29. Juli 2015
 
10.00 Uhr Heimatlose und Heimathaber
 

Eine vorangestellte Anmerkung:

Der nachstehende Aufsatz entspricht nicht den Vorgaben der Political Correctness. Allerdings lasse ich mir meine Meinung nicht durch Vorgaben anonym bleibender Spin-Doctoren verbiegen. Wo Vernunft im Zweifel als Fremdenfeindlichkeit und Rassismus angeprangert wird, wo Argumente mit hohlen Phrasen abgetan werden, mag ich mich nicht einreihen. Gerne diskutiere ich mit jedem öffentlich weiter, der die Problematik grundsätzlich anders sieht, solange ihm dies auf einer sachlichen Ebene möglich ist.

 
Die Unterscheidung in der Überschrift ist irreführend. Heimat ist etwas, das jeder hat.
Heimat ist, wo ich geboren und aufgewachsen bin, wo ich mich auskenne und wohlfühle, wo meine Familie und meine Freunde leben, wo es so ist, wie es ist, weil es so ist.
 
Menschen, die ihre Heimat verlassen, haben dafür die unterschiedlichsten Gründe. Man kann aus Liebe zu einem Menschen die eigene Heimat verlassen und bei und mit diesem eine neue Heimat finden. Man kann auf der Suche nach Arbeit oder besseren Aufstiegschancen den Umzug in eine ferne Großstadt wagen. Man kann aus Verdrossenheit mit den herrschenden Verhältnissen einen Platz auf der Welt suchen, wo man glaubt, es würde dort besser sein. Man kann aus Angst vor drohenden Gefahren, seien es Menschenrechtsverletzungen oder Krieg und Bürgerkrieg die Flucht ergreifen - und man kann, und das ist vielleicht die unglücklichste Variante - von Machthabern umgesiedelt oder vertrieben werden.
 
Die Politik versachlicht diese Gründe und spricht von "Sicheren Herkunftsländern", von "Asylberechtigten", von "Flüchtlingen", von "Armutsflüchtlingen" und ganz generell von "Migration" und "Zuwanderung". Zudem verbreitet sie blumige Wortschöpfungen wie "kulturelle Bereicherung" und "Willkommenskultur" im "Einwanderungsland", sichert jede Hilfe bei der "Integration" zu und ordnet Skeptikern reflexartig Begriffe wie "Ausländerfeindlichkeit", "Fremdenhass" und "Rassismus" zu.
 
Leider war und ist die Politik in Deutschland bis heute nicht in der Lage gewesen, sich klar und eindeutig zu positionieren und ihre Motive so zu kommunizieren, dass verständige Zeitgenossen diese nachvollziehen könnten. Man haut und sticht auf offener Bühne, stets mehr daran interessiert, mit der gerade vertretenen eigenen Meinung der Konkurrenz Wählerstimmen abzujagen und das eigene Klientel möglichst in ruhigem Schlaf zu halten.
 
Die Debatte um ein Einwanderungsgesetz, die nun schon seit Jahrzehnten wie ein Bandwurm nur Kräfte verzehrt und Unruhen auslöst ohne je ein Ende zu finden, ist ein erbärmliches Zeugnis der Unfähigkeit unserer demokratischen Institutionen, die bei allen Fragen, zu denen die Bürger aus dem eigenen Erleben heraus zu einer Einstellung gefunden haben, darin gipfelt, dass sich Regierungs- und Oppositionsparteien darin zu übertreffen versuchen, die Vorstellungen der jeweils anderen Seite genüsslich und mit kraftvollen Worten zu demontieren, statt sich, wie es die Vernunft geböte, endlich einmal mit Sachverstand und kühler Logik um eine sinnvolle, gemeinsame Lösung zu bemühen.
 
Klaus Kleber hat gestern Abend im Heute-Journal des ZDF an die Vertreibung der Deutschen aus den deutschen Ostgebieten erinnert und dabei herausgestellt, welch großartige Leistung es gewesen sei, innerhalb kurzer Zeit eine nicht genau bezifferbare Zahl von Flüchtlingen und Vertriebenen - um die acht bis zehn Millionen Menschen - aufzunehmen und, wenn auch mit anfänglichen Ressentiments der "Stammbevölkerung" zu integrieren. Es war, obwohl nicht explizit erwähnt, der Versuch, den heutigen Deutschen zu erklären, was damals gelungen ist, muss auch jetzt wieder gelingen, also stemmt euch nicht gegen die Zuwanderung, sondern rückt enger zusammen. Wo zehn satt werden, werden auch elf oder zwölf satt - und nach ein paar Jahren haben sich alle aneinander gewöhnt.
 
