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Paukenschlag
am Donnerstag
No. 33 /2018
vom 30. August 2018


Kommentare zum Zeitgeschehen von Egon W. Kreutzer

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Druckversion: Sigbert Döring


 
Widersprüche
muss man aushalten
 
Die offizielle Politik der Regierungsparteien hat sich längst von der euphorischen Willkommenskultur verabschiedet. Dafür ist allerdings weniger die Erkenntnis, Fehlentscheidungen getroffen zu haben, ausschlaggebend, sondern sehr viel mehr die Sorge um die in Scharen davonlaufenden Wähler.
 
Dass Deutschland die Migration auch weiterhin fördern will, ist nicht nur aus Steinmeiers Rede bei seinem türkisch-deutschen Kaffeekränzchen zu entnehmen, sondern unschwer auch daran zu erkennen, dass bei den Vereinten Nationen in New York nun über viele Jahre ein neuer Plan ausgeheckt wurde, der den schönen Namen "Globale Vereinbarung für eine sichere, geordnete und reguläre Migration" trägt.
 
Der Tenor dabei lautet:
 
"Immigration ist die Quelle von Wohlstand, Innovation und nachhaltiger Entwicklung in unserer globalisierten Welt."
 
Und weil das auch die Bundesregierung so sieht, wird sie im Dezember 2018 in Marrakesch antreten, um diese Vereinbarung für Deutschland zu unterzeichnen.
 
Florian Stumfall - Autor von inzwischen drei im EWK-Verlag erschienenen Büchern*) - hat dazu in der Preussischen Allgemeinen Zeitung warnend den Finger gehoben:
 
"Sobald die Vereinbarung in Kraft tritt, ist mit Folgen zu rechnen, gegen die sich das, was Deutschland und weitere europäische Länder 2015 an Masseneinwanderung erlebten, als vergleichsweise harmlos erweisen kann."
 
Den ganzen, lesenswerten Artikel mit dem Titel
 
Völkerwanderung als Strategie
 
finden Sie hier.
Suchen Sie die Seite am besten auf, bevor Sie hier weiterlesen.
 
 
Zugleich ist Angela Merkel auf Afrika-Reise und versucht dort, eigenhändig mit Steuergeld Flüchtlingsrouten zu verstopfen.
 
Dazu hat Christel Jungbluth auf ihrem Blog "Veilchens Welt" eine ganze Reihe von Informationen zusammengetragen und bewertet, die sie mir in Zusammenhang mit meinem "Seenot"-Artikel vom Dienstag, 28.08., zusammenfassend so geschildert hat:
 
Sehr geehrter Herr Kreutzer,
 
ich möchte Ihnen nur bekanntgeben, dass die Anzahl der Ertrinkenden im Mittelmeer nicht mehr von Bedeutung ist, weil man es wirklich geschafft hat, die Anzahl der Flüchtlinge/Migranten in den Griff zu bekommen.
 
Es geht um das Land NIGER in Afrika und ich konnte mir kaum vorstellen, wie man von dort aus die Flüchtlingswellen steuern könnte. Ich habe mich ausgiebig damit befasst, können Sie mir glauben.
 
Der Niger war immer ein zentraler Punkt, für den gesamten Handel. Dorthin kamen auch viele Flüchtlinge aus allen anderen Ländern.
 
Bezeichnend ist, dass es von AGADEZ aus - durch die Wüste Algeriens - nur zwei Abzweigungen gibt. Die eine führt direkt in die Wüste Libyens und zu den Küstenorten ZUWARA, wo die Flüchtlinge in die Boote gescharrt wurden!
Die andere Route führt durch die Wüste Algeriens, nach Marokko, auch zur Küste.
 
Man nehme mal eine Karte dieser Regionen und vergrössere sie wieder und wieder. Dann erkennt man in den Wüsten die vielen Oasen an den Hauptstrecken, wo die Schlepper zuvor tanken und Nahrung besorgen konnten, für ihre Gäste. Es ist noch nicht groß bekannt, warum jetzt kaum noch Flüchtlinge ankommen. Man verschweigt es. Alle wurden gut bezahlt.
 
