8. August 2018

12.00 Uhr Die neue Heiß-Zeit

Früher, in der guten alten Zeit, sprach man, wenn man das Weltklima über lange Perioden treffend kennzeichnen wollte, von Warm- und Kaltzeiten. Wobei die Warmzeiten wärmer waren als das, was "Forscher" nun als eine kommende "Heiß-Zeit" an die Wand malen.

Die Heiß-Zeit füllt in diesem Jahr das Sommerloch, während Nessie, das Ungeheuer von Loch Ness, untergetaucht bleibt - vermutlich wegen der Hitze in Schottland.

Klima, hört und liest man neuerdings immer wieder, sei definiert als der Durchschnitt von 30 Jahren. Immer wenn ein neues Jahr als das einunddreißigste hinzukommt, fällt also das ehemalige erste Jahr aus der Reihe heraus. Man erhält damit eine schön geglättete Kurve mit minimalen Abweichungen, die jedoch, wie jede Zeitreihe von Zufallsvariablen, nur die Aussage zulässt, dass die Veränderung des Mittelwertes gering sein wird.

Über die Art der Veränderung, ob nach oben oder nach unten, sagt diese Statistik nichts aus. Es ist die Kunst der freien Interpretation, die aus einem heißen Sommer die heraufziehende Heißzeit abliest. Eine Kunst, die dem Kaffeesatzlesen sehr ähnlich ist.

Ich bin alt genug, um mich zu erinnern, dass die gleichen Kaffeesatzleser vor 40, 50 Jahren das Gegenteil einer Heiß-Zeit heraufziehen sahen, nämlich eine neue Eiszeit! Dankenswerterweise hat die WELT vor 9 Jahren noch einmal daran erinnert.

Es lohnt sich, den Link anzuklicken, hier für alle, die keine Zeit dafür haben, wenigstens ein kurzer, dort zitierter Ausschnitt aus dem Hamburger Abendblatt von 1970:

 Nur fünf Prozent zusätzliche Wolken durch Luftverschmutzung würden die mittlere Temperatur um vier Grad herabsetzen. Damit käme die nächste Eiszeit bestimmt. Sie könnte ein unerwünschtes Beiprodukt der Zivilisation sein, sozusagen ein „Industrie-Erzeugnis“.

Ob sich die irdische Luftverschmutzung im gegenwärtig kühler werdenden Klima schon bemerkbar macht, ist nicht mit Sicherheit zu sagen. Seit zehn Jahren sinken die Temperaturen. Dennoch befürchten viele Meteorologen, dass es einen „Punkt ohne Umkehr“ geben mag, von dem aus die verschmutzte Luft zwangsläufig und unaufhaltsam das Klima beeinflusst.

Der Winter 1968/69 brachte für den Nordatlantik eine Eisbedeckung, wie es sie schon seit fast sechzig Jahren nicht mehr gab. Viel Eis reflektiert viel Sonnenstrahlung wieder in den Weltraum hinaus und verbraucht viel Wärme zum Schmelzen.“ (Hamburger Abendblatt, 21.3.1970)

Nun, die prognostizierte Eiszeit ist an mir vorübergegangen. Ob ich noch lange genug lebe, um auch die jetzt prognostizierte Heiß-Zeit als erledigt abhaken zu können, weiß ich nicht - doch davon, dass es auch zu dieser Klima-Katastrophe in 30, 40 Jahren Entwarnung geben wird, davon bin ich zutiefst überzeugt.

Bei Kachelmannwetter findet man detaillierte Temperatur-Daten für viele Orte Deutschlands über viele Jahre zurück. Ich habe mir den Spaß und die Mühe gemacht, insgesamt 160 Höchsttemperaturen aus 40 Jahren für Ingolstadt abzurufen.

Jeweils den 1. Januar, den 1. April, den 1. Juli und den 1. Oktober der Jahre 1978 bis 2017.

Ich weiß, das sind im Grunde unsinnige Stichproben, doch für das, was ich aussagen will, sind diese Zahlenreihen vollkommen ausreichend.

Es geht mir um den Vergleich mit dem "Hitze-Jahr" 2018, dem der Oktober-Wert noch fehlt, und dazu vorab meine Prognose:

Am 1. Oktober 2018 wird die Tageshöchst-Temperatur in Ingolstadt voraussichtlich bei 24,7 Grad liegen.

