hierverbirgtsicheingeheimnis


9. Januar 2018

10.15 Uhr Die sieben größten Irrtümer über die Demokratie

Eine Veröffentlichung des Zentralrats der Erleuchteten Hinweis für Allergiker: Dieser Text kann Spuren von Ironie enthalten.

Heute hält sich so mancher schon für einen Demokraten, nur weil er in einem demokratischen Staat lebt. Das ist natürlich falsch. Sie wissen das, ich weiß das:

Demokrat wird man nicht durch die Staatsangehörigkeit, Demokrat wird man, wenn man sich einbringt und alles tut, um die Demokratie mit Leben zu erfüllen.

Doch leider bestehen gerade unter den engagierten Demokraten oft sehr eigentümliche Vorstellungen darüber, wie Demokratie zu leben ist. Daher im Folgenden die Darstellung der sieben gefährlichsten und weit verbreiteten Irrtümer über die Demokratie.

 

1. Das Volk hat nichts zu sagen.

Die Auffassung, in der Demokratie habe das Volk nichts zu sagen, erweist sich als nahezu unausrottbar. Dabei genügt es doch völlig, die "Demokratie", die uns mit dem Grundgesetz gegeben wurde, wörtlich aus dem Griechischen ins Deutsche zu übersetzen, um festzustellen, dass wir hier in einer "Volksherrschaft" leben. Volksherrschaft heißt aber zweifellos, dass das Volk herrscht. Mit diesem Wissen um die Herrschaft des Volkes noch die Behauptung aufzustellen, das Volk habe nichts, oder, infamer, "in Wahrheit" nichts, zu sagen, ist entweder zutiefst undemokratisch oder einfach nur dumm. Ein Blick ins Grundgesetz genügt, um diesen Irrtum zu widerlegen.


2. Wahlen ändern ja doch nichts!

Ha! Was bitte, sollte sich denn ändern? Soll vielleicht das Chaos ausbrechen? Sollen die Renten unsicher, soll die schwarze Null zur roten Null werden? Ja - was denn!?

Diese Pauschalverurteilung demokratischer Gepflogenheiten entbehrt doch jeder Grundlage. Wer so denkt, hat nicht verstanden, dass sich die wahre Größe einer Demokratie in ihrer Kontinuität zeigt. Erst wenn sich durch Wahlen nichts ändert, ist ein Gemeinwesen auf dem Höhepunkt des gesellschaftlichen Konsenses, des Zusammenhalts und der Einigkeit in Recht und Freiheit angekommen.

Gut - dass sich die Zahl der Sitze im Parlament durch Wahlen ändert, dass in Ehren ergraute Parlamentarier ihren Abschied nehmen und solche, die im Parlament erst noch in Ehren ergrauen wollen, nachrücken, das sind Veränderungen, die sich nicht ganz vermeiden lassen. Doch dafür werden Wahlen schließlich veranstaltet! Man kann doch so ein Parlament durch fortgesetztes Nichtwählen nicht einfach nach und nach aussterben lassen!

Auch, dass sich manchmal, bedingt durch Wahlen, Verzögerungen in der Regierungsbildung ergeben, dass sich eine gewählte Regierung also in eine geschäftsführende Regierung verwandelt, kann nie ganz vermieden werden. Aber letztlich kommt es doch darauf an, dass nach allen Sondierungen und Koalitionsverhandlungen in vertrauter Weise zuverlässig alles so weiterläuft, wie gewohnt!

Es ist doch schon schlimm genug, dass sie in den Supermärkten alle paar Wochen die Regale umstellen!

3. Die da oben haben doch alle keine Ahnung

Nun ja. Wer will schon von "Ahnenden" regiert werden? Vermutlich nicht einmal die, die in diesem Irrtum befangen sind.

Wer weiß, was er will, braucht keine "Ahnungen", um sein Ziel anzusteuern. Wer Bundeskanzler werden will, wird in völliger Ahnungslosigkeit viel zielstrebiger alles tun können, um dieses Ziel zu erreichen, als eine von Ahnungen geplagte Person. Wer die Glyphosat-Zulassung verlängern will, könnte durch Ahnungen nur behindert werden. Auf den Willen kommt es an! Niemand braucht eine Ahnung, um die Bundeswehr in ein Krisengebiet zu schicken. Im Gegenteil! Gäbe es da nur eine Ahnung, fände sich die Bundeswehr vielleicht in voller Montur da wieder, wo es gar keine Krise gibt.

