12. September 2018

11.55 Uhr Freiheit statt Sozialimus

1976 war das die Parole, mit der die CDU/CSU die Bundestagswahl gegen die SPD-FDP Koaltion gewinnen wollte. Trotz Stimmenzuwachs reichte es dafür nicht.

So wie damals der "Kapitalismus" - ein Begriff, den außer den versprengten Kommunisten in Deutschland niemand zu denken oder gar in den Mund zu nehmen wagte, als "Freiheit" verkauft wurde und Sozialdemokraten gerne als Sozialisten und/oder Kommunisten angesprochen wurden, erleben wir auch heute wieder die Errichtung einer Scheinalternative, die zwar nicht in eine griffige Parole gefasst, sondern per Nudging transportiert wird, die allerdings, in Anlehnung an die Sprachkünstler von 1976 lauten müsste:

Demokratie statt Opposition

Demokratie hat einen guten Klang. Die alten Griechen haben sie erfunden, die westlichen Siegermächte haben sie der alten Bundesrepublik gebracht und Kohl hat sie, mitsamt den Bananen, den neuen Bundesländern geschenkt, als sie bereit waren, den Beitritt zu erklären. Aus der Demokratie erwuchsen das westdeutsche Wirtschaftswunder und die Wiederbewaffnung, später enstanden daraus die blühenden Landschaften des Ostens, der Euro, die Massenarbeitslosigkeit, Hartz-IV, die GroKo und unter anderem auch das Netzwerkdurchsetzungsgesetz.

Die Demokratie wuchs und blühte, und als Angela Merkel verkündete, wir hätten kein Anrecht auf Demokratie und Marktwirtschaft für alle Zeiten, scharte sich um diese Frau, den innersten Kristallisationskern der Demokratie, alles, was auch sonst bei drei auf den Bäumen ist. Die CSU sicherte die Demokratie gegen rechts ab, die SPD sicherte die Demokratie gegen links ab, die Grünen sicherten die Demokratie gegen Diskriminierung und verbotsfreie Räume ab, die FDP klammert sich verzweifelt an die Bordwand der Demokratie und sichert sie gegen jedwede Forderung nach sozial gerechter Teilhabe ab, während die Linke, immer noch fernab von den wahren Demokraten im Meer der Möglichkeiten treibend, sich selbst und damit auch die Demokratie - sogar mit innerparteilichen Säuberungsaktionen - gegen jede Art von Realitätswahrnehmung und Vernunft absichert.

Doch damit kann der Demokratisierungsprozess der Bundesrepublik Deutschland leider noch nicht als abgeschlossen betrachtet werden. Solange es trotz aller Bemühungen der Demokraten noch eine Opposition gibt, solange noch Zweifel an der Weisheit der Mehrheit gesät werden, ist der entschlossene Kampf der Demokraten, diese Opposition wieder aus den Parlamenten zu vertreiben, erste und einzige Aufgabe im Staate.

Wie sagte schon der große Dichterfürst Müntefering: "Opposition ist Scheiße!"

Kein Wunder dass nun, Jahre später, der größte Wahlkämpfer aller Zeiten, Martin Schulz, daraus die Lehre zog, es sei Zeit, dass die Demokratie sich "gegen diese Leute wehrt", und beschloss, den Anführer der größten Oppositionspartei, zumindest verbal schon einmal dorthin zu verbannen, wo Scheiße nun mal hingehört: Auf den Misthaufen.
(Heute im Bundestag so geschehen)

Ja, die #wirsindmehr-Parlamentarier im Deutschen Bundestag, sind sich einig darin:

Deutschland braucht Demokratie statt Oppositon.
(Also im Grunde zwei linke Hände ...)

Diese steile These hätte zu meiner Schulzeit für eine Sechs im Fach Sozialkunde mehr als ausgereicht, womöglich hätte man sogar meine Eltern zu einem hochnotpeinlichen Gespräch geladen, um herauszufinden, aus welcher trüben Quelle diese verfassungsfeindliche Einstellung stammt. Hochgradiger DDR-Sympathisanten-Verdacht!

SED+Blockflöten = Demokratie?
Opposition im Stasi-Knast = Feinde der Demokratie?

Wer so denkt, der soll abhauen, in die DDR, meinte man damals noch bei CDU und CSU. Einige haben das ja tatsächlich gemacht, ich denke nur an den evangelischen Pastor Horst Kasner, der 1954, kaum dass seine Tochter Angela Dorothea geboren war, vom Hamburg (West) nach Quitzow (Ost) übersiedelte.

 

Heute ist der Blödsinn allgemeiner Konsens.

Wir sind mehr = Demokratie.
Ihr seid weniger = sh. oben, Müntefering

 



Ist unsere Demokratie am Ende?

 

 

Nicht ganz. Das Schifflein, obwohl von Piraten geentert und mit gebrochenem Hauptmast in der stürmischen See treibend - es schwimmt noch. Teile der Besatzung sind ebenfalls noch handlungsfähig.

In meinem Buch "Demokratie - Fiktion der Volksherrschaft" habe ich dargelegt, wie es dazu kommen konnte und was heute noch getan werden kann, um den Prozess umzukehren.

 


Die Urlaubslektüre, die Sie kaum aus der Hand legen werden!

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So, wie es Menschen gibt, die besser wüssten, wie Fußball gespielt werden muss, ließe man sie nur als Bundestrainer antreten, gibt es auch Menschen, die besser wüssten, wie regiert werden muss, ließe man sie nur an die Macht.

