Weisheiten am Dreikönigstag

Die 10 wirksamsten Totschlagargumente
unserer Zeit

1. 

Das kann (oder darf) man doch nicht vergleichen!

Selbstverständlich kann und darf man alles vergleichen. Auch Äpfel mit Birnen. Man wird dabei zu dem Ergebnis kommen, dass Äpfel eher rund, Birnen eher birnenförmig von Gestalt sind, dass Äpfel eher säuerlich, Birnen eher süßlich schmecken und feststellen, dass beide an Laubbäumen wachsen, die im Frühling blühen, im Herbst zur Ernte einladen und im Winter kahl dastehen.

So kann man durchaus auch das "Gesunde Volksempfinden" des tausendjährigen Reiches mit der "political Correctness"der gegenwärtigen Republik vergleichen. Nur durch den Vergleich lassen sich Gemeinsamkeiten und Unterschiede erkennen und bewerten.

Was man nicht tun sollte, ist der Versuch, von vornherein alles gleichzusetzen. Aus den Gesetzen der Logik ergibt sich, dass man daher - ohne zu vergleichen - auch nicht zwischen zwei Sachverhalten einen offenkundigen, totalen Unterschied ohne jegliche Gemeinsamkeiten postulieren darf.

Wo der Vergleich verboten wird, wird die Wahrheit unterdrückt.

2. 

 Man kann (darf) Menschenleben nicht gegeneinander aufwiegen!

Ein ebenso durchtriebener Spruch. Selbstverständlich darf und muss man Menschenleben gegeneinander aufwiegen, wenn man Gräueltaten in ihrer ganzen Dimension erkennen will. Es wäre sogar zweckdienlich, eine Rangreihe zu bilden, in der zum Beispiel nur die Exekutionen von zum Tode verurteilten nach Staaten auflistet. Eine weitere Rangreihe wäre die Zahl der Kriegsopfer, die jeweils in einer Dekade durch jeden Staat verursacht wurden. Da ließe sich dann sogar ein Trend ablesen, in Richtung mehr Frieden oder in Richtung mehr Krieg und es wäre möglich, Friedensnobelpreise so zu vergeben, dass die Preisträger ihrer würdig sind, und Kriegsverbrecherprozesse gegen jene zu führen, die sich dieser Verbrechen schuldig gemacht haben.

Aufwiegen heißt eben nicht, im gleichen Maße Rache nehmen, nicht "Auge um Auge, Zahn um Zahn"! Aufwiegen heißt, neutral zu vergleichen und dann zu urteilen.

3. 

 Ich trage (übernehme) die volle Verantwortung.

Je größer das Risiko, desto lächerlicher die Annahme, jemand könne für den eintretenden Schaden wirklich die Verantwortung übernehmen. Was ist das, Verantwortung?

Inzwischen kann man vermuten, dass die gesamte Verantwortung für die Agenda 2010 und die Zertrümmerung des Sozialstaats in Deutschland für Gerhard Schröder mit der Abwahl als Bundeskanzler und dem Wechsel zu Gazprom erledigt war. Von der Verantwortung für einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg in Jugoslawien ganz zu schweigen.

Die Verantwortung für die Verteidigung der Bundesrepublik am Hindukusch, für die sinnlos geopferten Soldaten und die noch viel sinnloser in Kauf genommenen Kollateralschäden unter der afghanischen Bevölkerung, wer trägt dafür denn welche halbwegs angemessenen Konsequenzen?

Verantwortung geht immer nur so weit, wie das persönliche Vermögen in Anspruch genommen werden kann, und im Extremfall kostet sie exakt ein (1)
Menschenleben, zumeist werden aber keinerlei Konsequenzen eingefordert, und da Regierungshandeln, selbst bei Grundgesetzverstößen, schlicht nicht strafbar ist, sollte niemand mit der Aussage "Ich trage die Verantwortung" das Recht für ein unverantwortliches Handeln eingeräumt werden.

