hierverbirgtsicheingeheimnis


2. Juni 2017

13.00 Uhr Trump. Er hat es getan. Wie konnte er nur?

Wo es doch um nicht weniger als die ganze Welt geht! Wo es doch darauf ankommt, dass alle sich in das Mühen einbringen, die Veränderung des Weltklimas zu verhindern. Da steigt der einfach aus. Da muss man doch die Contenance verlieren und ihm die übelsten Schimpfwörter an den Kopf werfen, an seiner geistigen Gesundheit zweifeln, ja sogar an eine geheime Verschwörung denken.

Die Hysterie, die da geschürt wird, ist absolut unerträglich.

Das meteorologische Klima des Planeten Erde hat sich verändert, lange bevor unsere Vorfahren den aufrechten Gang erfunden haben, und es hat sich bis heute immer wieder verändert. Langsam und unmerklich ist es mal kälter, mal wärmer geworden, haben sich die Eismassen an den Polen und die Gletscher in den Gebirgen ausgedehnt oder sind geschrumpft. Der Natur ist es gelungen, diese Schwankungen zu überstehen, und auch die Menschheit hat schon Warm- und Kaltzeiten er- und überlebt, wobei es ihr in den Kaltzeiten zumeist schlechter ging als während der Warmzeiten.

Donald Trump ist wohl zu dem Schluss gekommen, dass die Mitwirkung der USA am Klimaschutzabkommen auf das Klima und dessen Veränderung wenn überhaupt, dann nur einen minimalen Einfluss hat, dass also der Aufwand, der dafür getrieben werden müsste, in keinem Fall einen spürbaren Nutzen hervorbringen kann. Entweder, das Klima ändert sich tatsächlich (wofür durchaus nicht alle Daten sprechen), dann ist es vermutlich weniger wichtig, ob der Meeresspiegel bis zum Jahr 2.100 um 10 Zentimeter steigt, oder erst bis zum Jahr 2025, oder, das Klima ändert sich nicht, dann wäre das ein bombastischer Schlag ins Wasser gewesen.

Dass sich andere Staaten von einer engagierten Klimapolitik viel mehr versprechen, gehört zu jenen Unterschieden zwischen den USA und weiten Teilen der übrigen Welt, die außerhalb der USA nur selten wahrgenommen werden. Denn worum geht es denn bei allen Aktivitäten zum "Klimaschutz"?

Richtig. Es geht vor allem um Wirtschaftswachstum. Doch ein auf Klimaschutzvorschriften basierendes Wachstum kann der Präsident der USA allerdings nicht entfachen.

Das kommt daher, dass die Verfassung der USA dem Kongress nur eine beschränkte Auswahl staatlicher Kompetenzen zugesteht, während die 50 Bundesstaaten jeweils ihre eigene Gesetzgebung und ihr eigenes Rechtssystem unterhalten. Damit ist es nicht möglich, von Washington aus so tief in alle Lebensbereiche hineinzuregieren, wie das den Zentralregierungen in China, Russland und der zentralen Nichtregierungsorganisation "EU-Kommission" möglich ist.

Weder Glühlampenverbote noch einheitliche Dämmungsvorschriften für Häuser, weder die Leistungsbeschränkung für Staubsaugermotoren noch der maximale Wasserdurchfluss für Duschköpfe können den 50 Gouverneuren der US-Bundesstaaten von oben verordnet werden. Von daher ist der Versuch, den gesamten Binnenmarkt mit teuren Vorschriften zu überziehen und damit einen bereits gesättigten Markt neu aufzubrechen, faktisch zum Scheitern verurteilt - und außerdem würde ein solcher Versuch dazu führen, dass der amtierende Präsident und seine Partei die nächsten Wahlen mit Pauken und Trompeten verlieren würden.

Die Aufkündigung des Pariser Klimaschutzabkommens war also ein aus Sicht der USA richtiger Schritt, mit dem lediglich die Glaubwürdigkeit der Klimapolitik ihrer Hauptverfechter einen - wenn auch geringen - Schaden genommen hat.