Wer zielstrebig regieren will, muss jeglicher Ahnung strikt entsagen! Im Grunde braucht es dazu noch nicht einmal Fakten. Fakten entstammen immer der Vergangenheit. Eine gute Regierung tritt jedoch an, die Zukunft zu gestalten, was heißt, Fakten im Sinne des eigenen ideologischen Ideals erst schaffen zu wollen.

Letztlich handelt es sich bei allen, die sich von ihren Ahnungen treiben lassen, doch nur um Bedenkenträger, Ewiggestrige und hinderliche Bremsklötze!

Und wenn ein Politiker von irgendetwas eine Ahnung hat, dann sollte er sich für seine Tätigkeit ein Ressort auswählen, das damit möglichst überhaupt nichts zu tun hat, wenn sein Gestaltungswille nicht schon an der eigenen Ahnung scheitern soll.

 

4. Die Demokratie ist zur Parteienherrschaft verkommen.

So ein Blödsinn!

Diese These auch nach 12 Jahren Merkel noch zu vertreten, zeugt doch nur von einer vollkommen apolitischen Geisteshaltung, von einem Leben im Elfenbeinturm des Eigenbrötlers, fernab jeglicher Realität, abgeschottet von sämtlichen Qualitätsmedien.

Dieser grobe Irrtum ist aber glücklicherweise schon mit einer ganz einfachen Frage absolut überzeugend zu widerlegen, und die lautet:

Seit wann ist Angela Merkel denn eine Partei?


Eine ergänzende Frage könnte lauten: Welche Partei hat denn im Rahmen eines selbst erklärten, übergesetzlichen humanitären Notstandes vermocht, die Grenzen für everybody zu öffnen?

Ist es nicht ganz im Gegenteil so, dass Angela Merkel die CDU beherrscht. Ist es nicht so, dass sie trotz aller Versuche der Bayern, das zu ändern, auch mit fester Hand die CSU im Griff hat? Beherrscht Angela Merkel nicht letztlich auch die SPD? Herrscht sie nicht auch über Grüne und LINKE, über die FDP und die AfD. Ja, sie herrscht sogar über alle Parteien, die an der Fünf-Prozent-Hürde gescheitert sind!

Parteien können nicht herrschen. Sie können an der Willensbildung des Volkes teilnehmen und sie können aus ihren Reihen Personen als Abgeordnete zur Bundestagswahl vorschlagen, sie können Parteiprogramme und Wahlprogramme erarbeiten und verabschieden, sie können ihre Abgeordneten verpflichten, im Bundestag mal mit ja und mal mit nein zu stimmen, aber damit ist dann Schluss. Was hat das mit "Herrschaft" zu tun?

Jeder Hausmeister hat mehr "Herrschaftspotential" als eine Partei.


5. Die  Demokratie tut dem Volk nichts Gutes.

Hier liegt gleich ein doppelter Irrtum vor! Die Demokratie ist eine Regierungs-FORM! Die Form sagt doch nicht zwingend etwas über den Inhalt, oder das, was herauskommen muss. Nehmen wir eine Bierflasche. Das ist die Form! Deutsche Brauereien haben sich auf eine einheitliche Flaschenform geeinigt und so einen Flaschenpool gegründet.

Aber: Was drin ist, ist unterschiedlich.

Das reicht vom nordischen atheistisch-evangelischen Jever bis zum südlichen bajuwarisch-katholischen Andechser Klosterbier. Manche Brauereien füllen auch ihre Limonaden in Bierflaschen - und was in manchem privaten Haushalt in Bierflaschen gefüllt wird, vom Zweitakt-Gemisch für die Kettensäge bis zum selbstangesetzten Kräuterlikör, das geht auf keine Kuhhaut.

Der zweite Irrtum besteht darin, dass ausgerechnet das Volk, das ja in der Demokratie selbst herrscht (siehe Irrtum 1), glaubt, einen Grund zur Beschwerde über das Ergebnis des eigenen Herrschens zu haben. Wo kämen wir da denn hin!!?
Die Wahrheit ist, dass einzig die Demokratie das Optimum an Wohltaten für das Volk herzustellen in der Lage ist, und wenn es dem Volk nicht so gut geht, dann liegt das nicht an der Demokratie, sondern an den widrigen Umständen.

Außerdem kommt hier auch ein ordentliches Stück Doppelmoral zum Vorschein. Den Parlamentariern, die sich die Diäten erhöhen, frech Selbstbedienungsmentalität vorhalten, aber selbst den Rachen nicht voll bekommen. Pfui!


6. In Wahrheit regiert das Kapital, die Plutokratie!

Kaum zu glauben, aber auch dieser Irrtum ist weit verbreitet.

