hierverbirgtsicheingeheimnis


25. Oktober 2017

10.00 Uhr Glaser

Um es gleich vorwegzuschicken: Es gibt auch Milchglas!

Ein Glaser sorgt also nicht immer nur für glasklaren Durchblick, er kann den Durchblick ebenso verwehren. Dies wiederum wird vom Kunden, der den Glaser bestellt, exakt so gewünscht - und damit sind wir beim Thema.

Denn wir alle stehen seit gestern vor jener Milchglasscheibe, die den Blick auf den Islam und dessen mit dem deutschen Grundgesetz unvereinbare Glaubensregeln verstellt, während die Frage, ob eben diese Glaubensregeln mit dem Grundgesetz vereinbar seien, selbst als mit dem Grundgesetz unvereinbar dargestellt wird.

Erneut stellt sich, mit größerer Drinlichkeit als damals, am 3. Oktober 2010, als Christian Wulff sagte: "Der Islam gehört zu Deutschland", die Frage, was das konkret bedeuten soll, und, welche Forderungen und Anrechte, aber auch Pflichten sich daraus ergeben.

Dies läuft aber zwingend darauf hinaus, die in Art. 4 GG verankerte Religionsfreiheit zu hinterfragen!

Die Quellen des Islam sind vielschichtig, die sich auf Basis dieser Quellen ausdifferenziert habenden Glaubensrichtungen sind es ebenfalls, und die Annahme, die Gläubigen würden - ähnlich wie die Christen - längst nicht mehr alles ernstnehmen, was in alten Schriften niedergelegt ist, kann auch nicht einfach so vom Tisch gewischt werden. Doch damit ist eben noch lange nicht alles gut.

Religionsfreiheit - im Sinne jener 550 Abgeordneten des Deutschen Bundestages, welche die Wahl Glasers zum Bundestagsvizepräsidenten ablehnten - kann nämlich meines Erachtens nicht soweit gehen, dass religiöse Instanzen für ihre Anhänger in Form so genannter "Fatwas" Recht setzen, das dem staatlichen Recht widerspricht. Wobei anzumerken ist, dass eine Fatwa weit über das hinausgeht, was hierzulande unter einer "Rechtsauskunft" verstanden wird. Eine Religion, deren Religionslehrer ihre Anhänger zum Mord aufrufen, wie es z.B. Ayatollah Khomeini im Fall des Schriftstellers Salman Rushdi getan hat, sollte in einem Staat, der sich das Gewaltmonopol vorbehalten und die Todesstrafe abgeschafft hat, nicht frei ausgeübt werden dürfen!

Ich denke, hier wird mir nicht einmal Claudia Roth widersprechen, die gestern mit einer guten Mehrheit erneut zur Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages gewählt wurde, obwohl ihr Verhältnis zum deutschen Staat und zum Grundgesetz ebenfalls Anlass zu Kritik böte (z.B. hier)

Nun mag man die Causa Salman Rushdi, auch wenn auf seinen Kopf inzwischen rund 4 Millionen Dollar ausgesetzt sind, als einen "Einzelfall" betrachten und darauf hinweisen, dass längst nicht alle islamischen Religionslehrer diese Fatwa gutheißen, unerwähnt kann man sie dennoch nicht lassen, wenn man die Bandbreite der mit der Religionsausübung verbundenen, für christlich geprägte Mitteleuropäer stark gewöhnungsbedürftiger "Rechtsveränderungen" aufzeigen will.

Die in der deutschen Öffentlichkeit vorwiegend diskutierten Themen wie: Schwimmunterricht für Mädchen, die Verhüllung muslimischer Frauen vom Kopftuch bis zum Sehschlitz in der Burka und die Streitereien um Kruzifixe in Klassenzimmern bilden dabei die harmlosen, für einen säkularen Staat im Grunde nicht regelungsbedürftigen Steine des Anstoßes.

In meinen Augen: Geschenkt, wären das nur oberflächliche Symptome!

Wenn wir jedoch das Problem der Vielehe betrachten, die in unserem tiefgreifenden, auch das Eigentumsrecht tangierenden Familienrecht nicht zugelassen ist, und sogar nach §172BGB einen Straftatbestand darstellt, und feststellen, dass deutsche Gerichte dazu neigen, im Ausland geschlossene Vielehen zu akzeptieren, was vermutlich zur Folge haben wird, dass auch die Zweitfrau ein Anrecht auf die deutsche Staatsbürgerschaft erhält, dann befinden wir uns in einem bemerkenswerten Raum unterschiedlichen Rechts, der mit einem Kopfschütteln alleine nicht mehr abgetan werden sollte. Der Fall ist noch nicht abgeschlossen, er wird wohl auch noch das Bundesverwaltungsgericht beschäftigen, doch alleine der bisher geführte Rechtsstreit deutet auf eine Erosion des deutschen Rechts durch das Grundrecht auf Religionsfreiheit hin.

