hierverbirgtsicheingeheimnis


10. März 2017

09.00 Uhr Das todsichere System - Draghoulette

Es ist so einfach, beim Roulette zu gewinnen. Man setzt immer wieder und unerschütterlich auf eine einfache Chance. 1 Milliarde auf Schwarz. Verloren. 2 Milliarden auf Schwarz. Wieder liegt die Kugel im roten Feld. 4 Milliarden auf Schwarz. Mist! 8 Milliarden auf Schwarz. Jetzt aber, jetzt muss Schwarz kommen. 16 Milliarden auf Schwarz.

Rien ne va plus. Rot.

32 Milliarden auf Schwarz - 64 Milliarden auf Schwarz - 128 Milliarden auf Schwarz.

Rot! Rot! Rot! Rot! 256 Milliarden auf Schwarz. Es ist doch zum Mäusemelken.
512 Milliarden auf Schwarz! So eine Serie. Das gibt's doch gar nicht. Aber nicht nachlassen. Das System ist todsicher. 1024 Milliarden auf Schwarz.

ROT. Mist. Schon über 2 Billionen verspielt - und immer noch nicht gewonnen. Dabei geht das ganze Spiel immer noch nur darum, aus der zuerst eingesetzten Milliarde zwei zu machen. Der nächste Koffer voller Euro-Falschgeld, wieder 2 Billionen, reicht gerade für noch einen, den allerletzten Einsatz... (Volkssturm ging so ähnlich)

Ganz am Anfang mag da vielleicht ein währungspolitisches Ziel gewesen sein. Doch das ist längst aus den Augen verloren. Jetzt geht es nur noch darum, den Einsatz wieder hereinzuholen. Aus einem Spiel ist tödlicher Ernst geworden. Und das alles mit geborgtem Geld. Sie werden ihm erst die Finger brechen. Einen nach dem anderen. Dann werden sie seiner Familie ein abgeschnittenes Ohr schicken und ihr Geld zurückfordern. Samt 30% Zinsen pro Woche.

Der große Spieler hatte doch selbst keinen Knopf in der Tasche, als er sich am Spieltisch niedergelassen hat. Er hat es sich geborgt, genauer gesagt: Er hat es sich erschwindelt.

Er hat gedacht, es merkt ja keiner, wenn ich das Geld ein bisschen verdünne. Das ist so, wie beim Weinpanscher. Aus 10 100-Liter-Fässern je 1 Liter Wein herausholen und mit Wasser wieder auffüllen. 1% Wasser im Wein. Das merkt doch keiner.

Aber als die ersten 10 Liter des so gewonnen Weines verspielt waren, musste der Einsatz verdoppelt werden. Also 10 mal 2 Liter aus dem 99-prozentigen Weinverschnitt abzapfen und mit Wasser auffüllen. Sind immer noch 97,02 Prozent Wein im Fass. Nee, das merkt auch keiner. Ja, und dann waren es noch 93%, dann 86%, 72% und im nächsten Schritt schon nur noch 49% Wein - und spätestens da ist es den Kennern aufgefallen, weil der Geschmack doch sehr dünn geworden war, und den Säufern ist es aufgefallen, weil sie einfach nicht mehr besoffen wurden, und den Weinhändlern ist es aufgefallen, weil plötzlich bei der Konkurrenz überall neue volle Fässer auftauchten, mit einem Wein minderer Qualität, den es vorher nicht gab - der aber in den Supermärkten prima verramscht werden konnte.

2,3 Billionen Euro zeigt die deutsche Staatsschuldenuhr jetzt ungefähr. Das entspricht ungefähr der Menge Wasser, die Draghi bis Ende des Jahres in den Euro-Wein geschüttet haben wird. Jens Weidmann schüttelt den Kopf - doch die anderen übergehen das nonchalant, weil sie es sich anders nicht erklären können und das Kopfschütteln für ein Anzeichen eines Tourette-Syndroms halten.

Obwohl allen klar ist, dass die zu erwartenden Verluste immer größer werden, je länger die EZB das Geld verdünnt, obwohl absehbar ist, dass sich die Hexenkunst der EZB immer mehr der Potenzierungskunst des Samuel Hahnemann annähert, starren alle wie gebannt in den Kessel und ein wohliger Schauer des Entsetzens erfasst sie jedesmal, wenn die Kugel wieder im roten Feld liegen bleibt und der Croupier die Jetons mit dem großen Rechen einsammelt.

Mal ganz im Ernst: Im Grunde ist der Euro vollkommen überbewertet.

So, wie der Dollar vollkommen überbewertet ist und der Yen auch. Es sieht so aus, als seien alle, die sich am QE-Spiel beteiligen, in gegenseitigen Abhängigkeiten gefangen und gezwungen, immer weiter zu spielen. Doch die Sache hat einen Haken. Derjenige, der zuerst aussteigt, vom Spieltisch aufsteht, nach Hause geht und in aller Bescheidenheit wieder seinen Acker bestellt, reißt die anderen schlagartig in den Abgrund.

Achten Sie auf Donald Trump und die Fed.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bücherstube


 

Der Weg zum Wohlfühlgewicht
beginnt auf der Waage.

 

Hier
könnten Sie ihn fortsetzen.


 Priester Messident

Sprachverwirrung
Babel, babbel, brabbel

NEU am 31.01.206

- Hier -

,


 Egon W. Kreutzer

Egon W. Kreutzer, PortraitAutor und Verleger - mit einem außergewöhnlichen Hang zur Nachhaltigkeit, meint:

Kritik muss weder beschönigen noch verharmlosen, weder heucheln noch trösten, um konstruktiv zu sein.

Wirksame Kritik muss in aller Klarheit und mit der gebotenen Schärfe auf allgemeine Anstrengungen zur Veränderung von Sachverhalten und Umständen abzielen.

Verhaltensänderungen kritisierter Personen sind dafür nicht Bedingung, sondern bestenfalls erfreuliche Folge.


 
 

 

-Suchmaschinenoptimierung mit Ranking-Hits -