Da müsste man doch schon mal einen Bill Gates, einen Warren Buffet oder zumindest den George Soros am Schreibtisch im Bundeskanzleramt in regierungstätiger Pose gesehen haben.
Davon ist nichts überliefert - und ich bin zutiefst überzeugt, dass Angela Merkel dies niemals zugelassen hätte. Ihr ist es bisher gelungen, alle, die ihr Regierungswirken hätten untergraben können, in die Wüste zu schicken, doch auch da halten sich Gates, Buffet und Soros nicht auf.

Im Übrigen haben die auch ganz anderes zu tun als in Deutschland herumzuregieren. Statt mit unergiebigen Kabinettssitzungen, Koalitionsverhandlungen oder Regierungserklärungen ihre Zeit zu verschwenden, sind die doch stets da unterwegs, wo der Rubel rollt, um sich ihre Rolle einzufangen.

Wer die Bundesrepublik regiert, kann davon nicht reich werden, und wer reich ist oder reich werden will, wird seine Ernte dabei nicht ausgerechnet auf dem ausgemerkelten Acker der Berliner Regierungstätigkeit versuchen.

Sie sehen, ein einziger Faktencheck genügt, und das Hirngespinst löst sich in Luft auf.

Fake, nennt man das heute.

 

7. Die Dummen sind immer in der Mehrheit

Dieser Irrtum geht von der vollkommen unbewiesenen Prämisse aus, unter den Wahlberechtigten - denn nur auf die kommt es an - gäbe es mehr Dumme als Kluge.

Das mag einst so gewesen sein, als sich die Fürsten in ihrer besonderen Einsicht und Weisheit noch für die Beibehaltung der Monarchie aussprachen, weil das Volk noch nicht reif für die Demokratie gewesen sei.

Wenn dem heute noch so wäre, dürfte weder ein Graf Lambsdorf noch sonst ein Adliger als glühender Verfechter der Demokratie im Bundestag sitzen. Und wo selbst der Adel die Reife des Volkes für die Demokratie anerkennt, sollte sich das Volk nicht als Beschmutzer des eigenen Nestes betätigen, sondern - obwohl es gewiss noch Dumme unter den Wahlberechtigten gibt - ebenfalls davon ausgehen, dass inzwischen die Klugen ganz deutlich in der Mehrheit sind, immerhin 87,4 Prozent.

 

Mit dieser kleinen Aufklärungsschrift hoffen wir, unsererseits einen Beitrag leisten zu können, Irrende auf den rechten Weg zu führen, ihre Zweifel an der Demokratie aufzulösen und damit den Anteil der Klugen noch einmal vergrößern zu können.


Nachtrag für Anagramm-Freunde:


Aus den 10 Buchstaben von Demokratie lassen sich schöne Anagramme bilden, wie z.B.:
EDEKA IM ORT ARD KOMITEE DIE AKTE ROM usw.


 

Florian Stumfalls Abrechnung

mit der Woge des Schwachsinns,
die über uns hereingebrochen ist.

 

Holen Sie sich jetzt Ihr Exemplar!

 


Fabian Dittrichs Betriebswirtschaftslehre

verbindet auf einzigartige Weise die wissenschaftliche Basis erfolgreichen Wirtschaftens mit den Anforderungen der praktischen Realität.

Ein Buch, das auf das Verständnis der großen Zusammenhänge abzielt und dabei auf die im Studium überrepräsentierten mathematischen Verfahren, Formeln, Diagramme und Statistiken verzichtet. Ein Buch, dass die Grenzen betriebswirtschaftlicher Modelle aufzeigt und in vielen Bereichen auch die Schnittstellen zur Volkswirtschaftslehre behandelt.

Ein Buch, in dem es nicht um die Techniken, sondern um den Sinn betriebswirtschaftlichen Handelns geht. Konzipiert, um Studienabgängern den Übergang in die Praxis zu erleichtern, dabei frei von "wissenschaftlichem Kauderwelsch", ist es in seiner gesamten Tiefe und Breite für jeden Interessierten verständlich.

Wer es einmal gelesen hat, wird es nicht mehr missen wollen. Um eifrigen Gebrauch zu unterstützen, haben wir die 453 Seiten nicht in preiswerter Klebebindung sondern mit dauerhaft strapazierfähiger Fadenheftung binden lassen.

