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gestaltet von Sigbert Döring

2. März 2017

08.00 Uhr Die Diskriminierung der einfachen Lösungen

Ausgerechnet am Faschingsdienstag rückten 450 Polizisten aus, um den Moschee-Verein "Fussilet 33" in Berlin zu durchsuchen, daneben weitere Wohnungen, zwei Unternehmen, mehrere Gefängniszellen. Zu verdanken ist dies der Tatsache, dass Anis Amri noch kurz vor dem Attentat in Berlin die Moschee dieses Vereins besuchte, was, wie Innensenator Geisel erklärte, den Zustand der Beweisnot beendete (häh ???).

Das ist die eine Information.
Die andere Information lautet:

In der deutschen Hauptstadt halten sich derzeit nach Angaben des Verfassungsschutzes etwa 710 so genannte "Salafisten" auf, von denen 380 für gewaltbereit gehalten werden. 70 bis 80 davon traut man die Ausführung von Anschlägen zu.

Um wenigstens diese 70 bis 80 so überwachen zu können, dass deren Chance, tatsächlich ein Attentat zu verüben, verschwindend klein wird, bräuchte man wohl mindestens 500 Polizisten (in drei Schichten), die sich diesen Leuten Tag und Nacht an die Fersen heften, und weitere, welche die Auswertung der gewonnenen Erkenntnisse vornehmen und logistische und administrative Unterstützung leisten. Auch wenn man Polizisten bekanntlich nicht besonders gut bezahlt, dürfte sich dieser Aufwand auf einen Betrag von mindestens 20 Millionen Euro jährlich belaufen - alleine für Berlin, und nur für potentielle Attentäter.

Wollte man - wie beim Fußball - statt dem Mann, die Räume decken, wäre ungefähr der gleiche, wenn nicht gar ein höherer Aufwand zu betreiben, denn Berlin ist nun mal nicht so übersichtlich, wie ein Fußballplatz. Videokameras und elektronische Fußfesseln helfen zur Prävention gar nichts. Die spätere Rekonstruktion des Hergangs, vielleicht sogar die Identifizierung des Täters, bleiben wirkungslose Spielereien, wenn erst Opfer zu beklagen sind und der Attentäter auf die eine oder andere Weise ebenfalls ums Leben gekommen worden ist.

Und was erklärt man uns dazu?

Absolute Sicherheit kann es nicht geben. Und wer meint, hier einfache Lösungen anbieten zu können, ist einfach nur ein ahnungsloser großmäuliger Populist.

Lassen wir die an innerer Plausibilität nicht zu unterbietende Geschichte weg, dass das Verbot des Moschee-Vereins öffentlich vorangekündigt wurde, was dem Verein die Gelegenheit gab, in aller Ruhe die Moschee zu schließen und alles Belastende zu vernichten, bzw. zu verbergen, siehe hier, dann bleibt die Frage übrig, warum bei so viel vorher bestehendem Verdacht und bei gleichzeitig bestehender Verdunklungsgefahr diese Razzia nicht schon vor einem oder zwei Jahren stattgefunden hat. Denn das Mittel der Hausdurchsuchung gehört ja zu den bewährten Mitteln, "Beweisnot" zu beenden (!!!), wenn ein hinreichender Anfangsverdacht vorliegt. Stattdessen auf einen Anschlag zu warten, ist - nun ja, wie sage ich das - ein Vorgehen von sehr spezieller Professionalität.

Denn:

  • Entweder waren sämtliche Verdachtsgründe vollkommen unzureichend, der Moscheeverein wurde zwar beobachtet, dies erbrachte aber keine Erkenntnisse, man hat die Überwachung halt routinemäßig laufen lassen, weil man Muslime nun halt mal überwacht - und wenn das so war, dann hat es auch keine echten Erkenntnisse über Gefährder gegeben, dann wurde auch nur vermutet, dass dort für den ISIS Geld gesammelt wurde, dann wurde dort niemand nachweislich radikalisiert, dann ist alles, was erzählt wurde, nur gequirlte Scheiße, und die Tatsache, dass Anis Amri dort gesehen wurde, war - nachträglich! -der erste und einzige Anhaltspunkt für das Verbot des Vereins und die Razzia...
  • Oder, man war zu der Überzeugung gekommen, dass ein Verbot des Vereins trotz aller Indizien und Beweise eine viel zu einfache Lösung sei, um sie auch nur in Erwägung zu ziehen.

