hierverbirgtsicheingeheimnis



18. September 2017

09.00 Uhr Gedanken über das nahende Ende (der Sprache)

Sprache ist nicht nur ein Hilfsmittel zur Verständigung, das Menschen benutzen, weil die Telepathie nur unzureichend funktioniert, Sprache ist vor allem ein unentbehrliches Instrument des Denkens. Je mehr eine Sprache ihre Sprecher befähigt, zu differenzieren, sowohl zwischen den Dingen und den Wesen, die sie umgeben, als auch zwischen den Beziehungen, die zwischen den sprachlich benennbaren Objekten bestehen, und vor allem, je bessere Möglichkeiten sie bietet, vom Gegenständlich-Realen zu abstrahieren, desto größer ist der Raum, der innerhalb einer Sprache denkend erschlossen werden kann.

Eine Sprache, die nur vier Zahlwörter kennt, nämlich "eins, zwei, drei, viele", ist für uns zwar vorstellbar, aber die Umstände, unter denen sie für ihre Sprecher ausreichend ist, können wir uns kaum vorstellen. Dass es in der gleichen Sprache womöglich an die hundert differenzierende Begriffe für Schnee gibt, deren Bedeutung sich uns nicht erschließt, kompensiert diesen Mangel allerdings nicht. Ein Mangel, der zugleich etwas über das Zeitbewusstsein der Sprecher dieser Sprache aussagt. Was länger als drei Tage her ist, ist unterschiedslos viele Tage her. Was nach Übermorgen geschehen wird, liegt irgendwo in der Ewigkeit. Mag sein, dass es daneben eine Zählweise nach Monden und nach Jahren gibt, doch der muss jeder quantifizierbare Bezug zu den Tagen fehlen.

Nun gibt es in unserer Zeit eine geistige Bewegung, deren Bestreben es ist, überall da Unterschiede unkenntlich zu machen, wo die Unterscheidung zugleich einen Unterschied in der Wertschätzung ausdrückt oder ausdrücken könnte. Das Mittel der Wahl, dessen sich diese Bewegung bedient, ist die Diskriminierung von Worten und Begriffen, mit denen solche Unterschiede in der Sprache getroffen werden. Die Annahme, etwas, wofür es in der Sprache keinen Begriff gibt, mache das Denken darüber unmöglich, ist vom Ansatz her stimmig.

Ob das Bestreben, das Denken in wertenden Kategorien durch Sprachkastration unmöglich zu machen, allerdings den erwünschten Zweck erfüllen kann, oder eher kontraproduktiv wirken wird, soll hier kurz hinterfragt werden.

Diskriminierend ist es, so die vorherrschende political correctness, jegliche Andersartigkeit anzusprechen, so sich daraus auch unterschiedliche Werturteile über Menschen ergeben könnten. Was bei Rotwein bis jetzt noch zulässig ist, nämlich Qualitätsunterschiede zu erkennen und anzusprechen, wobei am unteren Ende durchaus Wertungen wie: "Noch nicht einmal für Essig zu gebrauchen", nicht als Diskriminierung des Winzers oder gar der gesamten Lage angesehen werden, sondern als Nachweis der Kennerschaft gelten, vor allem, wenn sie im Brustton der Überzeugung ausgesprochen werden, wäre in anderem Zusammenhang ein gesellschaftliches Todesurteil.

Inzwischen sind wir so weit gediehen, dass es problematisch sein kann, wenn eine Gruppe mit bestimmten Merkmalen sich als "wir" bezeichnet, weil jedem "wir" ja ein ausgegrenztes "ihr" gegenüberstehen muss, ohne welches dieses gruppenbeschreibende und -abgrenzende "wir" sinn- und wertlos wäre. Daraus folgt der fulminante logische Kurzschluss:

Wir = Rassismus

Wer meint, dies bisher nicht festgestellt zu haben, möge sich bitte in Gedanken und sprachlich korrekt an jenen Ort begeben, an welchem "wir" und "Volk" das Gleiche bezeichnen. Da fällt es wie Schuppen von den Augen! Ein "Volk" darf nur noch als sinnentleerter Begriff im Grundgesetz stehen. In Reden führender Politiker ist dieser Begriff schon lange tabu und wurde durch allerlei Krückenbegriffe substituiert, die von der einst noch klar definierten "Bevölkerung" bis zu der absurden Formulierung: "die, die schon länger hier wohnen!" reichen.