4. 

Das ist alternativlos!

Dümmer geht's nimmer. Spätestens seit Shakespeare seinem Hamlet die Worte: "Sein oder Nichtsein, das ist hier die Frage", in den Text schrieb, könnte jedermann wissen, dass es immer und zu allem eine Alternative gibt. Modernere Denker behaupten gar, dass es für jedes Problem mindestens(!) drei Lösungen gäbe, und dass man, solange die dritte nicht gefunden ist, die beiden ersten, meist auf der Hand liegenden, nicht in Angriff nehmen sollte. Hat man drei (oder mehr) Lösungen gefunden, kann man Vorteile und Nachteile, Chancen und Risiken, Kosten und Nutzen gegeneinander abwägen.

Einen Beschluss als alternativlos zu bezeichnen, ist ein geistiges Armutszeugnis. Selbst im Dilemma, in dem sich Politiker häufiger befinden als sie zuzugeben bereit sind, steckt stets die Alternative - sonst wäre es kein Dilemma.

Jemandem zu vertrauen, der eine Maßnahme, eine Strategie, eine Entscheidung als alternativlos bezeichnet und Augen und Ohren vor den sich anbietenden Alternativen verschließt, ist töricht und unreif.

5. 

Wie soll das denn funktionieren?

Statt einem Vorschlag zuzuhören, ihn zu diskutieren und den Beweis zu erbringen, dass etwas nicht funktionieren kann, wird diese floskelhafte Frage genutzt, um einen Vorschlag von vornherein zu diskreditieren. Sie wird selbst dann eingesetzt, wenn die Lösung klar auf der Hand liegt, aber aus unterschiedlichsten, zumeist egoistischen Motiven, nicht erwünscht ist. "Wie soll das denn funktionieren?", ist ein Appell an die Dummheit, sich dieser fiesen Fragestellung anzuschließen und so Mehrheiten zu bewahren. Denn sie wird in aller Regel nicht an den Urheber des Vorschlags gerichtet, der sehr wohl Auskunft geben könnte, sondern schlicht an die breite Masse, die denken soll: "Wenn das der Minister XY schon nicht versteht, wie soll ich es dann verstehen?", womit das Thema vom Tisch ist.

6. 

Das haben wir schon immer so gemacht.
Man muss auch einmal Neues wagen.

So unterschiedlich diese Aussagen auch klingen mögen, sie sind im Kern identisch und beweisen lediglich, dass es keine vernünftigen Argumente dafür gibt, so weiter zu machen, oder etwas zu ändern. Wer so argumentieren muss, ist entweder ein inspirationsfreier Sesselpupser oder ein verantwortungsloser Vabanque-Spieler.

Dennoch klingen beide Sprüche unglaublich glaubwürdig, denn der Mensch ist eben ein "Gewohnheitstier", mit der Neigung, am liebsten alles immer so weiter laufen zu lassen, wie es ist, bis der Moment gekommen ist, an dem er sich langweilt und unzufrieden wird. Beide Stimmungen können mit gleich gutem Ergebnis genutzt werden, es kommt nur darauf an, ob man etwas ändern will, oder nicht.

Wer so argumentiert, ist gefährlich und verbirgt seine wahren Ziele hinter leeren, aber wirkungsvollen Phrasen.

7. 

Alle Experten empfehlen/bestätigen...

Ein einfacher Appell an die Obrigkeitsgläubigkeit der Untertanen. In aller Regel zudem eine Lüge, denn die einhellige Einigkeit aller Experten ist vermutlich noch nie festzustellen gewesen. Es handelt sich in der Regel nur um jene Experten, die man gefragt (und bezahlt?) hat, um eine genehme Aussage zu erhalten.

Statt unterschiedliche Auffassungen und Empfehlungen nebeneinander zu stellen und dann die Entscheidung für eine Richtung aus der eigenen Einsicht heraus zu begründen, werden lediglich Expertenmeinungen zitiert, was immer zugleich auch als Entschuldigung für die daraus entstehenden Schäden dient.