Es könnten aber auch nur 15,1 Grad oder 35,4 Grad werden.

Schwachsinn? Richtig.

Die 24,7 Grad wären erforderlich, um den 30-jährigen Durchschnitt von 1988 bis 2017 zu erreichen.

Die niedrigste Temperatur eines 1. Oktobers in Ingolstadt lag jedoch im Jahre 2010 bei 15 Grad - warum sollte die am 1. Oktober 2018 nicht auch wieder erreicht werden? Die höchste, fünf Jahre später, bei 35 Grad. Auch das ist wieder möglich.

Temperaturen über 24,7 Grad gab es am 1. Oktober in Ingolstadt auch schon 1978 bis 1981, 1986, 1988 bis 1992, 1994 und 1995, 1997 bis 1999, 2001, 2003 und 2004, 2007 bis 2009 und 2011 bis 2014.

Die 30-Jahre Durchschnittstemperatur für den 1. Januar in Ingolstadt liegt übrigens aktuell bei 1,4 Grad, vor fünf Jahren lag der 30-Jahre Durchschnitt noch bei 1,7 Grad und vor 10 Jahren bei 1,8 Grad Celsius.

In den letzten 40 Jahren war es in 30 Jahren am 1. April in Ingolstadt wärmer als in diesem Jahr und immerhin gab es in diesem Zeitraum 19 Jahre, in denen auch der 1. Juli in Ingolstadt wärmer war als im Katastrophenjahr 2018.

Ab jetzt wirds langweilig. Themenwechsel.

Die Klimapropheten meinen ja, der CO2-Ausstoß sorge für die Erwärmung. Da wendet sich mein Blick nach China.

Das chinesische BIP hat sich von 1970 bis 2015 mehr als vervierzigfacht! Gleichzeitig sind die CO2-Emissionen Chinas von rund 1 Gigatonne pro Jahr auf 10 Gigatonnen angestiegen.

Diese zusätzlichen 9 Gigatonnen entsprechen knapp 30% der Welt-CO2-Emissionen, und sind damit doppelt so hoch, wie die CO2-Emissionen der gesamten EU. Wie wollen die Dekarbonisierungsapostel dagegen wohl anstinken? Wir bräuchten eine zweite, vollständig dekarbonisierte EU, um China zu neutralisieren.

Man muss aber auch auf die Menschheit insgesamt blicken.

So ein einzelner Mensch erzeugt, alleine durchs Atmen, ungefähr 1 Tonne CO2 pro Jahr. Lebten 1970 nur rund 3,7 Milliarden Menschen auf der Erde, sind es inzwischen 7,5 Milliarden. Das bedeutet einen zusätzlichen jährlichen CO2-Ausstoß von rund 3,5 Gigatonnen - und das wiederum entspricht etwa einem Zehntel der Welt-CO2-Emission.

Sicher ist, dass weder das chinesische BIP noch die Weltbevölkerung zu Zeiten der letzten Warmzeit eine entscheidende Rolle für den Anstieg der Welt-Durchschnitts-Temperatur spielten, wie auch die folgende Eiszeit sicherlich nicht durch den Rückgang von CO2-Emissionen ausgelöst wurde.

 

... und spätestens am Freitag herrschen überall in Deutschland wieder angenehme sommerliche Temperaturen.

P.S.: Was ich schon immer einmal anmerken wollte:

Welchen Sinn macht es, mit großem Energieaufwand Häuser gegen die winterliche Kälte zu dämmen, wenn die Winter immer wärmer werden? Wäre da nicht eher die italienisch-mediterrane Bauweise angezeigt?

Eine Studie aus dem Jahr 2013 kam zu dem Ergebnis, dass die Hausbesitzer für die in Deutschland gesetzlich vorgeschriebene Dämm-Orgie unter Berücksichtigung der (spärlichen) Heizkosten-Ersparnisse knapp eine halbe Billion Euro für nichts und wieder nichts zum Fenster hinauszuwerfen haben.

