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28. August 2017

10.00 Uhr 40 Prozent Unentschlossene

Vier Wochen vor der Bundestagswahl stehen die Demoskopen vor dem Problem, dass 40 Prozent der "repräsentativ" Befragten noch nicht wussten, wo sie am 24. September ihr Kreuzchen malen werden.

Um dennoch eine Prognose abgeben zu können, muss das voraussichtliche Wahlverhalten dieser 40 Prozent irgendwie abgeschätzt und eingepreist werden. Die dabei verwendeten statistischen Modelle müssen, um glaubhaft zu bleiben, Ergebnisse liefern, die Veränderungen der Wählergunst nur in minimalen Prozentwerten abbilden, wobei als Referenzwerte immer die Ergebnisse vorhergegangener Wahlen auf Bundes- und Landesebene dienen, von denen aus man sich allmählich und in kleinen Schritten an die endgültige Vorhersage, wenige Tage vor der Wahl herantastet.

Die Rohdaten, also das, was diejenigen unter den bis zu 2.000 Befragten, die sich schon entschieden haben, tatsächlich angegeben haben, und die daraus abgeleiteten Prognosen für den Wahltag haben also nur wenig miteinander zu tun.

Am Wochenende habe ich den Versuch unternommen, die "Unentschlossenen" zu verstehen und ihr voraussichtliches Wahlverhalten zu ergründen.

Dabei kam ich zu dem Schluss, dass "Unentschlossen" in aller Regel nicht heißt, gar nicht zu wissen, welche Partei man wählen wird, sondern dass sich diese Unentschlossenheit auf eine enge Wahl zwischen zumeist nur zwei Parteien beschränkt. Konkret: Der Wähler hat eine individuelle Präferenz die seine grundsätzliche Wahlentscheidung leitet, oft handelt es sich dabei um jene Partei, die er schon in der Vergangenheit gewählt hat, und zugleich ist er mit deren Politik nur noch bedingt zufrieden, so dass er mit dem Gedanken spielt, sich diesmal anders zu entscheiden.

Ein Teil der Wähler fällt diese Entscheidung frühzeitig, für einen anderen Teil halten sich die Argumente für und wider so lange die Waage, bis er in der Wahlkabine sitzt und sich endgültig entscheiden muss.

Da ihm die Alternative, die er selbst aufgebaut hat, keine klare Entscheidungsbasis liefert, kann darauf spekuliert werden, dass etwa die Hälfte der noch Unentschiedenen sich wieder für die Partei ihrer ursprünglichen Präferenz entscheidet.

Spannend ist daher nur die Frage, vor welcher Alternative die anderen 20% der Unentschlossenen stehen.

Ich habe mir also Gedanken gemacht, welche Partei die unentschlossenen CDU-Wähler ankreuzen würden, wie es bei den unentschlossenen SPD-Wählern aussieht, wie bei denen mit einer Präferenz für Grüne, Liberale, Linke und Rechte.

Um dies zu beantworten, muss man sich die Frage stellen, was Stammwähler einer Partei zu Unzufriedenheit mit dieser Partei bewegen könnte, und bei welcher Partei sie am ehesten Abhilfe für ihre Unzufriedenheit erwarten könnten.

Es zeigt sich schlüssig, dass es sehr unwahrscheinlich ist, dass ein CSU-Wähler sich selbst vor die Alternative CSU oder LINKE stellen wird. Wahrscheinlicher ist CSU oder FDP, CSU oder AfD, eventuell noch CSU oder Grüne ...

Ebenso unwahrscheinlich ist die Alternative SPD oder CSU, wahrscheinlicher SPD oder Grüne, usw.

Geht man diese Möglichkeiten Partei für Partei durch, berücksichtigt dabei das jeder Partei derzeit erschließbare Potential, rechnet dann die auf Basis dieser Überlegungen möglichen Wählerwanderungen durch, dann drängt sich eine üblicherweise übersehene, sehr einfache Erkenntnis ins Bewusstsein, dass nämlich die unzufriedenen Unentschlossenen der beiden großen Parteien den ausschlaggebenden Einfluss auf das Wahlergebnis haben, weil hier das quantitative Potential vorhanden ist, das aus einem relativ kleinen Prozentsatz Unzufriedener große absolute Wählerwanderungen werden lässt, während selbst ein größerer Prozentsatz Unzufriedener in kleineren Parteien nur eine geringfügige Wirkung auf das Wahlergebnis hervorbringen kann.

Die nachstehende Abbildung ist ein Screen-Shot der Excel-Tabelle, mit der ich gestern gespielt habe. Als Einschätzung der Potentiale in der oberen Zeile habe ich die aktuellsten Prognosen der Meinungsforschungsinstitute hergenommen.

Welcher Anteil der Unentschlossenen welcher Partei welche andere Partei wählen würde, ist ein Ergebnis meines Bauchgefühls.

Die Ergebniszeilen unten prognostizieren, welche Ergebnisbandbreite für die einzelnen Parteien auf Basis dieser Überlegungen zu erwarten ist.

 

Die Lawine wird eindeutig ausgelöst von jenen 3 Prozent der Wähler die potentiell AfD statt CDU und jenen 1,6 Prozent der Wähler die potentiell AfD statt SPD wählen könnten.

Die Tatsache, dass 60% der überzeugten Unions-Wähler sicher wieder die Union wählen werden, die Annahme, dass von den 40% noch unentschiedener, potentieller Unions-Wähler die Hälfte sicher wieder die Union wählen werden, die somit sichere Bank von 80% aus den eigenen Reihen + Wählerwanderungen von anderen Parteien, reicht nicht aus, um das Verhalten der 20% unentschlossenen, potentiellen Unions-Wähler, die sich doch anders entscheiden, zu kompensieren.

Gehen wir davon aus, dass ähnliche Szenarien auch in den Parteizentralen auf dem Tisch liegen, von den Demoskopen vorsichtshalber noch als "worst case" bezeichnet, dann wird klar, warum die Union einerseits einen Wohlfühlwahlkampf führt und andererseits, vor allem von Seehofer vorgetragen, die argumentative Vergleichbarkeit mit der AfD sucht.

Dass Martin Schulz jedoch primär gegen die Kanzlerin wahlkämpft und zugleich versucht, sich die Konkurrenz der LINKEn vom Hals zu halten, ist in diesem Lichte unverständlich.

Wer als SPD-Wähler mit der großen Koaltion unzufrieden ist, wird nicht die CDU wählen! Hier eine Front zu eröffnen, ist töricht, und wer als CDU-Wähler mit der GroKo unzufrieden ist, wird nicht die SPD wählen. Hier zu werben, ist vergebliche Liebesmüh!


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Kritik muss weder beschönigen noch verharmlosen, weder heucheln noch trösten, um konstruktiv zu sein.

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Verhaltensänderungen kritisierter Personen sind dafür nicht Bedingung, sondern bestenfalls erfreuliche Folge.


 
 

 

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