26. März 2018

11.00 Uhr Demokratie in Spanien - Demokratie in Deutschland

Betrachtet man das Verhalten der deutschen Behörden, muss man Edward Snowden nachträglich dazu gratulieren, nicht als Zeuge für den NSA-Ausschuss nach Deutschland gekommen zu sein.

Wer sich schon Spanien nicht klipp und klar entgegenstellt, wird erst recht gegenüber den USA den aufrechten Gang gegen juristische Winkelzüge austauschen.

Früher sagte man bei uns in Oberfranken, wenn jemand saudumm agierte: "Der stellt sich an wie ein Hund zum Scheißen."

Was jetzt hierzulande aufgeführt wird, ist davon nicht weit entfernt. Spanische Ermittler verfolgten Puigdemont offenbar schon in Finnland (wo die Behörden zwar die Bereitschaft zur Auslieferung erklärten, aber offenbar keine Bereitschaft zeigten, Puigdemont zu finden), also haben Spaniens Häscher die deutsche Polizei auf die Spur des Katalanen gehetzt - und die haben zugeschlagen und den ehemaligen Präsidenten des katalonischen Regionalparlaments in Gewahrsam genommen.

Heute, welch eine Farce!, soll ein Amtsgericht die Identitätsfeststellung übernehmen. Es könnte sich ja um einen Doppelgänger oder sogar um eine Verwechslung handeln. Wer weiß, vielleicht werden Fingerabdrücke und eine DNA-Probe genommen, um ganz sicher zu sein.

Wenn diese Prozedur vollbracht sein wird und Puigdemont wieder hinter schwedischen Gardinen sitzt, wird das schleswig-hosteinische Oberlandesgericht sich mit der schweren Entscheidung herumschlagen, ob Puigdemont in Auslieferungshaft zu nehmen ist. So der Vize-Generalstaatsanwalt Döpper, der - was nicht berichtet wird - dieses Verfahren wahrscheinlich eingeleitet hat und am Ende, wenn das OLG bestätigt hat, dass keine Auslieferungshindernisse vorliegen, die letzte Entscheidung treffen wird.

Die in Regierungsverantwortung stehende Politik duckt sich weg und lässt allenfalls die erste Reihe der Hinterbänkler zu Stellungnahmen antreten. So durfte Elmar Brok, CDU und Europaparlamentsabgeordneter, in aller buchstabengläubiger Scheinheiligkeit erklären, der Festgenommene habe eindeutig gegen spanisches Recht und die Verfassung verstoßen, er müsse sich also in Spanien vor Gericht verantworten. Außerdem sollten die Katalanen ihre Autonomiebestrebungen begraben, denn ihr Vorhaben sei völlig aussichtslos.

Spanien war seit 1975, dem Ende des Franco-Regimes, der Diktatur nie wieder so nahe, wie in diesen Tagen. Rigide Versammlungs- und Polizeigesetze schränken die freie Meinungsbildung der Spanier massiv ein. Die Unabhängigkeitsbewegung der Katalanen wird mit äußerster Härte und unfairen Tricks am Boden gehalten.

Dass die Katalanen in den von Madrid verordneten Neuwahlen erneut mehrheitlich für die Unabhängigkeitsparteien stimmten geht der Regierung unter Mariano Rajoy am Allerwertesten vorbei. Es müsste nach der Wahl eine Regionalregierung gebildet werden, aber sobald sich jemand als Kandidat für die Nachfolge Puigdemonts bewirbt, wird er verhaftet. Nun läuft die Zeit. Gelingt die Regierungsbildung nicht, müssen wieder Neuwahlen verordnet werden.

Dieses Spiel ist mehr als nur unwürdig. Es zeigt in aller Deutlichkeit die Arroganz der Macht. Es zeigt aber auch, weil sich Brüssel dazu bisher nur beschwichtigend äußert, wie schwach der demokratische Gedanke in der EU ausgeprägt ist. Dass ein EU-Parlamentarier (s.o. Brok) die Stimme gegen die Unabhängigkeitsbewegung erhebt, statt vermittelnd einzugreifen, ist bezeichnend.

Wo ein demokratischer Weg zur Erkundung des Volkswillens torpediert wird, wie es bei Katalonien-Volksabstimmung massiv geschehen ist, wo die demokratische Diskussion über den dennoch erfassten Willen der Mehrheit der Katalanen verweigert und stattdessen eine Hetzjagd auf die Vertreter der Unabhängigkeitsbewegung eröffnet wird, herrscht das Gedankengut des finstersten Mittelalters, mit einem Herrscher von Gottes Gnaden und den diesem vollständig und rechtlos ausgelieferten Untertanen.

Nun gehen Hunderttausende in ganz Spanien auf die Straße - und die Auseinandersetzungen mit der Polizei führten schon am Wochenende zu einer großen Zahl von Verletzten.

Die Staatsgewalt setzt darauf, die Demonstranten niederknüppeln und langfristig zermürben zu können.

Die Frage ist, wie lange es dauern wird, bis Rajoy die EU um Hilfe bittet und die europäische Aufstandsbekämpfungtruppe EUROGENDFOR einfliegen lässt.

Informieren Sie sich umfassend über den Untergang der Demokratie in Europa. Lesen Sie Florian Stumfalls Buch "Das EU-Diktat". Sie werden erkennen:
 
Der Spanien-Katalonien-Konflikt ist kein Zufall, sondern nur ein Anwendungsfall.
 
 
oder greifen Sie zu "Macht macht untertan" von Herbert Ludwig:
 
darin finden Sie alles über die Methoden der Unterdrückung in der Demokratie.
 
... und falls Sie beide Bände schon kennen,
es gibt auch ein neues Buch von mir.

