dann könnten wir endlich mit Zukunftsinvestitionen anfangen, super, das ist doch mal ein Ziel, für das es sich zu arbeiten lohnen sollte, 2108 ist die BRD schuldenfrei und kann den Bürgern endlich zu mehr Wohlstand verhelfen, statt die Wirtschaft wettbewerbsfähiger zu machen, letzteres ist meiner bescheiden Meinung nach Aufgabe der Industrie und nicht der Politik.

    Habe ich da irgendwo einen Denk- oder Rechenfehler gemacht?

    Oder kann nur ein Jurist oder Spiegeljournalist das nachvollziehen und ich als Elektrotechniker bin einfach zu doof dazu? Es ist zwar unwahrscheinlich, aber immerhin möglich. Es könnte ja sein, jawohl, es könnte! ;-)

    Mit ganz herzlichen Grüssen


    Ach ja, Herr Kreutzer,

    wieder mal treffend, Ihr Paukenschlag.
    Warum schicken wir nicht alle unsere ca.600 Mitglieder der Regierung Großdeutschlands für ein Jahr zum Studieren in die "Immanuel Kant Uni nach Königsberg"?!

    Der zu erlernende Text ist die EU-Verfassung im Original und in der abgeänderten Fassung von Lissabon.
    Daraus ist eine Ausarbeitung der Bedeutung beider, in allen Punkten und verständlich für die Bürgernzu entwickeln und er Text dann verbindlich durch solche Regelungen zu ersetzen, die absolute Verbesserungen für die gesamte Bürgerschaft hervorbringen.

    Selbstredend werden keine Bearter, Sekreteriate u.s.w. zugelassen. Unsere Politiker/innen sind ganz auf sich gestellt.

    Sollten keine Verbesserungen für die Bürger gelingen, wird nur eine geschlossenen Ablehnung des EU - Machwerkes als Ergebnis der Klausuren akzeptiert.
    ( So wie ich unsere derzeit amtierenden Poliker/innen einschätze werden sie mit dem Studieren und Interpretieren des EU-Machwerkes bis an ihr Lebensende zu tun haben. Pensionszeit entfällt. Und wir Bürger sind sie los. Für immer. Kompetenter Ersatz siehe Textende)

    Studiert wird an 12 Stunden pro Tag, von sechs bis sechs, an sechs Tagen pro Woche.
    Pro Tag gibt es 30 Min. Esspause.
    Das muß reichen frei nach dem Motto: Ein Guter hält's aus um einen Schlechten ist's net schad'.
    Pinkelpausen alle 3 Stunden.
    Sonntag ist frei.
    Allerdings müßen ALLE Pausenzeiten sonntags oder abends nachgearbeitet werden.
    Wo kämen wir denn sonst hin......
    Feiertage gibt es keine.
    Auch keinen Urlaub.
    Wer krank wird, muß die Ausfallzeit "nachstudieren".
    (Wir finden da schon was, sollte die Polit-Elite wider erwarten tatsächlich binnen eines Jahres
    die EU-Verträge zu unserer aller Zufriedenheit bewältigt haben, was ich nicht glaube.)
    Es ruhen alle Nebentätigkeiten und die Bundes/Landespolitische Arbeit.
    Es ruhen auch die Bezüge dafür.

    Gezahlt wird ausnahmslos an alle aus Steuermitteln ein Mindestlohn von 7.50 Euro brutto pro Studier - Stunde.
    Das sind pro Tag 90 Euro, pro Woche 540 Euro und in 52 Wochen sprich 1 Jahr 28080 Euronen.
    Das muß reichen für die Mensa.
    Zu versteuern nach den z. Zt. gültigen Steuergesetzen, wie bei normalen Arbeitern.
    Das wird den Herrschaften eine Lehre sein. Da können sie mal sehen, wie das den Geringverdienern heutzutage geht.

    Pausen werden nicht vergütet, ebenso nicht die Sonntage und die Krankheitstage.
    Wer krank wird, hat eben Pech. Sie/Er kann sich ja von seiner Vergütung etwas zusammensparen für eventuelle Eventualitäten.
    Wird sie/er allerdings gerade zu Anfang seines Studiums krank, hat sie/er großes Pech, weil da ja noch keine Studienvergütung anfallen konnte.
    Aber es bleibt ihr/ihm ja immer noch das sozialverträgliche Ableben. So gesehen......(Ist ein Vorgeschmack dessen, was uns die z. Zt. gültigen EU-Verträge bescheren werden....)

    Alle 4 Wochen prüfen wir, das Volk, ob und wieweit die Polit - Herrschaften den "Stoff verinnerlicht" haben.

    Übrigens, nach allem was ich bisher im Internet und in Büchern las, übernehmen die Regierungsgeschäfte in der Zwischenzeit die Herren:

    Die Herren:

    Hans Herbert von Arnim, Gerd Flegelskamp, Günter Hannich, Dr. Joachim Jahnke,
    Thomas Koudela, Egon Kreutzer, Albrecht Müller, Jürgen Roth, Werner Rügemer,
    Peter Scholl-Latour, Prof. H.J.Selenz, Michael Winkler, Dr. Harald Wozniewski,
    Jean Ziegler


    So, das wäre es vorerst..man darf ja noch träumen.
    Viele liebe Grüße


    Protagonisten
    der Pataphysik

    Wir reden nicht darüber weil wir nicht darüber nachdenken.
    Angst, Scham und Schuld sind die Gefängnismauern.

