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10. Oktober 2017

10.00 Uhr And the winner is:  Nudging

Alfred Nobel hat - wohl aus gutem Grund - keinen Nobelpreis für Wirtschaft gestiftet, auch keinen für die Wirtschaftswissenschaften. Den Preis hat sich 1968 die Schwedische Reichsbank ausgedacht und - schon ein bisschen irreführend - so benannt:

Preis der Schwedischen Reichsbank in Wirtschaftswissenschaft
zur Erinnerung an Alfred Nobel

In diesem Jahr ging dieser Preis an den als "Verhaltensökonomen" bezeichneten Amerikaner Richard H. Thaler, ein Mann, dessen Erkenntnisse sich - grob gesprochen - mit dem Erfahrungshintergrund eines gerissenen Kaffeefahrtenanimateurs decken, denn er hat doch tatsächlich herausgefunden, dass Kaufentscheidungen zu Gunsten des eigenen Geschäfts leichter fallen, wenn man den Kunden im Glauben lässt, er träfe die Entscheidung aus eigenem Entschluss, obwohl man ihn dazu mit manipulativen Informationen in eine Ecke gedrängt hat, aus der er nur noch schwerlich einen Ausweg findet.

Das Konzept heißt "Nudging" - und es hat längst Einzug in die Politik gehalten, wo es eingesetzt wird, um den Bürger mit sanfter Lenkung dahin zu dirigieren, wo die Regierung ihn haben will. Nudging ist die Verdrängung des Denkens durch subtile Techniken des Gruppenzwangs und der Massenpsychologie.

Was die Juroren der Schwedischen Reichsbank daran begeistert hat, war wohl vor allem die von Thaler vertretene Auffassung, dass es den "homo oeconomicus", der unausrottbar alle betriebs- und volkswirtschaftlichen Modelle bevölkert, schlicht nicht gibt. Stattdessen seien viele Entscheidungen irrational, zum Teil gegen die eigenen Interessen gerichtet.

Alle wohlfeilen Sprüche, die jetzt zu hören sind, wie: "Der Preisträger habe das Leben aller Menschen verbessert", entlarven entweder totales Unverständnis, oder es sind krasse Lügen, denn Nudging klärt den Konsumenten nicht über seine irrationalen Entscheidungsgründe auf, sondern nutzt genau diese irrationalen Elemente menschlichen Handelns per Nudging zum Nachteil der Konsumenten und Wähler.

Dass Menschen nicht immer ihren Verstand einsetzen, weiß der gesunde Menschenverstand zwar schon immer, doch dem fehlen eben die akademischen Weihen, um sich gegen die etablierten Gurus an den Hochschulen durchzusetzen. Wer nicht mit umständlichen Formeln den Beweis antritt, dass sich unter genau formulierten, in der Realität nicht herstellbaren Bedingungen, zwischen Angebot und Nachfrage ein Gleichgewicht ergeben wird, bzw. welche Bedingung zu ändern sei, um das Gleichgewicht herzustellen, wird nicht ernst genommen.

Inwieweit Thalers Erkenntnisse geeignet sind, um die wirtschaftswissenschaftliche Theorie im Sinne höherer Treffsicherheit zu verändern, ist schwer zu sagen. Das Element, das er einbringt, sprengt schließlich alle herkömmlichen Formeln. Und die Ansätze für wirksames Nudging, mit deren Hilfe er die Formeln durch entsprechende Erweiterungen eventuell retten könnte, werden sich dort wohl auch nur in einer neuen Variablen niederschlagen, deren Wert zwischen 0 und 1 liegen muss und je nach Erwartungshaltung frei gewählt werden kann.

Dass der "homo oeconomicus" eine Fiktion ist, hat jedoch auch Prof. Dr. Fabian Dittrich festgestellt, der selbst Wirtschaftswissenschaften lehrt, dabei aber klar zu unterscheiden weiß, zwischen den Instrumenten der Wirtschaftswissenschaften einerseits und dem Wesen des Wirtschaftens, das verstanden sein sollte, bevor die Instrumente eingesetzt werden, andererseits.

Da "die Lehre" an deutschen Hochschulen sehr verliebt in die Instrumente ist und die wesentlichen Zusammenhänge eher stiefmütterlich behandelt, so seine Erkenntnis, haben Absolventen häufig Schwierigkeiten, sich in der Praxis zurechtzufinden.

(Es ist da wie beim Friseur. Es genügt nicht, alles über Schere und Kamm zu wissen. Wenn der erste Kunde auf dem Stuhl sitzt, sollte man sich auch schon einmal mit Haaren und Frisuren beschäftigt haben.)

Seine Absicht, Absolventen, denen die Praxis zu praktisch vorkommt, eine Orientierung an die Hand zu geben, hat ein Buch entstehen lassen, dessen wahrer Nutzen weit über diese Zielsetzung hinausreicht.

Fabian Dittrichs Betriebswirtschaftslehre

verbindet auf einzigartige Weise die wissenschaftliche Basis erfolgreichen Wirtschaftens mit den Anforderungen der praktischen Realität.

Ein Buch, das auf das Verständnis der großen Zusammenhänge abzielt und dabei auf die im Studium überrepräsentierten mathematischen Verfahren, Formeln, Diagramme und Statistiken verzichtet. Ein Buch, dass die Grenzen betriebswirtschaftlicher Modelle aufzeigt und in vielen Bereichen auch die Schnittstellen zur Volkswirtschaftslehre behandelt.