Ich neige zu der Annahme, dass auch hier die politisch korrekte Angst vor einfachen und wirksamen Maßnahmen ausschlaggebend war.

Wie konnte es dazu und so weit kommen?

Es gibt zwei extreme Denkrichtungen - und natürlich alle möglichen Grautöne dazwischen - die sich grob so beschreiben lassen:

A) Fremdes muss bekämpft werden.

B) Niemand darf bekämpft werden.

Die Denkrichtung A) ist uralt, und wird von ihren Verfechtern daher für bewährt gehalten, auch weil sie sich darauf berufen können, dass alle ihre Vorfahren im Überlebenskampf so erfolgreich waren, dass alleine ihre biologischer Existenz als Beweis für die Richtigkeit ihres Denkens ausreichen sollte.

Die Denkrichtung B) ist sehr viel jünger, und wird von ihren Verfechtern für richtig gehalten, weil sie dadurch, dass sie - ohne Fremdes zu bekämpfen - ebenfalls biologisch existieren, den Irrtum ihrer Vorfahren und den der Anhänger der Denkrichtung A) widerlegt haben.

Beide Denkrichtungen sind in diesen extremen Ausprägungen vollendeter Blödsinn.
Unglücklicherweise befinden wir uns jedoch in einem Zustand wachsender Dekadenz, der die Möglichkeiten einer differenzierteren Betrachtung des Fremden so weit eingeschränkt hat, dass beide Denkrichtungen wieder einmal in ihrer blödsinnigsten Form salonreif geworden sind und breite Zustimmung aus und in "der Mitte" finden.

Wir Menschen würden als die uns bekannte Lebensform nicht existieren, hätten nicht irgendwann in grauer Vorzeit, kurz nach dem Erkalten der Ursuppe, zwei sich im Grunde völlig fremde Zellarten beschlossen, sich zu verbünden. Ohne die Mitochondrien in unseren Zellen, gäbe es uns nicht - aber die haben ihr eigenes - fremdes - Erbgut!

Und hätten wir nicht Billionen von hilfreichen Bakterien die Gelegenheit gegeben, unseren Darm zu besiedeln, Fremdlinge, die insgesamt eine Masse von rund zwei Kilogramm auf die Waage bringen, wäre unser Überleben mit unserem Ernährungskonzept schlicht nicht möglich.

Wir Menschen würden als die uns bekannte Lebensform allerdings auch nicht existieren, hätten wir nicht im Laufe der Evolution ein Immunsystem entwickelt, das Fremdes erkennt und ohne lange zu fackeln bekämpft.

Und hätten wir nicht beschlossen, die Welt in Schädlinge und Nützlinge, in Unkräuter und Nutzpflanzen einzuteilen, die einen zu hegen und die anderen zu bekämpfen, es gäbe zumindest sehr viel weniger Menschen mit einem Body Mass Index über 30, vermutlich aber insgesamt nicht sieben, sondern höchstens vier Milliarden Menschen auf der Erde.

Fakt ist, dass die Wahrnehmung "des Fremden" stets auf Gegenseitigkeit beruht.

Dem mir Fremden bin ich ebenso fremd.

Doch mit der Wahrnehmung des Fremden ist zugleich auch ein gewisses Maß an Nähe hergestellt. Die beiden, sich gegenseitig Fremden, haben eine Chance zur Interaktion und damit die Chance festzustellen, ob sie sich gegenseitig nützlich sein können. Ist das der Fall, entstehen symbiotische Gemeinschaften mit geringem Konfliktpotential, von denen die Welt voll ist.

Ist der Nutzen des einen dabei jedoch zugleich der Schaden des anderen, wird es zwangsläufig zu einer parasitären Situation oder zu einer feindseligen Auseinandersetzung kommen, die mit Sieg und Niederlage endet. Auch an Beispielen dafür herrscht kein Mangel.

Friedliche Koexistenz, ohne Nutzen, ohne Schaden - der Traum so vieler Menschen - ist immer nur so lange möglich, wie für beide Ressourcen im Überfluss vorhanden sind. Sobald es knapp wird, erkennen sich beide gegenseitig als Schadensverursacher, dabei wollen doch beide das Gleiche (für sich!).