Das Verrückte daran ist, dass die Tilgung des Begriffes "Volk", vergleicht man sie mit der Tilgung des Begriffes "Neger", mit der gleichen Absicht, jedoch in der umgekehrten Richtung wirken soll. Der "Neger" wird - so heißt es - diskriminiert, wenn man ihn so nennt. Das "Volk" diskriminiert alle anderen (Völker?) durch seine bloße Benennung als solches!

Sauber zu Ende gedacht, muss dem zwingend die Auflösung der Fußball-Nationalmannschaften folgen, entweder auf dem Wege, dass jeder Fußballer, unabhängig von seiner Abstammung, in jeder Nationalmannschaft spielen darf, wenn man sich nur über den Arbeitsvertrag einig wird, oder auf dem Wege, dass eben die Spitzenvereine dieser Welt die Weltmeisterschaft austragen, dass also der FC Barcelona gegen AS Milano im Endspiel der Weltmeisterschaft steht, wozu dann nicht Fähnchen in Nationalfarben geschwenkt werden, sondern Schals in den Vereinsfarben.

Dies hätte allerdings zur Folge, dass man sich von Rovaniemi bis Kapstadt jeden Verein dieser Welt als den seinen auswählen könnte, was verkehrsstörende Autokorsos, wie sie bisher den Sieg jeder Nationalmannschaft in deren Heimatland begleiten, zuverlässig verhindern würde.

Dabei zeigt sich bald, dass das Problem auf diese Weise nicht gelöst, sondern nur verlagert wird. Es ist ja heute schon so, dass der fortwährende Erfolg des FC Bayern in der Bundesliga von vielen als diskriminierend empfunden wird, weshalb Spielern und Vereinsführung eine unerhörte Arroganz attestiert wird, ja ihnen sogar echter Hass entgegenschlägt.

Das Verbot des "Mia san mia!" sollte eigentlich längst auf der Tagesordnung stehen, die Bayern sollten sich auch nicht länger als "Verein" bezeichnen, weil sie damit alle anderen Fußballer Deutschlands ausgrenzen, sondern vielleicht einfach nur als "Sportler", allenfalls "punktstarke Sportler" Auf der anderen Seite sollte mit einem Bann belegt werden, wer den HSV noch HSV nennt, oder gar St. Pauli noch St. Pauli. Beidem wohnt ein krasses Diskriminierungspotential inne, weil jeder unmittelbar grottenschlechte fußballerische Leistungen und ein typisches Verliererimage assoziiert, wenn er nur HSV oder St. Pauli hört, so dass dringend anzuraten wäre, auch hier nur von "weniger punktstarken, dafür jedoch sehr viel achtsameren und empathischeren Sportlern" zu sprechen. Diese Sprachregelung läge in etwa auf der Linie jener vorübergehend von der political correctness noch gedeckten, "mehr oder minder stark Pigmentierten", was natürlich schon wegen des erheblich größeren Buchstabenaufwandes jegliche Diskriminierung von Negern oder Hamburger Fußballern verhindern würde.

Wir sind damit noch nicht am Ende. Womit verdienen es Handballer, gegenüber den Fußballern stets in den Hintergrund gedrängt zu werden. Sind Handballer nicht auch Sportler? ... und gar die Geher! Fast als Disziplin schon ausgerottet, fristen sie ihr armseliges Dasein auf tristen Aschenbahnen, von keines Zuschauers Auge je gesehen.

Von daher erschiene es sinnvoll, jegliche Art von öffentlichem Sportbetrieb, sei es nun ein Wettbewerb über 50 km Gehen oder die Fußballweltmeisterschaft, nicht anders anzukündigen, als "eine Sportveranstaltung". Wer gerne Sport sieht, wird hingehen und mit der gleichen Freude den Gehern zusehen, wie den Fußballern oder den Sportanglern. Er wird sich mit jeder Mannschaft freuen, wenn sie ein Tor schießt oder einen Hecht angelt oder die Ziellinie übergeht. Was die Frage aufwirft, wozu es überhaupt noch Mannschaften braucht. Können wir nicht einfach 22 Spieler gemeinsam auf ein Tor schießen lassen? Das Miteinander vor das Gegeneinander stellen? Das Eigentor aus der verpatzten Rückgabe an den unaufmerksamen Torhüter genau so hoch schätzen, wie den Fallrückzieher des Angreifers im Strafraum?

Ist das erst gelungen, muss auch nicht mehr zwischen Damen- und Herrenmannschaften unterschieden werden. Jeder tut einfach sein Bestes auf dem Platz und das Publikum rast vor Begeisterung.

