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5. September 2017

00001110.000111100 Uhr Lasset uns rechnen

Die Mathematik ist ein wunderschönes Kunstwerk, mit dessen Hilfe alles, was mit Zahlen auszudrücken ist, auf mannigfache Weise miteinander verknüpft und verbunden werden kann, bis hin zu vollkommen unvorstellbaren n-dimensionalen Universen und ihren Bewohnern.

Euler, einer der größen Mathematiker seiner Zeit, soll am Hof zu St. Petersburg mit der Mathematik sogar die Existenz Gottes bewiesen haben, mit der Gleichung:

a + bn / n = x

Das war natürlich ein mathematischer Taschenspielertrick, was andere Mathematiker jedoch nicht abgehalten hat, ihrerseits - jedoch ernsthaft - Gottes Existenz aus ihren Formeln und Gleichungen herauszulesen. Der wohl bekannteste mathematische Gottesbeweis stammt von Kurt Gödel, der mit den Mitteln der Mathematik erst bewies, dass es ein Wesen, das alle positiven Eigenschaften in sich vereint, geben könne, um darauf aufbauend dann nachzuweisen, dass die Existenz eines solchen Wesens zwingend notwendig sei.

Irgendwo, in den Niederungen der Grundrechenarten, stellen sich jedoch Probleme viel komplexerer Natur, um welche Mathematiker naserümpfend einen großen Bogen machen, vielleicht auch nur, weil sie fürchten, als Überbringer der Botschaft gehenkt zu werden. Zum Beispiel, wenn es um den Nachweis der zunehmenden Verblödung geht.

Wo aber die Mathematiker die Arbeit verweigern, hilft es nur, selbst in die Hände zu spucken, auf die Knie zu sinken und "Lasset uns rechnen!" auszurufen.

Beginnen wir mit einem durchschnittlichen menschlichen Gehirn 'H', subtrahieren davon alles was rein körperlichen Funktionen 'kf' dient, so bleibt das übrig, was man im Allgemeinen als die Potenz des menschlichen Geistes bezeichnet.

Wir notieren also:

H-kf=G

G wiederum sei das Produkt aus Intelligenz und Wissen+Erfahrung.

G=IQx(W+E)

Die mit der Auslagerung von Wissen zunächst in Bücher und Bibliotheken, in unserer Zeit in die Tiefen des Internets, verbundene Reduzierung des Anteils unmittelbaren Wissens am gesamt genutzten Wissen, in der nächsten Gleichung dargestellt als 'W-cloud', und der Ersatz realer Erfahrung durch virtuelle Erfahrung 'E-cloud', führt wenn die Intelligenz als Konstante eingesetzt wird, dazu, dass der Wert von 'G' kleiner werden muss, weil Zugriff auf die Cloud wie an anderer Stelle noch ausgeführt wird, Verluste mit sich bringt.

G=IQx(W-cloud+E-cloud)

Zudem sind in den letzten Jahrzehnten die Halbwertszeiten von 'W' und 'E' rasant geschrumpft.

Beispielhaft sei hier der Landwirt genannt, der noch vor hundertfünzig Jahren mit dem Wissen, dass er bis zum Alter von 20 Jahren von seinem Vater übernommen hatte, bis zum Rückzug auf's Altenteil erfolgreich wirtschaften konnte, während der Landwirt von heute, der sich nicht ständig auf dem Laufenden hält, über Förderprogramme und Subventionen der EU, über Saatgutrichtlinien und den Einsatz von Pestiziden und Herbiziden, der nicht ständig die Entwicklung der Landmaschinentechnik verfolgt und entsprechend nachrüstet, schon nach zehn Jahren als hoffnungslos rückständig gilt und seinen Hof nach spätestens weiteren zehn Jahren aufgeben muss.

Für Entwickler und Anwendungsprogrammierer im Bereich der Informationstechnologie sind die 10 Jahre des Landwirts schon eine Ewigkeit, die Halbwertszeit ihress Wissens und des Wertes ihrer Erfahrungen liegt bestenfalls noch bei 24 Monaten.

Um diesen Effekt aufzuzeigen, ist die Halbwertszeit von Wissen und Erfahrung in die Gleichung einzufügen, in dem 'G" nach Ablauf der Halbwertszeit als "Gh" ermittelt wird und zum Ausgleich das während der Halbwertszeit neu gewonnene Wissen und die neu gewonnene Erfahrung addiert wird.

Gh=IQx(W-cloud+E-cloud) + Wneu+Eneu
2

Es ergibt sich hieraus, dass zwischen dem notwendigen Zeitaufwand für den Erwerb einer verwertbaren Menge von W+E und der Halbwertszeit dieses spezifischen W+E ein direkter Zusammenhang besteht, der neben dem IQ über den Wirkungsgrad von W+E entscheidet.