Teilen und teilhaben lassen erscheint hier als eine sinnvolle Strategie, ebenso, wie die gemeinsame Suche nach einer Lösung. Viele Spiele werden heute entwickelt, um Konkurrenzdenken schon im Kinderzimmer zu überwinden und die Stärke kooperativer Zusammenarbeit herauszustellen. Doch so gut sich das auch anfühlt, beides hat - was dabei gerne ausgeblendet wird - in der Realität recht enge Grenzen.

Daniel Quinn schrieb vor rund einem Vierteljahrhundert mit "Ismaels Geheimnis" das, was man ein "Kult-Buch" nennt. Ein Lehrer und sein Schüler erörtern philosophische Grundlagen des Menschseins. Wer dieses Buch gelesen hat, erinnert sich, dass der Lehrer, Ismael, ein domestizierter, nun aber alleinlebender Gorilla ist. Dieses Buch fällt mir ein, weil es an einer Stelle eine Wahrheit ausspricht, die fernab aller Menschlichkeit mit eiskalter Logik nichts anderes besagt, als:

Dass der Hunger auf dieser Welt nie aufhören kann, weil jede Erschließung zusätzlicher Nahrungsquellen zwangsläufig ein Bevölkerungswachstum nach sich zieht, das erst zum Stillstand kommen kann, wenn der Hunger wieder groß genug geworden ist.

Es gibt, angefangen mit dem Vorschlag, die menschliche Rasse per Züchtung auf das Maß von Liliputanern einzuschrumpfen, sehr viele Gedankenspielereien, wie mit diesem Problem umgegangen werden könnte, aber alle führen nur zu einer mehr oder weniger langen Nachspielzeit, nicht aber zur Lösung.

Es sei denn, man beschneidet das Recht auf Nachwuchs oder das Recht auf ein natürliches Lebensende.

Natürlich werden die Vertreter der Denkrichtung A) "Fremdes muss bekämpft werden", solche Regeln begeistert annehmen, aber eben niemals auf sich selbst anwenden wollen, während die Vertreter der Denkrichtung B) "Niemand darf bekämpft werden", solchen Lösungen niemals zustimmen werden, was im Grunde aber bedeutet, dass sie, um selbst zu überleben, die Aktivitäten der Vertreter der Denkrichtung A (miss-)billigend in Kauf nehmen.

Die Denkrichtung B) ist derzeit in unserer Gesellschaft bestimmend und definiert, was politisch korrekt ist, und was nicht.

Mediziner würden hier eine Form von psychosomatischer Immunschwäche diagnositizieren, während sie den Vertretern der Denkrichtung A) ein krankhaft-aggressives Verhalten attestieren würden.

Nach dieser langen Wanderung, entlang der Außengrenze des Themas, erschließt sich, warum einfache Lösungen derzeit so verpönt sind:

Einfache Lösungen

würden das gezielte Bekämpfen

schädlicher Einflüsse erfordern.

Je sicherer dabei die erwünschte Wirkung eintreten würde, desto weniger dürfen sie angewandt werden, denn nichts ist für den pseudo-pazifistischen Neurotiker unerträglicher, als der Erfolg einer Bekämpfung! Das rüttelt an den Grundfesten seiner Überzeugungen.

Und wo die Stimmen dieser Neurotiker wahlentscheidend sind, wird sich jede Regierung hüten, erkennbare Gefahren wirksam zu bekämpfen, bis die kollektive Neurose wieder abgeklungen ist. Dazu ein Satz aus Wikipedia:

Als subjektiv erleichternd wirkt sich die weite Verbreitung eines bestimmten Typs von Neurose in der jeweils betroffenen Kultur aus, der dadurch zur sozialen Norm wird.

 

Was wären also - unter Ausblendung der kollektiven Neurose - die einfachen Lösungen für ein Mehr an Innerer Sicherheit?

Gefühlt gibt es in Deutschland ein Mehr an Innerer Unsicherheit. Das hängt zum Teil mit den Attentaten zusammen, die nun auch unser Land erreicht haben, zum größten Teil hängt es aber damit zusammen, dass es jener "bestimmte Typ von Neurose, der zur sozialen Norm geworden ist" nicht zulässt, mit einfachen und wirksamen Maßnahmen die gefühlte Unsicherheit auf das Maß der tatsächlichen Unsicherheit zu reduzieren.