Allerdings stellt sich nun die Frage, ob diese Sportbegeisterung nicht alle diskriminiert, die sich weniger mit dem Körper sondern vielmehr mit dem Geist bewegen. "Sportereignis" ist wohl doch nicht die richtige Bezeichnung.

Eine Mathe-Olympiade in der Allianz-Arena statt eines Fußballspiels, oder Lyrik von Bottroper Heimatdichtern live auf Schalke vor 50.000 Fans vorgetragen, die Übertragung eines Halma-Turniers im Fernsehen... Das ist es doch, worum es geht. Haben denn nicht alle das gleiche Recht auf Aufmerksamkeit und Zuwendung - und verhält sich nicht schrecklich diskriminierend, wer nach dem ersten Gedicht des Heimatdichters das Stadion verlässt? Müssen wir uns für solche Banausen nicht alle offen und ehrlich und laut und betroffen fremdschämen? Die Ursache liegt in dem falsch gewählten, immer noch viel zu diskriminierenden Begriff "Sportereignis", der folglich auszutilgen ist. Wie wäre es stattdessen einfach mit "Öffentliche Darbietung".

Da können alle eingeschlossen werden, ob sie nun singen, tanzen, hüpfen, springen, und es braucht auch keine Arenen mehr. Der gesamte öffentliche Raum steht jedem offen, bis hin zum Hütchenspieler. Applaus ist jedem selbstverständlich sicher, alles andere wäre ja schon wieder sowas von fies diskriminierend...

Mit der Loslösung der öffentlichen Darbietungen von Darbietungsstätten, rückt nun ein weiteres Problem in den Lichtkegel des Scheinwerfers der Diskriminierungsjäger.

Viel zu viele Haus- und Wohnungstüren sind verschlossen. Hungrigen wird so der Zugriff auf den Kühlschrank, Müden die Benutzung des Bettes, den von einem Bedürfnis Geplagten die Teilhabe an der Toilette verwehrt. Da ist sie wieder, diese arrogante Unterscheidung in "wir" und "ihr", die mit fadenscheinigen Argumenten verteidigt wird, obwohl es doch nichts als kaum verhohlener Fremdenhass ist, der den vergeblich Anklopfenden entgegenweht!

Lasst uns alle Türen aushängen und sie zu Scheiterhaufen auftürmen und einen Tag der humanitären Türenverbrennung begehen!

Als die Türen verbrannt waren und alle Häuser allen offenstanden versammelten sich natürlich viele Menschen da, wo die Häuser den meisten Luxus boten, was diejenigen, die Einlass begehrten, aber wegen Überfüllung zurückgewiesen werden mussten, eine tiefe Wunde des Diskriminiertseins in die Seele riss. Glücklicherweise verwandelten sich auch die luxuriösesten Villen innerhalb kurzer Zeit in nahezu unbewohnbare Trümmerhaufen, so dass die Unterschiede in der Wohn- und Lebensqualität sich wie von alleine nivellierten.

Doch neben diesem wohltuenden Effekt der Türenverbrennung tat sich damit wiederum ein neues Problem auf. Die leergeräumten Supermärkte, die leergeräumten Schauräume der Autohändler, die leergeräumten Baumärkte und Möbelhäuser wurden nicht wieder gefüllt, das Personal erschien nicht mehr zur Arbeit. Auch die Fabriken schlossen und die Bauern verbrannten das Getreide auf ihren Feldern, um nicht als arrogante Besitzer beschimpft zu werden.

Natürlich gab es einige, die sofort nach alter Gewohnheit wieder anpacken wollten, Zerstörtes reparieren, die Regale wieder füllen, die Versorgung wieder herstellen und damit zu alten diskriminierenden Zuständen zurückkehren. Wollten sich als "Leistungsträger" präsentieren und auf alle anderen herablassend hinabschauen. Ihrem Treiben wurde daher Einhalt geboten, besonders Renitente sollten sogar mit dem Tode bestraft werden. Da es jedoch diskriminierende Türen auch an jenen Häusers, die einst als Gefängnisse dienten und damit der Diskriminierung von Straftätern Vorschub leisteten, selbstverständlich nicht mehr gab, gelang das nicht. Die Diskussion darüber, ob nicht auch die Todesstrafe ein zutiefst diskriminierender Akt sei, zog sich so lange hin, dass sich die Spur der Delinquenten darüber bald verlor.