An allen Oasen stehen jetzt Soldaten parat, die sofort alle Schlepper und auch die Flüchtenden festnehmen und nach Niger zurückbringen. Dort nimmt man ihnen die Fahrzeuge auf Geheiß der EU weg und sperrt sie für eine Androhung von 30 Jahren Haft ein. Wer dann die Familien versorgt, darüber wird nicht berichtet.
 
Und die Schlepper, die auf Nebenstrecken fahren, ohne zumindest plattgefahrene Sandwege, die können sich nur nach GPS richten. Aber kommen sie ins Gehege von irgendwelchen Warlords, dann werden sie vollständig ausgenommen und man lässt sie ohne Wasser in der Wüste zurück.
 
Der WÜSTENTOD ist die neuere Möglichkeit
und die Fortsetzung des ERTRINKENS IM MITTELMEER.
 
Man konnte selbst bei Tagesschau.de erfahren, dass es dreimal mehr Wüstentote gibt, als Ertrinkende.
Es steht fest, dass inzwischen kaum noch Autos bis an die Küste kommen.
 
Hier können Sie meine Recherchen lesen:
 
(Hinweis: Man muss ein Stück nach unten scrollen um zum Artikel "Agadez, die Wüstenstadt in Niger, ist der Start" zu gelangen.)
 
 
Da passt so einiges nicht zusammen.
Aber: Widersprüche muss man aushalten.
 
 
So, wie das erste UN-Papier, in dem festgelegt wurde, wie viele Migranten welches Land in welchem Zeitraum aufnehmen müsse, um den "Bestand" (klingt nach Nutztierhaltung)n zu erhalten, in Deutschland nie öffentlich diskutiert, wohl aber erkennbar als Handlunsanweisung genutzt wurde, so wird auch über die neue weltweite Vereinbarungen nicht gesprochen, die im Kern bedeutet, wie Stumfall es formulierte, bzw. zitierte:
 
Zu der vorgeblichen Zweckmäßigkeit einer völlig ungeregelten weltweiten Völkerwanderung wird ein erheblicher moralischer Druck gefügt. Dazu gehört die ständige Berufung auf die allgemeinen Menschenrechte und damit die Unterstellung, die Einwanderung eines beliebigen Weltbürgers in das Land seiner Wahl sei ein Grundrecht.
Wörtlich heißt es: „Der Global Compact basiert auf internationalen Menschenrechtsnormen und unterstützt die Prinzipien der Nicht-Zurückweisung und Nichtdiskriminierung.
 
Nein, es wäre falsch, zu erklären, diese Absichten würden geheimgehalten. Die Informationen sind öffentlich zugänglich, nur werden sie eben von den Medien der Öffentlichkeit nicht bekannt gemacht. Information ist Holschuld. Höre ich da was von "Lückenpresse"?
 
Wenn aber 190 Staaten dieser Welt mit dieser Vereinbarung ihre Grenzen für alle Wanderungsströme öffnen (wobei hoffentlich jedem klar ist, dass längst nicht alle dieser 190 Staaten auch Wanderungsziele sein werden), wozu dann der Versuch, die Migrationswilligen Afrikas aufzuhalten?
 
Vielleicht geht es im Augenblick wirklich nur darum, den Widerstand vieler Europäer und einiger europäischer Regierungen als "gegenstandslos" vor die Wand laufen zu lassen.
 
Vielleicht geht es im Augenblick nur darum, die Aufregung um Vergewaltigungen, Messerstechereien und um die ingesamt überdurchschnittlich hohe Kriminalität der Zuwanderer in Deutschland dadurch zu beruhigen, dass man sagen kann:
Was wollt ihr denn? Die Balkan-Route ist zu, übers Mittelmeer kommt keiner mehr, es kreuzt nicht ein einziges NGO-Schiff mehr vor der libyschen Küste. Nur noch die AfD halluziniert unbeirrt nicht existente Flüchtlingsströme herbei - also habt ihr doch wirklich keinen Grund mehr, diese rechten Rattenfänger zu wählen.
 
 
Gleiches gilt, nach den jeweiligen Umständen auch für Polen, Tschechien, Ungarn, Österreich und Italien, aber auch für Spanien, Portugal und nicht zuletzt auch für Frankreich.
 