Ein klug ausgedachtes Argument. Leider steht es auf tönernen Füßen, weil der Schluss zwar logisch ist, die Prämissen aber falsch gesetzt sind.
 
  • Diejenigen, die damals kamen, waren Deutsche - ohne Migrationshintergrund. Die deutsche Sprache war ihre Muttersprache, die deutsche Kultur war ihre Kultur und die christliche Religion war ihre Religion.
  • Diejenigen, die damals kamen, hatten wie diejenigen, die sie aufnahmen, den Krieg verloren. Alle gemeinsam hatten die Jahre von 1933 bis 1945 in gleicher Weise erlebt. Sie hatten Väter und Söhne im Krieg verloren und viele hatten auch ihr Hab und Gut verloren.
  • Diejenigen, die damals kamen, wurden, wie die Ausgebombten hier, von einer staatlichen Wohnungszwangsverwaltung in Quartiere eingewiesen und so mancher Hausbesitzer musste Zimmer frei machen und Flüchtlinge und Bombenopfer aufnehmen, weil insgesamt Sorge für das gesamte deutsche Volk zu tragen war.
  • Diejenigen, die damals kamen, stellten sich, soweit es ihre Kräfte und Fähigkeiten erlaubten, mit denen, die sie aufgenommen haben, der gewaltigen Aufgabe des Wiederaufbaus. Insgesamt entstand so das von aller Welt bestaunte deutsche Wirtschaftswunder. (Sicherlich spielten da auch noch andere Faktoren mit, doch mir geht es hier darum aufzuzeigen, dass es sich um die Gemeinschaftsleistung der nun auf engerem Raum zusammengeführten Deutschen handelte, die sich gemeinsam in der kleiner gewordenen Heimat einrichteten.)

  • Diejenigen, die heute kommen, sind keine Deutschen. Die meisten beherrschen die deutsche Sprache nicht, sind mit der deutschen Kultur und Lebensart nicht vertraut und stehen der christlichen Religion abweisend bis feindselig gegenüber.
  • Diejenigen, die heute kommen, sind nur zum kleineren Teil Kriegsflüchtlinge oder Vertriebene. Der größere Teil hat Hab und Gut, soweit vorhanden, freiwillig zurückgelassen oder den Schleppern übergeben und erwartet sich in Deutschland die Möglichkeit, diesen Verlust, diesen Aufwand, irgendwie wieder kompensieren zu können.
  • Diejenigen, die heute kommen, werden wieder von einer staatlichen Verwaltung überall da einquartiert, wo eine Möglichkeit gefunden werden kann. Zum Teil verdienen sich Vermieteter heruntergekommener Immobilien goldene Nasen daran, zum Teil werden schnell neue Bauten hochgezogen, zum Teil werden Zeltstätte oder Containersiedlungen errichtet und zum Teil werden Festhallen, Schulturnhallen und andere öffentliche Gebäude zweckentfremdet, wobei sowohl dem deutschen Volk als auch der deutschen Bevölkerung Lasten zugemutet werden, um den - allesamt Asylsuchenden - die notwendige Lebensgrundlage zu sichern.
  • Diejenigen, die heute kommen, stehen nicht vor der Aufgabe, überall mit anzupacken, um Deutschland wieder aufzubauen. Sie kommen in einen deregulierten Arbeitsmarkt und treten dort - sobald es ihnen erlaubt ist, eine Arbeit aufzunehmen - in Konkurrenz zu den Ansässigen und verschärfen damit die Situation für die deutschen Arbeiter und Angestellten, die bereits durch Arbeitskräfte aus den östlichen und südlichen EU-Staaten per Arbeitnehmer-Freizügigkeit äußerst angespannt ist.
Während also nach 1945 in Deutschland zusammenwuchs, was zusammen gehörte, wie - der Vergleich hinkt - ein abgetrenntes Körperteil das durch chirurgische Kunst wieder angefügt wird und nach einer Phase der Genesung auch wieder voll funktionsfähig ist, findet heute nicht "Rekonstruktion" statt, sondern eine therapeutisch nicht angezeigte "Implantation" ohne dass vorher die notwendigen Verträglichkeits-Tests vorgenommen wurden und ohne die notwendigen Medikamente zur Vermeidung von Abstoßungsreaktionen zu verabreichen - und wenn an der Nahtstelle "Entzündungen" auftreten, wird nicht etwa das ungeeignete Implantat als ursächlich angesehen, der Operateur als Kurpfuscher vor Gericht gestellt, sondern dem Patienten die Schuld zugewiesen, der einfach nicht bereit ist, dieses Implantat als Bereicherung wahrzunehmen.
 