Weil die Menschen ihre Beschäftigung und damit ihr Einkommen verloren hatten, ja selbst die Rentenkasse leer war, schlug endlich die Stunde des bedingungslosen Grundeinkommens. Jeder bekam 1.000 Währungseinheiten, und jeder sollte fortan jeden Monat erneut 1.000 Währungseinheiten erhalten, vollkommen diskriminierungsfrei, jedem das Gleiche.

Weil es aber im ganzen Lande nichts zu kaufen gab, wanderten sie in endlosen Schlangen in Richtung auf die Landesgrenzen los, um zu sehen, ob man nicht in Dänemark, in den Niederlanden, in Belgien, Frankreich, Luxemburg, der Schweiz, in Österreich, Italien, in Tschechien oder in Polen die Währungseinheiten in Brot und Wein, Wurst und Käse umwandeln könne.

Wie wunderten sie sich, als sie dort nicht mit Freuden als Freunde und Gäste aufgenommen, sondern misstrauisch beäugt wurden, wie man ihre Währungseinheiten gering schätzte und ihnen höchstens aus Mitleid etwas zusteckte, verbunden mit der Aufforderung: Kehrt um und sorgt für euch selbst, wie wir es auch tun.

Da klagten sie: Ich kann nicht für mich selbst sorgen. Ich bin Friseur, wie soll ich Brot backen? Ich bin Steueranwaltsgehilfin, wie soll ich mir einen Lippenstift herstellen? Ich bin Art Director, ich kann mir meinen Champagner doch nicht selbst machen!

Und als man sie fragte: "Ja könnt ihr denn nicht zusammen, jeder nach seinen Fähigkeiten, miteinander für alles sorgen, was ihr so braucht?", da verstanden sie die Frage nicht, weil ihnen der Begriff "wir" fremd geworden war.

Ein alter Mann, gestützt auf seinen Enkel und Jahrzehnte der Erfahrung, begann zu denen zu sprechen, die um ihn herumstanden.

"Ich erinnere mich an eine Zeit, da gab es nicht einfach bloß Menschen, die alle gleich waren und sich durch nichts unterschieden. Das war eine bessere Zeit. Diejenigen, die in ihrem Wirken sehr gut waren, nannte man Genie. Diejenigen, die nichts begriffen haben und nur dumm daherredeten, nannte man Idioten. Diejenigen aber, die weder zu den Genies noch zu den Idioten zählten, versuchten, von den Genies zu lernen und die Idioten zu meiden."

Der Kreis der Zuhörer wuchs. Es war lange her, dass jemand zu ihnen von Unterschieden gesprochen hatte, und das machte sie neugierig, denn tief drin in ihrem Herzen hatten sie immer geahnt, dass es so etwas wie Unterschiede gäbe, nur wussten sie nicht sie zu benennen, weil ihnen die Worte dafür fehlten. Der alte Mann sprach nun etwas lauter:

"Es gab zu dieser Zeit solche, die etwas leisteten, die nannte man fleißig, und solche die nichts leisteten, die nannte man faul, es sei denn, es waren Kinder, Alte, Kranke oder Arbeitsuchende. Die Fleißigen sorgten für sich, für ihre Kinder, für die Alten, die Kranken und die Arbeitssuchenden. Das kann man wieder so machen."

Dann wandte er sich seinen Zuhörern der Reihe nach zu, zeigte mit dem Finger auf jeden und fragte: "Willst du dabei mitmachen?"

Diejenigen, die mit ja antworteten, scharte er enger um sich und sprach zu ihnen: "Ich nenne nun das neue Zauberwort, das alles dies wieder möglich macht. Dieses Zauberwort heißt WIR, und jeder, der mitmacht gehört zu diesem WIR und alle zusammen sind dieses WIR."

Da ging ein Raunen durch die Menge. Alle wiederholten das Zauberwort, und so wie sie es aussprachen und sich ansahen, und erkannten, dass sie nun WIR seien, fühlten sie neue Kraft und neues Vertrauen. Viele Menschen strömten hinzu und diejenigen, die schon WIR waren erzählten denen, die noch nichts davon wussten, was das war, dieses WIR und dass jeder, der mitmachen wolle, auch WIR sein könne, und dass WIR gemeinsam auf ein Ziel hinarbeiten werden, nämlich als die Fleißigen für uns selbst und unsere Kinder und Alten und diejenigen, die keine Arbeit finden, sorgen wollen.