Längst haben sich Schriftsteller dazu ihre Gedanken gemacht und Vorstellungen zum Ablauf eines Putsches entwickelt.

 

Peter Orzechowski und Robert Thiele lassen einen Bundeswehrgeneral antreten, dem es mit generalstabsmäßiger Planung und unter Mithilfe einer treu ergebenen Schar von Reservisten gelingt, die Bundesregierung ins Matt zu manövrieren.

"Der Staatsstreich" ist bei Peter Haisenko im Anderwelt Verlag erschienen und kann hier bestellt werden.

(Achtung, hier gibt es nur die Bücher aus dem Anderwelt Verlag)

 

 Andreas Reinhardt hat ein anderes Szenario aufgebaut. Eine Oppositionspartei hält das Handeln der Regierung für unerträglich und beschließt, den Regierungschef zu ermorden, um dann im Handstreich die Regierungsgeschäfte zu übernehmen.

"Operation Reiner Tisch" ist bei mir im EWK-Verlag erschienen und kann hier bestellt werden.

(Achtung, hier gibt es nur die Bücher aus dem EWK Verlag)

Wenn Sie das eine Buch lesen, während Löw gegen Schweden antritt, und das andere beim letzten Gruppenspiel gegen Südkorea, erleben Sie sicherlich mehr Spannung und Begeisterung als bei den Übertragungen im Fernsehen.

Also, leiden Sie nicht länger wie der junge Werther, erlesen Sie sich lieber den Weg zum politischen Befreiungsschlag!


Das Pilzmycel, das die Demokratie permanent in ihr Gegenteil verkehrt, durchwuchert alles - und die Gefahr, den gesamten Staat zu zerstören, wollte man es radikal ausmerzen, ist hoch.

Dennoch gibt es gangbare Ansätze, mit denen der echten Demokratie Schritt für Schritt wieder auf die Beine geholfen werden könnte.

Das Buch heißt:

Demokratie - Fiktion der Volksherrschaft

und kann hier erworben werden.

 

Wenn Demokratie wie Beton ist,
bedeutet dies letztlich,
dass, wenn die Form erst einmal ausgehärtet ist,
mit einfachen Mitteln nichts mehr korrigiert werden kann.


 

Informieren Sie sich umfassend über den Untergang der Demokratie in Europa. Lesen Sie Florian Stumfalls Buch "Das EU-Diktat". Sie werden erkennen:
 
Der Spanien-Katalonien-Konflikt ist kein Zufall, sondern nur ein Anwendungsfall.
 

 

 

 


Mehr

 
 
oder greifen Sie zu "Macht macht untertan" von Herbert Ludwig:
 
darin finden Sie alles über die Methoden der Unterdrückung in der Demokratie.
 
... und falls Sie beide Bände schon kennen,
es gibt auch ein neues Buch von mir.

Demokratie ist nicht einfach. Dass demokratisch legitimierte Regierungen nicht unbedingt über ausreichend fachkundige Ressortminister verfügen, macht Demokratie nicht einfacher.

Wie sich die Dekadenz in unserer Demokratie entwickeln konnte, warum es kaum noch möglich scheint, daran etwas zu ändern, und was dennoch getan werden kann, um den Trend wieder umzukehren, habe ich in meinem neuen Buch beschrieben.

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Aus dem Manuskript, das ich an dieser Stelle schon zweimal überschwänglich lobend erwähnte, ist seit gestern ein Buch geworden.

 

Teer Sandmann

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Das Land der sicheren Freiheit

 

 

 

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(Ein wunderschönes Ei zum Ins-Nest-Legen, weil ja bald Ostern ist...)


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beschäftigt sich in seinem Werk "Entwicklungsprojekt Ökonomie" mit der Frage, wie eine Marktwirtschaft ohne Kapitalismus gestaltet werden könnte und trifft auch dabei wesentliche Aussagen zum Geld und über seine Wirkungen auf Wirtschaft und Gesellschaft.

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Manfred Gotthalmseder

hat sich, wie vorher schon Koudela, der Frage des Geldsystems im Postkapitalismus gewidmet und die Möglichkeiten zu seiner Gestaltung um ein interessantes neues Konzept erweitert.

 

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Ein Buch, das sich der Frage annimmt, in welcher Welt wir eigentlich leben - und warum.

 

Aus dem Blickwinkel einer Frau, die ihre komfortable österreichische Heimat verlassen hat, um im Norden Kenias auf eigene Faust Entwicklungshilfe zu leisten, wird zumindest klar, dass wir nicht in einer, sondern in zwei Welten leben, was in Nyagas Geschichten bisweilen zu bizarren Überraschungen führt.

 

 

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(Würde ich auch empfehlen, wenn es woanders erschienen wäre.)

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 Egon W. Kreutzer

Autor und Verleger - mit einem außergewöhnlichen Hang zur Nachhaltigkeit, meint:

Kritik muss weder beschönigen noch verharmlosen, weder heucheln noch trösten, um konstruktiv zu sein.

Wirksame Kritik muss in aller Klarheit und mit der gebotenen Schärfe auf allgemeine Anstrengungen zur Veränderung von Sachverhalten und Umständen abzielen.

Verhaltensänderungen kritisierter Personen sind dafür nicht Bedingung, sondern bestenfalls erfreuliche Folge.


 
 

 

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