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13. September 2017

10.00 Uhr Britannia im Trennungsjahr

Für das Scheitern einer Ehe gibt es - in einer Vielzahl von individuellen Ausprägungen - drei entscheidende Ursachen. Die Langeweile, das Auftauchen einer verlockenden Chance und die Erkenntnis, vom Partner entmündigt zu werden.

Weil Ehen grundsätzlich in der Annahme geschlossen werden, beide Seiten hätten einen irgendwie gearteten Nutzen davon, von dem, wenn der Schaum der Träume zusammengefallen ist, fast immer ein hässlicher, nackter, materieller Vorteil übrig bleibt, den derjenige, der verlassen wird, nicht aufzugeben bereit ist, gibt es mehrere Sicherungssysteme. Die religiös-moralische Fessel, die gesetzlich festgeschriebenen Scheidungsfolge-Sanktionen und, vor allem bei Paaren, von denen einer bei einer Scheidung viel zu verlieren hat, den einseitig begünstigenden Ehevertrag.

Die Briten haben mehrheitlich beschlossen, die Ehe mit der EU zu beenden, und zwar weil sie bemerkten, dass sie ihrer Freiheit beraubt und mit Wissen und im Auftrag des Rates, von Brüsseler Bürokraten Schritt für Schritt entmündigt wurden.

Was tut der Ehemann, der jemanden braucht, der die Waschmaschine bedient, den Kühlschrank füllt und sich bei jeder Gelegenheit dafür hergibt, den Besitzerstolz des Eroberers durch schmachtend-anbetende Worte und Gesten zu unterstreichen, wenn seine Holde wie aus heiterem Himmel Trennungsabsichten erkennen lässt?

Richtig. Er erinnert sich seiner Fürsorgepflicht, malt sich in den düstersten Farben aus, wie es ihr ergehen würde, ohne ihn, ohne sein Einkommen, ohne die gemeinsame Wohnung, dass sie ganz alleine ganz von vorne würde anfangen müssen, und dann gibt er ihr das zu bedenken, und ja, er habe Fehler gemacht, die habe er jetzt aber erkannt und werde sich ändern, weshalb es keinen Grund gäbe, die Trennung weiter zu betreiben, ja dass es geradezu verrückt sei, alles aufzugeben, wegen ein paar Nichtigkeiten.

Doch diese Argumentation wird - obwohl einiges durchaus richtig daran ist - in der Regel gar nicht angehört. Wenn einmal der tatsächlich verdammt schwere Entschluss gefasst ist, dann lässt man sich nicht noch einmal umdrehen, zumal die Erfahrung lehrt, dass sich nichts ändern wird, außer dass man noch einmal kostbare Lebenszeit opfert.

Von da an könnte im Grunde alles so geregelt werden, dass beide Seiten mit den geringsten Verlusten wieder ihre eigenen Wege gehen können, doch nun verwandelt sich die Fürsorge in eine dramatische Besserwisserei. Ich habe ihr die Hölle auf Erden angekündigt, sollte sie mich verlassen, jetzt werde ich alles tun, um ihr zu beweisen, wie falsch es war, sich zu trennen.

Das haben wir jetzt in der Beziehung zwischen London und Brüssel.

Während die Briten weder beim Versorgungs- noch beim Zugewinnausgleich Streit suchen, sondern vorschlagen, ein jeder solle einfach nur das Seine behalten, bestehen die Brüsseler darauf, auch noch im Kleiderschrank der Briten die Dessous zu durchwühlen, ob sich da nicht ein schwarzes Spitzen-Höschen findet, das ein Geschenk war, an das Hoffnungen geknüpft wurden, die nun nicht mehr erfüllt werden, und das daher zurückzugeben sei.

Dass dieses Verhalten nur die Scheidungskosten in die Höhe treibt und zudem verhindert, sich selbst bestmöglich auf die Zeit nach der Scheidung vorzubereiten, wird von den Zorngockeln in Brüssel, sowohl im Rat als auch in der Kommission, ja sogar im Parlament nicht bedacht.

Es ist ein erbärmliches Schauspiel, wie hier die Chance, sich auch nach der Scheidung noch freundschaftlich begegnen zu können, mit voller Absicht zunichte gemacht wird.

Nun gleicht die EU weniger der christlichen Einehe als dem muselmanischen Harem, so dass die abschreckende Wirkung des Verhaltens des Sultans von Brüssel darauf abzielen könnte, die nächste Flucht aus dem Serail zu verhindern, doch auch das ist viel zu kurz gedacht!

Was, wenn die Briten in der neu gewonnenen Selbstständigkeit doch glücklich werden? Wird das nicht das genaue Gegenteil auslösen?

Was, wenn der Sultan um eine neue Braut wirbt? Wird sie nicht sein Verhalten gegenüber den Briten zu äußerster Vorsicht und Zurückhaltung, zu genauester Prüfung des Ehevertrages anhalten, um am Ende doch nein zu sagen?

Alles im Verhalten der EU deutet darauf hin, dass absolute Rat- und Hilflosigkeit herrscht, wie es ohne die Briten weitergehen soll, dass von souveränem, vernünftigem Handeln absolut nicht die Rede sein kann, sondern nur von einer Mischung aus Wut, gekränkter Eitelkeit und vollkommen unbegründeter Rachsucht.

Die Briten haben während ihrer Mitgliedschaft die vereinbarten ehelichen Pflichten erfüllt. Wo ist da ein Anlass, sich zu rächen?

Was soll dieser Rückfall in die Zeiten der beiden Zweiten, Heinrich II. und Philipp II., denn Nützliches hervorbringen? Einen neuen hundertjährigen Krieg zwischen Insel- und Kontinentaleuropa? Das ist doch Wahnsinn!

 

 


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Egon W. Kreutzer, PortraitAutor und Verleger - mit einem außergewöhnlichen Hang zur Nachhaltigkeit, meint:

Kritik muss weder beschönigen noch verharmlosen, weder heucheln noch trösten, um konstruktiv zu sein.

Wirksame Kritik muss in aller Klarheit und mit der gebotenen Schärfe auf allgemeine Anstrengungen zur Veränderung von Sachverhalten und Umständen abzielen.

Verhaltensänderungen kritisierter Personen sind dafür nicht Bedingung, sondern bestenfalls erfreuliche Folge.


 
 

 

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