Und das, was der Alte nur in wenigen Sätzen angesprochen hatte, bauten sie in diesem Sinne weiter aus, ergänzten und vervollkommneten die Vorstellung eines Volkes, das in einem Staate lebt und stets darauf bedacht ist, Schaden von diesem Volke abzuwenden und den Nutzen des gesamten Volkes zu mehren.

WIR werden etwas aufbauen, was dann uns gehört. WIR werden mit vereinten Kräften arbeiten und das, was WIR gemeinsam schaffen auch gemeinsam genießen. WIR werden sogar allen, die unverschuldet in Not sind, Hilfe und Unterstützung gewähren, auf dass sie ihre Not beenden können.

WIR werden zusammenhalten, wenn wir bedroht werden, wir werden uns vor Dieben und Räubern und allen fremden Begehrlichkeiten schützen.

WIR werden uns Straßen und Autobahnen bauen, Wasserleitungen und Kanalisationen, Krankenhäuser und Schulen, Kindergärten und Universitäten, ein Parlament und ein Verfassungsgericht - denn alles, was wir heute hier beschlossen haben, soll unsere Verfassung sein.

Irgendwer hatte irgendwoher Wein und Brot beschafft, von kleinen und größeren Feuern roch es nach Gebratenem und die Freude erfüllte sie und sie feierten bis tief in die Nacht und am nächsten Tag zogen sie zurück in ihre Städte und Dörfer, reparierten und renovierten, was sie um der unterschiedslosen Gleichheit willen hatten verfallen lassen. Das Zauberwort WIR hatte ihrem Dasein wieder einen Sinn gegeben, der über die bloße Existenz weit hinausreichte. Sie ehrten jene, die Großes vollbrachten und machten einen Unterschied zwischen sich und den Faulen und den Idioten.

Sie machten selbstverständlich auch wieder einen Unterschied zwischen Handball und Fußball, zwischen Halma und Angeln, und sie belächelten wieder die Geher, die sich im Stillen ja selbst belächelten, weil sie eben so anders sein wollten - und ihre Andersartigkeit nun wieder in eigenen Wettbewerben zur Schau stellen konnten.

Sie machten auch wieder einen Unterschied zwischen sich und den anderen Völkern. Schon alleine, um bei den Fußballweltmeisterschaften zu wissen, mit wem sie jubeln oder trauern sollten, aber auch, um zu wissen, wer ihnen freundschaftlich und wer ihnen feindselig gesonnen war, wer aus diesen Völkern zu ihnen kam, um Handel zu treiben, zu arbeiten, zu lernen, wer kam, um Beistand in unverschuldeter Not zu finden, und wer kam, um Unruhe zu stiften oder einfach nur um am Wohlstand teilzuhaben, ohne etwas dazu beizutragen.

Ja, sie lernten wieder zu unterscheiden, was gut war, für ihr Volk, und was nicht, und achteten darauf, sich für das Gute zu entscheiden und das Schädliche abzuwehren.

Und die Tatsache, dass sie wieder gerne große Mengen an Negerküssen verschlangen, wurde von den Negern, die zu diesem Volk gehörten, als Liebeserklärung verstanden, wie auch die Zigeuner, die Jäger und die Wiener sich freuten, dass die nach ihnen benannten Schnitzel besonders gerne verzehrt wurden - und dass man sie schon vom Namen her unterscheiden konnte, und nicht erst, wenn sie auf dem Teller lagen.



Der Aufsatz, den Sie soeben gelesen haben, löste bei Heide S. Nyaga eine Reaktion aus, die ich gerne ebenfalls online stelle. Sie hat sich darin mit der Macht der Worte beschäftigt und das Mantra "gut und gerne leben" analysiert.

Wenn sie an den verschlungenen Sätzen und den darin verwobenen Wahrheiten Gefallen gefunden haben. Es gibt viel mehr davon. Ein ganzes Buch voll.
 
Heide S. Nyaga, "Wann denn, wenn nicht jetzt?"
 


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Ebenso empfehlensert:

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mit der Woge des Schwachsinns,
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Manfred Gotthalmseder

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Heide S. Nyaga, Wann denn, wenn nicht jetzt?

 

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Kritik muss weder beschönigen noch verharmlosen, weder heucheln noch trösten, um konstruktiv zu sein.

Wirksame Kritik muss in aller Klarheit und mit der gebotenen Schärfe auf allgemeine Anstrengungen zur Veränderung von Sachverhalten und Umständen abzielen.

Verhaltensänderungen kritisierter Personen sind dafür nicht Bedingung, sondern bestenfalls erfreuliche Folge.


 
 

 

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