Es ist meines Erachtens nicht schon der schuldig, der sich ernsthaft Gedanken über die inzwischen praktisch ungebremste Zuwanderung macht, statt einfach nur mit der Herde auf Anweisung des Leithammels "Willkommen!" zu rufen.

Sicherlich ist es gut und richtig, und dafür trete ich auch seit ich denken kann ein, dass politisch Verfolgte in Deutschland Asyl genießen. Aber eben nur "politisch Verfolgte" - und auch erst einmal nur Asyl. Das heißt, ein Bleiberecht, das nur so lange besteht, bis die Ursachen entfallen sind und die Rückkehr in die Heimat möglicht ist.

Als mit dem Schengen-Abkommen einerseits die innereuropäischen Grenzen geöffnet wurden und andererseits die Regelung getroffen wurde, dass Asylbewerber von dem Staat aufzunehmen sind, bei dem sie zuerst eintreffen, sprach ich mich klar dagegen aus, denn ich hielt das für die gezielte, bösartige Aushebelung des deutschen Asylrechts. Es hat anfangs durchaus auch so gewirkt.

Inzwischen sind aber nicht nur die inneren Grenzen offen, sondern auch die äußeren. Wer auch immer in Spanien, Frankreich, Italien oder Griechenland an Land geht, rutscht ungehindert überall durch wohin er mag. Gleiches gilt für die Menschen auf dem Balkan, die sich auf den Weg machen, um ein halbes Jahr in Deutschland "Sozialhilfe-Urlaub" zu machen, bis ihr Asylantrag abgelehnt ist und sie fürs Erste wieder abgeschoben werden. Wobei ich keinesfalls sicher bin, dass neben den registrierten Asylsuchenden nicht inzwischen auch noch Zigtausende unerkannt in der Illegalität hier versuchen, ihren Anteil am Kuchen zu erhaschen.


Ich will auch betonen, dass ich jenen Menschen, die den (allen) Flüchtlingen helfen, durchaus Anerkennung und Lob zolle. Man kann Menschen, wenn sie erst einmal hier angekommen sind, nicht einfach ohne jede Hilfe sich selbst überlassen, vor allem dann nicht, wenn sie dringend Hilfe benötigen.
Solange allerdings jeder, der Lust hat, nach Deutschland zu kommen, auch hier ankommen und durchschnittlich mehr als ein halbes Jahr hier bleiben kann, bis über seinen Antrag entschieden ist, entsteht ein ganz anderes Problem, das mit der humanitären Hilfe für Menschen in Not überhaupt nichts mehr zu tun hat. Dafür können die Helfer nichts. Das muss man sich auch klar machen.

Es entsteht ein Problem, das gerne mit der Bezeichnung "Rassismus" abgetan wird. Doch meines Erachtens handelt es sich überhaupt nicht um Rassismus und auch nicht um Fremdenfeindlichkeit, sondern schlicht und einfach um die Erkenntnis, dass Dorfgemeinschaften, Städte und Bundesländer von der großen Zahl der Aufnahmesuchenden sowohl wirtschaftlich als auch gesellschaftlich/kulturell überfordert werden.
Die Mär vom "reichen Land" Deutschland steht ja konträr zur Realität. 20 Prozent an und unter der Armutsgrenze, Millionen von Hilfeempfängern, die Tafeln als inzwischen selbstverständliche Einrichtung in fast jeder Stadt - das macht doch überdeutlich, dass Deutschland zwar durchaus ein "Reichenland" ist, aber auf der anderen Seite eben auch ein "Armenland", das - wenn nicht die Reichen zur Kasse gebeten werden, was aber nicht zu erwarten ist - den Import von Armut und noch mehr Niedrigstlöhnern nicht verkraften kann, es sei denn, man will die Bewohner dieser Republik mit Gewalt auf das Wohlstandsniveau eines Entwicklungslandes herunterprügeln und damit den Eigentümern dieser Republik noch größere Profite ermöglichen.
 
Wen wundert es da, wenn sich in der eingesessenen Bevölkerung Unmut breit macht? Wen wundert es da, wenn sich Bewegungen wie die PEGIDA in Montagsspaziergängen gewaltfrei für die Bewahrung ihrer Identität und ihrer Heimat aussprechen?
 