    "Das einzige was mich an meiner Arbeit stört ist der Wechseldienst. Mir fällt das frühe Aufstehen so schwer".
    "Das meinte ich, als ich sagte- es geht nicht um die Menschen sondern um den Gehorsam".
    "Ja aber ich muss ja mein Geld verdienen, nur so kann ich mir meinen Urlaub finanzieren".
    "Ja du siehst gut aus, war irgendetwas besonders schön"?
    "Ich habe noch drei Tage Frei und kann so in Ruhe die Koffer auspacken und mich noch ein wenig erholen".

    "Hörst du was du mir gerade erzählt hast? Du sagst dass du deine Arbeit gerne verrichtest, damit du in den Urlaub fahren kannst und dich ganz besonders über die drei Tage freust die du noch frei hast".
    "Du drehst mir aber auch jedes Wort im Mund herum. Nur weil du auf dem Veränderungstrip bist, kann das doch nicht bedeuten, dass sich jetzt alle dir anpassen müssen".
    "Wenn ich in meinem Kopf klar bleiben will muss ich klare Worte sprechen und auf Unklarheiten hinweisen".
    "Das heißt ja, dass ich hier, ohne nachzudenken nicht mehr sagen darf was ich will, ohne gleich von dir angegriffen zu werden. Wir können dann nie mehr in Ruhe zwanglos miteinander reden".

    Lieber Herr Kreutzer, diesen Wissenschaftszweig scheint es schon lange zu geben.
    Ich habe schallend gelacht und dafür danke ich ihnen.


    Köstlich!

    Hallo Egon, wie nützlich doch Bezeichnungen/Namen sind. Jetzt weiß ich endlich, dass ich "seit Kindesbeinen" Adynatiker bin ...
    so lange nämlich erzähle ich jedem der's hören und sich drüber wundern mag, "dass ich mehr Geld in meiner Hosentasche trage, als der reichste Mann Deutschlands".

    Herzlichen Gruß


    Hallo Herr Kreutzer

    Bei all den Fakten in diesem Irrsinn, ist diese Realität selbst mit meinem Humor kaum noch zu ertragen!

    Die halb wahnsinnigen und offensichtlich von Denkanstoss blockierenden Mikroorganismen verseuchten Menschen, die wir einst als unsere Vertreter dazu berechtigt haben, genau das zu tun, was auch immer sie gerade zu tun gedenken, haben ihre Halbwertzeit bereits mehr als überschritten. (...)

    Ich erfahre im Moment in vielen Gesprächen mit den verschiedensten Menschen, wie sich eine Unwissenheit ob der Fakten und Geschehnisse breit macht, die immer mehr Zeit der Aufklärung in Anspruch nimmt. Gleichzeitig ist die Obskurität derer man bezichtigt wird, sobald man mit eben diesen Fakten zu Tage tritt, schon beängstigend.

    Die meisten Probleme und Fehlinterpretationen entstehen aber immer noch durch mangelnde Diskussion. Entweder man spricht es nicht an oder man schweigt sich gleich im Anschluss wieder darüber aus. Die Gründe dafür sind vielfältig und lassen sich in dieser Kürze nicht unterbringen. Das Ergebnis, nämlich das Schweigen, treibt die Menschen jedoch zum Fatalismus.

    „Was soll man da Reden, es tut sich ja doch nichts“ -- „Es ist wie es ist“

    Die „andere Seite“ sonnt sich einstweilen im Sumpf tautologischer Aussagen und lebt genüsslich getragen vom Heer der wiederkäuenden Gespenster und Reizwortverbreiter friedlich bis an ihr – ach nein! Sie sagten ja am Ende: „Aber nicht in Ewigkeit“ es besteht also noch Hoffnung!

    Hoffnungen, Visionen, Träume…wie lautet die Antwort? Warum handeln wir nicht?

    Wir reden einfach nicht mehr darüber, weil wir tatsächlich immer noch glauben, es ginge um uns selbst als Individuum. Ja sind wir denn von allen guten Geistern verlassen? Natürlich ist der Weg zur Antwort in uns selbst. Also durchaus das was als spirituell verpönt wird. Aber trotzdem müssen wir letztendlich nach außen Handeln. Was nutzen uns alle Erkenntnisse der Welt wenn sie keiner zu Ende denkt? Glauben wir denn ernsthaft es geht nur darum, irgendwie gut durchs Leben zu kommen und dann war es das aber auch schon? Muss das Interesse denn nicht zumindest darin liegen, für unsere Kinder und Kindeskinder eine lebenswertere Gesellschaft zu gestalten? Und liegt die letzte logische Konsequenz dies zu tun dann nicht zwangsläufig darin, den Versuch zu unternehmen, alle offenen Fragen zu beantworten? Also doch wieder die Suche nach dem richtigen Weg!?

    Das sind viele Fragezeichen, ich weiß. Doch wie sonst, wenn nicht mit Fragen, soll man eine Antwort herausfordern?

    Bis die Tage


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