Noch kritischer wird es, wenn wir die im Islam verankerte Praxis der Zwangsverheiratung und des Ehrenmordes betrachten. Beschönigend wird oft erwähnt, für beides biete der Koran keine Handlungsanweisung - Praxis ist es leider in viel zu vielen Fällen. Kritisch für den Rechtsstaat wird es dann, wenn ein Gericht einem solchen Mörder, weil religiös motiviert, mildernde Umstände zubilligt.

Dass Herr Glaser darauf hinweist, dass der Islam selbst den Begriff "Religionsfreiheit" nicht kennt und die Bekehrung aller Ungläubigen zum Ziel hat, mag am Beispiel des Gottesstaates Saudi Arabien angesprochen werden. Nach dem Gesetz der Scharia wird dort für eine ganze Reihe von "Verbrechen" die Todesstrafe verhängt und exekutiert. Dabei geht es nicht nur um Mord und Vergewaltigung, Delikte, für die durchaus auch noch in westlich-christlichen Ländern die Todesstrafe droht, sondern eben auch um Ehebruch, Gotteslästerung und Hexerei - inzwischen kann das Schwert auch wieder bei Homosexualität geschwungen werden.

Ich mag an dieser Stelle durchaus zynisch an die Worte von Frau Özoguz, der Integrationsbeauftragten des Deutschen Bundestages erinnern, für die eine spezifisch deutsche Kultur nicht erkennbar ist, und die Frage stellen, ob sie denn, im Gegenzug, eine spezifisch saudi-arabische Kultur erkennen könne und dieser demzufolge einen Schutz vor Überfremdung durch aktive Ausübung des Christentums zubilligen würde.

Staatsrechtler sind übrigens der Aufassung, dass Art. 4 GG, wenn er im Konflikt zu anderen Grundrechten stünde, diesen gleichberechtigte gegenüberstehe und im Zweifelsfall ein Kompromiss gefunden werden müsse.

Daraus kann geschlossen werden:

Falls die Überzeugung, der Islam gehöre zu Deutschland, sich mehrheitlich durchgesetzt hat, was aus dem Abstimmungsverhalten bei der Wahl der Bundestagsvizepräsidenten im Grunde schon als Faktum begriffen werden kann, dann wird sich aus der grundgesetzlich verbrieften Religionsfreiheit mittelfristig eine Reihe von Konflikten mit anderen Grund- und Menschenrechten ergeben, welchen ein Interessensausgleich zu folgen hat. Dies bedeutet nicht weniger, als dass bestehendes deutsches Recht zu Gunsten der Rechtsordnung der Scharia verändert werden muss. Gleichzeitig müsste das Recht der Scharia jedoch ebenfalls, im Sinne eines Interessenausgleichs, durch deutsches Recht "überschrieben" werden.

Dies ist keine einfache Aufgabe - und es wäre - neben der Verabschiedung eines Zuwanderungsgesetzes - eine der vordringlichen Aufgaben dieses neu konstitiuierten Deutschen Bundestages, diese Weichen jetzt zu stellen.

Wenn der Islam zu Deutschland gehört, muss der Interessenausgleich zwischen den hier lebenden Christen, Juden, Mohammedanern und Atheisten im Rechtssystem der Bundesrepublik Buchstabe für Buchstabe verankert werden.

Fallweise den Gerichten die Auslegung und Anpassung zu überlassen ist das Gegenteil von Rechtssicherheit und nahe an der Praxis, im Bedarfsfall eine Fatwa zu erlassen. Vielleicht ist auch das schon ein Beweis dafür, dass der Islam schon länger zu Deutschland gehört.

 


Fabian Dittrichs Betriebswirtschaftslehre

verbindet auf einzigartige Weise die wissenschaftliche Basis erfolgreichen Wirtschaftens mit den Anforderungen der praktischen Realität.

Ein Buch, das auf das Verständnis der großen Zusammenhänge abzielt und dabei auf die im Studium überrepräsentierten mathematischen Verfahren, Formeln, Diagramme und Statistiken verzichtet. Ein Buch, dass die Grenzen betriebswirtschaftlicher Modelle aufzeigt und in vielen Bereichen auch die Schnittstellen zur Volkswirtschaftslehre behandelt.

Ein Buch, in dem es nicht um die Techniken, sondern um den Sinn betriebswirtschaftlichen Handelns geht. Konzipiert, um Studienabgängern den Übergang in die Praxis zu erleichtern, dabei frei von "wissenschaftlichem Kauderwelsch", ist es in seiner gesamten Tiefe und Breite für jeden Interessierten verständlich.

Wer es einmal gelesen hat, wird es nicht mehr missen wollen. Um eifrigen Gebrauch zu unterstützen, haben wir die 453 Seiten nicht in preiswerter Klebebindung sondern mit dauerhaft strapazierfähiger Fadenheftung binden lassen.