Haben wir doch oft gehört: "Die Situation war ja vollkommen neu! (lach!) Und alle Experten haben uns empfohlen ... Also ich kann da wirklich nichts dafür".

8. 

Eine Gefahr für die Bevölkerung bestand zu keinem Zeitpunkt.

Ach ja? Doch nur, weil glücklicherweise das befürchtete Ereignis nicht oder nur in geringem Umfang eingetreten ist. Hier werden die Begriffe "Gefahr" und "Schaden" auf eine gemeingefährliche Weise vermengt.

Es besteht zum Beispiel jederzeit, auch gerade jetzt in diesem Augenblick, die Gefahr, dass ein Kernreaktor durchgeht und weite Landstriche radioaktiv verseucht werden. Diese Gefahr ist so groß, dass keine Versicherung der Welt bereit ist, einem Reaktorbetreiber eine auch nur annähernd ausreichende Haftpflichtversicherung anzubieten.

Jeder Störfall in einem AKW ist eine konkrete Steigerung der Gefahr, und dennoch hören wir hinterher immer wieder, dass zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr bestand.

Inzwischen erklärt man uns mühsam den Unterschied zwischen einer konkreten Gefahr und einer latenten Gefahr im Zusammenhang mit terroristischen Anschlägen. In Anbetracht der konkreten Gefährdungslage werden Sportereignisse abgesagt und Bahnhöfe geräumt - obwohl auch da nichts passiert ist.

Merke: Eine Gefahr besteht nur dann, wenn sie von einem erklärten Feind ausgeht. Alle anderen Gefahren bestehen nicht, vor allem dann nicht, wenn sie sich konkretisieren und steigern!

9. 

Kein Mensch ist illegal.

Stimmt.

Dennoch gibt es Menschen, die sich illegal an einem Ort aufhalten oder illegalen Geschäften nachgehen. Zwischen dem allgemeinen Menschenrecht, mit seinem Gleichheitsgebot, und dem "Verhalten" der Individuen sollte die notwendige Unterscheidung getroffen werden - und dieser Unterscheidung sollten die in der jeweiligen Rechtsordnung vorgesehenen Maßnahmen folgen.

Diebstahl ist nun einmal illegal. Denn er verstößt gegen geltendes Recht. Homosexualität war in Deutschland bis vor nicht allzulanger Zeit illegal, inzwischen ist die so genannte "Homo-Ehe" legalisiert, also ins Recht als geschützte, mit Rechten und Pflichten versehene Form des Zusammenlebens aufgenommen.

Ein Zuwanderungsgesetz, wäre es denn beschlossen worden, würde sicherlich einem Teil jener Menschen, die sich derzeit illegal in Deutschland aufhalten, Legalität verschaffen, doch es gibt (aus schlechtem Grund) kein Zuwanderungsgesetz - und solange die geltenden Gesetze nicht aufgehoben werden (was womöglich droht), halten sich illegale Zuwanderer illegal in Deutschland auf, obwohl kein Mensch, nur weil er Mensch ist, illegal sein kann.

Wer damit argumentiert, statt zu differenzieren, setzt das komplette Strafrecht außer Kraft - und das halte ich für kompletten Wahnsinn.

10. 

 ... nicht gleich alle unter Generalverdacht stellen!

sh. unten


6.Januar 2016

07.00 Uhr Die Kriminalpolizei entwarnt...

Wir erleben derzeit eine wahre Inflation von Sprüchen, die mit der Floskel enden:

"... nicht gleich alle unter Generalverdacht stellen!"