Man könnte es komisch finden, dass der Protest gegen den Überfall auf einen syrischen Luftwaffenstützpunkt und der Abwurf der größten verfügbaren konventionellen Bombe auf Afghanistan in keiner Weise an den Protest gegen den Ausstieg der USA aus dem Klimaschutzabkommen heranreicht, soweit dieser Protest im westlichen Lager nicht von der enthusiastisch zustimmenden Kommentierung vollkommen übertönt wurde. Hier wird schließlich konkreter Schaden angerichtet, werden Menschenleben vernichtet und zugleich die Möglichkeit des Ausbruchs des dritten Weltkriegs billigend in Kauf genommen.

Doch man muss es nicht komisch finden, sondern ernst nehmen, denn unter den Mitgliedern der ehrenwerten westlichen Wertegemeinschaft gehört es zum guten Ton, in abgestimmtem, gemeinsamem Vorgehen Interessen durchzusetzen oder wenigstens stets gutzuheißen, was die anderen gerade tun, die wiederum dann, wenn es darauf ankommt, auch die eigenen Aktivitäten gutheißen werden. Die Rüstung hochfahren, Konkurrenten bedrohen und Kriege zu führen, auch mit geächteten Waffen, auch mit Uranmunition, auch ohne völkerrechtliche Legitimation, das ist grundsätzlich gutzuheißen, geht es doch stets nur darum, endlich einmal wieder den Frieden herbeizubomben.

Den mühsam aufgebauten Klimahype zu ignorieren und damit die Geschäfte aller anderen "Partner" empfindlich zu beeinträchtigen, damit hat Donald Trump den Ehrenkodex der globalen Geldelite verletzt, wie auch schon mit seinem Ansinnen, nur noch bilaterale Handelsabkommen schließen zu wollen.

Wie trotzige Kinder versichern daher die wohlerzogenen Transatlantiker Angela Merkel, Emmanuel Macron und der Italiener Paolo Gentiloni, dass sie das "historische Abkommen" weiter umsetzen wollen.

Und jetzt kommt's: Alle drei seien fest davon überzeugt dass das Pariser Abkommen nicht neu verhandelt werden könne.

Feste Überzeugungen in allen Ehren, aber überzeugt davon zu sein, dass ein Abkommen nicht neu verhandelt werden könne, widerspricht jeder menschlichen Erfahrung. Jedes Abkommen kann zu jeder Zeit neu verhandelt werden, wenn die Bereitschaft dazu existiert.

Natürlich könnte das Pariser Abkommen neu verhandelt werden, vielleicht könnten die Vorschläge der USA sogar dazu führen, dass die Umsetzung weltweit insgesamt erfolgreicher würde (denn was die rund 200 Unterzeichner tatsächlich tun, weiß niemand so genau, und ob den feierlichen Absichtserklärungen auch die angekündigten Taten folgen werden, auch nicht).

Die wahre Aussage lautet schlicht: Wir wollen und werden nicht neu verhandeln. Und mit dir, Donald Trump, schon gar nicht.

 

Nachdem das nun gesagt ist, können wir uns den wirklich wichtigen Themen der Zeit widmen. Die Radiosender der ARD haben den größten Skandal der Nachkriegszeit herausrecherchiert:

Der Besuch von Fußballstadien kann gesundheitsschädlich sein.

Nicht weil man - wie Didi Hallervorden "ach ist das aufregend" - vor lauter Aufregung oder Erregung einen Herzinfarkt oder Hirnschlag erleiden könnte. Nicht weil man infolge einer Massenpanik zerquetscht oder totgetrampelt werden könnte, nicht wegen der Atemwegsreizungen durch Bengalos, auch nicht durch Wurfgeschosse von den Tribünen, sondern:

Weil die Wurstverkäufer mit der gleichen Hand
sowohl das Geld annehmen als auch die Wurstsemmeln ausgeben.

Das wiederum führt dazu, dass krankmachende Keime aus dem Geldbeutel des einen Kunden auf das Wurstbrötchen des anderen Kunden geraten - und das ist hochgefährlich.

Wir können darauf wetten: Noch bevor der Meeresspiegel so hoch gestiegen ist, dass das Weserstadion im Bremen als Trinkwasserreservoir genutzt wird, wird es den Radiosendern der ARD gelungen sein, herauszurecherchieren, wie es der DFB immer wieder schafft, das plötzliche Dahinsterben zigtausender Fußballfans einen Tag nach dem Besuch eines Bundesligaspiels aus den Nachrichten heraus und überhaupt vollkommen geheim zu halten.