Es kann gefolgert werden: Je kürzer die notwendige Ausbildung für eine spezifische geistige Leistungsfähigkeit, und je größer die Halbwertszeit, desto höher der Wirkungsgrad, weil der Erwerb des sich aus Veränderungen ergebenden neuen Wissens und neuer Erfahrungen nur einen kleinen Teil der verfügbaren Zeit beansprucht.

Umgekehrt gilt: Je zeitaufwändiger die notwendige Ausbildung und je kürzer die Halbwertszeit, desto geringer der Wirkungsgrad, weil der Zeitaufwand, um up to date zu bleiben, die für die sinnvolle Anwendung von 'G' verbleibende Zeit verkürzt oder sie gar vollständig aufzehrt.

Folglich nimmt 'G' ab, wenn die Erwerbsdauer von WE größer 2xHalbwertszeit ist.

Die Formel vom "Lebenslangen Lernen" ist also insofern tückisch, als die Nutzung des Erlernten durch den parallel bestehenden Zwang zum Weiterlernen mehr oder minder stark eingeschränkt, in Grenzbereichen sogar unmöglich wird.

Die Verlagerung von Wissen und Erfahrungen in die Cloud bringt ebenfalls Verluste mit sich. Zwar steht sehr viel Wissen virtuell zur Verfügung, doch der Aufwand, auf dieses Wissen zuzugreifen, kann sehr hoch sein, der Aufwand, das aufgefundene Wissen auch richtig zu verstehen ebenfalls. Erfahrungen lassen sich in der Cloud nicht bzw. nur scheinbar abrufen. Weder der Schmerz, den die Berührung mit einer Brennessel auslöst, noch der Geruch eines Veilchens sind mit den uns zur Verfügung stehenden Mitteln virtuell erfahrbar zu machen. Gleiches gilt für den Einsatz von Flugsimulatoren, die ohne die parallel gemachte Erfahrung der wirklichen Arbeit im Cockpit nutzlos sind.

Es zeichnet sich auf Basis dieser Betrachtung ein Trend zur relativen Verblödung ab. Wissen und Erfahrung mögen zwar insgesamt zunehmen, werden jedoch durch den schnellen Fortschritt so schnell entwertet, dass der notwendige Kompromiss zwischen Anwendung und Fort- bzw. Weiterbildung entweder zum tätigen Zurückhängen oder zum untätigen "Auf dem Stand der Kunst Sein" führt.

Die Kompensation wird davon erwartet, dass immer mehr Anteile des Tätigseins in Assistenz-Systeme übertragen werden. Der von der Maschine geführte Dialog mit dem Angestellten oder Arbeiter, der die korrekte Eingabe weniger Daten erfordert, deren Plausibilität die Maschine prüft, bevor sie sie akzeptiert, um anschließend ein Ergebnis auszuwerfen, ermöglicht zwar eine Steigerung der Effizienz, was wichtig ist, vermindert jedoch die Anforderungen an die geistige Potenz der in diese Prozesse eingebundenen Menschen erneut.

Wo zum Beispiel die Übernahme der Daten aus einem Antragsformular die Prämienberechnung für eine kapitalgebundene Lebensversicherung auslöst, daraus ein fix und fertig aus Textbausteinen zusammengesetztes Schreiben an den Kunden und die zugehörige Police produziert wird, sowie auf einem Speichermedium das Vertragskonto anlegt, und der Bankeinzug für die jeweils fälligen Prämien aktiviert wird, hat die "Bedienkraft" die dreijährige Ausbildung zur Versicherungskauffrau im Grunde sinnlos durchlaufen, weil sie das dort erlernte Wissen am zugewiesenen Arbeitsplatz de facto nicht benötigt. Gleiches gilt für den Mechatroniker in der Vertragswerkstatt, der nach dem Auslesen des Fehlerspeichers nur noch "Aggregate" austauscht, von denen er bestenfalls weiß, was sie tun, aber nicht auf welche Weise.

Hier ist der Punkt erreicht, an welchem das Wissen der Cloud nicht mehr abgerufen und nicht mehr verstanden, sondern nur noch im Rahmen vorgeschriebener Abläufe aktiviert werden muss.

So, wie Ratten im Labor lernen, bestimmte Wege zu gehen und unter unterschiedlichen Bedingungen (Lichtzeichen, Klingeltöne) die richtigen Knöpfe zu drücken, um Belohnungen zu erhalten, und die falschen Knöpfe zu meiden, um nicht bestraft zu werden, ohne die Versuchsanordnung überhaupt als solche zu erkennen, sieht es heute bereits an vielen Arbeitsplätzen aus.

Der Erwerb von weitergehendem Wissen und zusätzlichen Erfahrungen ist in diesen 8-Stunden-Käfigen schlicht nicht mehr möglich.