Es wird oft angeführt, dass die zu uns gekommenen Ausländer relativ zu ihrer Zahl nicht mehr Straftaten begehen als die Inländer. Die Korrektheit dieser Aussage kann ich nicht beurteilen. Was allerdings nicht bezweifelt werden kann, sind drei Tatsachen:

  1. Ein Teil der Straftaten der in beträchtlicher Anzahl zu uns gekommenen Ausländer, schädigt Inländer. Das Risiko, Opfer einer Straftat zu werden, ist für die deutsche Bevölkerung (die, die schon länger hier leben) also gestiegen.
  2. Straftaten von Inländern gegenüber Ausländern oder Einrichtungen zu Unterbringung von Ausländern sind deutlich angestiegen. Die Motivation, ausländerfeindliche Straftaten zu begehen, ist also offensichtlich ebenfalls angestiegen.
  3. Auch jene Straftaten, die im Inland von Ausländern zum Schaden von Ausländern begangen werden, binden Kräfte der Strafverfolgung, die sonst für die Aufklärung von Straftaten von Inländern zum Schaden von Inländern zur Verfügung stünden.
Das gefühlte Mehr an Innerer Unsicherheit hat also durchaus eine realistische Grundlage und ist nicht einfach nur von Ausländerfeinden herbeifantasiert.
 

Die einfachste Lösung, die Kriminalität im Inland so weit als möglich auf die Kriminalität der Inländer zu begrenzen, besteht aus einer funktionierenden Grenze, und einem funktionierenden Ausländer- und Zuwanderungsrecht.

Funktioniert die Grenze nicht, kann das Ausländer- und Zuwanderungsrecht erst recht nicht funktionieren, und, andersherum: Ist das Ausländer- und Zuwanderungsrecht ein unwirksamer Murks, kann man getrost auch auf die Sicherung der Grenze verzichten.

Insofern war die Entscheidung für den Entfall der Überwachung der Binnengrenzen der EU mit dem so genannten Schengen-Abkommen eine miserable Entscheidung, denn sie hat eben nicht nur den EU-Inländern, die für Deutschland nach wie vor Ausländer sind, ein vereinfachtes Reisen ermöglicht, sondern auch jenen, denen es gelungen ist, über weitgehend ungesicherte Außengrenzen in die EU einzusickern, die vollkommen freie Beweglichkeit zwischen Lissabon und Warschau, zwischen Athen und Edinburgh ermöglicht.

Das ist ein Zustand, der nicht erst mit Merkels Grenzöffnung im Herbst 2015 hergestellt wurde, sondern schon sehr viel länger Tür und Tor für illegale Einreisen nach Deutschland geöffnet hat. Und: Illegale Einreise meint hier beileibe nicht nur Asylbewerber, die nicht in sicheren Drittstaaten geblieben sind, sondern jenen anderen Personenkreis, der aus Wirtschaftsmigranten, Kriminellen, Mitarbeitern befreundeter und nicht befreundeter ausländischer Dienste, sowie denen besteht, die heute als "Gefährder" bezeichnet werden.

Ein Ausländerrecht, das im Wesentlichen die Rechte der hier angekommenen Ausländer beschreibt, und diese Rechte, aufgrund einer auf allen Augen blinden Bürokratie, pro Person gleich mehrmals zubilligt, das zudem Abschiebungen Ausreisepflichtiger aufgrund bürokratischer Hürden in einem unglaublichen Maße erschwert, ist ebenfalls eine Fehlkonstruktion, deren einzige Berechtigung darin zu bestehen scheint, dass man nicht behaupten kann, es handele sich um eine "einfache Lösung".

Nun, die Kinder wurden in großer Zahl in den Brunnen gestoßen, die Verantwortlichen sind größtenteils bekannt und wollen, soweit sie noch aktiv sind, möglichst im Herbst wiedergewählt werden.

Eines der Hauptargumente dafür, dass man nichts tun könne, besteht nun aber darin, "dass wir diese Situation nun einmal haben und daher unbedingt rechtsstaatlich damit umgehen müssen", also im Prinzip gar nichts mehr daran ändern könnten.

Daran ist nur eines richtig, nämlich, dass wir die augenblickliche Situation im Augenblick so haben, wie sie ist.

Ausgerechnet den Rechtsstaat aber als Entschuldigung dafür herzunehmen, nichts zu ändern und der möglichen weiteren Entwicklung mehr oder minder tatenlos zuzusehen, hat etwas von einem grotesken Witz an sich. Der Bundestag ist berechtigt, ja verpflichtet, Gesetze zu schaffen und bestehende zu ändern, wenn es die Umstände erfordern oder geboten sein lassen.