Eine Expertengruppe des Bundeskriminalamtes, in der auch ausgewählte Vertreter der Landeskriminalämter vertreten waren, hat diese neue Rechtslage - im Auftrag des Bundesinnenministers - zum Anlass genommen, die bisherige Praxis,

die Bevölkerung regelmäßig und bei Bedarf auch außerplanmäßig vor kriminellen Machenschaften, vor Trickbetrügereien, Einbrecherbanden, giftigen Dämpfen, Hochwasser und Blindgängern usw. zu warnen,

unter die Lupe der politischen Korrektheit zu legen.

Die Arbeitsgruppe kam mit 28 Ja-Stimmen und einer Enthaltung zu dem Ergebnis, dass eine solche, quasi amtliche Panikmache nicht mehr in die heutige Zeit passt. Es würde zwar auch weiterhin zu so genannten "bedauerlichen Einzelfällen" kommen, jedoch sei es nicht länger hinnehmbar, dass Bürger dazu animiert würden, sich von unbekannten Handwerkern, die an der Tür klingeln und die Gasleitung überprüfen wollen, als erstes den Ausweis zeigen zu lassen, bevor ihnen überhaupt Zutritt zur Wohnung gewährt wird. Dies käme einer auf Vorurteilen beruhenden, generellen Vorverurteilung gleich, die von den Betroffen durchaus als diskriminierend wahrgenommen werden und schwere psychische Störungen hervorrufen könnte.

Fürderhin soll den Bürgerinnen und Bürgern auch nicht mehr empfohlen werden, beim Verlassen der Wohnung Fenster und Türen zu schließen. Auch für den Fall der mehrwöchigen Urlaubsreise ist das Risiko, nach mehreren Wochen unterlassenen Lüftens einen giftigen Schimmelbelag an den Wänden zu haben doch unendlich viel größer, als einem jener bedauerlichen Einzelfälle zum Opfer zu fallen, die man Wohnungseinbruch nennt, obwohl es sich dabei doch um nichts anderes handelt als um eine aus Hunger und Not geborene, im deutschen Rechtssystem immer noch - außerhalb von Supermärkten - strafbare Form von "Selbstbedienung". Und niemand sollte unterstellen, dass diese "Selbstbediener" nicht auch bereit wären, für die entnommenen Produkte den geforderten Preis zu zahlen - nur, wie sollen sie das denn, wenn wochenlang niemand zuhause ist.

Folgerichtig werden, auf einen Eilerlass des Innenministers hin, ab dem Dreikönigstag 2016, also seit heute 0.00 Uhr, sämtliche Personen- und Gepäckkontrollen an Flughäfen ebenso eingestellt, wie bei Großveranstaltungen jeder Art. Hinweg mit dem hinterhältigen Generalverdacht!

Stattdessen werden sämtliche Polizeigliederungen in Zukunft darauf hinwirken, dass jegliche noch auftretenden Einzelfälle diskret behandelt, vor allem nicht an die Presse weitergegeben werden. Sollte versehentlich doch einmal ein bedauerlicher Einzelfall publik werden, wird die Kriminalpolizei unverzüglich bundesweit eine Entwarnungsmeldung herausgeben, sinngemäß des Inhalts, dass der oder die Täter so gut wie gefasst seien, die Bürger also keinen Anlass hätten, ihre leichtfertige Unbedarftheit aufzugeben.

Die Arbeitsgruppe der Kriminalisten hat zudem eine 12-Punkte-Empfehlung für alle weiteren notorischen Warner herausgegeben, wie künftig sozialverträglich mit bedauerlichen Einzelfällen umgegangen werden könnte, um nicht weiterhin ganze Berufsstände, Produktgruppen oder Industriekonzerne vollkommen unberechtigt unter Generalverdacht zu stellen. Insbesondere sollten sich Warentester und Verbraucherberater in strikter Zurückhaltung üben, sollte jemals wieder irgendwo in Deutschland bedauerlicherweise im Einzelfall eine Lasagne mit falschen Zutaten verkauft worden sein. Da darf man doch nicht gleich alle Packungen des gleichen Herstellers unter Generalverdacht stellen und die Überprüfung der Produkte anderer Hersteller verbietet sich - wenn man nicht eine feindselige Stimmung in der Bevölkerung anheizen will - sowieso ganz von alleine.