Ein Buch, in dem es nicht um die Techniken, sondern um den Sinn betriebswirtschaftlichen Handelns geht. Konzipiert, um Studienabgängern den Übergang in die Praxis zu erleichtern, dabei frei von "wissenschaftlichem Kauderwelsch", ist es in seiner gesamten Tiefe und Breite für jeden Interessierten verständlich.

Wer es einmal gelesen hat, wird es nicht mehr missen wollen. Um eifrigen Gebrauch zu unterstützen, haben wir die 453 Seiten nicht in preiswerter Klebebindung sondern mit dauerhaft strapazierfähiger Fadenheftung binden lassen.

 

 

ISBN 978-3-938175-79-8 --- geb. Ladenpreis 32,00 €

Garantiert Nudging-frei!

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Florian Stumfalls Abrechnung

mit der Woge des Schwachsinns,
die über uns hereingebrochen ist.

 

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Nebenbei bemerkt:

So lange wir uns mit "Kindereien" wie dem Binnen-I beschäftigen lassen, solange wir von stärker Pigmentierten zu sprechen haben, wenn wir Neger meinen, und uns in kraftraubende Diskussionen darüber verstricken lasen, ob es zwischen "wertkonservativ" und "rechtsradikal" nicht vielleicht doch einen Unterschied gibt, werden wir Schwierigkeiten haben, uns mit den wirklich substantiellen Entwicklungen und Problemen auseinander zu setzen.

Haben Sie auch immer öfter den Eindruck, dass das Irrationale im Kampf gegen die Vernunft den Sieg davonträgt? Fürchten Sie, dass über 200 Lehrstühle für "Genderwissenschaften" an deutschen Universitäten im Grunde nur Schwachsinn produzieren können? Brauchen Sie den Beweis dafür, dass nicht Sie spinnen, sondern die anderen? Hier könnten Sie die Lösung finden.

 


LSBTTIQ*-Community (Lesben, Schwule, Bi- und Transsexuelle, Transgender, Intersexuelle und Menschen, die sich als Queer verstehen).

 

Schaukeln, nicht Verschaukeln lassen!

 

Es geht immer nur ums Geld.

Geld ist ein sonderbares Ding.

Wer das Geld versteht, versteht die Wirtschaft, den Wachstumszwang und die Entstehung des Wohlstands der Reichen.

 

2005 erschien die Erstausgabe des dritten Bandes meiner wahnwitzigen Wirtschaftslehre mit dem Untertitel

"Über das Geld"

2007 wurde er Teil der überarbeiteten Gesamtausgabe und wird bis heute nachgefragt und gelesen.

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Samirah Kenawi

hat mit "Falschgeld - Die Herrschaft des Nichts über die Wirklichkeit" ein weiteres Standardwerk über das Geld im EWK-Verlag veröffentlicht, das aufgrund des nicht nachlassenden Interesses ebenfalls immer wieder nachgedruckt wird.

 

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 Thomas Koudela

beschäftigt sich in seinem Werk "Entwicklungsprojekt Ökonomie" mit der Frage, wie eine Marktwirtschaft ohne Kapitalismus gestaltet werden könnte und trifft auch dabei wesentliche Aussagen zum Geld und über seine Wirkungen auf Wirtschaft und Gesellschaft.

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 Stefan Mekiffer

hat im Hansa Verlag seine Überlegungen darüber veröffentlicht, "Warum eigentlich genug Geld für alle da ist".

Wir haben einige Exemplare davon für Sie auf Lager gelegt.

 

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Manfred Gotthalmseder

hat sich, wie vorher schon Koudela, der Frage des Geldsystems im Postkapitalismus gewidmet und die Möglichkeiten zu seiner Gestaltung um ein interessantes neues Konzept erweitert.

 

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Es geht auch anders.

Ein Buch, das sich der Frage annimmt, in welcher Welt wir eigentlich leben - und warum.

 

Aus dem Blickwinkel einer Frau, die ihre komfortable österreichische Heimat verlassen hat, um im Norden Kenias auf eigene Faust Entwicklungshilfe zu leisten, wird zumindest klar, dass wir nicht in einer, sondern in zwei Welten leben, was in Nyagas Geschichten bisweilen zu bizarren Überraschungen führt.

 

 

Heide S. Nyaga, Wann denn, wenn nicht jetzt?

 

(Würde ich auch empfehlen, wenn es woanders erschienen wäre.)

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Der Weg zum Wohlfühlgewicht
beginnt auf der Waage.

 

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 Egon W. Kreutzer

Egon W. Kreutzer, PortraitAutor und Verleger - mit einem außergewöhnlichen Hang zur Nachhaltigkeit, meint:

Kritik muss weder beschönigen noch verharmlosen, weder heucheln noch trösten, um konstruktiv zu sein.

Wirksame Kritik muss in aller Klarheit und mit der gebotenen Schärfe auf allgemeine Anstrengungen zur Veränderung von Sachverhalten und Umständen abzielen.

Verhaltensänderungen kritisierter Personen sind dafür nicht Bedingung, sondern bestenfalls erfreuliche Folge.


 
 

 

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