Der Bundestag ist auch nicht von der EU-Kommission gewählt worden, sondern von den wahlberechtigten deutschen Staatsbürgern, deren Interessen er daher zu vertreten hat.

Es sind nicht die da ganz oben alleine, nicht Frau Merkel, Herr Gabriel, Frau Nahles, Herr Maaß, Herr Schäuble, und wie sie alle heißen, die alles zu verantworten haben, es sind vor allem auch jene nur ihrem Gewissen verantwortlichen Abgeordneten, die es widerstandslos zugelassen haben. Das sollten Sie sich für Ihre Wahlentscheidung im Herbst schon heute einmal klar vor Augen führen!

Die einfache Lösung, um weitere unkontrollierte Einwanderung zu verhindern, heißt schlicht und einfach:

Wirksame Kontrollen an allen deutschen Grenzübergängen.

Ungehinderte Einreise nur mit deutschem Pass oder Personalausweis, alle anderen dürfen eine Identitätskontrolle über sich ergehen lassen - Bürger aus EU-Mitgliedsstaaten mit ordentlichen Papieren im vereinfachten Verfahren, alle anderen nach gründlicher Überprüfung. Die Bundespolizei, die ja einmal den Namen Bundesgrenzschutz trug, patroulliert wieder in den ungesicherten Grenzabschnitten in unwegsamem Gebiet und hält jeden auf, der dort einen Grenzübertritt versucht. Wer ohne Papiere unterwegs ist, wird bis zur Klärung seiner Identität interniert, und, ja!, wer sich der Überprüfung entziehen will, darf mit der Schusswaffe aufgehalten werden.

Mit dieser einfachen Maßnahme wäre die weitere Zunahme der Inneren Unsicherheit, soweit sie auf dem Zustrom illegaler Migranten beruht, weitgehend eingedämmt. Fehlt noch die einfache und wirksame Maßnahme zur Wiederherstellung eines "gefühlt sicheren" Zustandes.

Dazu sollte das Ausländergesetz von 1960- ggfs. mit Anpassungen an die Regelungen für EU-Bürger - wieder in Kraft gesetzt werden, das über Jahrzehnte gut funktioniert hat und mit seinen vier abgestuften Aufenthaltsgenehmigungstypen die Kontrolle der deutschen Behörden über sich im Inland aufhaltende Ausländer bestmöglich gewährleistete.

Mit diesem Gesetz wäre es auch einfach, den Aufenthaltsstatus so genannter "Gefährder", soweit ihnen nicht bereits die deutsche Staatsbürgerschaft erteilt wurde, neu zu bestimmen und ggfs. ihr derzeit gültiges Aufenthaltsrecht durch Verweigerung einer Aufenthaltsgenehmigung zu beenden.

Die zweite, bzw. ergänzende einfache Lösung, um so genannte Gefährder zu entschärfen, besteht darin, dass die Staatsanwaltschaften alle vorliegenden Erkenntnisse analysieren und bei hinreichendem Verdacht (z.B. wegen Gründung einer kriminellen oder terroristischen Vereinigung) Haftbefehl erlassen. Dass dies selbstverständlich auch die Clans in den so genannten No-Go-Areas einbeziehen sollte, versteht sich von selbst. Können durch die polizeiliche Arbeit dann die den Verdacht bestätigenden Beweise erbracht werden, folgen Verurteilung und ggfs. Abschiebung.

Wo keine ausreichenden Verdachtsmomente vorliegen, gibt es keinen Haftbefehl.
Wo der Verdacht nicht durch Beweise erhärtet werden kann, gibt es kein Verfahren, bzw. einen Freispruch.

Diese unverdächtigen Personen müssen dann aber auch aus den offiziell genannten Zahlen der dubiosen Statistik der "Gefährder" herausgenommen werden.

Zum Thema "Verdacht und Beweise" stellt sich mir oft auch die Frage, warum wir immer wieder hören und lesen, dass dieser und jener Straftäter oder Attentäter der Polizei und/oder den Diensten lange bekannt war, dass ihm Drogendelikte, Menschenhandel, Körperverletzung, etc. zu Last gelegt werden, ohne dass es deshalb jemals zu einer Verhaftung oder Verurteilung gekommen wäre? Ist es einfacher, einen Straftäter herumlaufen zu lassen und sich gelegentlich Notizen zu machen, was er wieder angestellt hat, als ihn festzunehmen und zu verurteilen?