Gleiches gilt für die immer wieder festgestellten Preiserhöhungen bei Benzin und Diesel kurz vor Feiertagen oder Ferienbeginn. Es mag zwar hin und wieder ein einzelnes schwarzes Schaf unter den tausenden von Tankstellenpächtern geben, doch deswegen die ganze Zunft unter Generalverdacht zu stellen, ist doch des negativen Denkens zu viel. Auch dieser Gedanke wurde folgerichtig zu Ende diskutiert und eine Beschlussvorlage für den Deutschen Bundestag erstellt, in welcher die Abschaffung des Bundeskartellamtes - jenem uralten Hort des Generalverdachts gegenüber Konzernen aller Art - empfohlen wird.

Sollten gegen diese neue und richtungsweisende fromme Denkungsart weiter grobe Verstöße zu verzeichnen sein, können die entsprechenden Organisationen und Einzelpersonene kurzerhand von der zuständigen Polizeidienststelle unter Einziehung ihres gesamten Vermögens verboten werden. Strafrechtliche Konsequenzen gegen die Verantwortlichen werden in Kürze im Bundesgesetzblatt veröffentlicht.

Selbstverständlich verbietet sich auch die Kennzeichnung einzelner Polizeibeamter im Einsatz mit zur Identifizierung dienlichen Nummernschildern. Sogar die Polizei als solche unter Generalverdacht zu stellen, war ein grober Fehler der Legislative, der nun korrigiert werden kann und muss!

Es ist demzufolge - so der Bericht der Kommission - auch nicht mehr länger tragbar, dass alle Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor unter den Generalverdacht klimaschädlicher Emissionen gestellt werden. Auch Kohlekraftwerke - Braunkohle eingeschlossen - sind zunächst einmal als "sauber" anzusehen. Kontrollen würden die Betreiber diskriminieren, haben also zu unterbleiben.

Sehr fortschrittlich, wenn auch noch lange nicht perfekt, verhalten sich die Finanzbehörden. Die Stellenstreichungen im Bereich der Steuerfahnder und Finanzbeamten sind doch ein deutlicher Hinweis, dass man den Generalverdacht der Steuerhinterziehung - gerade gegenüber den Beziehern hoher Einkommen - nicht länger aufrecht erhalten will, sondern auf freiwilliges, staatstragendes Wohlverhalten setzt.

Deutschland wird auf diese Weise endlich den Weg aus dem Sumpf der Schnüffelei, der Blockwarte und Gestapo-Spitzel herausfinden, endlich die Entnazifizierung aus eigener Kraft zu einem glücklichen Abschluss bringen, und allen, die sich im Staatsgebiet aufhalten, zunächst einmal mit einer unerschütterlichen Unschuldsvermutung begegnen.

Nicht jeder, der äußerlich wie ein Belgier, Däne oder Tscheche aussieht, muss das auch sein, es könnte sich ebensogut um einen Deutschen handeln. Und nicht jeder, der dennoch Belgier, Däne, Finne, Engländer oder Franzose ist, hält sich illegal hier auf, es könnte sich ebensogut um einen legal eingereisten handeln. Auch neigt nicht jeder, der sich illegal hier aufhält, zu Straftaten. Selbst sogenannte "Gefährder" wurden bisher jahrelang von Polizei und Geheimdiensten rund um die Uhr beschattet, ohne dass sie auffällig geworden wären.

Da war es hin und wieder sogar erforderlich, einen V-Mann, oder gleich mehrere, in Marsch zu setzen, um den Gefährder hinter dem warmen Ofen vor und in die Bombenbastelwerkstatt zu locken. Es war ein Experiment. Wir konnten feststellen, dass diese Männer ohne unser Zutun niemals versucht hätten, eine Bombe zu bauen, und wir konnten feststellen, dass sie nicht einmal erkannten, dass der von uns zugelieferte Zünder vollkommen unbrauchbar war.