Ja, es ist schon so: Alles, was uns so aufgedrückt wird, von der Energiesparlampe über die Fassadendämmung bis zur Dieselverteufelung ist nichts als ein "Konjunkturprogramm" nach dem anderen- getarnt als Klimaziel und Weltenrettung, und damit nichts anderes als die Drohung mit dem Fegefeuer. Das ist "Angstokratie". Schon immer.



Ist unsere Demokratie am Ende?

 

 

Nicht ganz. Das Schifflein, obwohl von Piraten geentert und mit gebrochenem Hauptmast in der stürmischen See treibend - es schwimmt noch. Teile der Besatzung sind ebenfalls noch handlungsfähig.

In meinem Buch "Demokratie - Fiktion der Volksherrschaft" habe ich dargelegt, wie es dazu kommen konnte und was heute noch getan werden kann, um den Prozess umzukehren.

 


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So, wie es Menschen gibt, die besser wüssten, wie Fußball gespielt werden muss, ließe man sie nur als Bundestrainer antreten, gibt es auch Menschen, die besser wüssten, wie regiert werden muss, ließe man sie nur an die Macht.

Längst haben sich Schriftsteller dazu ihre Gedanken gemacht und Vorstellungen zum Ablauf eines Putsches entwickelt.

 

Peter Orzechowski und Robert Thiele lassen einen Bundeswehrgeneral antreten, dem es mit generalstabsmäßiger Planung und unter Mithilfe einer treu ergebenen Schar von Reservisten gelingt, die Bundesregierung ins Matt zu manövrieren.

"Der Staatsstreich" ist bei Peter Haisenko im Anderwelt Verlag erschienen und kann hier bestellt werden.

(Achtung, hier gibt es nur die Bücher aus dem Anderwelt Verlag)

 

 Andreas Reinhardt hat ein anderes Szenario aufgebaut. Eine Oppositionspartei hält das Handeln der Regierung für unerträglich und beschließt, den Regierungschef zu ermorden, um dann im Handstreich die Regierungsgeschäfte zu übernehmen.

"Operation Reiner Tisch" ist bei mir im EWK-Verlag erschienen und kann hier bestellt werden.

(Achtung, hier gibt es nur die Bücher aus dem EWK Verlag)

Wenn Sie das eine Buch lesen, während Löw gegen Schweden antritt, und das andere beim letzten Gruppenspiel gegen Südkorea, erleben Sie sicherlich mehr Spannung und Begeisterung als bei den Übertragungen im Fernsehen.

Also, leiden Sie nicht länger wie der junge Werther, erlesen Sie sich lieber den Weg zum politischen Befreiungsschlag!


Das Pilzmycel, das die Demokratie permanent in ihr Gegenteil verkehrt, durchwuchert alles - und die Gefahr, den gesamten Staat zu zerstören, wollte man es radikal ausmerzen, ist hoch.

Dennoch gibt es gangbare Ansätze, mit denen der echten Demokratie Schritt für Schritt wieder auf die Beine geholfen werden könnte.

Das Buch heißt:

Demokratie - Fiktion der Volksherrschaft

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Wenn Demokratie wie Beton ist,
bedeutet dies letztlich,
dass, wenn die Form erst einmal ausgehärtet ist,
mit einfachen Mitteln nichts mehr korrigiert werden kann.


 

Informieren Sie sich umfassend über den Untergang der Demokratie in Europa. Lesen Sie Florian Stumfalls Buch "Das EU-Diktat". Sie werden erkennen:
 
Der Spanien-Katalonien-Konflikt ist kein Zufall, sondern nur ein Anwendungsfall.
 

 

 

 


Mehr

 
 
oder greifen Sie zu "Macht macht untertan" von Herbert Ludwig:
 
darin finden Sie alles über die Methoden der Unterdrückung in der Demokratie.
 
... und falls Sie beide Bände schon kennen,
es gibt auch ein neues Buch von mir.

Demokratie ist nicht einfach. Dass demokratisch legitimierte Regierungen nicht unbedingt über ausreichend fachkundige Ressortminister verfügen, macht Demokratie nicht einfacher.

Wie sich die Dekadenz in unserer Demokratie entwickeln konnte, warum es kaum noch möglich scheint, daran etwas zu ändern, und was dennoch getan werden kann, um den Trend wieder umzukehren, habe ich in meinem neuen Buch beschrieben.

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