Angeblich setzt man darauf, über die "Kleinen Fische" an die großen Bosse zu kommen. Das sind diejenigen, denen Staranwälte gegen Millionengagen die Weste so rein halten, dass Polizei und Staatsanwalt wochenlang mit schamgerötetem Gesicht herumlaufen müssen, wenn sie es wagen, den Versuch zu unternehmen, gegen sie vorzugehen.

Wäre es nicht sehr viel wirkungsvoller, darauf zu setzen, den großen Bossen die kleinen Fische wegzusperren! Die müssen auch erst mal wieder ersetzt werden, bevor es heißen kann: Business as usual!

Und wenn es sich bei den kleinen Fischen um ausländische Straftäter handelt, dann sind die nach verbüßter Strafe abzuschieben. Sollten sie über keine Papiere verfügen, die ihre Identität bestätigen und bei der Feststellung ihrer Identität nicht kooperieren, dann werden sie in den sicheren Drittstaat abgeschoben, über den sie eingereist sind, sollte sich das gegenüber Österreich nicht durchsetzen lassen, bleiben sie in Abschiebehaft, bis sie kooperieren.

Ganz unabhängig von alledem bleibt das Asylrecht selbstverständlich bestehen.

Denn eigentlich ist unser Asylrechte eine ganz einfache Lösung:

Politisch Verfolgte genießen Asyl.

Wer politisch verfolgt ist, lässt sich einigermaßen zuverlässig feststellen. Wer nicht politisch verfolgt ist, bleibt draußen. Es sei denn, wir haben ein besonderes Interesse an seiner Anwesenheit. Näheres regelt vielleicht irgendwann einmal ein wirkliches Zuwanderungsgesetz.

Verkompliziert wurde das Asylrecht von den Denkern der Gruppe B, die im Mahlwerk ihrer Gehirne die Begriffe "politisch Verfolgte" und "illegal Einreisende", sowie "Scheinasylanten" und "Wirtschaftsflüchtlinge" so lange gewälzt haben, bis sie aus der so hergestellten Buchstabensuppe den (irrelevanten) Satz formen konnten: "Kein Mensch ist illegal", und alle Menschen, die nicht schon länger hier wohnen, zu "Flüchtlingen" ernannten.

Jesus, nicht der Erfinder des Humanismus, auf den man sich gerne beruft, sondern der Verkünder der christlichen Nächstenliebe, betrachtete den Tempel der Juden - und schließlich war er selbst einer - als das Haus seines Vaters, also irgendwie wohl auch als sein Haus, in dem sich jedermann nach den Geboten seines Vaters zu richten hatte.

Seine "Integrationsmaßnahme" für jene, die sich nicht an dieses Gesetz hielten, beschreibt Johannes (Joh, 2,13 ff) so:

Und der Juden Ostern war nahe, und Jesus zog hinauf gen Jerusalem.
Und er fand im Tempel sitzen, die da Ochsen, Schafe und Tauben feil hatten, und die Wechsler.
Und er machte eine Geißel aus Stricken und trieb sie alle zum Tempel hinaus, samt den Schafen und Ochsen und verschüttete den Wechslern das Geld und stieß die Tische um; und sprach zu denen, die die Tauben feil hatten: Traget das von dannen und machet nicht meines Vaters Haus zum Kaufhause.

Einfach. Praktisch. Gut.

War natürlich echt krass!

Vandalismus, Sachbeschädigung und Beleidigung, wohl auch die eine oder andere Körperverletzung, letztlich ein Akt übelster Diskriminierung aus religiösem Eifer! Kein Affekt! Geplant und vorbereitet. Hat sich ja extra erst noch eine Peitsche aus Stricken angefertigt! Aus heutiger Sicht gibt es dafür nur eine Entschuldigung:

Jesus konnte zu seiner Zeit noch nicht wissen,
dass kein Mensch illegal ist.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Der Weg zum Wohlfühlgewicht
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Egon W. Kreutzer, PortraitAutor und Verleger - mit einem außergewöhnlichen Hang zur Nachhaltigkeit, meint:

Kritik muss weder beschönigen noch verharmlosen, weder heucheln noch trösten, um konstruktiv zu sein.

Wirksame Kritik muss in aller Klarheit und mit der gebotenen Schärfe auf allgemeine Anstrengungen zur Veränderung von Sachverhalten und Umständen abzielen.

Verhaltensänderungen kritisierter Personen sind dafür nicht Bedingung, sondern bestenfalls erfreuliche Folge.


 
 

 

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