Wenn dieser Coup gelungen ist, wenn den Zuwanderungskritikern auf diese Weise der Teppich unter den Füßen weggezogen wurde, wenn sich die Menschen wieder verlaufen und vereinzeln, statt gemeinsam zu demonstrieren, wenn sie auf diese Weise müde geworden und die noch Wachsamen zermürbt worden sind, dann wird man sich plötzlich nicht nur auf das Grundgesetz, auf Dublin-Vereinbarungen und die Menschenrechte berufen, sondern auch auf jene wunderbare neue internationale Vereinbarung für eine sichere, geordnete und reguläre Migration, zu der kein deutscher Wähler je gefragt wurde, die aber dennoch völkerrechtlich vollkommen unangreifbar und moralisch zwingend verbindlich sei.
 
Wir kennen diese Zermürbungstaktik doch aus der EU.
 
Wo Volksabstimmungen nicht im Sinne der Anführer ausgefallen sind, hat man so lange weiter abstimmen lassen, bis das Ergebnis passte. Juncker hat das als das Prinzip der EU ausgegeben. Einen Schritt machen, warten, ob es einen Aufstand gibt, wenn nicht, weil niemand begreift, was beschlossen wurde, den nächsten Schritt tun, bis alles unumkehrbar ist.
 
Derzeit rückläufige Zahlen von Asylbewerbern sind kein Anlass zur Entwarnung. Sie sind die Reaktion auf den beginnenden Aufstand. Sie werden - menschenverachtend! - produziert, um den Widerstand gegen weitere unkontrollierte Zuwanderung soweit aufzulösen und so lange ins Leere laufen zu lassen, bis die nächste Stufe der Völkerwanderung widerstandslos gestartet werden kann.
 
Wo bleibt die "Kleine Anfrage" der AfD bezüglich der Unterschrift der Bundesregierung unter die "Globale Vereinbarung für eine sichere, geordnete und reguläre Migration"?
 
Da müsste die Regierung doch Farbe bekennen.
 

*) Von Florian Stumfall im EWK-Verlag erschienen:
 
Das EU-Diktat, vom Untergang der Freiheit in Europa
Das Limburg-Syndrom, der Weg des brauchbaren Schwachsinns in die Politik
Tripoli Charlie, das Feuer der Hochfinanz in Afrika
 
 

Natürlich ist unsere Demokratie weit davon entfernt, perfekt zu sein.
 
Aber auch das ist kein abgekartetes Spiel, sondern das Ergebnis von Machtkämpfen und Kompromissen. Der IST-Zustand ist kein Endzustand. Wir können die weitere Entwicklung beeinflussen.
 
Ich habe ein Buch über den Zustand unserer Demokratie geschrieben.
 
Peter Haisenko hat gerade eine Rezension dazu veröffentlicht.
 

 
 
So viel Freiheit, wie möglich, so viel Sicherheit, wie nötig - nicht umgekehrt!
 


Florian Stumfall beleuchtet in dem Roman "Tripoli Charlie" das skrupellose Wirken der Hochfinanz in Afrika.
Es wäre naiv, anzunehmen, dass die gleichen Kräfte nicht auch - mit ähnlichen Zielsetzungen, aber angepassten Methoden - in Europa wirken.
 
 
 
 
 
 

 

 
Ebenfalls sehr lesenswert:
 
 
Florian Stumfall
DAS LIMBURG SYNDROM
 
 
 
Florian Stumfall
Das EU-Diktat
 
 
 
 

 

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 Egon W. Kreutzer

Autor und Verleger - mit einem außergewöhnlichen Hang zur Nachhaltigkeit, meint:

Kritik muss weder beschönigen noch verharmlosen, weder heucheln noch trösten, um konstruktiv zu sein.

Wirksame Kritik muss in aller Klarheit und mit der gebotenen Schärfe auf allgemeine Anstrengungen zur Veränderung von Sachverhalten und Umständen abzielen.

Verhaltensänderungen kritisierter Personen sind dafür nicht Bedingung, sondern bestenfalls erfreuliche Folge.