 

 

ISBN 978-3-938175-79-8 --- geb. Ladenpreis 32,00 €

Garantiert Nudging-frei!

zum Online-Shop


Ebenso empfehlensert:

Florian Stumfalls Abrechnung

mit der Woge des Schwachsinns,
die über uns hereingebrochen ist.

 

Holen Sie sich jetzt Ihr Exemplar!


 

Nebenbei bemerkt:

So lange wir uns mit "Kindereien" wie dem Binnen-I beschäftigen lassen, solange wir von stärker Pigmentierten zu sprechen haben, wenn wir Neger meinen, und uns in kraftraubende Diskussionen darüber verstricken lasen, ob es zwischen "wertkonservativ" und "rechtsradikal" nicht vielleicht doch einen Unterschied gibt, werden wir Schwierigkeiten haben, uns mit den wirklich substantiellen Entwicklungen und Problemen auseinander zu setzen.

Haben Sie auch immer öfter den Eindruck, dass das Irrationale im Kampf gegen die Vernunft den Sieg davonträgt? Fürchten Sie, dass über 200 Lehrstühle für "Genderwissenschaften" an deutschen Universitäten im Grunde nur Schwachsinn produzieren können? Brauchen Sie den Beweis dafür, dass nicht Sie spinnen, sondern die anderen? Hier könnten Sie die Lösung finden.

 


LSBTTIQ*-Community (Lesben, Schwule, Bi- und Transsexuelle, Transgender, Intersexuelle und Menschen, die sich als Queer verstehen).

 

Schaukeln, nicht Verschaukeln lassen!

 

Es geht immer nur ums Geld.

Geld ist ein sonderbares Ding.

Wer das Geld versteht, versteht die Wirtschaft, den Wachstumszwang und die Entstehung des Wohlstands der Reichen.

 

2005 erschien die Erstausgabe des dritten Bandes meiner wahnwitzigen Wirtschaftslehre mit dem Untertitel

"Über das Geld"

2007 wurde er Teil der überarbeiteten Gesamtausgabe und wird bis heute nachgefragt und gelesen.

mehr

 

Samirah Kenawi

hat mit "Falschgeld - Die Herrschaft des Nichts über die Wirklichkeit" ein weiteres Standardwerk über das Geld im EWK-Verlag veröffentlicht, das aufgrund des nicht nachlassenden Interesses ebenfalls immer wieder nachgedruckt wird.

 

mehr

 

 Thomas Koudela

beschäftigt sich in seinem Werk "Entwicklungsprojekt Ökonomie" mit der Frage, wie eine Marktwirtschaft ohne Kapitalismus gestaltet werden könnte und trifft auch dabei wesentliche Aussagen zum Geld und über seine Wirkungen auf Wirtschaft und Gesellschaft.

mehr

 

 Stefan Mekiffer

hat im Hansa Verlag seine Überlegungen darüber veröffentlicht, "Warum eigentlich genug Geld für alle da ist".

Wir haben einige Exemplare davon für Sie auf Lager gelegt.

 

mehr

 

Manfred Gotthalmseder

hat sich, wie vorher schon Koudela, der Frage des Geldsystems im Postkapitalismus gewidmet und die Möglichkeiten zu seiner Gestaltung um ein interessantes neues Konzept erweitert.

 

mehr

 

 

Es geht auch anders.

Ein Buch, das sich der Frage annimmt, in welcher Welt wir eigentlich leben - und warum.

 

Aus dem Blickwinkel einer Frau, die ihre komfortable österreichische Heimat verlassen hat, um im Norden Kenias auf eigene Faust Entwicklungshilfe zu leisten, wird zumindest klar, dass wir nicht in einer, sondern in zwei Welten leben, was in Nyagas Geschichten bisweilen zu bizarren Überraschungen führt.

 

 

Heide S. Nyaga, Wann denn, wenn nicht jetzt?

 

(Würde ich auch empfehlen, wenn es woanders erschienen wäre.)

Bücherstube

In Kürze erscheint

Jetzt schnell noch zum günstigen Subskriptionspreis vorbestellen!
jetzt bestellen

 


 

Der Weg zum Wohlfühlgewicht
beginnt auf der Waage.

 

Hier
könnten Sie ihn fortsetzen.


 Priester Messident

Sprachverwirrung
Babel, babbel, brabbel

NEU am 31.01.206

- Hier -

,


 Egon W. Kreutzer

Egon W. Kreutzer, PortraitAutor und Verleger - mit einem außergewöhnlichen Hang zur Nachhaltigkeit, meint:

Kritik muss weder beschönigen noch verharmlosen, weder heucheln noch trösten, um konstruktiv zu sein.

Wirksame Kritik muss in aller Klarheit und mit der gebotenen Schärfe auf allgemeine Anstrengungen zur Veränderung von Sachverhalten und Umständen abzielen.

Verhaltensänderungen kritisierter Personen sind dafür nicht Bedingung, sondern bestenfalls erfreuliche Folge.


 
 

 

-Suchmaschinenoptimierung mit Ranking-Hits -