Wenn auch die Medien dazu verdonnert sind, in Berichten über Gewaltaten, Raub und Diebstahl die Herkunft und die Religion der Täter zu verschweigen, und damit offen lassen, ob sich nun 70 Deutsche oder 70 Migranten wieder mal irgendwo eine Straßenschlacht geliefert haben, ob Migranten oder Deutsche für Mord, Vergewaltigung, Raub und Diebstahl verantwortlich waren: Die Menschen merken doch längst, dass die "Implantation" schon längst zu autonomen Parallelgesellschaften geführt hat, deren Werte und Rechtsauffassungen sich eben nicht mit den unseren decken, was zu mannigfachen Konflikten führt, und dazu, dass auch die Polizeiführer inzwischen zugeben, dass manche Gegenden und Stadtviertel inzwischen kaum noch zu kontrollieren sind. Das Wort von den "No-go-Areas" oft belächelt und als fremdenfeindliche Hetze gedeutet, hat inzwischen auch in etlichen deutschen Städten durchaus seine Berechtigung.
 
Es kann so nicht weitergehen!

Was uns wirklich fehlt, ist ein klares und eindeutiges Zuwanderungsgesetz. Aber nicht der Kuhhandel, der jetzt von der SPD angeboten wird. Ein politisches Feilschen um ein wachsweiches Zuwanderungsgesetz mit der Gegenleistung, entgegen bisheriger Positionen, weitere Staaten als "Sichere Herkunftsländer" einzustufen, wird doch wieder nur ein fauler Kompromiss, der am Problem nichts ändert.
 
Hätte ich etwas zu sagen, ich würde alle Parteien auffordern, ihre Entwürfe für ein Zuwanderungsgesetz spätestens ein halbes Jahr vor der nächsten Bundestagswahl öffentlich zu machen und sich einer intensiven Diskussion mit der Bevölkerung darüber zu stellen. Dann könnten am Ende die Wähler darüber entscheiden, ob sie eher für härtere oder für weichere Regeln, für mehr oder weniger Zuwanderung eintreten. Ich bin überzeugt, die Partei mit dem Entwurf eines Zuwanderungsgesetzes, das mit den Intentionen der Wähler am besten übereinstimmt, erhielte aus dem Stand die absolute Mehrheit der Stimmen und Mandate.
 
Ja, ja - da höre ich schon wieder die etablierten Politiker von "Populismus" und "Rattenfängern" reden. Denen halte ich nur eines entgegen: Wenn ihr nicht wollt, dass die Bürger vollends auf die Barrikaden gehen, solltet ihr endlich begreifen, dass nicht ihr "die Demokratie" seid, sondern lediglich diejenigen, die den demokratisch gebildeten Willen der Wahlberechtigten umsetzen sollten.
 
... vergisst man so leicht, wenn man an der Macht ist und damit so fern von den realen Problemen, dass es nur noch Ideologie, und hinter der Ideologie nochmals Ideologie und dahinter gar nichts mehr gibt.
 
 
 
 
 
 
 


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Es wird Zeit!
 
 
Die Niederschlagung des griechischen Aufbegehrens
gegen die Macht demokratisch nicht legitimierter Institutionen
wird den Prozess des Zerfalls der EU nicht aufhalten,
sondern beschleunigen.
 
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Doch alleine diese Aussage zeigt deutlich,
was ihr zurzeit auf Grundeis geht.
 
 

 

Priester Messident
in tiefer Sorge um Bruder Joachim - Hier -


 

Allmählich spricht es sich herum:


Sogar im SWR fand das Buch über
den Stuttgarter Grubenbahnhof
inzwischen lobende Erwähnung.

Der Autor hat einige Stimmen zu seinem jüngst im EWK-Verlag erschienenen Buch auf seiner Homepage veröffentlicht.

Schauen Sie doch mal selbst bei
Manfred J. Schmitz vorbei.

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"Dr. Feist im Fegefeuer" direkt online.

Und natürlich gilt das auch für Schmitz's
ersten Roman "Wer weiß schon, wie tief der Fluss unter der Brücke ist ..."

 


 Egon W. Kreutzer

Egon W. Kreutzer, PortraitAutor und Verleger - mit einem außergewöhnlichen Hang zur Nachhaltigkeit, meint:

Kritik muss weder beschönigen noch verharmlosen, weder heucheln noch trösten, um konstruktiv zu sein.

Wirksame Kritik muss in aller Klarheit und mit der gebotenen Schärfe auf allgemeine Anstrengungen zur Veränderung von Sachverhalten und Umständen abzielen.

Verhaltensänderungen kritisierter Personen sind dafür nicht Bedingung, sondern bestenfalls erfreuliche Folge.


 



 

 

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