hierverbirgtsicheingeheimnis


10. Mai 2017

13.00 Uhr Verzweifelter Kraft-Akt in NRW

Hannelore! Hannelore! Kraft! Kraft! Kraft! Die spezialdemokratische Spitzenkandidatin im NRW-Wahlkampf hat drei Tage vor dem Urnengang die Nerven verloren. Um auch noch die letzte Hoffnung auf die Möglichkeit einer sozialeren Regierung zu zerstören, hat sie am Mittwochmorgen verkündet, mit ihr gäbe es keine Koalition mit der LINKEn.

Damit schwächt sie mutwillig das linke Lager. Denn diese Aussage wird sowohl bei den Anhängern der LINKEn als auch bei den SPD-Sympathisanten die Zahl der Nichtwähler in spürbarem Maße erhöhen. Warum soll man denn überhaupt zur Wahl gehen, wenn es die Chance, die man sich ausgerechnet hat, gar nicht geben wird?

Sie stärkt aber auch das konservative Lager. Denn jetzt kommt es für die Laschet-CDU darauf an, in der heute von Frau Kraft faktisch angekündigten großen Koalition möglichst viele eigene Leute sitzen zu haben, am besten gleich den Ministerpräsidenten stellen zu können.

Und letztlich kommt diese Kampfansage an ein rot-rot-grünes Bündnis auch der AfD zugute. Es gibt schließlich auch Protestwähler. Protestwähler, die angenommen hatten, über die Links-Schiene die Regierungspolitik verändern zu können. Die fragen sich jetzt, wer wohl in der Opposition stärker für die "kleinen Leute" trommeln wird und werden sich daher mehrheitlich der AfD zuwenden.

In Zahlen ausgedrückt sehe ich daher eine nochmalige Verschärfung des aus den letzten Umfragen erkennbaren Trends. Die SPD könnte mit der CDU die Rollen tauschen und eher bei 30 als bei 33 Prozent landen. Bekäme Laschet dann aber 33 Prozent und die FDP bliebe bei den prognostizierten 13, dann wäre es nur noch eine Frage des Wähleranteils derjenigen Parteien, die an der Fünf-Prozent-Hürde hängen bleiben, ob NRW ab nächster Woche eine schwarz-gelbe Koalition bevorsteht.

Warum, so frage ich mich, hat Hannelore Kraft sich selbst und der SPD diesen Tort angetan?

 Betriebswirtschaftslehre, für alle, die es noch mal wissen wollen,
weil die Theorie zu theoretisch war und die Praxis zu praktisch ist.
Fabian Dittrich bei EWK

Es kann nur ein Akt heilloser Panik und Verzweiflung gewesen sein. Das Argument, die LINKEn stellten unrealistische und unbezahlbare Forderungen zieht jedenfalls nicht. Seit wann kann ein Junior-Partner in einer Koalition denn seine unrealistischen und unbezahlbaren Forderungen durchsetzen? Da gibt es Gespräche, Verabredungen, Kompromisse und am Ende einen Koalitionsvertrag, in dem nur noch realisierbare Vorhaben stehen können.

Wenn die NRW-SPD aber glaubt, mit der Ablehnung einer Koalition mit der LINKEn für den Wähler ein klareres "SPD-Profil" zeigen zu können, ja zeigen zu müssen, ein Profil, in dem eher weniger als mehr "Sozial" vorkommt, dann zeigt das nur, wie weltfremd und abgehoben Parteistrategen denken, wie weit sie von den Wünschen der Bevölkerung entfernt sind und wie viel lieber sie dem eigenen Untergang zusteuern, als sich von einem kleinen Koalitionspartner unter Umständen daran erinnern lassen zu müssen, was das Wort "Sozial" im Parteinamen eigentlich bedeuten könnte.

Womöglich kam der Befehl aber auch vom Parteivorsitzenden selbst. Von jenem lupenreinen Europäer, der sich bei Weitem nicht nur über Macron freut, weil Le Pen verhindert wurde, sondern vor allem auch, weil er Frankreich zum nächsten Hartz-IV-Land umbauen will und damit die so genannte "sozialdemokratische" Politik der letzten 15 Jahre in Deutschland als richtig und nachahmenswert bestätigen wird.

Meine Prognose für den Sonntag:

Wenn es für schwarz-gelb nicht ganz reichen sollte, wovon ich ausgehe, werden die Grünen ihre Liebe für Jamaika entdecken.

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

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Heide S. Nyaga, Wann denn, wenn nicht jetzt?

 

(Würde ich auch empfehlen, wenn es woanders erschienen wäre.)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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 Egon W. Kreutzer

Egon W. Kreutzer, PortraitAutor und Verleger - mit einem außergewöhnlichen Hang zur Nachhaltigkeit, meint:

Kritik muss weder beschönigen noch verharmlosen, weder heucheln noch trösten, um konstruktiv zu sein.

Wirksame Kritik muss in aller Klarheit und mit der gebotenen Schärfe auf allgemeine Anstrengungen zur Veränderung von Sachverhalten und Umständen abzielen.

Verhaltensänderungen kritisierter Personen sind dafür nicht Bedingung, sondern bestenfalls erfreuliche Folge.


 
 

 

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