 

 

ISBN 978-3-938175-79-8 --- geb. Ladenpreis 32,00 €

Garantiert Nudging-frei!

zum Online-Shop


Ebenso empfehlensert:

 


 

Nebenbei bemerkt:

So lange wir uns mit "Kindereien" wie dem Binnen-I beschäftigen lassen, solange wir von stärker Pigmentierten zu sprechen haben, wenn wir Neger meinen, und uns in kraftraubende Diskussionen darüber verstricken lasen, ob es zwischen "wertkonservativ" und "rechtsradikal" nicht vielleicht doch einen Unterschied gibt, werden wir Schwierigkeiten haben, uns mit den wirklich substantiellen Entwicklungen und Problemen auseinander zu setzen.

Haben Sie auch immer öfter den Eindruck, dass das Irrationale im Kampf gegen die Vernunft den Sieg davonträgt? Fürchten Sie, dass über 200 Lehrstühle für "Genderwissenschaften" an deutschen Universitäten im Grunde nur Schwachsinn produzieren können? Brauchen Sie den Beweis dafür, dass nicht Sie spinnen, sondern die anderen? Hier könnten Sie die Lösung finden.

 


LSBTTIQ*-Community (Lesben, Schwule, Bi- und Transsexuelle, Transgender, Intersexuelle und Menschen, die sich als Queer verstehen).

 

Schaukeln, nicht Verschaukeln lassen!

 

Es geht immer nur ums Geld.

Geld ist ein sonderbares Ding.

Wer das Geld versteht, versteht die Wirtschaft, den Wachstumszwang und die Entstehung des Wohlstands der Reichen.

 

2005 erschien die Erstausgabe des dritten Bandes meiner wahnwitzigen Wirtschaftslehre mit dem Untertitel

"Über das Geld"

2007 wurde er Teil der überarbeiteten Gesamtausgabe und wird bis heute nachgefragt und gelesen.

mehr

 

Samirah Kenawi

hat mit "Falschgeld - Die Herrschaft des Nichts über die Wirklichkeit" ein weiteres Standardwerk über das Geld im EWK-Verlag veröffentlicht, das aufgrund des nicht nachlassenden Interesses ebenfalls immer wieder nachgedruckt wird.

 

mehr

 

 Thomas Koudela

beschäftigt sich in seinem Werk "Entwicklungsprojekt Ökonomie" mit der Frage, wie eine Marktwirtschaft ohne Kapitalismus gestaltet werden könnte und trifft auch dabei wesentliche Aussagen zum Geld und über seine Wirkungen auf Wirtschaft und Gesellschaft.

mehr

 

 Stefan Mekiffer

hat im Hansa Verlag seine Überlegungen darüber veröffentlicht, "Warum eigentlich genug Geld für alle da ist".

Wir haben einige Exemplare davon für Sie auf Lager gelegt.

 

mehr

 

Manfred Gotthalmseder

hat sich, wie vorher schon Koudela, der Frage des Geldsystems im Postkapitalismus gewidmet und die Möglichkeiten zu seiner Gestaltung um ein interessantes neues Konzept erweitert.

 

mehr

 

 

Es geht auch anders.

Ein Buch, das sich der Frage annimmt, in welcher Welt wir eigentlich leben - und warum.

 

Aus dem Blickwinkel einer Frau, die ihre komfortable österreichische Heimat verlassen hat, um im Norden Kenias auf eigene Faust Entwicklungshilfe zu leisten, wird zumindest klar, dass wir nicht in einer, sondern in zwei Welten leben, was in Nyagas Geschichten bisweilen zu bizarren Überraschungen führt.

 

 

Heide S. Nyaga, Wann denn, wenn nicht jetzt?

 

(Würde ich auch empfehlen, wenn es woanders erschienen wäre.)

Bücherstube
Mitte Januar wieder lieferbar!

Kann weiterhin bestellt werden!
jetzt bestellen

 

Der Weg zum Wohlfühlgewicht
beginnt auf der Waage.

 

Hier
könnten Sie ihn fortsetzen.


 Priester Messident

Sprachverwirrung
Babel, babbel, brabbel

NEU am 31.01.206

- Hier -

,


 Egon W. Kreutzer

Egon W. Kreutzer, PortraitAutor und Verleger - mit einem außergewöhnlichen Hang zur Nachhaltigkeit, meint:

Kritik muss weder beschönigen noch verharmlosen, weder heucheln noch trösten, um konstruktiv zu sein.

Wirksame Kritik muss in aller Klarheit und mit der gebotenen Schärfe auf allgemeine Anstrengungen zur Veränderung von Sachverhalten und Umständen abzielen.

Verhaltensänderungen kritisierter Personen sind dafür nicht Bedingung, sondern bestenfalls erfreuliche Folge.


 
 

 

-Suchmaschinenoptimierung mit Ranking-Hits -