Die personal- und kostenintensive Überwachung früher so genannter "Gefährder" wird nun ebenfalls eingestellt. Freie Menschen sollen sich in einem freien Land frei und ungezwungen bewegen können. Dazu gehört - ein Gesetzentwurf ist in Arbeit - natürlich auch die Freiheit, eine Waffe zu tragen, was ja auch in den USA nicht gleich zum Zusammenbruch der Ordnung führt, sondern hin und wieder, selten, einmal zu einem bedauerlichen Einzelfall.

Und sollte es tatsächlich bei uns irgendwann wieder einmal zu einem bedauerlichen Einzelfall kommen, dürfen wir das keinesfalls überbewerten. Im Gegenteil, es wäre dann, wenn es denn dazu käme, die erste Aufgabe, sich die Frage zu stellen, wie viel mehr Kriminalität, Betrug, Diebstahl, Mord und Totschlag zu verzeichnen wären, würden wir den Generalverdacht aufrecht halten. Ist es nicht so, dass derjenige, der sowieso verdächtigt wird, eine viel niedrigere Hemmschwelle zur Untat aufweist als derjenige, der sich im Schein der persönlichen Makellosigkeit sonnen kann?

Es ist der Verdacht, der Kriminelle erst kriminell macht, ja manchem sogar erst die Anregung und die Motivation verschafft, sich so zu verhalten, wie es offenbar von ihm erwartet wird.

Die Kriminalisten bitten daher eindringlich, dass nun endlich auch der Generalverdacht gegenüber jenen Institutionen aufgegeben wird, deren Aufgabe die Bespitzelung und Überwachung der Telekommunikationseinrichtungen ist. Diese Menschen machen auch nur ihren Job - und erst, wenn sie verdächtigt werden, erfasste Daten missbräuchlich zu nutzen oder an Unbefugte weiterzugeben, erwacht in ihnen der bis dahin undenkbare Gedanke, dies tatsächlich zu versuchen.

Angela Merkel, die den Bericht wohlwollend zur Kenntnis genommen hat, soll ihn so kommentiert haben:

"Ganz toll, liebe Leute. Wir machen das - wir schaffen das!
Und dem Horst sag ich in seinem Wildbad Kreuth vor der versammelten CSU, dass er an den Ausschreitungen in Köln ganz alleine schuld ist. Weil er einfach nicht von seinem saublöden Generalverdacht ablassen kann, der bayerische Dickschädel, der!"

 

Priester Messident
in tiefer Sorge um Bruder Joachim - Hier -


 

Allmählich spricht es sich herum:


Sogar im SWR fand das Buch über
den Stuttgarter Grubenbahnhof
inzwischen lobende Erwähnung.

Der Autor hat einige Stimmen zu seinem jüngst im EWK-Verlag erschienenen Buch auf seiner Homepage veröffentlicht.

Schauen Sie doch mal selbst bei
Manfred J. Schmitz vorbei.

Bestellen können Sie
"Dr. Feist im Fegefeuer" direkt online.

Und natürlich gilt das auch für Schmitz's
ersten Roman "Wer weiß schon, wie tief der Fluss unter der Brücke ist ..."

 


 Egon W. Kreutzer

Egon W. Kreutzer, PortraitAutor und Verleger - mit einem außergewöhnlichen Hang zur Nachhaltigkeit, meint:

Kritik muss weder beschönigen noch verharmlosen, weder heucheln noch trösten, um konstruktiv zu sein.

Wirksame Kritik muss in aller Klarheit und mit der gebotenen Schärfe auf allgemeine Anstrengungen zur Veränderung von Sachverhalten und Umständen abzielen.

Verhaltensänderungen kritisierter Personen sind dafür nicht Bedingung, sondern bestenfalls erfreuliche Folge.


 




 

 

-Suchmaschinenoptimierung mit Ranking-Hits -