Demokratie ist nicht einfach. Dass demokratisch legitimierte Regierungen nicht unbedingt über ausreichend fachkundige Ressortminister verfügen, macht Demokratie nicht einfacher.

Wie sich die Dekadenz in unserer Demokratie entwickeln konnte, warum es kaum noch möglich scheint, daran etwas zu ändern, und was dennoch getan werden kann, um den Trend wieder umzukehren, habe ich in meinem neuen Buch beschrieben.

jetzt lieferbar


Golo spaziert

Aus dem Manuskript, das ich an dieser Stelle schon zweimal überschwänglich lobend erwähnte, ist seit gestern ein Buch geworden.

 

Teer Sandmann

Golo spaziert
Das Land der sicheren Freiheit

 

 

 

Hier finden Sie die ausführliche Buchvorstellung - und hier den direkten Link zum Buch im Shop.

(Ein wunderschönes Ei zum Ins-Nest-Legen, weil ja bald Ostern ist...)


Florian Stumfalls Abrechnung

mit der Woge des Schwachsinns,
die über uns hereingebrochen ist.

 

Holen Sie sich jetzt Ihr Exemplar!

 


Fabian Dittrichs Betriebswirtschaftslehre

verbindet auf einzigartige Weise die wissenschaftliche Basis erfolgreichen Wirtschaftens mit den Anforderungen der praktischen Realität.

Ein Buch, das auf das Verständnis der großen Zusammenhänge abzielt und dabei auf die im Studium überrepräsentierten mathematischen Verfahren, Formeln, Diagramme und Statistiken verzichtet. Ein Buch, dass die Grenzen betriebswirtschaftlicher Modelle aufzeigt und in vielen Bereichen auch die Schnittstellen zur Volkswirtschaftslehre behandelt.

Ein Buch, in dem es nicht um die Techniken, sondern um den Sinn betriebswirtschaftlichen Handelns geht. Konzipiert, um Studienabgängern den Übergang in die Praxis zu erleichtern, dabei frei von "wissenschaftlichem Kauderwelsch", ist es in seiner gesamten Tiefe und Breite für jeden Interessierten verständlich.

Wer es einmal gelesen hat, wird es nicht mehr missen wollen. Um eifrigen Gebrauch zu unterstützen, haben wir die 453 Seiten nicht in preiswerter Klebebindung sondern mit dauerhaft strapazierfähiger Fadenheftung binden lassen.

 

 

ISBN 978-3-938175-79-8 --- geb. Ladenpreis 32,00 €

Garantiert Nudging-frei!

zum Online-Shop

 

 

Schaukeln, nicht Verschaukeln lassen!

 

Es geht immer nur ums Geld.

Geld ist ein sonderbares Ding.

Wer das Geld versteht, versteht die Wirtschaft, den Wachstumszwang und die Entstehung des Wohlstands der Reichen.

 

2005 erschien die Erstausgabe des dritten Bandes meiner wahnwitzigen Wirtschaftslehre mit dem Untertitel

"Über das Geld"

2007 wurde er Teil der überarbeiteten Gesamtausgabe und wird bis heute nachgefragt und gelesen.

mehr

 

Samirah Kenawi

hat mit "Falschgeld - Die Herrschaft des Nichts über die Wirklichkeit" ein weiteres Standardwerk über das Geld im EWK-Verlag veröffentlicht, das aufgrund des nicht nachlassenden Interesses ebenfalls immer wieder nachgedruckt wird.

 

mehr

 

 Thomas Koudela

beschäftigt sich in seinem Werk "Entwicklungsprojekt Ökonomie" mit der Frage, wie eine Marktwirtschaft ohne Kapitalismus gestaltet werden könnte und trifft auch dabei wesentliche Aussagen zum Geld und über seine Wirkungen auf Wirtschaft und Gesellschaft.

mehr

 

Manfred Gotthalmseder

hat sich, wie vorher schon Koudela, der Frage des Geldsystems im Postkapitalismus gewidmet und die Möglichkeiten zu seiner Gestaltung um ein interessantes neues Konzept erweitert.

 

mehr

 

 

Es geht auch anders.

Ein Buch, das sich der Frage annimmt, in welcher Welt wir eigentlich leben - und warum.

 

Aus dem Blickwinkel einer Frau, die ihre komfortable österreichische Heimat verlassen hat, um im Norden Kenias auf eigene Faust Entwicklungshilfe zu leisten, wird zumindest klar, dass wir nicht in einer, sondern in zwei Welten leben, was in Nyagas Geschichten bisweilen zu bizarren Überraschungen führt.

 

 

Heide S. Nyaga, Wann denn, wenn nicht jetzt?

 

(Würde ich auch empfehlen, wenn es woanders erschienen wäre.)

Bücherstube

Neu ab 20. März:

 

Neu ab 15. März:

 

Kann weiterhin bestellt werden!

jetzt bestellen

 

Der Weg zum Wohlfühlgewicht
beginnt auf der Waage.

 

Hier
könnten Sie ihn fortsetzen.


 Priester Messident

Sprachverwirrung
Babel, babbel, brabbel

NEU am 31.01.206

- Hier -

,


 Egon W. Kreutzer

Egon W. Kreutzer, PortraitAutor und Verleger - mit einem außergewöhnlichen Hang zur Nachhaltigkeit, meint:

Kritik muss weder beschönigen noch verharmlosen, weder heucheln noch trösten, um konstruktiv zu sein.

Wirksame Kritik muss in aller Klarheit und mit der gebotenen Schärfe auf allgemeine Anstrengungen zur Veränderung von Sachverhalten und Umständen abzielen.

Verhaltensänderungen kritisierter Personen sind dafür nicht Bedingung, sondern bestenfalls erfreuliche Folge.


 
 

 

-Suchmaschinenoptimierung mit Ranking-Hits -