Die "relative Verblödung", die im Mittel über die gesamte Gesellschaft angenommen werden kann, ist an allen Arbeitsplätzen, bei denen der Mensch nur noch als Be-Diener der Maschinen tätig wird, bereits zur absoluten Verblödung auf dem Felde der beruflichen Betätigung geworden. Wissen und Erfahrung, die hier noch zum korrekten Antippen eines Bildschirmbereichs erforderlich sind, fallen bereits hinter das Wissen und die Erfahrung eines Landwirts von vor 150 Jahren zurück.

Am anderen Ende der Skala, bei denen, die daran arbeiten, genau diese Verhältnisse zu schaffen, nagt das Phänomen der kürzer gewordenen Halbwertszeiten mit zunehmendem Alter immer stärker an der geistigen Potenz und drückt sich besonders deutlich in Form der relativen Verblödung aus.

Die spannende Frage lautet: Wird der Mensch durch den Einsatz von immer mehr KI und die weitestgehende Automatisierung der "Arbeit" frei, seine geistige Kapazität auf andere Weise einzusetzen?

Die Antwort lautet eindeutig ja.

Leider ist nicht zu erkennen, dass er davon auch im möglichen Maße Gebrauch macht.

Meine Hypothese dazu lautet so:

Der Erwerb von Wissen und Erfahrung, der über das für den Broterwerb erforderliche Maß hinausgeht, erfordert Mühe und Zeit und wird in der Regel nicht honoriert. Deshalb neigen viele Menschen dazu, die verfügbare Zeit mit "angenehmer Berieselung" und ihren Hobbys (vom Kreuzworträtseln und Briefmarkensammeln bis zum Mitwirken an nachgestellten Schlachten der Vergangenheit) zu verbringen, zumal dies keinen Nachteil mit sich bringt.

Die Erfahrung der Sinnlosigkeit einer nicht honorierten Anstrengung überträgt sich aus der Arbeitswelt in alle Aspekte des Lebens, die nicht von starken Trieben und aus den - gleich zu Beginn dieser Überlegungen ausgeklammerten - kf-Funktionen herrühren.

Warum soll man sich um Politik kümmern? Es passiert ja sowieso, was passieren soll? Warum soll man sich beim Chef mit dem Hinweis auf einen Fehler unbeliebt machen? Soll er doch selber drauf kommen! Warum soll ich mich heute mit Nachrichten beschäftigen, wenn die morgen sowieso schon wieder Schnee von gestern sind?

Die Eroberung eines Liebespartners wird mit hingegen mit großer Energie betrieben. Die Anstrengungen, die erforderlich sind, eine Partnerschaft zu erhalten, erscheinen jedoch schnell als unangemessen groß.

Fazit: Der Verfall der geistigen Entwicklung auf breiter Front ist vorgezeichnet, weil wir den Mittelweg zwischen Über- und Unterforderung zerstört haben.

Wird das Ende unseres menschlichen Astes der Evolution also durch Regression des Geistes ausgelöst werden?

Was meinte Jesus, als er sagte: "Wenn ihr nicht umkehrt und werdet wie die Kinder, so werdet ihr nicht ins Himmelreich kommen"?

Fortsetzung ist beabsichtigt.


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Ebenso empfehlensert:

Florian Stumfalls Abrechnung

mit der Woge des Schwachsinns,
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beschäftigt sich in seinem Werk "Entwicklungsprojekt Ökonomie" mit der Frage, wie eine Marktwirtschaft ohne Kapitalismus gestaltet werden könnte und trifft auch dabei wesentliche Aussagen zum Geld und über seine Wirkungen auf Wirtschaft und Gesellschaft.

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hat im Hansa Verlag seine Überlegungen darüber veröffentlicht, "Warum eigentlich genug Geld für alle da ist".

Wir haben einige Exemplare davon für Sie auf Lager gelegt.

 

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Manfred Gotthalmseder

hat sich, wie vorher schon Koudela, der Frage des Geldsystems im Postkapitalismus gewidmet und die Möglichkeiten zu seiner Gestaltung um ein interessantes neues Konzept erweitert.

 

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Aus dem Blickwinkel einer Frau, die ihre komfortable österreichische Heimat verlassen hat, um im Norden Kenias auf eigene Faust Entwicklungshilfe zu leisten, wird zumindest klar, dass wir nicht in einer, sondern in zwei Welten leben, was in Nyagas Geschichten bisweilen zu bizarren Überraschungen führt.

 

 

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Egon W. Kreutzer, PortraitAutor und Verleger - mit einem außergewöhnlichen Hang zur Nachhaltigkeit, meint:

Kritik muss weder beschönigen noch verharmlosen, weder heucheln noch trösten, um konstruktiv zu sein.

Wirksame Kritik muss in aller Klarheit und mit der gebotenen Schärfe auf allgemeine Anstrengungen zur Veränderung von Sachverhalten und Umständen abzielen.

Verhaltensänderungen kritisierter Personen sind dafür nicht Bedingung, sondern bestenfalls erfreuliche Folge.


 
 

 

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