Und spätestens wenn auch dieses Rätsel enthüllt und in all seiner Grausamkeit, welche ja die Zahl der Todesfälle infolge von Masern um den Faktor tausend und mehr übertrifft, öffentlich gemacht ist, wird die Forderung nach Abschaffung des Bargeldes, das vermutlich ursächlich für 75 bis 81 Prozent aller Todesfälle in Deutschland ist, endlich seitens Regierung, Bundesbank und EZB Gehör finden.

Bis dahin: Nach dem Klogang, vor dem Essen: Händewaschen nicht vergessen!

 

 

 

Schaukeln, nicht Verschaukeln lassen!

 

Es geht immer nur ums Geld.

Geld ist ein sonderbares Ding.

Wer das Geld versteht, versteht die Wirtschaft, den Wachstumszwang und die Entstehung des Wohlstands der Reichen.

 

2005 erschien die Erstausgabe des dritten Bandes meiner wahnwitzigen Wirtschaftslehre mit dem Untertitel

"Über das Geld"

2007 wurde er Teil der überarbeiteten Gesamtausgabe und wird bis heute nachgefragt und gelesen.

mehr

 

Samirah Kenawi

hat mit "Falschgeld - Die Herrschaft des Nichts über die Wirklichkeit" ein weiteres Standardwerk über das Geld im EWK-Verlag veröffentlicht, das aufgrund des nicht nachlassenden Interesses ebenfalls immer wieder nachgedruckt wird.

 

mehr

 

 Thomas Koudela

beschäftigt sich in seinem Werk "Entwicklungsprojekt Ökonomie" mit der Frage, wie eine Marktwirtschaft ohne Kapitalismus gestaltet werden könnte und trifft auch dabei wesentliche Aussagen zum Geld und über seine Wirkungen auf Wirtschaft und Gesellschaft.

mehr

 

 Stefan Mekiffer

hat im Hansa Verlag seine Überlegungen darüber veröffentlicht, "Warum eigentlich genug Geld für alle da ist".

Wir haben einige Exemplare davon für Sie auf Lager gelegt.

 

mehr

 

Manfred Gotthalmseder

hat sich, wie vorher schon Koudela, der Frage des Geldsystems im Postkapitalismus gewidmet und die Möglichkeiten zu seiner Gestaltung um ein interessantes neues Konzept erweitert.

 

mehr

 

 

Es geht auch anders.

Ein Buch, das sich der Frage annimmt, in welcher Welt wir eigentlich leben - und warum.

 

Aus dem Blickwinkel einer Frau, die ihre komfortable österreichische Heimat verlassen hat, um im Norden Kenias auf eigene Faust Entwicklungshilfe zu leisten, wird zumindest klar, dass wir nicht in einer, sondern in zwei Welten leben, was in Nyagas Geschichten bisweilen zu bizarren Überraschungen führt.

 

 

Heide S. Nyaga, Wann denn, wenn nicht jetzt?

 

(Würde ich auch empfehlen, wenn es woanders erschienen wäre.)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bücherstube
Bücherstube


Druckfrisch lieferbar

jetzt bestellen

 


 

Der Weg zum Wohlfühlgewicht
beginnt auf der Waage.

 

Hier
könnten Sie ihn fortsetzen.


 Priester Messident

Sprachverwirrung
Babel, babbel, brabbel

NEU am 31.01.206

- Hier -

,


 Egon W. Kreutzer

Egon W. Kreutzer, PortraitAutor und Verleger - mit einem außergewöhnlichen Hang zur Nachhaltigkeit, meint:

Kritik muss weder beschönigen noch verharmlosen, weder heucheln noch trösten, um konstruktiv zu sein.

Wirksame Kritik muss in aller Klarheit und mit der gebotenen Schärfe auf allgemeine Anstrengungen zur Veränderung von Sachverhalten und Umständen abzielen.

Verhaltensänderungen kritisierter Personen sind dafür nicht Bedingung, sondern bestenfalls erfreuliche Folge.


 
 

 

-Suchmaschinenoptimierung mit Ranking-Hits -